Uwe Klausner Engel der Rache

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 10 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(1)
(3)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Engel der Rache“ von Uwe Klausner

Rothenburg ob der Tauber im Jahre 1418. Geheimnisvolle Vorfälle halten die Freie Reichsstadt in Atem. Am Anfang steht der Selbstmord einer 14-jährigen Färbertochter, deren eilig bestatteter Leichnam auf rätselhafte Weise verschwindet. Kurze Zeit später schlägt der Leichendieb erneut zu. Als dann auch noch die Frau des Baders tot aufgefunden wird, macht sich große Angst breit. Auf Bitten des örtlichen Franziskanerkonvents beginnt Bruder Hilpert von Maulbronn - ein über die Grenzen seines Klosters hinaus bekannter Meisterdetektiv - den mysteriösen Dingen auf den Grund zu gehen…

Fazit: Ein atmosphärisch dicht erzählter Historienkrimi mit zwei detailliert beschriebenen und sympathischen Protagonisten und einer vielschichtig angelegten Story, die jedoch etwas Zeit benötigt, bis sich entsprechende Spannung aufbaut.

— Bellexr
Bellexr

Stöbern in Historische Romane

Die Erben von Snowshill Manor

Berührend und spannend zugleich - einfach wunderschön! Auch für Downtown Abbey Fans sehr zu empfehlen.

Gletscherkante

Postkarten an Dora

Eine rasante Reise um die halbe Welt ... die sollte man sich nicht entgehen lassen ...

engineerwife

Nachtblau

Ein interessanter Exkurs in die niederländische Vergangenheit

tardy

Die Walfängerin

Ein wunderschönes Buch

tardy

Die Stadt des Zaren

ansprechendes Cover, unvorhersehbare interessante Handlung, farbige Charaktere die sympathisch und unsympathisch gelungen sind,

sabrinchen

Der Preis, den man zahlt

Spannend und mitreißend mit kleineren Schwächen.

once-upon-a-time

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Engel der Rache" von Uwe Klausner

    Engel der Rache
    Eka

    Eka

    02. June 2012 um 14:31

    Wir schreiben das Jahr 1418, Ort der Handlung ist Rothenburg ob der Tauber. Hier verschwindet plötzlich die Leiche eines 14-jährigen Mädchens und ausserdem der in der Kirche aufgebahrte Leichnam einer jungen Frau. Bruder Hilpert und sein Freund, der Vogt Berengar von Gamburg nehmen die Ermittlungen auf. Als dann ein weiterer Mord passiert, stehen beide zunächst vor einem Rätsel und die Angst vor weiteren Morden breitet sich in der ganzen Stadt aus. Für mich war es das erste Buch des Autors, Obwohl es sich hier bereits um den fünften Fall des Meisterdetektivs Hilpert handelt, kommt der Leser schnell in die Geschichte hinein, auch wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat. Der Anfang war allerdings etwas langatmig. Der Autor lässt sich hier viel Zeit für die geschichtlichen HIntergründe, bis endlich ein wenig Spannung aufkommt. Dann allerdings verwendet der Autor eine sehr flüssige Schreibweise und lässt den Leser lange im Unklaren über Täter und Motiv. Dabei haben mir den beiden Protagonisten Hilpert und Berengar sehr gut gefallen. Uwe Klausner verwendet in seinem Roman sehr viel lateinische Sätze und Begriffe, die allerdings durch entsprechende Fußnoten direkt auf der gleichen Seite übersetzt werden. Das ist mir sehr positiv aufgefallen. Für Freunde historischer Romane ein empfehlenswertes Buch.

