Uwe Böschemeyer Machen Sie sich bitte frei

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Inhaltsangabe zu „Machen Sie sich bitte frei“ von Uwe Böschemeyer

Freiheit ist etwas Prickelndes, Weitendes, Kraftvolles, Heilmachendes, besonders Menschliches. Wir können sie vernachlässigen oder verdrängen. Doch sie bleibt eine reale Chance für jeden Menschen. Weil sie zu unserer geistigen Grundausstattung gehört. Und genau deshalb ist es möglich, vor Problemen, die sich uns in den Weg stellen, nicht zu kapitulieren, sondern alles daran zu setzen, um sie zu lösen. Das Buch zeigt tiefsinnig und praktisch Wege, freier, immer freier zu werden. Weil das Schwere die Seele eines Menschen nie ganz ausfüllen kann. Denn die Freiheit gibt ihren „Platz“ nie auf. Es wird Zeit, sie wieder zu entdecken.

Eine Gebrauchsanleitung für unsere Freiheit, die darauf wartet, entdeckt zu werden... Kraftvolles Buch, gut für einige Aha-Erlebnisse!

— Sookie70
Sookie70

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  • Rezension zu "Machen Sie sich bitte frei" von Uwe Böschemeyer

    Machen Sie sich bitte frei
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    04. April 2012 um 09:53

    In seinem neuen vielleicht bisher persönlichsten Buch geht der Psychotherapeut und Existenzanalytiker (Viktor Frankl-Schule) Uwe Böschemeyer der Frage nach, warum in einem freien Land wie dem unseren dennoch so viele Menschen in ihrem persönlichen Leben von Angst regelrecht zugebacken sind und von ihrer Freiheit keinen Gebrauch machen. Schon beim ersten Durchblättern hatte ich den starken Eindruck, dieses Buch ist die auf der Ebene der Einzelpsyche argumentierende Ergänzung zum dem großen gesellschaftlichen und politischen Freiheitspathos, wie ihn der neue deutsche Bundespräsident Joachim Gauck in den meisten seiner Reden vertritt. Diese Freiheit auf der gesellschaftlichen Ebene in eine zwar nicht notwendige, aber hinreichende Voraussetzung für das, was Böschemeyer für das Individuum postuliert. Denn er macht ganz deutlich, dass es nicht die Gene, auch nicht die Erziehung oder die sozialen Umstände sind, die primär für die Lebensqualität eines einzelnen Menschen bestimmend sind. Es ist allein wichtig, so Böschemeyer, ob der Mensch von seiner Freiheit, die er neben der Liebe als die wichtigste humane Eigenschaft bezeichnet, Gebrauch macht oder nicht. In seinem anschaulichen und sehr verständlichen Buch nimmt er den Leser mit sehr vielen persönlichen Erfahrungen und Beispielen mit auf eine Reise in die eigene Furchtlosigkeit, die er wie eine Schwester der Freiheit beschreibt. Denn die Angst ist es, die Scheu vor den großen Problemen, die das Leben für jeden bereithält, die Hoffnungslosigkeit und das abwertende Denken über sich selbst, die den Menschen klein und unfrei machen. Aber „Freiheit ist etwas Prickelndes, Weitendes, Kraftvolles, Heilmachendes, besonders Menschliches.“ Weil sie sozusagen zur Grundausstattung des Menschen gehört, können Menschen lernen, vor Problemen und Lebenskrisen nicht zu kapitulieren, sondern sich ihnen zu stellen, sie zu lösen und daran zu wachsen und immer reifer und freier zu werden. Das vorliegende Buch zeigt auf sehr praktische Weise viele Wege auf, immer freier zu werden. Es ist ein zwar verständliches, dennoch aber sehr anspruchsvolles Programm, das Böschemeyer seinen Lesern zumutet. Es braucht Geduld, Ausdauer, Hoffnungskraft und eine Neuentdeckung für den eigenen Selbstwert. Auch ein Mensch, der Tragisches erfahren hat, der tief verzweifelt ist und ohne Hoffnung, der sich nichts mehr zutraut und eigentlich schon abgeschlossen hat mit seinem Leben, für das er keine neue Zukunft erkennen kann – auch dieser Mensch kann die Freiheit erleben. Es geht um das Wachwerden für ein neues, freies Leben, das Erich Fried in einem Gedicht, das Böschemeyer zitiert, so beschrieben hat: „Kleines Beispiel Auch ungelebtes Leben geht zu Ende zwar vielleicht langsamer wie eine Batterie in einer Taschenlampe die keiner benutzt Aber das hilft nicht viel: Wenn man (sagen wir einmal) diese Taschenlampe nach so- und sovielen Jahren anknipsen will kommt kein Atemzug Licht mehr heraus und wenn du sie aufmachst findest du nur deine Knochen und falls du Pech hast auch diese schon ganz zerfressen Da hättest du genau so gut leuchten können.“ Böschemeyers Buch ist ein spirituelles Buch und obwohl er selbst nicht darauf hinweist, ist es für mich eine Anleitung, jenen Satz Jesus aus Matthäus 5,16 lebendig werden zu lassen: "Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."

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