Uta Ruscher FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

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Inhaltsangabe zu „FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels“ von Uta Ruscher

Venedig 1747. In der Babyklappe des Findelhauses liegt ein halbtoter Säugling. Wie alle anderen Findel wird das Mädchen gebrandmarkt. Man tauft es auf den Namen Fiorenza. Nach einem Hörsturz will die neunjährige Fiorenza nur noch eines: Violine spielen. Von Anna Maria, Meisterschülerin Antonio Vivaldis, wird sie zur Star-Geigerin ausgebildet. Doch Fiorenza möchte nicht nur spielen, sondern auch komponieren, ein vorrangig männliches Privileg. Durch ihre Heirat kann sie dem Findelhaus entfliehen. In ganz Europa wird sie gefeiert, bis sich ihr das Schicksal erneut in den Weg stellt. Fiorenza wagt einen Neubeginn und komponiert ihre erste Oper. Jahre später kehrt sie nach Venedig zurück, wo sie das Geheimnis um Anna Maria lüftet. Ein Roman über Musik, Geräusche und Klänge. Ein Versuch, die Welt akustisch wahrzunehmen und zu beschreiben.

Sprachlich gut gemachter Historienroman um ein musikalisches Findelkind

— Ratzifatz

Die Lebensgeschichte eines venezianischen Findels, dessen Traum die Musik ist. Mit musikalischer Sprache untermalt.

— niknak

Ein sehr schöner historischer (Frauen-)Roman, der nicht nur das Herz Musikbegeisterter höhen schlagen lässt!

— SusanD

Musikalischer Roman um eine begnadete Geigerin im Venedig des 18. Jahrhunderts. Akustische Eindrücke bildreich ins Wort gebracht.

— Mary2

interessantes Thema, sehr bildlich beschreiben......

— Schmusekatze69

Schönes, atmosphärisches Buch

— brauneye29

Ein Buch für Herz und Sinne

— Langeweile

Geräusche und Töne in bezaubernde Worte gefasst - das ergreifende Leben einer italienischen Musikerin im 18. Jahrhundert.

— Xynovia

Ein historischer Roman über eine Musikerin des 18. Jahrhunderts. Nur die Mädchen durften im Findelhaus musizieren. Vivaldi war dort Lehrer.

— UtaRuscher

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    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    abetterway

    19. November 2017 um 10:19

    Inhalt:"Venedig 1747. In der Babyklappe des Findelhauses liegt ein halbtoter Säugling. Wie alle anderen Findel wird das Mädchen gebrandmarkt. Man tauft es auf den Namen Fiorenza. Nach einem Hörsturz will die neunjährige Fiorenza nur noch eines: Violine spielen. Von Anna Maria, Meisterschülerin Antonio Vivaldis, wird sie zur Star-Geigerin ausgebildet. Doch Fiorenza möchte nicht nur spielen, sondern auch komponieren, ein vorrangig männliches Privileg. Durch ihre Heirat kann sie dem Findelhaus entfliehen. In ganz Europa wird sie gefeiert, bis sich ihr das Schicksal erneut in den Weg stellt. Fiorenza wagt einen Neubeginn und komponiert ihre erste Oper. Jahre später kehrt sie nach Venedig zurück, wo sie das Geheimnis um Anna Maria lüftet. Ein Roman über Musik, Geräusche und Klänge. Ein Versuch, die Welt akustisch wahrzunehmen und zu beschreiben."Meinung:Die Autorin hat einen eigenen Schreibstil, er ist begleitet von Musik. Es wird alles mit Musik beschreiben und auch untermauert, Charaktere, Städte, usw... leider kann ich mit diesem SChreibstil leider nicht viel Anfangen, da ich zwar gerne Musik hören aber nicht viel davon verstehe... deswegen ist mir auch das Lesen manchmal schwer gefallen,... Also leider nicht mein Geschmack, denoch sehr interessant das man ein Buch so umsetzen kann. Fazit:Leider nicht mein Fall, allerdinsg wer Musik liebt und auch etwas davon versteht wird das Buch mögen.