    Mehr
  • Rezension zu "Engel der Rache" von Uwe Klausner

    Engel der Rache
    baronessa

    baronessa

    06. May 2012 um 18:18

    Nach einer Sektion in der Medizinischen Fakultät ist Bruder Hilpert froh seinen Freund Berengar von Gamburg zu treffen. Beide nehmen den Vorschlag von Irmingardis auf, sie nach Rothenburg zu begleiten. Diese besucht ihre Tante im Dominikanerinnenkloster. Auf dem Rückweg vom Kloster wird Berengar Zeuge, wie fast eine junge Frau ihr Leben verloren hätte. Bruder Hilpert konnte inzwischen den Müllkärrner vor einer Tracht Prügel retten. Dann wird eine Leiche gestohlen. Bruder Alban, aus dem Franziskanerkloster, bittet seinen ehemaligen Weggefährten Bruder Hilpert um seine Unterstützung. Mit seinem Freund Berengar macht er sich auf die Suche. Aber es ist nicht die erste Leiche, die verschwunden ist. Dann geschieht ein Mord und sie stecken mitten in den sieben Todsünden. Bei der Aufklärung des Verbrechens staunen sie nicht schlecht, denn es hatte keiner geahnt, dass noch mehr Todesfälle hinter der Fassade von Lug und Trug lauern. Der historische Krimi ist gut recherchiert. Es gibt eine Einleitung, wo alles Wissenswerte vorhanden ist. Die Geschichte ist untergliedert in Kapiteln. Es sind 320 Seiten, die sich gut lesen lassen. Viele Begriffe werden am Ende der Seite mit Fußnoten erläutert. Am Anfang kam ich etwas damit durcheinander, aber dann habe ich sie einfach weggelassen. Man kommt auch so damit zurecht. Mit jedem Kapitel wird es spannender. Man hatte eine Vermutung, aber es kam ganz anders. Ich konnte das Buch nicht weglegen und habe es an einem Tag gelesen. Natürlich könnte ich noch mehr zum Inhalt schreiben, tue ich aber nicht. Sonst fehlt doch die Spannung und das darf nicht passieren.

    Mehr
  • Rezension zu "Engel der Rache" von Uwe Klausner

    Engel der Rache
    Bellexr

    Bellexr

    10. April 2012 um 19:16

    Zwei verschwundene Leichen und ein Mord . Rothenburg ob der Tauber im Jahr 1418. Die Leiche der 14-jährigen Färbertochter verschwindet spurlos, ebenso der in der Kirche aufgebahrte Leichnam einer jungen Frau. Bruder Hilpert von Maulbronn und sein Freund, der Vogt Berengar von Gamburg, beginnen mit ihren Ermittlungen. Kurze Zeit später wird auch noch die Badersfrau ermordet aufgefunden und die Angst macht sich nun endgültig breit in der Freien Reichsstadt. . Auch wenn es sich bereits um den fünften Fall von Bruder Hilpert handelt, findet man sich schnell in der Story zurecht. Zwar geht Uwe Klausner gelegentlich auf vorherige Fälle kurz ein, dies stört aber beim Verständnis der Geschichte überhaupt nicht. . Auffällig ist, dass Uwe Klausner sehr viel mit Fußnoten arbeitet und so einem zumeist lateinische Begriffe, aber auch alte Bedeutungen, Währungen und Längenmaße erklärt. Wer jedoch viele historische Romane liest, dem werden einige Bedeutungen bekannt sein, sodass man auch öfter über die Fußnoten hinweglesen kann. . Anschaulich beschreibt der Autor einem das Leben in Rothenburg ob der Tauber Anfang des 15. Jahrhunderts und so dauert es auch nicht lange, bis man die freie Reichsstadt mit ihren verwinkelten Gässchen und deren Einwohner vor Augen hat. Der damaligen Zeit angepasste Schreibstil, der jederzeit flüssig und unterhaltsam ist, sorgt ebenfalls dafür, dass die Geschichte durchweg authentisch und atmosphärisch dicht erzählt wirkt. . Anfangs lässt sich der Autor allerdings etwas Zeit für geschichtliche Hintergründe und so dauert es eine Weile bis sich eine entsprechende Spannung aufbaut. Dafür entwickelt sich die Story jedoch von Anfang an recht komplex und Uwe Klausner arbeitet viel mit Andeutungen, die einem erst einige Kapitel später näher erklärt werden. Hierdurch ist lange ein Rätselraten in Bezug auf Motiv und besonders auf die Identität des Mörders angesagt, da man eben nicht immer sofort erfährt, was Bruder Hilpert oder sein Freund Berengar herausgefunden oder welche Schlussfolgerungen sie gezogen haben. Die Auflösung der Fälle ist dann zum Teil überraschend, absolut schlüssig und nachvollziehbar. . Der intelligente, wortgewandte Bruder Hilpert ist einem fast augenblicklich sympathisch, ebenso wie sein Freund und Helfer, der manchmal etwas respektlose, temperamentvolle Berengar. Dessen Verlobte Irmingardis spielt im fünften Fall eine Nebenrolle und befindet sich während diesen Bandes fast ausschließlich im Kloster bei ihrer Tante Jutta, die dort Priorin ist. . Fazit: Ein atmosphärisch dicht erzählter Historienkrimi mit zwei detailliert beschriebenen und sympathischen Protagonisten und einer vielschichtig angelegten Story, die jedoch etwas Zeit benötigt, bis sich entsprechende Spannung aufbaut.

