Uschi Hammes Der Spatz

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Inhaltsangabe zu „Der Spatz“ von Uschi Hammes

Alles auf dieser Welt ist in ständiger Bewegung, und nur wer den Mut zur Grenzüberschreitung hat und sich selbst als Durchreisenden empfindet, der kann an der Herrlichkeit dieses Planeten teilhaben… Dieses Buch erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Art von Freundschaft, die beweist: Ein Freund ist ein Wesen auf das man sich verlassen darf, wenn man sich verlassen fühlt.

interesante Denkanstöße in ungewöhnlicher Dialogform mit einem Spatz als Alter Ego

— katze267
katze267

Tiefgründige Erzählung mit kleinen sprachlichen Mängeln.

— Clari_214
Clari_214

Ein Roman aus innerer und vogelperspektivischer Betrachtung, der dem eigenen Leben einen Sinn gibt.

— BookfantasyXY
BookfantasyXY

Zwiegespräche mit einem imaginären Vögelchen, die sehr mutig sind, aber auch sehr negativ.

— esposa1969
esposa1969

Eine wunderschöne Tierparabel über den Wert der Freundschaft, sehr berührend und mit vielen Weisheiten gespickt.

— britta70
britta70

ein sehr tiefgründiger Roman, der tief ins Innere des Schreibers guckt

— gusaca
gusaca

Es geht um eine ganz besondere Freundschaft, und um eine Reise. Was ein Mensch dort erfahren wird darf für immer sein Geheimnis bleiben.

— daimonion
daimonion
  • Rezensionen
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  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Manchmal bedarf es jemand "anderen" der objektiven Betrachtung!

    Der Spatz
    shlomo-ben-yossi

    shlomo-ben-yossi

    03. February 2015 um 13:26

    "Aber so kannst du doch kein Buch beginnen." Mit diesem Satz wird die Protagonistin in Uschi Hammes' Roman "Der Spatz" aus ihrer Arbeit an einem kritischen Essay gerissen. Wer? Um etwas fassen zu können und sich somit dem gegenüber zu stellen, womit man es zu tun hat, kleidet sich um die Stimme eine Gestalt des menschfreundlichen Haussperlings, der Spatz. Zusammen führen sie einen wundervollen Dialog über gesellschaftliche, persönliche und konstitutive Themen, die tiefer hinterfragt und verschieden betrachtet werden. Sie reden, schweigen, denken und gestalten ihren Alltag zusammen. Das ganze fühlt sich wie die Besteigung eines Berges an, der im Weg auftaucht und durch den es kein Hindurchkommen gibt. Das Auge schaut dabei nicht nur auf die Wörter im Kopf, sondern erfreut sich an der Poesie und der Natur. Das sind Ruhepunkte beziehungsweise Rückzugsmöglichkeiten der Protagonistin in ihrem Alltag, um sich anschließend erneut mit voller Kraft ins Auseinandersetzungsprocedere zu stürzen. Ihre Gedanken und Refelexionen werden durch zahlreiche Veranschaulichungen in Form von Metaphern, Gleichnisse, Allegorien, und anderes als Bild im Rahmen konzipiert, welches keine Einschränkungen der Phantasie und des Sinnierens eingrenzt. Es darf hinter das Bild, weiter ... geschaut werden. Sehr schön wird der Verlauf einer Freundschaft zwischen der Protagonistin und dem Spatzen dargelegt. Anfänglich sind sie separatisiert, im weiteren Verlauf des Gespräches wird die Beziehung enger und letztlich kommt es zur Integration. Uschi Hammes gestaltet ihren Roman in authentischen, emotionalen und ehrlichen Worten. Einige Gedanken werden besonders hervorgehoben. Wer eine Reise mit der Protagonistin zu ihrem Selbst miterleben und dies auf sich, bestenfalls nachhaltig, wirken lassen möchte, wird mit dem Spatzen eine gute Wahl treffen. Es ist eine Parabel im dialogischen Monolog und gleichsam ein etwas anderer Gedichtband, eingebettet in prosaischen Wortbildern!

