Uwe Siemon-Netto Griewatsch!

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Inhaltsangabe zu „Griewatsch!“ von Uwe Siemon-Netto

Leipzig.1015 bis 2015. Die tausendjährige Stadt. Uwe Siemon-Netto, weitgereister Leipziger Bub und journalistische Edelfeder, erinnert an die großartigen bürgerlichen Wurzeln und Werte dieser malträtierten, aber wiedererstandenen Metropole."Siemon-Netto zeigt, dass Humor, Musik, Gottvertrauen, Integrität und die Weisheit liebender Großeltern dabei helfen, die fürchterlichsten Lebenssituationen zu überleben." Dominik Klenk Tausend Jahre Leipzig: Dies sind die wehmütig-humorvollen Reminiszenzen eines patriotischen Leipzigers über seine Kindheit im Bombenkrieg, seine Flucht aus der Sowjetzone, seine jahrelange Verbannung aus der Heimatstadt, sein nie gestilltes Heimweh, seinen Glauben und schließlich seine Rückkehr nach Leipzig. In den Worten des Historikers Michael Stürmer: "Siemon-Netto erlebte Weltgeschichte aus der Sicht eines Griewatschs , eines Lausejungen, und hat sie unbefangen aufgeschrieben. Ein 'document humain', eine kleine Seelenchronik, mehr oder weniger einer ganzen Generation."

Tolles Buch mit vielen geschichtlichen Gegebenheiten , die aus erster Hand erzählt super spannend sind!

— fibroe
fibroe

Eine Kindheit in Leipzig - amüsant erzählt!

— mabuerele
mabuerele

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  • Leserunde zu "Herzanzünder" von Ingmar Gregorzewski

    Herzanzünder
    IngmarGregorzewski

    IngmarGregorzewski

    "Fast alles um mich herum war dazu geeignet, meine Phantasie zu beflügeln." - Ali Mitgutsch Eine Kindheit im alten Schwabing, das klingt nach Idylle. Die gab es auch: den "Familienpfiff" als Klingelersatz oder nächtliche Ausflüge für den Vater zur Bierschänke. Doch schon bald kam der Krieg und mit ihm die Angst im Luftschutzkeller und riesige Trümmerlandschaften. Schon damals half Ali Mitgutsch seine Phantasie, um den Schrecken zu besiegen.  Zusammen mit Ali Mitgutsch habe ich seine Kindheitserinnerungen aufgezeichnet.  Viele kleine und große Geschichten formen sich in diesem Buch zu einer Art "Wimmelbild" und bringen uns so den Menschen und Künstler Ali Mitgutsch ein bisschen näher. Dr. Eva-Suzanne Bayer, Würzburg schrieb: "Es mag viele Bücher, sicher auch viele Kinderbücher über diese schlimme Zeit geben. Aber dieses todtraurige und lebenshoffende ist von einer Wahrhaftigkeit, wie man ihr selten begegnet." Ali Mitgutsch ist 1935 in München geboren und feiert im August seinen 80. Geburtstag. Seit über 40 Jahren gibt es die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch auf dem Buchmarkt. Man findet sie in aller Welt. Generationen von Kindern haben seine Illustrationen erkundet und zu ihren eigenen Geschichten gemacht. Seine Karriere ist eine einmalige Erfolgsgeschichte. Bewerbt euch um eines der 20 Exemplare von  "Herzanzünder - Mein Leben als Kind" Schreibt uns, welche Beziehung ihr zu den Bilderbüchern von Ali Mitgutsch habt. Viel Glück  wünscht euch Ingmar Gregorzewski Wer mehr über uns, unser Buch und die Hintergründe dazu erfahren möchte, darf die Seite zum Buch bei dtv - mit Radiobeitrag zum Nachhören - nicht verpassen. Viel Spaß!

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  • Leserunde zu "Griewatsch!" von Uwe Siemon-Netto

