Vadim Panov

 4,2 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor von Die Prophezeiung, Das Opfer und weiteren Büchern.
Autorenbild von Vadim Panov (© privat)

Lebenslauf von Vadim Panov

Vadim Panov wurde 1972 in Moskau, Sowjetunion geboren. Seine Kindheit verbrachte er größtenteils in den Militörgarnisonen seines Vaters und besuchte eine Vielzahl an Schulen. Seine Freizeit verbrachte er gern in den umliegenden Wäldern. Er studierte Funktechnik am Moscow Aviation Institute. Seinen Durchbruch erlangte er mit seiner Serie »Die verborgene Stadt« die sich in Russland bereits millionenfach verkaufte und Kultstatus erreichte. Panov lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Moskau.

Alle Bücher von Vadim Panov

Cover des Buches Die Prophezeiung (ISBN: 9783453527140)

Die Prophezeiung

 (21)
Erschienen am 08.06.2010
Cover des Buches Das Opfer (ISBN: 9783453527157)

Das Opfer

 (9)
Erschienen am 09.11.2010
Cover des Buches Die Hexe (ISBN: 9783453528222)

Die Hexe

 (7)
Erschienen am 13.06.2011
Cover des Buches Die verborgene Stadt - Die Hexe: Roman (ISBN: B006281IJG)

Die verborgene Stadt - Die Hexe: Roman

 (4)
Erschienen am 25.11.2011
Cover des Buches Die verborgene Stadt - Das Opfer: Roman (ISBN: B006281J7C)

Die verborgene Stadt - Das Opfer: Roman

 (3)
Erschienen am 24.11.2011

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Neue Rezensionen zu Vadim Panov

Cover des Buches Die Hexe (ISBN: 9783453528222)
Wortmagies avatar

Rezension zu "Die Hexe" von Vadim Panov

Das geht wirklich gar nicht - weder früher noch heute
Wortmagievor 5 Monaten

Die Urban Fantasy – Reihe „Die Verborgene Stadt“ von Vadim Panov ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sehr sich nationale Buchmärkte unterscheiden können. In Russland ist die Reihe extrem erfolgreich und umfasst bis heute 29 Bände (Stand: August 2022). Es gibt eine Verfilmung als Serie und Franchise-Werke, die mit der ausdrücklichen Genehmigung von Panov entstanden sind.

Am westlichen Europa scheint dieser Erfolg hingegen vorbeigegangen zu sein. Für den deutschen Markt wurden lediglich drei Bände übersetzt. Nach der Serie suchte ich vergeblich und wer die Autor_innen sind, die eigenständig zu diesem Universum beigetragen haben, konnte ich ebenfalls nicht herausfinden. Es erstaunt mich, dass sich „Die Verborgene Stadt“ international offenbar nie durchsetzen konnte, obwohl sie den russischen Markt seit über 20 Jahren prägt.

Deshalb war es auch schwierig, eine günstige deutsche Ausgabe des dritten Bandes „Die Hexe“ zu ergattern. Die ersten beiden Bände „Die Prophezeiung“ und „Das Opfer“ habe ich im Mai 2014 gelesen. Es dauerte zwei Jahre, bis ich den vergriffenen dritten Band endlich in mein Regal stellen konnte. Da ich aber wusste, dass ich danach ohnehin nicht würde weiterlesen können, war meine Begeisterung für die magischen Geschichten aus Moskau in sich zusammengeschrumpft. Es vergingen noch mal fünf Jahre, bis ich „Die Hexe“ als nächste Lektüre auswählte.

In der Verborgenen Stadt sind Geheimnisse eine wertvolle Währung. Einige sind so mächtig, dass selbst die drei Herrscherhäuser die Folgen ihrer Offenbarung fürchten. Als mitten in Moskau der Sucharew-Turm abgerissen werden soll, entsenden alle Höfe Repräsentant_innen, um die Baustelle zu überwachen. Angeblich wurde im Turm das legendäre Schwarze Buch verborgen, das das gesamte Wissen der verschollenen Bibliothek von Iwan dem Schrecklichen enthalten soll. Natürlich handelt es sich nur um ein Gerücht. Aber sollte es die Wahrheit sein – nicht auszudenken, was geschehen könnte, wenn das Buch in die falschen Hände geriete. Die Sorge der Höfe erweist sich als berechtigt. Kurz nach Beginn der Abrissarbeiten dringt die menschliche Hexe Kara in die Überreste des Turms ein und stiehlt das Schwarze Buch. Sie plant, dessen dunklen Geheimnisse einzusetzen, um Chaos zu säen und Macht über die Verborgene Stadt zu erlangen. Doch so gewissenhaft und skrupellos sie sein mag, hat sie dennoch eine Schwäche: Die Eitelkeit einer Frau auf der Jagd nach ewiger Jugend.  

Nach „Die Hexe“ bin ich nicht traurig, dass ich vermutlich niemals weitere Bände der Reihe „Die Verborgene Stadt“ lesen kann. Selbst wenn ich es könnte, ich würde es nicht. Ich bin perplex, wie problematisch diese Geschichte von Vadim Panov ist und frage mich seit der Lektüre ernsthaft, ob die ersten beiden Bände „Die Prophezeiung“ und „Das Opfer“ ebenso inakzeptabel sind. Habe ich es nur nicht gesehen? War ich sieben Jahre zuvor einfach noch nicht sensibilisiert genug?

