Véronique Olmi Das Glück, wie es hätte sein können

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Inhaltsangabe zu „Das Glück, wie es hätte sein können“ von Véronique Olmi

Als Suzanne in Serges Haus in Montmartre kommt, um das Klavier seines Sohnes zu stimmen, bemerkt er sie zunächst gar nicht. Hat er nicht alles, wovon ergeträumt hat: Erfolg in seinem Beruf als Immobilienmakler, eine attraktive, viel jüngere Frau, zwei reizende Kinder? Dennoch beginnt er Suzanne zu folgen, sobalder sie zufällig wiedersieht, wartet Stunden im Regen vor ihrem Haus. Was verbindet ihn mit dieser Frau, die weder jung noch schön ist, ein ganz anderes Lebenführt – und warum öffnet sie ihm ohne zu zögern dieTür? Bald treffen sich die beiden Liebenden an unmöglichenOrten, in leerstehenden Wohnungen; bald beginnen sie sich Dinge zu erzählen, von denen kein anderer weiß – bis Serge ein lange gehütetes Kindheits- geheimnis aufdeckt, das sein Leben änderte. Um eine amour fou und versteckte, verleugnete Wahrheiten geht es in Véronique Olmis neuem Roman, um Musik und die Schlüsselpunkte, an denen ein Leben urplötzlich aus dem Takt gerät und der nächste Schritt, der richtige Ton über alles entscheidet.

Eine etwas andere Liebesgeschichte; zärtlich, wild, romantisch, hoffnungslos. Ein unerwartetes Ende? Für mich eher nicht...

— Sookie70

Schöne, ruhige Geschichte, deren volles Potenzial meiner Meinung nach aber noch nicht genug ausgeschöpft wurde. Schönes Ende.

— hannipalanni

Dies ist ein sehr aufwühlendes und doch zartes Buch voll schöner Worte zu großen Gefühlen mit einer total überraschenden Wende am Schluss...

— RobinBook

Ich fand das Buch so schön und interessant, dass ich gleich ein weiteres Buch von Véronique Olmi lesen werde.

— Ekcnew

Ein sensibles Stück Literatur. Kein Buch, das man mal schnell nebenbei liest . Ein nachdenkliches, ein weises Buch.

— JulesBarrois

Eine Amour fou mit Tiefgang

— schokoloko29

Die Leseprobe verspricht einen interessanten Roman, der die Liebe und das Selbstsein des Menschen in den Mittelpunkt stellt.

— RubyKairo

Auf den Spuren einer traurigen Familiengeschichte...

— ReadingVienna

Sanft und ruhig erzählte Geschichte über die unterschiedlichen Formen der Liebe und wie man immer knapp an ihr vorbei lebt.

— Wortwelten

In diesem Roman geht es um Serge, der 60 Jahre alt ist und mit einer 30 Jahre jüngeren Frau verheiratet ist, mit der er zwei Kinder hat. Es sind ein Mädchen und ein Junge. Nach außen hin wirkt es zu Beginn wie eine ganz normale Familie, doch der Schein trügt. Eines Tages kommt Suzanne in Serges Haus, um das Klavier für seinen Sohn zu stimmen. Es entwickelt sich eine Affäre zwischen Suzanne und Serge. Suzanne ist ebenfalls verheiratet und es scheint als wenn sie soweit zufrieden wäre mit ihrem Leben. Im Gegensatz zu der Frau von Serge ist Suzanne älter und auf den ersten Blick weiß Serge selbst nicht so genau was ihn an Suzanne reizt. Nach und nach bekommt der Leser einen Eindruck wie Serge sich wirklich fühlt, er behandelt seinen Sohn z.B. komplett anders als seine Tochter. Er begegnet dem kleinen Jungen mit mehr Abstand und man hat das Gefühl, dass er nichts mit ihm anfangen kann. Erst in der Gegenwart von Suzanne öffnet sich Serge und verrät ihr seine traurige Kindheit und wie er aufgewachsen ist. Er ist aufgewachsen in einer Familie, wo der Vater die Mutter schlägt und bekommt mit wie der Vater den vermeintlichen Liebhaber seiner Mutter umbringen lässt. Erst nachdem Sergej sich seinem Vater nach über 30 Jahren stellt, erfährt er die wahre Geschichte, die hinter allem steckt. Die Frau von Serge findet letzten Endes heraus, dass er eine Affäre mit der Klavierstimmerin hat. Trotzdem trennen sie sich noch nicht, seine Frau weiß ebenso wenig von seiner Kindheit. Das Buch liest sich in meinen Augen sehr gut, ich hatte es innerhalb von einem Tag durchgelesen. Die ganze Geschichte um die Affäre und die kaputte Familie von Serge fesselte mich schon. Gleichzeitig fand ich es auch sehr erdrückend auf der einen Seite. Zum Ende des Romans ist ebenso zu erkennen wie eine Affäre einer Ehe schadet und die schlimmen Erfahrungen mit Serges Vater sich in dem Verhalten zu seinem eigenen Sohn widerspiegelt. Ich kann schwer sagen, ob ich das Buch gut oder schlecht fand. Es bleibt nach dem Lesen ein Gefühl von erdrückend und deprimierend zugleich. Denn Suzanne und Serge, die anscheinend doch Gefühle für einander haben, finden am Ende nicht zusammen bzw. der Leser erfährt nicht mehr davon. Übrig bleiben die Charaktere und wie sich deren Leben mit der Affäre und der Geschichte um Serges Kindheit verändert haben.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Das Glück, wie es hätte sein können

