Uwe Hauck

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Uwe Hauck

Lebenslauf von Uwe Hauck

Uwe Hauck wurde 1967 in Heilbronn geboren und studierte Computerlinguistik und KI. Anschließend war er in der Forschung bei IBM tätig. Heute ist er Softwareentwickler bei der Postbank, Autor und Blogger.

Alle Bücher von Uwe Hauck

Depression abzugeben

Depression abzugeben

 (39)
Erschienen am 13.01.2017
Digilog

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Erschienen am 28.11.2013

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Rezension zu "Depression abzugeben" von Uwe Hauck

Authentischer Bericht "aus der Klapse" - kann Ängste nehmen und Verständnis wecken
Lilli33vor 10 Monaten

Taschenbuch: 428 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (13. Januar 2017)
ISBN-13: 978-3404609222
Preis: 10,00€
auch als E-Book erhältlich


Authentischer Bericht „aus der Klapse“ – kann Ängste nehmen und Verständnis wecken


Uwe Hauck ist 47 Jahre alt, als er im Februar 2015 in einer Panikattacke einfach nicht mehr weiter weiß und einen Selbstmordversuch unternimmt. Für ihn und seine Umwelt ein Zeichen, dass endlich etwas passieren muss, dass er Hilfe von außen braucht. Es folgen Aufenthalte in der stationären Psychiatrie, in der Tagesklinik, in der Reha.


Von diesen Aufenthalten und Therapien berichtet Hauck in „Depression abzugeben“ sehr offen. Er lässt uns an Positivem wie Negativem teilhaben und beschönigt nichts. Seine Erzählung ist dabei recht kurzweilig und locker zu lesen. Zuweilen gibt es ein paar Wiederholungen, was ich aber nicht als schlimm empfinde, zeigt es doch das Gedankenkarussell, das sich in seinem Kopf beständig dreht.


Ich möchte das Buch für Betroffene, die selbst unter Depressionen leiden, empfehlen. Ihnen kann es Ängste vor den Mühlen der Psychiatrie nehmen und sie ermuntern, therapeutische und andere Hilfen anzunehmen.


Aber auch für Angehörige ist das Buch wertvoll, gibt es doch tiefen Einblick in die Krankheit „Depression“, die für Außenstehende so schwer zu fassen ist.


Es wird auch klar, dass trotz Therapien die Krankheit nicht immer geheilt werden kann, dass man sie aber zumindest besser unter Kontrolle halten kann.


★★★★★

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trollchens avatar

Rezension zu "Depression abzugeben" von Uwe Hauck

Interessant
trollchenvor einem Jahr

Depression abzugeben
Herausgeber ist Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (13. Januar 2017) und hat 432 Seiten.
Kurzinhalt: Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.
Meine Meinung: Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, was auf einer Seite so schonungslos offen und ehrlich ist, aber wiederum auch sehr witzig umgesetzt ist. Denn der Autor erlebt seine Depression anders als sein Umfeld und auch seine Therapeuten und dies kommt auch immer wieder zu anderen Aspekten der Krankheit. Ein Konsens in dem Buch bleibt allemal, die Therapeuten und die Ärzte können immer nur die Symptome bekämpfen , aber nicht die Ursachen. Denn sie haben die Krankheit nicht selbst und wissen oftmals nicht, wo sie anfangen sollen. Auch die Familie nimmt hier einen bedeutenden Platz ein, denn sie sind auch mitbetroffen von der Krankheit eines nahen Verwandten oder Familienmitglied. Ich habe beim Lesen gemerkt, dass es so viele unterschiedliche Patienten gibt und dass so eine Depression jeden ereilen kann, auch wenn man nicht dafür prädistiniert ist. Interessant ist, dass der Autor aus der Klapse twittert und dies fand ich auch spannend, denn da gab es viele neue Aspekte, auch für ihn. Ich lese eigentlich viele Bücher mit solchen Inhalten, aber ich habe auch gemerkt, wenn man dieses Buch liest und man geht richtig in die Geschichte hinein, dann könnte man auch leicht depri werden, denn er hat auch eine Odyssee hinter sich, die es in sich hat. Leider ist dieses Thema noch ein großes Tabuthema in unserer auch so tollen Zeit, denn leider sind die meisten noch so, diese Krankheiten unserer Seele sieht man nicht, also ist man auch nicht krank.
Mein Fazit: Ein tolles Buch, welches einen guten Einblick in die Krankheit Depression mit Angstzuständen gibt. Ich finde, es ist sehr lesenswert und ich vergebe 5 gute Sterne. Es regt zum nachdenken an.

