Depression abzugeben

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Inhaltsangabe zu „Depression abzugeben“ von Uwe Hauck

Seelische Erkrankungen verschleppt man oft und das kann schiefgehen. Uwe Hauck möchte über das Tabuthema Depressionen aufklären, den Betroffenen die Angst vor Psychiatrien nehmen und einen Einblick in das geben, was einem in der Klapse erwartet. Offen, schonungslos und unterhaltsam lässt er uns an seinem Therapieverlauf teilnehmen und spart nicht mit Anekdoten über Beschäftigungsmaßnahmen, wie Korbflechten, Maltherapien oder Ausdruckstänzen. Denn die Klapse ist nichts anderes als ein Krankenhaus für gebrochene Seelen, und eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden, so der Autor.

Ein sehr ehrlicher Erfahrungsbericht über psychische Erkrankungen. Lesenswert!

— Siiri
Siiri

Aufschlussreich und absolut ehrlich - wohl eines der wichtigsten Bücher in diesem Jahr

— BlackTeaBooks
BlackTeaBooks

Sehr hilfreich für Betroffene und deren Angehörige!

— pandora84
pandora84

ein sehr wertvolles, informatives Buch für Betroffene und Angehörige

— Engel1974
Engel1974

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    Depression abzugeben
    Siiri

    Siiri

    20. February 2017 um 20:59

    Achtung: Die nachfolgende Rezension kann Trigger enthalten!In diesem Buch geht es um eine Krankheit, die in unserer Gesellschaft leider viel zu häufig noch immer als Tabuthema behandelt wird – die Depression. Offen und schonungslos erzählt Uwe Hauck von seinem Selbstmordversuch und wie es dazu kam, und wir Leser dürfen ihn anschließend ein Jahr lang auf seinem Weg zur Besserung begleiten, der ihn durch drei unterschiedliche Kliniken führt und auf dem er eine Menge über sich selbst und andere lernt. Das Buch gibt einen ehrlichen Einblick in das Gefühlsleben und die Gedankenwelt eines Menschen, der an einer psychischen Erkrankung leidet. Dabei lockern humorvolle Passagen die tiefgründige und oft nachdenklich stimmende Erlebniserzählung immer wieder auf. So brachten mich etwa Anekdoten über sehr originelle Therapieformen des Öfteren zum Schmunzeln. Wie Uwe Hauck in dem Buch feststellt, findet man bei psychisch kranken Menschen oftmals den besten schwarzen Humor – und das belegt er gleich selbst in seinem Buch. Auch die Gespräche zwischen dem Autor und seinen Mitpatienten, die immer wieder in die Erzählung eingestreut sind, enthalten sehr viele feinsinnige Gedanken und Lebensweisheiten, aus denen jeder Leser etwas für sich mitnehmen kann. Kein Wunder, dass Uwe Hauck diese Gespräche unter Patienten als hilfreicher als viele der „professionellen“ Therapien empfunden hat. Uwe Hauck spart in seinem Buch aber auch nicht mit Gesellschaftskritik. Sind doch der hohe Stellenwert, den unsere Gesellschaft dem Beruf beimisst und der daraus entstehende Druck auf den einzelnen Arbeitnehmer alles andere als förderlich für die psychische Gesundheit. Der Mensch wird darauf getrimmt, zu funktionieren und nach außen hin immerzu positiv und extrovertiert zu wirken, was dazu führt, dass viele Menschen sich gezwungen fühlen, in der Öffentlichkeit stets eine Maske zu tragen. Klar, dass dies auf Dauer nicht gut gehen kann. Wie Uwe Hauck an mehreren Stellen in seinem Buch anmerkt, ist der wahre Irrsinn dieser Welt oft außerhalb der Klapse zu finden, wo viel zu viele untherapierte Verrückte am Werk sind und besonders sensiblen Menschen das Leben schwer machen. Bereits während seiner Klinikaufenthalte twitterte Uwe Hauck regelmäßig unter dem Hashtag „#ausderklapse“, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit über diese gefährliche, potenziell lebensgefährliche Krankheit aufzuklären und gleichzeitig auch Vorurteile über die daran erkrankten Menschen sowie über psychiatrische Kliniken abzubauen. Der Erfolg seiner Social Media-Aktivitäten gab ihm Recht, so dass er seither wichtige Aufklärungsarbeit über psychische Krankheiten leistet und dadurch hilft, das Stigma von den betroffenen Menschen zu nehmen und Verständnis in der Gesellschaft zu schaffen.Der Schreibstil des Buches ist unterhaltsam, geistreich und auch für Laien gut verständlich, da der Autor auf Fachchinesisch verzichtet und den Fokus merkbar darauf legt, vom Leser verstanden zu werden und einen ehrlichen Einblick in sein Seelenleben zu gewähren. Es sei deshalb nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich nicht um ein Fachbuch handelt, sondern um einen Erlebnisbericht, der neben dem eindeutig vorhandenen Informationswert auch unterhalten soll.Alles in allem ist dieses Buch sowohl für Leser zu empfehlen, die selbst an Depressionen und Angststörungen erkrankt sind, als auch für deren Angehörige und für nicht Betroffene. Selbst erkrankte Leser erhalten durch das Buch viele wertvolle Impulse zum Umgang mit ihrer Krankheit, andere Leser gewinnen durch das Buch einen informativen und ehrlichen Einblick in das Gefühlsleben und die Gedankenwelt solcher Menschen und lernen zu verstehen, was diese Krankheit bei einem Menschen anrichten kann und wie man als Außenstehender damit umgehen kann (und wie besser nicht). Klare Leseempfehlung von mir! 