    Sookie70

    27. August 2016 um 14:49

    Serge, verheiratet mit der schönen, um vieles jüngeren Lucie und Vater von zwei wohlgeratenen Kindern, verliebt sich auf den ersten Blick: In Suzanne, die Klavierstimmerin. Sie ist so anders als seine Frau. Er folgt ihr, er verführt sie, er gängelt sie - und sie lässt es geschehen... Begegnungen und Trennungen, Leid und Zugeständnisse, Vernunft und Affekt teilen sich die Bühne in dieser etwas ungewöhnlichen Pariser Liebesgeschichte. Suzanne schildert ihre Sicht der Dinge in der Ich-Form. Das erzeugt eine seltsame (wahrscheinlich von der Autorin gewollte) Diszanz zu jenen Passagen, in denen über Serge erzählt wird. Tatsächlich bleibt die Geschichte der beiden Liebenden für mich eigenartig distanziert bis zuletzt. Die Begriffe Liebe, Beziehung, Ehe, Familie und Herkunft bilden in diesem- ein bisschen tragischen - Roman die Leitfäden für die gekonnte Schilderung einer "amour fou", und zwar mit für mich gar nicht so unerwartetem Ende...

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  • Das Glück, wie es hätte sein können

    Das Glück, wie es hätte sein können

    RobinBook

    06. February 2016 um 12:02

    Autorin: Véronique Olmi Titel: Das Glück, wie es hätte sein können Dies ist ein sehr aufwühlendes Buch, das von der Liebesgeschichte zwischen Suzanne und Serge erzählt.                                                     Als sie, um das Klavier seines Sohnes zu stimmen, in sein Haus im Pariser Stadtteil Montmartre kommt, fällt sie ihm zunächst überhaupt nicht auf.                                                                           Warum auch?                                                                                  Schließlich hat er bereits alles im Leben bekommen, wovon er jemals geträumt hat: Erfolg im Beruf - Serge ist Immobilienmakler -  ausserdem eine schöne Frau, die erheblich jünger ist als er, und zwei tolle Kinder! Trotzdem fängt er an, sich für Suzanne zu interessieren... Erwartet hatte ich eine melancholische Liebesgeschichte, die ich im Endeffekt dann auch bekommen habe, aber.... Als ich während des Lesens einmal eine Art Zwischenbilanz zog, dachte ich mir, was es doch für ein zartes Buch voll schöner Worte zu großen Gefühlen sei. Dann kam der Paukenschlag: Eine total überraschende Wende, die alles auf den Kopf stellt. Einziges Manko: Ich war beim ersten Lesen noch nicht in der Lage, den Prolog zeitlich ins Geschehen einzuordnen. Aber inzwischen  hat auch das geklappt!:-) Eindeutige Leseempfehlung! Ich werde mich auch nach weiteren Romanen dieser Autorin umsehen...

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  • Ich fand das Buch so interessant, dass ich gleich ein weiteres Buch von Véronique Olmi lesen werde.

    Das Glück, wie es hätte sein können

    Ekcnew

    01. January 2016 um 16:59

    Dieser Roman von Véronique Olmi spielt in Paris. Plätze und Straßen werden schön beschrieben. Es geht in diesem Buch hauptsächlich um Suzanne und Serge. Suzanne ist Klavierstimmerin und ist mit Antoine verheiratet, die beiden führen eine gute  und klassische Ehe ohne ganz große Höhen und Tiefen. Serge ist 60 Jahre alt und ebenfalls verheiratet. Lucie ist rund 30 Jahre jünger als Serge. Gemeinsam haben die beiden einen Sohn und eine Tochter. Als Suzanne das Klavier von Serge seinem Sohn stimmen möchte, begegnen sich Suzanne und Serge nur ganz kurz, aber Suzanne bemerkt sofort die besondere Stimmung. Serge fühlt sich sehr zu Suzanne hingezogen, was ihn sehr wundert, denn Suzanne ist ist weder schön noch attraktiv. Suzanne und Serge erleben eine leidenschaftliche und verrückte Liebe. Serge erzählt Suzanne Erinnerungen und Erlebnisse aus seiner traurigen Kindheit, die er bis dahin noch nie jemanden anvertraut hat.  Insgesamt hat das Buch 224 Seiten. Die einzelnen Kapitel des Buches sind relativ kurz gehalten. Somit ist das Buch recht zügig gelesen, aber es steckt eine Menge drin! Ich fand das Buch so schön und interessant, dass ich gleich ein weiteres Buch von Véronique Olmi lesen werde.

