Utz Claassen Atomblut

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Inhaltsangabe zu „Atomblut“ von Utz Claassen

Herbst 2011. Es ist die Zeit der Energiewende, nach den Ereignissen von Fukushima. Fabienne Felsenstein, neue Vorstandsvorsitzende bei einem großen deutschen Energiekonzern, will den Konzern radikal umbauen. Es ist eine Operation am offenen Herzen der Industriegesellschaft. Fabienne merkt schnell, dass es um weit mehr geht als um ökonomischen Erfolg. Bei den richtig großen Deals sind die Grenzen der Legalität bedeutungslos. Bald muss sie feststellen, dass sie selbst in die krummen Deals verwickelt wird. Wird sie ihre Integrität bewahren? Utz Claassen war selbst CEO eines deutschen Energieversorgers.

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  • Rezension zu "Atomblut" von Utz Claassen

    Atomblut
    Eselsohren-Werner

    Eselsohren-Werner

    17. June 2012 um 19:07

    Ich frage mich: Wollte Utz Claassen mit „Atomblut“ einen realitätsnahen Wirtschaftskrimi schreiben oder einen reißerischen Thriller? Hätte ihm wenigstens eines dieser Vorhaben gelingen können? Wird unser Wirtschaftssystem tatsächlich von Hollywood-Film-Bösewichten beherrscht? Und müssen wir uns das allen Ernstes von einem Wirtschaftsexperten sagen lassen?

  • Rezension zu "Atomblut" von Utz Claassen

    Atomblut
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    01. June 2012 um 13:14

    Aus dem Inneren der Wirtschaftsmacht Utz Claassen weiß, wovon er schreibt und das ist dem Buch durchaus anzumerken. Als ehemaliger CEO eines großen Energieunternehmens legt er einerseits eine fiktive Handlung vor, die andererseits aber durch die genau Kenntnis und Beschreibung der Abläufe des Energiesektors und, vor allem natürlich, durch den fundierten Blick hinter die Kulissen der „Deals“ und der Einflussnahmen besticht. Natürlich ist das Buch durchaus auch mit einer spannenden Thriller Geschichte versehen. Die schleichende Bedrohung der Fabienne Felsenstein, Top Managerin und neuerdings neuer Vorstand eines der größten deutschen (fiktiven) Energieunternehmen sieht sich den Herausforderungen des Atomausstieges, persönlicher, anonymer „Überwachung“ (welche in einem Blog im Internet immer wieder zeigt, wie nah ihr manche Blogger faktisch bereits im realen Leben sind) und den gesammelten Vorurteilen der Entscheidungsträger ihr gegenüber ausgesetzt. Zum einen, weil ihr ein kühler, harter Ruf vorausgeht, zum anderen, weil sie diesen einflussreichen Posten nur deswegen angeboten bekommen hat, weil ihr direkter Vorgänger bei einem vermeintlichen Unfall zu Tode kam (im Übrigen nicht der einzige Mord, der den Reigen des Thrillers eröffnet) und die einflussreiche, graue Eminenz des Unternehmens daraufhin auf ihre Mitarbeit allen anderen Vorständen gegenüber bestand. Keine einfachen Voraussetzungen, vor allem dann nicht, wenn aus fremden Autos Farbpatronen auf ihre Limousine geschossen werden und sie einen Unbekannten dabei beobachten muss, wie dieser in ihre Wohnung einbricht und unerkannt entflieht. Wer aber hat es auf sie abgesehen? Und was hat das alles mit ihrer neuen Aufgabe zu tun? Dies ist einerseits der Spannungsfaden des Romans. Andererseits findet sich der eigentliche Schwerpunkt in der Schilderung der Vorgänge „hinter den Fassaden“ der Macht. Absprachen, Deals, Gier, der Kampf um Einfluss und Macht, das sind die eigentlichen Themen, die durchaus realistisch von Claassen benannt werden. Politik, Gesetze, legales Handeln? Aber doch nicht in diesen Kreisen. Wie auch bald der junge Journalist Wallter feststellen muss, in dem die Verbindungsstränge von Blog, Firma und Frau Felsenstein sich mehr oder minder fast zufällig zusammenbinden. Anfangs in fast hektischer, assoziativer, stichwortorientierter Sprache merkt man Utz Claassen schon an, dass die Literatur nicht unbedingt sein bisheriger Schwerpunkt war. Das Tempo hält sich durch diesen Stil zwar gerade auf den ersten Seiten hoch, einiges an Personen und Ereignissen hätte aber eine breitere Ausführung besser zu Gesichte gestanden. Dies aber pendelt sich im weiteren Verlauf der Geschichte besser ein, Hintergründe von handelnden Personen und doch mehr an atmosphärischen Beschreibungen nehmen den Leser ein stückweit besser mit hinein in die Handlung (wenn auch nicht durchgängig). Sprachlich hier und da zu simpel dargestellt, atmosphärisch nicht immer austariert, erzählt Claassen dennoch in den Grundzügen eine überzeugende, durchaus komplexe Geschichte, die einiges über das Handeln hinter den Fassaden der Stromwirtschaft offen legt.

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  • Rezension zu "Atomblut" von Utz Claassen

    Atomblut
    drachensegler

    drachensegler

    24. April 2012 um 12:24

    Fabienne Felsenstein wird überraschend Chefin des fiktiven Energiegroßkonzerns RuhrSTROM und entwickelt als erfahrene Unternehmensberaterin eine Strategie, um den Herausforderungen der Energiewende gerecht zu werden. Kein Krimi, wären da nicht mysteriöse Autounfälle, Drohungen im Blogg und Einbrecher, die Fabienne nachdenklich machen. Justus Kohlmeier, ihr Mentor ist Aufsichtsratsvorsitzender und ist bemüht seine Vorsitzende durch das Labyrinth von Intrigen und Interessen zu leiten. Innovation oder Investition, Entscheidungsfreiheit oder Vollstreckerin? Fabienne bezeiht Stellung und erntet unerwartet, nicht was sie sät. Spannender Industriethriller, elegant verfremdet und dennoch zeigt das Buch, kongenial erzählt durch die realisitsch entwickelte Figuren, die verschiedenen Positionen der Energiedebatte auf. Claasen als Top-Manager blickt mit Insiderwissen zurück und reflektiert diese narrativ, so dass die komplexe Materie und Chemie der Gremien dem Leser verständlich erscheint. Wer Vorstandsetagen erlebt hat, erkennt Elemente wieder, die in jeder Industrie vorhanden sind. Ein unterhaltendes fast Fachbuch, in dem das Organigramm auf der Umschlaginnenseite zur unentbehrlichen Lesehilfe wird. Eine klare Sterne Empfehlung für alle die hinter die Kulissen mancher Debatte schauen wollen. Respekt für dieses literarische Multitalent aus der McKinsey Schmiede!

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