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  • Guter Einblick in den Kopf eines Depressiven

    Depression abzugeben
    Bücherkrähe

    Bücherkrähe

    20. February 2017 um 19:08

    Triggerwarnung: Diese Rezension bespricht ein Buch über Depressionen und könnte für Betroffene Trigger enthalten Worum geht's? Uwe Hauck versuchte Anfang 2015, sich das Leben zu nehmen. Der Versuch schlug fehl, und als er in der Notaufnahme aufwachte wurde ihm klar, dass er Hilfe braucht. Nach ein paar Tagen auf der geschlossenen Station kommt er auf eine offene und beginnt dort seinen Weg, mit der Krankheit zu leben. Allerdings wird er während der stationären Behandlung „nur“ medikamentös eingestellt, ansonsten in therapeutischen Angeboten erstmal beschäftigt. Nach einigen Wochen wechselt Hauck in die Tagesklinik und endlich gibt es auch Gespräche über seine Krankheit. Doch wie schon während der stationären Therapie wird seine Internet- und Technikaffinität missverstanden und falsch verstanden, sogar als Internetsucht ausgelegt. Zum Verständnis: Hauck tweetete regelmäßig über seinen Klinikalltag mit dem Hashtag #ausderklapse, was ihm persönlich sehr half, besser mit seiner Krankheit umzugehen. Doch Verteufelungen, zu starre Regeln und gar Verbote waren schon immer Gift für Haucks Psyche, sie haben ihn letztlich mit in den Suizidversuch getrieben, nicht davor bewahrt. Nach etlichen Wochen zu Hause, die schwer genug waren, kommt Hauck noch mal für einige Wochen in die Reha-Klinik. Hauck fügt sich nur widerwillig in das neue Therapiekonzept, und analysiert später auch, woran das lag. Doch auch wenn er sich nicht ganz wohlfühlt mit manchen Therapiekonzepten, merkt er irgendwann doch, dass sie helfen. Er ist gefestigter nach einem Jahr in verschiedenen Kliniken und zu Hause, doch dass er noch am Anfang seines Weges ist, merkt Hauck während der Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag. Wie war's? Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Leserunden.de< lesen, die von Uwe Hauck begleitet wurde. Im Buch wie auch im Forum oder auch auf Vorträgen ist er sehr offen, was die Krankheit der Depression angeht. Sein erklärtes Ziel ist Aufklärung und, wie er es nennt, Lobbyarbeit für die Betroffenen. Mit dem Buch legt er einen guten Grundstein, denn vor allem für Angehörige bietet es einen Einblick in die Krankheit und in die Gedankenwelt eines an Depression erkrankten Menschen – egal ob Depression die Hauptdiagnose sind oder, wie hier später heraus kam, Symptom einer anderen Diagnose ist. In einem Abschnitt war ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Hauck kam mir dort sehr arrogant und überheblich vor, so, wie er über die Therapien sprach. Es hat etwas Überwindung gekostet, aber ich habe ihn im Forum direkt darauf angesprochen: „Ich habe deinen Ton und deine Art, über die Therapien in der Tagesklinik zu sprechen, tlw. als überheblich und auch etwas herablassend empfunden. Ich hoffe, ich erwische dich da nicht auf dem falschen Fuß, Uwe. Du hast den Sinn und Zweck hinter den einzelnen Therapieangeboten nicht verstanden und sie daraufhin schlecht gemacht. Im Grunde das Gleiche, was die Ärzte mit deiner Technik- und Internetpassion machen.“ „Bücherkrähe du erwischt mich da garnicht auf dem falschen Fuss, genau das wollte ich ja vermitteln, dass ich da am Anfang meine Probleme damit hatte, zum Teil auch überheblich reagiert habe. Auch das ist ein Teil dessen, was man erst durch die ganz Therapie lernt. Über den Schatten springen, neues versuchen, den eigenen Tellerrand überschreiten. Dazu war ich aber beim Wechsel dorthin noch nicht bereit.“ So ganz reflektiert bzw. erklärt hat Hauck das am Ende doch nicht, auch wenn er die Wirkung der Therapien anerkennt. Er macht sich bspw. bis zum Schluss über die Kreisform der Sitzordnung in allen Therapien lustig, dabei frage ich mich, was die Alternative wäre. Streckenweise empfand ich das Buch als wirklich anstrengend, und es kommt meiner Meinung nach nicht an Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben von Matt Haig heran. Trotzdem ist Depression abzugeben eine gute und vor allem ratsame Lektüre besonders für Angehörige von depressiven Menschen, die statt medizinischen Fakten und Ratgebern einen Einblick in die Gedanken von Betroffenen gewinnen möchten. Die Kapitel lesen sich leicht herunter und werden immer wieder von Haucks Tweets, die er während seiner Klinikaufenthalte schrieb, strukturiert werden. Danke an Leserunden.de für die Organisation der Leserunde, an Uwe Hauck für die tolle Begleitung, und an Bastei Lübbe für das Leseexemplar.

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  • Jeder wird etwas aus diesem Buch fürs Leben mitnehmen

