Ute Wegmann , Birgit Schössow Dunkelgrün wie das Meer

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Inhaltsangabe zu „Dunkelgrün wie das Meer“ von Ute Wegmann

Zum Vor- und Selberlesen Endlich Ferien mit den Eltern im Schiffhaus am Meer. Aber irgendwie ist diesmal von Anfang an der Wurm drin. Linns Mama und Papa haben Knatsch, weil Papa noch mal zurück in die Stadt muss, und deshalb ist Mama total sauer. Das reicht ja schon, um einem die Urlaubslaune zu verderben. Aber weil das wohl immer noch nicht genug Mist ist, selbst wenn man erst neun Jahre alt ist, hat auch noch Linns Lieblingsurlaubsfreundin Smilla ein fremdes Mädchen mit ans Meer genommen. Was ist los? Wieso merkt denn niemand, wie allein Linn sich fühlt? Wieso will keiner wissen, wie es ihr geht? Vielleicht braucht es manchmal Blitz, Donner und Hagelschlag, damit die Luft wieder klar wird und man sich besser erkennen kann.

Sehr hochwertiges Kinderbuch, auch inhaltlich.

— kvel
kvel

Eine leise, poetische Geschichte über die Themen Freundschaft und Familie mit wunderbaren Bildern.

— BookHook
BookHook

Ein leises, eindrucksvolles Kinderbuch für Mädchen ab 8 mit einer perfekten Symbiose zwischen dem Text und den Bildern.

— Barbara62
Barbara62

Sehr ernste, schön illustrierte Geschichte über das Gefühl allein zu sein, die Familie und Freunde zu verlieren.

— black_horse
black_horse

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  • Sehr hochwertiges Kinderbuch, auch inhaltlich.

    Dunkelgrün wie das Meer
    kvel

    kvel

    21. July 2016 um 00:27

    Inhalt:Die neunjährige Linn fährt mit ihren Eltern wie jedes Jahr in den Ferien ans Meer nach Holland. Sie freut sich sehr darauf, auch weil sie dort ihre „alte“ Urlaubsfreundin treffen wird. Allerdings verläuft nichts so einfach, wie gewünscht. Bereits vor der Fahrt streiten ihre Eltern, weil ihr Vater den Urlaub unterbrechen und noch einige Tage zur Arbeit muss. Und auch die erhoffte Wiedersehensfreude mit ihrer Urlaubsfreundin bleibt aus, weil diese bereits ein anderes Mädchen bei sich hat. In Linn regen sie ganz schrecklich-gemeine Gefühle wie Angst, Neid, Einsamkeit und legen sich ganz schwermütig auf ihr Gefühlsleben. Meine Meinung: Die sehr präzisen Beschreibungen der Szenen schaffen eine sehr dichte Atmosphäre und haben mich absolut überzeugt! Beispiel - Streit der Eltern auf der Fahrt im Auto (S. 9 – 14): „Fahr bitte nicht so schnell! Diesen Satz sagte Mama leiser, aber … Schärfe von einem sehr guten Brotmesser. In ihrer Stimme lag wenig Geduld und keine Liebe.“ „Zuerst schrie sie, dann alle beide. Wieder Pause. Komische Stille. … Atmen, dachte ich … diese Wörter schlugen mit einer Lautstärke auf mich ein und rissen mein Herz entzwei.“ „... ich die Wagen auf der rechten Spur beobachten … Da saßen Kinder, die spielten Spiele und lachten … Väter tranken Cola. Die Wagen waren prallvoll mit guter Laune.In unserem Auto hatte sich eine dichte Nebelwand zwischen die Vordersitze geschoben. Meine Eltern saßen in ihren Zornkabinen, mit langen Gesichtern und einem Schweigen von der Größe eines Containerschiffes.“ Die Zeichnungen zum Text finde ich sehr stimmig und vermitteln auch die richtige Stimmung.Vom Stil her würde ich die Illustrationen als „retro“ oder „altmodisch“ einstufen, was aber diesen Buch keinen Abbruch tut.Ganz im Gegenteil, würde ich sie sogar als absolut positiv bewerten. Diese Ich-Erzählung zieht mit Sicherheit gleichaltrige Mädchen in den Bann;wobei mit Sicherheit auch Jungen das Gefühl kennen, überflüssig zu sein.So dass sich Jungs und Mädchen mit der Protagonistin identifizieren und Empathie entgegenbringen können. Fazit: Dies ist hochwertige Literatur für Kinder – ein echter Geheimtipp!

