Uwe Hauck Depression abzugeben

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Inhaltsangabe zu „Depression abzugeben“ von Uwe Hauck

Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.

ein Buch zum nachdenken

— Disturbiasarah
Disturbiasarah

Hut ab vor so viel Offenheit! Ein Buch das viele Menschen gelesen haben sollten.

— akoya
akoya

Tolles Buch mit schwieriger Thematik, die aber gut verpackt wurde.

— brauneye29
brauneye29

Das beste Buch was ich bisher zum Thema Depressionen aus Sicht eines Betroffenen gelesen habe. Ein umfangreicher Einblick für Außenstehende!

— Bluuub
Bluuub

Ehrlich und authentisch

— Bücherfüllhorn-Blog
Bücherfüllhorn-Blog

Ein sehr ehrlicher Erfahrungsbericht über psychische Erkrankungen. Lesenswert!

— Siiri
Siiri

Aufschlussreich und absolut ehrlich - wohl eines der wichtigsten Bücher in diesem Jahr

— BlackTeaBooks
BlackTeaBooks

Sehr hilfreich für Betroffene und deren Angehörige!

— pandora84
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ein sehr wertvolles, informatives Buch für Betroffene und Angehörige

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  • Ein schonungslos offenes und ehrliches Buch!

    Depression abzugeben
    Nadl17835

    Nadl17835

    19. May 2017 um 18:43

    In dieser Autobiographie beschreibt der Autor eine sehr schwierige und emotional fordernde Zeit seines Lebens. Von seiner schwierigen Kindheit über seinen Beruf, mit dem er des Öfteren zu kämpfen hatte, bis hin zu seinem Suizidversuch, bei dem alles zusammen gekommen ist. Jahrelang geplagt von Panikattacken und seiner daraus entwickelten Depression findet er erstmals Hilfe in verschiedenen therapeutischen Einrichtungen. Der Leser begleitet ihn durch diverse Psychiatrien bis in die Reha und die Wiedereingliederung in den "normalen" Alltag. Dabei beschreibt der Autor seine Gedanken, Gefühle und Eindrücke hinsichtlich der Therapien, der anderen Leidensgenossen und des (fehlenden) Verständnisses der Menschen, die nicht davon betroffen sind. Dabei geht er ehrlich und schonungslos vor. Sein Schreibstil ist sehr humorvoll, ironisch und auch sarkastisch, da er sich und seine Mitpatienten häufig als "Bekloppte" oder "Verrückte" bezeichnet. Wie man das findet, ist wohl Geschmackssache.Ich fand es zu Beginn ganz amüsant, aber am Ende konnte ich dem nicht mehr viel abgewinnen. Obwohl es sehr interessant ist und einem als unwissenden Leser einen guten Einblick verschafft, begannen sich viele Dinge ab der Hälfte zu wiederholen. Dass die Therapieangebote sich ähneln ist verständlich, aber auch seine Gedanken und Einstellungen haben sich nur wenig geändert und es fühlte sich etwas wie in einer Endlosschleife an, da nur noch wenig Neues kam. Am interessantesten fand ich noch die Gespräche mit den anderen Betroffenen, die wirklich fantastisch waren und mich begeistern konnten. Für alle, die mal einen anderen Blickwinkel auf das häufig vorkommende Thema Depression werfen wollen, ist dieses Buch empfehlenswert.

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  • ein Buch zum nachdenken

    Depression abzugeben
    Disturbiasarah

    Disturbiasarah

    19. May 2017 um 00:42

    Informationen: Seiten:432 Verlag: Bastei Lübbe Preis: 10€ Inhalt:  Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor. Meine Meinung:  Großen Respekt an Uwe Hauck, dass er dieses Buch geschrieben hat. Er erzählt ganz offen von seinen Depressionen und gefühlen.Trotz seiner schlimmen krankheit versuucht er seinen Humor nicht zu verlieren. Den Schreibstil fand ich ganz angehem, ich hatte das Buch schnell durchgelesen. Leider gefiel mir das schnelle springen in verschiedene Sitationen nicht so gut.  Am Anfang fehlte mir auch Informationen zu seiner Frau und wie sie damit umgeht.  Ich hoffe sehr das dieses Buch andere Menschen helfen kann. 

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  • Interessante Einblicke

    Depression abzugeben
    badwoman

    badwoman

    18. May 2017 um 23:25

    Uwe Hauck hat eine liebenswerte Familie – eine Frau, die ihn liebt, und drei tolle Kinder. Eigentlich könnte er ein beneidenswertes Leben führen, wenn da nicht diese Angst und Panikattacken wären. Irgendwann hält er es nicht mehr aus und versucht sich das Leben zu nehmen. Zum Glück wird er rechtzeitig gefunden und kommt in psychiatrische Behandlung. Die beginnt in der geschlossenen Abteilung, setzt sich aber sehr schnell auf der offenen Station fort. Viele Therapien werden hier angeboten, manche hilfreich, andere weniger. Auch Rückschläge muss Uwe verkraften – was für ein Glück, dass seine Familie hinter ihm steht! Und wie gut, dass er sich entschließt, seine Erfahrungen „aus der Klapse“ mit uns zu teilen, denn so bekommt man als Leser Einblicke nicht nur in den Tagesablauf in der Psychiatrie sondern auch in die Gedankenwelt eines Patienten mit gebrochener Seele. Für mich waren das sehr interessante Einblicke, die mir hoffentlich helfen, etwas gelassener mit depressiven Menschen umzugehen, denn da bin ich, wie viele andere auch, oft unsicher. Einerseits möchte man alles tun, um dem Betroffenen Verständnis entgegen zu bringen, aber wenn der Kranke sich nicht öffnen möchte, ist das schwierig. Uwe Hauck macht mit seiner offenen Art und dem Humor, den ich sehr erfrischend finde, klar, dass sich Betroffene nicht scheuen sollten, professionelle Hilfe anzunehmen – bevor es zu spät ist und man in seiner Depression versinkt. Das Buch „Depression abzugeben“ ist flüssig geschrieben und leicht zu lesen. Es ist, obwohl  ein Sachbuch, spannend, auch wenn sich im Laufe der Therapien natürlich Einiges wiederholt, das liegt in der Natur der Sache. Mich hat die Offenheit des Autors sehr beeindruckt, er lässt tiefe Einblicke in seine Seele zu. Und die witzigen Einlassungen nehmen dem Buch die Schwere, das gefällt mir gut. Das Cover ist sehr schön gestaltet, dieser verlorene Mensch, der im strahlenden Sonnenschein allein unter einer Regenwolke sitzt, trifft das Thema für mein Empfinden sehr gut. Der Untertitel „Erfahrungen #aus der Klapse“ weist schon auf den teilweise witzigen Schreibstil hin. Dieses Buch ist eine gelungene Lektüre für Betroffene, deren Angehörige und alle, die sich für dieses Thema interessieren.