    Depression abzugeben
    Faancy

    Faancy

    24. January 2017 um 17:00

    Uwe Hauck gewährt uns in seinem Buch "Depression abzugeben" einen schonungslosen und ehrlichen Einblick in das Gefühlsleben eines Erkrankten. Vom Suizidversuch, der glücklicherweise misslungen ist, bis über die unterschiedlichen Klinikaufenthalte begleiten wir ihn auf seiner Reise. Dabei lässt er jeglichen unverständlichen Fachjargon weg und konzentriert sich auf das Wesentliche. Es geht darum, auf die Krankheit und die Auswirkungen, aufmerksam zu machen und da nützt es nichts, wenn mit Fachbegriffen um sich geschmissen wird. Sein Erfahrungsbericht ist für jeden verständlich und erfüllt seinen Zweck, auf das Thema aufmerksam zu machen, allemal. Untermalt wird das ganze durch das Einbinden seiner Tweets mit dem Hashtag #ausderklapse. Diese hat er während seiner Klinikaufenthalte veröffentlicht und somit live aus der Klinik berichtet.  Uwe Hauck geht auf die vielen unterschiedlichen Facetten ein, die das Krankheitsbild der Depression mit sich bringt. Dies geschieht auf eine leicht humorvolle Art und Weise, wobei der Ernst der Lage niemals vergessen wird. Seine Geschichte wird im Laufe des Buches immer wiederholt, weil er so viele Stationen besucht. Er beleuchtet jedoch mit jedem Mal einen anderen Aspekt und so erfährt der Leser immer mehr über Uwe Hauck und die Ursachen für seine Erkrankung. Außerdem ist es so in keinem Augenblick langweilig, die im Grunde gleiche Geschichte zu hören. Im Gegenteil, zusammen mit Uwe Hauck versucht man, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Der lockere, leichte Schreibstil lässt die Geschichte lebendig werden und macht Uwe Hauck ungemein sympathisch. Seine Erfahrungen sind erschreckend und doch verliert er nicht den Mut. Er macht einfach weiter und somit setzt er ein wichtiges Zeichen. Ich konnte so viel für mein eigenes Leben daraus mitnehmen. Die Lebensweisheiten, die er von sich gibt, sind für jeden hilfreich. Dabei ist es vollkommen irrelevant, ob man selbst unter Depressionen leidet oder jemanden kennt. Denn im Grunde geht es auch darum, die Freude am Leben nicht zu verlieren. Aber natürlich kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Personen, die ebenfalls erkrankt sind, viel Hoffnung und Mut aus seiner Geschichte ziehen werden! Und ich hoffe, dass dieses Buch vielen Leuten, die die Augen vor psychischen Krankheiten verschließen und ihre Existenz anzweifeln, etwas daraus lernen können.  Depression Abzugeben ist ein Buch, ein Bewusstsein für die Krankheit schaffen soll. Es ist erschreckend, aber gibt gleichzeitig auch viel Hoffnung und Mut. Das Buch hat wahrscheinlich eine tröstende Wirkung. Das Beste an diesem Buch ist jedoch die Tatsache, dass es wirklich jeder lesen kann und sollte. Es ist egal, ob man selbst erkrankt ist, jemanden kennt oder "normal" ist. Jeder wird etwas für sein Leben mitnehmen können. Weshalb es von mir eine klare Leseempfehlung gibt.

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  • Für Betroffene, Angehörige und jeden ehrlich Interessierten!

