Die Entdeckung der Currywurst

von Uwe Timm 
3,7 Sterne bei271 Bewertungen
Die Entdeckung der Currywurst
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Positiv (170):
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Kunstvoll erzählt, berührend. Und nein, es geht nicht nur um die Entdeckung der Currywurst.

Kritisch (39):
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Wie schmeckt die Erinnerung?

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Inhaltsangabe zu "Die Entdeckung der Currywurst"

Schicksale im Hamburg von 1945

In Erinnerung an seine Kindheit macht sich der Erzähler auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin einer Imbissbude am Hamburger Großneumarkt. Er findet die hochbetagte Lena Brücker in einem Altersheim und erfährt die Geschichte ihrer »schönsten Jahre« und wie es zur Entdeckung der Currywurst kam. Der Bogen spannt sich weit zurück in die letzten Apriltage des Jahres 1945 ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423219082
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:272 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.10.2014
Das aktuelle Hörbuch ist bei DHV Der HörVerlag erschienen.

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    buecher_ueber_buechers avatar
    buecher_ueber_buechervor 2 Jahren
    Eine Novelle von Uwe Timm

    Als typisches Merkmal einer Novelle besitzt auch "Die Erfindung der Currywurst" eine Rahmenerzählung : Der nun schon erwachsene Erzähler erinnert sich an seine Kindheit und an die ehemalige Imbissbudenbesitzerin Frau Brücker. Seit längerer Zeit ist er auf der Suche nach der Geschichte, wie die Currywurst entstanden ist. Aus diesem Grund besuchte er die alt gewordene Frau Brücker.

    Sie holt weit aus und beginnt zu erzählen..

    1945 in Hamburg - kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges. Jeder kämpft ums Überleben, doch Frau Brücker vertraut dem Erzähler und somit auch den Lesern eine außergewöhnliche Geschichte an.

    Sie lernte den Soldaten Bremer ganz zufällig kennen. Daraus entwickelte sich eine besondere Beziehung. Die Currywurst wird, wie im Klappentext steht, ganz nebenbei entdeckt. Das Buch hat wirklich eine starke Atmosphäre. Ich wurde quasi in die Geschichte hineingezogen. In die kurzen Glücksmomente, die Verzweiflung oder Angst, aber auch die Resignation, den Tauschhandel und damit verbundenen Schwarzmarkt, das Improvisieren und verstecken - kurz gesagt : man erfährt viel über die letzten Jahre des zweiten Weltkrieges. Besonders wie die Bevölkerung damit umgeht.

    Also ganz klar gebe ich hier eine Leseempfehlung !!!

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wie schmeckt die Erinnerung?
    Ein Klassiker als Schullektüre...

    Leider kann ich nur sagen, dass ich mich als Schülerin durch dieses Buch gequält habe und den auserkohrenen Liebreiz unseres Deutschlehrers nicht in dieser Novelle gefunden habe.

    Direkt nach Kriegsende schlittert das Leben nur so dahin und ausgerechnet die Currywurst soll es richten. Doch aus der geplanten Neugierde an der Geschichte der Currywurst wird eine Erzählung von einer Liebe, die alle Wehen des Krieges überstanden hat....

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    UteSeiberths avatar
    UteSeiberthvor 3 Jahren
    Eine Liebesgeschichte in der Nachkriegszeit