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  • Innere Gespräche

    Der Spatz
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. November 2014 um 17:30

    Eine Frau beginnt ein Buch  zu schreiben, da hört sie eine Stimme, die ihr sagt, dass sie so kein Buch beginnen kann. Sie weiß erst nicht, wer dies ist, woher kommt dies Stimme und sie wünscht sich, dass die Stimme zu einen Spatzen gehört. Und so beginnen die Gespräche mit "ihn". Es entstehen tiefgreifende Dialoge, alle möchen Themenbereiche finde da Beachtung. Die Protagonistin verarbeitet auf diese Weise so ihre Vergangenheit und ihren Alltag. Sie kommt mir sehr einsam, verletzt und vom Leben entäuscht vor. Die inneren Gespräche scheinen für sie eine Art Therapie zu sein, eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. Da das Buch etwas negativ angehaucht ist, ist wohl nicht für jeden geeignet. Es ist auch schwierig für mich eine Rezi zu den Buch zu schreiben, da es doch etwas anderes ist. Nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig.

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  • Schwer zu sagen

    Der Spatz
    anastasiahe

    anastasiahe

    Titel: Der Spatz Autorin: Uschi Hammes Seitenanzahl: 200 Preis (Taschenbuch): 16,80 € ISBN: 9783956321825 Inhalt: Alles auf dieser Welt ist in ständiger Bewegung, und nur wer den Mut zur Grenzüberschreitung hat und sich selbst als Durchreisenden empfindet, der kann an der Herrlichkeit dieses Planeten teilhaben… Dieses Buch erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Art von Freundschaft, die beweist: Ein Freund ist ein Wesen auf das man sich verlassen darf, wenn man sich verlassen fühlt. Meine Meinung: Ich finde das Cover sehr schön . Es ist sehr schlicht gehalten aber dennoch interessant. Es spiegelt wie man bereits ahnen kann den Inhalt des Buches wieder, jedenfalls teilweise. Was man meiner Meinung nach hätte machen können wäre, dass man eine andere Schriftart genommen hätte die das ganze schwarz- weiß ein wenig auflockern könnte. Dennoch steht der Spatz im Vordergrund was meiner Meinung nach sehr schön ist. Das Buch wird von Anfang an von einer Protagonistin erzählt, die plötzlich eine Stimme vernimmt und dieser die Gestalt eines Spatzen verleiht und diesen anschließend Sing-Sing nennt. Sing-sing begleitet die Protagonistin für längere Zeit Tag und Nacht und sie erlebt viel zusammen mit dem kleinen Spatz. Ich fand, dass es nicht ganz klar wurde ob in die Protagonistin nur ein Teil der Erlebungen der Autorin mit eingeflossen sind oder ob es ganz auf dem Leben der Autorin basiert. Ich finde den Schreibstil der Autorin nicht schlecht, jedoch muss ich ernsthaft sagen, dass ich das Buch an manchen Stellen extrem zäh und fast schon langweilig fand. Es gab Momente in denen ich das Buch interessant fand leider überwiegte das Gegenteil. Das Buch ist auf keinen Fall als leichte Lektüregedacht, denn es ist schon ein sehr anspruchsvolles Buch. Oft kam es mir so vor, dass beide "Parteien" nämlich der Vogel und die Protagonistin zu übertrieben und überspitzt gehandelt haben. Die Protagonistin schreibt sehr oft, was sie an dieser Welt und an uns Menschen blöd findet und sieht sich selbst als Ausnahme. Der Spatz dagegen handelt extrem indem er alles was die Protagonistin schreibt kritisiert. Dennoch fand ich auf gut Deutsch gesagt "die Moral von der Geschicht" sehr schön und inspirierend. Die Autorin: ...wurde 1962 in Trier geboren und studierte Ethnologie an der Universität zu Köln. Nach vielen Reisen und Arbeiten im In- und Ausland lebt sie heute wieder mit Familie in ihrer Heimatstadt. 1999 erschien ihr erster Roman "Das Daimonion", im 2000 folgte der Roman "Die Pazifistin". Seither arbeitet sie an vielen Anthologien und Editionsprojekten mit. Mein Fazit: Ich kann dem Buch leider nur drei Sterne eben , weil es einfach zu viele Dinge gab die mir nicht so gut gefallen haben. Auch möchte ich sagen, dass das Buch eher nichts für Jugendliche ist, wenn diese keine schwere Literatur mögen. Solltet ihr Lust auf das Buch bekommen haben dann schaut doch mal hier nach: http://www.wiesenburgverlag.de/hauptseite.php?category=books&subcat=gesamtprogramm&book_id=484