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  • Ein Highlight

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    SusanD

    24. July 2017 um 15:00

    Uta Ruscher hat in Anlehnung an die historisch verbriefte Maddalena Lombardini einen wundervollen Roman über das Leben einer bedeutsamen venezianischen Musikerin im 18. Jahrhundert geschrieben. Dabei gelingt ihr die Gratwanderung zwischen vielen musikalischen Details und guter Unterhaltung auf angenehmste Art. Man hört die Protagonistin quasi im Hintergrund virtuos Geige spielen, während man liest. Der Roman ist hervorragend recherchiert und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in das endende 18. Jahrhundert -  und nicht nur in die Welt der Musik.Die Protagonisten - neben Fiorenza schillert auch die Meisterin Anna - sind detailreich und voller Wärme beschrieben, dass der Leser meint, sie selbst zu kennen.Auch, wenn die Musik im Vordergrund steht, ist der Roman auch für andere Leser wärmstens zu empfehlen; für mich war er definitv ein  Lese-Highlight!

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  • Leserunde zu "FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels" von Uta Ruscher

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    UtaRuscher

    Liebe Freunde und Freundinnen der historischen Romane,Venedig 1747. Ein halbtoter Säugling in der Babyklappe des Findelhauses, dem Ospedale della Pietà. Das Kind wird auf den Namen Fiorenza getauft. Nach einem Hörsturz will die Neunjährige nur noch eines: Violine spielen. Am Ospedale della Pietà werden nur die Mädchen zu Musikerinnen ausgebildet. Auch Vivaldi unterrichtete hier. Fiorenza wird der Star des Findelhauses. Aber das Schicksal stellt sich ihr immer wieder in den Weg.Ihr seid herzlich eingeladen zur Leserunde. Ich verlose 15 Taschenbücher an interessierte LeserInnen, die Freude an der italienischen Kultur und Geschichte haben, das Buch wirklich lesen und bereit sind, eine Rezension zu schreiben und sich mit mir oder anderen auszutauschen möchten. Unten findet ihr einen Buchtrailer und eine Leseprobe der Einleitung des Romans.Bin sehr gespannt auf euch!Uta https://www.youtube.com/watch?v=1QyaQPIWRHc http://utaruscher.ch/buecher/fiorenza-dal-violin-schicksal-eines-venezianischen-findels/leseprobe/

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  • Genie und Ekstase

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    Ratzifatz

    03. July 2017 um 01:13

    Uta Ruschers Roman "Fiorenza dal Violin" dreht sich um eine musikalisch hochbegabte junge Frau (Fiorenza), die im Italien des 18. Jahrhunderts gegen die geltenden gesellschaftlichen Vorstellungen und Rollenbilder ein relativ selbstbestimmtes Leben zu führen versucht. Als Barrieren gegen das Leben einer freien Künstlerin werden im Roman einerseits der Klerus als Träger des Waisenhauses, in dem Fiorenza aufwächst, andererseits die arrangierte Ehe - die für Fiorenza anfangs die Rettung aus den Beschränkungen des Waisenhauses bedeutet - beschrieben. Während Fiorenza im Waisenhaus, in dem die begabten Mädchen in den Genuss einer hervorragenden musikalischen Ausbildung kommen, daran gehindert wird, die Tätigkeit des Komponierens auszuüben und sich damit in Richtung künstlerischer Reife zu entwickeln, sind es in der späteren Ehe die männliche Gewalt und die gesellschaftlichen Konventionen, die sie in ihrem Künstlerdasein einschränken. Die Darstellung der Protagonistin lebt dabei von der Spannung zwischen dem Eingelassensein in historische Umstände auf der einen Seite und dem seltsam anachronistisch-modern anmutenden Versuch einer Selbstverwirklichung. Erst ist Fiorenza eingeschlossen in einer kindlichen Überempfindlichkeit, die sie vor jedem Eingriff von außen zu schützen versucht. Ein Gehörsturz wird daraufhin zum Erweckungserlebnis Fiorenzas, das die bleibende Überempfindlichkeit hin zum musikalischen Ausdruck kanalisiert. Darauf folgt dann wiederum, das Ausbrechen aus der musikalischen Interpretation, hin zur Komposition. Was als künstlerische Entwicklung und Selbstverwirklichung der Protagonistin in der Romanhandlung erscheint, überdeckt allerdings die recht eindimensionale Fixierung auf das Geniehafte. Von Anfang an drückt sich das musikalische Erlebnis Fiorenzas in rauschhaften Beschreibungen aus, die von der Autorin mit blumigsten Metaphern und manchmal schon überzogener Synästhesie ausgestattet sind. Es gibt kein Mittelmaß oder prägenden gesellschaftlichen Einfluss auf künstlerischen Ausdruck abseits totaler Unterdrückung der Begabung oder der Herauskristallisierung des Genies, das sowieso schon besteht. Das erinnert an andere Geniekinder der Literatur z.B. in "Schlafes Bruder" oder in "Das Parfüm". Vorkommende Gestalten der Kulturgeschichte sind nicht einfache Menschen mit mehr oder weniger großen Begabungen. Menschliche Eigenschaften eines Vivaldi sind Anhängsel des Genies, das nur im rauschhaft Extremen erfahrbar ist. Damit übernimmt die geniale Figur aber ebenso die Rolle des Außenseiters und des ekstatischen Freaks, wie er in den genannten Genreklassikern vorgeführt wurde. Die Handlung bekommt dadurch etwas Unwirkliches und Beiwerkmäßiges, das der Spannung nicht förderlich ist. Neben interessanten kulturgeschichtlichen Anspielungen ist der Roman handwerklich und sprachlich gut gemacht und sticht dahingehend qualitätsmäßig eindeutig aus der Masse historischer Romane um Frauenschicksale hervor, wären da nicht die eindimensionalen Genieallüren und die etwas zu selbstberauschte Metaphernsprache. 

