Ute Haese So ehrbar. So mächtig. So tot.

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Inhaltsangabe zu „So ehrbar. So mächtig. So tot.“ von Ute Haese

In Döhlin an der Diller ist der Teufel los: Zuerst wird der smarte Oberstaatsanwalt Moritz Wagner ermordet, dann erwischt es auch noch den Polizeipräsidenten. Das daraufhin zusammengestellte Team um die junge und ehrgeizige Kriminaloberkommissarin Victoria Boll sowie ihren erfahrenen Kollegen Robert Wiehmer soll deshalb besser gestern als heute herausfinden, wer zu dieser gnadenlosen Hatz auf Döhliner Größen bläst. Erste Spuren führen zu den örtlichen Freimaurern und in die lokale Neonazi-Szene. Der Druck von oben wächst, doch die Taskforce hat immer noch kein Motiv für die Taten ermittelt. Als der nächste prominente Tote gefunden wird, steht Victoria vor einem Scherbenhaufen, denn nichts scheint zueinanderzupassen …

Ganz nett

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    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    Bjjordison

    Bjjordison

    25. December 2015 um 11:17

    Gleich zu Beginn ist man voll im Geschehen, man findet sich auf der Beerdigung von Herrn Dr. Schickler wieder. Es wird aus der Sicht von Victoria Boll erzählt. Schickler wurde mit einer Waffe umgebracht, die kurz zuvor bei einem anderen Fall ebenfalls als Mordwerkzeug benutzt wurde. Deswegen setzt Bilbo, der Leiter der Polizei, eine Taskforce um Victoria Boll ein. Zusätzlich sind hier 4 Personen im Einsatz, die Victoria helfen sollen. Als erstes versucht die Taskforce Gemeinsamkeiten zu finden, leider passiert da gar nichts und es ergeben sich keine Gemeinsamkeiten. Dann werden die Freimaurer und  die Nazi untersucht. Schicklers Sohn Benno ist bei den Nazis tätig und Wagner ist Mitglied bei den Freimaurer. Die Taskforce fixiert sich auf diese Gruppen und suchen hier die Schuldigen, aber es ist zu früh und zu Ende ergibt sich was neues. Das Buch ist sehr nett geschrieben, der Schreibstil geht in Ordnung, ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen. Man hat die Personen sehr gut beschrieben, man versteht wieso sich Robert nicht einer Frau unterordnen will. Zu Beginn hat das Team einige Probleme zusammen zu kommen, aber gegen Ende funktioniert das ganz gut. Die Gegend (Döhlin) in der das Buch spielt, finde ich als sehr gut beschrieben.

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  • Der Tod der ehrbaren Männer

    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    Buchdaisy

    Buchdaisy

    08. July 2014 um 17:28

    In Döhlin an der Diller geht ein Serienmörder um, der es auf die Honoratioren der Stadt abgesehen zu haben scheint. Doch mehr Gemeinsamkeiten scheint es nicht zu geben. Die junge Leiterin der eilig eingesetzten Taskforce tritt auf der Stelle. Und genau dieses "Auf der Stelle treten" hat mich dazu veranlasst, erst einmal eine Lesepause zu machen, obwohl ich Krimis sonst regelrecht verschlinge. Aber im Mittelteil wird die Ermittlungsarbeit wirklich so zähflüssig wie im wahren Leben. Der Schreibstil ist eigentlich locker, die Charaktere sind gut beschrieben, nur eben manchmal auch zu langatmig. Nach dem vierten Mord kommt aber endlich Fahrt auf und das Ende ist dann wirklich spannend und überraschend. Deshalb habe ich meine ursprüngliche Einschätzung von 3 Sternen wieder auf 4 erhöht.

