Uwe Klausner

 3.4 Sterne bei 137 Bewertungen
Autor von Walhalla-Code, Die Bräute des Satans und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Stadtguerilla - Tage der Entscheidung

Neu erschienen am 12.06.2019 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Uwe Klausner

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Walhalla-Code

Walhalla-Code

 (32)
Erschienen am 04.02.2009
Die Bräute des Satans

Die Bräute des Satans

 (16)
Erschienen am 12.07.2010
Odessa-Komplott

Odessa-Komplott

 (14)
Erschienen am 08.02.2010
Bernstein-Connection

Bernstein-Connection

 (9)
Erschienen am 07.02.2011
Engel der Rache

Engel der Rache

 (8)
Erschienen am 12.03.2012
Die Pforten der Hölle

Die Pforten der Hölle

 (7)
Erschienen am 01.07.2007
Die Stunde der Gladiatoren

Die Stunde der Gladiatoren

 (7)
Erschienen am 05.08.2013
Eichmann-Syndikat

Eichmann-Syndikat

 (7)
Erschienen am 09.07.2012

Neue Rezensionen zu Uwe Klausner

Neu

Rezension zu "Sisis letzte Reise" von Uwe Klausner

Einzeltätertheorie? Mord an Kaiserin Sisi
awogflivor 6 Monaten

Dieser historische Roman von Uwe Klausner ist diametral entgegengesetzt zu vielen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Der Krimiplot wurde vom Autor sensationell spannend konzipiert, indem Fakten und Fiktion außergewöhnlich gekonnt miteinander verwoben werden.

Kaiserin Elisabeth wurde also am Genfersee von einem wirren Einzeltäter, Luigi Lucheni, einem Anarchisten durch einen Feilenstich ins Herz ermordet, als sie den Raddampfer nach Caux betreten wollte. Der fiktive Protagonist Cesare Monteverdi, Redakteur der Tribune de Genève, ist vor Ort, um die Kaiserin zu fotografieren und lichtet per Zufall ein kurzes Gespräch des Chefs der Kriminalpolizei mit dem Attentäter ab. Fortan sind die Polizei und viele andere hinter ihm her, um ihm das Foto abzuluchsen. Nun stellt der Autor zwei gegensätzliche Theorien in den Raum, die natürlich beide sehr plausibel sind. Will die Polizei ihren atemberaubenden Dilettantismus vertuschen, da sie ja für die Sicherheit der Kaiserin verantwortlich war und den Attentäter nicht als Gefahr erkannt hat oder hält, indem die Polizei sogar ins Verbrechen involviert war, die Einzeltätertheorie nicht mehr? In einem sehr spannenden Finale inklusive Showdown wird diese Frage sehr geschickt von Cesare Monteverdi und seinem Freund, dem Privatdetektiv Auguste Beaulieu, aufgeklärt.

Leider ist die Figurenentwicklung auch entgegengesetzt zu anderen typischen Krimis außergewöhnlich schwach ausgeprägt. Durch die wirklich extrem rasanten Perspektivenwechsel, der vielzähligen unterschiedlichen Figuren, die wahrscheinlich den Stil des Krimis – ein Mittelding aus historischer Reportage und Roman – unterstützen sollen, ist die Story erstens sehr zerrissen, und die handelnden Personen bleiben mangels intensiverer nachhaltigerer Fokussierung farb- und substanzlos. So ergeben sich erstens ein sehr sprunghafter „unflüssiger“ Erzählstil, der den Rezipienten durch die Sichtweisen von zahllosen Personen permanent aus der Kern-Geschichte wirft und eine recht laue Identifikation mit den eigentlichen Protagonisten, die man einfach zu wenig kennenlernt. Schade, denn hätte der Autor zumindest in der Figurenentwicklung von Auguste bzw. Cesare und deren Gegenspielern etwas mehr Zeit und Mühe in der Konzeption verwendet, wäre ein grandioses Werk herausgekommen. Historische Reportage und Korrektheit hin oder her Mitfiebern und identifizieren muss sich der Leser in einem historischen Krimi schon. So ein neutraler Abstand passt allenfalls gut zu einem Sachbuch.

