Valérie Trierweiler

 4.1 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Die Dame in Gold.

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Die Dame in Gold

Die Dame in Gold

 (29)
Erschienen am 14.09.2018

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Rezension zu "Die Dame in Gold" von Valérie Trierweiler

Frauen zwischen Kunst und Liebe: Adele, die Frau in Gold
sommerlesevor 12 Tagen

Der 7. Band der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" aus dem Ausbau Verlag ist der Titel "Die Dame in Gold" von Valérie Trierweiler. 

Wien um 1900: Die Stadt ist das Zentrum der künstlerischen Avantgarde. Im Salon des Ehepaars Bloch verkehren Sigmund Freud, Arthur Schnitzler, Gustav Mahler, Stefan Zweig und Rainer Maria Rilke. Adele Bloch ist eine Frau ihrer Zeit, jung, emanzipiert und begeisterte Anhängerin des Jugendstils. Als sie Gustav Klimt kennenlernt, ist sie sofort von seinem Genie fasziniert. Ihr Mann gibt ein Portrait in Auftrag. Während Klimt in seinem Atelier Skizzen von Adele anfertigt, diskutieren sie über Literatur, Kunst und die Liebe und Adele entwickelt für Gustav Gefühle.

"Adele ist nicht eifersüchtig. Sie ist es nicht mehr, dafür bewundert sie diesen Mann zu sehr, und sie versteht, dass er seinem Verlangen nachgeben muss, denn es ist Ursprung und Inspiration seiner Kunst." Zitat Seite 227 

"Die Dame in Gold" beschreibt Wiener Zeitgeist und den Aufbruch der Avantgarde und die besondere Geschichte der jungen Adele Bloch-Bauer, die eine Vernunftehe mit einem reichen älteren Mann einging. Doch glücklich wurde sie nicht. Nach einer Fehlgeburt verliert Adele ihren neugeborenen Sohn und versinkt in Lethargie. Ihr Mann ist Kunstliebhaber und um sie ins Leben zurückzuholen, beauftragt er Gustav Klimt mit dem Malen eines Porträt von Adele. Sie findet in den Gesprächen mit Klimt wieder zu sich selbst, öffnet sich und er gibt ihr das Gefühl, ein eigenständiger, begehrter Mensch zu sein. Sie ist von Klimts Freigeist fasziniert. Doch Klimt ist ein Frauenheld, bekannt für seine Liebschaften. Adeles Bildnis überdauert nicht nur die Beziehung, sondern wird als "Die Dame in Gold" weltberühmt. Ein weiteres Gemälde wird später angefertigt. 
 

Zur Jahrhundertwende gab es in Wien enorme Unterschiede zwischen Arm und Reich. Während die Reichen gerne Künstler und Literaten um sich versammelten, ging es den anderen einfachen Leuten um ihre Existenz und ihr Überleben. Die Welt gehörte den Männern, von Selbstbestimmung der Frau konnte keine Rede sein.
Valérie Trierweiler zeigt diese Wiener Epoche sehr klar auf. Man bekommt einen guten Eindruck des Geschehens, hauptsächlich aus Sicht der reichen Gesellschaftsschicht. Wie es den Bediensteten und der hart arbeitenden Landbevölkerung ging, kann man nur am Rande erahnen. Von armen Migranten ist die Rede, gemeint sind zugewanderte Menschen aus Österreichs Kronländern, aus Böhmen und Ungarn.

Um diese armen Menschen in den Wiener Randbezirken kümmert sich Adele, sie hilft mit Lebensmitteln und Kleiderspenden. Doch das Leben im Luxus pflegt sie weiterhin. Mit ihrem Ehemann verbindet sie mehr Verbundenheit als Zuneigung und so überrollt sie die Liebesbeziehung mit Klimt und weckt sie mit neuem Leben.

Doch Adeles Leben wird nicht mehr so glücklich, wie sie es erhofft. Dem jüdischen Glauben schwört sie ab, als eine weitere Fehlgeburt ihr ihr jede Illusion auf eigene Kinder nimmt. Auch politisch bringt die Zeit Probleme und Tod mit sich, es kommt zum Ausbruch des erstenWeltkriegs.

Adeles Gefühle für Klimt ist nicht die große Liebe, es ist eine leidenschaftliche Affäre. Man kann ihre Gefühle und ihre Trauer nachvollziehen und doch bleibt sie mir merkwürdig fremd. Ihr Leben war wie in einem goldenen Käfig, zum Ausbrechen fehlte ihr der Mut und die Notwendigkeit, ihre Stellung ermöglichte ihr die Unterstützung von Flüchtlingen und Künstlern, ihre Zeit widmete sie ihrer Schwester und deren Kindern. Dieser Roman führt uns die Zustände der damaligen Zeit vor Augen und ich konnte mich gut einfühlen. 

