Es geht in dem Buch über die unterschiedlichen Lebensauffassungen von drei Generationen auf einem hessischen Bauernhof. Der Hof wurde immer der nachfolgenden Generation vererbt. Aber die Zeiten ändern sich und die Schwiegertochter hat andere Vorstellungen von einem erfüllten Leben.
Ich finde, dass die Charakteren der Frauen sehr gut dargestellt wurden. Wenn die Vergangenheit der Bäuerin Liesbeth beleuchtet wurde, konnte man ihre Einstellung zum Leben auf dem Hof verstehen. Marlies war nie richtig glücklich auf dem Hof und erst ihre erwachsene Tochter gibt ihr den entscheidenden Hinweis.
Der Titel und das Buchcover sind auch treffend ausgewählt und der Schreibstil hat mir gefallen, Es war mir eine Freude, das Buch zu lesen.
Das Buch regt zum Nachdenken über den eigentlichen Sinn des Lebens an. Es ist in erster Linie ein Roman für Frauen.
Ute Mank
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Eine beinahe schmerzhafte Sehnsucht nach der dämmrigen Küche mit dem Birnbaum vor dem Fenster
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Neue Rezensionen zu Ute Mank
Früher oder später wird man sich vielleicht diese Frage stellen. Spätestens, wenn die eigenen Eltern alt sind und das Haus ihnen über den Kopf wächst oder wenn, die Eltern versterben. Was macht man mit dem Elternhaus? Ist es wirklich das Elternhaus, das einem das Gefühl von Heimat gibt? Sind Mauern, Fenster und Türen wirklich so wichtig? Hält man daran fest oder lässt es los? All diese Fragen aber auch die Frage zu Geschwisterbeziehungen stellt Ute Mank in ihrem Roman „Elternhaus.
Im Mittelpunkt des Buches stehen die drei Schwestern Sanne, Petra und Gitti. Sanne, die Ältere, lebt nur ein paar Straßen von den Eltern entfernt und bekommt folglich deren Alltag hautnah mit, kümmert sich hauptsächlich um die Eltern. Irgendwann beschließt Sanne, dass die Eltern umziehen müssen. Diese wichtige Entscheidung fällt sie allein, immerhin ist sie die Älteste und die Einzige, die sich um die Eltern kümmert. Petra ist relativ früh und sehr weit weggezogen. Die jüngste Schwester, Gitti, ist mit sich selbst beschäftigt und wird lediglich zur Mitarbeit herangezogen.
Die Eltern nehmen ihre Situation hin und machen, was die große Tochter sagt. Sie sind leider nur Randfiguren. Gerne hätte ich mehr über ihre Gedanken erfahren. Man ahnt, dass sie der Auszug schmerzt, aber sie schweigen bzw. nehmen ihr Schicksal hin. Die Schwestern wiederum haben bezüglich des Elternhauses bzw. Auszugs der Eltern jeweils eine andere Sichtweise. Alle Gedankengänge sind nachvollziehbar und man realisiert als Leser, dass es bei diesem sehr schwierigen Thema keine Patentantwort gibt. Wie die Schwestern auch, fragt man sich als Leser, wie sich diese Geschwister im Laufe der Zeit auch so fremd werden konnten? Das verbindende Glied – das Elternhaus – ist nun weg. Wie findet man da wieder zueinander?
Ute Mank beobachtet die gesamte Familie sehr genau und charakterisiert die Personen, ohne sie zu beurteilen. Dabei schreibt sie ruhig und leicht distanziert. Die Autorin beschreibt eindrücklich die nostalgischen Gefühle der Protagonistinnen bezüglich ihrer Kindheit im Elternhaus. Sowohl Sanne als auch Petra werden sehr selbst reflektierend dargestellt. Als Leser bekommt man so einen objektiven und auch nüchternen Gesamteindruck. Kennt alle Ansichten und kann dieses emotionale Thema differenziert betrachten. Man erkennt alte Spannungen und die geschwisterliche Verbindung. Dabei stellt man fest, dass sie sich eigentlich gedanklich gar nicht so sehr voneinander entfernt haben. Ein Gespräch zwischen den Schwestern wäre so hilfreich und lies mich als Leserin bis zum Schluss hoffen, dass es zu einer Aussprache kommt. Aber das Ende ist offen und man muss sich als Leser aus all diesen Gedanken, seine eigene Antwort herleiten. Dies finde ich durchaus gut, denn bei diesem höchstpersönlichen Thema gibt es keine Patentantwort. Dies muss jede Familie für sich entscheiden.