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    • 2
  • Interessante Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Freundschaft

    Der Spatz
    Sabrinaslesetraeume

    Sabrinaslesetraeume

    18. October 2014 um 23:55

    Die Hauptfigur ist gerade dabei einen gesellschaftskritischen Roman zu verfassen, als sie plötzlich eine Stimme hört, welche ihr immer wieder Kontra gibt. Zuerst dachte sie, dass sie sich das alles nur einbildet. Bald aber merkt sie, dass es diese Stimme wirklich gibt und ihr befiehlt sich eine Form für sie auszudenken. Unsere Protagonistin wählt den Spatz, weil es ihr erster Gedanke war. Mit diesem Spatz fängt unsere Hauptfigur an über die Gesellschaft, das Leben allgemein und das eigene Ich zu diskutieren. Wird sie am Ende überschnappen oder was hat es damit nun auf sich? Das Buch hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Das Cover ist mit seinem schwarz-weiß sehr durchschnittlich und nichts was besonders ins Auge fällt. Dennoch ist darauf mit dem Spatz eigentlich alles gesagt, was es zu dem Buch so zu sagen gäbe. Der Titel klingt auch nicht nach etwas besonderem und ich hätte dem Buch vielleicht noch einen Untertitel verpasst, aber er trifft und klärt sich schnell auf. Die Protagonisten ist eine Ich-Erzählerin. Durch den Mangel an anderen Charakteren ist sie mit ihren Ansichten natürlich sehr stark in den Mittelpunkt gesetzt. Sie ist eine zynische Einsiedlerin, die sich vor der Gesellschaft abschottet und sich eher als Beobachterin sieht, welche die Menschheit kritisiert. Das ändert sich im Laufe der Zeit etwas. Man kann auf jeden Fall mit ihr warm werden und ihre Gedankengänge nachvollziehen, auch wenn man sicherlich gerade zu Anfang eher eine konträre Haltung vertritt. Die Idee der Geschichte ist eigentlich keine schlechte. Es wird immer alles ausargumentiert und auf diese Weise aus dem ganzen Mist der so auf Erden rumläuft auch immer wieder die schönen Seiten herausgearbeitet, welche nur allzuleicht übersehen werden. Dennoch ist es eben kein Buch, welche sie als gegeben sieht beim Leser, sondern eins, welches dem Leser gerne auch seine Argumente entkräftet und ihm erklärt, warum vielleicht doch nicht alles Mist ist. Sitlistisch ist es eben ein großteils ein Dialog, wobei es auch kleinere Episoden hat mit Handlung. Ich persönlich mag ja sowas an und für sich nicht wirklich leiden, da ich schon auf Bücher mit mehr Handlung stehe, aber hier passt es ganz gut. Ich persönlich fand das Buch ganz interessant, wüsste aber nicht wem ich es empfehlen sollte, da es vom Genre her doch sehr speziell ist. Von mir gibts 4 von 5 Punkten.

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  • Leserunde zu "Der Spatz" von Uschi Hammes