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  • Leserunde zu "So ehrbar. So mächtig. So tot." von Ute Haese

    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    bookshouse Verlag

    bookshouse Verlag

    Thrill & Crime gefällig? Dann STOPP !!! Anhalten, durchlesen, bewerben.... was sonst, ist doch klar! Denn wir sind gespannt auf Meinungen, Diskussionen und regen Austausch, deswegen laden wir wieder zur Leserunde ein. In Döhlin an der Diller ist der Teufel los: Zuerst wird der smarte Oberstaatsanwalt Moritz Wagner ermordet, dann erwischt es auch noch den Polizeipräsidenten. Das daraufhin zusammengestellte Team um die junge und ehrgeizige Kriminaloberkommissarin Victoria Boll sowie ihren erfahrenen Kollegen Robert Wiehmer soll deshalb besser gestern als heute herausfinden, wer zu dieser gnadenlosen Hatz auf Döhliner Größen bläst. Erste Spuren führen zu den örtlichen Freimaurern und in die lokale Neonazi-Szene. Der Druck von oben wächst, doch die Taskforce hat immer noch kein Motiv für die Taten ermittelt. Als der nächste prominente Tote gefunden wird, steht Victoria vor einem Scherbenhaufen, denn nichts scheint zueinanderzupassen … Leseprobe TXT Leseprobe Pdf Leseprobe SWF Zur Autorin Ute Haese, geboren 1958, promovierte Politologin und Historikerin, war zunächst als Wissenschaftlerin tätig. Neben Fachveröffentlichungen verfasste sie zahlreiche journalistische Kommentare zu politischen und sozialen Themen sowie – teilweise gemeinsam mit ihrem Ehemann Torsten Prawitt – mehrere Sachbücher. Seit 1998 arbeitet sie hauptberuflich als freie Autorin und widmet sich inzwischen ausschließlich der Belletristik im Krimi- und Satirebereich sowie inzwischen zusätzlich der Fotografie. Wie die Protagonistin ihrer ersten Krimi-Reihe um die Fast-schon-Privatdetektivin Hanna Hemlokk schreibt sie außerdem als „Tränenfee“ unter mehreren Pseudonymen sogenannte abgeschlossene Liebesromane für diverse Frauenzeitschriften. In einer zweiten Krimiserie, die im Herbst 2013 bei bookshouse starten wird, bekämpfen Kriminaloberkommissarin Victoria Boll und ihr Team im fiktiven Döhlin an der Diller das Verbrechen. Ute Haese ist Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“. Gerne könnt ihr auch auf der offiziellen Homepage von Ute Haese mal stöbern gehen. Wir möchten heute zur Leserunde einladen. habt ihr Lust auf gemeinsames Lesen und anschließendes rezensieren? Dann bewerbt euch schnell bis zum 4.10.2013 für eines von mindestens 5 E-Books im Wunschformat und 5 Printbüchern. Wir steuern bei jeder bookshouse-Leserunde 5 Leseexemplare (.pdf, .mobi oder .epub) bei. Ab 30 Interessenten wird ab weiteren 10 Teilnehmern ein weiteres Freiexemplar verlost. Also bei 40 Anfragen 6 E-Books, bei 50 Interessierten 7 E-Books … Die Autorin wird die Leserunde begleiten. Gern könnt ihr euch auch hier in unserer Gesamtübersicht umsehen. Oder besucht einfach unseren bookshouse-Blog. Auf Facebook findet ihr uns auch. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und sind gespannt auf die Leserunde. Eure Katja vom bookshouse - Team

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  • So ehrbar.so mächtig.so tot