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  • Amour fou - zwei Menschen, zwei Welten

    Das Glück, wie es hätte sein können

    JulesBarrois

    05. December 2014 um 08:55

    Suzanne beginnt ihre Arbeit als  Klavierstimmerin im Haus von Serge  in Montmartre. Serge bemerkt sie zunächst gar nicht. Nach einer eher zufälligen Begegnung beginnt er ihr zu folgen. Die Beiden stürzen sich in eine heftige Affäre. Beide brechen immer wieder aus dem täglichen Einerlei eines geordneten Lebens, mit all seinen schutzbietenden Ritualen aus. Warum? Immerhin ist der 60jährige Serge mit der attraktiven, viel jüngeren Julie verheiratet und hat zwei reizende Kinder. Wohingegen Suzanne weder schön, noch anziehend, eher vulgär ist und ein ganz anderes Leben führt. Warum vertraut er ihr ein Geheimnis aus seiner Kindheit an, von dem er bisher zu niemandem gesprochen hat? Dieser Roman ist mehr als ein gewöhnlicher Ehebruchsroman, mehr als die Geschichte einer amour fou und weit weg von einem Melodram. Véronique Olmi legt diese an sich einfache Geschichte sehr vielschichtig an. Es geht um versteckte, verleugnete Wahrheiten und um die Schlüsselpunkte eines Lebens, das urplötzlich aus dem Takt gerät. Bedeutsam wird bei ihrer Liebe die Frage, was Serge an der Person wahrnimmt, die ihn scheinbar ohne Grund anzieht. Kernsatz ist „was Serge packt und schockiert, als er Suzanne zum ersten Mal sieht: wie sehr sie lebt, ohne Angst zu haben“ (S. 64) Die Geschichte wird in vielen kurzen Kapiteln abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptfiguren erzählt und zeigt, dass eine Entscheidung oder auch eine Nicht-Entscheidung Folgen haben, geahnte und ungeahnte. Véronique Olmi erzählt in einer wunderbar atmosphärischen Sprache: der Leser kann sich fallen lassen, sich einbetten in den wohligen, stilvollen Klang. einer dichten, eindrücklichen und unprätentiösen Sprache, die nichts schönt und sich nicht hinter Floskeln versteckt. Es regieren die leisen Töne. Große Gefühle klingen dezent an und lassen nur vermuten wie tief sie die Protagonisten wirklich treffen. Was haben sie nun gewonnen, diese beiden Menschen, die beschlossen haben, nicht mehr ängstlich am Status quo zu kleben und ein neues Leben zu beginnen? Lassen Sie sich überraschen. "Das Glück, wie es hätte sein können": ein wunderbares, sensibles Stück Literatur. Kein Buch, das man mal schnell nebenbei liest und es ist auch keines, das man in jeder Stimmung lesen kann. In unserer Zeit mit ihrem "Recht auf Glück" und dem steten, fast obsessiven Glücksstreben regt Olmis Roman dazu an, das eigene Glücksverständnis, vielleicht sogar die eigene Wahrhaftigkeit zu hinterfragen. Ein nachdenkliches, ein weises Buch.

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  • Das Glück, wie es hätte sein können - aber anders als ich es erwartet hätte