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  • Hut ab vor so viel Offenheit! Ein Buch das viele Menschen gelesen haben sollten.

    Depression abzugeben
    akoya

    akoya

    18. May 2017 um 09:25

    Wer mich kennt, weiß, dass ich für das Thema Depressionen und seelische Erkrankungen immer offen bin. Dadurch wurde ich in der Lesejury auf dieses Buch aufmerksam und habe mich auf die Leserunde beworben. Ich hatte tatsächlich großes Glück und wurde ausgewählt. Ich kann an dieser Stelle ein großes Dankeschön aussprechen, denn dieses Buch konnte mir sehr viel geben. Dennoch fällt es mir unglaublich schwer ein Buch zu bewerten, welches einem Tatsachenbericht entspricht und von dem Autor selbst so durchlebt wurde. Ich möchte ungern einen Lebensabschnitt und die Krankheit eines Menschen derart bewerten. Nichtsdestotrotz bekommt ihr hier meine Meinung und eine Buchbewertung, allerdings zielt diese nicht zu sehr auf den Ablauf der Geschichte ab, denn die hat sich der Autor ja nicht ausgedacht, sondern entsprechend selbst erleben müssen. Gerade dies ist ein starker Pluspunkt von dem Buch. Es ist wirklich sehr realitätsnah geschrieben worden und in der Leserunde hatten wir auch noch einige Fotos von Uwe Hauck bekommen. Unter anderem von seinen kreativen Ergebnissen der Therapien oder die Gebäude der Institutionen in denen er untergebracht wurde. Das hat einen in der Vorstellungskraft noch viel mehr unterstützt und man hat den Bezug zu dem Menschen Uwe Hauck einfach noch deutlicher zu spüren bekommen. Wir gehen mit Uwe auf eine Reise durch seine Krankheit. Vieles wird ab einem gewissen Punkt wiederholt, dies hat das Buch stellenweise etwas langatmig erscheinen lassen. Allerdings konnte man dies auch nicht weglassen, denn in den entsprechenden Situationen mussten gewisse Dinge einfach wiederholt werden und dies ließ sich auch nicht vermeiden. Wie bereits angekündigt, ist dies ein Erfahrungsbericht mit knallharten Fakten und Tatsachen. Von einigen Dingen war ich auch regelrecht geschockt und ich wünsche niemandem auf solche Ärzte und Institutionen angewiesen sein zu müssen. Klar, einigen mag eine gewisse Therapie helfen, während andere überhaupt nichts damit anfangen können, dennoch hat mir manchmal eine gewisse Nähe zum Patienten gefehlt. Ein gezieltes auf die einzelne Person eingehen. Oft hatte ich das Gefühl, dass Uwe und seine Mitpatienten Nummern sind, die einfach abgearbeitet und abgefertigt werden müssen. Dies ist in der heutigen Zeit aber wahrscheinlich ein allgemeines Problem der heutigen Gesellschaft. Das Ende des Buches kommt dann leider auch etwas schneller als gedacht, was mir im Endeffekt nicht ganz so gut gefallen hat. Es hat ein bisschen den Eindruck hinterlassen, das Buch schnell beenden zu müssen. Dies ist im gesamten betrachtet allerdings nur ein kleiner und zu verschmerzender Minuspunkt. Ich für meinen Teil wünsche Uwe nur das Beste und danke ihm für dieses unglaublich starke Buch. Mich hat das Buch ein paar Wochen begleitet und so hatte ich das Gefühl, dass auch Uwe mich irgendwie in den letzten Wochen begleitet hat. Es ist kein Buch, was man einfach mal so in einem Rutsch durchliest. Man kann viel daraus mitnehmen, wenn man sich darauf einlässt und sich auch entsprechende Zeit nimmt. Viele Stellen habe ich mir markiert, um sie mir später erneut durchlesen zu können. Ich selbst habe keine attestierten Depressionen oder Angstzustände, dennoch haben einige Dinge, die der Autor gedacht und durchgemacht hat, auf mich zugetroffen. Durch solche Bücher und entsprechende Texte, bekommt man als Leser und auch als Betroffener oder Angehöriger Hoffnung. In meinen Augen sollten dieses Buch möglichst viele Menschen gelesen haben. Denn es ist die reine Wahrheit und öffnet vielleicht auch einigen die Augen. Depressionen sollten niemals ein Tabuthema sein und dazu trägt dieses Buch bei. Ich hoffe Uwe Hauck wird noch viele Patienten etc. damit ansprechen und vielleicht auch helfen können. Fazit: Hut ab vor so viel Offenheit! Ein Buch das viele Menschen gelesen haben sollten.

