Die sieben Farben des Blutes

von Uwe Wilhelm 
3,8 Sterne bei66 Bewertungen
Die sieben Farben des Blutes
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Thrill trifft auf Philosophie! Ungewöhnlich umgesetztes Thema mit noch ungewöhnlicher Hauptfigur und provozierenden Thesen! Lesetipp!

Kritisch (5):
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Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen.

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Inhaltsangabe zu "Die sieben Farben des Blutes"

Er hasst sie, er jagt sie, er tötet sie ...
Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734103445
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:17.07.2017

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    ThePassionOfBookss avatar
    ThePassionOfBooksvor einem Monat
    Sieben Farben des Blutes

    Für mich war es das erste Buch von Uwe Wilhelm und nach anfänglichen Schwierigkeiten hat es mir mehr und mehr gefallen. Vorab möchte ich noch erwähnen, dass es in dem oft etwas blutiger zugeht und die Morde teilweise doch recht grausam beschrieben werden. Mich selber hat das jetzt nicht so sehr gestört, da ich solche Bücher öfter lese. Die Beschreibung der Morde ist definitiv nichts für schwache Nerven und wer eher Probleme mit blutigen Details hat, sollte besser die Finger von dem Buch lassen. 

    Nach und nach lernt man alle Figuren näher kennen. Hauptfigur ist Helena Faber, eine attraktive und intelligente Staatsanwältin. Sie lebt getrennt von ihrem Ehemann, welcher Polizist ist, und der Spagat zwischen den familiären Umständen und ihrer Arbeit wird wirklich toll geschildert. Man bekommt einen sehr guten Eindruck in das Leben der Familie. 
    Robert Faber, war für meinen Geschmack zu klischeehaft aufgebaut. Er begegnet seiner Frau immer wieder bei der Arbeit und ist dabei dauerhaft eifersüchtig, was für mich einfach nicht zusammengepasst hat, immerhin wollte er die Trennung ja auch. 
    Es gibt auch einen Zeugen, der eine recht bedeutende Rolle spielt, allerdings war mir diese Figur von Beginn an bis zu Schluss komplett unsympathisch. Zwischen ihm und Helena gibt es auch ein Ereignis (wer das Buch liest wird wissen was ich meine), welches ich komplett unnötig für die weitere Handlung empfand. Es wirkte zu sehr gewollt und konstruiert, als dass es glaubhaft gewirkt hätte. 

    Man erhält aber nicht nur in Helena's Arbeit oder die der Polizei. Im späteren Verlauf bekommt man durch den Autor einen indirekten Tipp, wer der wahre Täter ist und wenn man aufmerksam mitliest kann einem das gar nicht entgehen. Ich war davon zunächst enttäuscht, da ich es spannender finde, wenn ich bis zuletzt miträtseln kann, wer der Bösewicht ist. Die nächsten Kapitel haben sich dann zum Teil doch recht stark in die Länge gezogen und erst ganz zum Schluss wurde es noch einmal richtig spannend. Allerdings wird das Tempo am Ende sehr schnell und wirkt schon fast gehetzt, während es sich vorher eher wie Kaugummi dahin gezogen hat. Der Abschluss selbst ist in sich sehr stimmig, wobei der Autor auf den letzten Seiten noch einen fiesen Cliffhanger eingebaut hat. Dieses offene Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen und nach kurzer Recherche habe ich heraus gefunden, dass "Die sieben Farben des Blutes" der Auftakt einer Trilogie sein soll. Ich bin daher schon neugierig auf den zweiten Band. 

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    Schurkenblogs avatar
    Schurkenblogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Thrill trifft auf Philosophie! Ungewöhnlich umgesetztes Thema mit noch ungewöhnlicher Hauptfigur und provozierenden Thesen! Lesetipp!
    Thrill trifft auf Philosophie!

    Seit vierzehn Monaten arbeitet die Staatsanwältin Helena Faber am Fall „Dionysos“. Nun wird sie vom Fall abgezogen. Helenas Leben entgleitet ihr mehr und mehr. Denn nicht nur der Mörder hat sie im Visier, auch ihr ganz persönliches Leben gerät mehr und mehr aus den Fugen.

    Dionysos, der Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, aber auch der Gott des Wahnsinns und der Ekstase. In "Die sieben Farben des Blutes" ist Dionysos aber einfach nur ein Frauenmörder. Ein Serienkiller. Einer der jagt und gejagt wird.
    Dionysos mag es wirklich makaber und verdammt blutig. Mal hackt er einem Opfer die Finger ab, einem anderen die Nase, die Ohren,… All das reicht nicht. Denn den Zeitpunkt seiner „Heilungen“ befristet er auf die Menstruationszeit der Opfer und alle lässt er ausbluten.
    Drei Frauen hat er getötet und verschwand dann von der Bildfläche. Nun ist er wieder zurück, hat ein neues Opfer hinterlassen, das wie alle anderen auch, weiblich ist, und sich zu Lebzeiten für Frauenthemen engagiert hatte. Seine „Verkündungen“ hält er per Videobotschaft im Internet fest, mit Texten aus einem Buch eines Philosophie-Professors der Berliner Humboldt-Universität.

    Makaber ist auch der Philosophie-Professor Rashid Gibran in der Geschichte. Er ist durch und durch empathielos und provoziert sein Gegenüber gerne. Er ist knallhart, direkt und schert sich einen Dreck darum, was andere von ihm halten. Sein Buch beschäftigt sich mit der Stellung der Frauen, der Wandlung der Frauenrechte. Und auch hier provoziert er durch und durch. Frauenhass ist für ihn universelles Kulturgut, so allgegenwärtig, das man sich ohnehin an diesen Hass gewöhnt hat. Netter Typ, oder?

    Provoziert dürfte sich auch der Leser fühlen. Denn Helena Faber ist nicht die typische Heldin, wie man sie erwarten würde. Die Staatsanwältin ist von ihrem Kriminalpolizisten-Mann getrennt, hat zwei Töchter, lebt im Berliner Westend. Das klingt jetzt nach so typischer Thriller-Helden-Charakterisierung, endet hier aber auch schon mit Eigenschaften aus dem Normalokabinett. Helena Faber hüpft nämlich auch gerne zwischendurch mit jedem Mann ins Bett, der nicht auf drei auf den Bäumen ist. Und sie vergisst Dinge. Wirklich wichtige Dinge. Und immer mehr Dinge. Und das ist für eine Staatsanwältin, die noch dazu hinter einem Mörder herjagt, der obendrein auch sie jagt, eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Wie gesagt: eigentlich. Denn die Unmöglichkeit der Dinge hat Uwe Wilhelm nämlich doch ganz gut umgesetzt und möglich gemacht. Diese Vergesslichkeit bringt nicht nur Spannung und Emotion in die Story, sondern wird auch noch dramatisch gezeigt. Denn oft sind es eben die kleinen Dinge des Lebens, die wirklich erschreckend sind. Und Vergesslichkeit im Alltag wird wahrscheinlich von den meisten Lesern als gar nicht so schlimm empfunden - bis man es erlebt und sei es nur als Begleitung einer Romanheldin.

    Das einzige Manko, das ich an dieser Stelle nicht unausgesprochen lassen möchte, ist: Ich habe den richtigen Täter leider schon sehr, sehr, sehr schnell als Täter verdächtigt. Das finde ich schade, denn so ein bisschen Nervenkitzel in Thrillern a la nicht zu wissen, wer dahinter steckt, fehlt dann. Aber: Trotzdem kam beim Lesen keine Langeweile auf, denn der Hintergrund überraschte dann trotzdem.
    Auch die beiden notierten Stellen, die ich als unglaubwürdig und vernachlässigt notiert hatte, entpuppten sich später als schlüssig und passten dazu. Wer von euch daran hängen bleibt: weiterlesen! Der erste Eindruck täuscht.
    Ungewöhnlich ist das Thema, besonders aus der Feder eines männlichen Autors: Frauenhass, Frauenstellung, Frauenbewegung. Allerdings wird es nicht politisch, eher philosophisch auch durch Gibran, der dieses Thema von der geschichtlich-biblischen-mythologischen Seite betrachtet. Und da waren durchaus einige Ansichten dabei, über die ich noch nie was gehört hatte und sich beim Nachrecherchieren als Tatsache entpuppten.

    Ungewöhnlich ist der Thriller allemal, nicht nur dass Thrill auf Philosophie trifft, was dem Thriller wirklich gut tut und interessant macht, sondern auch weil die Romanheldin so gar nicht ins klassische Korsett zu passen scheint und als Ermittlerin mit ihrem Beiwerk eigentlich chancenlos ist. Aber gerade deswegen finde ich dieses Buch ungewöhnlich gut. Lesen!

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    kidcat283s avatar
    kidcat283vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Emotional, spannend und fesselnd
    Emotional spannend und fesselnd

    Helena wird eines Nachts zu einem Einsatz gerufen. Es ist ein Mord passiert. Eine Frau wurde brutal ermordet, sie wurde ausgeblutet und musste eines ihrer Körperteile essen. Sie hatte außerdem ein rotes Tuch im Mund. Schnell wird Helena klar, dass es Dionysos Werk gewesen ist, denn jedes seiner letzten Opfer hatte ein rotes Tuch im Mund nachdem er sie umgebracht hat.
    Sie macht sich auf zu dem Wissenschaftler Gibran, der bekannt dafür ist, Frauen eine untergestellte Rolle zu geben. Sie möchte wissen, in welche Richtung sie ermitteln kann.
    Nach und nach ergeben sich Hinweise zu weiteren Opern, auch Helena gerät ins Visier des Mörders.

    Meine Meinung:

    Dieses Buch liegt schon etwas länger bei mir....ich glaube ich habe es mit dem Datum des Erscheinens vom Verlag erhalten. Vielen Dank dafür.
    Zunächst hatte ich angefangen es zu lesen, bis Seite 108 und muss jetzt beim zweiten Mal lesen sagen, dass ich beim ersten Mal lesen überhaupt nichts was im Buch geschrieben stand mitgeschnitten hatte. Ich legte es erst einmal weg für später.
    Jetzt war die Zeit gekommen und ich gab dem Buch noch eine Chance. Dazu muss ich sagen, dass ich im Gegensatz zu damals jetzt absolute Ruhe hatte und das der Grund war, dass ich mit dem Buch zurecht kam. Es war am Anfang etwas kompliziert, doch mit der Zeit hat es mich wirklich sehr gefesselt.
    Helena kniet sich wirklich in den Fall rein und versucht den Mörder ausfindig zu machen. Die ganze Zeit über denkt man als Leser darüber nach wer der Täter sein könnte, denn er muss ja irgendwie zwischen den im Buch vorhandenen Charakteren vorkommen.

    Was ich auch für meinen Geschmack sehr gut fand, waren die ekligen Momente. Zum Beispiel da wo beschrieben ist, was der Täter mit seinen Opfern gemacht hat. Das war schon ziemlich grausam und hat sich interessant gelesen. Sehr spannend wirklich.

    Während des Lesen hat man immer gedacht...Mensch, jetzt muss doch bald mal Schluss sein, was soll denn noch passieren?
    Ich fand es dann bisschen langgezogen an einigen Stellen, wobei es nicht unintressant war.

    Das ganze Buch war wirklich total spannend,fesselnd und hat mich sehr gut unterhalten. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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    cvcoconuts avatar
    cvcoconutvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: mich hat schon lange kein Buch mehr so gepackt
    Rasant und packend

    Fast ein Jahr ist es her, dass der Serienkiller Dionysos zugeschlagen hat. Nur Helena Faber ist überzeugt davon, dass er noch nicht fertig ist. Da taucht die nächste Leiche auf und die Jagd beginnt von vorne.

    Schon lange hat mich ein Thriller nicht mehr so gepackt wie dieser. Man wird in den Fall rein geworfen und lernt die Protagonisten kennen. Helena kommt ein bodenständige Frau, absolut durchgeplant und man kann sagen, auch ein bisschen mit „Haaren auf den Zähnen“. Dennoch hat sie eine Art sich durchzusetzen, was ein bisschen beeindruckt. Als sie jedoch ins Fadenkreuz des Mörders gerät, erleidet sie einen Schock, der immer schlimmere Ausmaße annimmt. So langsam sieht man die Rückentwicklung, kann aber auch gut in die menschliche Psyche schauen. Unterstützt auch durch den Professor Gibran. Er hat zwar eine sehr bedenkliche Art seine Gedanken rüber zu bringen, trifft es aber auf den Punkt.

    Das Buch ist eine Hetzjagd hinter einem Serienmörder und hat mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Es hat mich gepackt, mitgerissen und mitfiebern lassen. Alles was ein guter Thriller braucht.

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    julias_wonderlands avatar
    julias_wonderlandvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: echt gut
    echt gut

    Hallo meine lieben ich habe vor ein paar tagen das buch hier gelesen und fand es echt gut.
    Das Cover hat mich sofort angesprochen.es passt finde ich zum buch, die schrift von dem titel ist echt gut und auch das die sieben nicht als Wort sondern als zahl
    Der Schreibstil war super zu lesen und man dachte man wäre im geschehen drine.
    Mein lese eindruck war echt gut die Spannung würde von Anfang bis zum ende aufrecht gehalten und mann fieberte immer mit was als nächstes passiert.Auch wenn man schnell wusste wer der Täter ist, ließ die Spannung nicht nach und man wurde mit einem überraschenden Ende überrascht.

    Fazit
    Da duch das mann schnell wusste wer der Täter ist ziehe ich einen punkt aber sonst ist es ein super spannendes buch und eine leseempfehlung wert.

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    Katzenmichas avatar
    Katzenmichavor einem Jahr
    Viel Blut

    Er hasst sie, er jagt sie, er tötet sie …

    Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“ wurde …

    Fazit zum Buch:

    Das Buch beginnt gleich mit dem 1.Mord.Man ist gleich im Geschehen mittendrin.Eine Frau wird ermordet aufgefunden.Sie wurde brutal umgebracht und neben ihr wird eine Verkündigung hinterlassenDie alleine machte das ganze schon richtig gruselig-so ging es mir jedenfalls.Was auf einen Serienkiller hinweißt-der vor Jahren schon mal so gemordet hat.Bei 3 Frauenleichen war das gleiche gruselige….Und Helena Farber ist überzeugt,das der gleiche Täter – nach einer Pause ,wieder zugeschlagen hat.
    Die Handlung ist gut erzählt und hat einen roten Faden.Die Protanisten sind gut beschrieben,sympatisch war mir Helena Farber.Ich habe richtig mitgefiebert ob sie es schaft Dionysos zu fassen.
    Leider fand ich am Schluß das Ende nicht so gut-deshalb ziehe ich1 Stern ab.
    Das Buch sonst war super zu lesen-ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.

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    bibibuecherverliebts avatar
    bibibuecherverliebtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Thriller der anderen Sorte
    Spannend und blutig (aber mit einigen Schwächen)

    Titel: Die sieben Farben des Blutes
    Autor: Uwe Wilhem
    Verlag: Blanvalet Verlag
    Seiten: 479
    Preis:   9,99 [D] (Taschenbuch)
                   10,30 [A]
    ISBN: 978-3-7341-0344-5

    Inhalt:
    Drei Morde in drei Monaten. Drei Frauen. Drei Verkündungen, in denen der Mörder von sieben „Heilungen“ erzählt. Die Berliner Polizei steht unter Druck. Doch dann ist die Serie mit einem Mal beendet und gerät in Vergessenheit – nur nicht für Staatsanwältin Helena Faber, die davon überzeugt ist, dass dies erst der Anfang war. Als ein Jahr später eine vierte Frau brutal ermordet wird, macht Helena Jagd auf den, der sich selbst Dionysos nennt. Es ist der Beginn eines Rennens gegen die Zeit, aber auch eines Kampfes ums Überleben, denn Helena ist ins Visier des Täters geraten. Und Dionysos wird nicht aufgeben, solange sie nicht „geheilt“´
     wurde …   

