Ute Karen Seggelke Drei Generationen

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Inhaltsangabe zu „Drei Generationen“ von Ute Karen Seggelke

Wo komme ich her, wie wurde ich zu der, die ich bin? Fragen wie diese bewegen Frauen immer wieder. Für ihr neues Buch hat Ute Karen Seggelke je drei Frauen einer Familie porträtiert: Großmutter, Mutter und Tochter. Zehn solcher »Trios« versammelt das Buch. Die Leserin erfährt aus dem Leben von Schauspielerinnen und Musikerinnen, Bäuerinnen und Handwerkerinnen. Man begegnet z.B. Charlotte Knobloch, bis 2010 Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, der weltberühmten Klarinettistin Sabine Meyer und der Berliner Theaterschauspielerin Inge Keller. Wenn die Frauen erzählen, scheinen spannende Muster in den Beziehungen zwischen den drei Generationen auf. Ob von tiefer Verbundenheit oder von Abgrenzung die Rede ist - eines empfinden alle Befragten: »Ich erkenne, hier sind meine Wurzeln.«

Drei Generationen und mindestens drei Meinungen - das Buch liess mich über meine eigene Rolle in der Generationenkette nachdenken.

— peedee

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  • Drei Generationen und mindestens drei Meinungen

    Drei Generationen

    peedee

    08. August 2015 um 21:28

    Die Autorin lässt in ihrem Buch zehn „Generationen-Trios“ (Grossmutter, Mutter, Tochter) zu Wort kommen. Darunter sind Schauspielerinnen (über drei Generationen), Musikerinnen, eine Bäuerin, eine Stickerin, eine Hotelière, eine Postbeamtin und viele mehr. Erster Eindruck: Schöner Bildband, viele Fotos. Es ist spannend, die zum Teil sehr unterschiedlichen Ansichten über Berufswahl, die Rolle der Frau oder auch Kindererziehung zu lesen. Sicherlich auch eine besondere Situation für diese Frauen, sich einmal ganz gezielt mit der Vergangenheit bzw. ihrer jeweiligen Rolle in der Generationenkette zu befassen. Disziplin ist eines der grossen Stichworte bei den hier porträtierten Grossmüttern, die alle in den 20er und 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts geboren sind. „Man muss nicht denken, wenn man fällt, es ist alles vorbei. Man muss die Kraft haben, wieder aufzustehen, weiterzugehen“ (Lina Bischofberger, geb. 1924). Mir hat gefallen, dass sich etliche Frauen über Generationen sehr nah sind, auch wenn sie örtlich zum Teil sehr weit auseinander wohnen. Dank den heutigen Kommunikationsmöglichkeiten sind diese Distanzen natürlich auch einfacher zu überwinden, als früher. Doch es werden nicht nur die Sonnenseiten erzählt, sondern auch die Schattenseiten: In einigen Familien gab es sehr schwierige Phasen, wo sich z.B. zwischen Grossmutter und Mutter wahre Krater auftaten. Aber diese Täler konnten sie überwinden – durch das eigene Älterwerden oder auch durch das Akzeptieren der jeweils anderen Meinung. Im Anhang hat es von den meisten Frauen einen kurzen Lebenslauf. Ich hätte es schön gefunden, wenn die Viten der Frauen im Kapitel der jeweiligen Familie eingebaut worden wäre. So wäre das viele Vor-und-zurück-Blättern entfallen. Insgesamt ein schönes Buch, das mich auch zum Nachdenken über meine eigene Rolle in der Generationenkette gebracht hat.

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  • Rezension zu "Drei Generationen" von Ute Karen Seggelke

    Drei Generationen

    WinfriedStanzick

    16. November 2011 um 10:44

    Die Fotografin Ute Karen Seggelke hat in den vergangenen Jahren mit ihren beiden Bänden „Schwestern, Freundinnen“ und „60 Jahre und ein bisschen weiser“ ein wichtiges Stück Frauengeschichte geschrieben. Wie sie Frauen eingeladen hat, über ihr Leben und ihre Beziehungen zu anderen verwandten Frauen zu sprechen und dies mit eindrucksvollen Fotografien unterstützt hat, war sehr ansprechend und in jeder Hinsicht lehrreich. Auch in ihrem neuen Buch geht sie diesen Weg. In „Drei Generationen“ lässt sie Großmütter, Mütter und Töchter aus ihrem Leben erzählen, was sie verbindet und unterscheidet, was sie voneinander lernen und wie der Frauenkontakt über die Generationen ihr eigenes Leben jeweils ungemein bereichert. Im Vorwort erzählt die Autorin, wie es auch bei diesem Buch wieder die eigene Geschichte war, die ihr zum Thema ihres neuen Buches verholfen hat. Ein Bild, das ihr Schwiegersohn von ihr, ihrer Tochter und ihrer Enkelin machte, brachte sie auf die Idee, erneut auf Reisen zu gehen. Wie immer hat sie die Frauen getrennt interviewt du dann gemeinsam fotografiert. Das Buch ist ein schönes Geschenk für Großmütter, Mütter und Töchter, das sie anregen kann, über ihre eigene Familie und die Beziehungen untereinander nachzudenken.

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