    Griewatsch!
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der fontis-Verlag stellt drei Exemplare des Buches "Griewatsch-Der Lümmel aus dem Leipziger Luftschutzkeller. Eine Vita." von Uwe Siemon-Netto zur Verfügung Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Dies sind die wehmütig-humorvollen Reminiszenzen eines patriotischen Leipzigers über seine Kindheit im Bombenkrieg, seine Flucht aus der Sowjetzone, seine jahrelange Verbannung aus der Heimatstadt, sein nie gestilltes Heimweh, seinen Glauben und schließlich seine Rückkehr nach Leipzig. Ein muss für Fans der Stadt Leipzig und eine schöne Lektüre zum Jubiläum der Stadt “Leipzig 2015″. In den Worten des Historikers Michael Stürmer: «Siemon-Netto erlebte Weltgeschichte aus der Sicht eines Griewatsch, eines Lausejungen, und hat sie unbefangen aufgeschrieben. Ein ‹document humain›, eine kleine Seelenchronik, mehr oder weniger einer ganzen Generation.» Hier der Link zur Leseprobe. Bitte bewerbt euch bis zum 18. April hier im Thread und beantwortet die Frage, wie euch die Leseprobe gefällt. Bei diesem Buch müsst ihr die Portokosten von 2 Euro selber tragen. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte schaut nach dem Verlosen selbstständig nach, ob ihr gewonnen habt und übermittelt eure Adresse innerhalb von 48 Stunden. Ihr erhaltet keine Nachricht und sonst wird neu gelost. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter  www.fontis-verlag.com für 19,99 € (Buchpreis)  bestellen.Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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  • Welch Griewatsch, ei verbibbsch nochemol!

    Griewatsch!
    fibroe

    fibroe

    02. July 2015 um 23:07

    Etwas sachte bin ich an das Buch „Griewatsch“ herangegangen. Ich konnte so gar nicht festmachen was mich erwartet. Biografien sind nicht an sich nicht meins, aber gut, da Leipzig auch für mich eine Zeitlang zum Leben dazu gehörte, wollte ich halt mal reinlesen... Was mich dann jedoch erwartete war so viel mehr als ich erwartet hatte. Eine Biografie natürlich, aber mit so viel Humor und Abenteuerlust geschrieben, dass ich weiterlesen musste. Es machte richtig Lust auf mehr. Uwe Siemon-Netto wurde kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges geboren und hier spielt auch ein Großteil seiner Lebensgeschichte, die mir trotz der großen Ernsthaftigkeit, mehr als einmal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Wie spannend war es für mich zu lesen, wie der kleine Uwe den Krieg erlebt hat und wie interessant waren auch die Personen in seinem engsten Umfeld. Vor allem Großmutter Netto war prägend für seine Zukunft, seine Art zu Denken und zu Handeln. Für mich eine der spannendsten Personen überhaupt in diesem Buch, mit ihrer Art der Erziehung, ihrer Art den Glauben an Gott zu leben und ihrem sehr speziellem Humor. Auch ihre Kontraeinstellung gegenüber dem Nazi Regime fand ich mehr als beeindruckend. Ein Satz ist mir in Bezug auf Oma Netto im Sinn geblieben, den ich nicht vorenthalten möchte: "Auf unsere politisch-korrekt verspießerte Gegenwart mag Omis Kombination aus ... befremdlich wirken." Ich lass den jetzt mal so stehen! Omi Netto würde zu heutiger Zeit vermutlich sehr misstrauisch beäugt:) Dieser Buchteil des Krieges war überaus lehrreich für mich. Es war sehr interessant die Geschehnisse einer derart traurigen Epoche aus erster Hand erzählt zu bekommen, zumal diese so weit weg und doch gleichzeitig wieder so präsent für uns ist. Uwe war damals noch ein Kind und trotz Kummer und Elend konnte man sie teilweise zwischen den Zeilen spüren, die Unbeschwertheit und Leichtigkeit einer Kindheit. Das passte so überhaupt nicht in meine Vorstellung von Kriegskindern. Was mich als Außenstehende oft überraschte, war die Unbekümmertheit der Erzählung an manchen Stellen. Meint man doch, solch eine Kindheit kann nur schrecklich sein. Aber Uwe Siemon-Netto beschreibt auch wie normal das Leben irgendwie weiter ging! Die Jungs haben genau so Unfug getrieben, Schule wurde egal wie bewerkstelligt und ein Gang durch die zerbombte Stadt wurde alltäglich. Leider habe ich mich nie wirklich mit Großeltern oder anderen Personen über diese Zeit unterhalten können, so dass dies eine neue Erfahrung darstellte, die wirklich spannend für mich war! Aber wie Herr Siemon-Netto ebenfalls feststellte, oft riss die Wunde der Seele erst weit nach Kriegsende auf, so auch bei ihm, 20 Jahre lang und das passte wieder in meine Vorstellung vom Krieg, leider. Der 2. Teil des Buches befasst sich mit der Zeit nach dem Krieg bis weit hinein in tiefste DDR Zeiten. Gerade letzteres ist genau mein Thema, da ich im Osten aufgewachsen bin und noch heute nach Geschichten der damaligen Zeit giere;). Ich kann mich so gar nicht mehr an Leipzig nach der Wende erinnern, umso spannender fand ich es darüber zu lesen. Ich hätte mir so gern noch viel mehr Informationen darüber gewünscht (z.B. Friedensmarsch, Glaube an Gott in der DDR) kann aber verstehen dass, da Herr Simon-Netto zu dieser Zeit nicht in Leipzig verweilte, dieser Teil des Buches nicht ganz so ausgiebig ausgefallen ist. Nichtsdestotrotz viele neue Informationen für mich, verbunden mit einigen Aha Erlebnissen für die ich echt dankbar bin und das gepaart mit viel interessantem Insiderwissen und der richtigen Menge an Humor. Wirklich großartig und absolut lesenswert! Den Schreibstil des Buches empfand ich als entspannt und flüssig, nur manchmal waren mir die Sprünge zwischen einzelnen Anekdoten zu groß. Die sächsischen Passagen fand ich großartig, ich fühlte mich sofort in die Kindheit zurück versetzt:) Wegen mir hätten die Übersetzungen zum Sächsischen nicht im Buch stehen müssen, das empfand ich oft eher als störend. Lieber wäre mir gewesen, einen Nachschlageteil zu haben um im Notfall nachsehen zu können. Ich denke das Meiste war doch selbsterklärend. Witzigerweise fehlte mir allerdings die Übersetzung einiger Fremdwörter, die mich doch das ein oder andere Mal überfordert haben. Ich will mir jetzt hier aber nicht die Blöße geben;) Fazit: Bis auf meine kleine Kritik oben, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich durfte viele interessante und teilweise sehr private Dinge erfahren und habe das Gefühl, dass mein Horizont definitiv wieder ein Stück erweitert wurde, nachdem mir das Buch über den „Weg gelaufen“ ist. Am spannendsten waren für mich die unzähligen Informationen aus erster Hand zu Epochen die vor meiner Zeit Bestand hatten, weiterhin aber auch die familiären Verhältnisse im Hause Siemon-Netto. Seine Mutter konnte ich viele Male nur schwer verstehen, aber Omi Netto fand ich klasse!! Ich danke sehr für die informativen, privaten und teilweise sehr amüsanten Passagen, und freue mich, über meinen Schatten gesprungen zu sein und ein Buch gelesen zu haben das eigentlich, so dachte ich, nicht meinem Geschmack entspricht. Wieder was dazu gelernt;) Nochmals vielen Dank!

