Uwe Janning Die Fabiansuppe

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Inhaltsangabe zu „Die Fabiansuppe“ von Uwe Janning

Schon vor Jahren beschloss der ehemalige Manager Fabian seinem Leben endlich Sinn zu verleihen und Schriftsteller zu werden. Ein Humorist von Weltrang wollte er werden, fleischgewordener literarischer Anspruch, das Opium Marc-Uwe Klings, die Muse Harald Schmidts und der rechtmäßige Thronfolger Loriots. Doch der Rest der Welt sieht das ganz anders; niemanden interessiert, was Fabian schreibt und so taumelt er hilflos zwischen tiefster Hoffnungslosigkeit und alkoholgeschwängertem Größenwahn. Talentfrei oder verkanntes Genie? Fabian weiß nicht, was er falsch macht. Seine Freundin Hilde, eine Krankenschwester, die nebenberuflich vierundzwanzig Liebesromane veröffentlicht hat und außerordentlich gut verkauft, weiß es dafür umso besser. Aber Fabians Ego pfeift auf die Ratschläge einer Kitschromanautorin. Hildes Geduld pfeift ebenfalls - und zwar sehr bald auf dem letzten Loch.

Kluge, humorvolle Unterhaltung.

— Zmei

Aus dem Leben eines freien Künstlers. Wer mal etwas anderes lesen will, als gängigen Genrefertigbrei, der wird hier auf seine Kosten kommen.

— Wedma
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  • Eine sehr gelungene Geschichte.

    Die Fabiansuppe

    Zmei

    15. January 2016 um 17:37

    Ein Möchte-gern-Schreiberling lebt vom Krankenschwestergehalt seiner Freundin, die nebenbei kitschige Herzschmerzromane schreibt und auf dem Gebiet erfolgreicher ist als er. Fabian, der sich halbwegs ironisch, halbwegs ernst für genial hält, kämpft um Anerkennung,  bloß von seiner Begabung will keiner groß etwas wissen. Ein ungewöhnlicher Held, der seine Marotten und die der anderen aufs Korn nimmt und alles um sich einer scharfen Analyse im Stile des zynischen Humors unterzieht. Das Gute an dieser Geschichte ist, dass sie nicht nur etwas zum Lachen bietet, auch die Tiefe der Gedanken hat mich beeindruckt. Folgendes Zitat hat mich besonders erfreut: „Nichts ist so unerträglich für den Menschen, als sich in einer vollkommenen Ruhe zu befinden, ohne Leidenschaft, ohne Geschäfte, ohne Zerstreuung, ohne Beschäftigung. Er wird dann sein Nichts fühlen, seine Preisgegebenheit, seine Unzulänglichkeit, seine Abhängigkeit, seine Ohnmacht, seine Leere. Unaufhörlich wird aus dem Grund seiner Seele der Ennui aufsteigen, die Schwärze, die Traurigkeit, der Kummer, der Verzicht, die Verzweiflung. (Blaise Pascale)“. Besonders für die Möchte-gerne-Künstler, die ihren Brot-Job lieber gestern als heute hinschmeißen wollen, stellt diese Geschichte eine sehr lesenswerte Lektüre dar. Auch wer Humor und Satire zu diversen Themen der heutigen Gesellschaft mögen, sind hier gut bedient. Ich habe „Die Fabiansuppe“ sehr gern gelesen. Ein Dauergrinsen und gelegentliches Auflachen haben mich durch die Geschichte begleitet, die leider zu schnell ausgelesen war. 5 Sterne gibt’s dafür von mir. Ich bin auf weitere Werke des Autors gespannt.

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  • Schön humorig und verdammt gut!

    Die Fabiansuppe

    Wedma

    10. January 2016 um 20:45

    Diese Rezension bezieht sich auf die E-book Ausgabe. Ein ehemaliger Unternehmensberater hat seinen Job nach zwölf Jahren hingeschmissen und berichtet nun selbstironisch wie schlagfertig über sein Leben als freier Autor. Er lebt vom Einkommen seiner Freundin Hilde, die in ihrer knappen Freizeit kitschige Liebesromane schreibt, ihr Geld aber als Krankenschwester verdient. Von morgens bis abends beschäftigt sich Fabian mit der eigenen Unzulänglichkeit als Gag-Schreiber für Harald Schmidt und zieht übers Kakao nicht nur seine eigene Unfähigkeit, sein Leben in den Griff zu bekommen, sondern auch alles, wohin er schaut. Dabei mangelt es an der Gesellschaftkritik wahrhaftig nicht. Schon allein die Szene im Supermarkt, als Fabian dort mit Hilde an der Kasse steht, spricht Bände und zeugt von einer messerscharfen Beobachtungsgabe wie dem Talent und dem Können, die Dinge so treffend und humorig zum Ausdruck zu bringen. Es gibt kaum ein Themengebiet des täglichen Lebens, worüber er nicht lästert. Das aber sehr gelungen, oft schwarzhumorig und recht zynisch. Zielgruppe: Für die zarten Gemüter, die keine Kraftausdrücke und/oder Hohn und Spott kaum vertragen, ist das Werk eher nicht gedacht. Aber für jemanden, der gut damit klarkommt, ist es eine recht amüsante und spaßige Lektüre. Da kommt man nicht aus dem Dauergrinsen heraus, denn eine Geschichte jagt die nächste und sie steigern sich in Skurrilität, von Tag zu Tag von insg. fünf Tagen aus dem Leben eines freien Künstlers, der sich selbst aufs Korn nimmt, dabei mit Leichtigkeit eine Vielfalt an Erzählformen und Humorschattierungen bedient. Auch für diejenigen, die mit den Plänen liebäugeln, ihren verhassten Job gegen ein Leben als freie Künstler einzutauschen, ist die Fabiansuppe eine sehr gute Adresse. Ebenso diejenigen, die derben Humor und Gesellschaftskritik mögen, werden auf ihre Kosten kommen. Fazit: Die Fabiansuppe ist ein Werk, das man nicht einfach in eine bestimmte Schublade stecken kann, sollte man auch nicht. Wer mal etwas anderes lesen will, als gängigen Genrefertigbrei, der wird hier auf seine Kosten kommen. Ich vergebe gerne die 5 wohl verdiente Sterne und eine Leseempfehlung! Ich bedanke mich fürs freie Leseexemplar.

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