    Depression abzugeben
    BlackTeaBooks

    BlackTeaBooks

    20. January 2017 um 15:53

    Zuerst noch kurz eine Trigger-Warnung für Details zum Thema Depression - der Titel sagt es ja schon, aber sicher ist sicher. Außerdem wird die Rezension etwas länger, aber das hat dieses Buch auch verdient.In Depression abzugeben erzählt Uwe Hauck nämlich auf ausführliche und persönliche Weise von seiner Depression, Therapien und allem was dazu gehört, um mehr Menschen zu zeigen was genau hinter dieser Krankheit steckt. Es beginnt auch sofort mit der schlimmsten Phase die der Autor durchleben musste und schließlich zum Suizidversuch geführt hat, welcher vom Auslöser bis zum Krankenhausaufenthalt beschrieben wird. Das kann schon fast als schonungsloser Einstieg bezeichnet werden und ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Trotzdem, oder gerade deswegen, finde ich es wichtig davon zu lesen und diese gefährlichen Gedankenspiralen kennen zu lernen, die zu solchen drastischen Entscheidungen führen.Viele neue Eindrücke bieten dann die Beschreibungen der Abläufe in der Psychiatrie. Dass Zwangsjacken und Gummizellen hier nicht an der Tagesordnung sind dachte ich mir schon, aber eine genauere Vorstellung hatte ich auch nicht - und es gibt genug Leute die solche Klischees noch immer für die Realität halten, also sollte man genau deswegen darüber sprechen. Es war erschreckend und enttäuschend zu lesen, dass im Bezug auf psychische Krankheiten noch immer so viel Unverständnis, Vorurteile und soziale Tabus existieren und diesen unvorstellbaren Druck ausüben.Das gilt auch für die Schwarzmalerei von Twitter & Co, womit der Autor immer wieder konfrontiert wird und die mich ehrlich gesagt doch überrascht hat. Unsere Generation geht inzwischen selbstverständlich mit der Technik um und vergisst schnell einmal, dass ein großer Teil der "Älteren" noch immer viele Vorbehalte hat. Dabei scheint gerade Twitter dem Autor geholfen zu haben - nicht zuletzt hat er dort den Hashtag #ausderklapse kreiert, unter dem er regelmäßig aus der Klinik berichtet hat. Diese Tweets finden sich auch gelegentlich im Buch wieder, was eine tolle Idee und Auflockerung war. Ich konnte zwar nicht immer einen direkten Bezug zwischen Tweet und dem jeweiligen Absatz herstellen, aber trotzdem wurde das Ganze dadurch noch einmal greifbarer. Auch Erwähnungen von Quizduell oder Whatsapp-Gruppen helfen zu realisieren, dass genau jetzt depressive Menschen gegen ihre Krankheit ankämpfen.Und das wird im Verlauf des Buches immer klarer, selbst wenn man sich dessen schon bewusst war: Depression ist einfach eine Krankheit, eine Verletzung der Seele, mehr wie ein Knochenbruch und weniger wie Zwangsjacken-Verrücktheit. Dadurch wird außerdem deutlich dass es endlich normal sein sollte, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. Wenn man sich ein Bein bricht versucht man schließlich auch nicht, das selbst wieder zu richten. Bei psychischen