    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    thenight

    thenight

    29. October 2013 um 12:48

    Inhalt: Ein Sierienmörder geht um, im beschaulichen Döhlin an der Diller und das Team um die Kriminaloberkommissarin Victoria Boll tappt im Dunkeln, denn es gibt keine Hinweise auf den Täter, kein erkennbares Motiv, keine offensichtliche Verbindung zwischen den Opfern. Meine Meinung: Ute Haese, hat einen Krimi geschaffen, indem nicht nur die Polizei, sondern auch der Leser bis zum Schluss keine Ahnung hat, wer der Täter ist. Die Suche im Umfeld der Opfer führt zu nichts, es scheint kein Motiv zu geben, das alle Opfer verbindet und so bleibt dem Leser nichts anderes übrig, als das Polizeiteam bei ihrer frustrierenden Arbeit zu begleiten um am Ende genauso erstaunt zu sein, wie sich alles auflöst. Leider hätte es sich beim Motiv am Ende auch um Eierdiebstahl handeln können, so spektakulär es auch war, mir fehlte der Bezug zum Rest des Buches. Der Autorin ist es allerdings gelungen ihre Protagonisten eine Entwicklung durch machen zu lassen, die absolut realistisch ist, das Team muss sich zusammenraufen, jeder muss lernen auf den anderen einzugehen, besonders die junge Chefin Viktoria, am Anfang nur auf ihre Karriere bedacht, lernt das nur Gemeinsam Erfolge möglich sind. Auch der Schreibstil ist sehr gut, angenehm und flüssig zu lesen

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  • Freimaurer und Neonazis in Döhlin an der Diller

    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    irismaria

    irismaria

    21. October 2013 um 10:47

    In „So ehrbar. So mächtig. So tot.“ von Ute Haese geht es um Morde an Honoratioren der Stadt Döhlin an der Diller. Oberstaatsanwalt Moritz Wagner und Polizeipräsident Hans-Werner Schickler werden erschossen aufgefunden, doch die Polizei findet keine verwertbaren Spuren und auch die Bezeihung zwischen den Opfern bleibt unklar. Leiterin der Ermittlungen ist die junge Kriminaloberkommissarin Victoria Boll, der es nicht leicht fällt, ihre Mitarbeiter zu einem guten Team zusammen zu schweißen. Der Ermittlungen konzentrieren sich auf die örtliche Freimaurerloge, der die Opfer angehörten und die Neonazis, denen Schicklers Sohn angehört. Aber auch die Partnerinnen der Opfer sind nicht unverdächtig… Ute Haese hat einen spannenden Krimi mit sperrigen Ermittlern geschrieben. Sehr gut haben mir die Einblicke in die Welt der Freimaurer und Neonazis gefallen. Nicht ganz überzeugen konnte mich das Ende.

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  • So ehrbar. So mächtig. So tot.

    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    Manu2106

    Manu2106

    20. October 2013 um 16:22

    Wir beginnen das Buch auf der Trauerfeier von dem Döhliner Polizeipräsidenten Dr. Hans-Werner Schickler, der, wie einen Monat zuvor, wie der Oberstaatsanwalt Moritz Wagner durch zwei Kugeln in den Hinterkopf hingerichtet wurde. Es wird zur schnelleren Aufklärung der Fälle eine Taskforce gebildet, ein ziemlich bunter Haufen, alles Unterschiedliche Charaktere. Stefanie , Georg, Serge und Robert werden von Victoria, die nun eine weitere  Chance aufzusteigen hat, angeführt. Zunächst werden Gemeinsamkeiten der Opfer gesucht, unter anderem wird bekannt, das Dr. Schicklers Sohn einen Hass auf seinen Vater hegt, diese Richtung der Ermittlungen gehen in die lokale Neonazi-Szene, bei Wagner laufen die Ermittlingen in die Richtung der örtlichen Freimaurern. Nichts will auch nur ansatzweise zusammenpassen, da passiert es wieder.... In die Geschichte selber kommt man gut rein, der Leser ist von beginn an eigentlich schon mittendrin im Geschehen. Die Beschreibungen der Charktere ist sehr schön, der Leser kann sich von jedem einzelnen Protagonisten ein Bild machen, auch auf die einzelnen Lebensumstände wird eingegangen. Es sind sympthische und weniger sympthsiche Charktere in dieser Geschichte enthalten. Vor allem Victoria entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter, sie wird zunehmend "menschlicher", am Anfang ist sie noch recht kühl ihren Kollegen gegenüber, schleichend merkt man wie sie sich ändert. Lesen tun wir aus verschiedenen Sichten, so begleiten wir die Taskforce bei deren Ermittlungen, auch den Täter schauen wir bei seiner "Arbeit" über die Schulter. Leider hat es die Geschichte nicht geschafft mich in ihren Bann ziehen. Was mir vor allem gefehlt hat in dieser Geschichte waren die falschen Fährten, so hatte ich leider keine Chance zu rätseln, wer der Täter ist, was sein Motiv sein könnte... Die Taskforce war so verbissen auf die lokale Neonazi-Szene und die örtlichen Freimaurern, das sie nichts anders in erwägung gezogen haben, das es mit teilweise doch sehr schwer fiel am Lesen zu bleiben, da kaum abwechslung in die Handlungen und Gespräche kam... bis dann endlich, durch ein Ermittlungs-Zufall der entscheidende Hinweis kam, da war mir der Täter inklusive Motiv dann auch bekannt. Beim Showdown kam dann auch Spannung auf, und es überschlug sich alles. Leider ist das Ende relativ offen gehalten in so manchen Dingen, aber es soll im nächsten Teil ja weitergehen.