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  • Fiorenza und ihr Traum von der Musik

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    niknak

    21. June 2017 um 09:51

    Inhalt:1747 wird in Venedig ein halbtoter Säugling in einer Babyklappe abgegeben. Es wird gebrandmarkt und auf den Namen Fiorenza getauft. Nach einem Hörsturz mit neun Jahren will sie nur noch eines: Víoline spielen. Die Maestra Anna Maria, Meisterschülerin Antonio Vivaldis, nimmt sie unter ihre Fittiche im Findelhaus und bildet sie zu einer Meistergeigerin aus.Doch Fiorenza hat noch eine Traum. Sie möchte nicht nur spielen, sondern auch selbst komponieren, was eigentlich nur Männern vorenthalten ist. Durch eine Heirat kann sie dem Findelhaus entkommen und ihren Weg gehen. Der führt sie durch ganz Europa, doch das Schicksal schlägt immer wieder erbarmungslos zu.Mein Kommentar:Die Autorin Uta Ruscher hat einen ganz besonderen Schreibstil für dieses Buch gewählt. Da die Musik eine sehr große Rolle spielt, findet man sie auch im Schreibstil wieder. Viele Beschreibungen werden "musikalisch" untermauert. So werden auch viele Städte musikalisch beschrieben, was ich bisher noch nie so gelesen habe, aber sehr schön fand. Man hatte somit auch gleich einen musikalischen Eindruck der Umgebung und Landschaft.Da es sich um einen historischen Roman handelt, fand ich es toll, dass die Autorin viel recherchiert hat und viele historische Fakten im Buch unterbringen konnte. Somit bekam man als Leser einen sehr guten Eindruck, wie die Menschen in der damaligen Zeit gelebt haben und von ihren Vorstellungen. So war das Komponieren zum Beispiel ausschließlich Männern vorenthalten. Auch viele damalige Musiker und Komponisten werden erwähnt. Leider erfährt man nicht mehr über sie, da sie meist nur erwähnt werden. Doch Fiorenza ließ sich durch das damalige Weltbild nicht abschrecken und versuchte tapfer und stolz ihren Weg zu gehen. Fiorenza wird sehr genau beschrieben und man erfährt auch viel von ihren Gedanken und Gefühlen. Obwohl das Buch aus einer Erzählperspektive geschrieben ist, kommen ihre Gedanken dadurch nicht zu kurz und man kann sich ein sehr gutes Bild von ihr machen.Es gibt auch zu den wichtigsten Personen im Buch eine historische Vorlage, die durch fiktive Zusätze zu einem tollen Roman verwoben wurden. Dieses Zusammenspiel finde ich ist der Autorin sehr gut gelungen und somit lernt man noch einiges über früher, wenn man dieses Buch liest.Auch die Lebensweise der Findel werden recht genau beschrieben und man kann sich ein gutes Bild davon machen. Ich wusste gar nicht, dass es damals in Venedig bereits vier Findelhäuser gab. Eines davon das Ospedale della Pietà wird hier genauer beschrieben.Mein Fazit:Ein wirklich tolles Buch, das Fiktion und Fakten der Vergangenheit sehr gekonnt miteinander verbindet, sodass eine spannende Geschichte rund um einen Findel und die Musik entsteht.Ganz liebe Grüße,Niknak

