Uwe Zissener , Stefan Gemmel Befreiungsschlag

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Inhaltsangabe zu „Befreiungsschlag“ von Uwe Zissener

Damit hatte Maik nicht gerechnet. Geprügelt hat er sich schon oft, immer folgenlos, aber nun wurde er zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hat die Wahl: Knast oder ein Anti-Gewalt-Training. Klar, dass Maik solch ein Training für völlig überflüssig hält, auf Psychogeschwätz kann er verzichten. Doch weil das Training besser ist als Gefängnis, willigt er ein und macht erstaunliche Erfahrungen. Seine Umwelt und vor allem seine Freundin Julia beginnen gerade, ihn mit anderen Augen zu betrachten, da droht der Rausch der Spielkonsole ihn vom Weg abzubringen …

Lustig, einfühlsam, realistisch, wundervoll!

— Kaetzin

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  • Ein Schlag der etwas anderen Art

    Befreiungsschlag

    TanteGhost

    16. April 2018 um 10:42

    Ein Blick hinter die Kulissen eines Anti Gewalt Trainings – interessant!!!Inhalt:Maik steht mit seinen wenigen Lebensjahren schon so ziemlich weit unten. Dem Knast konnte er noch einmal entgehen, aber dafür gilt es Sozialstunden abzuleisten und ein Anti Gewalt Training zu bestehen.Maik nimmt das alles anfangs noch sehr auf die leichte Schulter. Immer schön im selben Trott bleiben. Doch seine Familie bekommt das Urteil irgendwann mit und setzt ihm die Pistole auf die Brust.Maik macht also erst seine Sozialstunden, um zum Training zugelassen zu werden. Im Training erlebt er mit, wie Menschen scheitern. Er begreift die Konsequenzen und begreift, um was es auch für ihn geht.Maik kämpft sich wieder zurück, auf den richtigen Weg.Der erste Satz:„Das leise Quietschen gehörte für Maik zum Frühlingsanfang wie der Duft von frischen Blumen oder die Rückkehr der Zugvögel.“Der letzte Satz:„Und Maik war überrascht, wie leicht ihm der Schritt in dieses Haus fiel.“Fazit:Das dunkle Cover mit dem Kapuzenjungen hat mich nicht gerade neugierig auf das Buch gemacht. Ich habe es eben gelesen, weil es an der Reihe war. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was mich allerdings bewogen hat, das mal auf meine Liste zu setzen, war mir zu diesem Zeitpunkt sehr schleierhaft.Aber etwas anderes erwartet habe ich, als ich es bekommen habe. Irgendwie so eine Story, um eine dunkle Gestalt, die alles umbringt, was ihr nicht passt. Aber bekommen habe ich am Ende eine hochgradig interessante Story darüber, wie sich ein Jugendlicher quasi ins Leben zurück kämpft.Die Story selber war nicht besonders anspruchsvoll. Es gab nur einen Handlungsstrang, der ab und zu mal in die Vergangenheit oder die Gedankenwelt ausgebrochen ist. Da gab es keinen Raum für Unverständnis und solche Sachen. Es lief einfach weiter. Und hin und wieder habe ich in den Gedankengängen des Protagonisten auch meine eigenen wiederfinden können. So von wegen, die ganze Welt ist gegen mich.Einen Film hatte ich beim Lesen nicht vor meinem geistigen Auge. Das Buch hat auf eine andere, seine eigene Art fasziniert. Es war hier eben viel von Gefühlen und Gedanken die Rede. Die haben sich im Laufe der Handlung aber massiv geändert. Und genau diese Wandlung fand ich sehr faszinierend. Zumal der Autor nicht nur eitel Sonnenschein eingebaut hat. - Die einen sind gescheitert. Andere haben gemerkt, dass ihr Weg ein anderer ist und wieder andere haben es geschafft.Alles war einfach beschrieben. Trotzdem es psychisch mitunter mächtig zur Sache ging, fielen keine Fachbegriffe. Alles lies sich leicht lesen und verstehen.Aber deswegen möchte ich das Buch nicht als leichte Kost bezeichnen. Verarbeiten muss man das Gelesene dann doch schon.Das Buch ist nicht besonders dick. Mein Reader hat gerade mal 170 Seiten angezeigt. Aber auch die wenigen Seiten hatten es mächtig in sich.Hier kann ich reinsten Gewissens sagen, dass ihr euch das Buch ruhig mal antun solltet. Es ist vollkommen egal, dass es ich hier um ein Jugendbuch handelt. Es sollte vielleicht auch mal in die Schullektüre aufgenommen werden. Pädagogisch hat es auf jeden Fall mehr drauf, als „Kabale und Liebe“ und Co.Klare Leseempfehlung!!!(Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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  • Empfehlenswert!

