Uwe Wittstock

 3.9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Marcel Reich-Ranicki, Karl Marx beim Barbier und weiteren Büchern.

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Marcel Reich-Ranicki

Marcel Reich-Ranicki

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Erschienen am 20.04.2015
Karl Marx beim Barbier

Karl Marx beim Barbier

 (2)
Erschienen am 05.03.2018
Der Familienplanet

Der Familienplanet

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Erschienen am 06.06.2006
Die Büchersäufer

Die Büchersäufer

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Erschienen am 01.03.2007
Von der Stalinallee zum Prenzlauer Berg

Von der Stalinallee zum Prenzlauer Berg

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Erschienen am 01.10.1993
Postmoderne in der deutschen Literatur

Postmoderne in der deutschen Literatur

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Erschienen am 05.10.2015
Der Weg nach Surabaya

Der Weg nach Surabaya

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Erschienen am 01.01.2004

Neue Rezensionen zu Uwe Wittstock

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Eggi1972s avatar

Rezension zu "Karl Marx beim Barbier" von Uwe Wittstock

Manchmal schwer zu lesen aber auch total interessant
Eggi1972vor 8 Monaten

Eigentlich wollte ich was zum entspannen lesen, aber dann blieb mein Blick immer wieder am Buch „Karl Marx beim Barbier“ von Uwe Wittstock hängen! Also, so viel vorneweg, ein Buch zum entspannen ist es nicht, sondern ich erwischte mich immer wieder bei der Suche nach Zusammenhängen, also wie war das damals mit Friedrich Wilhelm IV oder mit Napoleon III, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Schwer getan habe ich mir mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der mit seinen fortschrittlichen Gedanken wohl einige Menschen damals beeinflusst hat. Für mich war es schwere Kost.

Angenehm waren immer wieder die Berichte über den Aufenthalt von Karl Marx in Algier gewesen. Diese Einschübe lassen sich schnell lesen und verarbeiten.

Bei den anderen Kapiteln geht es immer wieder um wichtige Ereignisse und Orte, die mit dem Leben von Karl Marx zu tun haben. Man lernt vieles über Karl Marx Frau Jenny von Westphalen, wie die Familie gelebt hatte und wie wichtig eigentlich Engels war, damit die Familie von Karl Marx überhaupt überleben konnte.

Es ist schon  bewegend, wie sehr der Tod von Jenny von Westphalen Karl Marx mitgenommen hatte und wie wichtig ihm auch seine Kinder waren. Interessant auch wie eng die Freundschaft zwischen Engels und Marx überhaupt war.

Für mich, war dies alles enorm interessant, da ich auch vieles über die Entwicklung der politischen Parteien gelernt habe, und dass auch Karl Marx ziemlich gerne das Sagen hatte und er eigentlich keine Götter neben sich haben wollte. Deswegen stand er sich auch immer wieder selbst im Wege.

Es war ein Buch, welches nicht zum entspannen war, sondern eher eines, welches mich viel zum Nachdenken angeregt hat. Uwe Wittstock schafft es, einen auf eine Reise mitzunehmen, um einen der wichtigsten deutschen Philosophen und Gesellschaftstheoretiker kennen zu lernen. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, in der man einen kleinen Einblick in das arme Leben eines Staatenlosen Menschen bekommt.

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JulesBarroiss avatar

Rezension zu "Marcel Reich-Ranicki" von Uwe Wittstock

Jahrhundertzeuge Reich-Ranicki
JulesBarroisvor 4 Jahren

Marcel Reich-Ranicki von Uwe Wittstock (Autor), 432 Seiten, Karl Blessing Verlag (20. April 2015), 19,99 €, ISBN-13: 978-3896675439

Wer kennt ihn nicht, den großen Streithammel der westdeutschen Nachkriegskultur, der die Literatur hierzulande popularisiert hat wie kein anderer zuvor. Brauchen wir eine weitere Biographie? Oder ist sie nur Teil einer Marcel-Reich-Ranicki-Vermarktungs-Maschinerie?

Natürlich ist eine solche Biographie lesenswert und auch spannend. Denn, wie Gerhard Stadelmaier in der FAZ sagte, […] dass es keinen Publizisten in Deutschland zu keiner Zeit gab, der derartig parodiert, nachgemacht, auf sämtlichen Kabarett-Heroen-Zungen genüsslich-saftig zum imitatorischen Nachbeben und somit ins unsterbliche Nachleben gezogen wurde wie Marcel Reich-Ranicki.

Uwe Wittstock, der bereits für den Fischer Verlag und die Welt arbeitete, zur Zeit beim Focus als Literaturredakteur tätig ist und in den 1980er Jahren unter Marcel Reich-Ranicki bei der FAZ als Literaturredakteur wirkte, hat seine Biografie sehr chronologisch aufgebaut. Er stützt sich dabei auf seine persönlichen Begegnungen mit Marcel Reich-Ranicki und auf Gespräche, die er mit Wegbegleitern von Reich-Ranicki geführt hat.

Uwe Wittstock arbeitet sehr gut die Aggressivität wie die Empfindlichkeit des Kritikers als Reaktionen auf die traumatischen Holocaust-Erlebnisse heraus.

Aber dann zieht der Autor in weiten Teilen die Samthandschuhe an und vermeidet es tunlichst, heiße Eisen anzufassen, wie etwa: Historikerstreit, Fest, Walser, Bubis. Das enttäuscht etwas, vor allem da Uwe Wittstock Marcel Reich-Ranicki aus langjähriger Zusammenarbeit kennt.

Insgesamt versteht es aber der Autor, ein eindrucksvolles Bild von Marcel Reich-Ranicki mit seinen Stärken und Schwächen zu zeichnen. Man erlebt ihn als energiegeladenen, ehrlichen und oftmals provozierenden Kritiker, der dem breiten Publikum Literatur näher bringen wollte, der durch seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs entscheidend für sein Leben geprägt war, sich häufig als Außenseiter fühlte und in der Literatur seine Heimat fand, die ihm in seinem Leben immer wieder genommen wurde. All dies wird überaus fesselnd und interessant herausgearbeitet.

Die Biografie ist nicht trocken geschrieben. Sie lässt sich sehr flüssig lesen, spannend und lehrreich.

Eine fesselnd geschriebene Biografie über Deutschlands bekanntesten Literaturkritiker, die ein sehr einfühlsames Bild von Marcel Reich-Ranicki liefert. Reich-Ranicki in seiner ganzen Charaktervielfalt zu erfassen, das gelingt nicht jedem. Aber Uwe Wittstock liefert einen wesentlichen Beitrag dazu.

Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Karl Blessing Verlages

http://www.randomhouse.de/Buch/Marcel-Reich-Ranicki-Die-Biografie/Uwe-Wittstock/e471398.rhd

Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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