Uwe Zissener

 4.8 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Befreiungsschlag.

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Uwe ZissenerBefreiungsschlag
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Befreiungsschlag
Befreiungsschlag
 (15)
Erschienen am 06.01.2017

Neue Rezensionen zu Uwe Zissener

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Rezension zu "Befreiungsschlag" von Uwe Zissener

Schonungslos, ehrlich und absolut empfehlenswert
suse9vor 6 Monaten

Ich hätte mir das Buch nie gekauft, wenn ich nicht während einer Lesung darauf aufmerksam geworden wäre. Das Cover ist sehr düster gehalten, der Schriftzug wirkt bedrohlich und doch muss ich im Nachhinein zugeben, dass Beides exakt zu dem Inhalt passt, was viel zu selten der Fall ist.

Maik kann seine Aggressionen nicht unter Kontrolle halten, auch wenn er dies selbst so nicht einschätzt. Während der Urteilsverkündung ist er deshalb auch unaufmerksam und wünscht sich nur, dass alles schnell zu Ende geht, damit er zu seinen Freunden zurück kann, die ihn wenigstens verstehen. Ein paar Sozialstunden können ihn nicht schrecken, denn er hat nicht vor, diese auch zu leisten. Krankenscheine gibt es schnell und komplikationslos, so dass dieses Problem gelöst ist, bevor es ihn belasten kann. Alles wird anders, als der Brief mit dem Urteil zu Hause eintrifft und er erkennen muss, dass er den Worten der Richterin wirklich nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Der Roman beginnt erst einmal wie erwartet. Maik gammelt sich durch den Tag, verschläft sein Bewerbungstraining, erscheint widerwillig beim Anti-Aggressions-Training. Dies alles ist vorhersehbar und nicht wirklich spannend. Trotzdem bin ich von Anfang an von der Geschichte beeindruckt. Die Sprache ist leicht verständlich, aber nicht anbiedernd oder gar platt. Der Leser wird Zeuge sowohl der Handlungen als auch der Gedanken Maiks. In Rückblenden erfährt er von dessen vergangenen Taten und wie es dazu kam. Hier gibt es keine Ausreden oder Erklärungsversuche, sondern die schonungslose Wahrheit. Auf Klischees wird völlig verzichtet.

Im Klappentext erfährt man, dass das Geschilderte auf wahren Begebenheiten beruht. Der Autor durfte eine Zeitlang ein AGT beobachten. Das merkt man der Geschichte auch an. Zu jeder Zeit hatte ich den Eindruck, dass Uwe Zissener nah an die Jugendlichen und deren Betreuer herangekommen ist. Er schaffte es, dass ich mich selbst integriert fühlte, mitlitt und –freute. Ich lachte und weinte. Besonders hoch rechne ich dem Autor an, dass er komplett auf den belehrenden Zeigefinger und ein schwülstiges „Alles-wird-gut-Ende“ verzichtete.

Dieses Buch bekommt von mir eine leidenschaftliche Leseempfehlung, sowohl für Jugendliche, Eltern als auch Lehrer und Betreuer.

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Rezension zu "Befreiungsschlag" von Uwe Zissener

Ein Schlag der etwas anderen Art
TanteGhostvor 6 Monaten

Ein Blick hinter die Kulissen eines Anti Gewalt Trainings – interessant!!!

Inhalt:
Maik steht mit seinen wenigen Lebensjahren schon so ziemlich weit unten. Dem Knast konnte er noch einmal entgehen, aber dafür gilt es Sozialstunden abzuleisten und ein Anti Gewalt Training zu bestehen.
Maik nimmt das alles anfangs noch sehr auf die leichte Schulter. Immer schön im selben Trott bleiben. Doch seine Familie bekommt das Urteil irgendwann mit und setzt ihm die Pistole auf die Brust.
Maik macht also erst seine Sozialstunden, um zum Training zugelassen zu werden. Im Training erlebt er mit, wie Menschen scheitern. Er begreift die Konsequenzen und begreift, um was es auch für ihn geht.
Maik kämpft sich wieder zurück, auf den richtigen Weg.

Der erste Satz:
„Das leise Quietschen gehörte für Maik zum Frühlingsanfang wie der Duft von frischen Blumen oder die Rückkehr der Zugvögel.“

Der letzte Satz:
„Und Maik war überrascht, wie leicht ihm der Schritt in dieses Haus fiel.“

Fazit:
Das dunkle Cover mit dem Kapuzenjungen hat mich nicht gerade neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe es eben gelesen, weil es an der Reihe war. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was mich allerdings bewogen hat, das mal auf meine Liste zu setzen, war mir zu diesem Zeitpunkt sehr schleierhaft.
Aber etwas anderes erwartet habe ich, als ich es bekommen habe. Irgendwie so eine Story, um eine dunkle Gestalt, die alles umbringt, was ihr nicht passt. Aber bekommen habe ich am Ende eine hochgradig interessante Story darüber, wie sich ein Jugendlicher quasi ins Leben zurück kämpft.
Die Story selber war nicht besonders anspruchsvoll. Es gab nur einen Handlungsstrang, der ab und zu mal in die Vergangenheit oder die Gedankenwelt ausgebrochen ist. Da gab es keinen Raum für Unverständnis und solche Sachen. Es lief einfach weiter. Und hin und wieder habe ich in den Gedankengängen des Protagonisten auch meine eigenen wiederfinden können. So von wegen, die ganze Welt ist gegen mich.
Einen Film hatte ich beim Lesen nicht vor meinem geistigen Auge. Das Buch hat auf eine andere, seine eigene Art fasziniert. Es war hier eben viel von Gefühlen und Gedanken die Rede. Die haben sich im Laufe der Handlung aber massiv geändert. Und genau diese Wandlung fand ich sehr faszinierend. Zumal der Autor nicht nur eitel Sonnenschein eingebaut hat. - Die einen sind gescheitert. Andere haben gemerkt, dass ihr Weg ein anderer ist und wieder andere haben es geschafft.
Alles war einfach beschrieben. Trotzdem es psychisch mitunter mächtig zur Sache ging, fielen keine Fachbegriffe. Alles lies sich leicht lesen und verstehen.
Aber deswegen möchte ich das Buch nicht als leichte Kost bezeichnen. Verarbeiten muss man das Gelesene dann doch schon.
Das Buch ist nicht besonders dick. Mein Reader hat gerade mal 170 Seiten angezeigt. Aber auch die wenigen Seiten hatten es mächtig in sich.

Hier kann ich reinsten Gewissens sagen, dass ihr euch das Buch ruhig mal antun solltet. Es ist vollkommen egal, dass es ich hier um ein Jugendbuch handelt. Es sollte vielleicht auch mal in die Schullektüre aufgenommen werden. Pädagogisch hat es auf jeden Fall mehr drauf, als „Kabale und Liebe“ und Co.
Klare Leseempfehlung!!!

(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

Kommentare: 1
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Anis avatar

Rezension zu "Befreiungsschlag" von Uwe Zissener

Empfehlenswert!
Anivor 8 Monaten

Der 17-jährige Maik hängt am liebsten mit seiner Clique ab und wenn ihm einer dumm kommt, dann schlägt Maik zu. Doch damit muss jetzt Schluss sein, denn nach einer besonders aggressiven Prügelei landet er vor Gericht. Die Jugendstrafe wird zwar zur Bewährung ausgesetzt, um die Auflagen zu erfüllen, muss Maik allerdings Sozialstunden und ein Antigewalt-Training absolvieren. Auf dieses Psychogeschwätz, dass ihn, seiner Meinung nach, eh nicht weiterbringen wird, hat er allerdings überhaupt keine Lust. Als ihm dann aber bewusst wird, dass er dann in den Knast muss, entscheidet sich Maik dafür, dass das AGT wohl doch die bessere Alternative ist. Ohne große Motivation rafft er sich schließlich dazu auf und geht davon aus, dass die Trainer sich bestimmt schon ihre Meinung über ihn gebildet haben und dass das zu erwartende Psychogeschwätz ihm gewaltig auf die Nerven gehen wird. Doch dann kommt alles ganz anders....

Uwe Zissener ist Dipl.-Sozialarbeiter, Erlebnispädagoge, Mediator und AGT-Trainer. Er arbeitet seit Jahren in der Gewaltprävention und als Antigewalt-Trainer. Stefan Gemmel ist einer der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren im deutschsprachigen Raum. Er hat Uwe Zissener und seine Kollegen ein Jahr lang, mit dem Einverständnis der Teilnehmer, beim AGT-Training begleitet. Aus diesen Erfahrungen, bei denen er die Höhen und Tiefen und die Erfolge und Rückschläge, hautnah miterleben konnte, ist dieser Roman entstanden.

Da man beim Lesen merkt, wie viel Herzblut und Realität in Maiks Geschichte steckt, ist man von ersten Moment an mitten im Geschehen und verfolgt gespannt, welche Erfahrungen Maik sammelt und wie es überhaupt dazu kam, dass er zum aggressiven Schläger wurde, der seine Probleme nur auf diese Art lösen konnte. Obwohl Maik wahrlich kein Unschuldslamm ist, gelingt es dem Autoren hervorragend, ihn so zu beschreiben, dass er nicht unsympathisch wirkt. Man blickt hinter Maiks Fassade und bekommt dabei lebendige Einblicke in seine Gedanken und Gefühle. Obwohl man selbst seine Probleme wohl anders lösen würde, wird nachvollziehbar vermittelt, wie es bei Maik dazu kommen konnte.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und gerät schon bald in den Sog der Ereignisse. Man fiebert mit Maik mit und leidet mit seiner Mutter, die es alles andere als leicht hat, mit. Die Protagonisten wirken so lebendig, dass man sich mit ihnen und all ihren Problemen identifizieren kann. Die Einblicke in das Antigewalt-Training und die Prozesse, die dadurch ausgelöst werden, sind so interessant, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen mag. Natürlich gibt es auch Rückschläge. Doch auch das wird realistisch vermittelt, sodass dieser Roman noch glaubhafter wirkt.

Ich habe dieses Buch geradezu verschlungen und mochte es nach kurzer Zeit kaum noch aus der Hand legen. Ich habe selbst Kinder im Teenager-Alter und deshalb vieles, was so in den Schulen "abgeht", wiedererkannt. Deshalb konnte ich Maiks Werdegang glaubhaft nachvollziehen und habe wütend über das, was Mobbing auslösen kann, nachgedacht. Dieses Buch halte ich für sehr wichtig und würde mir deshalb wünschen, dass es als Schullektüre in den Klassen gelesen wird. Denn auch die Lehrer könnten daraus einige Denkanstöße für sich mitnehmen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb auch alle fünf Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

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Arena_Verlags avatar


Befreiungsschlag

Ein kurzes „hallo“ von Stefan Gemmel:

RECHERCHE BIS IN DEN KNAST Seit Januar überall erhältlich: Eines meiner bisher ambitioniertesten Buchprojekte. Ein Jahr lang durfte ich straffällig gewordene Jugendliche bei ihrem Anti-Gewalt-Training begleiten. Zusammen mit deren Trainer Uwe Zissener ist ein Roman entstanden, der hart an der Realität spielt, ohne reißerisch zu wirken

Schon 2016, vor dem Erscheinen, mit dem „Martha-Saalfeld-Förderpreis“ des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. 

Ich freue mich auf die Leserunde mit euch und bin schon jetzt gespannt auf eure Meinung zu meinem Buch.


Und darum geht‘s:
Damit hatte Maik nicht gerechnet. Geprügelt hat er sich schon oft, immer folgenlos, aber nun wurde er zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hat die Wahl: Knast oder ein Anti-Gewalt-Training. Klar, dass Maik solch ein Training für völlig überflüssig hält, auf Psychogeschwätz kann er verzichten. Doch weil das Training besser ist als Gefängnis, willigt er ein und macht erstaunliche Erfahrungen. Seine Umwelt und vor allem seine Freundin Julia beginnen gerade, ihn mit anderen Augen zu betrachten, da droht der Rausch der Spielkonsole ihn vom Weg abzubringen …

Bitte bewerbt euch bis Sonntag, 12. März, für diese Runde mit der Antwort auf die Frage: Wieso möchtest ausgerechnet du ein kostenloses Exemplar gewinnen und an der Leserunde teilnehmen?

Bitte gebt in eurem Bewerbungs-Post an, ob ihr lieber eine Klappenbroschur oder das E-Book haben möchtet.

Wir losen am Montag, 13. März die 10 Gewinner eines Leserunden-Exemplars aus und bitten um etwas Geduld, falls es Nachmittag wird, bis der Gewinnerpost erscheint. Stefan Gemmel wird die Leserunde mit begleiten. 

Liebe Grüße!
Stefan Gemmel & Arena
Tiffi20001s avatar
Letzter Beitrag von  Tiffi20001vor 2 Jahren
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