Krankheiten kommt nur leider das Problem der Unsichtbarkeit dazu, was eine weitere Erinnerung an die Wichtigkeit des Buches ist.Die Stimmung heben kleine Witze oder Wortspiele, oft mit einer Portion Sarkasmus und schwarzem Humor. Das finde ich persönlich großartig, denn es zeigt dass der Autor und die anderen Patienten trotz allem noch über sich selbst lachen können. Interesse wie es weitergeht wird durch Andeutungen und Ausblicke geweckt; nur manchmal fehlte die Spannung und einige Beschreibungen haben sich etwas gezogen. Doch auch die trägen Stellen spielen eine Rolle, weil es sich ja für die Patienten selbst so anfühlt. Ebenso deutlich erlebt man auch die Momente, in denen aus normalen Situationen hinterrücks dunkle Gedanken entstehen, was doch sehr erschreckend war und zeigt, dass man diese Abwärtsspiralen nur schwer aufhalten kann wenn man sie nicht erkennt.Es ist also unabdingbar von den Klinikaufenthalten, Therapien und Gesprächen zu erzählen, aber was mich vor allem interessiert hat waren die Reaktionen der anderen Menschen im Umfeld des Autors. Seine Familie geht beispielsweise fast schon vorbildhaft mit der schwierigen Situation um und hat ein großes Lob verdient, aber leider gibt es wie erwähnt auch viel Unverständnis oder Rücksichtslosigkeit. Von den Freundschaften zwischen den Patienten hätte ich außerdem gern noch etwas mehr erfahren, was aber verständlicher Weise nicht immer leicht einzubauen ist. Dafür gibt es mit jedem Wechsel zwischen Station, Tagesklinik und Reha wieder neue Menschen, neue Therapien und neue Eindrücke wie das Leben mit dieser Krankheit aussieht.Viele Menschen die an einer psychischen Krankheit leiden müssen auf schwierige Ereignisse in ihrer Kindheit zurückblicken, und ich hatte großen Respekt für die Offenheit, mit der dieser Aspekt behandelt wird. Im Laufe des Buches merkt man außerdem, wie sich unbewusst seine Sprache verändert je besser es dem Autor geht. Und obwohl das Ende etwas abrupt war, runden intelligente, logische Feststellungen über psychische Erkrankungen das Buch ab. Da man viele Momente dieses schwierigen Weges quasi mit dem Autor geht ist man irgendwie selbst stolz auf seine Fortschritte und bekommt viel Respekt vor jedem Betroffenen.Depression abzugeben ist nicht unbedingt ein Buch was man einfach mal so nebenbei liest, aber wenn man ein ehrliches Interesse an der Krankheit und den betroffenen Menschen hat, kann man unglaublich viel lernen. Manchmal gab es etwas zu viele nebensächliche Details und einen etwas trägen Verlauf der Geschichte, aber es ist vorrangig eine absolut wahre, ehrliche und persönliche Erzählung. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch die überfällige Diskussion ins Rollen bringen kann und das Thema Depression endlich normalisiert - das Potenzial hat es auf jeden Fall. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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  • Depression abzugeben - Hol dir Hilfe!

