Valérie Tong Cuong Das Atelier der Wunder

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Inhaltsangabe zu „Das Atelier der Wunder“ von Valérie Tong Cuong

Mariette ist am Rande des Nervenzusammenbruchs. Permanent kritisiert von ihrem Mann, einem narzisstischen Politiker, lässt sich die Lehrerin eines Tages von einem frechen Schüler provozieren und stößt ihn die Treppe hinunter. Millie, Anfang zwanzig, hangelt sich von einem Gelegenheitsjob zum nächsten. Um der Einsamkeit zu entfliehen, geht sie mit fremden Leuten aus, trinkt zuviel und wacht mitten in der Nacht auf, weil in ihrem Haus Feuer ausgebrochen ist. Zur Flucht ist es zu spät, ihr bleibt nur der Sprung aus dem Fenster der vierten Etage. Mike, der eine erfolgreiche Laufbahn beim Militär aus Gewissensnöten abbrach, ist als Clochard auf der Straße gelandet und hat sich unter einer Brücke eingerichtet. Dummerweise hat er den Gnom und seine Gang unterschätzt und wird brutal zusammengeschlagen. Am Tiefpunkt ihres Lebens kreuzen sich die Wege von Mariette, Millie und Mike auf schicksalhafte Weise mit dem mysteriösen Monsieur Jean, der ihnen verspricht, in vier Wochen ihre Seelen in seinem "Atelier der Wunder" zu "reparieren". Doch bald schon beginnt das unglückselige Trio zu ahnen, dass Monsieur Jean selbst ein Geheimnis zu verbergen hat

Schön für zwischendurch

— Patricia1

Fantastischer Erzählstil, gut umrissene Charaktere verbunden mit einem überraschenden Turn des Geschehens.

— katha_dbno

Ganz nett, aber nichts, was einen vom Hocker reißen würde ...

— 19angelika63

Eine nette Geschichte für zwischendurch

— schokoloko29

Ein wunderbares Buch!

— Pocci

Guter Roman mit einem kleinen Manko!

— Jare

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    Das Atelier der Wunder

    katha_dbno

    21. July 2016 um 17:29

    Rezension auf Buntes TintenfässchenSolche Romane leben hauptsächlich von Personen, die im Grunde sind wie Du und Ich, aber trotzdem eine oder mehrere Eigenarten haben oder in skurrile Situationen geraten. Genau solche begegnen einem in "Das Atelier der Wunder". Millie ist das Paradebeispiel des Typs "Graue Maus": introvertiert, unauffällig und schnell verunsichert. Enstprechend unzufrieden ist sie auch mit sich, sieht jedoch keine Chance, ihre Position zu verändern. Für sie ist es eine glückliche Fügung des Schicksals, dass man, nachdem sie als Opfer eines Hausbrandes im Krankenhaus gelandet ist, glaubt, sie habe ihr Gedächtnis verloren. Ich kann verstehen, dass es für sie die ultimative Lösung für all ihre Probleme ist, weil sie dadurch eine neue Identität annehmen kann. Ich persönlich habe es aber von Anfang an so gesehen, dass sie nur vor ihren Problemen davongerannt ist. Mal ehrlich: ihr muss von vornherein klar gewesen sein, dass sie dieses Lüge nicht aufrecht erhalten kann, oder? Ich sehe ein, dass sie verzweifelt ist, so ganz einverstanden war ich mit er Aktion nicht. Abgesehen davon mochte ich sie aber durchaus gerne. Sie ist eine intelligente, einfühlsame Person, weshalb man ihr nicht wirklich böse sein kann. Außerdem hat sie Humor, was sie in ihren Dialogen mit Monsieur Mike öfter gezeigt hat.Dieser wiederum hat mir anfangs nicht wirklich zugesagt. Abgesehen davon, dass ich es albern finde, dass dieses "Monsieur" unauflöslich mit seinem Namen verknüpft zu sein schien, mochte ich ihn als verwahrlosten Alkoholiker nicht, als der er in die Geschichte eingeführt wurde. Ich war mir auch zunächst nicht sicher, ob er fantasiert, als er von einem Gnom berichtete (scheint aber nur ein Spitzname für einen kleinwüchsigen Menschen gewesen zu sein). Meine Abneigung habe ich dann aber sehr schnell hinter mir gelassen und mit jeder Szene ist er mir mehr ans Herz gewachsen. Im Grunde ist er ein lieber, hilfsbereiter Kerl. Vielleicht trifft er nicht immer die richtigen Entscheidungen, aber das ist ja nur menschlich. Besonders gerne habe ich natürlich gesehen, dass er sich ein wenig in Millie verknallt hat und ich wollte unbedingt, dass das zwischen den beiden was wird. Auch Meriette empfand ich zunächst als anstrengend. Ihre Anspannung konnte ich bei ihrem Job vollkommen verstehen, aber ich kann es wirklich nicht leiden, wenn sich jemand unterbuttern lässt - besonders nicht vom eigenen Ehemann. Da schrillen bei mir immer sämtliche Alarmglocken. Ich habe eigentlich die ganze Zeit nur darauf gewartet, dass sie explodiert und ihm endlich die Meinung geigt. Bei solchen Szenen muss ich immer süffisant grinsen (was hier auch der Fall war). Ihr Interesse an Jean Heart wiederum fand ich etwas peinlich, obwohl sie mir schon etwas leidtat. Warum genau, verrate ich an der Stelle jedoch nicht.Das Bindeglied zwischen diesen drei sehr unterschiedlichen Charakteren ist Jean Heart. Wie ein Engel taucht er wie aus dem Nichts auf und nimmt sich der "Problemkinder" an. Sie bekommen entweder einen Job oder einen Platz als Patient in seiner Einrichtung, was eine eigene Wohnung automatisch beinhaltet, er kümmert sich um sie, hört ihnen aufmerksam zu, vermittelt ihnen (d.h. Millie) einen Job ohne eine finanzielle Gegenleistung zu fordern - kurz: er ist der gute Samariter. Da fragt man sich natürlich, warum er das tut und wie er das bewerkstelligt. Denn zunächst klingt das einfach alles sehr rosig: die drei Hauptfiguren bekommen durch ihn einen Ausweg aus ihrem Schlamassel und können wieder neuen Mut und Kraft tanken. Man merkt jedoch schon bald, dass im Atelier der Wunder nicht alles so wunderbar ist, wie es den Anschein hat, und so platzen allmählich die Seifenblasen der Protagonisten. Natürlich war eine Katastrophe bzw. ein Wendepunkt vorhersehbar, denn worauf sonst sollte eine so paradiesisch anlaufende Geschichte sonst hinaus laufen? Was sich Valérie Tong Cuon dann aber überlegt hat, lag jenseits meiner Erwartungen. Nicht in dem Sinne, dass es so schockierend gewesen wäre, sondern eher dahingehend, dass ich diese Entwicklung niemals in Betracht gezogen hätte. Daher war ich angenehm vom Fortlauf der Handlung überrascht.Mein Problem mit Tong Cuong ist an der Stelle, dass ich beim Lesen Lust auf mehr von ihr habe, ihre Geschichten jedoch recht kompakt sind und sie auch nicht mehr als zwei Romane in Deutschland veröffentlicht hat. Sie schreibt einfach so fantastisch, so anschaulich, dass man sofort in die Geschichte(n) hineingezogen wird. Man hat schon nach wenigen Zeilen das Gefühl, als würde man die Personen schon ewig kennen. Durch die Reflexionen über ihr jeweiliges Leben konnte ich Nähe zu ihnen aufbauen und Verständnis für ihre Handlungen aufbringen. Genau darauf kommt es beim Geschichtenerzählen meiner Meinung nach an.An sich war ich mit dem Ausgang der Story auch vollkommen zufrieden - mit einer einzigen Ausnahme. Mir ist klar, dass ein allzu paradiesisches Ende einfach unglaubwürdig gewesen wäre, aber das ausgerechnet dieses Ereignis eintreten musste, hat mich dann doch etwas heruntergezogen.FazitAuch der zweite Roman, den ich von Valérie Tong Cuong gelesen habe, hat mich von ihrem schriftstellerischen Können überzeugt. Sie kreiert mit wenigen Worten eine gewisse Atmosphäre, sodass man sich von der realen Welt losgelöst fühlt, und gibt einem das Gefühl, die Charaktere zu kennen. Entsprechend zügig habe ich den Roman auch gelesen und war etwas enttäuscht, als ich auf der letzten Seite angekommen war.

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  • Frühlings-Lese-Marathon vom 6.-8. März 2015!

    Queenelyza

    Ihr Lieben, wird es nicht wirklich langsam Zeit für den Frühling, für wärmere Tage ohne Heizungsluft, ohne Handschuhe und ohne Pelzstiefel? Wir meinen "ja", und deswegen läuten meine liebe Lesefreundin Lissy und ich zu einem Frühlings-Marathon! Von Freitag, 6. bis Sonntag, 8. März darf nach Herzenslust gelesen werden - es wäre jedoch kein richtiger Themen-Marathon, wenn es nicht eine kleine thematische Einschränkung geben würde. Und zwar wollen wir den Frühling dadurch hervorkitzeln, dass wir "Sonnenbücher" lesen. Also einfach Lektüre, die uns so richtig auf dem Frühling einstimmt. Das können Bücher mit Sonne auf dem Cover oder im Titel sein, die am Strand oder in einem fernen warmen Land spielen, mit tropischen Blüten drauf oder einfach einem schönen Garten in der Sonne - das schlechte Wetter muss für dieses verlängerte Wochenende einfach draußen bleiben und wir tanken Sonne, Wärme und einfach "good feelings". Freundliche helle Cover, bitte nichts Schwarzes oder Dunkles - auch wenn da Blumen drauf sind. Sonst wollen wir Euch aber nur wenig Vorgaben machen, es soll ja auch Freude machen, den Frühling herbeizulesen! Um Euch einen kleinen Eindruck zugeben, was für Bücher gemeint sein könnten, haben wir einige angehängt. Ich bin mir sicher, dass die Regale da mehr als genug hergeben. Schön wäre es natürlich, wenn ihr hier rege teilnehmt und postet, was ihr gerne lesen wollt und werdet und wie Eure Fortschritte so sind beim Lesen, dann macht es nämlich noch viel mehr Spaß! Wir freuen uns auf zahlreiche Mitleserinnen und Mitleser!

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  • Das Atelier

    Das Atelier der Wunder

    schokoloko29

    14. February 2015 um 15:51

    Inhalt des Buches: In diesem Buch wird ein Atelier beschrieben, welches Menschen aufnimmt, die in Schwierigkeiten sind. Da ist einmal Millie. Sie ist ein unscheinbares Mäuschen, welches sich von einem zum nächsten Gelegenheitsjob tingelt und für andere Menschen nicht sichtbar ist. Durch einen Brand in ihrem Haus ist sie gezwungen aus dem vierten Stock zu springen. Sie fällt und weist ein leichtes Schädel- Hirn- Trauma und ein paar Rippenbrüche auf. Um ihr früheres Leben zu vergessen täuscht sie eine Amnesie vor. Dann ist der Monsieur Mike. Ein Obdachloser, der von einem "Kumpel" zusammengeschlagen wird. Seine Milz ist zerstört und man sagt ihm, wenn er wieder auf der Straße lebt, wird er sterben. Im Atelier findet er eine zweite Chance. Dort ist er ein Aufpasser und er fühlt sich wieder wichtig und gebraucht. Zu guter letzt ist da noch Mariette. Sie wird von ihren Schülern schikaniert und ihr Ehemann hat nur noch Verachtung und Geringschätzung für sie übrig. Eines tages rastet sie aus und schlägt einen Mitschüler. Diese Menschen entwickeln sich im Atelier weiter... Eigene Meinung: Dieses Buch ist leicht zu lesen und sehr einfach in der Sprache. Es hat mir gut gefallen und ist zu empfehlen.

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  • Das Atelier der Wunder - ein wunderbares Buch!

    Das Atelier der Wunder

    Pocci

    03. January 2015 um 23:30

    Inhalt: Millie, Monsieur Mike und Mariette sind alle am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Millie hangelt sich von einem Zeitarbeitsjob zum nächsten, hat aber keine sozialen Kontakte. Dann steht auch noch ihr Wohnhaus in Flammen und sie kann sich nur mit einem Sprung aus dem vierten Stock retten. Monsieur Mike ist aus der Armee desertiert und nun obdachlos. Eines Tages wird er von anderen Obdachlosen im Konkurrenzkampf um einen Hauseingang krankenhausreif geprügelt. Mariette wird von ihren Schülern gemobbt. Die anderen Lehrer helfen ihr nicht und auch in ihrer Familie erfährt sie keinen Rückhalt. Ihr Mann Charles ist sogar an verbalen Grausamkeiten ihr gegenüber nicht zu überbieten. Sie alle treffen sich im Atelier der Wunder. Diese Einrichtung soll Menschen dabei helfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und wird von Monsieur Jean geleitet. Doch auch Monsieur Jean hat ein Geheimnis. Erzählstil: Die Handlung wird abwechselnd in der Ich-Perspektive von Millie, Monsieur Mike und Mariette geschildert. Dadurch kommt man allen drei Charakteren sehr nahe, denn man lernt nicht nur ihre aktuellen Gedanken und Gefühle, sondern über Erinnerungen auch ihre Vergangenheit kennen. Die Kapitel aus den unterschiedlichen Perspektiven haben dabei genau die richtige Länge, dass man sich einerseits in die aktuelle Figur hineinversetzen kann, sich aber andererseits aber auch nicht so sehr in ihr verliert, dass man dann überrascht ist, wenn die Perspektive wechselt. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass es beim Kapitelwechsel nur kurze zeitliche Rückschritte gibt, so dass man als Leser nicht noch unterschiedliche Zeitpunkte in Einklang bringen muss. Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und am Ende konnte ich es gar nicht mehr zur Seite legen. Ich finde, dieses Buch kann einem als Leser auch Mut machen, dass es immer die Möglichkeit gibt an einer scheinbar ausweglosen Situation doch etwas zu ändern. Gleichzeitig ist es auch ein Buch über Freundschaft, die hier zwischen völlig verschiedenen Menschen entsteht. Mein einziger Kritikpunkt ist das Ende, das mehr oder weniger ein Nachwort von Monsieur Jean ist. Ohne diesen Nachtrag hätte mir das Buch besser gefallen.

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  • Nette Geschichte mit etwas unbefriedigendem Ende!

    Das Atelier der Wunder

    Jare

    12. July 2014 um 14:56

    Mariette, Millie und Mike stehen allesamt an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Mariette wird von ihrem narzisstischen Mann ausgenutzt und in ihrem Beruf als Lehrerin gemoppt, bis sie einen Nervenzusammenbruch erleidet. Millie ist Anfang zwanzig und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Als eines Tages in ihrem Haus ein Feuer ausbricht, bleibt ihr nur der Sprung aus der vierten Etage. Der ehemalige Militärangehörige Mike hat seine Zeit dort unehrenhaft beendet und lebt seitdem als Clochard auf der Straße. Eines Tages wird er von einer Gang brutal zusammengeschlagen. Alle drei stehen an einem besonderen Punkt in ihrem Leben und treffen in dieser Situation Monsieur Jean, der die Hilfsorganisation Atelier leitet. Er verspricht, ihnen zu helfen und scheinbar geht sein Vorhaben auch wirklich auf. Doch auch Monsieur Jean hat ein Geheimnis. In ihrer französischen Heimat ist Valérie Tong Cuong kein unbeschriebenes Blatt mehr. Nachdem sie ihre berufliche Tätigkeit in der Kommunikationsbranche nicht mehr ausfüllte, beschloss sie, ihr Leben den schönen Künsten zu widmen. Das Resultat sind bisher sieben Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Mit „Das Atelier der Wunder“ will die mit einem Vietnamesen verheiratete Autorin jetzt auch die deutsche Leserschaft für sich gewinnen. Und dieser Plan scheint zunächst auch komplett aufzugehen. Im Wechsel stellt Valérie Tong Cuong ihre drei Hauptfiguren vor, wobei sie jeweils mit einem Ich-Erzähler arbeitet. Ein Kunstgriff, der durch die klar definierten und sehr gut herausgearbeiteten Figuren an keiner Stelle verwirrend ist. So erlebt der Leser mit, wie Mariette von einem jugendlichen Schüler an den Rand des Wahnsinns getrieben wird, muss erfahren, dass Millie wegen eines schrecklichen Vorfalls in der Vergangenheit von ihren Eltern ausgegrenzt wurde und erfährt, warum Mike seine Zelte beim Militär abgebrochen hat. Mit dem Auftauchen von Monsieur Jean und der Aufnahme der drei so unterschiedlichen Figuren in das Atelier bekommt der Roman einen zusätzlichen Spannungsbogen. Für Mariette, Millie und Mike wendet sich das Blatt zum Guten. Scheinbar, denn im weiteren Verlauf müssen sowohl der Leser als auch die drei Protagonisten erkennen, das Monsieur Jean nicht der Wohltäter ist, für den er sich ausgibt. Und hier liegt für mich auch der negative Knackpunkt des Romans. Trotz intensiver Lektüre kann ich mich mit der Wandlung von Monsieur Jean vom Saulus zum Paulus nicht anfreunden. Überhaupt wird für mich das Atelier nicht wirklich greifbar. Einen Großteil seiner Spannung bezog der Roman für mich aus der Frage, was es mit der Organisation und mit Monsieur Jean auf sich hat. Und diese Frage wurde (zumindest für meinen Geschmack) nicht wirklich plausibel beantwortet. Fazit: „Das Atelier der Wunder“ ist insgesamt ein lesenswerter Roman. Das Schicksal der drei Hauptfiguren ist sehr anschaulich und lebensnah dargestellt und birgt mehr als genug potential, um den Leser zu fesseln. Lediglich das Ende ist in meinen Augen nicht überzeugend und mindert ein wenig das Lesevergnügen.

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  • Jeder Mensch kann ein Wunder sein

    Das Atelier der Wunder

    Gackelchen

    14. May 2014 um 12:33

    Worum es geht:  Mariette ist Lehrerin und lebt in Angst vor ihren Schülern und ihrem Mann. Sie ist überzeugt dass das Mobbing so weit gehen wird bis sie sich umgebracht hat. Eines Tages läuft das Fass über und Mireille verpasst dem Anführer der Klasse eine heftige Ohrfeige. Monsieur Mike ist Obdachlos und hat eine Treppe in Beschlag genommen. Er tut niemandem etwas, sitzt nur dort aber das reicht aus um Neider zu haben. Der Gnom will die Treppe haben, um jeden Preis. Millie kann kaum einen Job länger als 6 Monate halten. Als sie zum ersten Mal betrunken nach Hause kommt glaubt sie dass sich die Welt gegen sie verschworen hat, denn das Haus steht in Flammen. Alle drei können ihr Glück kaum fassen als Jean vom Atelier bei Ihnen erscheint und eröffnet dass sie ein neues Zuhause bei ihm kriegen können. Ein Angebot dass niemand abschlagen wird denn das Atelier ist dafür bekannt Wunder zu vollbringen.  Meine Meinung: Am schlimmsten für mich war die Beziehung zwischen Mariette und ihrem Ehemann. Sie hat Probleme und sucht Hilfe und er fällt ihr ohne Unterbrechung in den Rücken. Schlimm auch, wie die Therapeuten sich gegen Mariette stellen. Man möchte schreien beim lesen, möchte sie anschreien Mariette doch zuzuhören. Bei Millie war mein ersten Impuls allerdings sie zu schütteln dass sie ihr Leben mal auf die Reihe kriegt. Aber das war nur in den ersten beiden Kapiteln und hat sich imens schnell wieder gelegt. Obwohl man annehmen könnte, hier viele Klischees zu begegnen, wird einem immer vor Augen geführt dass es ein französisches Buch ist, nicht amerikanisch. Nichts ist Schwarz/Weiss, selbst Jean, der ja als Retter der Verwirrten und Verlorenen angeführt wird, ist nicht so einfach gestrickt. Sehr schön kristallisiert sich im Laufe der Geschichte seine wahre Natur, die einen nochmal zu überraschen weiss. Das Atelier der Wunder hat nach seinem Erscheinen in Frankreich eine Steilkurve nach Oben auf den Bestsellerlisten hingelegt. Letztes Jahr dann die Krönung mit der Auszeichnung des "Prix du Livre d'Optimiste". Wer Bücher im Coehlo oder Marie Sabine Roger mag wird auch hier voll auf seine Kosten kommen!  Positiv: - Die Aussage dass jeder wenn er wöllte ein Held sein kann.- Jean macht nicht mal besonders viel um die Leben unserer drei Hauptfiguren zu verändern. Manchmal muss es eben nicht viel sein um einen grossen Wandel hervorzurufen.- Eine getrübte Stimmung durchzieht die Geschichte, französisch halt, die haben es nicht so mit locker flockig ( ausser Levy schreibt das Buch, aber der ist schon so amerikanisch dass er nicht mehr als Franzose gezählt werden kann ) - Wunderschönes Cover ;)  Negativ: - Gegen Ende ging es mir dann doch ein wenig schnell.  

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