Aber der Reihe nach. Zuerst dachte ich, meine Erfahrung mit „Die Hexe“ könnte wirklich gut werden. Ich war positiv überrascht, wie gut ich nach all der Zeit wieder in die Geschichte reinkam und hieß das Konzept einer geheimen magischen Parallelgesellschaft in Moskau erneut willkommen. Obwohl mir recht schnell auffiel, dass Vadim Panov die Handlung viel zu sehr aufbauscht, zu viele Figuren und Perspektiven involviert und das Buch daher unübersichtlich wirkt, fand ich einige Szenen und Charakterbeschreibungen sehr amüsant. Sein trockener Humor erinnerte mich an Terry Pratchett.

Leider beschlich mich jedoch ziemlich bald Unbehagen, das sich innerhalb kürzester Zeit in echten Widerwillen auswuchs. „Die Hexe“ ist eines der sexistischsten Bücher, das ich je gelesen habe. Es ist abstoßend, wie Frauen in diesem Roman dargestellt sind. Jede einzelne weibliche Figur wird objektifiziert und auf ihre Sexualität reduziert. Da wird abschätzig über Frauen gesprochen, sobald sich nur die kleinste Gelegenheit ergibt; gute, gesunde Beziehungen zwischen Frauen sucht man vergeblich und realistische Charakterisierungen weiblicher Figuren sind schlicht nicht vorhanden. Gleichberechtigung – ein Fremdwort.

Nun ist „Die Hexe“ etwa 20 Jahre alt. In diesen 20 Jahren hat sich gesellschaftlich viel verändert und man könnte Vadim Panov zugutehalten, dass er es damals einfach nicht besser wusste. Ob sich sein Ansatz in späteren Bänden änderte, kann ich ja nicht überprüfen. Es war meiner Meinung nach hingegen durchaus schon bekannt, dass man sich als weißer Autor hüten sollte, rassistische Schimpfworte für People of Color zu verwenden.  

Ich habe keine Ahnung, ob es an meiner Übersetzung von „Die Hexe“ liegt, am Ende ist mir das aber auch schnuppe: Es ist nicht im Mindesten akzeptabel, dass in diesem Roman gleich dreimal völlig unmotiviert das N-Wort auftaucht. Es gibt keinen Grund dafür; weder die Geschichte noch die Biografien der Figuren liefern Rahmenbedingungen, die die Verwendung erklären. Diejenigen, die es aussprechen, glauben nicht an faschistische oder rassistische Doktrinen. Es handelt sich um puren, beiläufigen Alltagsrassismus, den ich absolut widerwärtig finde.

In der Summe ist „Die Hexe“ daher ein hochgradig sexistisches und rassistisches Buch, das mich darüber hinaus schriftstellerisch nicht überzeugte. Dreht ein Autor so viele Schleifen mit unterschiedlichen Perspektiven und Akteur_innen, um seine Geschichte zu erzählen, ist das nicht zielführend und lenkt nur ab.

Ich halte es dementsprechend für richtig, dass „Die Verborgene Stadt“ nach „Die Hexe“ nie weiter übersetzt wurde. Ich bezweifle zwar, dass politische Korrektheit die Motivation des deutschen Verlages für die Einstellung der Reihe war, doch am Ende zählt, dass diese Entscheidung das Risiko verringert, dass Frauen und People of Color in Deutschland von Vadim Panov – wahrscheinlich unbeabsichtigt – beleidigt und verletzt werden. „Die Hexe“ ist nach heutigen Maßstäben völlig untragbar. Lasst die Finger davon.

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Cover des Buches Die Hexe (ISBN: 9783453528222)
R

Rezension zu "Die Hexe" von Vadim Panov

Kämpfe zwischen gut und böse auf eine andere Art
renateliestgernevor 2 Jahren

Es handelt sich um eine Trilogie, die in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollten. Jedes einzelne ist spannend, teilweise etwas brutal, aber mit interessanten Figuren. Man merkt, dass der Schriftsteller Russe ist, einige Abkürzungen und Beschreibungen sind für Deutsche schwierig nachzu vollziehen. Auch sonst muss man sich auf das Buch und die handelnden Personen konzentrieren und man erkennt die positive bzw. negative Hauptfigur erst nach einer ganzen Weile. Und beide Charaktere sind in sich gebrochen und damit interessant. Belohnt wird man durch komplexe Intrigen, spannende Geschichten und das Kennenlernen einer zweiten Welt, die für die allgemeine Menschheit unbemerkt, aber für ihre Bewohner völlig selbstverständlich ist.

Unverständlich warum nicht mehr Bücher übersetzt wurden und warum es nur so wenige gibt.

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Cover des Buches Die Prophezeiung (ISBN: 9783453527140)
Hipsters avatar

Rezension zu "Die Prophezeiung" von Vadim Panov

Rezension zu "Die verborgene Stadt - Band 1" von Vadim Panov
Hipstervor 10 Jahren

Nach der Wächter-Sagen und dem Metro Zweiteiler hab ich jetzt die Verborgene Stadt Trilogie angefangen. Irgendwie hat es mir ja doch die russische Fantasy angetan. Aber eins muss ich sagen keins der beiden vorherigen Fantasyreihen hat es mir so schwer gemacht rein zu finden. Es wird mit Namen und Völkern ja nur so um sich geschmissen; ich war kurz davor mir einen Stift und einen Zettel zu schnappen um mir übersicht zu verschaffen. Aber wenn man erstmal Namen und Völker verinnerlicht hat (das hat bei mir gut 140 Seiten gedauert) geht es dann auch. Danach ist man drin in einer Geschichte aus Intrige, Krimi, Ränkelspiel und Action. Was in dem Buch alles in die Luft geht, da wären die Expendables aber neidisch. Dauert knallt und scheppert es, wird geschossen und gemordet.
Es liest sich alles in allem ziehmlich knackig und rund (wenn man erstmal die Flut an Namen und Völkern überstanden hat). Definitiv eine Empfehlung wenn man mal was Actionlastiges lesen möchte.
Einen Daumen nach oben!

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