 

Dieser Roman bringt uns das Leben von Gustav Klimts Muse Adele näher. Eine von vielen und doch hat er aus dieser Beziehung ein meisterhaftes Gemälde erschaffen, das auch heute noch von unglaublicher Anziehungskraft erstrahlt. 

Besonders der Epilog ist beachtenswert, dort wird über den Verbleib des berühmten Bildes berichtet.



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gsts avatar

Rezension zu "Die Dame in Gold" von Valérie Trierweiler

Ein Modell von Gustav Klimt
gstvor 17 Tagen

„Manchmal glaubt man alles vergessen, verschüttet und von der Zeit besiegelt, doch plötzlich tauchen die Gefühle unversehrt und überwältigend wieder auf.“ (Seite 339)

Ferdinand Bloch liebte seine Frau abgöttisch. Als sie nach dem Tod ihres gemeinsamen Sohnes in Depressionen verfiel, bat er den bereits berühmt gewordenen Gustav Klimt, sie wieder aufzumuntern. Er bestellte ein Porträt seiner Frau beim Künstler. Dem gelang es tatsächlich, die tiefe Traurigkeit der jungen Adele zu mildern.

Valérie Trierweiler hat den Wiener Zeitgeist zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingefangen. Da gab es zum einen die von reichen Sponsoren unterstützte Bohème und im Gegensatz dazu das gemeine Volk, dem die Mittel für ein angenehmes Leben fehlten. Noch hatten die Männer das Sagen, doch die Sufragetten, die das Wahlrecht auch für Frauen einforderten, waren schon im Gespräch.

In auffallend angenehmer Schriftgröße erzählt das Buch von der Zeit, als sich Ehepaare der gehobenen Gesellschaft noch Siezten. Die im Präsens geschriebenen Sätze sollen dem Leser wohl das Gefühl vermitteln, unmittelbar am Geschehen teilzunehmen. Leider fühlte ich mich über weite Strecken eher wie eine entfernte Zuschauerin, der Einzelheiten über eine Liebesaffäre erzählt werden. Vielleicht lag es an der hier beschriebenen Gesellschaftsschicht, dass es mir an vielen Stellen schwer fiel, mich mit der Protagonistin zu identifizieren. Das könnte aber auch am Schreibstil liegen, der mir sehr distanziert vorkam.

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, da es viele Einzelheiten aus Gustav Klimts Leben und Schaffen aufgegriffen hat und im Epilog auch über den Verbleib des berühmten Gemäldes berichtete.

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Euridikes avatar

Rezension zu "Die Dame in Gold" von Valérie Trierweiler

Der Schreibstil war nichts für mich.
Euridikevor 20 Tagen

"Die Dame in Gold" ist bereits der fünfte Band der Reihe um besondere Frauen des 20. Jahrhunderts aus dem Aufbau Verlag, den ich gelesen habe. Bisher haben mir alle Bücher dieser Reihe gut gefallen.
Aber mit diesem Buch konnte ich mich einfach nicht anfreunden.
Als erstes wird man schon mit einer Tristesse konfrontiert, die einen richtig vor den Kopf stößt. Das habe ich bei dem Klappentext und der Vorstellung, die ich von diesem Buch hatte so gar nicht erwartet.
Zweitens haben mich der abgehackte Schreibstil, diese kurzen Sätze beim Lesen frustriert.
Auch die Personen konnten mich nicht überzeugen.

Etwa in der Mitte habe ich das Buch aufgegeben, ich konnte mich schlichtweg nicht mehr überwinden, die Lektüre zu beenden.

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Gespräche aus der Community

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aufbauverlags avatar
Autoren oder Titel-Cover„Die Geschichte einer großen Liebe!“ Elle.

Wien, 1903: Adele ist jung, unangepasst und neugierig. In ihrem Salon treffen sich die Künstler der Avantgarde, und hier begegnet sie zum ersten Mal Gustav Klimt. Sofort ist sie fasziniert von seinem Genie, aber auch seinem unkonventionellen Lebensstil. In den unzähligen Stunden, in denen Adele ihm in seinem Atelier Modell sitzt, entwickelt sich zwischen ihnen eine innige Liebe. Mit ihm empfindet Adele wieder Glück und Hoffnung, nachdem sie zuvor den wohl schwersten Schicksalsschlag erleben musste, den es für eine Mutter geben kann …

Die berührende Geschichte von Adele Bloch-Bauer – der Frau, die Gustav Klimts Kunst wie keine andere geprägt hat

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Über Valérie Trierweiler
Valérie Trierweiler, geboren 1965, studierte Geschichte und Politikwissenschaften in Paris und arbeitet seitdem als Journalistin. "Die Dame in Gold" hat in der französischen Presse für viel Aufsehen gesorgt.

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