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Utealand

vor 2 Jahren

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Ich würde gerne mich gerne mit Menschen austauschen, die von Gott enttäuscht sind. Die nicht verstehen, warum er schweigt oder warum er Gebete nicht zu erhören scheint. Weshalb er seinen Frieden und seinen Segen zurück zu halten scheint.

Autor: Ute Aland
Buch: Die Pianistin

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 2 Jahren

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Das klingt ja echt interessant. ;)
Ich hüpfe sehr gerne rein! Und drücke allen die Daumen!

Zinu

vor 2 Jahren

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Ein autobiografischer Roman? Eine moderne Hiobsgeschichte über die grossen Fragen des Glaubens? Hier muss ich schleunigst mit in den Lostopf, denn hier würde ich wirklich wahnsinnig gerne mitlesen.

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Zinu

vor 1 Jahr

Rezension/Feedback

Utealand schreibt:
Es war auch für mich sehr spannend, vor allem die Wut, die dem Hauskreis entgegen schlug hat mich sehr verwundert.Darüber muss ich weiterhin nachdenken.

Auch ich bin eine derjenigen, die das Verhalten des Hauskreises (und der Gemeinde) wütend gemacht hat. In meinem Fall ist es so, dass ich so ziemlich das gleiche selbst erlebt habe - mehrfach. Wenn ich solche Sachen höre, oder wie in diesem Fall lese, dann kommen all die eigenen Erfahrungen wieder hoch und es macht mich wütend, weil ich eben aus eigener Erfahrung weiss, dass die Realität in zahllosen Glaubensgemeinschaften genauso aussieht und viele suchende Menschen voller Hoffnung dadurch buchstäblich von Gott weg getrieben werden - weg von Gott, hinein in die Hoffnungslosigkeit. Das macht mich wütend. Und traurig.

Utealand

vor 1 Jahr

Rezension/Feedback
@Zinu

Ach, danke dir, man macht sich mit so einer Geschichte ziemlich "blank". Da ist es sehr wohltuend zu erfahren, dass sie Menschen erreicht. Danke dir für das feedback.
gesegnete Ostern, Ute

Utealand

vor 1 Jahr

Rezension/Feedback
@Zinu

Liebe Zinu, ich glaube , dass so ein Verhalten auch Gott wütend macht. Ich leide da auch sehr darunter, denn auch ich habe solche fromme Verurteilung meines Glaubens mehrfach erlebt, Wahrscheinlich ist Wut auch eine angebrachte Reaktion darauf. Doch mir ist klar, dass Gott allein der Richter ist und auch unsere Erkenntnis nur Stückwerk. Ich bin über den Zustand des Leibes Christi sehr erschüttert. Vielleicht habe ich rein zufällig "Ausnahmeerfahrungen" gemacht, glaube aber, dass viele Gläubige Sicherheit nicht auf dem schmalen Weg - Christus selbst - sondern in der "richtigen Lehre", der "korrekten biblischen Auslegung" oder anerkennten "Geisteserfahrungen" suchen.
Ich sehne mich so sehr nach "gekreuzigtem Glauben", der allein in der Realität Christi in uns besteht, so unsicher, riskant und unkontrollierbar er auch sein mag.
Ich hoffe, sowohl du als auch ich und die vielen anderen "Ausgestoßenen" finden Geschwister, die nicht richten, was sie nicht verstehen und was ihren eigenen Erfahrungen oder Glaubenssätzen widerspricht.
Gott segne dich da, Ute

Zinu

vor 1 Jahr

Rezension/Feedback

Utealand schreibt:
Ach, danke dir, man macht sich mit so einer Geschichte ziemlich "blank". Da ist es sehr wohltuend zu erfahren, dass sie Menschen erreicht. Danke dir für das feedback. gesegnete Ostern, Ute

Es ist sehr mutig, eine solche Geschichte zu schreiben, in der man sich "blank" macht. Ich bin dir jedenfalls dankbar, dass du diesen Schritt gewagt hast. Ich finde dein Buch wirklich sehr wertvoll und werde mir auch "Die Gottesversprecher" besorgen (steht eigentlich schon lange auf meiner Wunschliste...).

