Sisis letzte Reise

von Uwe Klausner 
4,3 Sterne bei3 Bewertungen
Sisis letzte Reise
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

verena_vosss avatar

Ein Attentat wird aus verschiedenen Blickwinkeln durchleuchtet. Klasse recherchiert. Ein wunderbarer Schreibstil.

MelaKafers avatar

Ein gut durchdachter, sehr ansprechend geschriebener Roman mit sehr schön herausgearbeiteten Protagonisten.

Alle 3 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Sisis letzte Reise"

Genf, 10. September 1898. Auf einer ihrer zahlreichen Reisen macht Elisabeth von Österreich im Hotel Beau Rivage Station. Dank eines Informanten der Lokalpresse bleibt der Aufenthalt der inkognito reisenden Kaiserin jedoch nicht geheim. Und so geht Cesare Monteverdi, Redakteur der Tribune de Genève, auf der Uferpromenade unweit des Hotels in Position, um die öffentlichkeitsscheue Monarchin abzulichten. Die Absicht, das Foto seines Lebens zu schießen, wird jedoch jäh durchkreuzt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839222614
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:07.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne2
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    verena_vosss avatar
    verena_vossvor 3 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Attentat wird aus verschiedenen Blickwinkeln durchleuchtet. Klasse recherchiert. Ein wunderbarer Schreibstil.
    Spannend und super recherchiert.

    Gmeiner Verlag / 2018





    340 Seiten





    Die Geschichte beginnt sofort an dem wichtigsten Ausgangspunkt des Buches. Der Tod des berühmten Attentäters Luchenis. Der Mörder Sisis. Er wird erhängt in seiner Zelle in der Schweiz aufgefunden. Wie es dazu kam, ist heute noch umstritten. Als Landstreicher fühlt er sich als eine Marionette des Hochadels. Ein Spielball der Mächtigen. Nirgends fasst er Fuß und zieht von Ort zu Ort, von Land zu Land. Man bekommt in verschiedenen Kapiteln einen Einblick über das Leben des Italieners durch die Einsicht seines Gnadengesuchs (Petition). Auf dem Abstellgleis der Gesellschaft, lebt er von der Hand in den Mund. Mehr schlecht als recht. Das er auf die Kaiserin trifft, war kaum geplant. Die Schuld des Zusammentreffens trägt die lokale Presse.


    Allen voran die Tribune de Genève.





    Cesare Monteverdi, Redakteur der genannten Zeitschrift, bekommt den Auftrag das Foto seines Lebens zu schiessen. Königin Elisabeth sei in der Stadt und wenn ihm sein Job wichtig ist, wird er diesen zufriedenstellend meistern. Cesare ist nicht wohl dabei, das Erscheinen der Königin so respektlos in die Öffentlichkeit zu tragen.


    Doch er fügt sich und legt sich auf die Lauer. Doch was er ablichtet, ist nicht die flanierende Kaiserin und ihre Hofdame, sondern den Moment als das Attentat geschieht und der Mörder zusticht. Doch nicht nur dies ist auf dem Foto zu erkennen. Monteverdi entdeckt weitere Personen auf seinen Abzügen. Er vermutet Ungeheuerliches.





    Cesare muss untertauchen. Sein bester Freund August Beaulieu 27, Pianist, Detektiv und kein Kostverächter aus gutem Hause, hilft ihm dabei und beide versuchen Licht in das Dunkel zu bringen. Sie stellen eine gewagte Hypothese auf.





    Uwe Klausner erschafft mit realen und fiktiven Charaktere einen spannenden, gut durchdachten und durch die vielen Szenenwechsel, starken historischen Kriminalroman rund um Sisis Tod. Auch Sisis Hofdame kommt durch ihre geschriebenen Briefe zu Wort. Königin Elisabeth sei eine gespaltene Persönlichkeit, so heißt es und sie hätte ihren Tod vorhergesehen...Das Buch hat mich durch die gute Recherche sehr begeistert. Flüssig zu lesen, trotz der vielen französischen oder italienischen Begriffe.





    Dieses Buch kann und muss ich dringend empfehlen. Wunderbarer Schreibstil mit informativen Hintergründen.





    Danke fürs Lesen meiner Empfehlung.





