Uta Reichardt

 4.3 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Im Wolfsland, Darkanum und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Uta Reichardt

Uta Reichardt, Jahrgang 1970, lebt mit ihrer Familie bei Stuttgart. Sie studierte osteuropäische Geschichte und Politikwissenschaften, machte eine Ausbildung bei der Polizei und verbrachte mehrere Monate in Sankt Petersburg. Neben journalistischen Tätigkeiten und ihrer Arbeit als Marketingassistentin schreibt sie voller Begeisterung Geschichten für Kinder und Jugendliche. Zurzeit absolviert sie ein Weiterbildungsstudium für Literarisches Schreiben und Kulturjournalismus.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Uta Reichardt

Cover des Buches Im Wolfsland (ISBN:9783944788487)

Im Wolfsland

 (13)
Erschienen am 03.02.2017
Cover des Buches Darkanum (ISBN:9783944788661)

Darkanum

 (4)
Erschienen am 06.12.2018
Cover des Buches Verflixt und zugeMÄHt (ISBN:9783939877172)

Verflixt und zugeMÄHt

 (0)
Erschienen am 11.03.2013

Neue Rezensionen zu Uta Reichardt

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Rezension zu "Darkanum" von Uta Reichardt

Interessante Idee - Figuren jedoch mit einigen Schwächen
Aljuvor 6 Monaten

Worum geht es?

Der Jugendroman handelt von Merit und Ben. Sie sind Zwillinge, doch wurden sie nach dem Hausbrand und dem Tod ihrer Eltern auseinandergerissen. Beide verbindet eine besondere Fähigkeit, denn sie sind Zeitspringer und können während der Raunächte in den Körper ihrer Vorfahren schlüpfen.
Eines Tages wird Ben von einer dubiosen Geheimorganisation namens 'Darkanum' entführt. Ben, der aus seinem Heim ausgerissen ist und nun auf der Straße lebt, soll für Darkanum in den Körper seines Großvaters springen und auf diese Weise in die Vergangenheit reisen. Aber nicht nur das: er bekommt zudem den Auftrag dort eine magische Doppelmaske zu finden. Das ganze Unterfangen ist jedoch nicht ungefährlich, denn schafft er es nicht rechtzeitig bis zum Ende der Raunächte (25. Dez-06. Jan), wird er nicht mehr in seinen eigenen Körper zurückkehren können.
Seine Zwillingsschwester Merit lebt dagegen in einem Heim und wird von Tilda Fox, die für die Polizei in der Abteilung Raunächte arbeitet, gut bewacht. Als sie erfährt, dass ihr Bruder möglicherweise in Gefahr schwebt, entschließt sie sich kurzerhand ebenfalls in die Vergangenheit zu springen. Sie will unbedingt ihren Bruder wiedersehen und ihn zurückholen – und notfalls legt sie sich auch mit Darkanum an.


Meine Meinung zum Buch:

Das Cover des Buches hat mich sofort neugierig gemacht. Und es passt hervorragend zur Thematik des Romans, da es nicht nur das Thema der Zeit in den Fokus rückt, sondern auch auf die mystischen Aspekte der Geschichte hindeutet. Ebenfalls gefällt mir die Haptik des Hardcoverbandes, da es eine tolle Folienprägung aufweist und sich insgesamt sehr solide anfühlt.

Der Einstieg in den Jugendroman fiel mir leicht, da ich mühelos in die Handlung eintauchen konnte. Der Erzählstil ist einfach, gleichzeitig präzise, klar und verständlich. Von Beginn an werden unerklärliche Ereignisse und Geheimnisse angedeutet, sodass die Spannung beim Leser kontinuierlich steigt. Insbesondere waren die Erlebnisse der Zwillinge nach dem Zeitsprung sehr mitreißend. Positiv hervorzuheben ist, dass das Alltagsleben und die Sorgen und Ängste der Menschen der damaligen Zeit um 1945 immer wieder aufgegriffen werden und somit diesem Roman auch eine historische Komponente beiliegt. So wird Merit immer wieder bewusst, wie anders das Leben der Jugendlichen der damaligen Zeit war und wie sehr sich dieses Leben von ihrem eigenen, modernen Leben unterscheidet.