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  • Ein Leipziger Junge und sein Weg in die Welt

    Griewatsch!
    mabuerele

    mabuerele

    07. June 2015 um 21:09

    „...Das war nicht mein Krieg. Also muss ich mich auch nicht ergeben!...“ Ein Griewatsch ist ein Leipziger Lausejunge. So sieht sich der Autor, der in dem Buch Szenen seines Lebens beschreibt. Er hat seine Kindheit in Leipzig verbracht, musste diese Stadt aber mit 10 Jahren verlassen. Aufgewachsen in einer großbürgerlichen Familie hätte der Junge ein behütetes Leben führen können. Der Vater war Staatsanwalt, die Mutter Sängerin. Doch es kamen die Jahre des Krieges. Kindheit fand im Luftschutzkeller statt. Die alltägliche Angst ließ sich bei den Streichen mit Freunden vergessen. Halt und Hilfe gab die Großmutter. Ihren tiefen Glauben konnte sie auf ihre eigenwillige Art dem Enkel vermitteln. Ein Leipziger Junge durfte aus der reihe tanzen. Ging es zu weit, kam „ ...Omis flinke Rechte...“ zum Einsatz. Oma Netto war für mich die beeindruckendste Person des Buches. Ihre königstreue Einstellung sorgte dafür, dass sie das nationalsozialistische System ablehnte – und daraus auch keinen Hehl machte. Obiges Zitat stammt aus ihrem Mund und wurde nach der Ankunft der Amerikaner gesagt. Sie legte Wert darauf, dass dem Jungen bürgerliche Werte vermittelt wurden. Mit zehn Jahren musste der Autor nicht nur Leipzig, sondern auch seine Oma verlassen. Dieser gravierende Einschnitt im Leben sollte für die nächsten Jahre nicht ohne Folgen bleiben. Das Buch lässt sich gut lesen. Der Autor verfügt über einen feinen Humor und einen sehr lebendigen Schriftstil. Gut gefallen haben mir die in Sächsisch wiedergegebenen Abschnitte. Die darauf folgende Übersetzung war allerdings für den Lesefluss weniger hilfreich. Immer wieder finden sich Vergleiche zwischen dem alten Leipzig und den Veränderungen, die der Autor bei seinen gelegentlichen Besuchen feststellte. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass dies seine ganz persönlichen Eindrücke sind. Sehr gut gibt der Autor die Emotionen wieder, die in verschiedenen Lebenssituationen eine Rolle spielten. Die fast noch unbeschwerte Kindheit bekam ihren ersten heftigen Kratzer in der Bombennacht vom 20.4.44. Jetzt wird der Schriftstil ernster. Die Angst bekam ein Gesicht. Viele Fotos veranschaulichen die unterschiedlichen Lebensstationen. Das Cover mit dem Autor vor dem Leipziger Rathaus und dem Kinderfoto an der Seite passt zur Biografie. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf sehr persönliche Weise hat mich der Autor mit Krieg und Nachkriegszeit und deren Folgen konfrontiert.

