Uschi Lange

 3.8 Sterne bei 15 Bewertungen
Uschi Lange

Lebenslauf von Uschi Lange

Geboren 1958 im Ruhrgebiet, Abitur und Ausbildung zur Bankkauffrau, zuletzt in einer Japanischen Bank tätig. Auslandsaufenthalte in England und Wales. Seit 1987 wohnhaft im Sauerland mit Familie. Spielte in der Kfd-Theatergruppe, Theaterverein Grürmannsheide. Fernstudien in Malerei und Kreativem Schreiben Leitung einer Malwerkstatt und Mitarbeit in der Schulbücherei. Honorardozentin, Autorengruppe mit Öffentlichen Präsentationen.

Alle Bücher von Uschi Lange

Schwarzer Holunder

Schwarzer Holunder

 (14)
Erschienen am 16.03.2016
Sieben Linden

Sieben Linden

 (1)
Erschienen am 01.10.2013

Neue Rezensionen zu Uschi Lange

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Schwarzer Holunder" von Uschi Lange

Nicht sehr sorgfältig recherchiert ...
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Leider kann ich mich mit diesem Genuss-Krimi wenig anfreunden. Auf der einen Seite werden historische Ereignisse in nicht immer chronologischer Reihenfolge aneinander gereiht und auf der anderen Seite fehlt mir der „Genuss“. Genuss im Sinne von in den Text integrierten Speisen bzw. der Lesegenuss.

Inhalt:

Helene, die ältere Tochter des vermögenden Kaufmanns von Otterstein, hat eigene Vorstellungen von ihrem Leben. Wissbegierig und talentiert experimentiert sie mit ihrer Destille herum. Es gelingt ihr Schnaps zu destillieren, doch leider ist er nicht sehr bekömmlich und in einigen Fällen sogar tödlich. Doch Helene hat sich in den Kopf gesetzt, ihren Schnaps an die Wirte der Umgebung zu verkaufen. Alle, die ihrem Plan im Wege stehen, werden über kurz oder lang ermordet.
Helene soll, wie ihre jüngere Schwester Marie, eine gute Partie heiraten. Als der Vater ermordet wird, geht es mit der Kleider- und Drahtfabrik bergab.
Letztlich nimmt Helene den, eigentlich nicht standesgemäßen, Bestattungsunternehmer Frieder zum Mann, weil sie in ihm einen Seelenverwandten zu sehen glaubt. Die beiden führen ein recht gut gehendes Geschäft und expandieren.
Doch dann kommt es zur Katastrophe – Helene wird von ihrer Vergangenheit als Schwarzbrennerin eingeholt.

Erzählstil:

Der Schreibstil wirkt hölzern und wenig harmonisch auf mich. Beinahe so, als wenn aus verschiedensten Quellen abgeschrieben würde. Stellenweise kommt bei mir das Gefühl auf, dass hier wenig sorgfältig gekürzt wurde. Die Krimis dieses Verlages sollen nicht viel mehr als 180-190 Seiten haben.

Auf S. 22 steht „sie wurde seiner überdrüssig“ – doch bezieht sich das auf ihren Helfer beim Schnapsbrennen um ihn gleich flugs mit „einem Pulver, das sie im Garten findet“, aber auf S. 24 „in einer Dose aus dem Haus“ entwendet zu vergiften (das Pulver ist Rattengift, das sie dem Bedauernswerten in den selbst gebrauten Hollerschnaps mischt).

Nach dem Tod ihres Mannes sitzt die Mutter plötzlich im Rollstuhl. Schnell ist ein Aufzug für sie da, der dann prompt zur tödlichen Falle wird. Innerhalb des Trauerjahres wird geheiratet, zuerst die Schwester, dann nach dem Tod der Mutter auch Helene. Sehr unglaubwürdig.
Erst ab der Hälfte des Buches tritt die Polizei auf. Und auch nur deshalb, weil sich Helenes Freundin Wilma in einen Polizisten verliebt. Auch Wilmas Freundschaft zu Helene ist seltsam, da Wilma die Tochter der Köchin in der Villa Otterstein ist. Das ist mehr als unüblich.