Die Idee in den Körper seiner Vorfahren zu schlüpfen ist einfallsreich und interessant und so habe ich Merits Eindrücke und Schilderungen nach dem Zeitsprung mit Spannung verfolgt.
Allerdings konnten mich die Charaktere des Romans nicht völlig überzeugen.
Merit ist eine zielstrebige und überaus mutige, junge Frau. Doch handelt sie oft völlig überstürzt und setzt durch ihren jugendlichen und naiven Übermut nicht nur sich selbst, sondern auch andere Personen unnötigen Gefahren aus.
Mit Ben bin ich noch weniger zurechtgekommen. Er scheint ein Spielball der Geschehnisse zu sein. Weder reflektiert er noch setzt er sich kritisch mit dem Erlebten auseinander. Seine Motivation sich Darkanum anzuschließen war für mich zudem weder überzeugend noch nachvollziehbar. Seine Freude über das Wiedersehen mit seiner Zwillingsschwester hält sich stark in Grenzen, was für mich nicht verständlich war. Durchgehend empfand ich Ben als einen fehlgeleiteten, unsympathischen Charakter. Insgesamt hätte ich mir bei beiden Hauptfiguren mehr Innenperspektive gewünscht, wodurch der Roman an einigen Stellen realistischer und nachvollziehbarer für mich wäre. So handeln Merit und insbesondere Ben oftmals ziemlich dumm, und scheinen sich keineswegs Gedanken über die Konsequenzen ihres Handelns zu machen.

Dennoch konnte mich der Roman aufgrund der spannenden und schnellen Entwicklung der Geschehnisse gut unterhalten. Das Ende schließt zudem rund ab und ist durchaus passend an die Geschichte angelegt. Jedoch kann man leider zum Schluss kein spannendes Überraschungsfeuerwerk erwarten.

Fazit:
Trotz der grandiosen Idee des Zeitspringens und der im Grunde spannenden Handlung konnten mich die Figuren nicht durchweg überzeugen. Doch kann ich diesen Roman für junge Leser dennoch empfehlen, die neugierig auf Merits und Bens Geschichte geworden sind.

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Rezension zu "Darkanum" von Uta Reichardt

Eine Zeitreisegeschichte
Sandra1978vor 7 Monaten

"Mal wieder eine Zeitreisegeschichte", dachte ich bei mir. Doch nachdem ich ein paar Seiten querlesen hatte, war ich schon überzeugt, dass das Buch zumindest gut unterhalten würde, denn der Schreibstil ist locker und flüssig und das Buch ließ sich wirklich sehr schnell weglesen.

Uta Reichardt hat sich eine Version des Zeitreisens ausgedacht, die ich in noch keiner Zeitreisegeschichte so gelesen habe, und das hat mich gefreut, denn bei der Menge an Geschichten über Zeitsprünge ist es nicht einfach, noch eine frische Idee zu finden, die nicht schon mal irgendwo verarbeitet wurde. 
Die Zeitreisen funktionieren nur in einer bestimmten Zeit des Jahres und nur unter ganz bestimmten Bedingungen, was natürlich das Risiko, das etwas schiefgeht, vergrößert. Gefallen hat mir auch die Idee, das jeder Sprung in der Gegenwart seine Konsequenzen hat. 

Die Protagonisten Merit und Ben mochte ich beide sehr gern, obwohl ich es etwas unplausibel fand, wie schnell vor allem Merit sich mit der Tatsache des Zeitreisens abzufinden scheint und es ihr gar nicht schnell genug gehen kann mit ihrem ersten Sprung. Da fand ich Bens Geschichte schon irgendwie sympathischer.