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  • "...und sie haben es verdient. Einer wie der andere."

    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    Lulina

    Lulina

    19. October 2013 um 22:39

    In Döhlin an der Diller ist der Teufel los: Zuerst wird der smarte Oberstaatsanwalt Moritz Wagner ermordet, dann erwischt es auch noch den Polizeipräsidenten. Das daraufhin zusammengestellte Team um die junge und ehrgeizige Kriminaloberkommissarin Victoria Boll sowie ihren erfahrenen Kollegen Robert Wiehmer soll deshalb besser gestern als heute herausfinden, wer zu dieser gnadenlosen Hatz auf Döhliner Größen bläst. Erste Spuren führen zu den örtlichen Freimaurern und in die lokale Neonazi-Szene. Der Druck von oben wächst, doch die Taskforce hat immer noch kein Motiv für die Taten ermittelt. Als der nächste prominente Tote gefunden wird, steht Victoria vor einem Scherbenhaufen, denn nichts scheint zueinanderzupassen … Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, da man sich leicht in die Geschichte einfindet und der Schreibstil der Autorin flüssig, klar und sachlich ist. Der Handlungsaufbau ist gut gelungen, besonders schön fand ich die ausführliche Beschreibung der einzelnen Charaktere. Vor allem die Entwicklung zwischen den verschiedenen Personen in der Taskforce war deutlich zu erkennen: Am Anfang war Viktoria noch sehr streng und konnte nicht auf die einzelnen Mitglieder eingehen; im Laufe des Buches konnte sie damit viel besser Umgehen und hat auf die Leute und ihre Probleme geachtet. Zuerst tappen die Ermittler noch im Dunkeln. Sehr lange gibt es keinerlei Hinweise auf die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Morden. Eigentlich entstehen keine wirklich "heißen" Spuren bis kurz vor dem Ende. Es werden zwar immer wieder kleine Hinweise eingefügt; diese habe ich allerdings meistens erst nachdem ich das Buch gelesen hatte erkannt. Das finde ich ein bisschen schade, da man so immer auf Verdächtige wartet, aber dann leider fast keine auftreten. Ich wäre hier gerne noch mehr in die Irre geführt worden, denn ab einem bestimmten Zeitpunkt war klar, wer die Täterin ist. Auch der Schluss selber geht sehr offen aus. Man würde gerne noch mehr über die Reaktionen der einzelnen Personen erfahren.  Alles in allem ist dieses Buch aber wirklich zu empfehlen und mir hat es, wie gesagt, sehr gut gefallen. Den einen Stern ziehe ich wegen den wenigen Spuren und dem offenen Schluss ab.

