Uwe Klußmann

 4,1 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor*in von Die Herrschaft der Zaren, Die Macht der Geheimdienste und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Uwe Klußmann, geboren 1961, ist seit 1990 Redakteur des SPIEGEL. Von 1999 bis 2009 lebte er als Korrespondent in Moskau. Zu den Schwerpunkten des Historikers gehören die deutsche, russische und sowjetische Geschichte. Bei DVA hat er unter anderem die SPIEGEL-Bücher »Die Hohenzollern« (2011), »Die Herrschaft der Zaren« (2012) und »Die Weimarer Republik« (2015) herausgegeben.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Uwe Klußmann

Neue Rezensionen zu Uwe Klußmann

Geschichte der deutschen in Osteuropa verständlich beschrieben

Auf der Suche nach mir bislang unbekannten Fakten über die einstige deutsche Minderheit in Südosteuropa stieß ich in unserer örtlichen Bibliothek auf dieses Buch. Ein kurzer Blick ins Inhaltsverzeichnis noch in der Bibliothek zeigte mir, dass sich die Autor*innen der einzelnen Artikel dieses Buches augenscheinlich nicht nur, wie der Titel des Buches vermuten lässt, den Deutschen in Osteuropa, sondern auch jenen in Südosteuropa widmeten.

Während in Teil I und II des in vier große Teile unterteilten Buches, neben Osteuropa, noch in einzelnen Kapiteln auf Südosteuropa und die einst dort lebende deutsche Minderheit eingegangen wird, fehlt mir gerade in Teil III gänzlich deren Erwähnung. Gerade bei den Folgen der Kriege hätte ich mir zumindest eine knappe Erwähnung gewünscht. Teil IV war dann für mich zumindest stellenweise interessant, denn hierin befassen sich die Autoren mit dem "Schatten der Vergangenheit" auf die Gegenwart.

Soweit ich die einzelnen Kapitel las, fand ich es interessant, welche Aspekte die Autoren in ihre Berichte einfließen ließen um so Geschichte verständlicher zu machen. Sicher merkt man dem Buch an, dass es eine Werkesammlung verschiedener Autor*innen und somit auch teils derer Meinungen ist. Wer seinen historischen Interessenschwerpunkt bei den ehemaligen Deutschen in Osteuropa hat, findet hier mit Sicherheit viel Interessantes. Wer auf der Suche nach Informationen über die ehemaligen deutschen Siedler in Südosteuropa hat, findet hier (leider) nicht viel Neues.

Mein Fazit: ein an sich gut zu lesendes Buch über die Geschichte der deutschen in Osteuropa, von dem ich allerdings froh war, es aus der örtlichen Bibliothek ausgeliehen zu haben, denn meine Interessen kommen hier zu knapp. Ferner fällt es mir stellenweise schwer, zu erkennen, was historisch belegte Fakten sind und was persönliche Meinung der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors ist.

Cover des Buches Die Macht der Geheimdienste (ISBN: 9783421048622)
Buecherbaerchens avatar

Rezension zu "Die Macht der Geheimdienste" von Uwe Klußmann

Buecherbaerchen
Oberflächlicher Einblick in die Geheimdienste. Kurze Zuglektüre

Angesichts der wenigen Seiten sollte nicht zu viel Inhalt erwartet werden. Auch der historische Einblick scheint eher wahllos zu erfolgen, sodass hier einfach ein kurzer und oberflächlicher Einblick in die Welt der Geheimdienste erfolgt. Es werden ein paar Ereignisse aus der Geschichte der Geheimdienste dargelegt und Interviews geführt. 

Das Werk eignet sich wegen der geringen Seitenzahl als Zug- oder Flugzeuglektüre und kann in dieser kurzen Dauer auch unterhalten. Eine populärwissenschaftliche oder gar wissenschaftliche Ausarbeitung darf jedoch nicht erwartet werden. 

Ein Überblick über die Deutschen im Osten

Dieses Buch enthält 31 Aufsätze rund um die Geschichte der Deutschen im Osten Europas. Neben dem Thema Flucht und Vertreibung, geht es auch um verschiedene Zeiten, in denen Deutsche im Osten angesiedelt wurden, teilweise schon vor tausend Jahren. Im letzten Kapitel des Buchs geht es schließlich um die Nachkriegsjahre und um die Aufarbeitung der traumatischen Zeit des Dritten Reichs.


Der Schreibstil der Artikel ist unterschiedlich. Neben einigen Erfahrungsberichten und Interviews steht der geschichtliche Zusammenhang im Mittelpunkt. Dabei wird weit ausgeholt. Die Hintergründe dafür, dass zur Zeit des Zweiten Weltkriegs so viele deutschstämmige Menschen im Osten lebten, sind weniger bekannt und darum sehr interessant. Die unvorstellbare Schrecken der Flucht werden anhand kurzer Augenzeugenberichte erzählt. Die politischen Zusammenhänge in der Nachkriegszeit sind aufschlussreich, ebenso wie die Berichte darüber, wie eine neue Generation die Heimat ihrer Eltern entdeckt. Einige kleine schwarz-weiß Bilder lockern den Text auf.


Dieses Buch behandelt ein weitgefasstes Thema. Die Sprache ist eher anspruchsvoll und erinnert teilweise an ein Geschichtsbuch. Trotzdem macht es Spaß es zu lesen, weil es abwechslungsreich ist. Je nach persönlicher Interessenlage werden den Leser vielleicht nicht alle Artikel interessieren.


Fazit: Ein Buch, dass über die Deutschen im Osten Europas informiert, und zwar nicht nur im Dritten Reich, sondern auch davor und danach. Lesenswert, vor allem für Menschen, die sich für geschichtliche Zusammenhänge interessieren.


Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

43 Bibliotheken

2 Merkzettel

Worüber schreibt Uwe Klußmann?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks