Uwe Wilhelm Die sieben Farben des Blutes

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Inhaltsangabe zu „Die sieben Farben des Blutes“ von Uwe Wilhelm

Er hasst sie, er jagt sie, er tötet sie ... Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde …

Ein spannender Thriller, der mit einem wahnsinnigen Mörder und interessanten Motiven glänzt. Zum Ende leider etwas lahm.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Brutal und schonungslos

— tardy
tardy

Packend bis zur letzten Seite

— Lieschen87
Lieschen87

Einfach fesselnd ... ich hoffe so sehr bald mehr von dem Autor lesen dürfen! Selten habe ich ein Buch so verschlungen!!!

— leaslesezauber
leaslesezauber

Anfangs sehr gut, sich dann aber in zu vielen anderen Nebensächlichkeiten verlierend.

— ginnykatze
ginnykatze

Spannender Thriller mit leichten Schwächen

— ech
ech

Ein sehr interessanter Thriller mit klitzekleinen Kritikpunkten.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

An vielen Stellen spannend. Nichts besonderes. Zum Ende hin langatmig. Ausgefallene Story. Kann man nebenbei lesen.

— alinereads
alinereads

Nicht unbedingt das beste Buch, was ich in diesem Jahr gelesen habe. Aber mit Abstand auch nicht das Schlechteste ;)

— Sidney
Sidney

Überzogen und anbiedernd. Ein Tiefpunkt im Genre.

— sandyss
sandyss

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waaaahnsinn, diese reihe!.... band 4 haut mich komplett um.... spannend von seite 1 bis 570.. ohne längen.... hammer!

LeseSprotte

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  • Anfangs brillant und mit großartigen Ideen - zum Ende hin etwas lahm

    Die sieben Farben des Blutes
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    19. September 2017 um 18:14

    Wie ihr ja sicher schon bemerkt habe, lese ich recht selten Thriller. Und wenn, dann eigentlich nur von ausgewählten Autoren (ich sag nur: Fitzek, Beckett, Brown). Die sieben Farben des Blutes hat mich aber neugierig gemacht - auf eine neue Geschichte, einen neuen Autoren, neuen Nervenkitzel. Und auch wenn mir nicht unbedingt alles an diesem Roman gefallen hat, bin ich froh darüber, dass ich ihn gelesen habe. Weil er mir nämlich gezeigt hat, dass es durchaus noch andere deutsche Thriller-Autoren gibt, die sich auf Spannung und einen spektakulären Plot verstehen. Und das wiederum zeigt mir, dass ich meine Wohlfühlzone ab und zu mal verlassen und meinen Horizont erweitern sollte.Aber genug der Vorrede - worum geht es in Uwe Wilhelms Die sieben Farben des Todes? Es geht um einen perversen und vollkommen irren Serienkiller, der denen, die wir aus amerikanischen Büchern, Serien und Filmen kennen, in nichts nachsteht. Dionysos ist ein Monster, ein frauenhassendes Monster, das seine Opfer auf ebenso perfide wie wahnsinnige Weise umbringt und sie dabei verhöhnt. Uwe Wilhelm hat mit Dionysos einen Mörder geschaffen, der an Jack the Ripper erinnert. Der eine grausame Mission hat und der Welt mit seinen Taten vor Augen führen will, dass emanzipierte, starke Frauen auf den Scheiterhaufen gehören. Ein verstörender und zugleich elektrisierender Gedanke. Denn das, was Wilhelm da aufgreift, ist ein brandaktuelles Thema. Feminismus ist heutzutage doch ebenso vielen Menschen ein Dorn im Auge, wie er Anhänger hat. Ewig wird diskutiert über Frauenquoten und dergleichen und recht oft kommen dabei Männer zu Wort, die sich aus irgendeinem Grund von starken Frauen bedroht fühlen. Und genau so ein Mann ist Dionysos - das zumindest war mein Eindruck.Generell zieht ich das Thema Frauenhass durch die gesamte Geschichte. Er begegnet vor allem der Protagonistin Helena Faber, die sich in einer Männerdomäne behaupten muss, an beinahe jeder Ecke. Und nicht etwa nur durch die grausamen Taten dieses Einzeltäters, sondern in ganz alltäglichen Situationen, die uns erst einmal begreifbar machen, wie tief die Verachtung der Frau in der Gesellschaft immer noch verwurzelt ist. Die Ideen, die Wilhelm hier in die Geschichte um den irren Mörder einbindet, faszinieren und polarisieren. Und es sind auch Dinge dabei, die zum Nachdenken anregen: Dass etwa seine Videobotschaften, in denen er Mitschnitte seiner bestialischen Taten festhält, unbehelligt auf Facebook, Youtube und co. geteilt werden, weil sie sich nach ihrer Veröffentlichung so rasch verbreiten, dass es unmöglich ist, sie zu löschen. Oder dass Dionysos im Schutze der Anonymität des Internets nicht nur verachtet und gehasst, sondern auch gefeiert und unterstützt wird. Das sind die Aspekte des Romans, die ihn so realistisch machen. Denn es sind genau diese Probleme, mit denen wir uns heutzutage konfrontiert sehen. Das Internet als beinahe rechtsfreier Raum, in dem jeder sagen kann, was er will, ohne dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.Kurzum: Die Quintessenz des Thrillers ist genial und hat mich komplett überzeugt. Auch die Symbolik hinter den inszenierten Morden und die Heldin Helena als Opfer des Täters. An dieser Stelle muss ich die zart besaiteten Leser aber warnen: Wilhelm wird bezüglich der Darstellung der Morde und der kranken Gedanken des Killers ziemlich explizit. Viele Szenen sind sehr gewalttätig und brutal - darauf sollte man sich einstellen. Dazu schreibt Wilhelm sehr gewandt und flüssig, was einen den Roman in einem Rutsch durchlesen lässt. Der Spannungsbogen ist gut, schwächelt nur gegen Ende etwas, aber dazu komme ich noch.Ein paar Dinge gibt es dennoch, die mich gestört haben. Zum einen die Identität des Mörders - die kannte ich nämlich schon nach 50 von 480 Seiten. Für mich war es von Anfang an einfach zu offensichtlich. Die Spuren und Hinweise, die Wilhelm eingeflochten hat, waren zu deutlich und so habe ich mich gefragt, wie blind und blöd die Polizisten eigentlich sind, dass sie da nicht von selbst drauf kommen. Die Identität wird zwar auch so weit vor dem Ende aufgelöst und von da an wird das Ganze zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel mit dem Täter, der Überraschungsmoment war aber einfach verloren und das fand ich sehr schade.Gestört hat mich auch die Entwicklung der Protagonistin Helena. Deren Entscheidungen konnte ich schon anfangs nicht immer vollumfänglich nachvollziehen, weil sie teilweise absolut unlogisch und wirr sind. Ich möchte nicht zu viel verraten, nur so viel: Im Verlauf der Handlungen leidet Helena unter einigen Amnesien, die mir ab einem gewissen Punkt einfach zu unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen schienen. Hier verlor dann auch die Geschichte für mich an Glaubwürdigkeit und Authentizität. Das war doch etwas sehr dick aufgetragen. Generell gibt es innerhalb des Plots einige Logikfehler, nichts Großes, aber dem aufmerksamen Leser fallen sie ganz sicher auf. Gegen Ende hatte ich dann außerdem ein bisschen das Gefühl, dass Wilhelm noch Zeit schinden möchte - für mich war eigentlich alles gesagt, aber die Geschichte trudelt noch gute 100 Seiten vor sich hin, ohne zu einem Ende zu kommen. Das ist dann schließlich doch noch einmal spannend, denn völlig aus der Kalten heraus wirft Wilhelm dem Leser einen fiesen Cliffhanger vor die Füße und deutet damit eine Fortsetzung an. Obwohl mir der Roman rückblickend doch ganz gut gefallen hat, weiß ich nicht, ob ich eine mögliche Fortsetzung lesen wollen würde. Denn wie gesagt - prinzipiell ist zumindest die Geschichte um Dionysos zu Ende erzählt und ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie es noch weitergehen soll. Aber das lasse ich einfach mal auf mich zukommen.Mein Fazit:Die sieben Farben des Blutes hat mich in vielerlei Hinsicht fasziniert und vor allem über Seiten hinweg in Atem gehalten. Ein solider und eigentlich herausragend guter deutscher Thriller, der mit genialen Ideen und einem völlig abgedrehten Killer mit gruseliger Motivation glänzt. Es gab einige Dinge, die mich nicht ganz überzeugt haben - vor allem die teilweise an den Haaren herbeigezogene Charakterentwicklung und die Identität des Täters, die mir schon nach den ersten Seiten klar wie die berühmte Kloßbrühe war. Und dennoch: An der guten Unterhaltung und der perfiden Faszination, die die Morde auf einen ausüben, gibt es nichts zu rütteln.

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  • Lange kein so gutes Buch verschlungen

    Die sieben Farben des Blutes
    leaslesezauber

    leaslesezauber

    12. September 2017 um 17:08

    Dieses Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, es ist zugleich schlicht und doch ein richtiger Blickfang. Der schwarze Hintergrund und dann in Kombination mit der 7, davor der Buchtitel ergeben einen tollen Kontrast. Das Cover hat mich neugierig gemacht, der Klappentext hat dann den Rest gemacht. Irgendwie war ich lange aus dem Genre raus, weil ich leider einige Bücher dabei hatte, die mich leider gar nicht begeistert hatten aber im Moment wollte ich gerne mal wieder in das Genre abtauchen und dieses Buch hat es geschafft, dass ich wieder vollkommen im Genre angekommen bin und mich die Sucht erneut gepackt hat.Der Schreibstil ist sehr detailreich und bildlich, was besonders am Anfang viele Informationen bedeutet, die man verarbeiten muss, was allerdings nicht negativ war. Die Spannung hat der Autor sehr gut aufgebaut, sodass ich einfach immer mehr wissen wollte und mit jeder Seite wurde die Neugier noch schlimmer. Besonders authentisch war dabei die Protagonistin, Helena Faber, eine Staatsanwältin, die charismatisch ist und mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Der Autor schafft es spielerisch ihre Charakterzüge in die Geschichte mit einzubringen, so erfährt man auch über sie mühelos genug um einen guten Eindruck von ihr zu bekommen. Dadurch wirkt sie sehr menschlich und sie hält die Story am Leben. Mit ihr gemeinsam immer weiter in die Geschichte abzutauschen war deswegen sehr spannend.Dem Mörder auf der Spur zu sein und doch so vollkommen ohne Plan, wer er ist, hat mich fast wahnsinnig gemacht und dann so kurz vor dem Ende haben sich alle Puzzleteile zusammengefügt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich von der ersten Seite an gefesselt hat!!! Nicht nur das die Protagonistin sowie die anderen Charaktere sehr gut gestaltet waren, sondern auch der Aufbau der Geschichte. Alles scheint zusammen zu hängen und trotzdem erhält man als Leser keinen Eindruck davon in welche Richtung das Buch verläuft. Die Geschichte lässt viel Platz für Phantasien und bietet trotzdem sehr viele Fakten. Das Ende hat mich ganz schön überrascht und hat dafür gesorgt, dass ich den letzten Teil des Buches förmlich gefressen habe! Ich kann es kaum erwarten, mehr von dem Autor zu lesen!Fazit:Eine Brandheiße Story, mit einer unglaublich authentischen Protagonistin und tollen Charakteren, die spannender nicht sein könnte. Ich kann es nur noch einmal erwähnen, dass ich selten ein Buch des Genres so verschlungen habe! Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der eine gute Story haben möchte, die einen so schnell nicht mehr los lässt! Bitte ich möchte mehr davon!!!!

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  • Trotz kleiner Minuspunkte eine Leseempfehlung

    Die sieben Farben des Blutes
    Vanilla_Nani

    Vanilla_Nani

    06. September 2017 um 14:13

    Der Thriller „Die 7 Farben des Blutes“ von Uwe Wilhelm handelt von einer bestialischen Mordserie in Berlin. Ein Jahr nach einer Serie von drei blutigen Morden taucht eine vierte Leiche auf. Die leitende Staatsanwältin Helena Farber und die Ermittler stehen unter Zeitdruck, denn der Täter kündigte die Morde, sogenannte Heilungen, von sieben Frauen an. Dass der Autor ursprünglich Drehbuchautor ist, merkt man dem Roman schnell an. Er besticht durch kurze Kapitel und seine detailtreue und dadurch manchmal sehr brutale Schreibweise. Die detailtreue findet man auch in der Darstellung der verschiedenen Charaktere, die durch privates Hintergrundwissen was dem Leser vermittelt wird, sehr authentisch wirken. Der Titel „Die 7 Farben des Blutes“ findet man leider nur am Rande im Buch wieder. Leider hat der Titel keine besondere Bedeutung. Die Tatsache, dass der Mörder ein Problem mit starken Frauen hat, ist ein sehr gesellschaftskritisches Thema. Für viele Menschen sind starke Frauen ebenfalls ein Problem, auch wenn dieses häufig nicht ausgesprochen wird. Die starke Frau dieses Thrillers, Staatsanwältin Helena Faber, ist bis zu Mitte des Buches sehr authentisch dargestellt. Dann nehmen aber Handlungen und Denkweisen zu, die manchmal ein wenig unrealistisch sind und ein Nachvollziehen ihrer Situation unmöglich werden lassen. Manche unrealistische Gegebenheit und der extreme Cliffhanger am Ende des Buches sind kleine Minuspunkte. Jedoch lässt einen die klare und detailreiche Erzählweise in Kombination mit den kurzen Kapiteln das Buch leicht verschlingen. Für mich ist das Buch trotz kleinerer Minuspunkte eine Leseempfehlung.

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  • Leicht gestreckte Ermittlungen und viel Privates

    Die sieben Farben des Blutes
    yesterday

    yesterday

    03. September 2017 um 04:55

    Dieser Berlin-Thriller ist grundsätzlich gut strukturiert und auch mit der richtigen Prise Spannung und kranker Gedanken eines Täters versehen. Etwas Straffung, ein paar Seiten weniger und auch etwas weniger Privatangelegenheiten der Hauptperson hätten dem Buch aber sehr gut getan. Im Lauf der Geschichte klärt sich dann, warum Helena Faber, Staatsanwältin und Mörder-Jägerin, so sehr im Mittelpunkt steht und auch ihr Familien- und Alltagsleben genau seziert wird. Auch speziell an diesem Buch: Ein Großteil der Lösung passiert schon weit vor Ende der 480 Seiten, dennoch passiert auch danach noch vieles und es gibt fast ein Happy End. Das Ende muss man auch noch gezielt hervorheben, da es den Leser eigentlich etwas erstaunt und verwirrt zurücklässt und in dieser Form eigentlich nicht nötig gewesen wäre, selbst wenn eine Fortsetzung geplant wäre. Hier scheint es, also ob mit Gewalt noch etwas Unvermitteltes ins Buch gebracht werden sollte, als hätten die vorhergehenden Seiten nicht genug Spannung und Leid für Fabers Familie mit sich gebracht. Wer sich von blutigen Szenen nicht abschrecken lässt, an klassischen Ermittlungen und Mörder-Jagd so seine Freude hat und auch über manch schwer nachvollziehbare Handlungen von Faber hinwegsehen kann, wird mit diesem Thriller aber gut unterhalten. Auch wenn zwischendrin klar wird, wer der Täter ist, sind doch nicht alle Zusammenhänge gleich sichtbar und eine Grundspannung bleibt erhalten.

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  • Frauenheilung?

    Die sieben Farben des Blutes
    dru07

    dru07

    01. September 2017 um 14:31

    In Berlin bringt ein Wahnsinniger, der sich selbst Dionysos nennt, 3 Frauen in drei Monaten um. Zu jedem Mord gibt es eine Verkündigung, in denen der Mörder von 7 Heilungen spricht. Nach dem dritten Mord ist plötzlich Schluss, doch das glaubt die Staatsanwältin Helena Farber nicht. Ein Jahr später wird die vierte Frau ermordet und Helena gelangt ins Visier des Täters. Eine spannende Jagd nach Dionysos beginnt.   Das Buch war größtenteils gut zu lesen. Zwischendurch gab es ein paar Stellen, wo ich mich etwas schwerer getan habe. Habe bis zum Schluss mitgefiebert ob es Helena schaffen wird Dionysos zu entlarven und aufzuhalten. Zwischendurch dachte ich mir, jetzt hat der Autor aber etwas übertrieben und öfters bin ich auch zeitlich nicht ganz zu recht gekommen (wie viel Tage denn jetzt schon wieder rum sind). Bis auf ein paar Punkte fand ich das Buch aber trotzdem gut. Eigentlich wollte ich nur 4 sterne hergeben, kann es leider nicht mehr abändern.

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  • Die sieben Farben des Blutes

    Die sieben Farben des Blutes
    tardy

    tardy

    01. September 2017 um 11:06

    Nach einem Jahr Pause schlägt der grausame Mörder, der sich selbst Dionysos nennt, wieder zu. Nach drei brutalen und schonungslosen Morden ist es wieder eine Frau, die er "heilen" möchte. Begleitet von Videos und Botschaften brüstet er sich mit seinen Taten. Die Staatsanwältin Helena Faber, die nie glaubte, dass es wirklich vorbei war, macht erneut Jagd auf ihn und gerät selbst ins Visier des Täters.Uwe Wilhelm, Dreh- und Sachbuchautor, hat mit "Die sieben Farben des Blutes" seinen ersten Roman geschrieben. Der Autor schreibt schonungslos und ziemlich brutal. Allzu zart beseitet darf man nicht sein, wenn man dieses Buch liest. Denn Uwe Wilhelm bringt den Leser ganz nah an den Abgrund und lässt ihn ganz tief hinunterblicken. Er schreibt sehr fesselnd und so, dass man die Szenerie immer vor Augen hat. Bis ins kleinste Detail werden die Taten beschrieben. Mir stockte oft der Atem bei der Lektüre, vom permanenten Frösteln, das meinen Körper überzog, ganz zu schweigen. Man merkt, dass er viel Ahnung vom Schreiben hat, denn der Stil ist nahezu fehlerlos und so extrem packend, dass ich das Buch kaum mehr weglegen mochte. Die Personen wurden ebenfalls sehr detailliert und menschlich beschrieben, das bringt Authentizität und schafft eine persönliche Nähe. Obwohl man bereits bei der Hälfte des Buches wusste, wer der Täter war, blieb die Spannung doch, durch einige überraschende Wendungen, auf einem sehr hohen Niveau. Die Denkweise des Täters wurde extrem gut aufgearbeitet und man spürt regelrecht seinen Hass und seine Wut, durch die er seine schrecklichen Morde rechtfertigt. Den ganz gemeinen Cliffhanger am Schluss könnte man in einem Folgeband lösen. Da aber kein solcher geplant ist, gefällt mir persönlich der Schluss nicht, denn er hinterlässt bei mir einen schalen Geschmack.

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  • Packend bis zur letzten Seite

    Die sieben Farben des Blutes
    Lieschen87

    Lieschen87

    31. August 2017 um 12:56

    Ein Serientäter hat es auf Frauen abgesehen, die in der Öffentlichkeit präsent sind. Er nennt sich Dionysos, wie ein gleichnamiges Buch, aus dem er seine Verkündungen der Morde zitiert. Die Staatsanwältin Helena Faber leitet den Fall Dionysos und gerät teilweise an ihre Grenzen.Der Autor Uwe Wilhelm hat neben Sach- und Drehbücher jetzt auch seinen ersten Thriller geschrieben. Der Schreibstil ist detailliert und bildhaft, besonders bei den Morden. Der Thriller ist also nichts für zarte Gemüter.Das Cover ist relativ einfach gehalten und nicht unbedingt ein Eyecatcher. Auf schwarzem Hintergrund taucht der Titel des Buches auf. Der Klapptext macht das Cover aber wieder wett.Uwe Wilhelm  kommt in seinem Buch gleich zur Sache. Die Vorgeschichte wird relativ kurz gehalten und trotzdem ist man gleich mitten im Geschehen und kann diesem Folgen.Helena Faber ist die leitende Staatsanwältin im Fall „Dionysos“. Sie wird am Anfang als sehr starke Persönlichkeit dargestellt, was sich aber im Laufe der Geschichte verändern wird. Erst hatte mich verwundert, dass nach ca. der Hälfte des Buches schon feststeht, wer Dionysos ist. Dies ist ja sonst nicht unbedingt der Fall. Die Auflösung hat der Spannung aber nicht Abbruch getan. Im Gegenteil. Uwe Wilhelm hat es geschafft, diese zum Ende hin stetig steigen zu lassen, was mir sehr gefallen hat.Fazit: Die sieben Farben des Buches ist kein gewöhnlicher Thriller. Auf jeden Fall lesenswert.

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  • Auftakt zur Trilogie um Staatsanwältin Helene Faber

    Die sieben Farben des Blutes
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    28. August 2017 um 18:44