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  • #ausderklapse

    Depression abzugeben
    querleserin_102

    querleserin_102

    17. May 2017 um 13:15

    Inhalt:Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.Meinung:Wie bewertet man ein Buch, das den Alltag und die Therapien eines Depressiven Menschen beschreibt? Diese Frage habe ich mir wirklich lange gestellt und bin immer noch der Meinung, dass es sehr schwierig ist, dieses Buch zu bewerten. Trotzdem werde ich es versuchen und ich werde mich dann doch recht kurz fassen. Wie sich schon erahnen lässt, berichtet Uwe Hauck ungefiltert und mit dem nötigen Humor von seiner Erkrankung, seinem Selbstmordversuch und seiner anschließenden Therapie. Herr Hauck schreibt, „wie ihm der Schnabel gewachsen ist“ und vermittelt dem Leser so das Gefühl uneingeschränkt an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben zu dürfen. Ich fand es sehr interessant an seinen Gedankengängen und Gefühlen teilhaben zu dürfen. In der Mitte des Buches berichtet er dann von seinen Therapien und auch dies fand ich zum Teil sehr interessant, zum anderen Teil oftmals auch erschreckend, dass man nach bestimmten Schemen Therapiert wird und nicht so, wie man es eigentlich nötig hätte. Was mir jedoch am besten gefallen hat, waren seine Tweets. Über #ausderklapse Twitterte Herr Hauck seine Erlebnisse und ließ dort schon die „Außenwelt“ an seinem Alltag in der Klapse teilhaben. Unterm Strich ein wirklich tolles Buch, dass sowohl Betroffenen, als auch Angehörigen von Betroffenen die Augen öffnen kann.

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  • Offener Erfahrungsbericht

    Depression abzugeben
    Mienchen77

    Mienchen77

    16. May 2017 um 20:59

    In „Depression abzugeben“ berichtet Uwe Hauck als Betroffener offen über seine Depression und seine Angststörungen, die zu seinem Suizidversuch geführt haben. Der Autor schildert die anschließenden Therapien und lässt den Leser an seinen Gedanken und Gefühlen teilhaben. Nach einem mehrwöchigen Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung wechselt Uwe Hauck in die ambulante Tagesklinik. Zunächst scheinen die Therapien keine Wirkung zu entfalten, zumindest nach Meinung des Autors. So nach und nach stellt sich dann jedoch heraus, dass Tanztherapie, Maltherapie, Ergotherapie und vor allem die Gesprächsrunden und der Austausch mit seinen Mitpatienten langsam zu einer Besserung seines Zustands führen. Es ist ein langer Weg für Uwe Hauck, den er zu gehen hat. Und erst die Reha, der er zunächst eher ablehnend gegenübersteht, bringt ihn einen großen Schritt weiter. Uwe Hauck spricht offen und humorvoll über seinen Aufenthalt in den verschiedenen Therapieeinrichtungen. Auch wenn ihm manche Therapieangebote, wie z. B. die Männerrunde, zu esoterisch angehaucht sind, was ich gut nachfühlen kann, probiert er bewundernswerterweise die meisten ihm angebotenen Therapien aus. Man kann den Autor auf seinem Weg zu einem besseren Selbstwertgefühl begleiten. Der Leser erfährt auch viel über Schicksale von Mitpatienten. Der Autor trifft bei den Therapien auch Angehörige von Depressiven und wird sich dadurch schmerzhaft bewusst, was seine Frau und seine drei Kinder ertragen müssen. Es ist eine bewegende Schilderung, als Hilfestellung für depressive Menschen gedacht. Ob ein wirklich Betroffener dieses Buch lesen kann, kann ich nicht beurteilen. Für mich war es sehr informativ, es gibt mir die Möglichkeit, die Gedanken von depressiven Menschen besser zu verstehen und Verhaltensweisen besser einzuordnen. Insgesamt fand ich das Ganze etwas zu lange und die Einsichten des Autos am Schluss eigentlich offensichtlich. Der Autor lässt uns ehrlicherweise am Ende nicht in dem Glauben, dass mit ein paar Therapien alles vorbei ist, vielmehr stellt er fest, dass er mit seiner Depression wird leben müssen. Er befindet sich aber auf einem guten Weg.