    Nach Jahren habe habe ich diesen Roman von Uwe Timm wiedergelesen,aber er hat mich nicht mehr so fasziniert wie bei ersten Mal. Uwe Timm lässt die karge Nachkriegszeit in Hamburg wieder aufleben,wo sich zwei konträre Personen ineinander verlieben.Der Erzähler sucht nach einer ehemaligen Imbissbesitzerin am Hamburger Großneumarkt.Er findet sie hochbetagt wieder und sie erzählt ihm von der Nachkriegszeit und ihren "schönsten" Jahren in ihrem Leben. Lena Brücker hatte schon immer diese Imbissbude am Großneumarkt,aber die Nachkriegszeit hat auch ihr schwer zugesetzt,weil man fast nur noch mit den Schwarzmarkt überleben konnte.Zudem gibt sie einem desertierten Soldaten Unterkunft und versteckt ihn bis zum Kriegsende.Die daraus entstehende Liebesgeschichte des ungleichen Paares ist rührend und manchmal etwas zu  flapsig erzählt und das Ende dieser Zeit ist die sogenannte "Erfindung" der Currywurst, bzw, ihrer Zutaten,so wie sie heute in Hamburg und in Berlin noch gegessen wird.Der Zufall wollte es, dass Lena beim Hinauftragen von amerikanischem Ketchup und einer Menge Currypulver den kleien aufgestapelten Berg fallen lässt.Auf dem Boden vermischen sich nun diese Zutaten und die gewitzte Lena meint,mit noch einigen anderen Gewürzen wäre das doch ein gute neue Beilage für die farblosen Würstchen. So enstand die Currywurst,die heute noch ihres Siegeszug vor allem in Berlin und Hamburg fortsetzt.Berlin ohne Currywurst ist einfach undenkbar!

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    HamsterHerkuless avatar
    HamsterHerkulesvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Kriegs-, Liebes-, Kullinarische-, Erfindungs-, Lebensgeschichte. Gut geschrieben, sehr lesenswert!
    Trümmer und Neubeginn, süßlich scharfe Anarchie

    "... Wie die Zeit damals war, aus der die Currywurst kam: Trümmer und Neubeginn, süßlich scharfe Anarchie." (Großdruck Seite 229)

    Diese Geschichte beginnt, als Deutschland im zweite Weltkrieg in den letzten Zügen liegt. Alles Trümmer, überall Mangel, Sirenen,Stromausfall, Grau in Grau. Männer werden an der Front nur noch des Prinzips wegen, verheitzt. Frauen schleppen Wasser, arbeiten daheim an Stelle der Männer, vereinsamen. Hitler heiratete noch seine Eva Braun, nimmt den Freitot und überlässt Dönitz das Trümmer- und Schlachtfeld.

    In diesem Chaos, genauer gesagt, in Hamburg lebt die damals etwa 40 Jahre alte Lena Brücker. Nach dem Krieg eröffnet sie eine Imbissbude, nun, alt geworden, erzählt sie einem ehemaligen Stammkunden ihre Lebensgeschichte und ihre Entdeckung der Currywurst.

    Es ist eine beinahe profane Leben-im-Krieg-Geschichte, ohne pathetisch patriotische Helden. Eine kleine Liebesgeschichte, spielend im damals nicht mehr so schönen Hamburg.
    Zig Zufälle wie ein silbernes Reiterabzeichen, 200 Eichhörnchenfelle, eine whiskytrinkende Wurstfabrikantin, ein fataler Fehler plus stolperndes Missgeschick spielen zusammen auf dem Weg zur Entdeckung der Currywurst. Um das Grau des Krieges wegzuschmecken, zu verdrängen, den Gaumen zu öffnen für Schärfe, Lust und Neubeginne.

    Gut geschrieben, ist das Buch in Hamburg zu recht teils Schullecktüre. Die Charaktere sind sehr lebensnah und so wandert man selbst in den hamburger Trümmern von damals, tigert als Fahnenflüchtiger durch eine fremde Wohnung, schmeckt die, aus der Tristess erweckende Currywurst.

    Der Autor Uwe Timm, 1940 in Hamburg geboren, wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet und man fragt sich, wie weit seine Novelle von der Entdeckung der Currywurst biografisch ist.

    Fazit:
    Wenn man sich, Generationen später, noch mit den Gräul- und Heldentaten unserer Väters Väter beschäftigen möchte, gehört "Die Entdeckung der Currywurst", neben "Stadt der Diebe" und "Die Bücherdiebin" ins Regal. Meiner Meinung nach, geht zwar nichts über "Die Bücherdiebin", doch mit den autentischen Charakteren und der Leichtigkeit von Uwe Timms Novelle, kann man nichts falsch machen. Ein Klares: Zugreifen, und nicht mehr los lassen.

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    sollhabens avatar
    sollhabenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Geschichte, gefühlvoll geschrieben und sprachlich kaum zu überbieten.
    Eine kurze Liebe und die Entdeckung einer Speise

    Hamburg im Mai 1945: Der Krieg geht endlich dem Ende zu und Lena Brücker findet in diesen chaotischen Zeiten ein wenig Frieden und Glück mit einem Soldaten, den sie bei sich versteckt.

    Zwei Jahrzehnte später erzählt sie ihre Geschichte rund um den Bremer und der Entdeckung der Currywurst einem ehemaligen Nachbarn.

    Meine Meinung:
    Ich habe dieses Buch nur im Zuge einer kleinen Leserunde bei mir im Ort gelesen und war mir anfangs gar nicht sicher, ob mich eine Novelle begeistern kann.
    Jetzt weiss ich, sie kann und wie noch dazu. Uwe Timm schreibt so einfühlsam, ehrlich und direkt jedoch ohne hochtrabende Worte und Satzbildungen. Jeder Erzählstrang wirkt natürlich und die Figuren werden dadurch so vielseitig und sympathisch. Die genaue Beschreibung des Hamburger Viertels und die Umstände nach dem Krieg verdichten noch das Lesevergnügen.
    Ich kann diese Novelle jedem ans Herz legen, der Geschichten mag und sich gerne in den Bann ziehen lässt.

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    zayuk2000s avatar
    zayuk2000vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gutes Buch mit einer historisch interessanten Nebenerzählung! Mit vielen Verflechtungen der einzelnen Teilstorys.
    bewundernswerte Novelle


    „Die Entdeckung der Currywurst“ ist eine Novelle,
    geschrieben von Uwe Timm. In dem Buch bekommt man einen Einblick in das Ende
    des zweiten Weltkriegs für die „kleinen Menschen“ und in eine verzwickte
    Liebesgeschichte einer Hausfrau und einem Deserteur.

    Es ist eine Geschichte von Lena Brücker, wie sie das Ende
    des Krieges erlebte und dem fahnenflüchtigen Hermann Bremer. Bremer ist ein
    Marinesoldat und lernt Lena bei einem Zwischenhalt in Hamburg kennen. Sie nimmt
    ihn mit zu sich nach Hause und er bleibt, anstatt zurück zu seiner Einheit zu
    gehen und wird somit zum Deserteur. Eine fantastische Liebesgeschichte mit
    Höhen und Tiefen beginnt.

    Das Buch besteht aus einer Rahmenerzählung in der, der
    Erzähler die nun alte Lena Brücker im Altersheim besucht und sie nach der
    Entdeckung der Currywurst fragt. Diese nutzt es aus um ihm ihre vergangene
    Liebesgeschichte zu erzählen, welche einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung
    gefügt hat und so beginnt die Binnenerzählung.

    Uwe Timm ist es gelungen Spannung zu erzeugen indem er oft
    von der Rahmenerzählung und der Binnenerzählung hin und her gesprungen ist.
    Dadurch wollte man immer wissen wie es gerade in der anderen Situation
    weitergeht. Ein anderes Mittel die Leser ranzuhalten ist die sogenannte
    „Scheherazade-technik“. Das ist eine Figur aus dem Märchen „Tausendundeine
    Nacht“ welche für eine Nacht bei dem König zu Gast ist. Der König aber tötet
    alle Frauen nach dieser einen Nacht. Um dies zu verhindern erzählt sie ihm eine
    Geschichte und hört an einer spannenden Stelle auf. Der König will aber
    erfahren wie sie weiter geht und lässt sie am Leben. So macht sie es auch alle
    weiteren Nächte. Das selbe Prinzip nutzt auch die alte Lena Brücker. Sie wahrt
    das Geheimnis der Entdeckung der Currywurst bis zum Schluss, damit der Erzähler
    sie weiterhin besucht und sie nicht so einsam ist und andersherum auch, weil
    sie jemand diese Geschichte ihrer Vergangenheit erzählen möchte um dann
    zufrieden am Alter sterben zu können.