    Vor 1 Jahr erschütterte eine Mordserie Berlin. 3 Frauen werden auf bestialische Art und Weise getötet und nach jedem Mord taucht ein Video im Netz auf, das die schreckliche Tat dokumentiert. Der Mörder selbst gibt dazu jeweils ein Statement ab. Nach diesen 3 Morden endete die Serie, der Täter wurde nie gefasst. Staatsanwältin Helena Faber glaubt jedoch nicht daran, dass die Sache wirklich zu Ende ist. Und sie scheint Recht zu haben, denn die Leiche der Wirtschaftssenatorin Ursula Reuben weist die gleichen Merkmale auf, wie die Leichen der Opfer vor knapp einem Jahr. Als kurz nach dem Tod von Ursula Reuben ein Video mit einer Verkündung des Täters auf Facebook auftaucht ist klar – Dionysos ist wieder da und er wird weiter morden. 7 Frauen insgesamt möchte er einer „Heilung“ unterziehen. Seine Inspiration zu den Morden entnimmt er dem Buch des Anthropologieprofessors Rashid Gibran „Das Buch Dyonisos“ Im Laufe der Ermittlungen rückt auch Staatsanwältin Helena Faber ins Visier des Täters. „Die 7 Farben des Blutes“ ist der 1. Thriller aus der Feder des Autors Uwe Wilhelm. Es handelt sich um den Auftakt einer Trilogie um die Staatsanwältin Helena Faber, in der der Autor weder seine Leser noch seine Protagonisten schont. Dass Uwe Wilhelm auf dem Sektor des Schreibens bewandert ist, erklärt sich aus seiner langjährigen Tätigkeit als Autor von Dreh- und Sachbüchern sowie von Romanen und Theaterstücken. Ebenso war er 4 Jahre lang als Produzent tätig. Daraus resultieren vermutlich die detailreichen und wirklich bildhaften Beschreibungen der einzelnen Taten, die empfindsame Leser sicherlich abschrecken und/oder verstören können. Für zarte Gemüter ist dieses Buch wahrlich nichts.Der Leser taucht ein in eine Geschichte in der die Staatsanwältin Helena Faber ihren nicht an Arbeitszeiten gebundenen Beruf und ihr Privatleben mit 2 Mädchen im Jugendalter unter einen Hut bringen muss. Herausragend an Helena ist ihr überdurchschnittlich gutes Gedächtnis und eine schnelle Auffassungsgabe. Im Zuge der Ermittlungen um den Fall Dionysos wird sie selbst Ziel des Psychopathen und aufgrund dieses Zusammentreffens erleidet sie eine Dissoziative Amnesie, die die Ermittlungen im Fall stark beeinträchtigen. Nicht nur ihre beiden Kinder sondern auch ihr Ex-Mann Robert Faber, der Leiter der SOKO Dionysos ist, machen sich große Sorgen um Helena. Die Idee des Autors, die Ermittlerin aufgrund eines Traumas teilweise auszuschalten und somit das Aufdecken der Identität des Mörders herauszuzögern, hat mir sehr gut gefallen. Leider nimmt die Amnesie von Helena zum Schluss des Buches einen sehr großen Raum ein, was mir dann wiederum ein klein wenig zu viel des Guten war. Die ein oder andere Handlung von Helena, in ihren Phasen der Verwirrtheit, war für mich nicht immer zu 100 % nachvollziehbar. Ich kenne jedoch niemanden mit DA, weswegen ich nicht ausschließen kann, dass man – wäre man selbst von dieser Art Amnesie betroffen – genau so handeln würde. In diesem Punkt wäre weniger für den Lesegenuss aber tatsächlich mehr gewesen. Seine Inspirationen zu den Morden bekommt der Täter aus dem Buch „Das Buch Dionysos“, das für ihn so eine Art Bibel darstellt. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht 7 Frauen zu „heilen“ - will heißen, er will die Frauen wieder auf den ihnen vorbestimmten Platz in der Gesellschaft degradieren. Seine Ansichten gehen dahin, dass die Frau ihre Funktion im Haus und bei den Kindern hat und nicht, wie heutzutage üblich, im Berufsleben und in starken Positionen. Dionysos lässt seine Opfer auf perfide Art und Weise ausbluten und kurz bevor der Tod einsetzt, verstümmelt er sie. Rashid Gibran, der Autor des Buches „Das Buch Dionysos“, ist übrigens der unsympathischste Charakter schlechthin in diesem Buch. Von der 1. Zeile in der ich ihm begegnet bin, fand ich ihn einfach nur ekelerregend. Seine Ansichten sind frauenverachtend und widerlich und er liebt es, die Studenten in seinen Vorlesungen niederzumachen, zu blamieren und ihren Kommilitonen vorzuführen. Die Identität des Mörders wird recht früh schon aufgedeckt, wobei ich persönlich zuerst einmal auf der vollkommen falschen Fährte war, im Gegensatz zu meinen Leserunden-MitleserInnen. In einigen Rezensionen, die ich auf diversen Buchportalen gelesen habe, herrscht teilweise Unmut darüber, dass die Identität des Mörders schon in der 1. Hälfte des Buches gelüftet wird. Ist aber nicht das genau der Unterschied zwischen einem Krimi, bei dem man bis zum Schluss nicht wirklich weiß, wer der Mörder ist und einem (Psycho-)Thriller, bei dem man dem psychopathisch veranlagten Täter quasi bei seinen Greueltaten über die Schulter schauen kann? Von den handelnden Charakteren waren mir Robert und die beiden Mädchen am sympathischsten, weil sie von der Beschreibung und ihren Handlungen her am besten greifbar für mich waren. Mit ihnen konnte ich mich identifizieren und ihre Regungen spüren. Die anderen Rollen waren eher nicht mit für mich einprägsamen Charakteren besetzt, was vielleicht daran lag, dass man sehr wenig über die Personen selbst erfahren hat. Auch beim Täter wurde nicht ganz klar, aus welchen Beweggründen heraus er agiert hat. Die Frage danach wurde ihm wohl gestellt, er hat jedoch die Antwort darauf verweigert. Das Buch endet mit einem ziemlich bösen Cliffhanger, der Nachfolgeband erscheint nach Aussage von Uwe Wilhelm 2018. Trotz einiger kleiner Schwächen konnte mich das Buch bis zum Ende fesseln und ich werde auch sicherlich im nächsten Jahr den 2. Teil lesen. Auf der Homepage des Autors Uwe Wilhelm gibt es übrigens Video-Tagebücher von Helena Faber. Reinschauen lohnt sich! 

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  • Spannender, feministischer Thriller!

    Die sieben Farben des Blutes
    someloststories

    someloststories

    25. August 2017 um 17:53

    Der Klappentext hat ein großes Interesse bei mir geweckt und die Tatsache, dass Helena Farber, die Protagonistin, auch noch Staatsanwältin ist, fand ich gleich noch viel spannender als kleiner Jura Student. Und ich wurde auch tatsächlich nicht enttäuscht. Der Thriller packte mich schon sehr früh und zog mich in seinen Bahn, sodass ich das Buch nur schwer zur Seite legen konnte.Die Protagonistin, wie schon erwähnt, ist Helena Faber, jüngste Staatsanwältin in Berlin. Eine sehr willensstarke und bewundernswerte Frau, die mir schon recht früh gut gefiel. Auch wenn es Momente gab, an denen ich ihre Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte und vielleicht sogar mal den Kopf schüttelte, sympathisierte ich mit ihr im Großen und Ganzen. Sie ließ sich nicht so schnell von einer Sache abbringen lassen und setzte sich durch, was ich wirklich toll fand. Ich hätte mir an manchen schwierigen Stellen, wo der Charakter sehr gelitten hat (ich möchte nichts Spoilern), mehr Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewünscht. Das fand ich, ist manchmal einfach zu kurz gekommen.Auch die anderen Charaktere waren sehr gelungen, genauso wie der Bösewicht des Thrillers Dionysos persönlich. Eine sehr gerissene Person und ein typischer Psychopath. Bei ihm hätte ich mir auch noch ein bisschen mehr gewünscht. Man erfuhr irgendwie zu wenig über Dionysos selber, über seine Vergangenheit und wie er zu all dem gekommen ist.Die Geschichte war ebenso spannend, wie auch teilweise sehr grausam beschrieben, dass man selber als Frau schon mal schlucken musste. Der Autor besitzt ein sehr detaillierten Schreibstil und trotzdem schienen die fast 500 Seiten viel zu schnell vorbei gewesen zu sein. Sehr interessant war die Verbindung zur griechischen Mythologie. Ich habe noch nie von einem Thriller gehört, in dem eine griechische Gottheit thematisiert wurde. Außerdem hat mir auch der Bezug zu der aktuellen Politik, sowie des Themas Frauenhass und Antifeminismus fasziniert. Ich finde es wichtig, diese Themen zu besprechen und ich finde, da hat Uwe Wilhelm das super eingebracht.Der Schluss endet mit einem Cliffhanger, was ich sehr überraschend fand, mir aber gut gefallen hat. Natürlich hat es mich nicht davon abgehalten mal zu recherchieren und tatsächlich ist dieser Thriller der Auftakt einer Trilogie. Ich bin daher sehr gespannt, wie es mit Helena Faber weitergeht.Für mich ist Die sieben Farben des Blutes ein sehr beeindruckender Thriller mit einer sehr spannenden und einer etwas anderen Geschichte. Ich persönlich würde dem Buch 4,5 Sterne geben. Da das klassische Bewertungssystem keine Kommastellen hat, habe ich mich dazu durchgerungen dem Buch sogar 5 Sterne zu geben.