    Befreiungsschlag

    Ani

    04. February 2018 um 10:55

    Der 17-jährige Maik hängt am liebsten mit seiner Clique ab und wenn ihm einer dumm kommt, dann schlägt Maik zu. Doch damit muss jetzt Schluss sein, denn nach einer besonders aggressiven Prügelei landet er vor Gericht. Die Jugendstrafe wird zwar zur Bewährung ausgesetzt, um die Auflagen zu erfüllen, muss Maik allerdings Sozialstunden und ein Antigewalt-Training absolvieren. Auf dieses Psychogeschwätz, dass ihn, seiner Meinung nach, eh nicht weiterbringen wird, hat er allerdings überhaupt keine Lust. Als ihm dann aber bewusst wird, dass er dann in den Knast muss, entscheidet sich Maik dafür, dass das AGT wohl doch die bessere Alternative ist. Ohne große Motivation rafft er sich schließlich dazu auf und geht davon aus, dass die Trainer sich bestimmt schon ihre Meinung über ihn gebildet haben und dass das zu erwartende Psychogeschwätz ihm gewaltig auf die Nerven gehen wird. Doch dann kommt alles ganz anders.... Uwe Zissener ist Dipl.-Sozialarbeiter, Erlebnispädagoge, Mediator und AGT-Trainer. Er arbeitet seit Jahren in der Gewaltprävention und als Antigewalt-Trainer. Stefan Gemmel ist einer der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren im deutschsprachigen Raum. Er hat Uwe Zissener und seine Kollegen ein Jahr lang, mit dem Einverständnis der Teilnehmer, beim AGT-Training begleitet. Aus diesen Erfahrungen, bei denen er die Höhen und Tiefen und die Erfolge und Rückschläge, hautnah miterleben konnte, ist dieser Roman entstanden. Da man beim Lesen merkt, wie viel Herzblut und Realität in Maiks Geschichte steckt, ist man von ersten Moment an mitten im Geschehen und verfolgt gespannt, welche Erfahrungen Maik sammelt und wie es überhaupt dazu kam, dass er zum aggressiven Schläger wurde, der seine Probleme nur auf diese Art lösen konnte. Obwohl Maik wahrlich kein Unschuldslamm ist, gelingt es dem Autoren hervorragend, ihn so zu beschreiben, dass er nicht unsympathisch wirkt. Man blickt hinter Maiks Fassade und bekommt dabei lebendige Einblicke in seine Gedanken und Gefühle. Obwohl man selbst seine Probleme wohl anders lösen würde, wird nachvollziehbar vermittelt, wie es bei Maik dazu kommen konnte. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und gerät schon bald in den Sog der Ereignisse. Man fiebert mit Maik mit und leidet mit seiner Mutter, die es alles andere als leicht hat, mit. Die Protagonisten wirken so lebendig, dass man sich mit ihnen und all ihren Problemen identifizieren kann. Die Einblicke in das Antigewalt-Training und die Prozesse, die dadurch ausgelöst werden, sind so interessant, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen mag. Natürlich gibt es auch Rückschläge. Doch auch das wird realistisch vermittelt, sodass dieser Roman noch glaubhafter wirkt. Ich habe dieses Buch geradezu verschlungen und mochte es nach kurzer Zeit kaum noch aus der Hand legen. Ich habe selbst Kinder im Teenager-Alter und deshalb vieles, was so in den Schulen "abgeht", wiedererkannt. Deshalb konnte ich Maiks Werdegang glaubhaft nachvollziehen und habe wütend über das, was Mobbing auslösen kann, nachgedacht. Dieses Buch halte ich für sehr wichtig und würde mir deshalb wünschen, dass es als Schullektüre in den Klassen gelesen wird. Denn auch die Lehrer könnten daraus einige Denkanstöße für sich mitnehmen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch deshalb auch alle fünf Bewertungssterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

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  • Letzte Chance

    Befreiungsschlag

    buecherwurm1310

    29. January 2018 um 11:27

    Maik ist siebzehn Jahre alt und hat schon viel Mist gebaut. Aber dann landet er wegen einer Prügelei vor Gericht. Was das Urteil für ihn bedeutet, sieht er in seiner jugendlichen Überheblichkeit gar nicht. Bewährung ist für ihn keine Strafe und die Sozialstunden und das Anti-Gewalt-Training wird er genauso schludern wie die Berufsförderungsmaßnahme, die er besucht, weil er keinen Ausbildungsplatz bekommen wegen seines schlechten Hauptschulabschlusses. Aber wenn er nicht in den Knast will, muss er erst mal guten Willen zeigen und zu der Vorbesprechung des AGT gehen. Er ist überrascht, dass man dort respektvoll mit ihm redet und ihn für voll nimmt. So geht er dann das AGT an und macht erstaunliche Erfahrungen, die ihn nachdenklich machen. Aber es ist auch gar nicht so einfach, auf dem richtigen Weg zu bleiben. Meine Gefühle Maik gegenüber waren sehr zwiespältig. Mal tat er mir leid, mal hätte ich ihn nur durchschütteln mögen, damit er zu Verstand kommt. Erst so nach und nach erfahren wir Leser, wie es zu Maiks Verhalten gekommen ist. Schon sehr früh wurde er das Opfer und es wurde nicht besser. Aber niemand hat erkannt, was da passiert, denn Maik hat auch nicht darüber geredet. Die Pubertät ist ein schwieriges Alter. Die Jugendlichen wissen per se alles besser und lassen sich nichts sagen. Ich kann die Mutterverstehen, die es als Alleinerziehende schon schwer hat und immer nörgelt. Man weiß genau, dass Nörgeln nichts bringt, aber es ist schwierig, Zugang zu den Jugendlichen zu bekommen. In einer Sache aber habe ich die Mutter nicht verstehen können, nämlich als sie ihren Sohn vor Gericht alleine gelassen hat. Maik erkennt, dass es an ihm ist, etwas zu verändern. Er selbst ist für sein Leben verantwortlich. Aber die Erkenntnis ist eine Sache, das entsprechende Handeln eine ganz andere. Mir hat es gefallen, wie die AGT-Trainer Maus und Katzner mit den Jugendlichen umgehen. Sie schenken ihnen nichts, aber sie sind für sie da und respektieren sie. Erschreckend und realistisch fand ich die Erfolgsquote. Es ist ein wichtiges Thema, das in diesem Jugendbuch behandelt wird. Auch wenn vorauszusehen war, wie die Geschichte endet, fand ich das Buch sehr spannend. Sehr empfehlenswert!

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  • Fesselnd und eindrucksvoll

    Befreiungsschlag

    danielamariaursula

    26. August 2017 um 07:21

    Der 17 jährige Maik hat sein Leben bislang versemmelt. Sein Hauptschulabschluß ist so schlecht, daß an einen Ausbildungsplatz nicht zu denken ist. In einer Berufsfördermaßnahme sitzt er seine Zeit ab, wenn er sie nicht schwänzt. Sein Leben scheint darin zu bestehen, mit seinen Kumpels abzuhängen und auf den nächsten Ärger zu warten. Kommt ihm einer dumm, schlägt er zu. Doch das zu oft und zu heftig, daher verurteilt ihn die Jugendrichterin zu 1 Jahr und 6 Monaten auf Bewährung. Während der 3 jährigen Bewährungszeit hat er 80 Sozialstunden und anschließend ein Antigewalttraining (AGT) zu absolvieren. Damit steht er mit einem Bein in Haft, doch auch das rüttelt ihn nicht wach. Seine verzweifelte Mutter und sein wütender Großvater verlangen von ihm, das AGT auch wirklich anzutreten. Doch bis dahin muß er erst noch binnen zwei Wochen die Sozialstunden ableisten, weil er sich mal wieder um nichts gekümmert hat. Die Ableistung der Bewährungsauflagen werden für Maik zu einer riesen Herausforderung. Nach und nach muß er sich sich selbst, seinen Ängsten, Nöten und Taten stellen. Das AGT und seine Teilnehmer werden zu einem festen Bestandteil seines Lebens und zu seiner Reise zu sich selbst. Ich wollte ja schon immer wissen, wie so ein AGT abläuft, aber meine verurteilten Mandanten, haben mir immer nur sehr ausweichend geantwortet. Als ich von diesem Buch erfuhr, wollte ich es daher unbedingt lesen und es hat sich gelohnt! Als Leser begleitet man Maik zu 30 AGT-Terminen keinen einzigen darf er verpassen, egal wie schmerzhaft die Erkenntnisse sind, die er über sich selbst gewinnt. Denn das AGT ist letztendlich ein Verhaltenstraining. Um sein Verhalten zu ändern, bedarf es nicht nur der Einsicht, daß es falsch ist, man muß verstehen warum man so handelt, warum man bisher wie zwanghaft in ein Verhaltensmuster fiel, um es zu durchbrechen und zu ändern. Man dringt tief in Maiks Kopf, der anfangs nicht sympathisch ist. Seine Gedanken befremden und stoßen ab. Nach und nach beginnt er zu hinterfragen. Warum er so geworden ist. Man stößt auf eine Spirale des Mobbens und der Gewalt. Sehr gut gefielen mir die Einblicke in die Entstehung des Mobbings und die Nöte die es bei den Betroffenen auslöst. Wie die Opfer nicht selten, um den Druck, den sie erleiden, endlich rauszulassen, selbst zu schlagen. Wie die Opfer zu Gewalttätern werden, um ihre Opferrolle endlich zu durchbrechen. Dies ist sehr eindrucksvoll und nachvollziehbar beschrieben. Aber es entschuldigt nicht, es erklärt. Zudem zeigt Maik am Ende die Einsicht auf, wie er sich selbst aus dieser Spirale der Gewalt befreien kann. Viele Leser mögen denken, ja das betrifft mich nicht, mit solchen Leuten habe ich nichts zu tun. Wirklich? Noch nie aus gefühltem Gruppenzwang einen Mitschüler verächtlich gemacht, oder einen Dritten grundlos respektlos behandelt? Dies könnte schon ein Mosaik in der Abwärtsspirale des Betroffenen sein. Bei sämtlichen Amokläufen werden die Täter als Außenseiter beschrieben, doch wie sind sie dazu geworden? Meist trägt die Umgebung eine Mitschuld und so sollte sich der Leser fragen, was kann ich tun, um mich nicht mitschuldig zu machen? Warum kann ich nicht jemanden der anders ist, einfach anders sein lassen, ohne einen blöden Spruch oder einen abschätzigen Blick. Dieses Buch macht nachdenklich, es rüttelt wach und führt hoffentlich auch bei den Lesern zu einer eventuell nötigen Verhaltensänderung. Das Autorenduo besteht aus dem erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel, selbst Vater zweier schulpflichtiger Kinder. Seine Lesungen sind legendär, man sollte ihn unbedingt man live erleben, denn nicht umsonst ist er bereits zum Lesekünstler des Jahres gekürt worden. Wer aus NRW kommt hat demnächst im Oktober ihn im Rahmen des rheinischen Lesefestes Käptn Book in Bonn live zu erleben. Uwe Zissener ist Dipl. Sozialarbeiter, Erlebnispädagoge, Mediator und AGT-Trainer. Ihn und seinen Kollegen hat Stefan Gemmel fast ein Jahr zu dem damaligen AGT-Kurs begleitet und die Höhen und Tiefen, die Erfolge und das Versagen dort hautnah miterlebt. Durch diese Kooperation ist ein äußerst anschaulicher Einblick in die Seele von „Maik“ gelungen. Sehr flüssig und realitätsnah geschrieben. Ich mußte einfach immer weiterlesen, ich litt mit seiner Mutter und bekam wieder eine Wut, auf das Mobbing, das an den Schulen einfach nicht in den Griff bekommen wird. Ein wirklich tolles, wichtiges Jugendbuch, das hoffentlich noch oft in Schulen als Lektüre eingesetzt wird. Ein Buch, das nicht nur Jugendliche, sondern auch ihre Eltern und Lehrer lesen sollten, denn oft genug tragen auch Lehrer ihren Teil zu dieser Abwärtsspirale bei. Absolut verdiente 5 von 5 Sternen. Gewinnspiel: Damit das Buch sich noch etwas verbreitet, verlose ich von heute bis zum 2. September ein vom Autor Stefan Gemmel signiertes Exemplar von „Befreiungsschlag“. Da ich das Porto selber trage, kann ich nur Bewerbungen innerhalb Deutschlands berücksichtigen. Kontaktiert mich einfach auf dem Blog, schreibt mir Euren Namen, Stichwort „Befreiungsschlag“ und ihr seid dabei. Viel Erfolg!

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    • 3
  • Befreiungsschlag: gelungener Jugendroman zu einem wichtigen Thema, das anschaulich vermittelt wird

    Befreiungsschlag

    Tiffi20001

    05. April 2017 um 13:24

    Klappentext:Damit hatte Maik nicht gerechnet. Geprügelt hat er sich schon oft, immer folgenlos, aber nun wurde er zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hat die Wahl: Knast oder ein Antigewalt-Training. Klar, dass Maik solch ein Training für völlig überflüssig hält, auf Psychogeschwätz kann er verzichten. Doch weil das Training besser ist als Gefängnis, willigt er ein und macht erstaunliche Erfahrungen. Seine Umwelt und vor allem seine Freundin Julia beginnen gerade, ihn mit anderen Augen zu betrachten, da droht der Rausch der Spielkonsole ihn vom Weg abzubringen…Buchgestaltung:Das Cover zeigt neben dem Titel „Befreiungsschlag“ die Darstellung einer Person und ist überwiegend in Schwarztönen gehalten worden.Das Cover gefällt mir persönlich sehr gut, da ich es zum Buchinhalt passend finde und es mich neugierig gemacht hat. Die Darstellung der Person finde ich ebenfalls gelungen und ich mag es, dass diese nicht direkt gezeigt wird. Die Farbgestaltung ist zwar sehr dunkel gehalten, spiegelt aber auch die Handlung und vor allem die Thematik des Buches sehr gut wieder.Besonders überzeugen kann mich der Titel des Buches, da man durch diesen sofort einen Einblick in die Geschichte erhält. Zudem gefällt es mir, wie der Titel in das Cover integriert wurde und dass gewisse Teile des Titels, die einen Bezug zum Inhalt haben, hervorgehoben wurden.Der Klappentext stellt das Buch interessant dar, obwohl ich auch denke, dass die Beschreibung nicht vollkommen passend ist.Insgesamt gesehen eine sehr gelungene Buchgestaltung, die es schafft, zum Lesen zu animieren.Eigene Meinung:Die Covergestaltung und die Thematik des Buches konnten mich neugierig machen, sodass ich auf die Umsetzung gespannt war, welche mich letztendlich sehr überzeugte.Ich finde generell das Thema der Gewalttätigkeit bei Jugendlichen und wie damit umzugehen ist, sehr wichtig und spannend. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr gut gelungen und ich fand es toll, dass man zunächst einmal die Lebenswelt der Hauptfigur Maik kennen lernen konnte. Die Geschichte blieb dann auch durchwegs spannend und es hat mir gefallen, dass man sowohl Maiks Veränderung, aber auch seine Rückschläge und Probleme erleben konnten. Hierbei konnte mich vor allem überzeugen, dass das Training für die ganze Gruppe nicht reibungslos verlief, sondern es auch zu Spannungen und Hindernissen kam, sodass ich das AGT als realistisch erlebt habe. Die Rückblenden in Maiks Schulzeit empfand ich als sehr interessant, da ich mir dadurch ein genaues Bild von ihm und von seinen Beweggründen machen konnte. Im Buch konnte mich besonders der Aspekt des Anti-Gewalt-Trainings, welches einen großen Teil der Handlung einnimmt, begeistern. Dieses wird sehr anschaulich beschrieben und die Übungen werden nachvollziehbar dargestellt. Das Ende des Buches finde ich gelungen, auch wenn mir dabei ein Aspekt sowie der Epilog etwas zu unrealistisch waren. Die Figuren des Buches sind sehr interessant dargestellt und ich konnte mich gerade in Maik sehr gut hineinversetzen. Man lernt ihn während des Buches sehr gut kennen und obwohl er schlimme Taten begangen hat, konnte ich auch seine Sichtweise nachvollziehen und empfand Mitleid mit ihm. Auch die anderen Charaktere und vor allem die Teilnehmer sowie die Leiter des Trainings konnten mich überzeugen, da ich sie als sehr individuelle und interessante Figuren erlebt habe.Die Sprache des Buches ist sehr flüssig und angenehm geschrieben, sodass ich der Handlung problemlos folgen konnte. Der Schreibstil hat es auch geschafft, dass ich mich gut in die Lage von Maik hineinfühlen konnte. Fazit:Ein sehr gelungener Jugendroman, der mich durch die wichtige Thematik fesseln konnte und bei dem ich die Darstellung des Anti-Gewalt-Trainings als sehr realistisch und anschaulich empfand. Ich konnte mich dabei gut in die Hauptfigur Maik hineinversetzen und auch den Schreibstil empfand ich als flüssig, sodass ich den Roman absolut empfehlen kann. Autor:Stefan Gemmel, Jahrgang 1970, ist einer der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren im deutschsprachigen Raum. Der Leseweltrekordler 2012 und 2015 wurde für seine herausragenden Autorenlesungen und sein Engagement in Sachen Leseförderung als Lesekünstler des deutschen Buchhandels und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Mit seiner Familie lebt er in Lehmen an der Mosel. Allgemeine Infos:Titel: BefreiungsschlagAutor: Stefan Gemmel Verlag: Arena VerlagSeitenzahl: 240Preis: 9,99 EURISBN: 978-3401509525

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  • Leserunde zu "Befreiungsschlag" von Uwe Zissener

    Befreiungsschlag

    Arena_Verlag

    BefreiungsschlagEin kurzes „hallo“ von Stefan Gemmel:RECHERCHE BIS IN DEN KNAST Seit Januar überall erhältlich: Eines meiner bisher ambitioniertesten Buchprojekte. Ein Jahr lang durfte ich straffällig gewordene Jugendliche bei ihrem Anti-Gewalt-Training begleiten. Zusammen mit deren Trainer Uwe Zissener ist ein Roman entstanden, der hart an der Realität spielt, ohne reißerisch zu wirken. Schon 2016, vor dem Erscheinen, mit dem „Martha-Saalfeld-Förderpreis“ des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Ich freue mich auf die Leserunde mit euch und bin schon jetzt gespannt auf eure Meinung zu meinem Buch.Und darum geht‘s:Damit hatte Maik nicht gerechnet. Geprügelt hat er sich schon oft, immer folgenlos, aber nun wurde er zu einer Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Er hat die Wahl: Knast oder ein Anti-Gewalt-Training. Klar, dass Maik solch ein Training für völlig überflüssig hält, auf Psychogeschwätz kann er verzichten. Doch weil das Training besser ist als Gefängnis, willigt er ein und macht erstaunliche Erfahrungen. Seine Umwelt und vor allem seine Freundin Julia beginnen gerade, ihn mit anderen Augen zu betrachten, da droht der Rausch der Spielkonsole ihn vom Weg abzubringen … Bitte bewerbt euch bis Sonntag, 12. März, für diese Runde mit der Antwort auf die Frage: Wieso möchtest ausgerechnet du ein kostenloses Exemplar gewinnen und an der Leserunde teilnehmen?Bitte gebt in eurem Bewerbungs-Post an, ob ihr lieber eine Klappenbroschur oder das E-Book haben möchtet. Wir losen am Montag, 13. März die 10 Gewinner eines Leserunden-Exemplars aus und bitten um etwas Geduld, falls es Nachmittag wird, bis der Gewinnerpost erscheint. Stefan Gemmel wird die Leserunde mit begleiten. Liebe Grüße!Stefan Gemmel & Arena

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    • 150
  • intensive Studie eines gewalttätigen Jugendlichen

    Befreiungsschlag

    irismaria

    29. March 2017 um 16:26

    "Befreiungsschlag" von Uwe Zissener und Stefan Gemmel ist ein packender Roman über einen aggressiven Jugendlichen. Im Mittelpunkt steht der 17jährige Maik, der wegen wiederholter Schlägereien vor Gericht steht. Sein letzter Angriff auf einen ehemaligen Klassenkameraden war so massiv, dass ihm eine Gefängnisstrafe droht, die allerdings auf Bewährung ausgesetzt wird, wenn Maik Sozialstunden ableistet und an einem AGT (Antigewalttraining) teilnimmt. Maik hat zu beidem keine Lust und auch nicht zu seinem Berufsvorbereitungskurs, doch da der Knast noch schlimmer für ihn ist, lässt er sich auf das Training ein. Sehr einfühlsam schildern die Autoren Maiks Gefühlswelt, warum er zum Schläger wurde, wie er auf seine Umwelt reagiert und immer wieder die Schuld bei anderen sucht. Auch das AGT ist eindrücklich geschildert und man merkt, dass die Autoren vom Fach sind bzw. gut recherchiert haben. "Befreiungsschlag" ist nicht nur spannend zu lesen, sondern gibt auch einen guten Einblick in die Denkwelt eines gewalttätigen Jugendlichen. Ich empfehle das Buch für Jugendliche und Erwachsene.

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  • Sehr gut

    Befreiungsschlag

    sunshineladytestet

    27. March 2017 um 22:52

    Befreiungsschlag" von Uwe Zissener Eigentlich ein Buch was eher nicht so mein Genre ist und mich doch wegen des schönen Covers ansprach und dessen Klappentext mich dann überzeugte. Dieses Buch ist grade für teenies in schweren Phasen evt mal was gutes . Man versteht Maik die meiste Zeit sehr gut , evt auch weil ich damals in Freundeskreis selber so "Problem Fälle "hatte. Natürlich haben so krasse ausraster seinen Grund . Niemand ist gerne so wenn ihr mich fragt . Das einzige was ich dabei sagen muss , Rechtfertigt das in Keinster Weise . Da ist nunmal meine Mama Sicht zu stark . Gott bewahre das mein Kind mal an jemand gerät wie Maik. Wobei mir die Wandlung richtig gut gefiel und verdeutlicht jeder kann sich ändern , wenn er denn nur die Anstöße findet wofür er das tun soll . Wir alle haben unsere Gründe uns zusammenzureißen auch Maik , der zu einer Strafe verdonnert wird Sozialstunden plus anti Gewalt Training . Mogeln ist nicht , aber das hört sich alles nicht grade cool an ist sein erster Gedanke . Er merkt aber schnell das er dort vorrangig nicht wie ein Problem behandelt wird sondern ihm nur Wege aufgezeigt werden sich zu bessern , Das ohne ihm Vorwürfe zu machen , sondern es wird ihm selber vor Augen geführt . Was ihn immer symphatischer werden ließ. Ein ernstes Thema in der heutigen Zeit , Was ich finde sehr gut umgesetzt war , mit vielen Denkanstößen . Am Schluss gefiel mir Maik sogar richtig gut und ich denke er wird seinen Weg machen . Sehr gutes Buch .

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  • Sehr Wirklichkeitsnah!

    Befreiungsschlag

    kleine_welle

    27. March 2017 um 21:09

    Maik wird nach einer Schlägerei zu 18 Monaten auf drei Jahre Bewährung verurteilt. Zusätzlich muss er noch Sozialstunden ableisten und an einem Antigewalt-Training teilnehmen. Zuerst versucht er sich noch zu drücken, denn dieser ganze Psychokram ist nichts für ihn, aber dann geht er doch mal hin und merkt, dass das gar nicht so übel dort ist.Das Cover ist wirklich sehr düster. Dadurch fallen die beiden Wörter Frei und Schlag natürlich besonders auf. Gut gefällt mir auch das Bild von dem Jungen mit dem Kapuzenpulli. Das ist einfach sehr aussagekräftig und passt zu der Jugend von heute.Was mir immer etwas komisch vorkommt, ist wenn Erwachsene in Jugendsprache schreiben. Das ist meine ganz persönliche Meinung und irgendwie komm ich da nicht so wirklich rein dann. Aber das kann auch daran liegen, weil ich nicht so viel Kontakt mit der heutigen Jugendsprache im Alltag habe und sie ich vielleicht einfach nur keine Ahnung davon habe. ;)Aber ansonsten findet man sehr gut in die Geschichte rein und mir gefällt auch der sonstige Schreibstil. Man erfährt gleichermaßen vom heutigen Maik als auch vom vergangenen Maik. Und bekommt einen Einblick in die Zeit, wo seiner Meinung nach alles schief gelaufen ist. Trotz dieser vielen Rückblicke, die manchmal mitten in der Geschichte auftauchen, kann man der Handlung aber sehr gut folgen. Größenteils tat mir Maik sehr leid und ich konnte auch einige seiner Gedanken nachvollziehen, aber seine ständige Suche nach einem Schuldigen für seine Gewalttätigkeit ging mir an einigen Stellen dann doch etwas auf die Nerven. Doch der Wandel von ihm ist wirklich gut beschrieben. Und es ich denke, das Jugendliche dieses Buch bestimmt gut finden werden, denn es gibt sehr stark die Gefühle einiger Teenager wieder und auch ein Erwachsener Leser kann sich dadurch gut in einen 17-jährigen hineinversetzen. Man bekommt auch einen wahnsinnigen Respekt für die Arbeit eines AGT-Trainers. Die machen einen verdammt guten und auch wichtigen Job. Hut ab!Das Ende selber war natürlich etwas vorhersehbar, aber der Weg dorthin mit Maiks Höhen und Tiefen war interessant zu lesen und so flogen die Seiten nur so dahin.Mein Fazit: Ein wirklich interessantes Buch, was gut und schnell zu lesen war und einem mal die Seite von gewalttätigen Jugendlichen zeigt und nach dessen Lektüre man diese mit anderen Augen sieht und vielleicht nicht mehr ganz so schnell beurteilt. 

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  • Knast oder Psychogelaber bzw. AGT?

    Befreiungsschlag

    cyrana

    27. March 2017 um 15:07

    Maik wächst bei seiner Mutter auf. Mit seinem Opa hat er früher gerne im Schrebergarten herumgewerkelt.Schon in der Grundschule bekommt er Probleme wegen Mobbing. In der weiterführenden Schule hofft er auf einen Neuanfang, doch auch da wird er gemobbt. Und er sieht keinen anderen Ausweg, als sich zu prügeln und zu schlagen. Krankenhausreif. Und jetzt steht er vor der Wahl: entweder Knast oder aber Sozialstunden und AGT (Antigewalttraining). Das ist doch sicher eh wieder nur so ein Gelaber. Maik vergisst erstmal die Auflagen und geht weiter zur Berufsfördermaßnahme oder auch nicht. Aber dann wird es ernst. Da die Alternative Knast keine wirkliche ist, geht er eben zu diesem Training und lässt es über sich ergehen. Da muss er halt durch.Aber so einfach ist es nicht, denn es gibt viel zu beachten. Schafft Maik es aus der Gewaltspirale auszubrechen?Uwe Zissener arbeitet seit vielen Jahren als AGT Trainer und man merkt dem Buch an, dass die Autoren wissen, wovon sie schreiben. Auch die Jugendsprache ist meiner Meinung nach gut gelungen. Es ist ein harter Weg, der nicht immer zum Erfolg führt und die Teilnehmer werden bis an ihre Grenzen und darüber hinaus geführt. Durch die Ich-Perspektive erfährt der Leser alles aus der Sicht von Maik und es ist interessant zu beobachten, wie nach und nach ein Denkprozess in Gang gesetzt wird, Maik sich aber nicht fremdbestimmen lassen möchte. Bei mir hat das Buch ein gutes Kopfkino ausgelöst und die Beschreibungen fand ich sehr realistisch. Ein lehrreiches Buch, das dennoch zielgruppengerecht nicht zu kompliziert geschrieben ist.

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  • Wertvoll, interessant und sehr spannend - über die Arbeitsweise eines AGT - Teams (Antigewalt)

    Befreiungsschlag

    Ladybella911

    27. March 2017 um 01:10

    Und darum geht‘s: Damit hatte Maik nicht gerechnet. Geprügelt hat er sich schon oft, immer folgenlos, aber nun wurde er zu einer Jugendstrafe aufBewährung verurteilt. Er hat die Wahl: Knast oder ein Anti-Gewalt-Training. Klar, dass Maik solch ein Training für völlig überflüssig hält, auf Psychogeschwätz kann er verzichten. Doch weil das Training besser ist als Gefängnis, willigt er ein und macht erstaunliche Erfahrungen. Seine Umwelt und vor allem seine Freundin Julia beginnen gerade, ihn mit anderen Augen zu betrachten, da droht der Rausch der Spielkonsole ihn vom Weg abzubringen … Dieses Buch wurde 2016 zu Recht mit dem „Martha-Saalfeld-Förderpreis“ des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Es ist ein äußerst intensiv und eindringlich geschriebenes Buch über einen Jugendlichen, wie er stellvertretend für unzählige Jugendliche unseres Landes stehen könnte. Aggressivität und Gewalt bestimmten bislang das Leben des 17 jährigen Maik und er löste seine Probleme lieber durch Zuschlagen, als durch Reden. Als sein Opfer nach einer dieser gewalttätigen Attacken beinahe stirbt, hat er die Wahl: entweder eineinhalb Jahre Gefängnis oder 80 Sozialstunden und ein AGT (Antigewalttraining) ausgesetzt auf 3 Jahre Bewährung. Es ist sehr aufschlussreich, ihn und andere Jugendliche auf diesem Weg zu begleiten. Nach und nach erfährt man mehr über die Beweggründe, welche Jugendliche dazu veranlassen, diesen Weg der Gewalt einzuschlagen. Sie sind sich dessen oftmals nicht bewusst, dass dieses Aggressionspotential dazu führen kann, ihr ganzes Leben zu verändern, beziehungsweise es ihnen nicht mehr möglich sein wird, ein normales Leben zu führen. Diese Spirale der Gewalt gilt es zu durchbrechen, und es wird sehr behutsam durch ihre Betreuer aufgearbeitet und gelöst. Nach und nach werden die Situationen, die für ihr Handeln maßgeblich waren, aufgearbeitet und es wird aufgezeigt, warum die Protagonisten so und nicht anders gehandelt haben. Ein langer, schmerzhafter Weg zur Selbsterkenntnis, der auch den einen oder anderen Rückfall in alte Verhaltensmuster nicht ausschließt. Es wird beileibe nicht allen Teilnehmern gelingen, diese verkrusteten und verinnerlichten Strukturen zu durchbrechen und plötzlich vom Saulus zum Paulus zu werden, aber es ist aller Mühen wert, denn wenn es nur einigen davon gelingt, einen anderen, gewaltfreien Weg einzuschlagen, so ist dies schon ein immenser Erfolg. Die Gefühls- und Gedankenwelt dieser Jugendlichen wird sehr berührend und in einer sehr fesselnden Art und Weise beschrieben und man fühlt sich plötzlich als Leser als Teil dieser Erziehungsmaßnahme, so authentisch und glaubhaft sind sowohl die Charaktere der Jugendlichen, wie auch die ihrer Betreuer dargestellt. Maik und seinem Freund Andy gelingt es letzlich, ihre Sichtweise auf die von ihnen begangenen Taten zu ändern und ihre Fehler auch bei sich und nicht nur bei anderen zu suchen. Ein sehr wertvolles Buch, das mir persönlich sehr viel gegeben hat, denn ich arbeite ab und zu ehrenamtlich in einem Jugendhaus. Sprache und Verhaltensweisen der im Buch vorgestellten Jugendlichen sind absolut glaubwürdig dargestellt und ich würde die Lektüre jedem Sozialarbeiter als Anregung empfehlen. Aber auch jedem Leser, der sich mit Jugendgewalt und -Kriminalität auseinandersetzen möchte würde ich dieses Buch wärmstens ans Herz legen.

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  • Toller Roman über straffällige Jugendliche

    Befreiungsschlag

    Alex1309

    26. March 2017 um 08:56

    Das Cover ist schon ein echter Hingucker und auch das Buch hat mich überzeugt. Erzählt wird die Geschichte von Maik, wie er als straffälliger Jugendlicher vom Gericht zu einem Antigewalt-Training verurteilt wird. Zunächst nur wiederwillig lässt er sich nach und nach darauf ein und reflektiert sein bisheriges Leben. Die handelnden Personen sind gut beschrieben und auch die Handlungsorte konnte ich mir gut vorstellen. Der Schreibstil passt sehr gut zum Buch und auch die Rückblicke haben mir gut gefallen. Man merkt dem Buch an, dass viel Recherchearbeit drin steckt und sich die Autoren viele Gedanken über den Inhalt gemacht haben. Für mich ein lesenswertes Buch und eine 5-Sterne-Wertung.

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  • Tolles Buch über gewaltbereite Jugendliche und Antigewalttrainings.