    Mehr
  • Rezension zu "Engel der Rache" von Uwe Klausner

    Engel der Rache
    sarahsbuecherwelt

    sarahsbuecherwelt

    03. April 2012 um 13:57

    „Engel der Rache“ ist der fünfte Fall des Bruder Hilperts und mein erster. Dementsprechend war meine Neugierde groß, ob mir der Quereinstieg gut gelingen und mir die Figuren schnell ans Herz wachsen würden. Schnell wird deutlich, dass auch Quereinsteiger das Buch ohne Sorge genießen können. Alle wichtigen und bekannten Charaktere werden ausnahmslos authentisch eingeführt, sodass man das Gefühl hat sie schon länger zu kennen, ohne die Erlebnisse aus den anderen Büchern wissen zu müssen. In dem Punkt führt der Autor alte Bekannte auf eine angenehme Art und Weise ein. Selbst für Kenner der Reihe wird es nicht langweilig, da nur wenig auf alte Ereignisse eingegangen wird. Es ist so, dass man Personen wiedererkennt, aber ein eigenständiges Buch vor sich hat. Besonders Bruder Hilpert ist ein Charakter, der mich sofort überzeugen konnte. Liebenswert, natürlich und klug kommt er daher. Auch die anderen Figuren werden authentisch eingeführt und konsequent weiter entwickelt, sodass die damalige Zeit einfach realistisch dargestellt werden kann. Als Schauplatz wird Rothenburg ob der Tauber im Jahr 1418 gewählt. Es ist eine fremde Zeit, die vom Autor jedoch lang und breit eingeführt wird. Von Gehältern, Währungen, Längenmaßen und einer Straßenkarte ist alles dabei. Leider sind es so viele Informationen, die ich mir gar nicht merken konnte. Aber immerhin hat der Leser so die Möglichkeit nachzuschlagen, falls er etwas vergessen hat. Nachdem sich der Autor am Anfang so viel Mühe gegeben hat, alles zu erklären, war ich guter Hoffnung, denn ein historischer Roman muss die Zeit schon authentisch darstellen. Doch danach war ich der Verzweiflung echt nahe. Uwe Klausner verwendet einen bildhaften und modernen Stil, der durch angenehme Sätze gut zulesen ist. Den Stil kombiniert er jedoch gekonnt mit der damaligen Zeit. Dies hat zur Folge, dass er zahlreiche lateinische Begriffe einbaut und Begriffe verwendet, die in der heutigen Zeit nicht geläufig sind. Und genau das hat bei mir den Lesefluss enorm gehemmt. Zwar übersetzt er wirklich jeden lateinischen Spruch und alle fremden Worte werden ebenfalls erklärt, aber dafür gibt es zahlreiche Fußnoten. Hier hätte der Autor diese auch lieber in einer Liste am Ende zusammenfassen sollen. Bei einzelnen Fußnoten bin ich immer froh, wenn ich diese sofort am Buchrand erläutert bekomme, ohne ständig umblättern zu müssen. Hier ist es jedoch so viel, dass ich mir viele Worte gar nicht merken konnte. Auf der anderen Seite entsteht ein gutes Bild des mitteralterlichen Schauplatzes. Vom Alltag bis zu medizinischen Erkenntnissen ist alles gut erklärt, sodass das Kopfkino erstklassig entsteht. Selbst einzelne Häuser konnte ich mir auf Grund der Beschreibungen richtig gut vorstellen. Historisch einwandfrei kommt die Spannung jedoch am Anfang zu kurz. Die Ermittlungen nehmen erst im zweiten Drittel Formen an, die rasant voranschreiten müssen. Dadurch kommt es häufig zu Zufällen, Ansätzen und Wendungen, die überraschend eingebaut werden. Das Tempo nimmt zum Schluss so zu, dass man wirklich aufmerksam lesen muss, um kein wichtiges Detail zu überlesen. Die Ermittlungen selbst sind humorvoll, logisch und interessant. So zumindest habe ich mir einen Detektiv des Mittelalters vorgestellt. Der Kriminal-Fall findet einen krönenden Abschluss in einem konsequenten und schlüssigen Finale, welches für einen letzten Schub Spannung sorgt. Allerdings hatte ich am Ende des Buches eher das Gefühl einen historischen Roman gelesen zu haben, der mit einer angenehmen Prise Ermittlungsarbeit versehen wurde. Spannend, mittelalterlich, aber mit einer Spur zu vielen Fußnoten. Wodurch das Buch nur 3 Sterne bekommt.

    Mehr