    Depression abzugeben
    pandora84

    pandora84

    19. January 2017 um 09:43

    Eine Depression kann ein Symptom oder eine Ursache sein, in jedem Fall ist es nicht ratsam die Anzeichen zu ignorieren und nicht ernst zunehmen. Im schlimmsten Fall endet das mit dem Tod.Uwe Hauck nimmt den Leser in seinem Buch "Depression abzugeben - Erfahrungen #ausderklapse" mit auf seinem Weg zu erkennen, dass er krank ist, an Depressionen und Angstzuständen leidet und er holt sich Hilfe, nachdem er lange Jahre erfolgreich seine Probleme vor seiner Umwelt verborgen hat indem er eine (oder auch mehrere verschiedene) Masken trug."Manche Lebensgeschichte ist weit erschütternder, als ich es mir im Moment ausmalen kann. Und alle haben wir es mit unserem schauspielerischen Talent oscarreif kaschiert."Erst nachdem er keinen Ausweg mehr sah und nach einem misslungenen Selbstmordversuch im Krankenhaus aufwacht erkennt er, dass er dringend Hilfe braucht und lässt sich freiwillig in eine Psychiatrie einweisen.Von dort, und auch später aus der Tagesklinik und der Reha, lässt er unter dem Hashtag #ausderklapse die Menschen teilhaben an dem, was er dort erlebt, welche Erkenntnisse er aus dem Aufenthalt und den Therapien zieht.Als Betroffene habe ich beim Lesen vielfach das Gefühl gehabt, ja so ging es dir auch, du hattest aber Glück, dass dein Arzt und dein Therapeut ziemlich schnell das eigentliche Problem herausgefunden haben.Uwe wird zunächst rein wegen seiner Depressionen und schließlich wegen Internetsucht therapiert. Dass die Depression aber ein Symptom seiner Angst ist, das wird erst viel später in der Reha festgestellt.Sprüche wie "Reiß dich zusammen", "So schlimm ist das doch alles nicht", "Anderen geht es wesentlich schlechter als dir" sind nicht wirklich hilfreich für einen Depressiven und führen nur dazu, dass er sich noch mehr von allem und allen zurückzieht.Seelische Krankheiten sind nicht sichtbar, wie ein gebrochener Fuß oder Arm, dennoch sind sie da und es leiden viel mehr Menschen daran als man annimmt.Noch immer sind Depressionen und Co. ein Tabuthema in unserer Gesellschaft und das macht es den Betroffenen nicht gerade einfach sich einzugestehen, dass sie krank sind und sich Hilfe zu holen.Als mein Arzt meinte, ich solle einen Termin bei einem Psychologen machen, dachte ich er will mich veräppeln. Es hat noch einige Monate gedauert bis in mir der Gedanke reifte "Du brauchst wirklich Hilfe, alleine schaffst du das nicht".Einen Therapieplatz zu bekommen ist äußert schwierig, oft bedeutet dies monatelange Warterei. Wenn man einen Termin für ein "Kennenlern"-Gespräch bekommt ist das schon viel.Ich wünsche mir, dass dieses Buch viele viele Menschen lesen, egal ob Betroffene, Angehörige oder gänzlich Unbetroffene. Ich wünsche mir, das mehr Betroffene an die Öffentlichkeit gehen, nicht nur Prominente, sondern Menschen wie du und ich und das es endlich kein Makel mehr ist psychisch krank zu sein, an Depressionen oder Angstzuständen zu leiden.Danke Uwe Hauck für dieses Buch!"Eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden."