    Das Glück, wie es hätte sein können

    Palomalebt

    Als Suzanne in Serges Haus in Montmartre kommt, um das Klavier seines Sohnes zu stimmen, bemerkt er sie zunächst gar nicht. Hat er nicht alles, wovon er geträumt hat: Erfolg in seinem Beruf als Immobilienmakler, eine attraktive, viel jüngere Frau, zwei reizende Kinder? Dennoch beginnt er Suzanne zu folgen, sobald er sie zufällig wieder sieht, wartet Stunden im Regen vor ihrem Haus. Was verbindet ihn mit dieser Frau, die weder jung noch schön ist, ein ganz anderes Leben führt – und warum öffnet sie ihm ohne zu zögern die Tür? Bald treffen sich die beiden Liebenden an unmöglichen Orten, in leerstehenden Wohnungen; bald beginnen sie sich Dinge zu erzählen, von denen kein anderer weiß – bis Serge ein lange gehütetes Kindheitsgeheimnis aufdeckt, das sein Leben änderte. Um eine amour fou und versteckte, verleugnete Wahrheiten geht es in Véronique Olmis neuem Roman, um Musik und die Schlüsselpunkte, an denen ein Leben urplötzlich aus dem Takt gerät und der nächste Schritt, der richtige Ton über alles entscheidet. Ich habe mich aus 3 Gründen für dieses Buch entschieden gehabt; 1. Der unheimlich schön gestaltete Umschlag (ich weiß, don´t judge a book by its cover), der meiner Meinung nach mit seiner vorder- und Rückseite perfekt zu der Dramatik des Buches passt (zur Erklärung: man schaut durch eine Tür in ein Zimmer, die Farbtöne dezent melancholisch in einem grau-grün gehalten, durch den Türspalt sieht man eine Frau an einem Flügel sitzen; auf der Rückseite des Buches die gleiche düstere Szene, doch die Frau fehlt) 2. Der Titel, der so unheimlich viel Sehnsucht und Tragik ausstrahlt und 3. Die ersten Seiten und Szenen in die ich hinein gelesen habe, denn die Autorin Véronique Olmi startet gleich zu Beginn unheimlich stimmungsvoll in ihren gefühlsgeladenen Roman; ein altes Karussel an einem nebeligen Oktobertag in einem grauen Paris, lachende Kinder und ein eintöniger Alltag der die Erwachsenen schon längst eingeholt hat, Leere und ein scheues Winken. Es wird so detailverliebt beschrieben, dass der Leser sofort ein Bild in Kopf hat und mit allen Sinnen da ist.Olmi beherrscht es liebevoll Stimmung zu erzeugen und trotzdem rational und kühl zu bleiben, man denkt man schafft es eine Beziehung zu den Figuren auf zu bauen, doch im nächsten Moment entgleitet einem diese wieder, man fühlt mit doch sie lassen einen nicht an sie ran. Der Schreibstil und die Erzählweise haben mich sofort fesseln können, trotzdem gibt es von mir einen kleinen Abzug, da was die Handlung betrifft, das Buch nicht ganz meinen Vorstellungen gerecht werden konnte. Durch Klappentext und Leseproben habe ich mir eher eine tragische Liebesgeschichte erhofft -was zum Teil sogar gegeben war- die Handlung nimmt jedoch gegen Ende hin doch sehr psychoanalytische Züge an und verläuft sich ein wenig in längst verblassten Erzählungen, was sie dann doch wieder an der anfänglichen Verträumtheit und an Charm einsparen lässt. Wie es sich für ein richtiges Drama gehört lässt es den Leser am Ende etwas niedergeschlagen dastehen, aber regt zum nachdenken und nach längerem grübeln vielleicht doch wieder zum Schmunzeln an. Fazit: ein großartig geschriebenes, tiefgründiges, manchmal fast jedoch ein bisschen zu sehr dramatisches Herbstbuch.

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    • 2
  • Ein tolles Buch

    Das Glück, wie es hätte sein können

    schokoloko29

    03. October 2014 um 22:37

    Inhalt des Buches: Der sechzig- jährige Serge hat eigentlich alles, was er sich wünschen kann. Er ist mit einer dreissig- jährigen Frau verheiratet, hat zwei Kinder, ist wohlhabend und führt ein angenehmes, aber etwas langweiliges Leben. Durch einen Zufall lernt er die mitte vierzig-jährige Suzanne kennen. Sie sieht durchschnittlich aus und führt ein eher einfaches Leben. Doch diese Frau zieht ihn an und er begehrt sie. Sie beginnen eine Affäre. Durch Suzanne ist er in der Lage seine Kindheit, mit ihren schmerzlichen Erinnerungen an seine Mutter, wieder aufleben zu lassen. Und er kann ein verdrängte Geschehnisse in einem neuen Licht sehen... Eigene Meinung: Mir hat das Buch sehr gefallen. Es ist sehr kurz (nur ca. 240 Seiten) und sehr intensiv geschrieben. Kein Wort war zu viel und es hat mir in dieser Kargheit der Sprache sehr gut gefallen. Fazit: ein schönes Buch, welches mir sehr gut gefallen hat.

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  • Scherben des Glücks oder Wie hätte das Glück sein können?

    Das Glück, wie es hätte sein können

    RubyKairo

    22. August 2014 um 21:22

    Serge ist nicht mehr jung, hat aber alles: Erfolg in seinem Job als Immobilienmakler, ein schönes Haus in Paris, eine tolle Frau und wundervolle Kinder. Doch als Suzanne zum Stimmen des Flügels kommt, taumelt Serge in eine Amour fou, die sein Leben ins Wanken bringt. Seine Affäre mit der Klavierstimmerin zwingt ihn dazu, über seine eigene längst verdrängte Vergangenheit nachzudenken. Was genau geschah an jenem Tag, als Serges Mutter seinen Vater verlassen wollte? Der Roman beginnt mit einer Begegnung zu einem Zeitpunkt, als Suzanne und Serge schon nicht mehr zusammen sind. Von hier aus entwickelt sich die Beziehung zwischen den beiden in wechselnden Perspektiven. Mir gefällt die Art, wie Olmi zwischen den Protagonisten hin und her springt. Wie sie in die Vergangenheit zurück geht, um auch die allererste Begegnung der beiden zu beschreiben, auch wenn diese Begegnung noch gar nicht als solche wahrgenommen wurde. Mir gefällt die analytische Betrachtungsweise dieser Autorin. Zum Teil reihen sich verschiedene Momentaufnahmen aneinander. Ein interessanter Roman, der die Liebe und das Selbstsein des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Währenddessen wird die Liebe aber auch hinterfragt. Was ist die Liebe und was benennen wir alles mit dem Begriff Liebe? Kann sich Liebe auch verändern? Und auch das Thema Hass wird kurz angerissen. Wer eine kleine Liebes- und auch Lebensgeschichte lesen möchte, bei der unterschwellig über den Begriff Liebe und sich Selbstsein mitschwingen, und sich unterhalten fühlen will, ist bei diesem Roman richtig. Eine intensive Geschichte über die Liebe als Kraft, die wie keine andere eine Familie verbinden oder zerstören kann. Ein gutes Buch für den Sommer.