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  • Das Leben eines echten Leipziger Lausejungen

    Griewatsch!
    heaven4u

    heaven4u

    22. May 2015 um 20:28

    Griewatsch - das ist sächsisch und heißt Lausejunge. Uwe Siemon-Netto war ein typischer Griewatsch und entführt uns in seiner Biografie in das Leipzig während des zweiten Weltkrieges, der DDR-Zeit und ein Stück darüber hinaus. Dabei geht es nicht nur um sein Leben und seine Streiche, sondern auch um die Entwicklung der Stadt Leipzig durch die verschiedenen Regime hinweg. Die Geschichte seiner Kindheit und auch die seiner großen Familie, steht hier im Vordergrund. Uwe Siemon-Netto wurde 1937 in eine bürgerliche Familie in Leipzig hineingeboren. Sein Vater ist ein durch den ersten Weltkrieg erblindeter Staatsanwalt und seine Mutter einer Kammersängerin. Hauptsächlich allerdings wird Uwe von der Oma Clara Netto großgezogen, die ihm zwar für seine Streiche immer wieder eine "klatscht", was er ihr aber nicht übel nimmt. Gewalttätig ist sie nie. Sie lehrt ihn Luthers Katechismus, bringt ihm geistliche Lieder bei und ist in vielerlei Hinsicht die Wegbereiterin für seinen festen Glauben an Gott, der auch nicht durch seine sozialistischen Schulkameraden und später in diversen Waldorfschulen abhanden kommt. Er halt immer an Gott fest, der Glaube ist ihm ein Leben lang eine Stütze. Man merkt dem Buch an, dass er Autor Journalist ist und seine Texte mit viel Herzblut und Humor verfasst. Es gibt so oft was zu lachen, nicht zuletzt die Dialoge die in breitem Leipziger Sächsisch verfasst sind, bringen den Leser zum schmunzeln. Selbst in Sachsen aufgewachsen, verstehe ich natürlich was er meint und fühle mich gleich wohl und an meine eigene Ausbildungszeit in Leipzig erinnert. Ich fliege durch die Geschichten, von denen keine Seite langweilig ist. Dabei erzählt er zwar relativ chronologisch von seiner Kindheit, schweift aber immer wieder ab und erzählt hier eine Anekdote die ihm dazu einfällt und da eine Begebenheit. Hauptaugenmerk liegt hier wirklich auf Kindheit und Jugendzeit, seine berufliche Laufbahn wird nur grob umrissen und mit den wichtigsten Begebenheiten erzählt. Zahllose Bilder lassen sein Leben noch lebendiger werden. Man erfährt auch ein Stück Leipziger Geschichte über fast 80 Jahre hinweg. Mehrmals muss er umständehalbe die Stadt verlassen oder wird verbannt, immer wieder kehrt er jedoch zurück in SEINE Stadt. Dabei ist er nie wehmütig oder nostalgisch, sondern lässt uns einfach an seinen ehrlichen Gedanken teilhaben. Mit seiner Meinung hält er nicht hinterm Berg, wenn ihm was nicht passt, dann sagt er das auch. Ich bin sehr begeistert von diesem vielleicht eher unscheinbarem Buch mit dem etwas ungewöhnlichen Titel. Wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einem Stück wunderbarer Zeitgeschichte belohnt, die an keiner Stelle langweilig ist.

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