Valérie Trierweiler

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Autor von Die Dame in Gold.

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Die Dame in Gold

Die Dame in Gold

 (32)
Erschienen am 14.09.2018

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Rezension zu "Die Dame in Gold" von Valérie Trierweiler

Gustav Klimt und seine Alma
HEIDIZvor 7 Tagen

"Die Dame in Gold" - wer sich etwas in der Kunst auskennt, kann sich denken, dass es um Klimts berühmtes Werk - um das Bildnis der Adele Bloch-Bauer - der goldenen Adele handelt.

Sehr lebendig und spannend geschrieben hat mich die Geschichte nachhaltig beeindruckt. Die Autorin hat es geschafft, in die Handlung einzubinden, mit mitzunehmen, mitfühlen zu lassen und einen Blick hinter die Kulissen der Künstler und der Biografie der Adele Bloch-Bauer und ihrer Lebensbegleiter zu erhalten. Man nimmt der Autorin ihre Geschichte genau so ab, als wäre sie real. Klar, grundsätzlich ist es auch so passiert, aber die Geschichte ist dennoch romanhaft, wenn man sie liest fühlt man sich zuhause, fühlt man sich eingebunden.

Leseprobe:
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Adele weiß ganz genau, was sie quält, was ihr so sehr im Leben fehlt. Sie hat weder ein Kind noch eine leidenschaftliche Liebe erlebt, dabei haben so viele Frauen beides. Sie denkt an ihre Freundin Alma Mahler, die ebenfalls mit den Prüfungen des Lebens konfrontiert war, es aber dennoch versteht, sich den Männern hinzugeben, die ihr gefallen. ...

Die Zeit wird lebendig, Wien ersteht vor dem geistigen Auge und die Charaktere werden bildhaft lebendig beschrieben, wie auch die Szenen, die man vor dem geistigen Auge vorbeiziehen sieht. Ein faszinierender Roman zu Klimt, seiner Adele und berührende Geschichte der Frau an Gustavs Klimts Seite, die ihn prägte.

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Rezension zu "Die Dame in Gold" von Valérie Trierweiler

Das Leben der Adele Bloch-Bauer
nonostarvor einem Monat

Das Buch erzählt die Geschichte von Adele Bloch-Bauer und ihre Beziehung zu dem Maler Gustav Klimt. Adele heiratete sehr jung den Zuckerhersteller Ferdinand Bloch und musste schon einige Schicksalsschläge erdulden, als sie den Maler Gustav Klimt kennen lernt. Von Beginn an scheint eine gewisse Anziehungskraft zwischen den beiden zu herrschen und schließlich gibt sie sich ihren Gefühlen hin.

Der Schreibstil war sehr leicht und ich hatte keinerlei Probleme der Geschichte zu folgen. Das Hauptaugenmerk liegt zwar auf den Gefühlen von Adele, man bekommt jedoch auch einen Eindruck von der damaligen Zeit. Frauen sollten am besten nur zu Hause sitzen und sich um die Familie kümmern. Ihr Einmischen in Politik etc. ist nicht gewünscht. V.a. Adele leidet sehr darunter. Sie spürt, dass die Welt im Umbruch ist, wird jedoch von ihrem Mann zurück gehalten. Gegen Ende des Buches erlebt sie den Aufschwung der Nazis mit und leidet sehr unter dem Krieg und dem Tod ihrer Freunde. Den Erzählstil fand ich sehr schön. Auch die Nebencharaktere fand ich sehr schön dargestellt, obwohl mannur wenig über sie erfährt.

Das Buch konnte mich großteils überzeugen, lediglich beim Schluss fand ich das Tempo etwas zu hoch. Auch den Epilog fand ich nicht so toll, da er nicht mehr richtig zu Story und Erzählweise gepasst hat. Dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Romane liest, die auch einen Hauch Historik mitbringen. Ich bin nun neugierig und möchte auch die anderen Bücher der Reihe über Frauen in der Vergangenheit lesen.

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Rezension zu "Die Dame in Gold" von Valérie Trierweiler

Ein glanzvolles Gemälde und seine Geschichte
Betsyvor 2 Monaten

Wien 1904, die junge Adele hat eigentlich alles was sie sich wünschen kann. Einen liebevollen, wenn auch um einiges älteren, Gatten und ein Leben in Wohlstand, nur der Wunsch nach einem Kind bleibt ihr bislang unerfüllt. Nachdem ihr Sohn bereits kurz nach der Geburt stirbt, zieht sich Adele immer mehr in sich selbst zurück. Um sie nach diesem tragischen Verlust wieder aufzuheitern und ihr neuen Lebensmut zu geben, bestellt ihr Mann ein Porträt beim gefragten Maler Gustav Klimt, dessen Kunst Adele genauso fasziniert wie der Künstler selbst. Nicht ahnend, wie intensiv ihre Beziehung zueinander wird, in der Adele zum ersten Mal echte Leidenschaft erlebt, sitzt sie ihm Modell. Ihr Bild wird für Klimt nicht nur eines seiner Höhepunkte in seiner Karriere, sondern ist vor allem eine Huldigung an die Frau die darauf abgebildet ist.