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    • 2
  • Fiorenzas klingende, singende Welt

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    UlrikeG-K

    12. June 2017 um 10:51

    Fiorenza hat einen schlechten Start ins Leben!Als Findelkind wird sie in das Ospedale della Pieta im Venedig des Jahres 1747 eingeliefert, erstversorgt, entlaust, gebrandmarkt, um dann in eine Familie gegeben zu werden, die sich mehr schlecht als recht um sie kümmert.Ein Leben in Elend scheint vorprogrammiert  - wenn da nicht ein Priester gewesen wäre, der Fiorenzas außergewöhnliche Musikalität entdeckt und sie zurück ins Ospedale nach Venedig gebracht hätte!Dort, im Waisenhaus, einer in Italien einmaligen Institution für elternlose Mädchen mit musikalischem Talent, soll ihre eigene Begabung gefördert werden.Dies ist der Beginn eines denkwürdigen Aufstiegs vom Findelkind, das niemand wollte oder gar liebte, bis hin zur im Europa der damaligen Zeit gefeierten Geigerin. Doch ist der Weg dorthin mit Steinen, mancherlei Rückschlägen und persönlichen Tragödien gepflastert....Ein Roman, der Seinesgleichen sucht, entfaltet sich vor dem staunenden Leser! Nie zuvor habe ich etwas Ähnliches gelesen!Aus jeder Zeile spricht Musik, sprechen Rhytmen, Cadenzen, Takte, Noten, Melodien, sprechen Besessenheit und Leidenschaft.Die Sprache wird zur Musik, der man entweder versonnen lauscht oder die noch öfter heftig berührt und erschüttert, und die lange nachklingt.Wer ist sie, diese Fiorenza, das Blümchen, um nur eine der Bedeutungen des klangvollen Namens herauszustellen? Ein passender Name für das unglückliche, verschlossene Kind, das sich erst allmählich zur vollen Blüte entfaltet, das es trotz mannigfaltiger Widerstände und Niederlagen als auch ihrer eigenen sperrigen Persönlichkeit schafft, der Misere ihrer Kindheit zu entfliehen.Dabei stehen ihr ebenso unvergessliche Personen prägend zur Seite, allen voran die Maestra der Pieta, Anna Maria, eine Frau mit der gleichen Leidenschaft für Musik wie sie Fiorenza eigen ist. Eine Frau auch, die lange schon ein Geheimnis hütet, das sie spät, sehr spät, ihrer geliebten Schülerin schmerzvoll enthüllt.Ja, Anna Maria ist gewiss die zweite Protagonistin des Romans, der wie eine Partitur daherkommt, bereit, sie hinauf und hinunter zu spielen!Anna Maria ist es auch, die den Leser in vergangene große Tage der Lagunenstadt Venedig entführt, in denen "Il Prete Rosso", der "rote Priester", Violinvirtuose und Komponist Antonio Vivaldi lebte und wirkte. Schicksalhafte Bande verknüpfen ihn mit Anna Maria.So ist dieser wundersame Roman, dieses feine Gewebe aus Musik, auch in einen historischen Kontext eingebettet und der Leser taucht unversehens in ein Venedig ein, dessen harte Realität wenig zu tun hat mit dem Venedig von heute, mit Urlaubsseligkeit und Gondelfahrten bei Mondlicht unter der Seufzerbrücke.Ein Venedig aber, das dennoch verzaubert ob seiner großartigen musikalischen, architektonischen, künstlerischen Vergangenheit.Und das gleichzeitig abstößt durch Korruption, Machtmissbrauch und Misswirtschaft der Dogen, die die einst reiche und bedeutende "Serenissima" zugrunde richteten...Der Autorin Uta Ruscher ist mit ihrer "Fiorenza" ein einmalig schöner und zarter, in jeder Hinsicht bemerkenswerter Roman gelungen, der selbst diejenigen, die wenig musikalisch sind und nur schwer den einen vom anderen Ton unterscheiden können, zum Klingen und Vibrieren bringt!Ein Grund mehr, ihn unbedingt weiterzuempfehlen!