    Es ist eine fantastische Geschichte verwoben mit
    historischen Ereignissen und der Entwicklung der einfachen Menschen. Uwe nimmt
    stellt mit einen Pullover, welchen die alte Lena Brücker während ihrer ganzen
    Erzählung strickt, die Situation der Binnenerzählung dar. Je verzweigter die
    Äste des Baumes, welcher auf dem Pullover ist, werden und je schwieriger das
    Stricken wird so verwirrter und schwerer wird auch die Geschichte der jungen
    Lena, die ein Netz aus Lügen um sich aufbaut und es nicht mehr halten kann. Am
    Ende ihrer Geschichte ist auch der Pullover fertig gestrickt und schließt die
    Geschichte schön ab.

    Man kann sich sehr gut eine eigenen Meinung zu den
    Charaktere bilden, zum Beispiel Lena Brücker ist sehr sympathisch durch ihre Umgangssprache:
    „Vielleicht kannste nächstes Mal n Stück Torte mitbringen. Ich mach uns n
    Kaffee.“(S.15, Z.12/13)

    Dadurch wird einem das Buch auch noch realer und man kann sich besser in die
    Situation hineinversetzten und sich eventuell auch identifizieren.

    Ich kann dieses Buch nur sehr weiter empfehlen, auch wenn
    der Schreibstil etwas schwierig ist. Es ist für Erwachsene, welche gerne völlig
    in eine Situation mit einem völlig anderen Alltag eintauchen möchten, geeignet,
    aber auch für Jugendliche ein sehr interessantes Buch.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm

    Die Entdeckung der Currywurst war mein erstes Buch von Uwe Timm. Ich gebe zu, dass es mir ein wenig schwerfiel, in die Geschichte einzutauchen. Aber als ich dann erst einmal drin war, war ich mehr als gefesselt.

    Die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren für mich dagegen weniger schwierig als erwartet (hatten doch einige der Vorrezensenten gerade dies kritisiert). Die Liebesgeschichte - wenn man sie denn so nennen kann und will - war sehr schön, da ungewöhnlich. Irgendwann dachte ich allerdings: Wie kam es denn nun zur Entdeckung der Currywurst? Liebe: schön und gut, aber geht es hier nicht eigentlich um etwas anderes? Ich glaubte schon gar nicht mehr an eine Auflösung - und als die dann kam, habe ich wirklich schallend gelacht. Skurril, einfallsreich und mehr als rund.

    Hut ab vor Uwe Timm, der hier einfach eine durch und durch faszinierende Geschichte geschrieben hat.

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor 7 Jahren
    Kurzmeinung: Der Schreibstil ist so gar nicht meins. Es ist auf jeden Fall eines dieser Bücher, die einem dadurch versaut werden, dass man gezwungen wird...
    Rezension zu "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm

    Hamburg, 1989/90 (bin mir nicht sicher). Der Erzähler des Buches besucht die alte Frau Brücker im Altersheim um zu erfahren wie sie vor Jahren die Currywurst erfand. Stattdessen erzählt sie ihm die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe...
    29.April 1945: Der Krieg ist fast vorbei und doch werden noch die letzten Männer und Jungen an die Front geschickt. So auch der junge Bootsmann Bremer, der auf seinem Zwischenstopp in Hamburg der 43-jährigen Lena Brücker begegnet. Spontan entscheidet er sich, bei ihr zu bleiben und fortan versteckt Lena ihn bei sich. Die beiden beginnen eine Beziehung, die durch das Ende des Krieges auf die Probe gestellt wird...

    Die Idee

    fand ich an sich sehr interessant. Der 2. Weltkrieg spielt zwar eine wichtige Rolle, aber nicht aus der Perspektive derer, die sehr darunter gelitten haben, sondern aus der Sicht einer Frau, die zwar auch kein leichtes Leben hat, durch den Krieg aber selbstständiger wird. Auch wichtige Themen wie Denunziation und Desertation werden behandelt. Das Interessanteste ist aber die Liebesgeschichte, die sehr realistisch beschrieben ist. Bremer und Frau Brücker haben anfangs eine rein sexuelle Beziehung (sie schlafen schon miteinander, als sie sich noch keine 2 Tage kennen.), doch im Laufe der Zeit bedeutet er ihr so viel, dass sie ihm wichtige Dinge veschweigt. Das wirft natürlich auch die Frage auf: "Darf man aus Liebe lügen?"