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TrustInTheLords avatar

Rezension zu "Depression abzugeben" von Uwe Hauck

persönliche Einblicke in Psychatrie und Co
TrustInTheLordvor einem Jahr

Inhalt

Uwe Hauck leidet unter Angstzuständen und Panikattacken, die zu einer Depression geführt haben. In diesem Buch erzählt er ganz offen, wie es zu seinem Versuch sich umzubringen kam und wie die Aufenthalte in der Psychiatrie für ihn waren. Er musste einen sehr langen und schweren Weg beschreiten, um zu lernen, mit den Angstzuständen umzugehen und die Depression im Zaum zu halten.


Meine Meinung


Ich habe großen Respekt davor, wie sehr Uwe uns in sein Innerstes blicken lässt. Er gibt ganz offen seine Schwächen zu und lässt, schildert mal mehr, mal weniger sein Innenleben und lässt auch Themen wie Sex nicht aus. Dabei erhält man auch einen Einblick ist das Gefühlsleben und die Gedankenwelt eines Depressiven, aber das Buch handelt primär von Uwes Klinikaufenthalten und inwiefern diese für ihn nützlich waren.
Es war für mich persönlich sehr erschreckend zu erfahren, wie wenig in den Kliniken auf die Patienten eingegangen wird. Es gab viele Fehldiagnosen und Uwe konnte die Ärzte ohne Probleme anlügen, was seinen Gemütszustand betrifft. Auch die Therapien waren teilweise für ihn wenig hilfreich. Dennoch konnte er immer wieder ein paar Dinge für sich mitnehmen und nach und nach lernen, mit den Angstzuständen umzugehen. Vor allem die Gespräche mit den Mitpatienten waren dabei für ihn sehr hilfreich. Da es ein sehr langer Weg ist, alte Verhaltensweise zu ändern, ist es kein Wunder, dass Uwe über ein halbes Jahr krankgeschrieben und in Therapie gewesen ist.
Als ich dieses Buch gelesen habe, war mein Wissen über Depression begrenzt. In meinem Umfeld habe ich Menschen, die depressiv sind. Da aber jede Depression anders ist, haben mir Uwes Einblicke meistens, aber nicht immer geholfen, meine Bekannten zu verstehen. Manche Gedanken und Gefühle waren mir nicht neu, doch sie haben nochmals die Unlogik der Depression bestätigt. Mir hat das geholfen, die Unlogik eines depressiven Menschens zumindest ein wenig zu akzeptieren.
Insgesamt waren für mich persönlich die Eindrücke zum Innenleben der Krankheit aber etwas zu wenig. Ich bin erst am Anfang, mich mit der Krankheit zu beschäftigen und hätte gerne mehr darüber erfahren. Allerdings gilt es da auch zu beachten, dass der Schwerpunkt dieses Buches auf den Erfahrungen der Klinikaufenthalte und nicht auf der Krankheit liegt. Zudem hätten mir persönlich weitere Einblicke in seine Krankheit vielleicht auch gar nicht so sehr weitergeholfen, da bei meinen Bekannten Angstzustände und Panikattacken nicht die gleiche Rolle spielen wie bei Uwe.


Fazit

Depressionen abzugeben lässt sich insgesamt flüssig lesen, weshalb man durchweg neugierig bleibt, wie es mit Uwe weitergeht. Dies wird durch die persönlichen Einblicke in sein Innenleben verstärkt. Doch obwohl das Buch mit der Krankheit „Depression“ betitelt ist, sind seine Angstzustände und Panikattacken die Ursache dafür, dass er sich das Leben nehmen wollte und sein Hauptproblem. Die Depression ist nur eine Folge seiner Ängste. Zudem liegt der Schwerpunkt seiner Erzählung auf den Erlebnissen während der Klinikaufenthalte. Wer daher mehr darüber wissen möchte, wie es in einer Psychiatrie ist, ist bei diesem Buch genau richtig – wer allerdings ausführliche Informationen oder Erfahrungen über die Krankheit Depression erfahren möchte, wird eventuell von dem Buch enttäuscht sein. Denn auch wenn ich Neues über diese Krankheit erfahren habe, fand ich es schon etwas schade, dass der Schwerpunkt ein anderer ist – auch wenn er ebenso interessant war.

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Zusätzliche Informationen

Uwe Hauck wurde am 19. November 1967 in Heilbronn/Sontheim (Deutschland) geboren.

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