Uwe Wilhelm

 4.1 Sterne bei 147 Bewertungen
Autorenbild von Uwe Wilhelm (©Florian Froschmayer  )

Lebenslauf von Uwe Wilhelm

Von Krimis, Thrillern und Entlarvungen: Uwe Wilhelm, Jahrgang 1957 und gebürtiger Hanauer, ist ein Autor mit Universaltalent. Als Schriftsteller, aber auch als Drehbuchautor ist er seit über 25 Jahren mit dramatischen Vorlagen und literarischem Erzählen spannender Geschichten erfolgreich. Nach einem Germanistik- und Schauspielstudium in den 1970er und 80er-Jahren und Engagements an Theatern in Essen und Hannover wechselte er 1987 zur schreibenden Zunft und verfasst seitdem Theaterstücke und Drehbücher. Zu den bekanntesten Filmproduktionen zählt „Das Mädchen Rosemarie“ (1995, Regie: Bernd Eichinger). Außerdem zeigt sich Wilhelm für zahlreiche Episoden von Krimi-TV-Serien wie „Wollfs Revier“, „Heiter bis tödlich“ und „Tatort“ verantwortlich. Wilhelms Faible für spannungsgeladene Plots setzt sich in seinen Büchern fort: So veröffentlicht er unter dem Pseudonym Lucas Grimm Thriller um den Reporter David Berkoff: „Nach dem Schmerz“ (2017) und „In den Tod“ (2018). Unter eigenem Namen liegt mit „Die 7 Farben des Blutes“ (2017) der Auftakt einer Trilogie um die Staatsanwältin Helena Faber vor, die 2018 mit „Die sieben Kreise der Hölle“ fortgesetzt wurde. Als Sachbuchautor rechnet Wilhelm mit der Piratenpartei („Piraten – Auslaufen zum Kentern!“, 2013) oder der deutschen Tugendrepublik („Voll verregelt!“, 2015) ab – oder er hält ein Plädoyer für eine gesunde Portion Selbstbewusstsein („ICH! Lob des Egoismus“, 2014).

Neue Bücher

Die Frau mit den zwei Gesichtern

 (12)
Neu erschienen am 15.06.2020 als Taschenbuch bei Blanvalet.

Alle Bücher von Uwe Wilhelm

Cover des Buches Die sieben Farben des Blutes (ISBN: 9783734103445)

Die sieben Farben des Blutes

 (82)
Erschienen am 17.07.2017
Cover des Buches Die sieben Gründe zu töten (ISBN: 9783734106187)

Die sieben Gründe zu töten

 (26)
Erschienen am 20.05.2019
Cover des Buches Die sieben Kreise der Hölle (ISBN: 9783734103452)

Die sieben Kreise der Hölle

 (25)
Erschienen am 21.05.2018
Cover des Buches Die Frau mit den zwei Gesichtern (ISBN: 9783734107016)

Die Frau mit den zwei Gesichtern

 (12)
Erschienen am 15.06.2020
Cover des Buches ICH! (ISBN: 9783579070773)

ICH!

 (2)
Erschienen am 25.08.2014
Cover des Buches Piraten - Auslaufen zum Kentern! (ISBN: 9783785760901)

Piraten - Auslaufen zum Kentern!

 (0)
Erschienen am 16.08.2013
Cover des Buches Voll verregelt! (ISBN: 9783404608423)

Voll verregelt!

 (0)
Erschienen am 13.08.2015

Neue Rezensionen zu Uwe Wilhelm

Neu

Rezension zu "Die Frau mit den zwei Gesichtern" von Uwe Wilhelm

Schatten der Vergangenheit
Lesewundervor 19 Tagen

Die alleinerziehende Noa Stern lebt davon, dass sie als Bodyguard für Frauen arbeitet. Vor Jahren ist sie mit ihrer Tochter und ihrer Mutter Rena aus dem Kriegs geplagten Libanon nach Berlin geflohen in der Hoffnung auf ein besseres Leben und aus Angst vor den Folgen einer von ihr begangenen Straftat. Noa lebt in ständiger Geldnot, doch das Leben könnte schlechter sein. Das ändert sich, als sie mit der Tat aus der Vergangenheit von einem Clanboss erpresst wird. Sie soll für ihn einen Mord begehen. Egal wie Noa sich entscheidet, sie kann nur verlieren. Noa entwickelt einen aberwitzigen Plan, um  davon zu kommen. Damit er gelingt braucht sie Glück, sehr viel Glück.

Das Buch ist einer der besten Krimis, die ich bisher gelesen habe. Das liegt an der ungewöhnlichen Geschichte und der ungewöhnlichen Heldin. Noa ist eine junge Frau, die gelernt hat im Großstadtdschungel zu überleben. Das bedeutet, dass sie mit den dunklen Seiten Berlins vertraut ist und für sich entschieden hat, möglichst allein zurecht zu kommen. Gleichzeitig setzt sie sich für misshandelte Frauen ein. Mir war Noa sehr sympathisch und ich habe sie für ihre Stärke bewundert. Die Geschichte spielt im Clanmilieu Berlins, das von Großfamilien aus dem Libanon beherrscht wird. Welche Auswirkungen das auf die Polizeiarbeit in der Stadt hat, zeigt sich in der Figur des Polizisten Gabriel Bukowski, der für Noa mehr als Freundschaft empfindet. Ich habe zusammen mit ihm gelegentlich vor Wut die Fäuste geballt wegen der Ohnmacht der Staatsgewalt. 

Die Handlung selbst ist unglaublich spannend. Ständig gibt es neue Wendungen und Noa ist mehr als nur einmal in einer lebensbedrohenden Situation. Auch sprachlich konnte mich der Krimi vollständig überzeugen. Sie ist Milieu angepasst und deshalb manchmal eher schnoddrig und passt dadurch perfekt zum Setting und zur taffen Noa.

Absolute Leseempfehlung für einen spannungsgeladenen Krimi mit einer ungewöhnlichen Heldin

Kommentare: 3
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Rezension zu "Die Frau mit den zwei Gesichtern" von Uwe Wilhelm

Einzelkämpferinnen haben es nicht leicht
martina_turbanischvor 20 Tagen

Auf den ersten Blick ist Noa Stern ein junge Frau wie viele andere auch: sie ist jung, sie ist hübsch, sie ist alleinerziehend und sie hat immer Geldprobleme. Aber es gibt auch eine ganz andere Noa, eine die mit Waffen umgehen kann, die mit ihrem Motorrad geschickter ist als mancher Rennfahrer, eine die jede noch so dreckige Ecke ihres Viertels kennt. Sie vermittelt zwischen dem Establishment und der Berliner Unterwelt, aber dieses Mal wird sie erpresst und sie muss einen sehr gefährlichen Auftrag erledigen, damit ihre Geheimnisse auch geheim bleiben.

In den letzten drei Wochen war die Temperatur auch nachts nicht unter dreißig Grad gefallen. Die Luftfeuchtigkeit lag bei achtzig Prozent, die brütende Hitze trocknete jeden Gedanken aus, das Atmen fiel schwer, und die Zeit war eingeschlafen. Selbst das Nichtstun fiel schwer. Die Frau mit den zwei Gesichtern, S. 5

Meine Meinung:

Einzelkämpferinnen haben es nicht leicht

Eigenwillige Kämpferin

Uwe Wilhelm erschafft hier einige wirklich spannende und interessante Figuren. Da ist Noa Stern, mutig, eigenwillig, emanzipiert, kämpferisch - vor allem im Wortsinne kampferprobt. Neben ihr haben es andere ebenfalls starke Persönlichkeiten schon etwas schwerer, wie z.B. ihre ehemalige Geliebte Alma oder ihre Mutter Rena. Die einzige interessante Männliche Figur ist der Polizist Bukowski, der gerne mal mit seinen eigenen Gedanken redet - was ich immer recht witzig fand :-)

Stereotype Teenies

Dann gibt es die Figuren, die so uninteressant sind, das der Autor sich mit ihnen nicht besonders viel Mühe gegeben hat. Hier wurde eher auf Vorbilder aus fragwürdigen Nachmittagssendungen des Privatfernsehens zurückgegriffen hat. Tiara ist die Tochter von Samy Moussa und sie ist zickig, dumm, wahnsinnig verwöhnt und gerne mal hysterisch.

Noch ein Teenie

Ava ist Noas Tochter und sie ist - surprise, surprise - ziemlich naiv und dumm, reichlich zickig und lebt ihren Hang zu Drama und Hysterie ungeniert zu allen unpassenden Gelegenheiten aus. Sehr nervig und recht unrealistisch. Ich habe selber zwei Töchter und einen Sohn - alle schon Erwachsen - und keiner von ihnen oder ihren zahlreichen Freunden hat derart genervt.

Spannender Plot

Ernsthaft - Kinder fallen nicht fertig vom Himmel, man muss sie schon ein bisschen erziehen und das hätte eine Frau wie Noa sicher besser hinbekommen.  Aber mal abgesehen von Uwe Wilhelms recht eindimensionalen Teenager-Bild ging die Geschichte spannend und rasant weiter. Der Krimiplot entwickelt sich immer wieder in andere, neue und überraschende Richtungen - mal witzig, mal charmant, mal knallhart und brutal.

Nicht erreicht

Aber trotz des spannenden Plots und einer sehr starken Frauenfigur als Heldin konnte die Geschichte mich nicht wirklich erreichen. Ich fand nicht nur die stereotypen Teenies nervig, sondern auch die sehr eindimensionalen arabischen  Unterweltbanden. Mir wurde hier ein bisschen zu zu viele aktuelle Probleme angekratzt und oberflächlich  gemischt und ich fühlte mich schon ein bisschen “zwangsbelehrt” - das mag ich nicht so gerne.

Mein Fazit:

Die Frau mit den zwei Gesichtern von Uwe Wilhelm hat einen durchaus spannenden Krimiplot, scheitert für mich an zu viel gewollt. Mir waren hier zu viele unterschiedliche Probleme durcheinander gemixt und dabei wurde dann keines davon ernsthaft behandelt. Schade, denn Noa Stern an sich fand ich wirklich klasse.