    Die Currywurst

    kommt eigentlich nicht so richtig vor, sie wird nur zwischendurch erwähnt, wenn der Erzähler Frau Brücker drängt, endlich auf den Punkt zu kommen und erst auf den letzten 20 Seiten, wird ihre Erfindung beschrieben. Zum Ende hin wird allerdings klar, dass die Geschichte mit Bremer wichtig für das eigentliche Thema war. Dennoch wundert es mich, dass dem Hauptsymbol, dessen Name immerhin im Titel vorkommt, nur so wenig Platz gewidmet wird.

    Der Stil

    hat mir so einige Probleme bereitet. Die wörtliche Rede ist nicht durch Zeichen makiert worden, sodass man manchmal nicht unterscheiden kann, ob das jetzt ein Kommentar des Erzählers, ein Gedanke des Protagonisten oder die wörtliche Rede des Protagonisten ist. Auch wechseln manchmal in einem Satz die Sprecher, was ziemlich verwirrend ist.
    Außerdem wird zwischen den Zeiten gesprungen, mal ist man im jahr 1989/90, mal im jahr 1945 und mal in einer Zeit vor 1945 und diese Sprünge werden nicht gekennzeichnet, sodass man sich manchmal eine Seite lang wundert, bis einem auffällt: "Achso, das ist eine andere Zeit!"

    Fazit
    "Die Entdeckung der Currywurst" ist die traurige und realischtisch erzählte Geschichte einer komplizierten Liebe. Leider ist das Buch durch Wiederholungen oft langweilig und durch den seltsamen Stil sehr verwirrend und unübersichtlich.

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    S
    sheepyvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm

    Eine schöne Geschichte zur Entdeckung der Currywurst. Wobei es eigentlich mehr eine Kriegs- /Liebesgeschichte ist und man sich anfangs etwas gedulden muss. Die Currywurst kommt erst relativ spät in die Geschichte. Aber da das Buch recht kurz ist, ist es nie langweilig und hat ein schönes Ende.

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    Toxicity74s avatar
    Toxicity74vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Entdeckung der Currywurst" von Uwe Timm

    Hinter dem recht banalen Titel Die Entdeckung der Currywurst von Uwe Timm verbirgt sich eine raffiniert erzählte Novelle über die letzten Kriegswochen des zweiten Weltkrieges und die darauf folgenden Jahre.

    Der Erzähler macht die ehemalige Besitzerin einer Imbißbude am Hamburger Großneumarkt in einem Altenheim ausfindig. Die inzwischen hochbetagte Lena Brücker kennt er aus seiner Kindheit und er erinnert sich daran, das sie für ihn immer als Erfinderin der Currywurst galt.
    Um der Entdeckung der Currywurst auf den Grund zu gehen, besucht er die alte Frau regelmässig und hört sich ihre Geschichte von ihren schönsten Jahren an.
    Damals kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges flüchtet sie sich zusammen mit einem fremden Soldaten bei einem Luftschutzalarm in einen Bunker. Anschließend nimmt sie ihn mit nach Hause und er, der sich eigentlich am nächsten Tag einer Panzerjagd-Einheit anschliessen sollte, entschließt sich zu dessertieren und bleibt bei Lena Brücker.
    Wie sie und der Soldat das Kriegsende erleben, wie ihr Leben danach weiterging und zu guter Letzt, wie es dazu kam, dass sie das erste Mal eine Currywurst zubereitete, erzählt Lena Brücker Ihrem Besucher geduldig und ausschweifend.

    Nachdem ich schon einige seiner Bücher gelesen habe, nahm ich mir nun diese 187 Seiten starke Novelle von Uwe Timm zur Lektüre. Und wie schon bei den Büchern zuvor, wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht. Der Autor schafft es, die Liebes- und Lebensgeschichte einer Frau in einer fesselnden und lebhaften Sprache zu erzählen. Die Charaktere der Lena Brücker und der anderen Hauptpersonen werden dem Leser nach und nach vermittelt und das Gelesene (so ging es mir zumindest) lässt deutliche Bilder im Kopf entstehen.

    Ich halte das Buch für ein nachhaltiges, empfehlenswertes Leseerlebnis.

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