Die Autorin springt häufig unmotiviert in der Historie herum. So wird gleich zu Beginn von der Revolution 1848 gesprochen um dann recht ansatzlos (S. 19) Garagen für Automobile zu bauen (Carl Benz hat erst 1886 sein Patent erhalten). Auch über die Feuerbestattung wird berichtet (erst ab 1878 üblich), die Eisenbahn wird benutzt, die ab 1860 gebaut wird. Helene klaut Dynamitstangen (ab 1867 patentiert und erhältlich).
Auch Lastwägen (S. 58) transportieren Güter. Es ist nicht klar, in welchem Jahr die Geschichte nun spielt. (Gottfried Daimler verkauft 1896 seinen ersten Lastwagen).

Auf S. 78 wird ein- und dieselbe Urne gleich zweimal beigesetzt.

Das Bestattungsinstitut wird lt. Autorin auch von Rabbinern genutzt – niemals!
Eine historische Ungenauigkeit reiht sich an die andere. Auch die Abschaffung der Todesstrafe ist zeitlich nicht korrekt eingebaut.

Nach ihrem vorgetäuschten Tod soll Helene mit dem „Dampfschiff Seacloud“ (S.163) reisen. Doch auch das ist falsch. Die „Seacloud“ ist ein Viermaster, ein sogenannter Auxiliarsegler, der erst 1931 (unter dem Namen Hussar II) gebaut wurde. Sein Erbauer Edward Francis Hutton war Börsenmakler in den USA und lebte von 1875–1962.
Ich finde es einfach peinlich, solche Fehler zu machen, die durch wenige Mausklicks entlarvt werden können.

Fazit:

Aus der Idee hätte man eine durchaus spannende Geschichte machen können. So holpert die Story von einer Leiche zur nächsten.
Die im Anhang angeführten Rezepte können den Genuss auch nicht hervorrufen. Eigentlich hätte das Buch max. einen Stern verdient, doch weil ich die Idee interessant finde, ringe ich mich zu einem zweiten durch.

Kommentare: 7
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Julitraums avatar

Rezension zu "Schwarzer Holunder" von Uschi Lange

Mehr ein historischer Roman als ein Krimi, aber durchaus lesenswert und interessant
Julitraumvor 2 Jahren

Mitte des 19. Jahrhunderts im Sauerland. Der reiche Kaufmann Wilhelm von Otterstein lebt mit Gattin und zwei Töchtern in einer prächtigen Villa. Er ist sehr vermögend und besitzt ein riesiges Gut, das jedoch im Verlauf der Reformen auf die umliegenden Bauern aufgeteilt wird. Doch von Otterstein war weitsichtig und investierte frühzeitig in die sich entwickelnde Industrie im Grüner Tal, um sich und seiner Familie damit und anderen lukrativen Geschäften den bisherigen feudalen Lebensstil erhalten zu können.

Helene, die älteste Tochter von Ottersteins, liebt ihren Vater sehr und bewundert seine Geschäftstüchtigkeit. Im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester Marie hat sie für die Bemühungen ihrer Mutter, sich hübsch zu machen, zu tanzen und sich auf die zukünftige Rolle als Ehefrau an der Seite eines wohlhabenden und angesehenen Mannes vorzubereiten, kein Interesse. Helene ist hingegen sehr wissbegierig auf naturwissenschaftlichem Bereich. Ihr Vater lässt ihr den Willen vorerst und so darf Helene sich am Brennen von Alkohol versuchen. Ihre Umgebung tut es als Hobby ab, doch Helene, die vom Ehrgeiz getrieben ist, denkt an ihre eigene Destille und daran, eine erfolgreiche Geschäfstrau zu werden. Undenkbar für die damalige Zeit. Doch Helene lässt sich nicht bremsen. Erst als ihr Vater bei einem brutalen Raubüberfall ums Leben kommt, sieht es so aus, als würde aus Helnes Plänen nichts, denn ihre Mutter will Helenes Treiben endlich ein Ende bereiten. Doch Helene erfährt früh genug von den Bestrebungen ihrer Mutter und plant Böses....

