Olaf Hahnke wurde aus gesundheitlichen Gründen von der JVA Stuttgart-Stammheim nach Hohenasperg verlegt und von dort aus gelingt ihm die Flucht. Er sitzt lebenslänglich wegen Vergewaltigung und Mord an drei jungen Frauen. Kommissar Timo Fehrle vermutet schon seit langem, dass Hahnke auch mit einem alten Fall etwas zu tun hat und aus persönlichen Gründen will er diesen alten Fall neu aufrollen. Nach der Flucht wird Hahnke sofort gejagt und er nimmt den pädophilen Grundschullehrer Ludger Sachs als Geisel und mit ihm und einem alten VW-Bus geht es nach Italien. Zwischen all den Touristenatraktionen und der schönen Landschaft, beginnt die Jagd auf einen grausamen Mörder. Ein sehr spannender Fall mit vielen schwäbischen Dialogen und bekannten Orten. Uta-Maria Heim legt viele Spuren und führt viele Personen ein und verbindet das ganze zu einem tollen Thriller.
Uta-Maria Heim
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Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Uta-Maria Heim
Albleuchten Eine Herbstreise 1790 ist ein historischer Roman der Autorin Uta-Maria Heim. Der Leser begleitet den Theologiestudenten Friedrich August Köhler, Hölderlin und Hegel, Schelling und Karoline von Günerrode auf einer Wanderung zwischen Tübingen und Ulm.
Das Buch ist nicht ganz unkompliziert zu Lesen. Es gibt viele philosophische Gespräche und etliche Fußnoten geben ergänzende Infos. Durch die unterschiedliche Sicht auf die Umgebung während der Wanderung ergeben sich Gespräche über den wohl kommenden Umbruch in der Gesellschaft und ihre Auswirkungen. Wer eine leicht lesbare und ereignisreiche Reise erwartet wird vom Buch enttäuscht sein. Die vielen Dialogen regen zum Nachdenken an, es hemmt aber den Lesefluss wenn man immer wieder die Fußnoten lesen muss, um weitere Infos zu bekommen.
Insgesamt ein interessantes Buch das einen für mich ungewohnten Schreibstil hat. Im Nachwort gibt die Autorin weitere Infos zu den einzelnen Akteuren und ihren Lebensweg.
Man schreibt das Jahr 1790. Die Gedanken der Revolution von 1789 in Frankreich schwappen nach Deutschland über. Zahlreiche Studenten sind begeistert von den Ideen der „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ und der Aufklärung. Man will alte Zöpfe abschneiden.
Die Universität Tübingen ist Ausgangspunkt dieses historischen Romans. Der Theologiestudent Friedrich August Köhler wandert gemeinsam mit seinen Kommilitonen Friedrich Hölderlin und Friedrich Hegel über die Schwäbische Alb Richtung Ulm. Unterwegs treffen sie auf den frühreifen, knapp fünfzehn Jahre alte Friedrich Schelling, der sie von nun an begleitet.
Die vier „Fritze“ sind ziemlich verschieden und bilden eigentlich nur eine Zweckgemeinschaft. Während Hölderlin und Hegel ihren eigenen Gedanken nachhängen, ist Köhler ernsthaft Land und Leute interessiert. Er will einen Reiseführer verfassen und ist von Schellings »Geschichte des Klosters Bebenhausen« begeistert.
Zu allem Überfluss taucht auch noch ein eigensinniges Mädchen auf und lässt sich nicht mehr abschütteln: Karoline von Günderrode und wird bald zum fünften Fritz.
Meine Meinung:
Rund um die reale Reise Köhlers spinnt Autorin Uta-Maria Heim diesen historischen Roman.
Gut gelungen sind die Beschreibungen der kargen Dörfer, der abgearbeiteten Menschen, die in den herbstlichen Wochen die letzte Ernte einfahren. Die Leser können in diese Stimmung gut eintauchen: leuchtend bunte Wälder, Nebelschwaden und Landregen wechseln sich ab. Schmunzeln musste ich über die nicht passenden feinen Wanderstiefel.
Interessant ist das Verhalten der Personen innerhalb der Gruppe. Die vier Männer sind einander nicht grün und Karoline muss mehrmals vermitteln. Während die Männer nach „Höherem“ im Sinne der Revolution streben, will Karoline nur eines: ein selbst bestimmtes Leben führen und nicht wie üblich, von der Herrschaft des Vaters in die Abhängigkeit eines Ehemanns geraten.
Schade ist nur, dass die Autorin nur wenig über die Mitreisenden der fiktiven Wanderung im Nachwort erzählt. Wir erfahren einiges über Köhler, ganz wenig über Hölderlin, aber Schelling und Hegel sind ihr kein weiteres Wort wert. Und die historische Karoline von Günderrode ist 1790 erst zehn Jahre alt. Dieser Mangel kostet den 4. Stern.
Fazit:
Ein gelungenes Sittenbild der Zeit, das hin und wieder seine Längen hat. Gerne gebe ich hier 3 Sterne.
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