Uwe Timm Der Schlangenbaum

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Inhaltsangabe zu „Der Schlangenbaum“ von Uwe Timm

Ein Netz von Korruption, Aberglauben und Gewalt.Die Geschichte des deutschen Bauingenieurs Wagner, der sich als Bauleiter einer Papierfabrik in Südamerika in ein Netz von Korruption, Aberglauben und Gewalt verstrickt. Der seine privaten Probleme mit der Entfernung lösen zu können glaubt. Und der am Ende von Zweifeln an seinem Tun geplagt wird. »Dieses Buch fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite, ein Kriminalroman könnte nicht spannender sein.« Eva Ehret im »Mannheimer Morgen«

Spröde. Wird nicht mein lieblingsbuch von Uwe Timm...

— Himmelfarb

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  • Ein Mann auf der Flucht

    Der Schlangenbaum

    kingofmusic

    05. July 2016 um 14:46

    „Irgendwie, auf eine kaum merkliche Weise, waren ihm die Wünsche abhanden gekommen. Sie waren durch die vielen kleinen Gewohnheiten und die vielen kleinen Notwendigkeiten aufgerieben worden.“ (S. 268) Dieses Jahr ziehen sich drei rote Fäden durch meine literarischen Vorlieben: 1. Französische Krimis 2. Biografien 3. (Sinn-)Suche nach den Inhalten des Lebens In letztere Kategorie fällt auch „Der Schlangenbaum“ von Uwe Timm. Es ist ein für meine Begriffe sogenanntes „Kann, muss man aber nicht lesen“-Buch. Es lässt mich etwas ratlos zurück, was ich auch daran merke, dass es mir schwerfällt, eine geeignete Rezension zu verfassen. Anders als in meinen sonstigen Rezensionen gebe ich an dieser Stelle einen (kurzen) Einblick in die Handlung – vielleicht fällt mir die Formulierung dann etwas leichter. Ein deutscher Ingenieur (Wagner) bekommt die Möglichkeit in einem von Korruption und Militär regiertem südamerikanischem Land als Bauleiter eine Papierfabrik zu bauen. Kurzerhand nimmt er die Herausforderung an, lässt Frau und Kind in Deutschland (in Rückblicken erfährt der Leser, dass die Ehe (wie so viele) in der Routine oder in einer Sackgasse steckt) und muss sich irgendwann eingestehen, dass er wie schon seine zwei Vorgänger grandios gescheitert ist. Auch die Arbeit vor Ort steht unter keinem guten Stern: der gelieferte Beton ist von miserabler Qualität und wird selbst nach einem Bestechungsversuch nicht besser, die Arbeiter streiken und auch die Regenzeit sorgt dafür, dass der Bau nicht wirklich voran kommt. Ein weiteres Ereignis zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman: Wagner überfährt kurz nach seiner Ankunft eine von den Einwohnern als heilig bezeichnete grüne Schlange. Dieses Ereignis wird als Anzeichen der Apokalypse und wie ein böses Omen angenommen und fortan läuft nichts mehr rund für Wagner: seine Spanischlehrerin und kurzzeitig Geliebte verschwindet von einen auf den anderen Tag spurlos, Wagner selbst wird verhaftet und gequält, seine tiefgläubige Haushälterin beschwört die nahende Apokalypse hervor… Es ist also bei weitem kein einfacher Stoff, den uns Uwe Timm in seinem 1986 erschienenen Roman hier präsentiert. Und trotzdem ist er noch aktuell, beinhaltet er doch die immer noch kritische Hinterfragung des Eindringens des weißen Mannes in die Territorien der Ureinwohner und die Vernichtung des Regenwaldes. Trotzdem hat mich das Buch nicht vollends überzeugen können. Es mag zum einen an dem etwas antiquiert anmutenden Schreibstil liegen. So verzichtet Uwe Timm gänzlich auf Anführungszeichen in der wörtlichen Rede, was das lesen schon ziemlich erschwert, weil man an manchen Stellen überlegen muss, ob es „nur“ Gedanken sind oder ob es wirklich gesprochen wird. Zum anderen: Ich bin eigentlich ein Freund offener (Roman-)Enden, um meine Fantasie spielen zu lassen oder zu trainieren (je nach Stand- bzw. Gesichtspunkt). Aber hier muss ich sagen, fühlt sich das Ende an wie gewollt, aber nicht gekonnt. Ich finde leider keine anderen Worte dafür. Für mich das zweitschlechteste Buch in der ersten Jahreshälfte 2016. Schade…

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