Neben dem Gemälde „Der Kuss“ ist das Porträt von Adele Bloch-Bauer, auch bekannt als „Goldene Adele“ oder „Dame in Gold“ wohl das berühmteste Werk Klimts bzw. in der Kunstrichtung des Jugendstils überhaupt. Doch welche Geschichte hinter dem Gemälde steckt und wer die Frau auf dem Bild ist, ist wohl den wenigsten bekannt. In diesem Buch bekommt der Leser einen umfassenden Einblick in das Leben von Adele und ihrer Beziehung zum Künstler Gustav Klimt.

„Er ist so modern, so anders, ein überragendes Genie, das über die akademischen Regeln hinauswächst und Kunst erschafft, die das Schlimmste und Schönste des Lebens festhält.“


Die Autorin schafft es die Zeit um die Jahrhundertwende sehr gelungen einzufangen und ein authentisches und anschauliches Bild vom damaligen Leben und seinen Menschen zu vermitteln, auch wenn der Fokus mehr auf dem gehobenen Bürgertum und der Avantgarde liegt. Mittendrin die privilegierte und junge Adele aus jüdischem Haus, die recht aufgeschlossen für die damalige Zeit ist und den fortschreitenden Wandel begrüßt, vor allem als ihr die Mutterrolle verwehrt bleibt und eine traurige Leere in ihrem Leben entsteht. Erst Klimt, der aus seiner Verehrung für sie keinen Hehl macht, ihr seine Welt zeigt und mit dem sie bald eine innige Freundschaft verbindet, bringt sie aus ihrer Lethargie zurück ins Leben.

„Wenn sie könnte, würde sie gerne in einer anderen Epoche leben. Sie träumt seit jeher von Freiheit und Ausbruch, doch beides ist ihr, trotz der privilegierten Welt, in der sie lebt, verwehrt.“

Adele ist hier eine sehr starke und eigenständige Frau, die einige Verluste in ihrem Leben verkraften muss und sich dennoch nicht davon unterkriegen lässt. Entsprechend der damaligen Zeit geht sie eine für sie günstige Vernunftehe mit einem Zuckerfabrikanten ein, ist aber dennoch nicht unglücklich in ihrer Ehe, die durchaus aus Zuneigung besteht, selbst wenn es an echter Leidenschaft fehlt. Durch den Altersunterschied kommt es allerdings auch oftmals zu einem fehlenden Verständnis zwischen den Eheleuten, da ihr Mann sie zwar über alles liebt und sie auf Händen trägt, dieser aber mit seinen Ansichten im vorherigen Jahrhundert zurückgeblieben ist, während seine junge Frau offener für neues ist und sich nicht nur für Kunst, sondern auch Politik, wie etwa dem Frauenwahlrecht, interessiert und in späterer Folge auch tatkräftig den ärmsten der Ärmsten hilft, die während des 1. Weltkrieges nach Wien geflohen bzw. nach der Zerschlagung der k.u.k-Monarchie zugewandert sind und deren Lebenssituation sie zutiefst schockiert.

„In Wien eine emanzipierte Frau zu sein, ist reine Illusion. Die Frauenfeindlichkeit ist hier größer als im Rest Europas, und wenngleich die Wiener von sich behaupten, modern zu sein, sind sie doch nur weltfremd. Selbst die Schriftsteller scheinen die Emanzipation der Frauen zu fürchten.“

Adele will mehr als nur ein angepasstes Leben und genau dieses Verständnis findet sie bei Klimt, der sie als Gleichgestellte behandelt und mit ihr tiefschürfende Gespräche führt. Obwohl sie sich von Anfang an zu dem charismatischen und genialen, wenn auch ebenfalls viel älteren, Maler hingezogen fühlt, kämpft sie gegen ihre Gefühle so gut es geht an. Einerseits weil sie genau weiß, dass Klimt kein Mann für nur eine Frau ist und sie nicht wie seine anderen Modelle sein will, aber auch weil sie nichtsdestotrotz eine Frau mit Anstand ist und sich ihrem Ehemann verbunden fühlt.

Mit dabei ist hier das Who is Who der intellektuellen Elite aus den Wiener Salons wie etwa Freud, Zweig, Schnitzler, Kokoschka, Schiele, Mahler, usw., die mit ihren Werken und Ideen oftmals für Diskussionsstoff sorgen, weil sie mitunter nicht nur neue Wege gehen, sondern auch provozieren, wie etwa Klimt, der mit seinen Bildern als auch seinem lockeren Lebensstil mitunter die Gemüter seiner Mitmenschen erhitzt, aber gerade deshalb auch so polarisiert.

