Uwe Klausner Eichmann-Syndikat

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Inhaltsangabe zu „Eichmann-Syndikat“ von Uwe Klausner

Berlin 1962. Weshalb wurde Adolf Eichmann, Organisator der sogenannten 'Endlösung der Judenfrage' bis ins Jahr 1960 nicht enttarnt? Haben Seilschaften es verhindert? Als eine Sekretärin beim BND ermordet wird, übernimmt Hauptkommissar Tom Sydow den Fall und stößt auf eine seit 1952 bekannte, nach Südamerika führende Spur, der nicht nachgegangen wurde. Sydow muss sich jedoch nicht nur mit der Aufklärung des Falles beschäftigen, sondern auch mit der Nazivergangenheit seiner eigenen Familie …

Große Erwartungen in keinster Weise erfüllt. Stilistisch nicht überzeugend.

— Gulan

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  • Zu viel versprochen.

    Eichmann-Syndikat

    Gulan

    Das Buch klingt erstmal vielversprechend. In der Bundesrepublik gibt es Anfang der 60er-Jahre ein Zusammenschluss von ehemalige NS-Tätern, die wieder an die Spitze der Gesellschaft gelangt sind. Die auch vor Mord nicht zurückschrecken als bekanntzuwerden droht, dass Eichmann jahrelang unbehelligt in Argentinien leben konnte, obwohl staatliche Stellen davon wussten. Hauptperson ist Kommissar Tom Sydow. Er erinnert ein wenig an Sturmbannführer März aus Robert Harris' Vaterland: Einzelgänger, eigenwillig, unbestechlich und am Ende auf verlorenem Posten. Wie in der ersten Rezension bemängele auch ich an diesem Roman, dass der Spagat zwischen historischen Passagen und Handlung nicht gut gelöst wird. Eichmanns Prozess und Hinrichtung wird eingebaut, aber nicht mit den Ereignissen des Plots verwoben. Ganz schwach sind vor allem Dialoge, die als Geschichtsreferat daherkommen und völlig unglaubwürdig sind. Das "Syndikat" bleibt außerdem über den ganzen Roman hinweg ziemlich nebulös. Auch Sydows Schwester enttäuscht als Antiheld, da sie die eigentliche Handlung (bis auf den Schluss) kaum beeinflusst. Insgesamt war ich von dem Buch enttäuscht, da es nicht gelingt, reelle Spannung aufzubauen, weil vieles im Unklaren bleibt oder unplausibel wirkt.

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    • 3

    Floh

    12. August 2014 um 07:42
  • Wie viel Nazideutschland in Polizei und Justiz gab es noch im Jahre 1962?

    Eichmann-Syndikat

    IlonGerMon

    12. May 2013 um 23:54

    Der Titel zog mich magisch an, der Klappentext tat ein Übriges, dieses Buch musste ich unbedingt mitnehmen, als ich es im Regal der Fahrbücherei entdeckte. Das Eichmann-Syndikat spielt im Jahre 1962 in Berlin, natürlich geht es auch um Adolf Eichmann, den Organisator der „Endlösung der Judenfrage“, der sich in Südamerika versteckt hielt, dort verhaftet wurde und nach einem Prozess in Israel verurteilt und hingerichtet wurde. Diese Ereignisse bilden aber nur den Rahmen der Handlung und es wird auszugweise an den Kapitelanfängen mit dem ein oder anderen Zitat gearbeitet. Eigentlich geht es vielmehr um die Frage, wieweit das Untertauchen von Nazi-Verbrechern in Südamerika und auch andernorts von alten Seilschaften in Polizei- und Justizeinrichtungen im Nachkriegsdeutschland möglich gemacht, vielleicht sogar befördert wurde. In Berlin wird eine Sekretärin des BND kaltblütig erschossen, als sie einem Journalisten brisantes Material zu diesen Verbindungen und auch entsprechende Namen übergibt. Später entgeht auch der Journalist selbst nur knapp einem tödlichen Anschlag. Tom Sydow, aus altem preußischem Adel abstammend, ist bei der Berliner Polizei mit der Aufklärung der Ereignisse betraut worden und er legt dabei durchaus eigenwillige Arbeitsmethoden und auch Sichtweisen an den Tag. Er selbst hatte eine Schwester, die glühende Anhängerin der Nationalsozialisten war und bei einem Luftangriff ums Leben kam. Sydow selbst hat die letzten Kriegsjahre in England verbracht und setzt sich tief in seinem Inneren noch immer mit diesem Weggehen auseinander. All diese Gedanken und Gefühle brechen mit Macht wieder auf, als er zeitgleich zu diesem Fall im privaten Umfeld mit dem Tod seiner Tante konfrontiert wird. Dies bedeutet nicht nur eine für ihn überraschende Testamentseröffnung, sondern es tauchen auch zur Beisetzung Personen in seinem Leben wieder auf, mit denen er nach seiner Meinung längst abgeschlossen hatte. Wieweit reicht der Einfluss dieser Menschen heute noch, denn seine Ermittlungen werden ganz offensichtlich behindert und erschwert, wobei der Druck auch von den eigenen Vorgesetzten und aus der eigenen Behörde kommt. Der BND hat großes Interesse daran, den Fall an sich zu ziehen und die Ermittlungen Sydows zu beenden. Zwar lässt sich Sydow diesen Fall nicht aus der Hand nehmen, aber er agiert eigenwillig und teilweise sehr auf die eigene Person und Familie bezogen. Für mich ein Roman, der mehr versprochen hat als er halten konnte. Zwischen den Zitaten Eichmanns selbst und auch aus dem Prozessgeschehen wie auch aus den historischen Textpassagen und den eigentlichen Erzählpassagen des Romans kommt nicht wirklich eine Verbindung zustande. Dadurch wirkt das Buch holprig, keinesfalls aus einem Guss, was wiederum das Lesevergnügen doch sehr begrenzt. Eine gewisse Spannung war zwar da, deshalb habe ich den Roman auch zu Ende gelesen, aber meine Erwartungen, die mich bewogen hatten, das Buch zu lesen, wurden nur sehr bedingt eingelöst.

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  • Rezension zu "Eichmann-Syndikat" von Uwe Klausner

    Eichmann-Syndikat

    Eka

    22. August 2012 um 12:58

    Warum wurde Adolf Eichmann erst 1960 enttarnt und 1962 hingerichtet, obwohl bereits 1952 eine Spur nach Südamerika führte? Dieser Spur wurde aber offenbar nicht nachgegangen. Wer hat es verhindert?War der BND oder auch die CIA in diese Sache verwickelt? Als die Sekretärin beim BND, Luise Nettelbeck, den Journalisten Morell auf ihren Wunsch hin trifft, um die "Akte Eichmann" zu übergeben, und sich danach nach Amerika abzusetzen, wird sie hinterrücks erschossen. Hauptkommissar Tom Sydow übernimmt die Ermittlungen.Dabei muß er feststellen, daß er sich auch in seiner eigenen Familie mit der Nazivergangenheit beschäftigen muss. Der Protagonist dieser Geschichte ist Tom Sydow und der Autor lässt den Leser auch in die Familie von Sydow hineinschauen. Damit kommt die Spannung. Von Adolf Eichmann werden nur ein paar Ausschnitte, zum Beispiel aus Zeitungen und Biographien zitiert. Und natürlich Eichmanns letzte Worte, bevor er erhängt wurde:"Ich hatte den Gesetzen des Krieges und seiner Fahne zu gehorchen. Ich bin bereit". Es war das erste Buch des Autors und es hat mir gut gefallen, besonders auch die Anmerkungen zu vielen nicht so geläufigen Worten.

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