    Befreiungsschlag

    dieschmitt

    20. March 2017 um 20:52

    Maik, ein 17jähriger Schläger hat eine Lösung bei Problemen. Er schlägt zu, das praktiziert er schon lange und zuletzt sehr „erfolgreich“, so erfolgreich, dass er an für sich 1,5 Jahre Jugendknast dafür bekommt, da sein Opfer wohl nur haarscharf überlebt. Er hat die Chance dies in 3 Jahre auf „Bewährung“ umzuwandeln wenn er 80 Sozialstunden absolviert und an einem AGT (Antigewalttraining) teilnimmt. Bisher hat er sich immer erfolgreich vor den Konsequenzen seines Tuns gedrückt und es auch geschafft die Sozialstunden zu vermeiden. Diesmal funktioniert das nicht. Zuerst sieht Maik dies alles gar nicht so ernst und begreift überhaupt nicht was er getan hat und welche Chance sich ihm hierdurch bietet. Für ihn ist das nur die „bessere“ Alternative als in den Knast zu gehen. In der Gruppe der anderen Teilnehmer der AGT-Gruppe erkennt Maik nach und nach die Schwere seiner Tat und was ihn zu seinem Verhalten gebracht hat. Dieser Weg ist für ihn, und die anderen Teilnehmer nicht einfach, und die Gruppenleiter unterstützen sie auf ihrem Weg, machen es ihnen aber niemals leicht. In diesem beeindruckenden Buch begleitet man die Jugendlichen auf ihrem Weg aus ihrer Gewaltspirale. Man fühlt sich förmlich in das Gefühls- und Gedankenleben der Akteuere hineingezogen, was sehr bewegend ist. Da diese Gewalttäter keineswegs böse Opfer sind, sondern letztlich eine Handlungsalternative gefunden haben, mit der sie auf bestimmte Reize reagieren. In dem Training lernen die Teilnehmer sich selbst besser kennenzulernen, ihre eigenen Tricker zu erfahren und sich auch in andere hineinzuversetzen. Und nicht zuletzt lernen sie, auf der Grundlage der Erfahrungen und des Trainings, neue Handlungsalternativen zu entwickeln. Das Buch schreckt auch vor erschreckenden Bildern nicht zurück. So besucht die Jugendlichengruppe eine AGT-Gruppe im Maßregelvollzug und sieht dort, wo sie enden könnten und auch die „starken Männer“, die alle viele Jahre im Gefängnis verbringen müssen, zeigen, dass sie gelernt haben und dass man sich nicht schämen muss, über seine Gefühle zu reden oder sie zu haben. Ein sehr wertvolles Buch meiner Meinung nach, dem man anmerkt, dass es nicht „ins Blaue hinein“ geschrieben wurde, sondern an der Praxis ansetzt. Darüber hinaus bietet dieses Buch auch die Möglichkeit sich in die Täter hineinversetzen zu können und zu hinterfragen warum dies die gezeigte Handlungsalternative ist. Fazit: Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen, es fiel mir sehr schwer es wegzulegen und nicht weiterzulesen. Ein sehr gut geschriebenes, sehr praktisches Buch, das vieles beantwortet und einen selbst mit der ein oder anderen Frage zurücklässt. Mir gibt es mit nicht zu schnell zu urteilen, sondern auch „offensichtliche“ Dinge nochmals zu hinterfragen und ich werde es sicherlich noch mindestens einmal lesen.

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  • Berührend und bewegend

    Befreiungsschlag

    Kaetzin

    09. February 2017 um 17:34

    Dieses wunderbare Buch, geschrieben von einem meiner liebsten Autoren, durfte bereits im Januar bei mir einziehen, habe aber erst leider im Februar Zeit gefunden es zu lesen. Bis vor kurzem kannte ich nur einige Fantasy-Bücher von Stefan Gemmel und war deswegen umso mehr auf sein fantasyloses :-p Jugendbuch gespannt, das von Jugendlichen, Gewalt und den damit verbundenen Teufelskreis, sowie möglichen Auswegen handelt. Man lernt Maik als einen typischen Jugendlichen mit der typischen kein-Bock-Einstellung kennen, dass er und seine Mutter alleine leben, sich irgendwie über Wasser halten und dass Maik in seiner Kindheit und frühen Jugend gemobbt wurde und daher seinen einzigen Ausweg in Gewalt sah. Auch wenn Maiks Gewaltausbrüche und seine Freunde mich das ein oder andere Mal ein bisschen abgeschreckt haben, konnte mich Stefan Gemmel mich wieder für sich gewinnen. Maik ist mir sehr sympathisch , da Stefan Gemmel einfühlsam und gut erklärend schreibt. Man erhält Einblick in Maiks Gefühls- und Gedankenwelt und erfährt wie gemein er damals, in seiner Kindheit und frühen Jugend, behandelt wurde. Tja. Jackpot! Wenn ich einen Charakter sympathisch finde und dieser schlecht behandelt wird, werde ich zur Löwenmama ^^ Dann möchte ich am liebsten ins Buch krabbeln und mich schützend vor mein "Löwenkind" stellen und seinen Widersacher zähnefletschend entgegenbrüllen! Und wenn ein Autor, wie Stefan Gemmel, die Löwenmama ;-) in mir zum Vorschein bringt, hat er schon fast gewonnen! :-) Maiks Wandel von der null-Bock-Einstellung zu der Überzeugung und dem Ehrgeiz es unbedingt schaffen zu wollen, ist langsam aber klar und deutlich mitzuverfolgen. Zwar hat auch er den ein oder anderen Rückfall, der mir das ein oer andere Augenverdrehen entlockt hat, aber niemand ist perfekt und Maik lernt dazu, er lernt sogar sehr viel dazu und dazu tragen einige bewegende Schlüsselmomente bei! - Zum Beispiel als er sich endlich dazu entschließt sich bei seiner Mutter für alles zu entschuldigen und es dann auch endlich durchzieht, war ich den Tränen nah! Bei dieser Stelle werden wahre Worte gesprochen! Die nächste sehr bewegende Stelle war, als Maik und die anderen vom AGT ein Gefängnis besuchen, sowie Insassen die ebenfalls an einem AGT mitmachen. Hätte ich nicht im Bus gesessen, wären mir bestimmt ein paar Tränchen über die Wange gekullert. :-D Seite 209 -210: Und dann sagte er einen Satz, der Maik ganz tief berührte. Es war ihm, als spreche Frank diese Worte direkt in Maiks Seele hinein: "Du bist nur einem einzigen Menschen Rechenschaft schuldig für das, was du tust: dir selbst!" Fazit: Ich finde es unbeschreiblich schön, einfühlsam, gut erklärt und natürlich auch gut geschrieben! Ich musste auch viel schmunzeln und das tut immer gut! :-) Selbstverständlich gibt es von mir fünf von fünf Sternen für ein berührendes und bewegendes Buch über Gewalt, Auswege, Freundschaft und Familie, sowie dem "Wir", das Gemeinschfatsgefühl, welches ebenfalls eine große Rolle in diesem Buch spielt! Danke Stefan, für dieses wunderbare Geschenk! Ich habe mich sehr über das Buch gefreut!

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