    Verena

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    MelaKafers avatar
    MelaKafervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gut durchdachter, sehr ansprechend geschriebener Roman mit sehr schön herausgearbeiteten Protagonisten.
    Die letzten Stunden der Kaiserin Sisi - ein gelungener Kriminalroman

    Kaiserin Sisi wird auf einer ihrer vielen Reisen am 10. September 1898 in Genf vom italienischen Hilfsarbeiter Luigi Lucheni auf offener Straße erstochen. Soweit die Fakten. Uwe Klausner hat um diese Tatsache mit einer Mischung aus fiktiven und realen Personen einen wirklich ansprechenden historischen Kriminalroman erschaffen. Cesare Monteverdi, Redakteur der Tribune de Geneve, schießt in der Absicht, die inkognito reisende Kaiserin für die Zeitung abzulichten, ein für eine bedeutende Person komprimittierndes Foto. Er muss untertauchen. Zusammen mit Privatermittler Auguste Beaulieu versucht er Licht ins Dunkel zu bekommen...
    Ein gut durchdachter, sehr ansprechend geschriebener, spannender Krimi mit sehr schön herausgearbeiteten Protagonisten. 


    Kommentieren0
    53
    Teilen
    hasirasi2s avatar
    hasirasi2vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender und interessanter Einblick in Sisis letzte Stunden. Die Interpretation der Hintergründe / Hintermänner der Tat sind faszinierend.
    Warum musste Sisi sterben?

    Wer kennt die Sisi-Filme nicht?! In ihnen ist die Kaiserin jung, in ihren Franz verliebt und ficht so manchen Kampf mit ihrer herrischen Schwiegermutter aus. Aber wie war Sisis Leben wirklich und vor allem, wie ging es zu Ende? Ich muss gestehen, dass ich darüber bisher so gut wie gar nichts wusste.

     

    Uwe Klausner hat diese Wissenslücke mit seinem historischen Krimi nun beseitigt. Aus der Sicht verschiedener realer und fiktiver Persönlichkeiten beleuchtet er „Sisis letzte Reise“ und geht dabei auch auf die verschiedenen Verschwörungstheorien rund um ihren Tod ein. Ach ja, falls ihr es auch noch nicht wusstet, Sisi wurde in Genf von dem italienischen Hilfsarbeiter Luigi Lucheni erstochen, welcher damit ein Zeichen gegen die Adeligen setzen wollte und sich Jahre später in seiner Zelle erhängte (sein Selbstmord ist auch umstritten).

     

    Der Autor lässt u.a. Luigi Lucheni, den Attentäter, mit seinem Gnadengesuch zu Wort kommen und Sisis ehemalige Hofdame, die in Briefen von Sisis letzten Stunden berichten. Aber auch einen Fotografen (Cesare Monteverdi), der sie ablichten soll und dessen Freund (Auguste Beaulieu) – einen Lebemann, Pianisten und Privatdetektiv – der zufällig vor Ort ist.

    Er zeichnet das Bild einer sehr umstrittenen Persönlichkeit. Angeblich sah Sisi ihren Tod voraus „Elisabeth ... war eine Frau, die des Lebens überdrüssig geworden war. Eine Frau, die den Tod förmlich herbeisehnte.“ (S. 128). Sie litt an Depressionen (wegen dem frühen Tod von zweien ihrer Kinder), Rheuma, Hungerödemen und spritze sich Kokain. Sisi hielt nichts von der Ehe im Allgemeinen und ihrer mit Franz im Besonderen: „Die Ehe ist eine widersinnige Einrichtung. Als fünfzehnjähriges Kind wird man verkauft und tut einen Schwur, den man nicht versteht und dann 30 Jahre oder länger bereut und nicht mehr lösen kann.“ (S. 33), darum war sie fast das ganze Jahr auf Reisen.

     

    Eigentlich ist die Kaiserin am 10.09.1898 inkognito in Genf, aber natürlich ist ihr Besuch an die Presse durchgesickert.

    Cesare wird von seinem Chef damit beauftragt, ein Foto von ihr zu schießen und drückt ausgerechnet in dem Moment auf den Auslöser, als Lucheni zusticht. Als er die Fotos später entwickelt, entdeckt er etwas Ungeheuerliches.

    Auch sein Freund Auguste ist vor Ort und beobachtet die Tat. Er verfolgt Lucheni, der nicht mal wegrennt, und kann ihn mühelos festhalten, bis die Polizei kommt – Lucheni wehrt sich nicht. Das alles zusammengenommen kommt den beiden Freunden sehr mysteriös vor und sie ermitteln auf eigene Faust – und bringen sich dabei in ernsthafte Gefahr!

     

    Trotz des der Handlung angepassten altmodischen, manchmal etwas sperrigen Stils lässt sich das Buch erstaunlich flüssig lesen. Durch die verschieden sich abwechselnden Perspektiven auf das Geschehen ist die Handlung sehr kurzweilig und spannend. Uwe Klausners Interpretation der Hintergründe und Hintermänner der Tat haben mich fasziniert.

     

    Ergänzt wird das Buch durch eine Tatortskizze und das historische / fiktionale Personenregister.

    Kommentare: 6
    42
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks