Véronique Poulain Worte, die man mir nicht sagt

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Inhaltsangabe zu „Worte, die man mir nicht sagt“ von Véronique Poulain

Hallo, Ihr Arschlöcher!" So begrüßt Véronique Poulain eines Tages ihre Eltern, als sie aus der Schule heimkehrt. Die Reaktion: eine zärtliche Umarmung. Véroniques Eltern sind gehörlos. Das hat seine guten Seiten, kann aber auch ganz schön nerven. Als Kind ist Véronique mächtig stolz, wenn sie sich vor aller Augen in Gebärdensprache unterhält. Doch möchte sie nach ihrer Mutter rufen, muss sie sich etwas einfallen lassen. Und anders als man denkt, sind Gehörlose nicht unbedingt leise Menschen. Véroniques Eltern schmatzen genüsslich, pupsen geräuschvoll in der Öffentlichkeit und haben lauthals Sex.
Humorvoll, unsentimental und anrührend erzählt Poulain von ihrer Kindheit – und gewährt dem Leser einen eindrucksvollen Blick in die Welt der Gehörlosen.

„Eine wahre Geschichte voller Leben, manchmal bissig und dennoch voller Zärtlichkeit.“ Le Figaro Littéraire

Ein sehr autentisches Buch über das Leben mit Gehörlosen, das mich als Hörende faszinierte und den Menschen näher bringt

— Kellerbandewordpresscom

Sehr schönes Buch. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und die Gefühle berühren einen durch ihre Ehrlichkeit.

— Strawberrys

Eine wirklich gute Beschreibung einer Kindheit ohne hörende Eltern. Die kurzen Kapitel unterstreichen diese Wirtkargheit noch.

— Weltenentdecker

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  • Worte, die man mir nicht sagt

    Worte, die man mir nicht sagt

    Kellerbandewordpresscom

    22. September 2016 um 13:46

    Mensch kann mit dem Mund lügen, so viel er will – mit dem Gesicht, das er macht, sagt er stets die Wahrheit.« (Nietzsche)
 Das ergibt in der Gebärdensprache:
»Sprechen kann lügen aber Gesicht nein, anders.« Inhaltsangebe von UllsteinBuchverlage.de Worte, die man mir nicht sagt Véronique Poulain „Hallo, Ihr Arschlöcher!“ So begrüßt Véronique Poulain eines Tages ihre Eltern, als sie aus der Schule heimkehrt. Die Reaktion: eine zärtliche Umarmung. Véroniques Eltern sind gehörlos. Das hat seine guten Seiten, kann aber auch ganz schön nerven. Als Kind ist Véronique mächtig stolz, wenn sie sich vor aller Augen in Gebärdensprache unterhält. Doch möchte sie nach ihrer Mutter rufen, muss sie sich etwas einfallen lassen. Und anders als man denkt, sind Gehörlose nicht unbedingt leise Menschen. Véroniques Eltern schmatzen genüsslich, pupsen geräuschvoll in der Öffentlichkeit und haben lauthals Sex. Ganz still ist es bei ihr zu Hause nie. Und richtig wild wird es, wenn ihre Mutter hinterm Steuer eine Diskussion beginnt. Humorvoll, unsentimental und anrührend erzählt Poulain von ihrer Kindheit – und gewährt dem Leser einen eindrucksvollen Blick in die Welt der Gehörlosen. „Eine wahre Geschichte voller Leben, manchmal bissig und dennoch voller Zärtlichkeit.“ Le Figaro Littéraire Über die Autorin: Véronique Poulain wurde 1965 in Paris geboren. Sie begann ihre Karriere als Werbeleiterin beim Fernsehen. Später wechselte sie zum Film und war viele Jahre lang persönliche Assistentin des berühmten französischen Schauspielers Guy Bedos. Véronique Poulain wohnt mit ihrem Lebensgefährten und ihren zwei Kindern in der französischen Hauptstadt. Meine Buchbewertung: Als ich erfuhr, dass der beste Freund meines Sohnes gehörlose Eltern hat, setzte ich ich mich mehr damit auseinander. Auch gebloggt habe ich bereits darüber: Warum ein Spielnachmittag mit Kindern und einer gehörlosen Mama so gar nicht still verläuft und doch so herzlich war Richtig gefreut habe ich mich dann über dieses Buch. Hier habe alles erfahren, was ich gern den kleinen Freund meines Sohnes gefragt hätte. Wie ist es in zwei Welten aufzuwachsen? Ich bin zweisprachig. In mir sind zwei Kulturen.
Tagsüber: Worte, Gesprochenes, Musik. Geräusche.
Abends: Zeichen, nonverbale Kommunikation, Körpersprache, Blicke. Stille.
Navigieren zwischen zwei Welten.
Das Wort.
Die Gebärde.
Zwei Sprachen.
Zwei Kulturen.
Zwei »Länder«. Wie geht es dir, wenn die anderen Kinder oder fremde Erwachsene mitleidige Blicke oder Äußerungen von sich geben? Es sind die anderen, die meine Eltern ansehen, als wären sie debil.
Es sind die anderen, die denken, es sei tragisch, gehörlose Eltern zu haben.
Ich nicht.
Für mich ist das nicht schlimm, es ist normal, es ist mein Leben. Wie machst du auf dich aufmerksam, wenn deine Eltern gerade nicht im Raum sind oder dich nicht ansehen? Um sie auf mich aufmerksam zu machen, stehen mir mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Die bequeme: Ich warte, bis sie sich umdrehen und mich ansehen. Was ich sie fragen will, darf dann allerdings nicht zu dringend sein.
Die dynamische: Was ich zu sagen habe, kann nicht warten. Ich stehe auf und tippe ihnen auf die Schulter.
Die etwas nachlässige, aber trotzdem häufigste: Ich schalte das Licht an und aus. Sie drehen sich um. Ich fange an zu reden.
Oder ich schleudere ein Buch durch den Raum. Aber das tut mir in der Seele weh, ich liebe meine Bücher zu sehr.
Oder ich werfe einen Gegenstand nach ihnen. Aber erst durch das Buch wurde mir klar, wie schwer eigentlich die Sprache ist. Ständig braucht man Blickkontakt, was zum Beispiel das Autofahren und gleichzeitige „Sprechen“ sehr gefährlich macht. Auch alle Körperbewegungen und Gesichtsausdrücke müssen die ganze Zeit beobachtet werden um nichts falsches zu verstehen. Das stelle ich mir sehr anstrengend vor. Hut ab! Witzig fand ich auch die Beschreibungen zu den Geräuschen, die Gehörlose unbewusst machen, weil sie es ja nicht hören. Da war von pupsen, schmatzen, rülpsen, Tür zu schlagen, schlürfender Gang durchs Haus und Liebe machen die Rede. Fazit: Ein sehr autentisches Buch über das Leben mit Gehörlosen, das mich als Hörende faszinierte und den Menschen näher bringt. Vieles traut man sich einfach nicht zu fragen. Hier bekommt man dazu die Antworten. Vielen Dank. In der Sprache meiner Eltern gibt es keine Metaphern, keine Artikel, keine Konjugationen, nur wenige Adverbien, keine Sprichwörter, keine Leitsätze oder Redewendungen. Keine Wortspiele. Nichts zwischen den Zeilen. Keine Zwischentöne. Sie hören ja gar nichts, wie sollten sie da Zwischentöne wahrnehmen … Vielen Dank an den Ullsteinbuchverlag für die Zusendung des angeforderten kostenfreien Rezensionsexemplares. Mehr Buchtipps für Eltern auf einen Blick.

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  • Lesen und begeistern!

    Worte, die man mir nicht sagt

    Strawberrys

    19. March 2016 um 21:11

    Man muss dass Buchh gelesen haben, um eine Urteil zu fällen, aber meiner Meinung nach sind viele unnötigen Details die sich in einem Geflecht aus Informationen verstrickt. Dennoch bringt das Buch ehrlich gemeinte Gefühle zum Ausdruck, die aber leider wie schon erwähn etwas untergehen. Alles in allem ist das Buch dennoch gut zum lesen

  • Leben mit gehörlosen Eltern

    Worte, die man mir nicht sagt

    Weltverbesserer

    23. August 2015 um 20:56

    Véronique wächst bei Eltern auf, die beide gehörlos sind. Véronique kann hören und ihre Großeltern auch. Auch ihr Onkel und ihre Tante sind gehörlos, ihre Cousins und Cousinen können auch hören. Über ihre Kindheit und Jugend, ihre Erlebnisse und Erfahrungen hat Véronique Poulain das Buch "Worte, die man mir nicht sagt" geschrieben. Sie erzählt in einer sehr bilderreichen Sprache von ihrer Kindheit und wie sie die Blicke anderer Menschen empfunden hat, wenn sie sich mit ihren Eltern in Gebärdensprache unterhalten hat. Wie sie oft die Fragen ihrer Mitschüler genervt haben und wie sie hin und her  gerissen ist zwischen den Gefühlen die sie für ihre Eltern hegt. Denn einerseits ist Véronique stolz auf ihre Eltern, andererseits ist sie oft auch sehr genervt von den Geräuschen die sie machen und weil das Leben mit gehörlosen Eltern oft kompliziert ist, da man sie nie rufen kann und ihnen fast immer auf die Schulter klopfen muss um ihnen etwas mitzuteilen oder man muss wild das Licht ein- und ausschalten. In dem Buch werden unheimlich viele komische und witzige Anekdoten erzählt, die mir viele Einblicke in das Leben bzw. die Welt der Gehörlosen gegeben hat, die mir vorher gar nicht bewusst waren. Ich bewundere auch den Mut Véronique Poulains, da sie ganz klar sagt, was sie an ihren Eltern stört bzw. gestört hat und auch sehr viele Details aus ihrem Leben und das ihrer Familie preis gibt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und mich unheimlich gut unterhalten gefühlt, daher 5 Sterne. Von der Stimmung her hat mich das Buch sehr stark an "Wo fahren wir hin, Papa?" erinnert. Der einzige Nachteil ist der Preis des doch recht dünnen Buchs (15€ für 160 Seiten).

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  • Ein Leben als Hörender unter Gehörlosen

    Worte, die man mir nicht sagt

    Ayleen256

    02. June 2015 um 12:22

    In dem Buch " Worte, die man mir nicht sagt" erzählt Véronique Poulain von ihren Erlebnissen als Kind von Gehörlosen. Véroniques Eltern und ein Teil ihrer Verwandtschaft sind taub, sie aber nicht. Und so lebt sie in einer lautlosen Welt, die meist gar nicht so leise ist. Das Buch hätte ich mir sicherlich nicht selbst gekauft, jedoch war es Teil meines Überraschungspakets als "Blogger des Monats". Eigentlich lese ich keine Biographien, aber bereits der Klappentext verhieß Unterhaltung: "Doch möchte sie nach ihrer Mutter rufen, muss sie sich etwas einfallen lassen. Und anders als man denkt, sind Gehörlose nicht unbedingt leise Menschen. Véroniques Eltern schmatzen genüsslich, pupsen geräuschvoll in der Öffentlichkeit und haben lauthals Sex. " Das Buch besteht aus jeweiligen kurzen Anekdoten; aus Geschichten, die ein paar Seiten füllen oder nur wenigen Sätzen. Dadurch ist ein Großteil des Buches unbeschrieben und man kann das Buch innerhalb kürzester Zeit lesen. Einige der Anekdoten waren recht unterhaltsam und haben mich schmunzeln lassen. Ich hatte auch das Gefühl, mein Verständnis für die Probleme von Gehörlosen etwas zu erweitern, vor allem wenn die starrenden Leute beschrieben werden. Veroniques gemischte Gefühle gegenüber ihren gehörlosen Eltern, vor allem manchmal auch Wut, lassen sich gut nachvollziehen und machen das Buch authentisch. Der Sprachstil ist sehr einfach und die Sätze kurz gehalten. Das Thema selbst fand ich interessant, der typisch französische Humor kommt gut durch. An einigen Stellen hätte die Autorin aber noch mehr ins Detail gehen können.  Vor allem der Umfang des Buches lässt mich an den knapp 15 € zweifeln. 3 Sterne von mir.      

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  • Worte, die man mir nicht sagt

    Worte, die man mir nicht sagt

    Tamy_s

    08. May 2015 um 21:58

    Mein Leben mit gehörlosen Eltern Inhalt: "Hallo, Ihr Arschlöcher!" So begrüßt Véronique Poulain eines Tages ihre Eltern, als sie aus der Schule heimkehrt. Die Reaktion: eine zärtliche Umarmung. Véroniques Eltern sind gehörlos. Das hat seine guten Seiten, kann aber auch ganz schön nerven. Als Kind ist Véronique mächtig stolz, wenn sie sich vor aller Augen in Gebärdensprache unterhält. Doch möchte sie nach ihrer Mutter rufen, muss sie sich etwas einfallen lassen. Und anders als man denkt, sind Gehörlose nicht unbedingt leise Menschen. Véroniques Eltern schmatzen genüsslich, pupsen geräuschvoll in der Öffentlichkeit und haben lauthals Sex. Ganz still ist es bei ihr zu Hause nie. Und richtig wild wird es, wenn ihre Mutter hinterm Steuer eine Diskussion beginnt. (Quelle: lovelybooks.de) Bewertung: Auf liebevolle Art und Weise wird die Beziehung zwischen Véronique und ihren tauben Eltern beschrieben. Dabei wird dem Leser schnell deutlich, dass sie gemischte Gefühle gegenüber ihren Eltern hegt. Zum einen liebt sie die beiden so wie sie sind, zum anderen empfindet sie auch Hass, weil sie nicht "normal" sind. Sie hören nicht, wie laut sie selbst sind und welche Geräusche sie von sich geben, wenn sie in der Öffentlichkeit sind. Sie können ihr nicht mit Rat und Tat zur Seite stehen, da sie in vielen Situationen selbst noch nicht gesteckt haben. Es ist nicht leicht für Véronique, denn sie möchte lieber mit ihren Lippen selbst sprechen und nicht "gelesen" werden. An vielen Stellen leidet man mit der Protagonistin mit. Es ist eine bewegende Geschichte die zum Schmunzeln und kichern bringt aber gleichzeitig auch traurig ist. Insgesamt befindet sich Véronique in einem Teufelskreis. Fazit: Ebenso wie bei Véronique in Bezug auf ihre Eltern herrschen auch bei mir gemischte Gefühle in Bezug auf dieses Buch. Ich fand es zwar nicht schlecht, aber es war auch kein Überflieger. Es war ein "Mittelding" und auf alle Fälle interessant ein bisschen was über das Leben mit Gehörlosen zu erfahren.

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  • Ein interessanter Einblick in eine (nicht so) stille Welt

    Worte, die man mir nicht sagt

    Umblaettern

    28. March 2015 um 18:04

    Das letzte schonungslos ehrliche Buch über Familien mit behinderten Familienmitgliedern war „Wo fahren wir hin, Papa? Und stammte ebenfalls von einem Franzosen. Was will mir das sagen? Sind Franzosen weniger zimperliche Autoren oder ist das immer so? Zumindest nimmt Veronique Poulais auch kein Blatt vor den Mund, wenn sie in kurzen Episoden beschreibt, wie das Leben mit ihren taubstummen Eltern aussah – von ihrer Babyzeit an bis zum heutigen Tag. So beschreibt sie, dass sie immer zwischen einer Welt voller Worte und einer gefüllt mit Stille wechseln musste und zu welchen Extremen sie das teilweise getrieben hat. Besonders beeindruckend und nachvollziehbar fand ich aber, wenn sie ihre Zerrissenheit zwischen Wut auf das verständnislose, starrende Umfeld und einem Gefühl von Scham schwankt, weil ihre Eltern in der Öffentlichkeit einfach oft auffallen. Dabei schreibt sie sogar sehr wenig, wenn man bedenkt, dass sie von sich selbst sagt, dass sie wie ein Wasserfall redet, wenn sie jemanden hat, der sie hören kann. Kurz, prägnant, schnörkellos – so berichtet sie vom Leben mit ihren Eltern. Und trotzdem schimmert doch immer durch, wie sie sich in den beschriebenen Momenten gefühlt hat.

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