Ute Schneider

 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen

Alle Bücher von Ute Schneider

Die Macht der Karten

Die Macht der Karten

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Erschienen am 01.01.2018
Der unsichtbare Zweite

Der unsichtbare Zweite

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Erschienen am 17.01.2005
Urbanität

Urbanität

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Erschienen am 01.05.2014
Gerhard Mercator

Gerhard Mercator

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Erschienen am 15.03.2015

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Rezension zu "Die Macht der Karten" von Ute Schneider

Wer die aktuellste Karte besitzt, besitzt die Macht
Bellis-Perennisvor 18 Tagen

Dieses Buch hat mich ein wenig zwiespältig und enttäuscht zurückgelassen. Einerseits versucht die Autorin die Entstehung und die Bedeutung von Landkarten in den historischen und machtpolitischen Kontext der damaligen Herrscher zu setzen und andererseits, springt sie zwischen Zeit und Raum.

Einige Themen erscheinen zusammenhanglos aneinandergereiht. Im Kapitel „Atlanten: Die ganze Welt und ihre Ausschnitte“
Stehen die Atlanten im Mittelpunkt und zwischendurch gibt es Einschübe wie „Die Attraktivität“ (s. 52) oder „Die Erde als Globus“ (S. 60). Diese Einschübe sind auch grafisch irgendwie unpassend dargestellt. Als Leserin, die beruflich mit Karten zu tun hat, ist es für mich nicht allzu schwierig dieser Unordnung zu folgen, doch für jemanden, der hier nicht so firm ist, kann dieses Durcheinander ein Grund sein, das Buch enttäuscht zur Seite zu legen. Hier habe ich mir sehr gewundert, dass der Verlag nicht korrigierend oder zumindest beratend zur Seite gestanden ist. Da helfen die oft doppelseitigen schönen Abbildungen von Karten nicht hinweg.

Für kartografische Laien ist das Kapitel „Innovation für die Kartografie“, in dem die Historikerin auf die verschiedenen Messtechniken, Kartenprojektionen und spätere Standardisierungen eingeht, recht informativ.

Ein großes Kapitel widmet sich auch dem Thema „Was Kartografen nicht wissen bzw. verschweigen“. Hier ist von „innerer“ und „äußerer Zensur“ die Rede. Man zeigt (als staatlicher Landkartenerzeuger) nur das her, was man herzeigen will. Manches wird durch Farben verfälscht – siehe S. 119: eine verfälsche Weltkarte aus den Jahre 1919-29, die die UdSSR durch Farbe (rot) und Verzerrung größer erscheinen lässt. Solche und ähnliche Karten wurden in den Zeiten des Kalten Krieges sowohl von den Sowjets (als Darstellung ihre Größe) und von den Amerikanern (als Darstellung der Bedrohung) verwendet.

Fazit:

Ich kenne viele Bücher über die Geschichte der Kartografie von ihren Anfängen bis hin zur Satellitenkarte. Dieses hier ist stellenweise enttäuschend, daher reicht es nur für 3 Sterne.

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Rezension zu "Die Macht der Karten" von Ute Schneider

Rezension zu "Die Macht der Karten" von Ute Schneider
Liisavor 12 Jahren

Wer sich für Weltkarten und die Kartographie interessiert, für den dürfte dieses Sachbuch mindestens einen Blick wert sein. Allerdings ist es wohl eher für Einsteiger in dieses Thema geeignet, echte Fachleute dürften nicht viel Neues darin finden. Wer sich aber erstmalig in diese Materie hineinfinden und etwas über die Geschichte der Kartographie erfahren möchte, der bekommt damit ein feines Buch in die Hand.

Auf knapp 150 Seiten führt sie die Leser von den Anfängen der Kartographie bis in die Neuzeit, stellt die wichtigsten und/oder berühmtesten Kartographen vor, erzählt über den Wandel der Darstellung auf Karten, über Geschichtsverfälschung mit Hilfe von Karten, über das Verschweigen auf Karten, das teilweise ebenso bedeutsam war, wie das "Enthüllen" ferner Welten.

Der Leser erfährt etwas über verschiedene thematische Kartendarstellungen, über die Produktion von Karten und auch den oft reich illustrierten "Rahmen" der alten Karten wendet sich Ute Schneider zu und erzählt darüber, welchem Zweck sie dienten.

Das Buch ist reichlich illustriert und zeigt herausragende und weltberühmte Karten. Etliche Anmerkungen ergänzen am Ende des Buches noch die Informationen und eine Bibliographie bietet reichlich Material zur Vertiefung des Themas.

Die Texte sind in überschaubaren Textblöcken präsentiert, so dass das Buch problemlos auch in kleinen Portionen studiert werden kann. Vermutlich ist das eh das Sinnvollste, mit der Fülle von Informationen, die sich darin finden.
Bei entsprechendem Interesse, bietet sich dieses Buch durchaus auch als Geschenk für Teenager bzw. Jugendliche an.

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