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  • Lebensgeschichte der Geigerin und Komponistin Fiorenza: Akustische Eindrücke bildreich im Wort

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    Mary2

    06. June 2017 um 07:53

    Venedig 1747 Hier nimmt die Geschichte um das Findelkind seinen Anfang. Die Herkunft ist unbekannt, das Mädchen in der Babyklappe wird auf den Namen Fiorenza getauft und als Findelkind markiert. Von Beginn an fällt Fiorenza durch eine angeborene Musikalität auf – sie nimmt ihre Umwelt vor allem akustisch wahr – ein Phänomen, das sich durch den gesamten Roman zieht. Von einem aufmerksamen Priester wird Fiorenza zur musikalischen Ausbildung in das „Ospedale della Pieta“ in Venedig zurückgebracht, ein Findelhaus, das sich unter anderem mit einem Chor und einem Orchester der Kinder finanziert. Hier erlernt Fiorenza das Geigenspiel bei der begnadeten Lehrerin Anna Maria. Sie wird eine Berühmtheit in Venedig und Anna Maria ihre Vertraute. Neben dem Geigenspiel drängt es Fiorenza zu eigenen Kompositionen – im 18. Jahrhundert für eine Frau nahezu undenkbar. Durch Unterstützung des künstlerisch interessierten Priesters Don Gasparo findet Fiorenza einen musikalischen Ehemann, der mit ihr gemeinsam Konzertreisen unternimmt. Europa jubelt der jungen Künstlerin zu…. Uta Ruschers Roman zeichnet das Bild einer außergewöhnlich begabten Frau im 18. Jahrhundert, die ihren musikalischen Weg findet und emanzipiert ihr Leben selbst in die Hand nimmt. Viele erwähnte Personen – vor allem aus der Musik -  und zahlreiche Örtlichkeiten – so wie auch das Findelhaus! -  sind historisch verbürgt, die Geschichte selbst ist freilich fiktiv. So findet der Leser einerseits einen historischen Roman vor, der ein Zeitgemälde Italiens im 18. Jahrhundert abbildet, andererseits liegt hier ein Künstlerroman vor. Die Musik in all ihren Facetten durchzieht den gesamten Roman: Bäuerlicher Gesang, Etüden-Studium, Violin-Konzerte, Kompositionstechnik, Geigenbau, Konzertgebäude…. Sprachlich hervorstechend sind die akustischen Umschreibungen der Orte und Erlebnisse, die Fiorenza wahrnimmt. Städte und Landschaften sind bildreich beschrieben. Töne und Klänge erzeugen Emotionen und innere Melodien. Dies Gestaltungsmerkmal ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Inhaltlich werden über einen Zeitraum von 35 Jahren die Geschichten von Fiorenza und ihrer Lehrerin Anna Maria verwoben und einander gegenüber gestellt. Einige Geheimnisse im Lebenslauf werden gelüftet, andere bleiben im Verborgenen. Diese Auswahl empfand ich als willkürlich und am überraschend schnellen Ende des Buches etwas unbefriedigend. Viel Freude bereitet hat mir das Lesen dieses Romans, dem die gründliche Recherche anzumerken ist. Über das musikalische Europa im 18. Jahrhundert habe ich viel dazugelernt. Sprachlich konnte mich das Buch ebenfalls überzeugen. Empfehlenswert für Liebhaber historischer Romane, für junge und ältere MusikerInnen und für alle, die ein ungewöhnliches Frauenschicksal im 18. Jahrhundert erleben möchten.

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    • 2
  • Wenn Musik zum Lebensinhalt wird.......

