Valérie Zenatti

 4.1 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von Leihst du mir deinen Blick?, Jacob, Jacob und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Valérie Zenatti

Valérie ZenattiLeihst du mir deinen Blick?
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Leihst du mir deinen Blick?
Leihst du mir deinen Blick?
 (27)
Erschienen am 01.10.2008
Valérie ZenattiJacob, Jacob
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Jacob, Jacob
Jacob, Jacob
 (2)
Erschienen am 08.08.2017
Valérie ZenattiWhen I Was a Soldier
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When I Was a Soldier
When I Was a Soldier
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Erschienen am 23.01.2007
Valérie ZenattiA Bottle in the Gaza Sea
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A Bottle in the Gaza Sea
A Bottle in the Gaza Sea
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Erschienen am 01.04.2008
Valérie ZenattiMessage In A Bottle
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Message In A Bottle
Message In A Bottle
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Erschienen am 01.04.2008
Valérie ZenattiUna botella al mar de Gaza
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Una botella al mar de Gaza
Una botella al mar de Gaza
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Erschienen am 30.10.2008
Valérie ZenattiLes âmes soeurs
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Les âmes soeurs
Les âmes soeurs
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Erschienen am 01.01.2011
Valérie ZenattiUne bouteille dans la mer de Gaza
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Une bouteille dans la mer de Gaza
Une bouteille dans la mer de Gaza
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Erschienen am 05.11.2013

Neue Rezensionen zu Valérie Zenatti

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ManjaElss avatar

Rezension zu "Jacob, Jacob" von Valérie Zenatti

Bewegendes Buch mit interessantem Einblick in die Geschichte der algerischen Juden
ManjaElsvor 9 Monaten


Jacob Melki ist 19 Jahre alt und stammt aus einer armen jüdischen Handwerksfamilie im algerischen Constantine. Aufgrund seiner Herkunft muss er irgendwann die französische Schule verlassen, er ist schließlich Jude und auch kein echter Franzose. Doch als er 1944 in die Armee einberufen wird, ist er scheinbar Französisch genug um gegen Deutschland in den Krieg ziehen zu können…

Valérie Zenatti erzählt eindrucksvoll aus der Sicht der Kolonialisierten von einem Teil der französischen Geschichte, der nur ungern angesprochen wird. Die Charaktere sind greifbar und auch der Schreibstil macht dieses Buch zu einem tollen Fang. Besonders Jacob wöscht einem als Herz, ist er schließlich eher Träumer als Kämpfer. Bewegend lässt Zenatti den Leser sowohl an der Gedankenwelt und den Erlebnissen Jacobs an der Front, als auch an denen seiner zurückgebliebenen Familie teilhaben, die ihre ganz eigenen Kämpfe zu durchleben hat.

Wie ergeht es Jacob an der Front und was machen seine Erlebnisse mit seiner Identität und Zugehörigkeit? Welche Hoffnungen und Ängste durchleben er und seine Familie?

Ein berührender Roman, der nicht nur geschichtlich hochinteressant ist, sondern zugleich eine bewegende Familiengeschichte beleuchtet. Ein Buch, welches nachhallt und gern noch länger sein könnte. Toll. 

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DieKirsches avatar

Rezension zu "Leihst du mir deinen Blick?" von Valérie Zenatti

Rezension zu "Leihst du mir deinen Blick?" von Valérie Zenatti
DieKirschevor 6 Jahren

Nachdem ganz in Tals Nähe eine Bombe explodiert ist, beginnt sie zu schreiben, um das Erlebte zu verarbeiten. Eines Tages kommt ihr dabei die Idee einen Brief - besser gesagt eine Flaschenpost - zu schreiben, mit der sie Kontakt zu einem gleichaltrigen Mädchen aus dem Gazastreifen aufnehmen möchte. Tatsächlich bekommt sie irgendwan eine eMail. Allerdings stammt diese vom 20-jährigen Naim, welcher den Israelies weder besonders feindsehlig noch wohlgesonnen gegenübersteht und sich auch gegenüber Tal zunächst sehr zurückhalten und ironisch gibt.

Der Großteils dieses Buches ist in Briefform geschrieben.Auch einige wenige Chatunterhaltungen gibt es, ergänzt durch Erzählungen in der Ich-Form aus Tals oder Naims Sicht. Auf diese Art und Weise entsteht auf den wenigen Seiten ein sehr gutes Gesamtbild über die Gefühlswelten beider. Auch die Sprache ist dementsprechend einfach und schnell zu lesen.
Obwohl beide nur 100 Kilometer voneinander entfernt wohnen, unterscheiden sich ihre Welten sehr stark und es wird erst nach und nach ersichtlich, dass es auch durchaus Gemeinsamkeiten zwischen ihnen gibt.

Das Leben beider wird mehr oder weniger durch den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern geprägt. In Jerusalem werde Anschläge verübt, der Gazastreifen wird oft komplett abgeriegelt, es gibt Militärstreifen und Ausgangssperren. In ihren Briefen nähern sich die beiden nach und nach an während sie versuchen, den anderen zu verstehen.
Hieran wird sehr deutlich, das es Frieden wohl kaum durch wechselseitige Gewalt sondern vielmehr durch einen Dialog geben wird, der jedoch nach wie vor eher in weiter Ferne schwebt.

Am Ende des Buches ist man für beide Charaktere gleichermaßen eingenommen und macht sich gemeinsam mit dem jeweiligen Charakter Sorgen um den anderen, wenn wieder ein Selbstmordattentäter einen Sprengstoffgürtel gezündet oder eine Militärpatrouille geschossen hat.

Allerdings fand ich beide Charaktere auch etwas überzeichnet. Tal ist die Optimistin in Person. Sie glaubt bedingungslos an den möglichen Frieden. Dazu gehört unter anderem, dass sie in diesem ersten Brief nach Gaza ihre komplette Identität offen legt, ohne Angst vor einem möglichen Fanatiker oder ähnlichem.
Naim konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Er scheint das Gegenteil all dessen zu sein, was man sich unter "den Palästinensern" vorstellt. Sehr gebildet, steht er dem Islam kritisch gegenüber, hält nichts von den Kulturen seines Volkes, sondern sieht sich durch diese in seiner Freiheit eingeschränkt. Auch wenn seine Gedanken recht nachvollziehbar waren, hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass sich Tal mit jemanden unterhält, der nicht repräsentativ für den Konfliktpartner ist und gerade so wurde das Bild eines kaum möglichen Friedens noch verstärkt.
Gut dargestellt werden hingegen die vielen Probleme, die es im Gazastreifen gibt und die durchaus eine ohnmächtige Wut bei den Betroffenen auslösen können.

Das Ende ist gelungen und rundet dieses Buch gut ab. Für mich hätte es durchaus noch ein Epilog sein dürfen, damit die Dinge nicht so offen im Raum stehen bleiben, aber das Ende funktioniert auch so sehr gut.

Fazit:
In diesem Buch kann man viel über den Konflikt im Nahen Osten lernen. Dabei bleibt die Perspektive nicht einseitig und die Autorin schafft es den Leser zum Nachdenken anzuregen. Die Charakter wirken leicht stilisiert, schaffen es aber dennoch den Leser zu packen und erst nach der letzten Seite wieder loszulassen.

Wertung:
4 Punkte
Nicht nur für Jugendliche eine interessante Lektüre

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Seitenknicks avatar

Rezension zu "Leihst du mir deinen Blick?" von Valérie Zenatti

Rezension zu "Leihst du mir deinen Blick?" von Valérie Zenatti
Seitenknickvor 8 Jahren

Ich liebe dieses Buch... <3

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