    Der Spatz
    daimonion

    daimonion

    Seid gegrüßt liebe Leser Nachdem die Verlosung meines Romans DER SPATZ noch bis 5.September läuft möchte ich heute die freudige Mitteilung loswerden, dass der Wiesenburg Verlag 8 Exemplare meines Romans für eine Leserunde zur Verfügung stellt! Dickes Danke nach Schweinfurt!!! Wie Ihr aus den Daten erseht, werde ich die Verlosung für die Leserunde zwei Tage vor der Buchverlosung beenden. Also am 3.9. Da ich das große Glück hatte, dass der OK54 (regionale Fernsehsender Trier) ein Interview mit mir geführt hat, sollten Interessierte sich am besten das Video anschauen. Dort erfahrt Ihr eine Menge über mich und meine "Schreibereien": www.OK54.de/Mediathek und dann meinen Namen Uschi Hammes eingeben. Auch neben meinem Autorenfoto könnt Ihr den Bildschirm anklicken, oder Ihr geht auf youTube Uschi Hammes. Der Wege sind also zum Ziel diverse - wie im richtigen Leben! Ich möcht mich auf diesem Weg bei den bis heute 11 Bewerbern für die Buchverlosung bedanken. Freut mich richtig doll, dass mein Buch Interesse weckt. Als daimonion habe ich ja schon einiges über das Buch verlauten lassen. Als Uschi Hammes freue ich mich mit Euch über den SPATZEN und über was auch immer sich in diesem und weiteren Sinne ergibt, zu diskutieren. Ich werde also aktiv an der Leserunde teilnehmen. Dies wird allerdings nur in den Abendstunden möglich sein, da ich tagsüber noch einige kleinere Nebenbeschäftigungen habe (Familie, Job, Hunde und was man sonst so noch erleben will - kann - darf). Für dieses Mal sei genug berichtet. Jetzt dürft Ihr! Ich freu mich auf die bevorstehenden Zeiten, und bin ebenso neugierig wie gespannt was uns erwartet... Gesundheit, Glück und ein langes, zufriedenes Leben Bis bald Uschi Hammes        

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    • 50
  • Dialog mit dem Alter Ego

    Der Spatz
    katze267

    katze267

    Die Ich-Erzählerin dieses Buches, als Roman würde ich es eher nicht bezeichnen, lebt in einem Haus auf dem Land  ganz allein, Gesellschaft findet sie, falls gewünscht, im Dorfkrug. Beim Verfassen eines Textes meldet sich eine innere Stimme, der sie bald die Gestalt eines Spatzen gibt und den sie Sing-Sing tauft. Mit dieser Manifestation ihres Alter Egos beginnt sie nun Dialoge über viele persönliche  sowie allgemeine gesellschaftspolitische Probleme zu führen Dabei werden dies Gespräche nur sehr eingeschränkt durch eine Rahmenhandlung unterbrochen, nur alltägliche Geschehnisse, wie Mahlzeiten, Pausen im Garten, usw bilden kurze Pausen im Gespräch. Diese Form der Auseinandersetzung ist ungewöhnlich und interessant, der Leser wird zum Nachdenken gebracht und zur persönlichen Auseinandersetzung mit teils sehr fundamentalen Problemen genötigt.. Aufgelockert wird dies , ausser durch die erwähnten kurzen Handlungen, noch durch eingefügte Gedichte der Ich-Erzählerin. Mir gefiel allerdings die sehr kritiklastige, oft negative Grundhaltung nicht übemässig. Gerade in den Passagen "Ich lebe in einem Land, in dem...." wurde viel, viel Kritik geäußert, wenig bis gar nichts Positives hervorgehoben. Mein Fazit : keine Zwischendurchlektüre, kein einfaches, aber ein lohnenswertes Buch, das den Leser fordert und zum Nachdenken bringt.

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    • 2
  • Ein Mensch und ein Vogel

