Uwe Wittstock

 4,5 Sterne bei 77 Bewertungen
Autor*in von Februar 33, Marseille 1940 und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Uwe Wittstock ist Schriftsteller und Journalist und war bis 2018 Redakteur des Focus. Zuvor hat er als Literaturredakteur für die FAZ, als Lektor bei S. Fischer und als stellvertretender Feuilletonchef und Kulturkorrespondent für die Welt gearbeitet. Er wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis für Journalismus ausgezeichnet. Bei C.H.Beck ist sein Bestseller "Februar 33. Der Winter der Literatur" (6. Auflage 2021) erschienen, der in neun Sprachen übersetzt wurde.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Marseille 1940 (ISBN: 9783406814907)

Marseille 1940

 (19)
Neu erschienen am 05.04.2024 als Gebundenes Buch bei C.H.Beck.
Cover des Buches Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur (ISBN: 9783742432056)

Marseille 1940. Die große Flucht der Literatur

 (2)
Neu erschienen am 15.02.2024 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.
Cover des Buches Februar 33 (ISBN: 9783406814976)

Februar 33

Neu erschienen am 15.02.2024 als Taschenbuch bei C.H.Beck.

Alle Bücher von Uwe Wittstock

Cover des Buches Februar 33 (ISBN: 9783406776939)

Februar 33

 (38)
Erschienen am 15.02.2022
Cover des Buches Marseille 1940 (ISBN: 9783406814907)

Marseille 1940

 (19)
Erschienen am 05.04.2024
Cover des Buches Marcel Reich-Ranicki (ISBN: 9783896675439)

Marcel Reich-Ranicki

 (4)
Erschienen am 20.04.2015
Cover des Buches Karl Marx beim Barbier (ISBN: 9783896676122)

Karl Marx beim Barbier

 (3)
Erschienen am 05.03.2018
Cover des Buches Der Familienplanet (ISBN: 9783453404564)

Der Familienplanet

 (1)
Erschienen am 06.06.2006
Cover des Buches Die Büchersäufer (ISBN: 9783866740051)

Die Büchersäufer

 (1)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Postmoderne in der deutschen Literatur (ISBN: 9783835316027)

Postmoderne in der deutschen Literatur

 (1)
Erschienen am 10.10.2015
Cover des Buches Der Weg nach Surabaya (ISBN: 9783596134335)

Der Weg nach Surabaya

 (0)
Erschienen am 01.03.1997

Neue Rezensionen zu Uwe Wittstock

Cover des Buches Marseille 1940 (ISBN: 9783406814907)
sisse16s avatar

Rezension zu "Marseille 1940" von Uwe Wittstock

Lesenwert
sisse16vor 4 Tagen

Natürlich war mir bewusst, dass viele deutsche Literaten während der Jahre 1933-1945 im Exil lebten. Wie und unter welchen Widrigkeiten sich dieses vermeintlich sichere Exil für viele von ihnen dann darstellte, war mir nicht in letzter Konsequenz bewusst. Es ist erschütternd zu lesen wie Schriftstellerinnen wie Anna Seghers buchstäblich um ihr Leben liefen. Auch die Geschichten um Hermann Mann und Lion Feuchtwanger haben mich sehr berührt. Sehr empfehlenswert!

Cover des Buches Februar 33 (ISBN: 9783406776939)
Judithas avatar

Rezension zu "Februar 33" von Uwe Wittstock

Aus dem Winter der Literatur werden 12 kalte Jahre
Judithavor 4 Tagen

Der Februar 1933 ist der Schlüssel für Marseille 1940, ich habe die Bücher zwar in der falschen Reihenfolge gelesen, meinem Erkenntnisgewinn tat das aber keinen Abbruch. Wer wie ich an Geschichte und Literatur und Literaturgeschichte und Biografien interessiert ist, wird im vorliegenden Band reichlich Informationen finden. Uwe Wittstock hat bestimmt 130, 140 Personen der Literaturgeschichte ins Visier genommen (gezählt habe ich nicht). Er begleitet sie vom 28. Januar bis zum 15. März 1933, von fröhlichen Festen mit schlechten Vorahnungen bis zu Hals über Kopf stattfindenden Fluchten oder Verhaftungen. Rette sich wer kann, das war die Parole, denn beinahe über Nacht wurde aus der (einigermaßen) demokratischen Weimarer Republik eine Diktatur der Nationalsozialisten unter Hitlers Führung. Die politischen Ereignisse jener Wochen sind dem interessierten Leser bekannt, Wittstock webt sie ein in sein Panorama der Literatur. Sehr ausführlich geht er auf die Vorgänge in der Preußischen Akademie der Künste ein, hier spiegeln sich die großen Machtkämpfe und die große Machtübernahme im Kleinen wider. Deutschland verliert peu à peu seine geistigen Köpfe oder behält sie als anbiedernde Nichtssager. Es bricht keine Revolution aus in der Akademie, aber nach einigen Wochen ist sie nur noch schmückendes Beiwerk.

Die näher betrachteten Literaten und ihr Erwachen in der Diktatur sind sehr unterschiedlich, eines haben sie fast alle gemeinsam, wer Deutschland verlässt, kommt so schnell nicht wieder. Manche gar nicht. Ich habe mich schon mit einigen den Biografien (z. B. die Manns, Tergit, Feuchtwanger, Lasker-Schüler, Benn etc.) beschäftigt und kenne auch einen Teil der im Anhang benannten Literatur, aber zu so umfassenden und interessanten Erkenntnissen wie bei Wittstock kommt man als durchschnittlicher Leser wohl nicht. Da steckt eine große Recherchearbeit dahinter und dafür bin ich sehr dankbar.

Dass mir der Februar 1933 trotzdem nicht so gut gefallen hat wie der Folgeband Marseille 1940, liegt einerseits an den zusammengestellten Tageskapiteln, die mir mit den Nachrichtenteilen am Ende immer etwas gewollt erschienen. Andererseits liegt es an der nicht so literarisch angelegten Verknüpfung der Ereignisse und Personen. Ich sehe im Stil von Marseille 1940 jedenfalls einen Quantensprung im Vergleich zum Februar 1933. Dass einem dort die Protagonisten alle wiederbegegnen, ist klar, eine so emotionale Rezeption war mir aber beim Februar 1933 noch nicht vergönnt.

Fazit: Ich kann das Buch guten Gewissens jedem Interessierten, der nicht gleich viele Bücher zum Thema, sondern nur eines lesen will, empfehlen. Danach Marseille 1940 ist – aus meiner Sicht – ein Muss.


Cover des Buches Marseille 1940 (ISBN: 9783406814907)
BeaMilanas avatar

Rezension zu "Marseille 1940" von Uwe Wittstock

Die große Flucht der Literatur
BeaMilanavor 24 Tagen

Falls dieses Werk verfilmt wird, und das wird es, und falls diese Verfilmung gelingt, wird sie Oskars abräumen! Das prophezeihe ich.

"Marseille 1940" ist ein hochgradig wichtiges Stück Zeitgeschichte über mutige Menschen, wagemutige Fluchthelfer*innen und einen unbeirrbaren Varian Fry als amerikanischen Helden im Zentrum, die unzähligen Schriftsteller*innen, Maler*innen, Künstler*innen, Kulturschaffenden, Anti-Faschist*innen in Südfrankreich unter unvorstellbaren Schwierigkeiten Wege zur Flucht vor der Gestapo ermöglicht haben. Ein beeindruckend feinfühlig erzähltes, genau recherchiertes und sehr spannend geschriebenes Stück Literaturgeschichte über düster-dunkelste Zeiten, in denen die nahezu gesamte intellektuelle Avantgarde Europas ums Überleben kämpfte.


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