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  • Depression abzugeben

    Depression abzugeben
    linasue

    linasue

    15. May 2017 um 18:18

    ★★★★★   (5 von 5 Sterne)Inhalt: Uwe Hauck könnte eigentlich glücklich mit seinem Leben sein, denn er hat einen guten Job, eine liebevolle Frau und 3 bezaubernde Kinder.Doch innerlich zerreißt ihn die Panik und die schlimmen Gedanken- denn Uwe Hauck leidet an Depressionen.Eines Tages weiß er weder ein noch aus und beschließt, es selbst zu beenden.Er denkt, mit seinem Suizid wären alle endlich froh, ihn nicht mehr als "Last" zu haben.Glücklicherweise scheitert sein Selbstmordversuch und Uwe Hauck wird in die Psychiatrie eingeliefert.Von da an schildert er in seinem aktuellen Buch ´´Depression abzugeben´´, seine Erlebnisse wie er den Klinikaufhenhalt und die Zeit danach erlebt hat.Er erzählt, wie es ist, mit Depression zu leben und das Leben trotz Schwierigkeiten zu meistern.Meinung:Als ich das Buch entdeckt habe, wollte ich es unbedingt lesen. Als selbst Depressive war ich neugierig, wie andere Leute die Depression empfinden, ob es Parallelen gibt.Ja, es gibt sie. Uwe Hauck hat in seinem Buch die ganzen Gefühle und Gedanken niedergeschrieben, die auch mich täglich begleiten.Man erlebt seine schweren Phasen, aber auch seine guten Phasen - und trotzdem hat Uwe Hauck immer versucht, den Humor nicht zu verlieren.Seine Twitterposts waren immer sehr amüsant.Ob das Buch etwas für depressive Menschen ist, muss jeder für sich entscheiden, mir persönlich war sehr vieles nicht neu, aber trotzdem interessant.Für Angehörige von Depressionskranken oder Menschen die mit Depressionskranken zu tun haben, ist es das ideale Buch, um wirklich zu erfahren, wie es Menschen mit Depressionen geht.Fazit:  Für Menschen, die wirklich mal wissen wollen, wie es depressiven Menschen geht, was sie denken und welchen Kampf sie täglich durchmachen müssen, ist es das ideale Buch.Ich kann es wirklich weiter empfehlen.

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  • Tolles Buch

    Depression abzugeben
    brauneye29

    brauneye29

    08. May 2017 um 21:42

    Zum Inhalt: Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet.  Meine Meinung: Mit einer riesigen Portion Humor und dennoch sehr offen und ernsthaft berichtet der Autor über seine Depression, seinen Selbstmordversuch, seine Klinikaufenthalte, Therapien, Rehabilitation, Wiedereingliederung und die Erkenntnis, dass die Erkrankung nicht heilbar ist aber in den Griff zu bekommen ist. Auch gibt er einen Einblick in das Gefühlsleben seiner Umgebung. Bewundernswert ist seine Familie, die einfach zu ihm hält, was sicher sehr schwierig ist. Ich glaube, dass dieses Buch für viele Menschen sehr interessant ist, seien sie betroffen oder auch nicht. Fazit: Tolles Buch mit schwieriger Thematik, die aber gut verpackt wurde.

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    • 3
  • Sehr empehlenswert für Betroffene und Angehörige!

    Depression abzugeben
    Bluuub

    Bluuub

    14. April 2017 um 11:34

    Das beste Buch was ich bisher zum Thema Depressionen aus Sicht eines Betroffenen gelesen habe. Ein umfangreicher Einblick für Außenstehende und ein großer Wiedererkennungswert für Betroffene. Ich hätte auf jeder Seite etwas markieren können, da mir das Buch so aus der Seele gesprochen hat. Ich werde es auf jeden Fall meinem Umfeld als Lektüre empfehlen, damit sie mich als Betroffene besser verstehen. Wie in dem Buch beschrieben erahnen Andere aufgrund der Masken nicht, was sich bei einer Depression im Kopf abspielt. Ich habe oft überlegt wie man es erklären soll, nun habe ich mit Uwe Haucks Buch ein Sprachrohr gefunden.Ein Hinweis an Betroffene: dieses Buch ist ein subjektiver Bericht von Herrn Hauck. Somit spiegelt er nur seine eigene Meinung wieder (z.B. die Fragwürdigkeit von Bewegungstherapie). Jeder sucht sich die für sich geeigneten Therapien und Hilfen heraus. Ich finde es ist kein Grund eine schlechte Wertung abzugeben nur weil man eine andere Meinung hat und die Therapien liebt, die Herrn Hauck nicht zugesagt haben.

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  • Sehr bereichernd

    Depression abzugeben
    Readi

    Readi

    05. March 2017 um 10:13

    Achtung Triggerwarnung.Die nachfolgende Rezension kann Trigger enthaltenIn der heutigen Zeit ist es längst nicht mehr "ungewöhnlich", dass viele Menschen wegen Depressionen behandelt werden. Trotzdem ist es in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabu, auch darüber zu sprechen. Immer noch haftet dem Thema etwas negatives an, ist es etwas, für das man sich womöglich schämt. Schluss damit!!Uwe Hauck bricht mit dem Tabuthema und berichtet schonungslos, offen und ehrlich darüber, wie er nach einem Suizidversuch in die Psychiatrie eingewiesen wurde.Langsam aber sicher hat er sich seinen Weg zurück ins Leben erkämpft und geht den Kampf gegen die Depression mutig an.Über seinen Aufenthalt in der geschlossenen und offenen Psychiatrie sowie in der Tagesklinik berichtet er. Über die Erfahrungen, die er in den unterschiedlichen Einrichtungen und mit den unterschiedlichsten Therapieformen gemacht hat. Man darf teilhaben an seinen Erkenntnissen über sich selbst und kann dabei oftmals seine eigenen Einstellungen und Empfindungen überdenken.Schon während seiner Zeit in den unterschiedlichen Einrichtungen führt Uwe Hauck Tagebuch und twittert.Diese Einträge helfen ihm, zeigen sie doch, dass sein Schicksal viele Menschen "dort draußen" berührt und auch betrifft. Es gibt sie, die Menschen, die ebenfalls erkrankt sind und die Verständnis haben. Viele machen sich Gedanken.Denn gerade in der heutigen Gesellschaft kennt fast jeder irgendwen, der auch an Depressionen erkrankt und deswegen in Behandlung ist.Als Außenstehender traut man sich vielleicht nicht unbedingt, den Anderen darauf anzusprechen. Man weiß nicht, ob der Andere darüber reden möchte.Als Betroffener traut man sich vielleicht ebenfalls nicht unbedingt, darüber zu reden, da man sich schämt....Dieses Buch kann helfen. Es hilft dabei, dass sich Betroffene nicht alleine fühlen. Es hilft dabei, dass man besser verstehen kann. Es hilft auch dabei, dass man lachen kann, denn manche Ereignisse im Klinikalltag und wie der Autor sie beschreibt, sind durchaus sehr humorig!Nicht alle Menschen brauchen z.B. die gleichen Therapien und so kann es schon mal sein, dass man sich trotz des ernsten Themas dabei ertappt, dass man lachen muss beim Lesen. Tanztherapie oder Stammesrituale passen eben nicht zu jedem. Aber das ist auch okay. Letztendlich kommt es darauf an, dass man die für jeden selbst passende Therapie findet, sich darauf einlässt und versucht, sein Leben neu zu gestalten.Sicherlich wird es immer auch mal wieder Rückschläge geben. Auch das spricht Uwe Hauck an.Und während seiner Zeit "in der Klapse" merkt man, dass auch das nur ein ganz normaler Klinikalltag ist.Ein für mich ganz anderes, ein tolles Buch.Der Schreibstil war angenehm und es war sehr gut zu lesen und verständlich beschrieben. Es war wahnsinnig interessant, hat mich oft innehalten und nachdenken lassen und wird mich hoffentlich auch für die Zukunft weiterhin noch nachhaltig beeinflussen. Es hat mich auf jeden Fall bereichert.