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  • Buchverlosung zu "Dunkelgrün wie das Meer " von Ute Wegmann

    Dunkelgrün wie das Meer
    birgitschoessow

    birgitschoessow

    Endlich Ferien mit den Eltern im Schiffhaus am Meer Aber irgendwie ist diesmal von Anfang an der Wurm drin. Linns Mama und Papa haben Knatsch, weil Papa noch mal zurück in die Stadt muss, und deshalb ist Mama total sauer. Das reicht ja schon, um einem die Urlaubslaune zu verderben. Aber weil das wohl immer noch nicht genug Mist ist, selbst wenn man erst neun Jahre alt ist, hat auch noch Linns Lieblingsurlaubsfreundin Smilla ein fremdes Mädchen mit ans Meer genommen. Was ist los? Wieso merkt denn niemand, wie allein Linn sich fühlt? Wieso will keiner wissen, wie es ihr geht? Vielleicht braucht es manchmal Blitz, Donner und Hagelschlag, damit die Luft wieder klar wird und man sich besser erkennen kann. Das neue Kinderbuch von Ute Wegmann für 7-11 Jährige mit zahlreichen Illustrationen. Verlost werden 10 Bücher unter allen, die Spaß an dieser Sommergeschichte haben - und vielleicht selber etwas von Ihren Ferien am Strand erzählen mögen – aber da es ja um Ferien geht, muss keiner etwas schreiben. Viel Glück! ... und auch ein weiteres Buch wird verlost: Schaut einfach einmal nach beim "Schischyphusch"

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  • Eine kleine, aber feine Urlaubsgeschichte mit viel Tiefgang und wunderbaren Bildern

    Dunkelgrün wie das Meer
    BookHook

    BookHook

    27. May 2016 um 08:55

    Zum Inhalt:Die neunjährige Linn fährt mit ihren Eltern in den langersehnten Sommerurlaub an die holländische Nordseeküste. Doch statt Vorfreude und Harmonie herrscht schon auf der Fahrt Streit und eisige Stimmung zwischen ihren Eltern. Noch dazu scheint Linns langjährige Urlaubsfreundin Smilla auf einmal eine neue beste Freundin zu haben. Dunkle Wolken ziehen über Linns Stimmung, doch dunkle Wolken können ihr vielleicht auch helfen…Meine Meinung:Wie schon fast überall heißt es heutzutage auch bei Kinder- und Jugendbüchern häufig: immer spannender, immer mehr Action, immer mehr Aufregung. Zwar gefallen mir viele dieser Bücher durchaus sehr gut, aber es ist auch wirklich schön, zwischendurch mal wieder ein gutes Kinderbuch zu lesen, dass ohne viel Action und „TamTam“ auskommt. Genau so ein Buch ist „Dunkelgrün wie das Meer“ von Autorin Ute Wegmann (u.a. „Sandalenwetter“, „Hoover“, „Die besten Freunde der Welt: Fritz und Ben“). Es ist eine eher stille Geschichte, die Ute Wegmann auf 76 Seiten (aufgeteilt in14 Kapiteln) erzählt. Die neunjährige Linn ist ein ruhiges Mädchen, das in ihrer passend kindlichen Art mit vielen Themen der Erwachsenenwelt und auch der Jugendlichen (zum Glück) noch nicht viel anfangen kann. So wird der so sehr herbeigesehnte Sommerurlaub an der Nordsee von ihren Sorgen um den Streit zwischen ihren Eltern überschattet und Linn wünscht sich nichts sehnlicher, als dass sich ihre Eltern endlich wieder lieb haben. Doch auch zu ihrer besten Urlaubsfreundin, der älteren Smilla, kann Linn nicht gehen, da Smilla eine neue Freundin dabei hat und Linn am Strand links liegen lässt. So bleibt die ruhige Linn mit ihren Sorgen und Ängsten allein. Diese Stimmung hat Ure Wegmann wunderbar eingefangen und in – teils sehr poetische – Worte gefasst (S. 62: „Leere in meinem Herzen. Leere in meinem Bauch. Leere in meinen Beinen. Leere in meinem Kopf. Keine Gedanken.“). Hierdurch leidet man beim Lesen durchaus schon ein Bisschen mit Linn mit und möchte ihr gerne Trost spenden und Mut zusprechen. Doch durch die träumerische Art von Linn und schließlich auch die ungezügelten Gewalten der Natur klärt sich die Situation letztendlich wieder zum Guten, so viel sei an dieser Stelle schon verraten. Der Verlauf dieser Geschichte zeigt den jüngeren Lesern auf, dass auch Erwachsene ihre ganz eigenen, ernsthaften Sorgen haben und dass trotzdem nicht alle Situationen immer so schlimm und ausweglos sind, wie sie zunächst erscheinen mögen. Denn in keiner Familie herrscht immer nur eitel Sonnenschein. Ein reinigendes Gewitter ist manchmal dringend notwendig, auch – oder vielleicht gerade – für die Erwachsenen, um die Sicht auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu gerade zu rücken.Last but not least möchte ich gerne noch die wirklich wunderbaren und zahlreichen Illustrationen von Birgit Schössow (u.a.: „Freche Mädchen“-Reihe, „Schischyphusch: oder Der Kellner meines Onkels“) erwähnen. Es ist ihr ganz wunderbar gelungen, die Stimmung der Geschichte in ihren Bildern einzufangen. Sie werden dominiert von zumeist warmen, hellen und freundlichen Farben (Orange-Grün-Töne) und vermitteln doch teils die streckenweise melancholische Grundstimmung der Geschichte. Ein kleines Bisschen erinnern mich manche der Bilder an die großartigen Werke von Loustal oder Loisel. Eine wirklich sehr gelungene Symbiose aus Geschichte und Bildern! FAZIT:Eine leise, poetische Geschichte über die Themen Freundschaft und Familie mit wunderbaren Bildern.

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  • Dunkelgrün wie das Meer

    Dunkelgrün wie das Meer
    MarTina3

    MarTina3

    18. May 2016 um 21:23

    Linn freut sich schon auf den Urlaub mit ihren Eltern am Meer. Doch dann herrscht zwischen den Eltern nur noch kaltes Schweigen, weil der Vater aus beruflichen Gründen den Urlaub unterbrechen muss. Und auch ihre Urlaubsfreundin Smilla hat dieses Jahr keine Zeit mehr für Linn. Linn fühlt sich sehr einsam und traurig. Ob alles sich wieder zum Guten wenden wird?Meine Meinung:Diese Geschichte wird aus der Sicht von Linn erzählt. Dadurch bekommt man Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Linn hat Angst, dass sich ihre Eltern trennen. Außerdem ist sie sich sicher, dass sie Smilla als Freundin verloren hat.Diese Ängste werden spürbar und eindrücklich beschrieben. Man merkt, welche Auswirkungen der Streit der Eltern auf Linn hat.  Sie versuchen, den Streit vor Linn geheimzuhalten, was ihnen natürlich nicht gelingt. Die Eltern sind sehr abweisend zu ihr, ohne es zu wollen. Sie sind selbst mit ihren Gefühlen beschäftigt. Dadurch merken sie nicht, wie es Linn geht.Auch der "Verrat" von Smilla tut Linn sehr weh. Doch auch dies bemerken die Eltern nicht. Linn tat mir so schrecklich leid.Doch am Ende finden die Eltern wieder zusammen und können Linn auch wieder zeigen, dass sie sie lieb haben. Dadurch wird die Welt für Linn auch wieder schön. Der Schreibstil ist flüssig und sehr eindrücklich. Man spürt Linns Gefühle und ihre große Traurigkeit. Und auch die Wendung zum Guten am Ende des Buches gelingt.Der Geschichte wird durch ruhige Bilder begleitet, die die Stimmung des Textes auch wiedergeben.Fazit:Eine eindrückliche Geschichte über die Angst vor dem Alleinsein bzw. vor Trennung und Verlust. Vielleicht ist es am besten, sie zusammen mit dem Kind zu lesen, so dass man auch gleich darüber sprechen kann.

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  • Über das Glück, sich zu vertragen

    Dunkelgrün wie das Meer
    esposa1969

    esposa1969

    18. May 2016 um 11:14

    Klappentext:Endlich Ferien mit den Eltern im Schiffhaus am Meer. Aber irgendwie ist diesmal von Anfang an der Wurm drin. Linns Mama und Papa haben Knatsch, weil Papa noch mal zurück in die Stadt muss, und deshalb ist Mama total sauer. Das reicht ja schon, um einem die Urlaubslaune zu verderben. Aber weil das wohl immer noch nicht genug Mist ist, selbst wenn man erst neun Jahre alt ist, hat auch noch Linns Lieblingsurlaubsfreundin Smilla ein fremdes Mädchen mit ans Meer genommen. Was ist los? Wieso merkt denn niemand, wie allein Linn sich fühlt? Wieso will keiner wissen, wie es ihr geht? Vielleicht braucht es manchmal Blitz, Donner und Hagelschlag, damit die Luft wieder klar wird und man sich besser erkennen kann.Leseeindruck:Dass dieses Kinder- und Erwachsenenbuch "Dunkelgrün wie das Meer" von Autorin Ute Wegmann ein trauriges werden würde, das war mit schon nach Lesen des Klappentextes klar. Dass dieses Buch so traurig werden würden, ahnte ich nicht und habe es erst einmal alleine gelesen. Die Geschichte wird aus der 9-jährigen Linns Blickwinkel in der Ego-Perspektive geschrieben. Der Schreibstil ist für Kinder gewöhnungsbedürftig. Knappe und prägnante Sätze, wenig ausschmückend - aber metaphorisch ausgedrückt -  und sowohl Schreibstil, als auch viele der zahlreichen zwei-farbigen Illustrationen von Birigt Schössow wirken sehr traurig. Dennoch enthalten etliche der Satz-Gedanken salomonische Botschaften. Die 76 Seiten waren zügig gelesen. Ich bin ein wenig hin- und hergerissen, denn einerseits hat mir persönlich dieses Buch sehr gefallen, da es tief in Linns Seele blicken lässt, andererseits lese die Kinder, mit denen ich lese eher fröhlichere Geschichte. Für die Lesealterempfehlung von 7 bis 11 Jahren (lt. amazon.de) empfinde ich Linns Geschichte zu tiefgründig, mir persönlich als Erwachsene hat sie sehr gut gefallen.Schon das Cover zeigt eine nachdenkliche und sehr reife Linn. Aus meiner Sicht vergebe ich 5 Sterne!@ esposa1969

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  • Manchmal braucht es Blitz und Donner...

    Dunkelgrün wie das Meer
    Barbara62

    Barbara62

    17. May 2016 um 16:58

    Dunkelgrün wie das Meer ist ein thematisch, sprachlich und gestalterisch wunderbares Kinderbuch in hochwertiger Aufmachung, wie es das Feuilleton und Eltern lieben. Vielleicht greifen Kinder nicht spontan danach, denn es ist weder grellbunt, noch verspricht es die ganz große Spannung, aber wir sollten sie dazu ermutigen, es zu lesen, denn hier werden Gefühle thematisiert, die sicher jedes Kind schon einmal erlebt hat. Die neunjährige Linn hat sich so auf die Ferien im Schiffhaus am Strand in Holland und auf ihre Freundin Smilla gefreut. Aber dann geht von Anfang an alles schief: Die Eltern, die sich kurz zuvor beim zehnten Hochzeitstag noch so liebhatten, streiten, weil der Vater während der ersten beiden Urlaubstage noch einmal zurück ins Büro muss, und die sonst so gemütliche Rückbank des Autos fühlt sich an „wie ein Fach im Kühlschrank“. Die Eltern sitzen in einer „Zornkabine, mit langen Gesichtern und einem Schweigen von der Größe eines Containerschiffs“. Kaum angekommen, muss Linn erkennen, dass die drei Jahre ältere Smilla eine neue beste Freundin hat und sie mit Verachtung straft. Mit der Mutter kann sie nicht reden, denn die führt endlose Handytelefonate, in denen sie sich über das Verhalten des Vaters beklagt, und weint, und in Linn wird die Angst vor einer Trennung der Eltern immer größer. Nichts ist wie im letzten Sommer, selbst die Wiese ist nicht so bunt und die Steine sind nicht so außergewöhnlich gemustert. Nicht einmal ihr altes Kindergartengutelaunelied kann Linn Trost spenden. Eindringlich schildert die kleine Ich-Erzählerin ihre Verlustängste und als Erwachsener ahnt man, dass neben den vordergründigen Sorgen um die Eltern und die Freundin auch eine Ahnung vom Ende der Kindheit heraufzieht. Doch dann kommt erst einmal in Form eines ungeheuerlichen Gewitters buchstäblich Hilfe von oben. Hagel, Blitz und Donner reinigen nicht nur die Luft. Die Eltern vertragen sich wieder und Linn nimmt sich vor, sich am nächsten Tag mit Smilla auszusprechen... Ich bin mir sicher, dass am Ende, als Linn endlich zwischen ihren Eltern im Bett liegt und der Urlaub richtig beginnt, nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen aufatmen. Die tiefe Traurigkeit des Buches ist einer fröhlich-optimistischen Stimmung gewichen und wer wollte daran zweifeln, dass Linns Versöhnungsversuch mit der Freundin erfolgreich verläuft? Ein leises, eindrucksvolles Kinderbuch für Mädchen ab acht mit einer perfekten Symbiose zwischen dem Text von Ute Wegmann und den in braun-orange-türkis gehaltenen Bildern von Birgit Schössow.

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  • Dunkelgrün wie das Meer

    Dunkelgrün wie das Meer
    Pixibuch

    Pixibuch

    16. May 2016 um 16:00

    Linn freut sich so auf den Urlaub. Die Koffer sind schon gepackt. Es geht nach Holland, ans Meer. Zu ihrem liebgewordenen Ferienhaus "Schiffhaus". Sie freut sich schon auch auf ihre holländische Freundin Smilla. Aber auf der ganze Fahrt streiten sich Linns Eltern. Ihr Vater muß noch einmal zurück zu einem geschäftlichen Termin und kommt dann erst nach. Darüber ist die Mutter sehr empört. Aber auch am Urlaubsort ist nichts, wie es sein soll. Smilla grüßt sie nur kurz, sie ist mit einem anderen Mädchen unterwegs. Linn hat Angst, dass sich ihr Eltern trennen. Sie kann an nichts anderes mehr denken und kann nachts nicht mehr schlafen. Doch dann rennt sie einem Hund hinterher und kommt in ein großes Gewitter. Jetzt machen sich Linns Eltern um das 9jähige Mädchen große Sorgen. Ein sehr traurig geschriebenes Buch über eine Familie. Die Eltern haben eine Krise und lassen das auch ihre Tochter spüren, die unheimliche Verlustängste plagen. Sehr schön und gut verständlich geschrieben. Das Buch hat sehr schöne Illustrationen, die die 76 Seiten auflockern und so das Lesen für die Kinder leichter macht. Die Geschichte von der Autorin Ute Wegmann ists auch für Eltern sehr schön zu lesen, denn hier werden die Ängste und Probleme der Kinder im Falle einer Trennung ganz genau aufgezeigt.