    Der Spatz
    Clari_214

    Clari_214

    01. October 2014 um 12:54

    Die Ich-Erzählerin ist gerade dabei, ihren neuen Roman zu schreiben, als plötzlich ein kleiner, sprechender Spatz auftaucht – und ihr Leben auf den Kopf stellt. Er diskutiert mit ihr über ihre Prosa und ihre Gedichte und damit auch ganz allgemein über ihre (oft negative) Lebenseinstellung, die darin zum Vorschein kommt. Was treibt die Menschen dazu, so zu handeln, wie sie es tun? Und was treibt die Erzählerin dazu, die Welt ganz anders zu sehen als die meisten? In einem kleinen, abgelegenen Häuschen mitten in der Natur wohnend, versucht diese nämlich bewusst, sich von jenen Dingen, die sie an der Gesellschaft der (westlichen) Welt kritisiert, zu distanzieren. Und meint, glücklich damit zu sein. Bis ihr das Vögelchen, das in Wirklichkeit nur die Manifestation ihres eigenen Selbst ist, mal offen und ehrlich die Meinung sagt … Auf knapp 200 Seiten erfolgt hier ein Zwiegespräch zwischen einem Menschen und einem anderen Teil desselben Menschen in Spatzengestalt. Klingt interessant und ungewöhnlich? Ist es auch! Es ist ein netter Gedanke, den Geist in ein Individuum außerhalb seines Selbst zu verlagern; als Außenstehender fällt es einem schließlich immer leichter, ehrlich zu sein. Mir persönlich hat es sich von der Geschichte her allerdings nicht ganz erschlossen, was der Grund für die Erschaffung des Spatzen war; warum er eigentlich auftauchte, nachdem die Protagonistin offenbar schon seit einiger Zeit relativ zufrieden den beschriebenen Lebensstil pflegte. Am Inhalt selbst gibt es sonst aber wenig auszusetzen, die Freundschaft zwischen den beiden Wesen ist authentisch präsentiert und mit den Gedanken der Erzählerin konnte ich mich ziemlich häufig identifizieren. Lediglich der Stil war für meinen Geschmack oft ein bisschen zu wenig bildhaft. Zu kritisieren sind auch die durch Fettschreibung oder Anführungszeichen hervorgehobenen Wörter oder Satzteile – sind in diesem Buch meiner Meinung nach unpassend und stören den Lesefluss. Eineinhalb Sterne Abzug für den Stil, der mich leider nicht vom Hocker gerissen hat, und einen halben Stern für die störenden Hervorhebungen. Bleiben verdiente drei Sterne für die nette Idee, eine tolle Geschichte und viele interessante Gedanken!

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  • Eine Freundschaft auf ungewöhnlicher Art und Weise

    Der Spatz
    BookfantasyXY

    BookfantasyXY

    24. September 2014 um 22:13

    Der Roman von Uschi Hammes beginnt mit einem Textausschnit, den die namenlose Protagonistin gerade für ihren Roman geschrieben hat. Plötzlich sagt eine Stimme zu ihr, dass sie den Text so nicht stehen lassen kann. Der Dialog wird mit Unterbrechungen weitergeführt zwischen der Autorin und der Stimme bis sie müde wird, und zu Bett geht. Am anderen Tag setzt sie sich wieder an den Schreibtisch, um an ihrem Roman weiterzuschreiben. Wieder tritt die Stimme auf, und die Schreiberin unterhält sich mit der Stimme. Sie wundert sich, woher die Stimme kommt, sagt vor sich hin: "Ich wünsche mir, dass du in der Gestalt eines Spatzen erscheinst." Sie schaut sich um, aber sie sieht zunächst keine Gestalt. Dann taucht wieder die Stimme auf, und sie dreht sich der Stimme zu. Da sitzt ein kleiner Vogel auf ihrer Schulter. Hier beginnt eine außergewöhnliche Geschichte zwischen einer alleinlebenden Autorin und eines Spatzen, der sich mit der Autorin unterhält. Sie gibt dem Spatzen den Namen Sing-Sing und liest ihm hin und wieder selbtgeschriebene Gedichte vor, oder sie diskutieren über politische Meinungen und philosophieren über Essen, Natur und das Wetter. Es werden auch Ausflüge in die Natur unternommen. Uschi Hammes schrieb einen Roman, der einem beim Lesen in seine eigenen Gedanken versetzt aufgrund von Themen aus dem Alltag oder dem Weltgeschehen, die einen selbst beschäftigen oder beschäftigt haben. Im Dialog mit dem Spatzen werden Themen aufgegriffen, die einem als Leserin nachhaltig beschäftigen, weil es eben Dialoge sind, die der Spatz bei der Protagonistin anregt, einmal über Dinge nachzudenken, die sie sonst nur nebenbei im Alltag beschäftigen oder gar nicht. Dem Spatzen gelingt es sogar, ein Ereignis aus der Vergangenheit bei der Autorin hervor zu holen. Somit wird die Protagonistin auf einen Weg geführt, der sie sozusagen dazu zwingt, mit sich selbst einmal zu beschäftigen, zum Beispiel sich über verdrängten Ereignisse zu resümieren, oder sich mit Gedanken zu beschäftigen, die einem selbstverständlich im Alltag erscheinen. Ein Beispiel ist die Natur, die Natur intensiv zu genießen, und dass so ein Erlebnis reicher sein kann als eine materielle Anschaffung. Uschi Hammes schreibt mit scharfer Beoabachtung, einem Augenzwinkern und gedanklicher Raffinesse. Man bemerkt beim Lesen, dass sie eine ethnologische Ausbildung absolviert hat, die auf manche Beobachtungen und Bemerkungen zurück zuführen sind. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, was die eigene Perspektive beim Lesen vereinfacht, und man sich auf diese Weise in die Person hinein versetzen kann, weil es eben Themen innerhalb der Dialoge sind, die einen als Leserin hin und wieder beschäftigen, oder einen erinnern, einmal selbst darüber nachzudenken, was gerade um einen herum passiert. Letztendlich geht es in diesem Roman um Freundschaft, und wie viel sie für eine selbst und andere Individuen bedeutet, egal, ob Mensch oder Tier. Der Spatz hat sozusagen eine Schlüsselfunktion in dieser Geschichte, die nicht unwichtig ist. Der Roman ist empfehlenswert für Leser und Leserinnen, die sich tiefgründig mit einer Geschichte und ihren eigenen Grenzen beschäftigen möchten.

