Uwe Tellkamp

 3,5 Sterne bei 232 Bewertungen
Autor von Der Turm, Der Eisvogel und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Uwe Tellkamp ist am 28. Oktober 1968 in Dresden geboren. Der Arztsohn tritt 1987 in die NVA ein, um seinen Wehrdienst abzuleisten und sich einen Studienplatz für Medizin zu sichern. Er steigt bis zum Dienstrang eines Unteroffiziers auf und wird Panzerkommandant. Als er sich 1989 weigert, gegen Oppositionelle vorzugehen, wird ihm das Kommando und der Studienplatz für Medizin entzogen. Tellkamp wird inhaftiert und in ein Strafbataillon versetzt. Nach der Wende studiert er Medizin in Leipzig, New York und Dresden. Nach dem Ende seines Studiums fängt er als Arzt in einer Unfallchirurgie in München an. 2004 gibt er die medizinische Karriere auf, um sich völlig auf die Schriftstellerei zu konzentrieren. Uwe Tellkamp veröffentlicht seine ersten satirischen Texte noch zu DDR-Zeiten im „Eulenspiegel“. Sein erster Roman „Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café“ wird 2000 veröffentlicht. Das ungewöhnliche an Uwe Tellkamp Arbeitsweise ist, dass er Auszüge noch nicht abgeschlossener Buchvorhaben öffentlich präsentiert. Für die Erzählung „Der Schlaf in den Uhren“, die einen Teil des noch unvollendeten gleichnamigen Romans darstellt, erhält Tellkamp den „Ingeborg-Bachmann-Preis“. Die Geschichte wird später sogar zur Pflichtlektüre der Abiturienten in Niedersachsen für die Jährgänge 2008 und 2009 ernannt. 2005 bringt er die Erzählung „Der Eisvogel“ heraus, die unter den Literaturkritikern für kontroverse Diskussionen sorgt. 2008 wird das Buch „Der Turm. Geschichte aus einem versunkenen Land“ publiziert. Der Roman befasst sich mit der Zeit nach der Wende und stellt nur den Anfang einer Reihe dar. Für das Werk erhält er 2008 den „Deutschen Buchpreis“ und 2009 den „Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung“. Zu Gunsten des Werks „Der Turm“ ließ er die Arbeit an „Der Schlaf in den Uhren“ erstmal ruhen. Fast abgeschlossen ist die Arbeit an „Der Zitronenrabe“. Mit „Nautilus“ plant Tellkamp ferner eine größere Trilogie. Daneben möchte er auch einen lyrischen Band, eine Arbeit über Autoren und Literatur, sowie eine biographische Sammlung veröffentlichen.

Alle Bücher von Uwe Tellkamp

Cover des Buches Der Turm (ISBN: 9783518461600)

Der Turm

(184)
Erschienen am 17.03.2010
Cover des Buches Der Eisvogel (ISBN: 9783518461617)

Der Eisvogel

(31)
Erschienen am 21.04.2010
Cover des Buches Das Atelier: Erzählung (EXIL) (ISBN: 9783982013183)

Das Atelier: Erzählung (EXIL)

(2)
Erschienen am 01.03.2020
Cover des Buches Die Schwebebahn (ISBN: 9783458358343)

Die Schwebebahn

(1)
Erschienen am 18.04.2012
Cover des Buches Der Schlaf in den Uhren (ISBN: 9783518431009)

Der Schlaf in den Uhren

(1)
Erschienen am 18.05.2022
Cover des Buches Die Carus-Sachen (ISBN: 9783458194606)

Die Carus-Sachen

(1)
Erschienen am 12.09.2018
Cover des Buches Die Sandwirtschaft (ISBN: 9783518069998)

Die Sandwirtschaft

(1)
Erschienen am 27.01.2009

Neue Rezensionen zu Uwe Tellkamp

Cover des Buches Der Turm (ISBN: 9783518461600)
H

Rezension zu "Der Turm" von Uwe Tellkamp

H-Lsh
Ein Fundament

Ein sprachlicher und anspruchsvoller Beitrag zur deutschen Wiedervereinigung. Besonders die betroffenen Jahrgänge werden es beim Lesen spüren, wie ich diese Formulierung meine. Ich war tief beeindruckt. Epische und fordernde Textstellen, die dem Leser einiges abverlangen. Persönlich deswegen einen Stern weniger.

Cover des Buches Der Turm (ISBN: 9783518461600)
S

Rezension zu "Der Turm" von Uwe Tellkamp

Stephan58
Geschichte aus einem untergegangenen Land

Die Geschichte aus einem Land, das es nicht mehr gibt: die DDR, fokussiert auf die Eliten im Tal der Ahnungslosen, im Dresden der 80er Jahre, die intellektuelle Oberschicht, die sich mit dem verkrusteten Sozialismus à la DDR arrangiert hat, die sozialistischen Worthülsen wiederkäut und Kritik nur im Stillen übt. Überleben als täglich neues Organisieren von Gefälligkeiten, überlegen, wen man was erzählt und wo ein offenes Wort eher unangebracht, ja gefährlich sein könnte.

Sprachlich anspruchsvoll, manchmal ausartend in überbordende adjektivische Ausschmückungen, ein Spiel mit den Ausdrucksmöglichkeiten der deutschen Sprache, das dann wieder bricht in prägnant gestaltete Szenen, die einen Eindruck eines politischen Systems vermitteln, dessen reale Erinnerung vergessen zu werden droht.

Ich habe längere Zeit genraucht, um den "Turm" ganz zu Ende zu lesen, fühlte mich aber immer wieder in die 80er Jahre und das Lebensgefühl in der DDR zu dieser Zeit versetzt. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.

Cover des Buches Der Turm (ISBN: 9783518461600)
OMess83s avatar

Rezension zu "Der Turm" von Uwe Tellkamp

OMess83
Nach knapp 150 Seiten resigniert...

Habe mich eigentlich sehr auf das Buch und den Stoff gefreut; Herr Tellkamp wird einem in gewissen Kriesen ja sehr ans Herz gelegt.

Von Seite 1 an habe ich feststellen müssen, dass die fast 1000 Seiten gewissermaßen herausfordernd werden würden. Die Sprache ist sehr gehoben und die Sätze lang und verschachtelt. Die Handlung wirkt oft nur schemenhaft angedeutet. 

Ich muss leider zugeben, dass ich nach knapp 150 Seiten resigniert habe. Ich kann der Erzählung viel zu wenig folgen, als dass ich weitere 850 Seiten lesen kann, ohne dass mir meine Zeit viel zu schade wäre...

1 Stern ist sicherlich etwas streng bewertet; für mehr Sterne habe ich aber einfach zu wenig vom Gelesenen verstanden. Vielleicht gehöre ich auch nicht wirklich zum Zielpublikum des Autors, mein Realschulabschluss alleine reicht für so hochstehende Literatur dann offensichtlich doch nicht... Wird in einem Büchertauschregal hoffentlich einen geneigteren Leser finden als mich...

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Uwe Tellkamp wurde am 28. Oktober 1968 in Dresden (Deutschland) geboren.

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