Es ist bereits der 5. Fall von Kommissar Steffen. Die ersten vier Bücher kannte ich nicht, aber das machte nichts. Es handelt sich um eine abgeschlossene Geschichte.
Der Krimi spielt in der Städteregion Aachen. Dort befindet sich der Steling. Die höchsten Erhebung in dieser Region. Dort verläuft die deutsch-belgische Grenze. Im Glockenturm des sogenannten Eifeldoms in Kalterherberg wird der Küster, Heinrich Ohnesorg, erhangen aufgefunden.
Im Prolog erfährt man, dass Ohnesorg eine wenige Tage vorher eine Entdeckung gemacht hat, die ihn dazu veranlasst hat, beim LKA in Köln vorstellig zu werden. Das ist die ehemalige Dienststelle von Kommissar Steffen. Man fragt sich gleich, was der Küster wohl entdeckt hat.
Und genauso stellte sich mir die Frage, warum sich bei einem vermeintlichen Suizid das LKA einschaltet.
Bei den Untersuchungen des Falls kommen immer mehr brisante Informationen zum Vorschein und die Ermittlungen führen schließlich zu einem alten Brauch und einem Ritual, das in der Johannisnacht seinen Höhepunkt findet. Es sind nur noch wenige Tage bis dahin. Trotz der gebotenen Eile geht irgendwie alles mit der Eifeler Ruhe voran. Der Spannungsbogen entwickelt sich gemächlich.
Aber dann verschwindet Steffens Tochter Laura, die in Köln lebt, spurlos. Und es wird richtig spannend. Als Steffen seine alten Kollegen aus Köln um Hilfe bittet, wird er einfach abgewiesen. Doch alles deutet darauf hin, dass ihr Verschwinden mit den Geschehnissen in Kalterherberg zusammenhängt. Jetzt bittet Steffen sogar die belgischen Kollegen um Amtshilfe.
Nach und nach verbinden sich alle Hinweise und mit einer krassen Wendung klärt sich in einem spannenden Final alles auf.
Das Ermittlerteam, Kommissar Steffen und sein Assistent Kirschfink, haben mir gut gefallen. Sie ergänzen sich und sind ein eingespieltes Team.
Dann ist da noch Huberta, sie ist die Besitzerin eines kleinen Konsums, einem kleinen Laden, wo man alles für den täglichen Gebrauch findet. Und nicht zuletzt erfährt man dort auch alles, was man wissen möchte, oder auch nicht. Bei ihr erhalten die beiden Ermittler so manchen guten Tipp.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und gut zu lesen. Sie versteht es, die Stimmung einzufangen und auch immer wieder mit verstecktem Humor aufzulockern.
Ich habe einen tollen Krimi gelesen, in den man immer mehr eintaucht.
Gerne gebe ich hier meine Leseempfehlung