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    Schmusekatze69

    03. June 2017 um 10:09

    Mein Interesse, dieses Buch zu lesen, hat dieses tolle Cover und die Inhaltsangabe. Ich liebe historische Bücher, aber bin ein vollkommender klassischer Musik-Muffel. Inhalt:In einer Babyklappe in Venedig wird 1747 ein kleines Mädchen gefunden und auf den Namen Fiorenza getauft. Auch damals schon wurden die Findelkinder in Pflegefamilien gegeben. Fiorenza kam in eine Bauerfamilie, ein leichtes Leben erwartete sie da nicht. Harte Arbeit, ständige Schläge, unvorstellbare Züchtigungen. Aber es gab einen Lichtpunkt in der Familie, Peppina, die Großmutter. Peppina hat ihr die Musik nähergebraucht, summen und singen waren ihre Abwechslung in grausamen Alltag. Das hörte der Pastor und brachte Fiorenza wieder zurück ins Findelhaus, weil er ihr musikalisches Talent erkannte. Sie wird eine Himmlische und in ihrem Leben dreht sich nur noch alles um Musik. Bis sie mit 9 Jahren einen Hörsturz erlebt. Danach nimmt sie die bekannte und berühmte Violinistin Anna Maria, Fiorenza in ihrer Obhut und bildet sie zur einer neuen begnadeten Violinistin aus. Reisen durch Europa und Auftritte in großen Häusern, wird zu ihrer Lebensaufgabe. Selbst zu komponieren fang sie an und das zu einer Zeit, wo das alles eigentlich Männern vorbehalten war. Fazit: Sehr gute Beschreibungen der damaligen Verhältnisse, die bildliche Beschreibung der Töne, die Darstellung der Städte und reisen und das Gefühl bei der Musik, macht dieses Buch echt empfehlenswert. Ein spannendes Thema, interessant bis zum letzten Satz. Über alles steht die klassische Musik und manchmal denkt man, die Töne sogar hören nur können. Empfehlenswert, sowohl für historische Leser als auch Musikfans. 4 Sterne aber, weil mich das Ende nicht ganz überzeugt hat

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  • spannende lebendig erzählte Geschichte

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    irismaria

    30. May 2017 um 18:11

    „Fiorenza dal Violin: Schicksal eines venezianischen Findels“ von Uta Ruscher entführt ins Italien um 1750. Ein kleines Mädchen wird vor einem Findelhaus ausgesetzt, die Nonnen nehmen es auf und nennen es Fiorenza. Nach einer Zeit in einer Pflegefamilie landet das Mädchen im Ospedale della Pietà in Venedig. Dort erhalten die Kinder eine Ausbildung und talentierte Mädchen dürfen ihr Leben der Musik widmen. Fiorenza gehört dazu und wird von der Maestra Anna-Maria, einer Meisterschülerin Antonio Vivaldis, zur Geigerin ausgebildet. So beginnt eine beispielhafte Karriere, wobei es Fiorenza nicht leicht hat, auch als Komponistin anerkannt zu werden. Das Buch wird auf dem Cover als „Ein Roman über Musik, Geräusche und Klänge.“ beschrieben und das ist auch tatsächlich eine Besonderheit der Geschichte. Gemeinsam mit Fiorenza erlebt man eine ungewöhnliche Sicht der Welt, denn sie nimmt Menschen, Städte und die Natur vor allem als akustische Botschaften wahr. Auch das Musizieren und Komponieren ist wunderbar beschrieben und ich hätte mir gewünscht, die jeweiligen Stücke tatsächlich anhören zu können. „Fiorenza dal Violin" ist daher ein historischer Roman mit Mehrwert; nicht nur eine spannende lebendig erzählte Geschichte rund um eine Musikerin, sondern auch ein Einblick in eine Musikerseele.

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  • Eine musikalische Lesereise nach Venedig...