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  • Alles verloren?

    Dunkelgrün wie das Meer
    black_horse

    black_horse

    15. May 2016 um 13:47

    Ich kenne Ute Wegmann aus der Sendung "Bücher für junge Leser" des Deutschlandfunks, die sie seit vielen Jahren mit gestaltet. Umso neugieriger war ich auf dieses Buch, bei dem sie selber zur Feder gegriffen hat. Auf 76 Seiten aufgeteilt in 14 Kapitel und mit vielen Bildern illustriert erzählt die Autorin die Geschichte von Linn, die sich so auf den Urlaub am Meer gefreut hat, doch es kommt alles anders, denn es gibt Ärger zwischen den Eltern: Ich saß hinter ihm und spürte genau Mamas Zorn und dass er sich langsam wie Nebel im ganzen Auto ausbreitete. (S. 8) Meine Stirn war kalt wie Eis. Mamas eisige Nebelwut hatte mich eingehüllt. Die gemütliche Rückbank fühlte sich an wie ein Fach im Kühlschrank. (S. 10) Schon hier kann man erkennen, dass Gefühle im Buch eine wichtige Rolle spielen. Es wird in sehr bildhafter Sprache erzählt. Die Autorin nimmt sich viel Zeit dafür in Linn hineinzuschauen. Die Atmosphäre ist drückend, was für jüngere Alleinleser vielleicht nicht so einfach ist. Die Zeichnungen sind alle in orange-türkis gehalten, wie das Cover. Sie fangen die Stimmung gut ein und wirken durch das warme Orange auch beruhigend. Angekommen am Urlaubsort reist der Vater gleich wieder ab, weil er einen wichtigen beruflichen Termin wahrnehmen muss. Linn lauscht einem Telefongespräch ihrer Mutter: "... Nelli, eins sag ich dir, ich mache das nicht mehr mit ... Projekt oder Urlaub, Karriere oder Familie, Ringo muss sich entscheiden ..." (S. 27) Natürlich macht das Linn Angst. Werden ihre Eltern sich trennen? Sie fühlt sich so hilflos und traurig. Die Sonne verschwand hinter den angegrauten Federbettwolken. Im Schatten kühlte die Luft ab. Eltern durften sich nicht trennen, das musste ein Gesetz werden. (S. 30) Klar, das Linn ihren Urlaub nicht genießen kann, ihre Mutter hat auch gar keine Nerven für gemeinsame Erlebnisse. Also will Linn mit ihrer besten Freundin spielen, aber: Hinter dem Windschutz tauchte Smilla mit einem fremden Mädchen auf. Sie trugen die gleichen Badeanzüge. Sie hielten sich an den Händen. Sie liefen hinunter zum Wasser. Mein Herz blieb stehen. Sie hatte eine neue Freundin. (S. 46) Die Sätze sind kurz und deutlich, gut verständlich und sehr ausdrucksstark. Linn fühlt sich unendlich einsam und überflüssig. Leere in meinem Herzen. Leere in meinem Bauch. Leere in meinen Beinen. Leere in meinem Kopf. Keine Gedanken. (S. 62) Und sie rennt, rennt immer weiter weg von der Mutter, von Smilla, einem Gewitter entgegen ... Wie es sich für ein Kinderbuch gehört, gibt es ein Happy End, was ich persönlich aber als zu idealisiert empfunden habe, auch wenn es für Linn natürlich schön ist. Insgesamt ein sehr schönes, gefühlvolles Buch über kindliche Ängste zum Thema Trennung und Verlust. Auch wenn es durch die Sprache und den relativ kurzen Text auch sehr gut für fortgeschrittene Leseanfänger zum Selberlesen geeignet ist, würde ich es dennoch eher zum Vorlesen empfehlen, da es doch ein sehr bewegendes Thema ist, über das man sich mit dem Kind anhand des Buches sehr gut unterhalten kann.

