Ich habe "Dreizehn Tage" von Autorin V.M. Gianbanco als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Vera Teitz, deren Stimme grundsätzlich gut zum Buch passt. Ich hätte es jedoch angenehmer gefunden, wenn sie weniger versucht hätte Stimmen zu imitieren, denn bei Frau Teitz hört sich jeder Mann - egal ob gut oder böse - an wie ein Mafiaboss. Dann ist es mir doch lieber, wenn mit neutraler Stimme gelesen wird. Inhaltlich hatte ich zu Anfang ein wenig Probleme mich in der Handlung zurechtzufinden. Das hat sich aber zum Glück gelegt und ich konnte die Personennamen und Ereignisse dann besser zuordnen. Für ein Hörbuch ist es aber generell nicht einfach, wenn schon am Anfang viele unterschiedliche Personen auftauchen. Im weiteren Verlauf wird sehr viel Wert auf die Ermittlungsarbeit gelegt und ich hatte den Eindruck, dass diese durchaus realistisch geschildert ist. Mir hat das gefallen, aber ich kann mir auch vorstellen, dass das in Buchform etwas zu langatmig wirkt. Beim Hören war ich jedoch so damit beschäftigt nicht den Anschluss zu verlieren, dass meine Aufmerksamkeit andauernd gefordert war. Die Hauptfigur Alice Madison fand ich interessant und kann mir auch gut vorstellen weitere Bücher mit ihr zu lesen oder zu hören. Irritiert hat mich nur ihr Name, da die Detectives im Buch eigentlich mit Nachnamen angesprochen werden, ich aber zu Anfang dachte das Madison der Vorname wäre. Andere Figuren haben es aber leider nicht geschafft im Gedächtnis zu bleiben. Insgesamt gesehen kann das Buch nicht wirklich mit Spannung überzeugen und der Fall, die Figuren und Orte wirken etwas unübersichtlich. Es gibt jedoch gute Ideen und die Umsetzung als Hörbuch war für mich auch die richtige Wahl. Empfehlen kann ich "Dreizehn Tage" an Leser und Hörer die komplexe Ermittlungsarbeit mögen und keine Probleme mit vielen Namen haben.
erfordert vollste Aufmerksamkeit