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  • Auf den Spuren einer traurigen Familiengeschichte...

    Das Glück, wie es hätte sein können

    ReadingVienna

    Inhalt: Serge lebt mit seiner deutlich jüngeren Frau Lucie und seinen zwei Kindern Chloé und Théo in einer hübschen und großen Wohnung Mitte in Paris. Dadurch, dass er hart am Erfolg seiner eigenen Immobilienfirma gearbeitet hat, fehlt es der Familie des 60-Jährigen an nichts. Lucie ist eine stets gut gelaunte Schönheit, die alles für ihren Mann und deren gemeinsame Kinder tun würde. Serge ist eigentlich glücklich, doch irgendwie scheint er sein Glück nicht genießen zu können. Eine Bindung zu seinem Sohn Théo aufzubauen, fällt ihm besonders schwer. Der Kleine möchte unbedingt Klavier spielen lernen und hat eigens dafür einen alten Flügel bekommen, der nur noch gestimmt werden muss. Doch sobald sein Vater einen Fuß ins Zimmer setzt, verstummen alle schiefen Töne und Théo verdrückt sich. Suzanne ist eine lebensfrohe Frau, die in durchschnittlichen Verhältnissen mit ihrem Mann Antoine ebenfalls in Paris wohnt. Sie führt ebenfalls ein eigenes Unternehmen - Suzanne ist Klavierstimmerin. Die 50-Jährige wird von Lucie engagiert, um sich um den Flügel zu kümmern. Schon am ersten Tag begegnet sie Serge. Auch wenn die beiden einander zunächst nicht sonderlich attraktiv erscheinen, springt doch ein Funke über und sie gehen sich gegenseitig nicht mehr aus dem Kopf. Vor allem Serge scheint wie besessen von Suzanne zu sein und nach einer weiteren zufälligen Begegnung ist es vollkommen um ihn geschehen. Schnell entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden, auch wenn sie wissen, dass diese keine Zukunft hat. Dabei begibt Serge auf eine mentale Reise durch seine traumatische Vergangenheit, die er langsam aufzuarbeiten versucht. Er befreit sich von einem lang gehegtem Verdacht und nähert sich damit auch seinem kleinen Sohn Théo wieder Schritt für Schritt an. Eine wunderbare und vor allem melancholische Familiengeschichte.

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    • 2
  • Verwirrend, verstörend - definitiv eine etwas andere Liebesgeschichte...

    Das Glück, wie es hätte sein können

    books-in-my-world

    22. July 2014 um 14:05

    Was erwartet man bei solch einem Klappentext? Ganz klar: die Geschichte einer Affäre. Was bekommt man? Ja, es ist die Geschichte einer Affäre, aber es ist vor allem auch die Geschichte über einen Mann, der mit seinen 60 Jahren noch nicht mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat. Dies kam für mich dann doch recht überraschend, da ich erwartet habe, dass die amour fou im Mittelpunkt der Geschehnisse steht. Vielmehr stehen Serge und seine Probleme im Mittelpunkt. Nach meiner anfänglicher Verwirrung und Enttäuschung über diese Tatsache, habe ich mich aber schnell mit dem Verlauf der Geschichte arrangieren können. Ohne Zweifel ist diese Geschichte spannend, aber wenig emotional. Véronique Olmi hat einen ganz besonderen Sprachstil, der einerseits nüchtern und direkt (Zwischenmenschliches), andererseits bildlich und verspielt (Beschreibung von Orten) ist - für mich typisch französisch. Während die Geschichte ihren Lauf nimmt, wechseln die Perspektiven und die Zeiten ohne das dies (bspw. mittels Kapitelüberschriften) gekennzeichnet ist, was bei mir teilweise für große Verwirrung gesorgt hat. Es wird dadurch schwierig, dem Geschehen zu folgen, aber irgendwie schafft man es doch immer wieder sich in die Geschichte einzufinden. Mein Fazit: "Das Glück, wie es hätte sein können" ist genau das, was der Titel vermuten lässt: eine melancholische Geschichte über die Liebe, verpasste Chancen und die Last der Vergangenheit. Wer lediglich eine romantische/erotische Liebesgeschichte lesen möchte, ist mit diesem Buch nicht gut beraten.

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  • traurige Liebesgeschichte

    Das Glück, wie es hätte sein können

    Gruenente

    01. July 2014 um 20:18

    Suzanne lebt ein normales, unaufgeregtes Leben. Sie ist Klavierstimmerin, nicht hübsch, nicht jung, hat einen Mann und eigentlich keine Träume. Serge ist 60 hat zwei kleine Kinder, eine junge, hübsche Frau, ist reich und hat eigentlich alles was sein Herz begehrt. Suzanne stimmt das Klavier seines Sohnes. Eines Abends treffen seine Frau und er in einer Kneipe auf Suzanne. Sie geht ihm nicht mehr aus dem Kopf. Er weiß nicht warum, aber er denkt nur noch an sie. Er sucht sie auf, sie haben Sex und gehen wieder auseinander. Er kann sie nicht vergessen und muss sie wieder treffen. An Gelegenheiten mangelt es nicht. Seine Beziehung zu Suzanne wird auch emotional so eng, dass er sich ihr ganz offenbart. Denn er hat ein dunkles Geheimnis, das er seit seiner Kindheit mit sich trägt. Beide finden im anderen die ultimative Liebe. Aber sie leben sie nicht aus. Es kommt zum Bruch. Wodurch genau ist mir nicht ganz klar. Sie treffen sich wieder und kommen trotzdem nie mehr zueinander. Freiheit ohne Glück. Zum Teil lange, verschachtelte Sätze. Trotzdem nicht kompliziert, weil eher einfache Worte gewählt wurden. Aber einige Absätze habe ich mehrfach gelesen um sie tief einwirken zu lassen. Zutiefst berührend, frustrierend, musikalisch. Wunderbar geschriebene Liebesgeschichte. Vielschichtig, nicht selbsterklärend, unromantisch, tiefsinnig   und unendlich traurig.

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  • Graue Melancholie

    Das Glück, wie es hätte sein können

    Tintenbluete

    30. June 2014 um 18:19

    In dem neuen Roman von Véronique Olmi geht es um eine außergewöhnliche Liebe, verpasste Chancen und die Macht der Vergangenheit. Serge ist Vater zweier Kinder und lebt mit seiner viel jüngeren und wunderschönen Frau Lucie in Montmartre ein Leben im Luxus. Trotz, dass er scheinbar alles hat, was man braucht um glücklich zu sein, würde er am liebsten aus diesem Leben fliehen. Die Beziehung zu seiner Familie erscheint oberflächlich und schon zu Beginn des Buches wird klar, dass Serge ein gebrochener Mann ist. Erst als er Suzanne kennen lernt, die so anders ist als Lucie und ihn nicht durch ihre Schöhnheit, sondern etwas, das nur Serge zu sehen vermag fasziniert, fühlt er sich wieder lebendig und beginnt über sein Leben und seine Vergangenheit nachzudenken. Die Liebesgeschichte von Suzanne und Serge ist keine gewöhnliche und sorgt für eine melodramatische Stimmung. Jedoch ist meiner Meinung nach, nicht nur die Liebesgeschichte ein großes Thema in Olmis Werk, sondern auch die Auseinandersetzung und der Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Schade ist, dass die Protagonisten Serge und Suzanne während des gesamten Buches irgendwie unerreichbar bleiben. Ich hätte mir einen tieferen Einblick in ihr Inneres gewünscht, um ihre Entscheidungen und Ansichten besser nachvollziehen zu können. Mir persönlich sind die Peronen zu einfältig und oberflächlich, jedoch kann ich mir vorstellen, dass die Autorin die Charaktere mit Absicht so dargestelllt hat. Allem in allem ist es aber eine Geschichte, die man gut zwischen durch lesen kann und auch Potenzial besitzt zum Nachdenken anzuregen.

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  • Ruhige, melancholische Geschichte über das Glück, wie man es nie erlebt

    Das Glück, wie es hätte sein können

    Wortwelten

    Eine Stadt: Paris. Zwei Menschen: Suzanne und Serge. Erstere arbeitet als Klavierstimmerin, ohne das Instrument selbst zu spielen, und ist mit einem Automechaniker verheiratet. Sie ist über vierzig, nicht gerade die Schönste und eher gewöhnlich, aber frei und lebendig. Letzterer besitzt eine erfolgreiche Makleragentur für Luxusimmobilien, ein schönes Haus, eine deutlich jüngere, wunderschöne Frau, zwei perfekte Kinder und dazu eine Vergangenheit, mit der er sich nicht auseinandersetzen will. Bis er auf Suzanne trifft. Ja. Das ist es, was Serge packt und schockiert, als er Suzanne zum ersten Mal sieht: wie sehr sie lebt, ohne Angst zu haben. (S. 64) Ihre Affäre beginnt aus dem Nichts, die Anziehung bleibt unerklärlich, vor allem für die beiden Hauptfiguren, ein wenig auch für den Leser, aber sie ist unabwendbar, irgendwie auch zerstörerisch, sie muss gelebt werden. Irgendetwas lösen sie ineinander aus, etwas, das schwer greifbar ist, sie errichten sich eine Blase jenseits der Gegenwart, in die sie sich zurückziehen, bis etwas sie zu durchbrechen beginnt. Schon seltsam, wie ein Nichts ausreicht, damit ein Leben verstimmt wird, damit unser so einzigartiges, so kostbares Dasein seine Harmonie und seinen Wert einbüßt. […] In diesem Haus lebte ein Mann, von dem ich nichts wusste, nichts kannte, außer der Frau und dem Klavier, ein Mann, dessen Rasierwasser zu süß, dessen Anzug zu dunkel war, und bevor wir uns begegneten, wussten wir es nicht, aber wir hatten beide nichts anderes getan, als auf schmalen Holzbrettern über den Sumpf zu laufen. (S. 16) Eigentlich ist das auch schon alles, was in diesem Büchlein geschieht. Abwechselnd wird das Geschehen aus Suzannes Ich-Perspektive und aus der Sicht eines auktorialen Erzählers beschrieben, beginnend im Oktober 2012, als die Affäre bereits beendet ist, und dann aus der Zeit, in der sie sich das erste Mal begegnen. Dabei bleibt die Sprache immer sanft und poetisch, ganz leise und unaufgeregt wird die Geschichte in Fragmenten geschildert, wie Bilder sind sie, wie eine Gemäldesammlung, die Einblicke in Suzannes Leben und in Serges offenbart, in ihren Alltag, ihre Begegnungen, schließlich auch in Serges Vergangenheit, als er diese mit Suzanne zu teilen beginnt. Ein bisschen wird der Leser dadurch außen vor gelassen. Man betrachtet diese irgendwie schwierige Anziehung zwischen den beiden, ihre sehr unterschiedliche Einsamkeit, die sie zu einem kleinen Teil stets für sich behalten, einen nicht hundertprozentig hineinlassen. Serges Lebensgeschichte wirkt mitunter ein bisschen aufgesetzt, ein bisschen zu sehr dramatisiert. Manchmal plätschert die eigentlich Geschichte auch etwas zu unaufgeregt daher, vor allem am Anfang, wirkt irgendwie ziellos. Doch das sind nur kleine Schwachstellen, die zwar störend wirken können, aber zu der ruhigen, melancholischen Erzählweise gehören. Denn zwischen all dem steckt man auch irgendwie selbst, mit immer denselben Fragen nach dem, was einen Menschen wirklich ausmacht, nach den verlorenen Träumen, danach, ob Liebe und Glück überhaupt möglich sind, heute, gestern, irgendwann später. Man hat oft dieses Gefühl, dass die Orte sterben, wenn man sie verlässt, aber ich wusste, dass nicht die große Wohnung verschwunden war, sondern der kleine Junge darin. (S. 143) Das Glück, wie es hätte sein können ist keine schmachtende Liebesgeschichte, sondern zeigt auch die hässliche Seite der unverhofften Anziehung zwischen zwei Menschen, ihren Egoismus, all die Alltäglichkeit des Lebens und wie andere immer wieder verletzt werden, auch wenn man das selbst gar nicht will. In diesem Buch geht es um die kleinen Dinge dazwischen, um Vertrauen, um Sehnsucht, um Glück, mögliches und unmögliches, und all das ist so wunderbar leise und zärtlich erzählt, dass die kleineren Schönheitsfehler nicht weiter stören. Denn perfekt ist schließlich nie etwas. Am wenigsten die Menschen und der stets hoffnungslose Versuch, das Glück in einem anderen zu suchen.

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    • 2

    Buecherschmaus

    17. June 2014 um 17:00
  • Melancholisch und weise

    Das Glück, wie es hätte sein können

    alasca

    Melancholisch und weise Als die unscheinbare Klavierstimmerin Suzanne Serge begegnet, „… hatten beide…“ schon sehr lange „…nichts anderes getan, als auf schmalen Holzbrettern über den Sumpf zu laufen.“ Dabei bemerken sie sich bei ihrer ersten Begegnung gar nicht; erst, als Serge Suzanne zufällig eines Abends allein auf der Tanzfläche einer Bar sieht, springt der Funke über. Er ist fasziniert von ihrer offensichtlichen Lebenskraft und der Erkenntnis, dass „…, der Tanz (…) nur einen Bruchteil ihres Lichts herausgelassen“ hat. Er folgt ihr nach Hause – und Suzanne lässt sich wider jede Vernunft auf ihn ein, denn auch ihr Leben, ihre Ehe stagniert in bequemen Gewohnheiten, ohne Leidenschaft. Serge hat bis dahin ein Hochglanzleben geführt, an dessen glatter Oberfläche alles abperlt. Er hat zwei Kinder und eine schöne Frau, die seine Tochter sein könnte. Einziges Indiz auf die Existenz von Unterströmungen ist eine Augenmigräne, die ihn häufig mattsetzt. Suzannes Kräfte schlummern; sie ist eine Frau, die sich allzu nüchtern nicht zu träumen erlaubte und allzu früh mit dem zufrieden gab, was ihr erreichbar erschien. Serge will an Suzannes Kraft genesen. Sie lässt ihn zunächst gewähren, bis sie erkennt, dass er im Begriff ist, sie genauso in seine Lebenslüge hineinzuziehen wie seine Frau. So konfrontiert sie ihn, denn „Was nicht gesagt wird, stirbt.“ Ermutigt durch ihre Furchtlosigkeit wagt er es, sich ihr – und vor allem sich selbst – ganz zu zeigen. Sein Blick nach innen bringt lange geleugnete Wahrheiten zutage, deren destruktive Kraft die glänzende Oberfläche bersten lässt. „Was wir taten, um glücklich zu werden“ (Originaltitel) hat weder für Serge noch für Suzanne zum Ziel geführt. Am Ende stehen zwei zerbrochene Ehen und die Erkenntnis, dass kein anderer Mensch die Macht hat, uns glücklich zu machen, nur wir selbst. Es ist eine melancholische Welt, in die die Autorin uns eintauchen lässt. Der Roman liest sich trotz des ernsten Themas mühelos; sein Erzählton, seine Stimmung ist angenehm gedämpft und passt zu ihrem atmosphärischen Setting des Paris des 18. Arondissements mit seinen vornehmen Grautönen. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Suzanne (Ich-Perspektive) und Serge (personale Perspektive) und ist nah dran an den Figuren. Olmis Charaktere mit ihren Brüchen, Untiefen und Abgründen sind überzeugend gezeichnet bis in die Nebenfiguren. Die Sprache der Autorin ist klar und genau; sie ist eine kühle, fast nüchterne Beobachterin, deren Romantik ohne Weichzeichner auskommt. Olmi schreibt über die Liebe, doch dieses Buch ist kein Liebesroman. Weder Suzanne noch Serge haben am Ende „das Glück“ gefunden, aber sie sind ein Stück wahrhaftiger geworden. In unserer Zeit mit ihrem „Recht auf Glück“ und dem steten, fast obsessiven Glücksstreben kann Olmis Roman dazu anregen, das eigene Glücksverständnis, vielleicht sogar die eigene Wahrhaftigkeit zu hinterfragen. Ein nachdenkliches, ein weises Buch.