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    bettinahertz

    27. May 2017 um 23:38

    Fiorenza Dal Violin – Schicksal eines venezianischen Findels Autor: Uta Ruscher Venedig 1747: Fiorenza wird als Säugling im Findelhaus in einer Babyklappe ausgesetzt und hat kaum Überlebenschancen, aber sie kämpft sich durch. Später kommt sie auf einem Bauernhof und hat es nicht leicht, wird gehänselt und verprügelt. Durch die Großmutter Peppina erwacht ihr musikalisches Talent. Aufgrund einer schweren körperlichen Misshandlung kehrt sie später wieder ins Findelhaus zurück, um ihr Musiktalent zu fördern. Sie erleidet einen Hörsturz, kann sich aber wieder erholen. Die Stargeigerin Anna-Maria nimmt sie unter ihre Fittiche und bringt ihr alles über das Geige spielen bei. Eine tiefe Verbundenheit entsteht zwischen den beiden Frauen und Jahre später lüftet Fiorenza ein lange gehütetes Geheimnis um Anna-Maria. Fiorenza besitzt ein sehr außergewöhnliches Musiktalent. Ihr größter Wunsch ist es, zu komponieren, dies ist aber zu dieser Zeit ausschließlich den Männern vorbehalten. Nach dem Findelhaus bleiben ihr zwei Möglichkeiten: eine Heirat oder das Kloster. Eine Ehe wird arrangiert und für Fiorenza beginnt europaweit eine einzigartige Karriere, bis sich das Schicksal wieder in den Weg stellt. Aber sie kämpft und die Musik ist ihre wichtigste Waffe. Sie schafft den Neubeginn und komponiert ihre erste Oper. Dieser historische Roman aus der Feder von Uta Ruscher hat mir sehr gefallen. Der Schreibstil ist wirklich einzigartig. Der Satz im Klappentext: „Ein Roman über Musik, Geräusche und Klänge.“ trifft es echt auf dem Punkt. Die musikalischen Beschreibungen sind dabei so gut gelungen, dass man ein richtiges Gespür dafür bekommt. Ich kann das garnicht mit Worten beschreiben, man muss es einfach lesen und auf sich wirken lassen. Man hört beim lesen fast eine leise Hintergrundmusik. Auch die Landschaftsbeschreibungen, die uns quer durch Europa führen sind bei mir gut angekommen und vermittelten mir eine gute Sicht auf die örtlichen Verhältnisse. Uta Ruscher vermittelt uns in einer klangvollen Schreibweise, das Leben des Findelkindes Fiorenza mit ihrer enormen Begabung zur Musik und der Stargeigerin Anna-Maria, einst Meisterschülerin Antonio Vivaldis am Ospedale della Pietà. Sie verbindet dabei geschickt fiktive und reale Personen in spannenden Episoden, immer mit einem Hauch Musik, wie ein schützender Mantel. Mir hat diese musikalische Lesereise nach Venedig ins 18. Jahrhundert sehr gefallen und ich empfehle es gern weiter.

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    • 2
  • Schönes, atmosphärisches Buch

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    brauneye29

    27. May 2017 um 07:17

    Zum Inhalt:Venedig 1747. In der Babyklappe des Findelhauses liegt ein halbtoter Säugling. Wie alle anderen Findel wird das Mädchen gebrandmarkt. Man tauft es auf den Namen Fiorenza. Nach einem Hörsturz will die neunjährige Fiorenza nur noch eines: Violine spielen. Von Anna Maria, Meisterschülerin Antonio Vivaldis, wird sie zur Star-Geigerin ausgebildet. Meine Meinung:Das Buch ist sehr schön geschrieben, man erfährt wie mit Findeln seinerzeit umgegangen wurde und auch viel über das Bild der Frauen seinerzeit. Schon ungewöhnlich ist, dass Fiorenza dennoch gelingt, ihrer großen Liebe, dem komponieren nach gehen kann. Auch die Geschichte der Anna Maria war ausgesprochen interessant. Mir war sie bis dato kein Begriff. Einzig der Schluß kam fast ein wenig abrupt. Da hätte ich gern mehr erfagren, wie es Fiorenza in Dresden ergangen ist.Fazit:Schöne Geschichte, mit echten historischen Fakten gespickt. 