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  • Ehrlich und authentisch

    Depression abzugeben
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    27. February 2017 um 19:36

    Das Buch ist ein wichtiger Baustein um einen Einblick in das Gefühlsleben eines Menschen mit Depressionen zu erhalten. Der Autor Uwe Hauck beschreibt das Thema, auf, ja auf fast schon witzige Weise, so dass man manchmal schmunzelt oder kurz auflacht, wo es eigentlich nichts zu lachen gibt. Das Lachen der Verzweiflung, sozusagen. Seine Erfahrungen hat er in einem angenehmen Erzählton verfasst, der sich schnell und einfach lesen lässt. Allerdings gibt es sehr detaillierte Beschreibungen über die Inneneinrichtungen der Reha-Kliniken, so dass für mich Längen entstanden. Natürlich mag ein Leser, der noch in keiner Reha war, dies gerne lesen. Der Autor erzählt wirklich alles, und so erhält man einen sehr genauen Überblick, was einen in der „Klapse“ und in der Reha-Klinik erwarten würde. Anhand der Inhaltsangabe könnte man meinen, Uwe Hauck schreibt nur aus der „Klapse“, was für mich Umgangssprachlich als Psychiatrie steht. Aber eine Reha-Klinik, selbst eine psychosomatische ist für mich keine für mich keine Klapse. Die Eindrücke aus seiner Reha sind authentisch erzählt, jeder der in einer solchen Maßnahme war, wird das bestätigen können, im Guten wie im Schlechten. Gutes wie neue Freundschaften zu finden, auch wenn man es nicht erwarten wird. Alles an Literatur zu lesen, dessen man habhaft werden kann. Schlechtes, wenn einen die Behandlungen und Therapien nur noch nerven.     Alles in allem: Dieses Buch ist in diesem Sinne kein Sachbuch, sondern ein sehr ausführlicher Erfahrungsbericht, der aber den Vorteil hat, dass die Krankheit Depression aus der Sicht eines Betroffenen sehr ehrlich und ausführlich geschildert wird, der vielleicht auch den Sinn der Therapien in Frage stellt. Eine neue digitale Komponente stellen dabei seine Twitter-Nachrichten #ausderklapse dar.

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  • Ehrlicher Erfahrungsbericht