Fazit:
„Elternhaus“ ist ein Roman, das sehr viele Fragen im Zusammenhang mit dem Elternhaus und Geschwister- bzw. Eltern-Kind-Beziehungen stellt. Es liefert keine Antworten, aber sehr viele und sehr gute Gedankengänge, die zum Reflektieren anregen. Die Antworten hierzu muss jeder für sich selbst finden. Wer ruhige, nachdenkliche Bücher mag, welche sich mit familiären Konstellationen beschäftigen, dem könnte „Elternhaus“ gefallen.
Meine Meinung
Ich habe in letzter Zeit Elternhaus von Ute Mank gelesen, hatte aber ehrlich gesagt ziemlich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Schon der Einstieg war für mich recht langsam, und leider hat sich das auch im weiteren Verlauf nicht wirklich verändert. Die Handlung plätschert eher ruhig dahin, was an sich ja kein Problem sein muss , aber mir persönlich hat da einfach der Sog gefehlt, der mich richtig mitnimmt.
Was mir besonders gefehlt hat, war eine emotionale Verbindung zu den Figuren. Obwohl es um ein Thema geht, das viele nachvollziehen können , Familie, Herkunft, Vergangenheit , blieben mir die Charaktere zu blass. Ich konnte keine Nähe zu ihnen aufbauen, keine Figur hat mich wirklich berührt oder neugierig gemacht. Es fühlte sich oft so an, als würde ich das ganze mit etwas Abstand beobachten, anstatt wirklich Teil der Geschichte zu sein. Die Figuren wirkten auf mich eher wie Typen als echte Menschen mit Ecken und Kanten.
Das Buch hat durchaus seine Stärken ,sprachlich ist es gut gemacht, eher ruhig und reflektierend, was ja auch einen gewissen Reiz haben kann. Ich glaube, wenn man sich sehr für das Thema familiäre Herkunft, Generationenbeziehungen oder das Aufwachsen in ländlichen Strukturen interessiert, könnte man hier mehr finden als ich es getan habe. Vielleicht war es für mich einfach nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit.
Alles in allem bleibt bei mir ein eher neutrales Gefühl zurück. Es war nicht schlecht, aber auch nicht wirklich fesselnd. Ich hätte mir mehr Tiefe, mehr Nähe zu den Figuren und einfach etwas mehr Lebendigkeit gewünscht. Für Leserinnen und Leser, die eher zurückhaltend erzählte, nachdenkliche Bücher mögen und sich für familiäre Konstellationen interessieren, könnte Elternhaus aber trotzdem einen Blick wert sein.
Gespräche aus der Community
Als Marlies in den Bethches-Hof einheiratet, kommt es zu Konflikten mit ihrer Schwiegermutter Lisbeth, die genaue Vorstellungen davon hat, wie das Leben auf dem Hof auszusehen hat. Doch Marlies ist nicht bereit, ihre eigenen Träume und Vorstellungen unterzuordnen.
Gemeinsam mit dtv verlosen wir den atmosphärischen Debütroman von Ute
Mank über das Zusammentreffen von drei Generationen und ihren ganz
eigenen Lebensmodellen.
Sorry ich habs verbummelt. Hier nun auch meine Rezi zum Buch https://www.lovelybooks.de/autor/Ute-Mank/Wildtriebe-2927097378-w/rezension/3495973362/
Zusätzliche Informationen
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