Zinu

vor 1 Jahr

Rezension/Feedback

Utealand schreibt:
[...] Wahrscheinlich ist Wut auch eine angebrachte Reaktion darauf. Doch mir ist klar, dass Gott allein der Richter ist und auch unsere Erkenntnis nur Stückwerk. Ich bin über den Zustand des Leibes Christi sehr erschüttert. Vielleicht habe ich rein zufällig "Ausnahmeerfahrungen" gemacht, glaube aber, dass viele Gläubige Sicherheit nicht auf dem schmalen Weg - Christus selbst - sondern in der "richtigen Lehre", der "korrekten biblischen Auslegung" oder anerkennten "Geisteserfahrungen" suchen. [...] Ich hoffe, sowohl du als auch ich und die vielen anderen "Ausgestoßenen" finden Geschwister, die nicht richten, was sie nicht verstehen und was ihren eigenen Erfahrungen oder Glaubenssätzen widerspricht. Gott segne dich da, Ute

Liebe Ute, das hast du sehr schön formuliert. Gott allein ist der Richter und es steht uns nicht zu, über andere zu richten. Genau dies hast du auch in "Die Pianistin" wunderbar rüber gebracht. Du zeigst zwar gewisse "Glaubens-Missstände" auf, bleibst dabei aber stets sachlich, so dass in deinen Schilderungen zu keiner Zeit etwas Anklagendes oder Verurteilendes zu finden ist. Ein grosses Plus in meinen Augen.

Auch ich hoffe und wünsche dir, mir - uns allen, Geschwister, die nicht selbst richten, sondern dies Gott allein überlassen.

Gottes reichen Segen auch für dich!

Zinu

vor 1 Jahr

Rezension/Feedback

Meine Rezi ist nun auch online:

http://www.lovelybooks.de/autor/Ute-Aland/Die-Pianistin-1210805230-w/rezension/1232328335/

Vielen herzlichen Dank nochmals, dass ich mitlesen durfte. Diese Lesestunden waren wirklich sehr bereichernd für mich!

Minni

vor 10 Monaten

Rezension/Feedback

Ich habe gerade das Buch zu Ende gelesen und melde mich mal ohne Leserunde im Nachhinein. ;) Auf jeden Fall ist es ein Buch, über das man viel nachdenken muss ... Mir fällt es auch schwer, eine Bewertung für das Buch abzugeben.

Zunächst hat es mich mal interessiert, ob Sie, Frau Aland, selbst Klavier spielen. Vermutlich ist diese Frage bei der Leserunde eh schon aufgetaucht.

Weiter konnte ich mich in vielem auch wiederfinden. Dieses Gefühl, dass Gott einen verlassen hat, sich um jeden kümmert, nur nicht um mich ... Und es ist mutig, darüber zu schreiben.

In der ersten Hälfte kam mir die Protagonistin sehr extrem vor: Entweder sie "vertraute" extrem, oder sie war extrem enttäuscht. Sie schien mir immer von einer Seite vom Pferd zu fallen. Aber es war ja ein Lernprozess.

Befremdlich wurde für mich dann das Verhalten des Hauskreises/Gemeinde (ziemlich pfingstlerisch geprägt?). Ich finde es toll, wie Joelle auch in den Schwierigkeiten und der Ablehung weiter zu ihren Geschwistern stand. Zu oft erlebt man, dass Menschen sofort Gemeinde wechseln, wenn es ihnen ein bisschen zu unbequem oder persönlich wird. Aber das Problem war hier, dass der Hauskreis ständig Dinge als "biblisch" betitelte, die nicht biblisch sind. Wenn Sie, Frau Aland, diese Erfahrung gemacht haben, dass Sie aus einem Hauskreis "rausgeschmissen" wurden, hoffe ich sehr, dass Sie mittlerweile wieder Anschluss an Gläubigen bekommen haben, deren Umgang wirklich von Liebe und "unverfälschter Nahrung" geprägt ist. Eine solche Lehre, wie sie in dem Hauskreis beschrieben wird, zerstört vieles und ignoriert viele Aussagen der Bibel.

Das Buch Hiob ist ein wunderbares Fazit der Geschichte. Es stellt viele unserer Vorstellungen, die wir uns von Gott aufbauen, auf den Kopf. Ich persönlich verstehe lange nicht alles, was Gott tut. Aber Gott steht darüber. Dieser Zerbruch, den Sie in dem Buch beschreiben, tut ziemlich weh. Aber er ist absolut wichtig um Gott kennenzulernen und echte Nachfolge zu leben. Und um Gottes Liebe und Gnade zu entdecken. So etwas schreibt sich deutlich einfacher, als es zu leben ist. ;)

Vielen Dank, Frau Aland, für das herausfordernde Buch.

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