    Depression abzugeben
    Siiri

    Siiri

    20. February 2017 um 20:59

    Achtung: Die nachfolgende Rezension kann Trigger enthalten!In diesem Buch geht es um eine Krankheit, die in unserer Gesellschaft leider viel zu häufig noch immer als Tabuthema behandelt wird – die Depression. Offen und schonungslos erzählt Uwe Hauck von seinem Selbstmordversuch und wie es dazu kam, und wir Leser dürfen ihn anschließend ein Jahr lang auf seinem Weg zur Besserung begleiten, der ihn durch drei unterschiedliche Kliniken führt und auf dem er eine Menge über sich selbst und andere lernt. Das Buch gibt einen ehrlichen Einblick in das Gefühlsleben und die Gedankenwelt eines Menschen, der an einer psychischen Erkrankung leidet. Dabei lockern humorvolle Passagen die tiefgründige und oft nachdenklich stimmende Erlebniserzählung immer wieder auf. So brachten mich etwa Anekdoten über sehr originelle Therapieformen des Öfteren zum Schmunzeln. Wie Uwe Hauck in dem Buch feststellt, findet man bei psychisch kranken Menschen oftmals den besten schwarzen Humor – und das belegt er gleich selbst in seinem Buch. Auch die Gespräche zwischen dem Autor und seinen Mitpatienten, die immer wieder in die Erzählung eingestreut sind, enthalten sehr viele feinsinnige Gedanken und Lebensweisheiten, aus denen jeder Leser etwas für sich mitnehmen kann. Kein Wunder, dass Uwe Hauck diese Gespräche unter Patienten als hilfreicher als viele der „professionellen“ Therapien empfunden hat. Uwe Hauck spart in seinem Buch aber auch nicht mit Gesellschaftskritik. Sind doch der hohe Stellenwert, den unsere Gesellschaft dem Beruf beimisst und der daraus entstehende Druck auf den einzelnen Arbeitnehmer alles andere als förderlich für die psychische Gesundheit. Der Mensch wird darauf getrimmt, zu funktionieren und nach außen hin immerzu positiv und extrovertiert zu wirken, was dazu führt, dass viele Menschen sich gezwungen fühlen, in der Öffentlichkeit stets eine Maske zu tragen. Klar, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann. Wie Uwe Hauck an mehreren Stellen in seinem Buch anmerkt, ist der wahre Irrsinn dieser Welt oft außerhalb der Klapse zu finden, wo viel zu viele untherapierte Verrückte am Werk sind und besonders sensiblen Menschen das Leben schwer machen. Bereits während seiner Klinikaufenthalte twitterte Uwe Hauck regelmäßig unter dem Hashtag „#ausderklapse“, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit über diese gefährliche, potenziell lebensgefährliche Krankheit aufzuklären und gleichzeitig auch Vorurteile über die daran erkrankten Menschen sowie über psychiatrische Kliniken abzubauen. Der Erfolg seiner Social Media-Aktivitäten gab ihm Recht, so dass er seither wichtige Aufklärungsarbeit über psychische Krankheiten leistet und dadurch hilft, das Stigma von den betroffenen Menschen zu nehmen und Verständnis in der Gesellschaft zu schaffen.Der Schreibstil des Buches ist unterhaltsam, geistreich und auch für Laien gut verständlich, da der Autor auf Fachchinesisch verzichtet und den Fokus merkbar darauf legt, vom Leser verstanden zu werden und einen ehrlichen Einblick in sein Seelenleben zu gewähren. Es sei deshalb nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um ein Fachbuch handelt, sondern um einen Erlebnisbericht, der neben dem eindeutig vorhandenen Informationswert auch unterhalten soll.Alles in allem ist dieses Buch sowohl für Leser zu empfehlen, die selbst an Depressionen und Angststörungen erkrankt sind, als auch für deren Angehörige und für nicht Betroffene. Selbst erkrankte Leser erhalten durch das Buch viele wertvolle Impulse zum Umgang mit ihrer Krankheit, andere Leser gewinnen durch das Buch einen informativen und ehrlichen Einblick in das Gefühlsleben und die Gedankenwelt solcher Menschen und lernen zu verstehen, was diese Krankheit bei einem Menschen anrichten kann und wie man als Außenstehender damit umgehen kann (und wie besser nicht). Klare Leseempfehlung von mir! 

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  • Guter Einblick in den Kopf eines Depressiven

    Depression abzugeben
    Bücherkrähe

    Bücherkrähe

    20. February 2017 um 19:08

    Triggerwarnung: Diese Rezension bespricht ein Buch über Depressionen und könnte für Betroffene Trigger enthalten Worum geht's? Uwe Hauck versuchte Anfang 2015, sich das Leben zu nehmen. Der Versuch schlug fehl, und als er in der Notaufnahme aufwachte wurde ihm klar, dass er Hilfe braucht. Nach ein paar Tagen auf der geschlossenen Station kommt er auf eine offene und beginnt dort seinen Weg, mit der Krankheit zu leben. Allerdings wird er während der stationären Behandlung „nur“ medikamentös eingestellt, ansonsten in therapeutischen Angeboten erstmal beschäftigt. Nach einigen Wochen wechselt Hauck in die Tagesklinik und endlich gibt es auch Gespräche über seine Krankheit. Doch wie schon während der stationären Therapie wird seine Internet- und Technikaffinität missverstanden und falsch verstanden, sogar als Internetsucht ausgelegt. Zum Verständnis: Hauck tweetete regelmäßig über seinen Klinikalltag mit dem Hashtag #ausderklapse, was ihm persönlich sehr half, besser mit seiner Krankheit umzugehen. Doch Verteufelungen, zu starre Regeln und gar Verbote waren schon immer Gift für Haucks Psyche, sie haben ihn letztlich mit in den Suizidversuch getrieben, nicht davor bewahrt. Nach etlichen Wochen zu Hause, die schwer genug waren, kommt Hauck noch mal für einige Wochen in die Reha-Klinik. Hauck fügt sich nur widerwillig in das neue Therapiekonzept, und analysiert später auch, woran das lag. Doch auch wenn er sich nicht ganz wohlfühlt mit manchen Therapiekonzepten, merkt er irgendwann doch, dass sie helfen. Er ist gefestigter nach einem Jahr in verschiedenen Kliniken und zu Hause, doch dass er noch am Anfang seines Weges ist, merkt Hauck während der Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag. Wie war's? Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Leserunden.de< lesen, die von Uwe Hauck begleitet wurde. Im Buch wie auch im Forum oder auch auf Vorträgen ist er sehr offen, was die Krankheit der Depression angeht. Sein erklärtes Ziel ist Aufklärung und, wie er es nennt, Lobbyarbeit für die Betroffenen. Mit dem Buch legt er einen guten Grundstein, denn vor allem für Angehörige bietet es einen Einblick in die Krankheit und in die Gedankenwelt eines an Depression erkrankten Menschen – egal ob Depression die Hauptdiagnose sind oder, wie hier später heraus kam, Symptom einer anderen Diagnose ist. In einem Abschnitt war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Hauck kam mir dort sehr arrogant und überheblich vor, so, wie er über die Therapien sprach. Es hat etwas Überwindung gekostet, aber ich habe ihn im Forum direkt darauf angesprochen: „Ich habe deinen Ton und deine Art, über die Therapien in der Tagesklinik zu sprechen, tlw. als überheblich und auch etwas herablassend empfunden. Ich hoffe, ich erwische dich da nicht auf dem falschen Fuß, Uwe. Du hast den Sinn und Zweck hinter den einzelnen Therapieangeboten nicht verstanden und sie daraufhin schlecht gemacht. Im Grunde das Gleiche, was die Ärzte mit deiner Technik- und Internetpassion machen.“ „Bücherkrähe du erwischt mich da garnicht auf dem falschen Fuss, genau das wollte ich ja vermitteln, dass ich da am Anfang meine Probleme damit hatte, zum Teil auch überheblich reagiert habe. Auch das ist ein Teil dessen, was man erst durch die ganz Therapie lernt. Über den Schatten springen, neues versuchen, den eigenen Tellerrand überschreiten. Dazu war ich aber beim Wechsel dorthin noch nicht bereit.“ So ganz reflektiert bzw. erklärt hat Hauck das am Ende doch nicht, auch wenn er die Wirkung der Therapien anerkennt. Er macht sich bspw. bis zum Schluss über die Kreisform der Sitzordnung in allen Therapien lustig, dabei frage ich mich, was die Alternative wäre. Streckenweise empfand ich das Buch als wirklich anstrengend, und es kommt meiner Meinung nach nicht an Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben von Matt Haig heran. Trotzdem ist Depression abzugeben eine gute und vor allem ratsame Lektüre besonders für Angehörige von depressiven Menschen, die statt medizinischen Fakten und Ratgebern einen Einblick in die Gedanken von Betroffenen gewinnen möchten. Die Kapitel lesen sich leicht herunter und werden immer wieder von Haucks Tweets, die er während seiner Klinikaufenthalte schrieb, strukturiert werden. Danke an Leserunden.de für die Organisation der Leserunde, an Uwe Hauck für die tolle Begleitung, und an Bastei Lübbe für das Leseexemplar.