„Wenn die Erotik keinen Platz in der Kunst hat, dann hat die Kunst auch keinen Platz im Leben.“

Besonders spannend und interessant ist es hier zu erfahren, wie das Bild von Adele entsteht, welch verborgene Details dahinter stecken und wie es die Beziehung zwischen Klimt und Adele wiederspiegelt. So ist man immer wieder beim Lesen der Lektüre versucht sich mitunter das Bild im Internet anzusehen, sowie auch alle anderen Kunstwerke die hier erwähnt werden, um dieses konkret vor Augen zu haben und es dabei mit jeder neuen Information neu zu betrachten, mit all den kleinen Dingen die man zuvor nie wirklich wahrgenommen hat. Dabei wirddie Geschichte des Gemäldes, sowie auch die von Klimt und seiner Muse Adele bis zu deren jeweiligen Ende erzählt und geht sogar soweit, dass man erfährt wie die Nazis in späterer Folge viele Kunstwerke, darunter auch die Kunstsammlung der jüdischen Bloch-Bauers, beschlagnahmten und arisierten als auch was nach dem Krieg mit dem Bild passiert ist. Die bewegte Geschichte des Gemäldes hat selbst Hollywood zu einem Film inspiriert, nachdem die Lieblingsnichte von Adele das Bild nach einem jahrelangen Rechtsstreit mit der Stadt Wien endlich ihr eigen nennen konnte.

Ein wunderbares historisches Abbild, vor allem wie der 1. Weltkrieg auch vor der Wiener Avantgarde nicht halt macht und Veränderungen mit sich bringt. Emotional blieb es allerdings Großteils doch eher etwas verhalten. Die Liebesgeschichte selbst ist hier dennoch sehr vielschichtig erzählt und ich fand es gut, dass hier nichts übertrieben verkitscht wurde, sondern seinen Affärencharakter behalten hat, denn Klimt war einfach wie viele andere Künstler (zB Picasso) jemand der die Frauen liebte und definitiv kein Kostverächter war, was letztendlich auch Adele völlig klar ist. Dennoch ist ihre Beziehung etwas besonderes und die gemeinsame Zeit mit Klimt hat Adele verändert und geprägt. In all den Jahren blieb er immer ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens.

Das Ganze besticht durch seinen recht einfachen Erzählstil, der leserfreundlichen Schriftgröße und vor allem darin, dass hier nicht nur viele Themen und kleine Details mithineinfließen, sondern auch die Nebenfiguren gut charakterisiert werden und alles zusammen letztendlich ein schönes Gesamtbild am Ende ergibt. Dem Leser werden nicht nur die Werke und das Leben Klimts nähergebracht, sondern es wird auch sehr schön aufgezeigt, dass ein Gemälde alles andere als eine simple Angelegenheit ist, sondern viel mehr dahinterstecken kann.

Fazit: Ein kurzweiliger historischer Roman zur Zeit der Wiener Boheme in dessen Mittelpunkt die Frau in Gold steht und ihre Beziehung zu Gustav Klimt, der ihr Antlitz unsterblich gemacht hat. Fast noch mehr als die Liebesgeschichte an sich, begeistert hier das historische Setting, Adele selbst als auch die Geschichte des Gemäldes. Eine wahrlich kunstvolle Geschichte, die nichtsdestotrotz auch aus fiktiven Elementen besteht, wie die Autorin am Ende des Buches erklärt und was sich hier vor allem auf die Beziehung zwischen Gustav Klimt und Adele bezieht. Dennoch in sich eine sehr schöne Geschichte, die viel zu bieten hat, auch wenn sie vielleicht ein wenig eintönig erzählt ist. Wer die Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe" mag, macht auch hier keinen Fehlgriff!

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Autoren oder Titel-Cover„Die Geschichte einer großen Liebe!“ Elle.

Wien, 1903: Adele ist jung, unangepasst und neugierig. In ihrem Salon treffen sich die Künstler der Avantgarde, und hier begegnet sie zum ersten Mal Gustav Klimt. Sofort ist sie fasziniert von seinem Genie, aber auch seinem unkonventionellen Lebensstil. In den unzähligen Stunden, in denen Adele ihm in seinem Atelier Modell sitzt, entwickelt sich zwischen ihnen eine innige Liebe. Mit ihm empfindet Adele wieder Glück und Hoffnung, nachdem sie zuvor den wohl schwersten Schicksalsschlag erleben musste, den es für eine Mutter geben kann …

Die berührende Geschichte von Adele Bloch-Bauer – der Frau, die Gustav Klimts Kunst wie keine andere geprägt hat

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Über Valérie Trierweiler
Valérie Trierweiler, geboren 1965, studierte Geschichte und Politikwissenschaften in Paris und arbeitet seitdem als Journalistin. "Die Dame in Gold" hat in der französischen Presse für viel Aufsehen gesorgt.

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