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  • Ich lebe in einem Land, in dem ich sehr glücklich bin

    Der Spatz
    esposa1969

    esposa1969

    Hallo meine lieben Leser, diesen Roman habe ich im Rahmen einer Buchverlosung gewonnen: == Der Spatz == Autorin: Uschi Hammes == Inhalt: == Alles auf dieser Welt ist in ständiger Bewegung, und nur wer den Mut zur Grenzüberschreitung hat und sich selbst als Durchreisenden empfindet, der kann an der Herrlichkeit dieses Planeten teilhaben… Dieses Buch erzählt die Geschichte einer ganz besonderen Art von Freundschaft, die beweist: Ein Freund ist ein Wesen auf das man sich verlassen darf, wenn man sich verlassen fühlt. == Eindrücke: == In diesem Roman führt die Autorin Zwiegespräche mit einem imaginären Vögelchen (dem Spatzen), die sehr mutig sind, aber auch sehr negativ angehaucht. In einem fast Endlos-Dialog - ohne Kapiteleinteilung und ohne Abschnitte -  spricht die Autorin mehr oder weniger mit sich selbst, denkt laut nach und redet eben dabei mit dem Vogel Sing-Sang, der quasi ihr Über-Ich darstellt. Sie reden über alles, was die Autorin so beschäftigt, sie lässt ihren Gefühlen freien Lauf und der Vogel ist ihr ein geduldiger Gesprächspartner, antwortet, regt an und wird ihr im Laufe dieser Zwiegespräche ein inniger Vertrauter. So weit, so gut... In den Gesprächen, die mir sehr philosophisch erscheinen, sinniert die Autorin über Leben und Liebe und Freundschaft und Vertrauen und alles, was eben tiefgründig ist. So weit so gut. Was ich allerdings zu bemängeln habe, daher auch nur 3 von 5 Sternen, das ist, dass die Autorin/ Zwiegespräch-Wortführerin der Welt und dem Leben wenig Positives abgewinnen kann. Irgendwie hat mich dieser Roman oftmals ziemlich tief nach unten gezogen. Natürlich ist nicht alles Halli-Galli im Leben und natürlich wird man oft enttäuscht, stumpft ab und begegnet ignoranten Menschen. Ich wurde sehr traurig und fand es so schade, dass die Autorin so wenig positive Erfahrungen erfahren hat. Nicht jeder Mensch lebt - und will da auch nicht leben - in bestimmten Strukturen. Und Liebe muss man sich auch nicht verdienen. Meine Kinder liebte und liebe sie noch seit Geburt an. Es gibt so viel Wunderbares auf der Welt, so viel Freude am Leben, so viel Kinderlachen und so viel Sonnenstrahlen. Das fand ich eben schade! Gerade auch zu Beginn des Romanes war ich teilweise richtig wütend, dass immer nur die negative Seite aus dem "Land, in dem sie lebt" gesehen wird. Ich sehe viel Gutes, in dem Land, in dem ich lebe. Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte! © esposa1969

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    • 3
  • Buchverlosung zu "Der Spatz" von Uschi Hammes