Fazit: Trotz der stilistischen Mühsamkein und mangelnder Figurenentwicklung gebe ich tendenziell schon eine kleine Leseempfehlung vor allem für Leute, die sich für Geschichte interessieren, denn der Plot ist wie gesagt grandios. Wie sagt schon das im Roman zitierte alte österreichische K&K Sprichwort, das auch 1:1 auf diesen Roman anzuwenden ist:

"Se non e vero – e ben trovato. (Wenn es nicht wahr ist, ist es gut erfunden“)


Kommentare: 2
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Rezension zu "Sisis letzte Reise" von Uwe Klausner

Spannend und super recherchiert.
verena_vossvor 9 Monaten

Gmeiner Verlag / 2018





340 Seiten





Die Geschichte beginnt sofort an dem wichtigsten Ausgangspunkt des Buches. Der Tod des berühmten Attentäters Luchenis. Der Mörder Sisis. Er wird erhängt in seiner Zelle in der Schweiz aufgefunden. Wie es dazu kam, ist heute noch umstritten. Als Landstreicher fühlt er sich als eine Marionette des Hochadels. Ein Spielball der Mächtigen. Nirgends fasst er Fuß und zieht von Ort zu Ort, von Land zu Land. Man bekommt in verschiedenen Kapiteln einen Einblick über das Leben des Italieners durch die Einsicht seines Gnadengesuchs (Petition). Auf dem Abstellgleis der Gesellschaft, lebt er von der Hand in den Mund. Mehr schlecht als recht. Das er auf die Kaiserin trifft, war kaum geplant. Die Schuld des Zusammentreffens trägt die lokale Presse.


Allen voran die Tribune de Genève.





Cesare Monteverdi, Redakteur der genannten Zeitschrift, bekommt den Auftrag das Foto seines Lebens zu schiessen. Königin Elisabeth sei in der Stadt und wenn ihm sein Job wichtig ist, wird er diesen zufriedenstellend meistern. Cesare ist nicht wohl dabei, das Erscheinen der Königin so respektlos in die Öffentlichkeit zu tragen.


Doch er fügt sich und legt sich auf die Lauer. Doch was er ablichtet, ist nicht die flanierende Kaiserin und ihre Hofdame, sondern den Moment als das Attentat geschieht und der Mörder zusticht. Doch nicht nur dies ist auf dem Foto zu erkennen. Monteverdi entdeckt weitere Personen auf seinen Abzügen. Er vermutet Ungeheuerliches.





Cesare muss untertauchen. Sein bester Freund August Beaulieu 27, Pianist, Detektiv und kein Kostverächter aus gutem Hause, hilft ihm dabei und beide versuchen Licht in das Dunkel zu bringen. Sie stellen eine gewagte Hypothese auf.





Uwe Klausner erschafft mit realen und fiktiven Charaktere einen spannenden, gut durchdachten und durch die vielen Szenenwechsel, starken historischen Kriminalroman rund um Sisis Tod. Auch Sisis Hofdame kommt durch ihre geschriebenen Briefe zu Wort. Königin Elisabeth sei eine gespaltene Persönlichkeit, so heißt es und sie hätte ihren Tod vorhergesehen...Das Buch hat mich durch die gute Recherche sehr begeistert. Flüssig zu lesen, trotz der vielen französischen oder italienischen Begriffe.





Dieses Buch kann und muss ich dringend empfehlen. Wunderbarer Schreibstil mit informativen Hintergründen.





Danke fürs Lesen meiner Empfehlung.





Verena

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Rezension zu "Die Ehre der Prätorianer" von Uwe Klausner

Die Ehre der Prätorianer
Erdhaftigvor 10 Monaten

Es ist ein guter Krimi mit einem sehr sperrigen Romanbeginn. Bis dieser anfängt, gibt es allerdings zuerst einen fachlichen Einblick in das römische Trier samt Fußnoten. Nicht uninteressant, nur an dieser Stelle fand ich es höchst ungewohnt platziert. Ab Seite 23 geht der Roman los. Als ob Uwe Klausner sich erst von dem fachlichen Einstieg hätte lösen und in einen flüssig zu lesenden Romanstil finden müssen, lesen sich die ersten beiden Drittel sehr sperrig. Rein von der Sprache her. Die Geschichte an sich ist gut verständlich. Der Krimi baut sich langsam und erkennbar auf.

Die Sprache wird ab dem letzten Drittel deutlich lockerer und die Geschichte gewinnt an Spannungsbögen. Das Ende überraschte nicht nur die römischen Ermittler sondern auch mich als Leserin.

Verständnisprobleme könnten Leser haben, die weder Latein noch eine romanische Sprache gelernt haben. Einige Redewendungen und manchmal gar kurze Sätze sind in lateinisch gehalten. Ihr Inhalt wird in keiner Form anderweitig vermittelt.

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