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  • ein sehr wertvolles, informatives Buch für Betroffene und Angehörige

    Depression abzugeben
    Engel1974

    Engel1974

    11. January 2017 um 16:33

    Depression ist in unserer Gesellschaft vielen Orts leider immer noch ein Tabu-Thema. Viele Betroffene hören zu genügend Sätze wie „... nun komm schon“, „ ... stell dich nicht so an“ oder „... das kann doch nicht so schlimm sein ...“. Viele Betroffene verleugnen ihre Erkrankung, wollen sie sich meist sogar nicht eingestehen, versuchen sich zu verstecken oder im schlimmsten Fall werden sie zum Selbstmörder. Offen und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen schreibt der Autor Uwe Hauck in seinem Buch „Depression abzugeben“ von seinen Erfahrungen aus der Klapse. Er schreibt von seinen nicht leichten Weg wieder in ein fast normales Leben zurückzufinden, von hilfreichen Medikationen und Therapieangeboten. Er schreibt aber auch von düsteren Gedanken, Phasen voller Angst - und Panickattacken, schreibt von Selbstmordgedanken und von Rückschlägen. Insgesamt macht er Betroffenen und Angehörigen Mut, zeigt Wege auf und schafft Vorurteile aus dem Weg. „Eigentlich sind in der Klapse eher normale Menschen, die mit dem Wahnsinn da draußen nicht mehr fertig werden“ (Zitat aus dem Buch) Was ist eine Depression? An dieser Stelle halte ich es einmal wichtig euch einige Informationen über eine  Depression zu vermitteln. Wie bereits oben erwähnt ist Depression eine psychische Erkrankung, die sich in zahlreichen Beschwerdebildern äußern kann. Eine angehalten gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken aber auch Interessenverlust, Schlaflosigkeit und Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen können Anzeichen einer Depression sein. Die Mehrheit der Betroffenen hegt früher oder später sogar Selbstmordgedanken, so sterben 10 bis 15 % aller Patienten mit wiederkehrenden schwer ausgeprägten depressiven Phasen durch Suizid. In Deutschland leiden schätzungsweise 5 % der Bevölkerung, das sind etwa 4 Millionen Menschen aktuell an einer Depression. Und diese kann in jedem Lebensalter aber auch in jeder Gesellschaftsschicht auftauchen. Nach aktuellen Studien erkranken viele Patienten erstmals schon vor dem 30. Lebensjahr daran. Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens einmal an einer Depression zu erkranken beträgt zwischen 7 und 18 Prozent, wobei Frauen doppelt so häufig wie Männer davon betroffen sind. (Quelle Neurologen und Psychiater im Netz http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/erkrankungen/depressionen/was-ist-eine-depression/) Meinung zum Buch: Sehr gut nachvollziehbar und für Laien gut verständlich, dabei sehr menschlich und authentisch schreibt der Autor von seiner Depression. Er nimmt kein Blatt vor dem Mund und zeigt Weg auf. Entstanden ist so ein sehr hilfreiches Buch, sowohl für Betroffenen, als auch für Angehörige. Betroffene bekommen Mut und Kraft durchzuhalten und Angehörigen wird vermittelt, wie sich ein Betroffener fühlt. Denn eine Depression ist nicht sichtbar, wie ein Beinbruch und so fällt es Angehörigen schwer sich in den Betroffenen hineinzuversetzen. Sehr gut kommt  in diesem Buch zum Ausdruck, dass es wichtig ist seine Depression ernst zu nehmen, nicht zu verleugnen und sich keinesfalls zu verstecken. Wichtig ist dazu zu stehen, Hilfe zu Suchen und anzunehmen. Manchmal wird eine Depression nicht ganz verschwinden, aber man kann lernen mit ihr umzugehen, sie als einen Teil von sich anzunehmen, so ein ganzen Stück Lebensqualität zurück zubekommen und sie manchmal sogar mit Humor zu tragen. Weiterhin wird einem durch die Lektüre bewusst dass es einem nicht alleine so geht. All dieses vermittelt der Autor und so halte ich sein Buch für Betroffene, aber auch Angehörige sehr wertvoll. Sinnvoll hätte ich bei dieser Lektüre noch im Anhang weiterführende und hilfreiche Kontaktadressen gefunden, da man diese aber auch bei seiner Krankenkasse und dem jeweiligen Hausarzt erfragen kann soll dies jetzt kein Kritikpunkt sein. Enden möchte ich mit einem Zitat aus dem Buch „Vermutlich ist der einzige Unterschied zwischen uns Irren hier und euch Irren da draußen – wir werden wenigsten behandelt.“