    Protagonisten:
    Helena Faber ist Staatsanwältin in Berlin und eine sehr ehrgeizige, willensstarke und ziemlich bewundernswerte Frau, die sich nichts einfach so gefallen lässt. Als zweifache Mutter und geschiedene Ehefrau muss sie sich gleichzeitig um ihre Töchter, den Haushalt und ihre Arbeit kümmern. Sie hat ein unglaubliches Gedächtnis, eine sehr schnelle Auffassungsgabe und die Kontrolle über jeden Bereich ihres Lebens - bis sie Dionysos begegnet. Von Beginn an war sie mir sympathisch, doch im Laufe der Geschichte fiel es mir teilweise recht schwer, ihre Handlungen nachzuvollziehen.

    Meine Meinung:
    Als Thriller-Fan hat der Klappentext sofort mein Interesse geweckt und das Buch konnte mich von Anfang an in seinen Bann ziehen, sodass ich es innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte. Wie schon erwähnt ist Helena Faber die Hauptperson der Geschichte und eine sehr starke Frau. Sie lässt nicht locker und setzt sich durch, was ihr leider zum Verhängnis wird, aber trotzdem gut an ihr fand. Dafür kamen ihre Gefühle und Gedanken, vor allem in Szenen, in denen sie leiden musste, etwas zu kurz, sodass es etwas unpersönlich wirkte. Das tat der Spannung zwar keinen Abbruch, fand ich persönlich dennoch schade. Auch die anderen Charaktere wie Helenas Ex-Mann Robert oder ihre Töchter sind gut gelungen und spielen in der Hinsicht auf Helenas Privatleben eine wichtige Rolle. Dieses wird stark thematisiert und zeigt, wie sie Schritt für Schritt die Kontrolle über sich und ihr Umfeld verliert.
    Dionysos als psychopathischer Mörder ist der ein gerissener Charakter, von dem ich mir noch mehr erhofft hätte. Zwar bekam man Einblicke in seine Gedanken, doch über seine Geschichte und wie er zu dem geworden ist, wie er beschrieben wird, hätte ich gerne mehr erfahren.
    Durch die ziemlich kurzen Kapitel und die abwechselnden Sichtweisen war mir ziemlich schnell klar, wer hinter Dionysos steckt. Ab der Hälfte des Buches war es dann auch offensichtlich, doch auch wenn man als Leser bereits fast den kompletten Überblick hatte, wurde es nicht langweilig und ich habe mit Helene mitgefiebert, da sie auf Grund ihrer Amnesie den Verlauf der Geschichte stark beeinflusst hat.
    Der Schreibstil ist sehr detailgetreu und an vielen Stellen nichts für schwache Nerven. Uwe Wilhelm beschreibt die grausamen Morde bis ins blutige Detail, sodass ich teilweise schlucken musste. Man lernt eine Menge über Berlin und seine Sehenswürdigkeiten sowie über das Thema Frauenhass. Besonders ansprechend fand ich die Verbindung zur griechischen Mythologie, die ich bisher noch in keinem Thriller erlebt habe. Überraschender Weise endete das Buch mit einem echt gemeinen Cliffhanger und ich war froh zu erfahren, dass ein zweiter Teil geplant ist.      

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    Svenjas_BookChallengess avatar
    Svenjas_BookChallengesvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender Thriller, der mit einem wahnsinnigen Mörder und interessanten Motiven glänzt. Zum Ende leider etwas lahm.
    Anfangs brillant und mit großartigen Ideen - zum Ende hin etwas lahm

    Wie ihr ja sicher schon bemerkt habe, lese ich recht selten Thriller. Und wenn, dann eigentlich nur von ausgewählten Autoren (ich sag nur: Fitzek, Beckett, Brown). Die sieben Farben des Blutes hat mich aber neugierig gemacht - auf eine neue Geschichte, einen neuen Autoren, neuen Nervenkitzel. Und auch wenn mir nicht unbedingt alles an diesem Roman gefallen hat, bin ich froh darüber, dass ich ihn gelesen habe. Weil er mir nämlich gezeigt hat, dass es durchaus noch andere deutsche Thriller-Autoren gibt, die sich auf Spannung und einen spektakulären Plot verstehen. Und das wiederum zeigt mir, dass ich meine Wohlfühlzone ab und zu mal verlassen und meinen Horizont erweitern sollte.

    Aber genug der Vorrede - worum geht es in Uwe Wilhelms Die sieben Farben des Todes? Es geht um einen perversen und vollkommen irren Serienkiller, der denen, die wir aus amerikanischen Büchern, Serien und Filmen kennen, in nichts nachsteht. Dionysos ist ein Monster, ein frauenhassendes Monster, das seine Opfer auf ebenso perfide wie wahnsinnige Weise umbringt und sie dabei verhöhnt. Uwe Wilhelm hat mit Dionysos einen Mörder geschaffen, der an Jack the Ripper erinnert. Der eine grausame Mission hat und der Welt mit seinen Taten vor Augen führen will, dass emanzipierte, starke Frauen auf den Scheiterhaufen gehören. Ein verstörender und zugleich elektrisierender Gedanke. Denn das, was Wilhelm da aufgreift, ist ein brandaktuelles Thema. Feminismus ist heutzutage doch ebenso vielen Menschen ein Dorn im Auge, wie er Anhänger hat. Ewig wird diskutiert über Frauenquoten und dergleichen und recht oft kommen dabei Männer zu Wort, die sich aus irgendeinem Grund von starken Frauen bedroht fühlen. Und genau so ein Mann ist Dionysos - das zumindest war mein Eindruck.

    Generell zieht ich das Thema Frauenhass durch die gesamte Geschichte. Er begegnet vor allem der Protagonistin Helena Faber, die sich in einer Männerdomäne behaupten muss, an beinahe jeder Ecke. Und nicht etwa nur durch die grausamen Taten dieses Einzeltäters, sondern in ganz alltäglichen Situationen, die uns erst einmal begreifbar machen, wie tief die Verachtung der Frau in der Gesellschaft immer noch verwurzelt ist. Die Ideen, die Wilhelm hier in die Geschichte um den irren Mörder einbindet, faszinieren und polarisieren. Und es sind auch Dinge dabei, die zum Nachdenken anregen: Dass etwa seine Videobotschaften, in denen er Mitschnitte seiner bestialischen Taten festhält, unbehelligt auf Facebook, Youtube und co. geteilt werden, weil sie sich nach ihrer Veröffentlichung so rasch verbreiten, dass es unmöglich ist, sie zu löschen. Oder dass Dionysos im Schutze der Anonymität des Internets nicht nur verachtet und gehasst, sondern auch gefeiert und unterstützt wird. Das sind die Aspekte des Romans, die ihn so realistisch machen. Denn es sind genau diese Probleme, mit denen wir uns heutzutage konfrontiert sehen. Das Internet als beinahe rechtsfreier Raum, in dem jeder sagen kann, was er will, ohne dass er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

    Kurzum: Die Quintessenz des Thrillers ist genial und hat mich komplett überzeugt. Auch die Symbolik hinter den inszenierten Morden und die Heldin Helena als Opfer des Täters. An dieser Stelle muss ich die zart besaiteten Leser aber warnen: Wilhelm wird bezüglich der Darstellung der Morde und der kranken Gedanken des Killers ziemlich explizit. Viele Szenen sind sehr gewalttätig und brutal - darauf sollte man sich einstellen. Dazu schreibt Wilhelm sehr gewandt und flüssig, was einen den Roman in einem Rutsch durchlesen lässt. Der Spannungsbogen ist gut, schwächelt nur gegen Ende etwas, aber dazu komme ich noch.

    Ein paar Dinge gibt es dennoch, die mich gestört haben. Zum einen die Identität des Mörders - die kannte ich nämlich schon nach 50 von 480 Seiten. Für mich war es von Anfang an einfach zu offensichtlich. Die Spuren und Hinweise, die Wilhelm eingeflochten hat, waren zu deutlich und so habe ich mich gefragt, wie blind und blöd die Polizisten eigentlich sind, dass sie da nicht von selbst drauf kommen. Die Identität wird zwar auch so weit vor dem Ende aufgelöst und von da an wird das Ganze zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel mit dem Täter, der Überraschungsmoment war aber einfach verloren und das fand ich sehr schade.

    Gestört hat mich auch die Entwicklung der Protagonistin Helena. Deren Entscheidungen konnte ich schon anfangs nicht immer vollumfänglich nachvollziehen, weil sie teilweise absolut unlogisch und wirr sind. Ich möchte nicht zu viel verraten, nur so viel: Im Verlauf der Handlungen leidet Helena unter einigen Amnesien, die mir ab einem gewissen Punkt einfach zu unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen schienen. Hier verlor dann auch die Geschichte für mich an Glaubwürdigkeit und Authentizität. Das war doch etwas sehr dick aufgetragen. Generell gibt es innerhalb des Plots einige Logikfehler, nichts Großes, aber dem aufmerksamen Leser fallen sie ganz sicher auf. Gegen Ende hatte ich dann außerdem ein bisschen das Gefühl, dass Wilhelm noch Zeit schinden möchte - für mich war eigentlich alles gesagt, aber die Geschichte trudelt noch gute 100 Seiten vor sich hin, ohne zu einem Ende zu kommen. Das ist dann schließlich doch noch einmal spannend, denn völlig aus der Kalten heraus wirft Wilhelm dem Leser einen fiesen Cliffhanger vor die Füße und deutet damit eine Fortsetzung an. Obwohl mir der Roman rückblickend doch ganz gut gefallen hat, weiß ich nicht, ob ich eine mögliche Fortsetzung lesen wollen würde. Denn wie gesagt - prinzipiell ist zumindest die Geschichte um Dionysos zu Ende erzählt und ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie es noch weitergehen soll. Aber das lasse ich einfach mal auf mich zukommen.

    Mein Fazit:

    Die sieben Farben des Blutes hat mich in vielerlei Hinsicht fasziniert und vor allem über Seiten hinweg in Atem gehalten. Ein solider und eigentlich herausragend guter deutscher Thriller, der mit genialen Ideen und einem völlig abgedrehten Killer mit gruseliger Motivation glänzt. Es gab einige Dinge, die mich nicht ganz überzeugt haben - vor allem die teilweise an den Haaren herbeigezogene Charakterentwicklung und die Identität des Täters, die mir schon nach den ersten Seiten klar wie die berühmte Kloßbrühe war. Und dennoch: An der guten Unterhaltung und der perfiden Faszination, die die Morde auf einen ausüben, gibt es nichts zu rütteln.

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    leaslesezaubers avatar
    leaslesezaubervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einfach fesselnd ... ich hoffe so sehr bald mehr von dem Autor lesen dürfen! Selten habe ich ein Buch so verschlungen!!!
    Lange kein so gutes Buch verschlungen

    Dieses Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, es ist zugleich schlicht und doch ein richtiger Blickfang. Der schwarze Hintergrund und dann in Kombination mit der 7, davor der Buchtitel ergeben einen tollen Kontrast. Das Cover hat mich neugierig gemacht, der Klappentext hat dann den Rest gemacht. Irgendwie war ich lange aus dem Genre raus, weil ich leider einige Bücher dabei hatte, die mich leider gar nicht begeistert hatten aber im Moment wollte ich gerne mal wieder in das Genre abtauchen und dieses Buch hat es geschafft, dass ich wieder vollkommen im Genre angekommen bin und mich die Sucht erneut gepackt hat.

    Der Schreibstil ist sehr detailreich und bildlich, was besonders am Anfang viele Informationen bedeutet, die man verarbeiten muss, was allerdings nicht negativ war. Die Spannung hat der Autor sehr gut aufgebaut, sodass ich einfach immer mehr wissen wollte und mit jeder Seite wurde die Neugier noch schlimmer. Besonders authentisch war dabei die Protagonistin, Helena Faber, eine Staatsanwältin, die charismatisch ist und mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Der Autor schafft es spielerisch ihre Charakterzüge in die Geschichte mit einzubringen, so erfährt man auch über sie mühelos genug um einen guten Eindruck von ihr zu bekommen. Dadurch wirkt sie sehr menschlich und sie hält die Story am Leben. Mit ihr gemeinsam immer weiter in die Geschichte abzutauschen war deswegen sehr spannend.

    Dem Mörder auf der Spur zu sein und doch so vollkommen ohne Plan, wer er ist, hat mich fast wahnsinnig gemacht und dann so kurz vor dem Ende haben sich alle Puzzleteile zusammengefügt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich von der ersten Seite an gefesselt hat!!! Nicht nur das die Protagonistin sowie die anderen Charaktere sehr gut gestaltet waren, sondern auch der Aufbau der Geschichte. Alles scheint zusammen zu hängen und trotzdem erhält man als Leser keinen Eindruck davon in welche Richtung das Buch verläuft. Die Geschichte lässt viel Platz für Phantasien und bietet trotzdem sehr viele Fakten.

    Das Ende hat mich ganz schön überrascht und hat dafür gesorgt, dass ich den letzten Teil des Buches förmlich gefressen habe! Ich kann es kaum erwarten, mehr von dem Autor zu lesen!



    Fazit:

    Eine Brandheiße Story, mit einer unglaublich authentischen Protagonistin und tollen Charakteren, die spannender nicht sein könnte. Ich kann es nur noch einmal erwähnen, dass ich selten ein Buch des Genres so verschlungen habe! Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der eine gute Story haben möchte, die einen so schnell nicht mehr los lässt! Bitte ich möchte mehr davon!!!!

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    V
    Vanilla_Nanivor einem Jahr
    Trotz kleiner Minuspunkte eine Leseempfehlung

    Der Thriller „Die 7 Farben des Blutes“ von Uwe Wilhelm handelt von einer bestialischen Mordserie in Berlin. Ein Jahr nach einer Serie von drei blutigen Morden taucht eine vierte Leiche auf. Die leitende Staatsanwältin Helena Farber und die Ermittler stehen unter Zeitdruck, denn der Täter kündigte die Morde, sogenannte Heilungen, von sieben Frauen an.

    Dass der Autor ursprünglich Drehbuchautor ist, merkt man dem Roman schnell an. Er besticht durch kurze Kapitel und seine detailtreue und dadurch manchmal sehr brutale Schreibweise. Die detailtreue findet man auch in der Darstellung der verschiedenen Charaktere, die durch privates Hintergrundwissen was dem Leser vermittelt wird, sehr authentisch wirken. Der Titel „Die 7 Farben des Blutes“ findet man leider nur am Rande im Buch wieder. Leider hat der Titel keine besondere Bedeutung.

    Die Tatsache, dass der Mörder ein Problem mit starken Frauen hat, ist ein sehr gesellschaftskritisches Thema. Für viele Menschen sind starke Frauen ebenfalls ein Problem, auch wenn dieses häufig nicht ausgesprochen wird. Die starke Frau dieses Thrillers, Staatsanwältin Helena Faber, ist bis zu Mitte des Buches sehr authentisch dargestellt. Dann nehmen aber Handlungen und Denkweisen zu, die manchmal ein wenig unrealistisch sind und ein Nachvollziehen ihrer Situation unmöglich werden lassen.

    Manche unrealistische Gegebenheit und der extreme Cliffhanger am Ende des Buches sind kleine Minuspunkte. Jedoch lässt einen die klare und detailreiche Erzählweise in Kombination mit den kurzen Kapiteln das Buch leicht verschlingen. Für mich ist das Buch trotz kleinerer Minuspunkte eine Leseempfehlung.

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