In diesem Fall war die Art und Weise zu reisen und in der Vergangenheit zu agieren für mich neu, obwohl ich schon einiges in dem Genre kenne. Auch die Zeit, kurz nach Kriegsende, während die Alliierten noch Deutschland besetzen, fand ich sehr interessant. Toll beschrieben, wie sich Ben und Merrit auf einmal mit einem völlig neuen Leben zurechtfinden müssen - ohne Technik, fließendes Wasser oder Strom.
Die alte Burgruine bietet eine spannende Atmosphäre, und einen interessanten geschichtlichen Hintergrund, da konnte ich mir alles richtig gut bildlich vorstellen. Eine klitzekleine Romanze gibts auch, aber alles gebührend ziemlich, wie es sich für die damaligen Zeiten gehört :-) Darkanum mit seinem Luxus und seiner Technik steht dazu in krassem Gegensatz, was irgendwie aber doch innerhalb der Geschichte sehr gut zusammenpasst.

Eine Prise Humor findet sich auch in der Erzählung, ohne das es jedoch albern wird. Holger als Übergangsgeist stelle ich mir aber wirklich irgendwie ulkig vor. Wobei auch das wieder so ein Punkt ist, das beide Kinder fraglos akzeptiert zu haben scheinen, dass ihr Leben von einem nur für sie sichtbaren Geist begleitet wird.... 

Aber nun ja, man merkt schon an der Art zu erzählen und dass die Geschichte doch sehr oberflächlich bleibt, das die Geschichte für jüngeres Publikum (empfohlen ab 12 Jahr) geschrieben wurde. 
Tiefsinnige Gedanken oder komplexe Sachverhalte sucht man hier vergebens. 

Es ist eine unterhaltsame, nette Geschichte, die sich zwischendurch locker weglesen lässt, in Anbetracht der Zielgruppe absolut gelungen, und daher gebe ich dem Buch auch 5/5 Sternen.

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Rezension zu "Im Wolfsland" von Uta Reichardt

Mal etwas für zwischendurch!
bucherpuzzlevor 9 Monaten

Klappentext »Wolfsland – erlebe das Abenteuer deines Lebens«, steht auf dem Werbeprospekt des Schullandheims, in das die 14-jährige Lou mit ihrer Klasse fährt. Der Slogan verspricht nicht zu viel, wie sich bald erweist. Im Grenzland zu Polen wird aus einer harmlosen Exkursion zu Bildungszwecken unversehens ein Kampf gegen gewissenlose Machenschaften. Und Lou ist mittendrin. Die Ereignisse überstürzen sich, als die Waise sich gegen Mobbing zur Wehr setzt und vorzeitig nach Hause geschickt werden soll. Lou reißt aus. In den einsamen Wäldern trifft sie nicht nur auf Wölfe, sondern auch auf den rätselhaften Lupo, der sich hier versteckt hält. Plötzlich befinden sie sich beide auf der Flucht – vor den Suchtrupps auf der Spur der vermissten Schülerin und vor den Wilderern, die hinter den Wölfen her sind. Wenige Tage und Nächte stellen Lous Leben auf den Kopf. Am Ende erkennt sie: Ich bin nicht allein.
Meinung

Selbst durch die geringe Seitenanzahl und der großen Schrift kam ich schnell durch. Die Geschichte eignet sich perfekt für zwischendurch oder mal für etwas wen man was locker flockiges lesen möchte!

Der Schreibstil ist nett, man konnte sich in die Geschichte vertiefen und so eben ganz schnell das Buch beenden. Bis auf die Namen bin ich ohne große Probleme nicht über irgendeinen Satz gestolpert. 

Ein etwas anderer negativer Punkt ist das ich ständig über die Namen gestolpert bin.

Den die Namen sind teilweise etwas gewöhnungsbedürftig und speziell…

Teilweise bei der Aussprache oder generell den Namen an sich. Ein Beispiel dafür ist „Nase“, mein Problem liegt hier bei der Aussprache (Ob das Körperteil gemeint ist –  Deutsch oder Englisch?).

Jedenfalls ist es ein schönes Jugendbuch und auch für Leser die Wölfe mögen kommen da auf keinen Fall zu kurz da, logischerweise, sich alles um dieses Thema dreht.

Fazit

4 von 5 Sterne!

An und für sich eine schöne Geschichte für zwischendurch. Mal etwas anderes,

der Schreibstil war nett allerdings, wie gesagt, die Namen haben mich gestört.

Aber trotzdem kann ich es nur wärmstens empfehlen.

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