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  • Jeder wird etwas aus diesem Buch fürs Leben mitnehmen

    Depression abzugeben
    Faancy

    Faancy

    24. January 2017 um 17:00

    Uwe Hauck gewährt uns in seinem Buch "Depression abzugeben" einen schonungslosen und ehrlichen Einblick in das Gefühlsleben eines Erkrankten. Vom Suizidversuch, der glücklicherweise misslungen ist, bis über die unterschiedlichen Klinikaufenthalte begleiten wir ihn auf seiner Reise. Dabei lässt er jeglichen unverständlichen Fachjargon weg und konzentriert sich auf das Wesentliche. Es geht darum, auf die Krankheit und die Auswirkungen, aufmerksam zu machen und da nützt es nichts, wenn mit Fachbegriffen um sich geschmissen wird. Sein Erfahrungsbericht ist für jeden verständlich und erfüllt seinen Zweck, auf das Thema aufmerksam zu machen, allemal. Untermalt wird das ganze durch das Einbinden seiner Tweets mit dem Hashtag #ausderklapse. Diese hat er während seiner Klinikaufenthalte veröffentlicht und somit live aus der Klinik berichtet.  Uwe Hauck geht auf die vielen unterschiedlichen Facetten ein, die das Krankheitsbild der Depression mit sich bringt. Dies geschieht auf eine leicht humorvolle Art und Weise, wobei der Ernst der Lage niemals vergessen wird. Seine Geschichte wird im Laufe des Buches immer wiederholt, weil er so viele Stationen besucht. Er beleuchtet jedoch mit jedem Mal einen anderen Aspekt und so erfährt der Leser immer mehr über Uwe Hauck und die Ursachen für seine Erkrankung. Außerdem ist es so in keinem Augenblick langweilig, die im Grunde gleiche Geschichte zu hören. Im Gegenteil, zusammen mit Uwe Hauck versucht man, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Der lockere, leichte Schreibstil lässt die Geschichte lebendig werden und macht Uwe Hauck ungemein sympathisch. Seine Erfahrungen sind erschreckend und doch verliert er nicht den Mut. Er macht einfach weiter und somit setzt er ein wichtiges Zeichen. Ich konnte so viel für mein eigenes Leben daraus mitnehmen. Die Lebensweisheiten, die er von sich gibt, sind für jeden hilfreich. Dabei ist es vollkommen irrelevant, ob man selbst unter Depressionen leidet oder jemanden kennt. Denn im Grunde geht es auch darum, die Freude am Leben nicht zu verlieren. Aber natürlich kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Personen, die ebenfalls erkrankt sind, viel Hoffnung und Mut aus seiner Geschichte ziehen werden! Und ich hoffe, dass dieses Buch vielen Leuten, die die Augen vor psychischen Krankheiten verschließen und ihre Existenz anzweifeln, etwas daraus lernen können.  Depression Abzugeben ist ein Buch, ein Bewusstsein für die Krankheit schaffen soll. Es ist erschreckend, aber gibt gleichzeitig auch viel Hoffnung und Mut. Das Buch hat wahrscheinlich eine tröstende Wirkung. Das Beste an diesem Buch ist jedoch die Tatsache, dass es wirklich jeder lesen kann und sollte. Es ist egal, ob man selbst erkrankt ist, jemanden kennt oder "normal" ist. Jeder wird etwas für sein Leben mitnehmen können. Weshalb es von mir eine klare Leseempfehlung gibt.

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  • Für Betroffene, Angehörige und jeden ehrlich Interessierten!