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 04.02.2017: _Jassi                                           ---  15 Punkte alina_2212_                                ---   0 Punkte AmberStClair                             ---   47 Punkte Arachn0phobiA                         ---   23 Punkte BeeLu                                         ---   26 Punkte Bellis-Perennis                          ---   61 Punkte Beust                                          ---   39 Punkte Bibliomania                               ---   28 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   27 Punkte Buchgespenst                         ---  38.5 Punkte ChattysBuecherblog                ---   42 Punkte CherryGraphics                     ---   28.5 Punkte Code-between-lines                ---  15 Punkte Eldfaxi                                       ---   22 Punkte Ercimay                                     ---     0 Punkte Farbwirbel                                ---   11 Punkte fasersprosse                            ---     3 Punkte Frenx51                                     ---   18 Punkte glanzente                                  ---   10 Punkte GrOtEsQuE                               ---   28 Punkte hannelore259                          ---   26 Punkte Hortensia13                             ---   20 Punkte Igelchen                                    ---     8 Punkte Igelmanu66                              ---   45 Punkte janaka                                       ---   28 Punkte jasaju2012                               ---     8 Punkte jenvo82                                    ---   24 Punkte kalestra                                    ---     8 Punkte katha_strophe                        ---   22 Punkte kathi_liebt_buecher               ---     2 Punkte Kattii                                         ---   24 Punkte Katykate                                  ---   15 Punkte Kerdie                                      ---   35 Punkte Kidakatash                              ---     0 Punkte Kleine1984                              ---   25 Punkte Kuhni77                                   ---   21 Punkte KymLuca                                  ---   20 Punkte LadyMoonlight2012               ---   10 Punkte LadySamira090162                ---   28 Punkte Larii_Mausi                              ---     6 Punkte Lehnistina                               ---   6 Punkte (bitte Gesamtpunkte im Sammelbeitrag angeben) Leseratz_8                                ---   12 Punkte lieberlesen21                          ---      5 Punkte lievke14                                   ---     0 Punkte louella2209                            ---     14 Punkte lyydja                                       ---   16 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---   5 Punkte MissSternchen                          ---   8 Punkte mistellor                                   ---   48 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  11 Punkte Nelebooks                               ---    88 Punkte nordfrau                                   ---   36 Punkte PMelittaM                                 ---   23 Punkte PollyMaundrell                           ---   9 Punkte Pucki60                                        ---   4 Punkte QueenSize                                 ---   22 Punkte Readrat                                      ---   16 Punkte SaintGermain                            ---   29 Punkte samea                                           ---   7 Punkte schadow_dragon81                  ---   18 Punkte Schmiesen                                  ---   47 Punkte Schokoloko29                               ---   8 Punkte Somaya                                     ---   39 Punkte SomeBody                                ---   35 Punkte Sommerleser                           ---   23 Punkte StefanieFreigericht                  ---   39 Punkte Veritas666                                   --- 10 Punkte vielleser18                                 ---   29 Punkte Vucha                                         ---   44 Punkte Wermoeve                                 ---    7 Punkte widder1987                               ---   20 Punkte Wolly                                          ---   25 Punkte Yolande                                       --   23 Punkte

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