    Der Spatz
    daimonion

    daimonion


    • 54
    anastasiahe

    anastasiahe

    13. September 2014 um 21:20
  • das innere Wesen

    Der Spatz
    gusaca

    gusaca

    10. September 2014 um 17:18

    Der Spatz von Uschi Hammes ist ein Roman, der im Prinzip einen einzigen Dialog beinhaltet, der von sehr wenig Handlung immer wieder kurz unterbrochen wird. Dabei manifestiert sich das innere Selbst der Autorin auf ihren eigenen Wunsch hin in Gestalt eines Spatzen, der als GEsprächspartner fungiert. Wobei dies der Erzählerin zunächst gar nicht bewußt ist. Im GEspräch zwischen der Erzählerin und dem Spatzen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Die Themen dieser GEspräche sind sehr tiefgründig und stellen menschliche Wesenszüge im allgemeinen und die der Autorin im BEsonderen in Frage. DAs Wesen der Liebe und der Freunschaft, das Schenken von Vertrauen, die Absonderung der Erzählerin von den MEnschen auf Grund von schlechten Erfahrungen, Entscheidungen , die zu bestimmten Lebenswegen führen, die Frage nach dem Sinn des LEbens, die Schönheit der NAtur , alles wird mit sehr bewegenden Worten diskutiert und beleuchtet. Häufig hab ich beim LEsen mit dem Kopf genickt und das Beschriebene für wahr empfunden. Der Spatz beurteilt das geschriebene Wort der Autorin und bringt ihr ihren eingeschlagenen LEbensweg ganz deutlich vor Augen. Er öffnet ihre verschlossenen Erinnerungen an einen erlittenen VErlust und ermöglicht es ihr so ihn zu verarbeiten und sich vor dem LEben und der LIebe nicht mehr zu verschließen. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob der VErlust durch den Tod oder durch das VErlassen werden von einem geliebten Menschen verursacht worden ist. Die tiefe Traurigkeit , die sich in bestimmten TExtzeilen findet, hat mich an den Tod denken lassen. Aber später stellt sich heraus, dass sie Verlassen worden ist. Auch ist am Anfang nicht klar, ob es sich um eine weibliche Erzählerin oder einen Erzähler handelt. Aber ich glaube, dass es sich um die Autorin selber handelt, die den LEser an ihrem innersten Wesen teilhaben läßt. Kurz habe ich gestutzt als die Erzählerin an einer Textstelle den Winter mit ziemlich negativen Emotionen darstellt, später aber einen sehr schönen Winterspaziergang im Tannenwald wiedergibt. Die GEdichte, besonders die traurigen , haben mich sehr ergriffen. Und insgesamt gesehen hat mich die Erzählung sehr gefangen genommen. Der Erzählerin wird durch das ZWiegespräch mit ihrem Innersten die Trauer und die Distanz genommen und sie ist jetzt bereit auf die Welt wieder zuzugehen. Noch kurz am RAnde der Roman ist nicht in einzelne KApitel unterteilt, was mir anfänglich sehr ungewöhnlich erschien. Absätze werden nur durch die kurzen Handlungseinschübe geschaffen. Aber ich glaube es liegt in der Art des GEschriebenen , die diese Unterteilung schwierig bzw. sinnlos macht.

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  • Stillstand ist Tod

    Der Spatz
    daimonion

    daimonion

    26. June 2014 um 09:44

    In diesem Roman geht es um das Einfachste und um das Schwerste, was ein Mensch bewusst in Angriff nehmen kann: Die Reise ins Selbst. Die Frage nach dem Sinn seines Daseins, und was er daraus machen möchte. Der Zufall (oder was oder wer auch immer) hilft ihm dabei, denn er schickt ihm einen Freund in Gestalt eines Passer domesticus (Haussperling). In vielen Gesprächen über Leben, Tod, Glaube, Liebe u.a., gepaart mit einer Menge Spass und Freude am Tun und Denken, entsteht ein Leichtigkeit, die das Lesen zur Freude macht. Manchmal geheimnisvoll, des öfteren traumhaft, traurig und voller Überaschungen, und stets die Frage: Wie geht sie aus, diese Begegnung mit dem Wesen welches unsere Seele bewohnt...      

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