Es ist Gottes Wille

von Ute Borngräber 
3,1 Sterne bei7 Bewertungen
Es ist Gottes Wille
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (4):
Jeanette_Lubes avatar

Sehr guter Krimi, bei dem man viele historische Informationen bekommt

Kritisch (2):
anke3006s avatar

Sehr zäh

Alle 7 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Es ist Gottes Wille"

Im spanischen Toledo versetzen drei Tote innerhalb von 72 Stunden die Einwohner in Angst und Schrecken. Was haben die Opfer, ein jüdischer Diplomat, ein katholischer Pater und ein Marokkaner, gemein? In dieser Stadt, die während des Mittelalters zu den Regionen zählte, in denen für Christen, Juden und Muslime ein gemeinsames Nebeneinander möglich war. Trotz vielen Verdächtigen, Verdächtigungen und Motiven bleibt die Faktenlage dürftig. Wird Inspektor Josè Martin trotzdem gemeinsam mit seiner deutschen Kollegin Franka Rothe vom BKA den Sumpf in der klerikalen Welt trockenlegen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958131064
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:260 Seiten
Verlag:edition oberkassel
Erscheinungsdatum:16.03.2017

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Rezensionen und Bewertungen

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    Jeanette_Lubes avatar
    Jeanette_Lubevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr guter Krimi, bei dem man viele historische Informationen bekommt
    Sehr spannender Krimi mit viel Informationen über Spaniens Stadt Toledo "Stadt der drei Religionen"

    Drei Tote im spanischen Toledo innerhalb von 72 Stunden. Inspektor José Martin ermittelt in diesem Fall. Dazu kommt seine Kollegin Franka Rothe vom BKA aus Deutschland. Man erfährt in diesem Buch sehr viel über die Geschichte Spaniens, aber auch über die Intrigen, die sich innerhalb der Kirche abspielen.
    Ich finde den Schreibstil der Autorin sehr gut, hatte ich jedoch anfangs ein wenig Probleme, mich auf die Geschichte und die einzelnen Personen einzulassen. Inspektor Martin erzählt aus seiner Perspektive, man erfährt auch etwas über sein eigenes Leben, das macht es interessant und irgendwie habe ich José´in mein Herz geschlossen.
    Das Buch istspannend geschrieben, wenn ich auch mit der Geschichte Spaniens vorher nicht so vertraut war. Unglaublich, wieviel Macht die Kirche doch hat. Es war ein spannender Krimi, der aber auch eine Liebesgeschichte in sich barg.
    Ich würde das Buch auf jeden Fall weiter empfehlenl

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    Martinchens avatar
    Martinchenvor einem Jahr
    Drei Morde in Toledo

    "Im spanischen Toledo versetzen drei Tote innerhalb von 72 Stunden die Einwohner in Angst und Schrecken. Was haben die Opfer, ein jüdischer Diplomat, ein katholischer Pater und ein Marokkaner, gemein? In dieser Stadt, die während des Mittelalters zu den Regionen zählte, in denen für Christen, Juden und Muslime ein gemeinsames Nebeneinander möglich war. Trotz vielen Verdächtigen, Verdächtigungen und Motiven bleibt die Faktenlage dürftig. Wird Inspektor Josè Martin trotzdem gemeinsam mit seiner deutschen Kollegin Franka Rothe vom BKA den Sumpf in der klerikalen Welt trockenlegen?" - soweit der Klappentext.

    Das Cover passt sehr gut zum Ort des Geschehens, also Toledo und der Kirche.

    Ute Borngräber verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Berlin und absolvierte dort auch ihr Studium. Sie ist promovierte Philosophin mit den Schwerpunkten Psychologie und Soziologie und interessiert sie sich für die Abgründe menschlichen Handelns sowie für ihre religiösen, moralischen Grundsätze. Im Jahre 2013 erschien ihre erste Romanerzählung, die den Titel »Die letzten Erinnerungen« trägt. Das vorliegende Buch ist ihr erster Kriminalroman. (Quelle: edition oberkassel)

    Der Schreibstil ist sachlich, die Charaktere teilweise schwer fassbar. Die beiden Hauptprotagonisten Josè Martin und seine deutsche Kollegin Franka Rothe tragen schwer an ihrer Vergangenheit, aus unterschiedlichen Gründen. Während Josè Martin oft gereizt, teilweise aggressiv auftritt, ist Franka Rothe mitunter sanft, aber immer hart in der Sache. Zwischen den beiden bahnt sich etwas an, womit Martin zunächst nichts anzufangen weiß (oder vielleicht doch?). Die Kollegen der beiden werden nicht sehr detailliert beschrieben, so dass ihre Persönlichkeiten nicht sehr deutlich hervortritt. Etwas anders sieht es mit dem "Kirchenpersonal" aus. Hier werden die Abgründe sichtbar, für die sich die Autorin stark interessiert. Dies ist dem Krimi deutlich anzumerken. Leider war mir zu Beginn nicht immer ganz klar, welcher Würden- oder Amtsträger welchen Namen trägt, darunter litt der Lesefluss etwas. Ein Personenverzeichnis wäre wünschenswert, da doch eine Reihe von Personen auftreten, die im Verlauf der Geschichte mehr oder weniger wichtige Rollen spielen.

    Die Autorin ist auch sehr stark an der Geschichte interessiert, so dass im Verlaufe des Buches viele historische Begebenheiten eine Rolle spielen. Hier verliert sich Ute Borngräber mitunter in Details, andererseits werden Themen teilweise nicht weiter verfolgt. Das finde ich sehr schade, denn die Idee zu diesem Krimi und den beiden Ermittlern ist sehr gut, auch das Thema "Kirche, Macht und Machtmissbrauch" ist immer aktuell.

    Trotz der kleinen Schwächen hat mir das Buch gefallen, ich kann es jedem empfehlen, der konzentriert lesen mag und sich intensiver mit einem Buch auseinandersetzen will.

    Kommentare: 1
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    anke3006s avatar
    anke3006vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr zäh
    Morde in Toledo

    Der Klappentext: Im spanischen Toledo versetzen drei Tote innerhalb von 72 Stunden die Einwohner in Angst und Schrecken. Was haben die Opfer, ein jüdischer Diplomat, ein katholischer Pater und ein Marokkaner, gemein? In dieser Stadt, die während des Mittelalters zu den Regionen zählte, in denen für Christen, Juden und Muslime ein gemeinsames Nebeneinander möglich war. Trotz vielen Verdächtigen, Verdächtigungen und Motiven bleibt die Faktenlage dürftig. Wird Inspektor Josè Martin trotzdem gemeinsam mit seiner deutschen Kollegin Franka Rothe vom BKA den Sumpf in der klerikalen Welt trockenlegen? Das liest sich spannend. Leider hat die Autorin sich in ihrer Geschichte total verlaufen. Es gibt mehrere historische Erzählstränge, die leider nicht für Spannung sorgen. Die Charaktere kommen mir sehr aggressiv vor um dann im nächsten Moment in falsche Freundlichkeit umzuschlagen. Schade, die Geschichte hätte durchaus Potenzial.

    Kommentare: 3
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    SaintGermains avatar
    SaintGermainvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Krimi ist in diesem Buch nur Nebenhandlung
    zuviel Drumherum

    Innerhalb von 3 Stunden werden in Toledo 3 Männer ermordet.

    Dieses Buch gehört zu den wenigen, die ich (nach 7 Kapiteln) abgebrochen habe. In diesen 7 Kapiteln (ca. 1/4 von 259 Seiten) geschehen 2 Morde, die max. 5 Seiten des Buches einnehmen. Der Rest ist vollgestopft mit geschichtlichen, architektonischen und anderen Details um Toledo und der Vergangenheit des Ermittlers.

    Da ich mir einen Krimi erwartete und mich diese Details um Toledo langweilten musste ich dieses Buch abbrechen.

    Das Cover des Buches ist passend zum vorliegendem Buch.

    Fazit: Der Krimi ist in diesem Buch nur Nebenhandlung. 0,5 Sterne

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    clary999s avatar
    clary999vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Rätselhaft, vielschichtig und hochinteressant!
    Es ist Gottes Wille ...

    „Ratlos machte ich mich auf den Weg. Ich fragte mich immer wieder: »Was ist hier los?... « Auch wenn ich mir meinen Kopf noch so zermarterte, ich fand keine Erklärung.