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  • „Leben ist das, was passiert, während man auf Erlösung wartet“.

    Die sieben Farben des Blutes
    ginnykatze

    ginnykatze

    21. August 2017 um 17:22

    „Leben ist das, was passiert, während man auf Erlösung wartet“. Helena Faber, erfolgreiche Staatsanwältin kann sich nicht damit abfinden, dass sie einen Fall nicht gelöst hat. Drei Frauen brutal ermordet, ihrer Würde beraubt und drei Verkündungen, in denen der Mörder, er nennt sich selbst „Dionysos“, von sieben Heilungen erzählt. Als dann die Mordserie abrupt abbricht geht ein Aufatmen durch die Polizei und Staatsanwaltschaft. Nur Helena glaubt nicht daran. Ein Jahr später taucht erneut eine Frauenleiche auf. Wieder bestialisch ermordet, verstümmelt und die gleiche Vorgehensweise. Jetzt ist klar, dass der Serienmörder wieder zugeschlagen hat. Helenas Jagdinstinkt ist geweckt. Sie schmeißt sich in die Ermittlungsarbeiten, oftmals ohne mit der Polizei zusammen zu arbeiten und bringt sich so selbst ins Visier des brutalen Killers.Polizei und Staatsanwaltschaft treten auf der Stelle, denn „Dionysos“ ist schlau und hinterlässt keine Spuren. Als er merkt, dass er einen Fehler begangen hat und sein Gesicht auf einer Kamera zu sehen sein müsste, dreht er durch und hinterlässt eine blutige Spur der Verwüstung.Fazit:Der Autor Uwe Wilhelm schreibt hier einen Thriller, der mich anfangs sofort mitreißt. Sein Schreibstil ist leicht und flüssig lesbar. Die blutigen Szenen waren mir manches Mal ein wenig zu real geschildert. Das hätte gar nicht sein müssen, denn einiges wirkte erst dadurch sehr konstruiert. Der Spannungsbogen der im Epilog zu explodieren scheint reißt dann leider ab und wird durch unnötige Längen hingezogen. Zum Ende hin wird er wieder höher, kann für mich dann die ganze Story aber auch nicht mehr retten. Die Kapitel sind kurz, das gefällt mir immer gut. Manche sind nicht richtig durchdacht, so wie hier: In Kapitel 58 kommen Anrufe aus dem Krankenhaus, die dann komischerweise in Kapitel 60 mit dem Besuch dieser Person, die da noch in Narkose liegt, gar nicht stattgefunden haben konnten. Leider verliert sich der Autor schon von der Mitte des Buches an in so viele verschiedene Richtungen, dass er selbst den roten Faden nicht mehr zu finden scheint. Denn dieser führt leider in unglaubwürdige Verstrickungen beteiligter Protagonisten. Die Amnesie, die bei Helena Faber auftrat, war anfangs noch verständlich bis sie dann ins völlig unwahrscheinliche abdriftete. Hier wäre weniger ganz sicher mehr gewesen. Zu viele konstruierte Spuren, die dann aber nicht wieder aufgenommen werden und aufgeklärt erst recht nicht.Das Ende ist für mich nicht mehr überraschend gewesen, hatte ich doch „Dinonysos“ schon ab der Hälfte des Buches gestellt. Einige Kleinigkeiten erfahren wir dann noch, aber Aufklärung des Ganzen ist für mich anders.Und dann kommt ein Epilog, nun ist klar, warum nicht alles genau aufgelöst wurde, es gibt eine Fortsetzung. Und dann gleich wieder für mich so unglaubwürdig, dass ich die auf jeden Fall nicht mehr lesen werde.Schade schade, anfangs richtig spannend und fesselnd, sich dann aber in so vielen anderen Dingen verlierend, da hätte man mehr draus machen können. Daher kommen von mir hier ganz knappe 3 Sterne. Eine Leseempfehlung vergebe ich verständlicherweise nicht. Dies ist aber ganz allein meine Meinung.

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  • Spannender Thriller mit leichten Schwächen

    Die sieben Farben des Blutes
    ech

    ech

    21. August 2017 um 16:04

    Nach einer Pause von einem Jahr setzt der unheimliche Frauenmörder Dionysos seine Mordserie fort. Staatsanwältin Helena Faber ist alamiert und nimmt die Ermittlungen wieder auf, gerät dabei aber selber schnell ins Visier des Täters. Ausgerechnet in dieser Situation hat sie zudem mit seltsamen Erinnerungslücken zu kämpfen.Der Autor Uwe Wilhelm konzentriert sich in seinem Thrillerdebüt nicht nur auf die spannende Jagd auf Dionysos und die Hintergründe seiner Mordserie, sondern rückt vor allem seine Hauptfigur Helena Faber in den Blickpunkt des Geschehens. Dabei beschäftigt er sich mit der spannenden Frage, wie eine Frau, die es gewohnt ist, alles in ihrem Leben unter Kontrolle zu haben, damit umgeht, wenn sie diese Kontrolle immer mehr verliert.Seine Vergangenheit als Drehbuchautor kann Wilhelm dabei nicht verleugnen, sein sehr bildhafter und zugleich packender Schreibstil  kurbelt das Kopfkino beim Lesen mächtig an und lässt gerade bei den blutigen Details auch wenig bis nichts aus. Die gut konstruierte Geschichte kann immer wieder mit einigen überraschenden Wendungen punkten und weist zudem einen durchgehenden Spannungsbogen auf, der die Geschichte bis zum Schluß trägt, obwohl die Identität von Dionysos schon relativ früh enthüllt wird. Auch die Charakterisierung der Protagonisten des Buches ist durchweg gelungen.Leichte Schwächen hat das Buch bei der Handlungsweise seiner Hauptfigur, die nicht immer so ganz nachvollziehbar ist, und dem etwas aufgesetzten Ende. Insgesamt aber ein gelungenes Debüt eines Autoren, den man sich merken sollte.  

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  • Rezension zu Die sieben Farben des Blutes

    Die sieben Farben des Blutes
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    21. August 2017 um 15:33

    In Berlin treibt sich ein Serienmörder um, in drei Monaten werden drei Frauen auf grausame Weise ermordet. Der Mörder hinterlässt im Internet je drei Verkündungen, in denen er von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Staatsanwaltschaft und Polizei stehen unter Druck den Mörder zu fassen, doch plötzlich ist die Mordserie beendet und sie gerät damit in Vergessenheit. Staatsanwältin Helena Faber ist allerdings davon überzeugt, dass dies nur der Anfang war und sie sollte mit ihrem Gefühl recht behalten, denn ein Jahr später taucht der Mörder, der sich selbst Dionysos nennt, wieder auf und bringt eine vierte Frau brutal um. Es beginnt ein Rennen gegen die Zeit, und Helena gerät in das Visier des Täters und bringt sich damit in tödliche Gefahr… Die sieben Farben des Blutes stammt aus der Feder von Uwe Wilhelm. Das Buch begann recht spannend und beginnt nach den ersten drei Morden mit dem Wiedereinsetzen der Mordserie. Die ersten drei Morde werden nach und nach weiter beleuchtet und so bekommt man als Leser recht schnell einen guten Überblick über die Mordserie. Die Morde sind brutal und blutig und der Autor scheut auch nicht davor zurück, dies genau zu beschreiben, und so ist das Buch für zartbesaitete Leser nicht geeignet.  Helena Faber, die Staatsanwältin, nimmt in diesem Buch viel Raum ein, was mir zu Anfang auch gut gefallen hat, leider empfand ich ihre Handlungen nicht immer realistisch dargestellt und auch im weiteren Verlauf wird das was mit ihr geschieht für meinen persönlichen Geschmack zu sehr übertrieben um für mich ein rundes Bild abzugeben.  Leider hatte ich auch recht schnell eine Ahnung wer der Täter sein könnte und nach ca. 2/3 des Buches wurde meine Ahnung auch bestätigt. Das nach 2/3 der Täter schon feststand hat mich persönlich nicht gestört, die Jagd nach ihm war zum größten Teil spannend erzählt. Leider war ich über die Motivation für die „sieben Farben des Blutes“ doch ein wenig enttäuscht, hier hätte ich doch irgendetwas Besonderes erwartet, da es auch der Titel des Buches ist.  Auch der Epilog der mit einem nicht wirklich originellen Cliffhanger endet und somit wohl einen zweiten Teil ankündigt konnte mich nicht wirklich für sich einnehmen. Trotz meiner vielen Kritikpunkte verfügte das Buch über einen roten Faden, dem man gut und gerne folgt und über eine gewisse Grundspannung die sich zum Ende hin auch nochmal deutlich steigerte um in einem Showdown zu enden, der mir im Großen und Ganzen gut gefallen hat.  Mein Fazit: Ein Thriller den man gut lesen kann, der mich persönlich aber leider nicht wirklich begeistern konnte.

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    • 7
  • Mein Leseeindruck

    Die sieben Farben des Blutes
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    21. August 2017 um 11:49

