Ute Küppers-Braun Macht in Frauenhand

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Inhaltsangabe zu „Macht in Frauenhand“ von Ute Küppers-Braun

Essens Geschichte beginnt nicht erst mit der Industrie, sondern wurde lange Zeit durch das freiweltliche Damenstift bestimmt. Dieses war in mancher Hinsicht eine Besonderheit: In einer patriarchalischen Umgebung regierten hier fast 1.000 Jahre lang Frauen des hohen Adels, die oft von weit her, sogar aus der Schweiz, aus Thüringen und Sachsen nach Essen kamen. Wie sie regierten, wie sie sich gegen die Begehrlichkeiten benachbarter Mächte zur Wehr setzten, wie sie Konflikte mit der Stadt Essen und innerhalb des Stiftes meisterten, wird ebenso dargestellt wie das Leben dieser Gräfinnen und Prinzessinnen. Die Erziehung im Stift, religiöse und weltliche Pflichten, Lebensstandard, Freizeit und Spiele, Festlichkeiten, Kleidung und Ernährung, der Umgang der als „Singles“ lebenden Frauen mit Männern, ihre Art des „Mobbing“ gegeneinander, auch Krankheit und Tod bilden einen wesentlichen Teil des Buches. Es wird gezeigt, dass diese Stiftsdamen nicht abgeschoben in einer klösterlichen Welt lebten, sondern im Netzwerk des katholischen Reichsadels eine wichtige Funktion erfüllten.

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  • Rezension zu "Macht in Frauenhand" von Ute Küppers-Braun

    Macht in Frauenhand

    Lupus

    06. October 2007 um 10:35

    Essen- klar gibbet davon auch ne Historie: Ruhrpott, Krupp, Dreckschleuder, Staublunge.... sons noch watt? Auch wenn sich uns Oppa nich mehr erinnert.... ...exitierten auf dem heutigen Gebiet der Stadt Essen zwei Vorgänger-Gebietskörperschaften: Die Abteien Essen (Damenstift) und Werden (Herrenstift), zwei reichsunmittelbare Territorie, die um 1803 ihre Selbständigkeit verloren. "Macht in Frauenhand" thematisiert das Damenstift Essen. Beschrieben weden Kultur, Alltagsleben, Politik, Wirtschaft und Institutionen des Staatswesens. An der Spitze des Landes Stand die Äbtissin. Sie wurde aus der Mitte der Stiftsdamen (die keine Nonnen waren) gewählt und bestimmte innenpolitisch mit den Ständen die Geschicke von Damengemeinschaft und Land. Als Reichsfürstin vertrat sie Essen auf den Reichstagen und beeinflusste die Reichspolitik. Daneben gab es den Landtag, die Landesregierung und ein landeseigenes Gerichtswesen. Da das Stift exemt war, gestaltete die Fürstäbtissin auch die kirchlichen Angelegenheiten ihres Landes, als Quasi-Bischöfin. Nur wenige Territorien des "alten Reiches" sahen für Frauen ähnlich machtvolle Positionen vor. Das Buch von Ute Küppers-Braun ist ein beeindruckendes Denkmal Essener Eigenstaatlichkeit. Es erinnert an die föderalen Traditionen Deutschlands und daran, dass lange vor den Kumpels die politischen Geschicke der Region von einer Damengemeinschaft bestimmt wurden, die letztendlich in Essen auch den Grundstein zur Montanindustrie legte.

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