    Was war geschehen? Ich dachte an die Worte meiner Mutter. Wenn sie von Toledo sprach, dann erklärte sie mir: »Kriege verrohen die Menschen.« Und sie erzählte vom Bürgerkrieg: »Die Hölle brach los und die Menschen zeigten ihr wahres Gesicht. Junge Männer, verkleidet in Uniformen, bildeten eine schaurige Invasion, die ihre Grausamkeit nicht versteckte. Massenverhaftungen setzten ein, nur ein Wink war dafür nötig und der Bürger wurde abgeführt. Die Kerker füllten sich. Schüsse krachten und am Morgen lagen Leichen im Gras. Frauen wurden vergewaltigt und Kinder geraubt.« Und Mutter erklärte mir weiter: »Als alles vorbei war, schworen die Menschen, so etwas sollte nicht noch einmal geschehen!«

    »Und nun?«, fragte ich mich. »Was haben die Menschen gelernt? Nichts!«, stellte ich resigniert fest. Drei sinnlose Morde haben wir ...“

     Zitat aus dem Buch 

     Zum Inhalt: Toledo, Spanien. Innerhalb von drei Tagen kam es zu drei Morden in Toledo. Die Opfer sind ein jüdischer Diplomat, ein katholischer Pater und ein Marokkaner. Die Tatwaffe scheint bei ihnen identisch zu sein. Welche Gemeinsamkeiten gibt es noch? Inspektor Josè Martin leitet die Ermittlungen und wird von der deutschen Kollegin Franka Rothe vom BKA unterstützt. Andeutungen einer politischen-kirchlichen Intrige? Verdächtige gibt es durchaus, aber keine stichhaltigen Beweise….

    Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist fließend und sachlich gehalten. Die Geschichte wird größtenteils aus dem Blickwinkel von Inspektor Josè Martin erzählt, einzelne Vorkommnisse auch von anderen Personen. Durch die neutrale Erzählweise bestand für mich zunächst eine gewisse Distanz zur Hauptperson, das fand ich bei einem Kriminalroman ein bisschen schade.

    Es beginnt mit einem Prolog über Kindheitserinnerungen von Josè Martin. Seine Kindheit war beklemmend und traurig. Damals bestand noch die Diktatur von Franco. Diese Zeit hat auch heute, trotz Demokratie, Nachwirkungen. Seine Sicht als Kind und als Erwachsener zum Sinnbild der katholischen Kirche hat sich verändert.

    Danach der Wechsel zum fiktiven Kriminalfall im Jahr 2002. Die drei Toten unterschieden sich in ihrem Glauben an Gott. Allerdings muss es eine Verbindung zwischen ihnen geben! Warum sonst sollten sie auf die gleiche Weise ermordet worden sein? Josè hat ein ungutes Gefühl, aber das ganze Ausmaß begreift er erst viel später. Die Zusammenarbeit von Josè, ein Spanier, und Franka, eine Deutsche, gestaltet sich zunächst nicht so einfach. Gegenseitiges Misstrauen und Konflikte sind vorprogrammiert. Die anderen Personen sind ebenfalls authentisch gezeichnet.

    Der Handlungsverlauf ist rätselhaft und wird nach und nach deutlich spannender. Machtkämpfe, Erpressungen und Intrigen zwischen Kirchenmänner untereinander und Politikern! Wer sind die Hintermänner, wer ist nur Mitläufer? ... Aber liegt darin auch das Mordmotiv oder ist es doch persönlich? Immerhin scheint es noch mehr gefährliche Geheimnisse zu geben! …

    Toledo hat den Beinamen „Stadt der drei Religionen“. Zuerst kamen die Juden, danach die Christen und als Letzte die Muslime… Zwischendurch gibt Josè Franka (und somit auch dem Leser) einen wissenswerten detaillierten Einblick, der auf Tatsachen beruht, in die historische Geschichte von Toledo. Die Autorin hat sich intensiv damit beschäftigt. Etliche Fakten waren mir noch nicht bekannt! Außerdem geht sie ausführlich in psychologische Aspekte ein. Sehr anschaulich waren die Beschreibungen der Stadt Toledo.

    Kein typischer Krimi, sondern eher ein Roman mit einem verzwickten Kriminalfall, bei dem viele Themen miteinbezogen werden, wie beispielsweise die Macht der Kirche, Machtgier und der Einfluss historischer Fakten auf die Gegenwart.

    Rätselhaft, vielschichtig und hochinteressant!

    Leseempfehlung!

    4 Sterne

    Kommentare: 10
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    Yogines avatar
    Yoginevor einem Jahr
    Usbekas avatar
    Usbekavor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Usbekas avatar
    Hallo Allerseits,
    als Neuling lade  ich zu einer Leserunde meines 1. Kriminalromans ein.

    "Es ist Gottes Wille"
    Zur Leserunde

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