Uwe Britten

 3,9 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor*in von Pille, Ab in den Knast und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Uwe Britten, geb. 1961 in Werl (Westfalen), 1983 Abitur im 2. Bildungsweg, Studium der Germanistik und Philosophie, Autor mehrerer Jugendromane und sozialer Studien. Intensive Beschäftigung mit Leben und Werk Honoré de Balzacs.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Uwe Britten

Cover des Buches Selfmade (ISBN: 9783522177498)
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Rezension zu "Selfmade" von Uwe Britten

Tilman_Schneider
mal was anderes

>Spargel< macht gerade seinen Hauptschulabschluss und hat überhaupt keine Lust den normalen Weg einer Ausbildung zu gehen. Seine Leidenschaft ist und war schon immer Schrott. Er sammelt alles, funktioniert es um, schafft Neues oder bringt Altes wieder in Schuss. >Ihr Jugendlichen habt doch eh auf nichts Bock<, wird ihm vorgeworfen, aber dann bekommt er seine Chance. Er wird der neue Pächter von der alten Tankstelle hinter dem Friedhof und beginnt seine Geschäftsidee zu verwirklichen. Ein ganz anderer Entwicklungsroman für Jugendliche, der zeigt, dass die >Null-Bock-Generation< durchaus >Bock< und Ideen hat.

'Therapeutinnen und Therapeuten können nicht nicht intervenieren.'

'Therapeutinnen und Therapeuten können nicht nicht intervenieren.' (Seite 9)

Uwe Britten hat für sein Buch eine Menge Personen zusammengetragen, die mir namentlich bereits bekannt waren und die Experten für die jeweiligen Themen sind.

So findet man z.B. Ausführungen von Andreas Knuf zu Emotionsausdruck, von Gitta Jacob zu Therapiefallen, von Friederike Schmidt-Hoffmann zu Psychosen, von Stefan Weinmann zu therapeutischen Settings, von Claas-Hinrich Lammers zu Narzissmus, von Ewald Rahn zur Borderline-Persönlichkeitsstörung und von Tobias Teismann zu Suizidalität.

Damit deckt das Buch eine große Bandbreite an Themen ab und macht Lust auf die weitere Beschäftigung mit bestimmten Autoren und mit den angesprochenen Inhalten. Ich empfand den Input sehr spannend und bereichernd, das Buch hat mir viele Impulse für meine psychotherapeutische Tätigkeit gegeben, aber auch viel bekanntes Wissen wiederholt. Schön ist dabei auch, dass jedes Kapitel mit einem knappen Text zum Autor oder der Autorin endet, in dem man weitere Bücher der jeweiligen Person entdecken kann.

Gefallen hat mir auch der schulenübergreifende Ansatz, so dass man beim Lesen auch über den eigenen Tellerrand blicken kann. Das Ganze liest sich aufgrund der verschiedenen Blickwinkel, Themen und Therapieschulen sehr unterhaltsam und abwechslungsreich, ist vielseitig und bietet viele Denkanstöße.

Ich fand das Buch richtig gut - für Einsteiger, aber auch für Fortgeschrittene in Sachen Psychotherapie. Ein kleiner Kritikpunkt: Das Ganze ist nicht immer ganz aktuell, obwohl das Buch 2023 erschien; Weinmann arbeitet z.B. schon länger nicht mehr am Vivantes Klinikum am Urban.

‚Psychotherapie ist ein komplexes Geschehen.'

‚Psychotherapie ist ein komplexes Geschehen. Deshalb erfordert die psychotherapeutische Tätigkeit sowohl eine gründliche, breite und engagierte fachliche Ausbildung als auch die Notwendigkeit, dass sich Therapeutinnen und Therapeuten in einem professionellen Verständnis mit ihrer ganzen Person und Persönlichkeit ins Geschehen einbringen. Wie in kaum einem anderen Beruf bedeutet das, nicht nur immer wieder ‚als Person‘ dazuzulernen, sondern sich selbst stetig reflektieren zu müssen.‘ (Seite 9)

Die für ‚Herausforderungen der Psychotherapie‘ Interviewten gehören verschiedenen Therapieschulen an und vermitteln anhand breit gefächerter Themen, wo es in der Psychotherapie heikle Themen gibt und was wirkliche Herausforderungen sind.

Das Buch befasst sich dabei mit Themen wie Neurobiologie, Beziehungsgestaltung, Persönlichkeitsstörungen, Einbezug von Angehörigen, Triangulierung, Missbrauch in der Therapie, Sexualität, Paartherapie, Scham, Alkoholabhängigkeit, Cannabiskonsum, Hypochondrie, Trauer, Psychosen und Suizidalität.

Ich kenne und schätze einige der im Buch interviewten Psychotherapeuten von anderen Publikationen und war deshalb sehr gespannt auf ‚Herausforderungen der Psychotherapie‘.

Sehr gut gefallen haben mir die spannende und breite Auswahl an Themengebieten sowie der schulenübergreifende Charakter des Buches, wobei ich selbst sehr viel von Verhaltenstherapie, einiges von systemischer Therapie und wenig bis gar nichts von psychodynamischen Verfahren halte.

Mir hat das Buch sehr gute Impulse für meine eigene psychotherapeutische Tätigkeit gegeben, und die ausgewählten Themen waren für mich relevant und hilfreich. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das Buch sehr spannend für Laien sein kann, die dadurch Einblicke in Psychotherapie bekommen können.

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