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  • Ein Leben für die Musik

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    Langeweile

    24. May 2017 um 15:43

    Inhalt: Im Jahre 1747 wird in der Babyklappe des Findelhauses in Venedig ein Säugling gefunden. Entgegen der ärztlichen Prognosen überlebt das Mädchen und wird auf den Namen Fiorenza getauft. Als sie nach einiger Zeit in eine Bauernfamilie vermittelt wird, erwartet Sie ein hartes Leben. Sie muss schwere Züchtigungen durch die Bäuerin erfahren, lediglich die Großmutter Peppina behandelt sie liebevoll. Durch sie lernt sie die Liebe zur Musik kennen, welche sie ihr Leben lang begleiten wird. Nach einer schweren Misshandlung kehrt sie in das Findelhaus zurück, wo sie im Alter von neun Jahren einen Hörsturz erleidet. Danach nimmt sie die begnadete Violinistin Anna Maria unter ihre Fittiche und bildet sie zu einer Stargeigerin aus. Fiorenza lebt fortan nur für ihre Musik, sie will Konzerte geben und komponieren, was in der damaligen Zeit ein reines Männerprivileg war.Meine Meinung: Die Autorin begleitet Fiorenza über mehrere Jahrzehnte. Sie verbindet das Leben von realen und fiktiven Persönlichkeiten auf sehr geschickte Weise. Hierbei bedient sich eines äußerst gefühlvollen Schreibstils. Nicht nur die Protagonistin, sondern auch die anderen Personen in Ihrer Umgebung, wurden sukzessive in die Geschichte eingeführt. Die Beschreibungen über die damaligen Verhältnisse, sowie die der einzelnen Städte, waren sehr gut.Das alles überspannende Thema dieses Romans ist aber die Musik, welche die Autorin dem Leser auf sehr intensive Weise nahebringt. Ich hatte manchmal das Gefühl, nicht nur über die Musik zu lesen, sondern sie auch zu hören. Ich empfehle das Buch Lesern mit historischem Interesse und mit Liebe zur Musik.

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  • Die Sinne werden angesprochen

    FIORENZA DAL VIOLIN: Schicksal eines venezianischen Findels

    Xynovia

    23. May 2017 um 17:23

    „ Fiorenza dal Violin Schicksal eines vezianischen Findels“ von Uta Ruscher ist ein historischer Roman der im 18. Jahrhundert spielt. Klappentext: Venedig 1747. In der Babyklappe des Findelhauses liegt ein halbtoter Säugling. Wie alle anderen Findel wird das Mädchen gebrandmarkt. Man tauft es auf den Namen Fiorenza. Nach einem Hörsturz will die neunjährige Fiorenza nur noch eines: Violine spielen. Von Anna Maria, Meisterschülerin Antonio Vivaldis, wird sie zur Star-Geigerin ausgebildet. Doch Fiorenza möchte nicht nur spielen, sondern auch komponieren, ein vorrangig männliches Privileg. Durch ihre Heirat kann sie dem Findelhaus entfliehen. In ganz Europa wird sie gefeiert, bis sich ihr das Schicksal erneut in den Weg stellt. Fiorenza wagt einen Neubeginn und komponiert ihre erste Oper. Jahre später kehrt sie nach Venedig zurück, wo sie das Geheimnis um Anna Maria lüftet. Ein Roman über Musik, Geräusche und Klänge. Ein Versuch, die Welt akustisch wahrzunehmen und zu beschreiben. Meine Meinung: Das Buch ist 4 Kapiteln eingeteilt – Einleitung,1754-1769, 1769-1771,1782 und hat ca. 350 Seiten. Die Schreibweise von Uta Ruscher gefällt mir sehr gut. Sie hat die Geräusche und Töne die zur Geschichte gehören hervorragend beschrieben, so das man es sich hervorragend vorstellen konnte. Das hat mich sehr begeistert. Dies gelang ihr aber nicht nur bei der Akustik, sondern auch bei der Umgebung und den Personen die in dem Roman vorkommen. Ich fühlte mich beim Lesen mittendrin in der Geschichte und sah vieles vor meinem bildlichen Auge. Die Geschichte um Fiorenza dal Violin ist mir sehr nah gegangen, sie hat in ihrem jungen Leben viel erleiden müssen, aber sie hat das Ziel nicht aus den Augen verloren, sie hat Kampfgeist. Ihre zwei Wegbegleiter Anna Maria und Don Gasparo stehen ihr zur Seite . Im Laufe des Romanes tauchen einige Komponisten des 18 Jahrhunderts auf, die leider nur namentlich genannt werden. Da es ein historischer Roman ist hätte ich mir ein paar mehr Informationen über diese gewünscht, vielleicht als Nachwort. Uta Ruscher ist es gelungen fiktive und reale Personen in die Geschichte einzubauen, das hat mir insgesamt recht gut gefallen. Ich kann den Roman Fiorenza dal Violin weiter empfehlen, allen die sich für historische Romane interessieren und neugierig sind auf die Musik und die Akustik des 18. Jahrhunderts.

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