    Depression abzugeben
    BlackTeaBooks

    BlackTeaBooks

    20. January 2017 um 15:53

    Zuerst noch kurz eine Trigger-Warnung für Details zum Thema Depression - der Titel sagt es ja schon, aber sicher ist sicher. Außerdem wird die Rezension etwas länger, aber das hat dieses Buch auch verdient.In Depression abzugeben erzählt Uwe Hauck nämlich auf ausführliche und persönliche Weise von seiner Depression, Therapien und allem was dazu gehört, um mehr Menschen zu zeigen was genau hinter dieser Krankheit steckt. Es beginnt auch sofort mit der schlimmsten Phase die der Autor durchleben musste und schließlich zum Suizidversuch geführt hat, welcher vom Auslöser bis zum Krankenhausaufenthalt beschrieben wird. Das kann schon fast als schonungsloser Einstieg bezeichnet werden und ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Trotzdem, oder gerade deswegen, finde ich es wichtig davon zu lesen und diese gefährlichen Gedankenspiralen kennen zu lernen, die zu solchen drastischen Entscheidungen führen.Viele neue Eindrücke bieten dann die Beschreibungen der Abläufe in der Psychiatrie. Dass Zwangsjacken und Gummizellen hier nicht an der Tagesordnung sind dachte ich mir schon, aber eine genauere Vorstellung hatte ich auch nicht - und es gibt genug Leute die solche Klischees noch immer für die Realität halten, also sollte man genau deswegen darüber sprechen. Es war erschreckend und enttäuschend zu lesen, dass im Bezug auf psychische Krankheiten noch immer so viel Unverständnis, Vorurteile und soziale Tabus existieren und diesen unvorstellbaren Druck ausüben.Das gilt auch für die Schwarzmalerei von Twitter & Co, womit der Autor immer wieder konfrontiert wird und die mich ehrlich gesagt doch überrascht hat. Unsere Generation geht inzwischen selbstverständlich mit der Technik um und vergisst schnell einmal, dass ein großer Teil der "Älteren" noch immer viele Vorbehalte hat. Dabei scheint gerade Twitter dem Autor geholfen zu haben - nicht zuletzt hat er dort den Hashtag #ausderklapse kreiert, unter dem er regelmäßig aus der Klinik berichtet hat. Diese Tweets finden sich auch gelegentlich im Buch wieder, was eine tolle Idee und Auflockerung war. Ich konnte zwar nicht immer einen direkten Bezug zwischen Tweet und dem jeweiligen Absatz herstellen, aber trotzdem wurde das Ganze dadurch noch einmal greifbarer. Auch Erwähnungen von Quizduell oder Whatsapp-Gruppen helfen zu realisieren, dass genau jetzt depressive Menschen gegen ihre Krankheit ankämpfen.Und das wird im Verlauf des Buches immer klarer, selbst wenn man sich dessen schon bewusst war: Depression ist einfach eine Krankheit, eine Verletzung der Seele, mehr wie ein Knochenbruch und weniger wie Zwangsjacken-Verrücktheit. Dadurch wird außerdem deutlich dass es endlich normal sein sollte, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. Wenn man sich ein Bein bricht versucht man schließlich auch nicht, das selbst wieder zu richten. Bei psychischen Krankheiten kommt nur leider das Problem der Unsichtbarkeit dazu, was eine weitere Erinnerung an die Wichtigkeit des Buches ist.Die Stimmung heben kleine Witze oder Wortspiele, oft mit einer Portion Sarkasmus und schwarzem Humor. Das finde ich persönlich großartig, denn es zeigt dass der Autor und die anderen Patienten trotz allem noch über sich selbst lachen können. Interesse wie es weitergeht wird durch Andeutungen und Ausblicke geweckt; nur manchmal fehlte die Spannung und einige Beschreibungen haben sich etwas gezogen. Doch auch die trägen Stellen spielen eine Rolle, weil es sich ja für die Patienten selbst so anfühlt. Ebenso deutlich erlebt man auch die Momente, in denen aus normalen Situationen hinterrücks dunkle Gedanken entstehen, was doch sehr erschreckend war und zeigt, dass man diese Abwärtsspiralen nur schwer aufhalten kann wenn man sie nicht erkennt.Es ist also unabdingbar von den Klinikaufenthalten, Therapien und Gesprächen zu erzählen, aber was mich vor allem interessiert hat waren die Reaktionen der anderen Menschen im Umfeld des Autors. Seine Familie geht beispielsweise fast schon vorbildhaft mit der schwierigen Situation um und hat ein großes Lob verdient, aber leider gibt es wie erwähnt auch viel Unverständnis oder Rücksichtslosigkeit. Von den Freundschaften zwischen den Patienten hätte ich außerdem gern noch etwas mehr erfahren, was aber verständlicher Weise nicht immer leicht einzubauen ist. Dafür gibt es mit jedem Wechsel zwischen Station, Tagesklinik und Reha wieder neue Menschen, neue Therapien und neue Eindrücke wie das Leben mit dieser Krankheit aussieht.Viele Menschen die an einer psychischen Krankheit leiden müssen auf schwierige Ereignisse in ihrer Kindheit zurückblicken, und ich hatte großen Respekt für die Offenheit, mit der dieser Aspekt behandelt wird. Im Laufe des Buches merkt man außerdem, wie sich unbewusst seine Sprache verändert je besser es dem Autor geht. Und obwohl das Ende etwas abrupt war, runden intelligente, logische Feststellungen über psychische Erkrankungen das Buch ab. Da man viele Momente dieses schwierigen Weges quasi mit dem Autor geht ist man irgendwie selbst stolz auf seine Fortschritte und bekommt viel Respekt vor jedem Betroffenen.Depression abzugeben ist nicht unbedingt ein Buch was man einfach mal so nebenbei liest, aber wenn man ein ehrliches Interesse an der Krankheit und den betroffenen Menschen hat, kann man unglaublich viel lernen. Manchmal gab es etwas zu viele nebensächliche Details und einen etwas trägen Verlauf der Geschichte, aber es ist vorrangig eine absolut wahre, ehrliche und persönliche Erzählung. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch die überfällige Diskussion ins Rollen bringen kann und das Thema Depression endlich normalisiert - das Potenzial hat es auf jeden Fall. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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