Dieser Roman wird als historischer Krimi betitelt, doch für einen Krimi hätten es für mich gerne ein wenig mehr Krimielemente sein können. Spannung und Lebendigkeit sind mir leider etwas zu wenig vorhanden, die historischen Elemente und Begebenheiten der damaligen Zeit werden hingegen geschickt in den Plot eingebaut, hätten jedoch auch manchmal für meinen Geschmack etwas weniger ausführlich sein können. Trotzdem ist die Geschichte auf jeden Fall innteressant und unterhatsam. Die Geschehnisse sind schlüssig aufgebaut und überraschen gegen Ende noch. Das Leben in der damaligen Zeit und die besondere Atmosphäre werden dem Leser sehr gut vermittelt.

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Katzenmichas avatar

Rezension zu "Schwarzer Holunder" von Uschi Lange

Ein toller Krimi
Katzenmichavor 2 Jahren

Das war ein spannender Roman,sehr fazinierend.
Man bekam Einblick in die Zeit vom 19.Jahundert-sehr gut alles beschrieben.Über den Bestattungsstil n dieser Zeit-wie sich das alles so endwickelt hat.Auch wie man selber in dieser Zeit Schnaps brante,sich eine Destille aufbaute.
Über Helene-die eiskalt ist und nur an sich denkt.Alle die ihr im Weg stehen bringt sie um.Auch die Mutter,die ihr im Weg steht,später auch ihren Geliebten und zuletzt ihren Mann!Obwohl da denke ich ist Mitleid dabei,weil er krank ist und sterben muß.Der scheint auch der einzige zu sein ,neben ihrem Vater-der ihr was bedeutet hat.
das Buch war schnell gelesen-weil es so spannend und interrisannt war.
Eine Fortsetzung wäre toll!!!

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Gespräche aus der Community

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KSB_MediaGmbHs avatar

Liebe Krimifans,

wir laden euch ein, Uschi Langes historischen Genusskrimi "Schwarzer Holunder" mit uns zu lesen und an Helenes Seite das Sauerland des 19. Jahrhunderts zu erkunden.

Zum Inhalt:

Helene, die Tochter eines reichen Kaufmanns, wächst im Sauerland Mitte des 19. Jahrhunderts auf und will sich mit einer kleinen Destille auf eigene Beine stellen. Das Gut ihres Vaters mit über fünfzig Höfen wird aufgeteilt auf die Bauern. Sie sollen ihren bewirtschafteten Grund und Boden zurückerhalten. Nachdem Napoleon die feudalistischen Abhängigkeiten aufgehoben hatte, konnten auch die preußischen Reformen endlich starten. Ihr Vater investiert in die neue Industrie im Grüner Tal und stirbt aber bei einem Raubüberfall, bevor die Eisenbahn ins Tal kommt. Helene will ihre Brennerei weiter aufbauen, um ihren Besitz zu sichern. Ihrem Plan darf niemand im Wege stehen, auch nicht die eigene Mutter. Aber dafür hat sie auch eine Lösung, denn ihr Gatte ist der Totengräber der Stadt.

Ort der Handlung: Sauerland

http://www.genusskrimi.de/historische-genusskrimis/lange-schwarzer-holunder/

Wir verlosen 10 Exemplare unter allen, die in den Lostopf hüpfen.

Die Bewerbungsfrist für diesen Krimi endet am 13. Juli 2016.

Für die Teilnahme an der Leserunde ist es verpflichtend, zeitnah eine Rezension zu schreiben.

Wir freuen uns auf euch und diese Leserunde!
Euer KSB-Team

S
Letzter Beitrag von  Streiflichtvor 2 Jahren
wir danken, dass wir mitmachen und mitlesen durften!
Zur Leserunde

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Community-Statistik

in 17 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

von 2 Lesern gefolgt

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