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Rezension zu "Die Frau mit den zwei Gesichtern" von Uwe Wilhelm

Dunkle Geheimnisse und Verstrickungen in der Berliner Unterwelt
SilviSommervor 22 Tagen

Noa Stern habe ich als eine taffe Frau kennengelernt. 

Noas zwei Gesichter sind die der alleinerziehende Mutter und die einer Personenschützerin von besonderem Kaliber. Es fängt schon ab der ersten Seite rasant und temporeich an , wie sie mich quasi auf ihrem besonders wildem Gefährt, einer Triumph Scrambler , einem Motorrad auf dem immer was los ist, als  Sozius mit durch die dunklen Straßen von Berlin nimmt. 

Noa ist eine Einzelgängerin und erst seit kurzem hat sie sich mit einem Büro im Bereich Personenschutz selbstständig gemacht , dazu leidet sie unter chronischem Geldmangel. Ihr Spezialgebiet ist das begleiten und beschützen von Frauen, ausschließlich von Frauen. Prominenter Frauen , betrogenen oder misshandelten Ehefrauen usw. Sie kämpft nicht nur mit den Waffen einer Frau sondern setzt sowohl Kleinkaliber wie auch Großgewehre zielgerichtet ein. In ihrem Umfeld zieht sie alsbald eine große Blutspur hinter ihr her. 


Eines Tages steht Tiara , die Tochter eines der mächtigsten Clanchefs der Stadt in ihrem engen Büro und bittet sie um Hilfe . Tiara stellt Noa vor einem gewaltigen Problem. Kann sie sich mit den brutalen und skrupellosen Clan anlegen ? Als dann auch noch ihre eigene Tochter in diese „Sache“ hineingezogen wird , ist die Katastrophe wohl nicht mehr aufzuhalten. Zum Glück steht ihr  Gabriel Bukowski, Hauptkommissar beim LKA mit dem sie gut befreundet ist hilfreich zur Seite aber kann sie es in diesem Fall wirklich schaffen , alle zu beschützen und auch auf sich selbst aufzupassen? Denn es sieht so aus als wenn sie ihre dunkle Vergangenheit diesmal einholt..... 

Von da ab geht es ziemlich lebensecht in das heutige Berlin,  das von den Clans fest im Würgegriff gehalten wird. Ich dachte echt oft, hey man Noa mit wem und auf was lässt du dich da ein. Das organisierte Verbrechen ist eine Nummer zu groß für dich. 

Es ist erschreckend real und so temporeich gibt es einem einen guten Einblick in ein vom kriminellen Subjekten unterwanderten System, das wohl genauso sein wird. 

Mutig , super gut geschrieben und neben Noa gibt es noch einige taffe Frauen drumherum , die sich nicht bevormunden oder einschüchtern lassen und der eine oder andere wird sich wohl schon in diesem Buch wieder erkennen können .... absolut lesenswert und brandaktuelle. 

Der Autor hat einfach einen sehr mitreißenden und direkten Schreibstil, mich hat er schon ab den ersten Seiten gefesselt .

Die Schauplätze und Figuren sind sehr eindrücklich und sehr real beschrieben , es ging auch ziemlich brutal zu und ich fühlte mich als wenn ich persönlich mit Noa Stern unterwegs wäre. Auch fand ich es stellenweise sehr humorvoll und die nervenden Teenager kamen mir irgendwie auch bekannt vor. 

Es bekommt von mir die volle Punktzahl.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Die sieben Gründe zu tötenU

"Die 7 Gründe zu töten" ist der 3. Band der Helena-Faber-Reihe. Nachdem die Berliner Staatsanwältin im 1. Band einen Serienmörder gejagt hat und beinahe sein Opfer geworden wäre, im 2. Band ihre Töchter gesucht hat und nur Katharina aus den Händen von Menschenhändlern befreien konnte, steht nun eine neue dramatische Aufgabe vor ihr. Ihre Tochter Sophie ist nach Saudi-Arabien verkauft worden, ist mit 15 Jahren Mutter von 2 Kindern, und wird das Land nicht mehr verlassen Autoren oder Titel-Coverkönnen. Eine nervenaufreibende Suche hat nach zwei Jahre endlch Erfolg,  Helena und ihre Tochter Katharina finden heraus, dass Sophie in Dschidda festgehalten wird. Zuerst Katharina und dann Helena nehmen eine gefährliche und vielleicht tödliche Reise auf sich, um das Mädchen zu finden. Unterstützt von saudischen Aktivistinnen können sie tatsächlich Kontakt zu Sophie aufnehmen. Doch wie sollen sie sie aus dem Gefängnis Saudi-Arabien herausschaffen? Wer wird ihnen helfen? Welchen Coup müssen sie starten? Und was wird aus Sophies Kindern?

356 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Uwe Wilhelm wurde am 28. März 1957 in Hanau (Deutschland) geboren.

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