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  • Victorias erster Auftrag

    So ehrbar. So mächtig. So tot.
    mabuerele

    mabuerele

    19. October 2013 um 17:20

    Das Buch beginnt mit der Trauerfeier für Dr. Hans-Werner Schickler. Er war Leiter der Polizei in Döhlin und wurde ermordet. Mit gleicher Waffe und auf gleiche Art war kurz vorher Oberstaatsanwalt Moritz Wagner erschossen worden. Der neue Leiter der Polizei Dr. Dr. Heinz Renneisen, von den Polizisten Bilbo genannt, setzt eine Taskforce ein. Zur Leiterin beruft er Victoria Boll. Der Gruppe gehören außerdem Robert, Georg, Serge und Stefanie an. Ihre erste Aufgabe ist es, Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Ermordeten herauszufinden. Doch nichts scheint zu passen. Während Schicklers Sohn Benno, der seinen Vater hasste, zu einer Gruppe gewaltbereiter Neonazis gehört, war Wagner seit kurzem Mitglied bei den Freimaurern. Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Mein Interesse wurde nicht nur durch die Krimihandlung geweckt, sondern auch durch die geschickt zusammengesetzte Taskforce. Ihre Mitglieder werden gut charakterisiert. Victoria ist die Tochter des ehemaligen Leiters des Kommissariats. Es ist ihr erster eigenständiger Ermittlungsauftrag. Sie ist ehrgeizig, doch im Inneren auch unsicher. Robert war einst die rechte Hand von Victorias Vater. Jetzt soll er sich der Tochter unterordnen. Georg steckt voller Vorurteile. Eine Frau als Leiterin kann er schlecht wegstecken. Serge ist zurückhaltend. Als Vater von Zwillingen fehlen ihm häufig einige Stunden Schlaf. Stefanie sitzt am liebsten am Computer. Dort ist sie Spezialistin. Sehr gut gefallen hat mir, wie die Autorin neben der Ermittlungsarbeit nach und nach die Entwicklung in der Taskforce aufgezeigt hat. Aus einer losen Gruppe, in der jeder erst einmal Eigeninteresse hat, wird ein schlagkräftiges Ermittlerteam. Nach und nach wächst Victoria in ihre Rolle. Sie lernt es, auf die Mitarbeiter zuzugehen, Rücksicht zu nehmen und sie zu motivieren. Dabei gewährt die Autorin nicht nur ihr, sondern auch mir als Leser Einblick in das Privatleben der Teammitglieder. Die anfangs negativ registrierten Eigenschaften der Protagonisten schleifen sich ab. Man steht füreinander ein. Die positiven Kerne kommen mehr und mehr zum Tragen. Leider hilft das im eigentlichen Fall nicht weiter. All die lockeren Fäden verlaufen im Nichts. Auch ich hatte beim Mitdenken und Miträtseln keine heiße Spur. Der Fall wurde immer undurchsichtiger und verworrener. Die Fakten passten einfach nicht zusammen. Für die Autorin war das allerdings eine gute Gelegenheit, mir zwischendurch einiges an Wissen zu vermitteln. Das betraf zum einen die Vielschichtigkeit der Neonaziszene, zum anderen die Regeln und Grundlagen der Freimaurer. Auch zur Funktion eines Trojaners hat die Autorin exakt recherchiert. Das Ende kommt überraschend. Nur eine kleine Unachtsamkeit eines der Toten deutet auf das Motiv und damit auf den Täter hin. Das Buch ließ sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Es hat mir sehr gut gefallen, weil nicht nur eine spannende und vielschichtige Handlung erzählt wurde, sondern ein Ermittlerteam kreiert, dessen Entwicklung ich miterleben durfte. Deutlich wurde auch, welchen Druck die Ermittler von seitens der Öffentlichkeit und der Politik ausgesetzt sind. Hier wurde nichts beschönigt. Ich freue mich auf weitere Geschichten mit Victoria Boll. Cover und Titel passen. Die rote Schrift auf grauem Grund wirkt auffällig. Der Titel gewinnt nach dem Lesen des Buches eine besondere Bedeutung.

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