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    • 2
  • Das Glück, wie es hätte sein können

    Das Glück, wie es hätte sein können

    AnjaKoenig

    25. May 2014 um 11:12

    das buch liest sich zwar leicht, ist schön geschrieben, aber es hat keine wirkliche tiefe, keine Gefühle. es kommt mir belanglos vor und wird für mich keinen bleibenden eindruck hinterlassen. alles ist irgendwie nur oberflächlich. deshalb kann ich dieses buch auch nicht weiterempfehlen. schade, hatte mir viel mehr davon versprochen.

  • erdrückend

    Das Glück, wie es hätte sein können

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. May 2014 um 07:55

    In diesem Roman geht es um Serge, der 60 Jahre alt ist und mit einer 30 Jahre jüngeren Frau verheiratet ist, mit der er zwei Kinder hat. Es sind ein Mädchen und ein Junge. Nach außen hin wirkt es zu Beginn wie eine ganz normale Familie, doch der Schein trügt. Eines Tages kommt Suzanne in Serges Haus, um das Klavier für seinen Sohn zu stimmen. Es entwickelt sich eine Affäre zwischen Suzanne und Serge. Suzanne ist ebenfalls verheiratet und es scheint als wenn sie soweit zufrieden wäre mit ihrem Leben. Im Gegensatz zu der Frau von Serge ist Suzanne älter und auf den ersten Blick weiß Serge selbst nicht so genau was ihn an Suzanne reizt. Nach und nach bekommt der Leser einen Eindruck wie Serge sich wirklich fühlt, er behandelt seinen Sohn z.B. komplett anders als seine Tochter. Er begegnet dem kleinen Jungen mit mehr Abstand und man hat das Gefühl, dass er nichts mit ihm anfangen kann. Erst in der Gegenwart von Suzanne öffnet sich Serge und verrät ihr seine traurige Kindheit und wie er aufgewachsen ist. Er ist aufgewachsen in einer Familie, wo der Vater die Mutter schlägt und bekommt mit wie der Vater den vermeintlichen Liebhaber seiner Mutter umbringen lässt. Erst nachdem Sergej sich seinem Vater nach über 30 Jahren stellt, erfährt er die wahre Geschichte, die hinter allem steckt. Die Frau von Serge findet letzten Endes heraus, dass er eine Affäre mit der Klavierstimmerin hat. Trotzdem trennen sie sich noch nicht, seine Frau weiß ebenso wenig von seiner Kindheit.  Das Buch liest sich in meinen Augen sehr gut, ich hatte es innerhalb von einem Tag durchgelesen. Die ganze Geschichte um die Affäre und die kaputte Familie von Serge fesselte mich schon. Gleichzeitig fand ich es auch sehr erdrückend auf der einen Seite. Zum Ende des Romans ist ebenso zu erkennen wie eine Affäre einer Ehe schadet und die schlimmen Erfahrungen mit Serges Vater sich in dem Verhalten zu seinem eigenen Sohn widerspiegelt. Ich kann schwer sagen, ob ich das Buch gut oder schlecht fand. Es bleibt nach dem Lesen ein Gefühl von erdrückend und deprimierend zugleich. Denn Suzanne und Serge, die anscheinend doch Gefühle für einander haben, finden am Ende nicht zusammen bzw. der Leser erfährt nicht mehr davon. Übrig bleiben die Charaktere und wie sich deren Leben mit der Affäre und der Geschichte um Serges Kindheit verändert haben.

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