    Vor drei Tagen habe ich Tara Berka, Herausgeberin der Zeitschrift MINNA, von ihrem lächerlichen Dasein erlöst. (1. Satz - Seite 5) Gleich zu Beginn lässt der Autor seinen Leser ohne viel zu verraten den Nervenkitzel spüren. Durch eine sehr interessante Ausführung zur Farbe "Rot" habe ich mir selbst mal die Frage gestellt, weshalb ein Herz, das Liebe signalisiert, rot dargestellt ist, aber auch Gewalt, Hass etc. in rot dargestellt wird. Hat diese Farbgebung Einfluss auf die Menschen? Wie wird dieser Einfluss von den Medien verstärkt? Mich haben die Ausführungen des Autors jedenfalls sehr zum Nachdenken animiert. Aber zurück zum Mord bzw. den sieben unterschiedlichen Rottönen. Sehr detailliert beschreibt der Autor die einzelnen Morde. Beim Lesen der einzelnen Szenen überkamen mich Gefühle wie Ekel, Angst und Fassungslosigkeit.  Schreckliche Bilder wurden vor meinem geistigen Auge projiziert. Aber genau das machte einen Thriller für mich aus. Das gesamte Konstrukt des Thrillers war spannend, Actionreich und mit dem nötigen Nervenkitzel ausgestattet. Hier hatte sich der Autor wirklich sehr viel Mühe gegeben, den Leser gedanklich komplett in Dionysos Welt eintauchen zu lassen. Sehr interessant fand ich die Ausführungen des Autors zum Thema: Trinkgeld. Ich habe mich auch schon oft gefragt, welchen Sinn ein Trinkgeld hat. Auf Seite 122 fühlte ich meine Fragen nun bestätigt. Jedoch gab es für mich auch Kritikpunkte. Da wäre z.B. die Person Dionysos, die oftmals Ähnlichkeit mit Hannibal Lector (bekannt aus "Das Schweigen der Lämmer) hat. Ob das vom Autor beabsichtigt wurde? Schwer nachvollziehbar war für mich, dass die Hauptprotagonistin nach ihrer äußerst schmerzhaften Folter des Unterleib, gleich wieder Sex haben wollte bzw. konnte. Es wurde immer wieder beschrieben, welche starken Schmerzen und Krämpfe sie nach der Folter hatte. Und dann hemmungsloser Sex? Hm... sehr fragwürdig. (vgl. Seite 171) Desweiteren waren mir die Ort- bzw. Straßenbezeichnungen doch etwas zu ausführlich. Für Berliner bestimmt interessant, für den Rest der Nation wohl eher etwas langatmig. Oder waren es nur Lückenfüller um auf einen bestimmte Seitenzahl zu kommen? Aber nicht nur die Straßennamen haben meinen Lesefluß gebremst, auch die Fremdworte (oder waren es Fachbegriffe) haben nicht unbedingt zur Spannung beigetragen. Fazit: Ein toller und interessanter Thriller mit klitzekleinen Kritikpunkten.

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    • 2
  • Die sieben Farben des Blutes

    Die sieben Farben des Blutes
    alinereads

    alinereads

    20. August 2017 um 07:02

    In diesem Buch geht es um den Serienmörder Dionysos, der seine 7 Opfer auf bestialische Art "heilen" möchte. Zuerst hat es sich wie jeder andere Krimi gelesen. Ermittler, Staatsanwälte und das übliche. Irgendwann wurde es dann brutal und ich muss sagen, dass es nichts für schwache Nerven ist. In dem Buch gibt es wirkliche viele brutale Szenen, die sehr detailliert beschrieben wurden. Die Geschichte war wirklich spannend, hab das Buch auch sehr schnell lesen können und es war mal wirklich eine ausgefallene Story. Es wird gegen Ende leider ziemlich schnell klar, was Sache ist und deswegen haben sich die letzten 150 - 200 Seiten sehr gezogen. Das Ende hätte man kürzer halten können. An vielen Stellen war es eher unglaubwürdig und überzogen. Es kam mir nicht so "echt" vor, es hat sich einfach nach einer zusammengewürfelten, - wie es gerade am besten passt - Geschichte angehört. Nichtsdestotrotz hab ich das Buch irgendwie gern gelesen. Ich wollte einfach wissen, wie es weiter geht und es war im großen und ganzen ein ganz gutes Buch. Zum Schluss gab es noch ein Cliffhanger, der schlimmes ahnen lässt und sich nach einem 2. Teil anhört.

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  • Spannenden, außergewöhnlich und vielschichtig

    Die sieben Farben des Blutes
    Krimine

    Krimine

    19. August 2017 um 23:58

    Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ursula Reuben wird während einer nächtlichen Joggingtour durch das gut situierte Zehlendorf entführt und auf perfide Art und Weise umgebracht. Ein Mord, der an Dionysos denken lässt. Einem Killer, der bereits ein Jahr zuvor drei Frauen bestialisch ermordet hat. Mit dem Ziel, die natürliche Ordnung wieder herzustellen, sieht er sich als höheres Wesen, das durch die Heilung von sieben Huren gegen den kulturellen Niedergang ankämpfen wird. Aber nicht nur er sieht sich in der Pflicht, die Menschheit vor Unheil zu bewahren. Auch die Staatsanwältin Helena Faber besitzt diesen Anspruch an sich und beginnt gemeinsam mit der Berliner Polizei Dionysos zu jagen. Dabei merkt sie nicht, dass auch sie in das Visier des Psychopathen gerät, der sie ebenfalls "heilen" will."Die sieben Farben des Blutes" ist ein Thriller, der am Besten in einem Rutsch gelesen werden sollte. Denn eine Pause einzulegen, fällt vor allem durch die rasant angelegte Handlung schwer. Dabei gibt sich der Autor Uwe Wilhelm nicht einmal viel Mühe, die Identität seines Killers geheim zu halten, sondern streut immer wieder Hinweise zu dessen Person ein. Doch nur der Verdacht, zu glauben, wer er ist, reicht nicht aus, um den Leser zufriedenzustellen. Er muss wissen, wer unter dem Namen einer griechischen Gottheit Morde begeht und warum.Doch nicht nur das turbulente und ereignisreiche Geschehen sorgt dafür, dass eine regelrechte Sogwirkung entsteht. Auch der Schreibstil des Autors, der unheimlich lebendig in Erscheinung tritt und mit detailreichen Schilderungen angereichert ist, trägt dazu bei, dass die Handlung wie ein Film im Kopf des Lesers entsteht. So taucht er zum einen als nicht sichtbares Familienmitglied in das tumultartige Privatleben einer geschiedenen Staatsanwältin ein oder ist zum anderen wie ein faszinierter Student mit dabei, wenn ein charismatischer Anthropologieprofessor seine umstrittenen Vorlesungen hält. Kein Wunder. Denn bei Uwe Wilhelm hat es der Leser mit einem versierten Drehbuchautor zu tun, der ab und an als Produzent tätig ist und darüber hinaus Theaterstücke, Romane und Sachbücher schreibt. Fazit:"Die sieben Farben des Blutes" überzeugt als erster Band einer Trilogie um die Berliner Staatsanwältin Helena Faber mit einem spannenden, außergewöhnlichen und vielschichtigen Fall. 

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