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  • Hey trauriges Mädchen, sag' wie lange weinst du schon?

    Dunkelgrün wie das Meer
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    14. May 2016 um 18:07

    Ich bin ganz erschrocken darüber wie traurig dieses Buch ist. Noch nie zuvor habe ich so ein melancholisches (Kinder-)Buch gelesen.Das soll aber nicht heißen, dass mir die Geschichte über Linn, die ihre Ferien am Meer verbringt und dort sehr, sehr einsam ist, nicht gefällt - im Gegenteil!Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, was die Einsamkeit nur noch verstärkt. Vermutlich jeder kann sich in die 9-jährige Linn hinein versetzen, die sich von allen zurück gestoßen fühlt.Die Bilder von Illustratorin Birgit Schössow lassen zwar Urlaubsfeeling aufkommen, verdeutlichen aber auch noch mal die Traurigkeit, die in diesem Buch vorherrscht.Das Buch hat mir wunderbar gefallen. Es gibt viele Kinderbücher, die von Humor oder Abenteuer beherrscht sind, aber es gibt auch viele Kinder, die sich einsam und alleine fühlen und viele Ängste habe. Genau deswegen finde ich dieses Buch auch so wichtig! Sehr schön auch für Eltern, die sich so mal in ihre Kinder hinein versetzen können.

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  • Buchverlosung zu "Schischyphusch" von Wolfgang Borchert

    Schischyphusch
    birgitschoessow

    birgitschoessow

    19. April 2016 um 13:56

    "Schischyphusch"   – komischer Titel für ein Buch.  Als mein Mann mir die Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert vorlas, war ich zutiefst angerührt von ihrem herzergreifenden Inhalt und auch mein Mann musste sich bisweilen beim Vorlesen eine Träne aus den Augen wischen. Mit Mutter und Onkel besucht der kleine Wolfgang ein Gartenlokal. Sowohl Onkel als auch der heraneilende Kellner haben einen Sprachfehler – beide schprechen das "S" als "SCH" aus. Daher der "Schischyphusch" statt eines eigentlichen "Sisyphus". Onkel und Kellner haben zunächst den Eindruck, dass der andere sie "utzen" will, was beinahe zu einer Katastrophe geführt hätte. So gleich dieser Makel für beide ist, so unterschiedlich haben sich beide in ihrem Leben damit eingerichtet. Lebemann, Frauenschwarm und Genießer der eine – Opfer, Misanthrop und eine arme Seele der andere. Das Berührende in der Begegnung der beiden Kontrahenten und die unfreiwillige Beteiligung von Mutter und dem jungen Wolfgang Borchert daran, ihre Mimik, die Körpersprache und natürlich auch die Stimmung eines Hamburger Gartenlokals der 20er Jahre habe ich in meinen Bildern einzufangen versucht. Ich hoffe, Ihr habt Freude an der Geschichte von Wolfgang Borchert und meinen Illustrationen dazu. Verlost werden 10 Bücher. Schreibt, welche zunächst katastrophale Begegnung Ihr erlebt habt, die sich dann als wunderbare Fügung herausstellte oder auch, was Ihr mit den 20er Jahren verbindet. Viel Glück! ... und auch ein weiteres Buch wird verlost: Geht einfach auf die Seite von "Dunkelgrün wie das Meer"

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