Véronique Olmi Nummer sechs

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Inhaltsangabe zu „Nummer sechs“ von Véronique Olmi

Die Geschichte einer lebenserfüllenden und doch ganz und gar aussichtslosen Liebe. Fanny ist die Jüngste in der Familie, die „Nummer sechs“, wie der Vater sie gerne nennt. Der geliebte, stets anderweitig beschäftigte Vater, um dessen Anerkennung sie ein Leben lang kämpft. Als Mädchen ist sie krank geworden, einmal ist sie sogar ins Meer gegangen, damit er sich um sie kümmert. Als Erwachsene hat sie vergeblich versucht, ihn zur Rede zu stellen. Jetzt ist er alt, der Platz an seiner Seite ist mit dem Tod der Mutter freigeworden. Aber lässt sich die Vergangenheit zurückholen?

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  • Rezension zu "Nummer Sechs" von Véronique Olmi

    Nummer sechs

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. August 2012 um 16:29

    Kurz und einfach werden meine Worte sein. Klein, fein und interessant. Wenn man das Buch liest fühlt man mit und sich an seine Kindheit erinnert. Es geht um die Geschicht von einer Tochter (das sechste Kind in der Familie) und ihren Vater. Geschrieben in Form eines Tagebuches.

  • Rezension zu "Nummer Sechs" von Véronique Olmi

    Nummer sechs

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. April 2010 um 14:12

    "Den Lebensweg der Eltern kreuzt man nur. Man teilt einen Lebensabschnitt mit ihnen, man geht fort, und schließlich erinnert man sich und denkt an sie zurück." Fanny, das sechste Kind, die Letztgekommene. Aus der Sicht der mittlerweile 50 Jahre alten Fanny erzählt uns Véronique Olmi in klarer und prägnanter Sprache die Kindheit der Ich-Erzählerin sowie deren Beziehung zum Vater. Fanny analysiert, verarbeitet und versucht gleichzeitig eine Annäherung an ihren Vater, der nun, fast 100jährig bei ihr lebt und den sie pflegt. Sie führt Gespräche, gedanklicher Art, mit ihrem Vater. Sie wagt es, ihm zu berichten, wie es für sie war, seine Tochter zu sein, sich ungeliebt und nicht beachtet zu fühlen. Sie, das ungeliebte "letzte" Kind, immer auf der Suche nach Anerkennung und Liebe. Sie beleuchtet den Vater, versucht zu verstehen, wie er als junger Mensch war, wie der Krieg und sein Soldatsein ihn geprägt haben, verliert sich in Erinnerungen, mitfühlend, aber auch verletzt. Sie liest die Briefe ihres Vaters aus der Kriegszeit. Sie neidete ihm die Liebe zur Mutter bzw. der Mutter, Vaters große Liebe zu sein. Sie reflektiert und resümiert und sie liebt ihn. Das kleine Büchlein mit seinen knapp 100 Seiten gefällt mir richtig gut. Es finden sich Sätze darin, mit sehr wenigen Worten, fast poetisch. Es handelt sich hierbei um ein Buch, welches ich im Anschluss noch einmal lesen werde, weil die Sätze trotz ihrer Kürze berührend und gehaltvoll sind. ~ Hier ein kleiner Ausschnitt, ein kurzes Kapitel mit einer Rückschau: "Ich bin..wie alt? Fünf Jahre? Vier vielleicht. Sechs? Ich bin noch klein. Ich bin im Garten, mit dir. Du hast deine große blaue Schürze um und auch deinen Strohhut auf. Ein anderer als du sähe lächerlich aus. Aber du bist der Herr und Meister. Es ist Abend, und es ist Herbst. Es ist mild. Du verbrennst welkes Laub, ich lasse dich nicht aus den Augen. Du beachtest mich nicht. Du schiebst den dichten, schwankenden Haufen zusammen: Die Blätter brennen nicht, sie ersticken eher, der Qualm ist dick, beißend. Du hast eine große Harke und energische Bewegungen. Du bist stark, du gebietest der Natur, der Garten gehorcht dir. Ich sehe dem Rauch zu, der aus dem welken Laub aufsteigt, er wird vom Himmel gerufen, ich lege meinen kleinen Kopf in den Nacken, um ihm nachzuschauen, ich sehe, wie der Himmel ihn aufnimmt, ihn in seiner Farbe aufgehen läßt, und plötzlich begreife ich! Ich begreife....Du bist es, der die Wolken macht." ~ Das Buch ist gespickt mit schönen, nachdenklichen und wahren Gedanken, die V. Olmi uns offenbart.

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