Val Emmich

 4 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Die Unvergesslichen, Dear Evan Hansen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Val Emmich

Die Unvergesslichen

Die Unvergesslichen

 (9)
Erschienen am 01.09.2019
Dear Evan Hansen

Dear Evan Hansen

 (2)
Erschienen am 09.10.2018
The Reminders

The Reminders

 (0)
Erschienen am 10.08.2017

Neue Rezensionen zu Val Emmich

Neu

Rezension zu "Dear Evan Hansen" von Val Emmich

Ohne viel Pathos aber mit viel Gefühl
PagesofPaddyvor 21 Tagen

„Dear Evan Hansen“ ist so das Paradebeispiel für ein zwiespältiges Buch. Einerseits bin ich begeistert und anderseits sehe ich den Inhalt teilweise etwas kritisch. Emmich setzt sich mit dem Thema Selbstmord, Depressionen, dem Gefühl der Ausgeschlossensein, der Einsamkeit und dem Wunsch dazugehören zu wollen auf seine ganz eigene Art und Weise auseinander. Ich fand die Idee Emmichs bzw. den Leuten die hinter dem Buch stehen ziemlich interessant und sie funktioniert im ersten Moment auch. Leider entwickelt sich alles zu einer Größe bei der ich dann irgendwann an einen Punkt komme an dem ich an der Glaubwürdigkeit zweifel. Ja, es ist ein Buch und muss nicht die Realität abbilden und darf gerne auch überspitzen. Hier hätte ich mir aber trotzdem weniger gewünscht. Letztendlich hätte die Geschichte auch mit weniger ganz wunderbar geklappt. Und so verkommt der Charakter Evan Hansen zwar zu einer tragischen und trotzdem durchaus verständlichen Figur, aber ich bleibe dabei: weniger wäre mehr gewesen. Das soll aber nicht vom Positiven abhalten. Das Buch ist bärenstark geschrieben, entwickelt eine wirklich starke Message und auch eine starken emotionalen Effekt. Die letzten 70 Seiten sind einfach unglaublich bewegend und so gut geschrieben. Ich kritisiere zwar den Weg den die Geschichte geht aber das Resultat am Ende ist überwältigend und absolut meisterhaft.

 

FAZIT

Eine bewegende, intime Geschichte bei der weniger vielleicht sogar noch mehr gewesen wäre. Trotzdem eine klare Empfehlung, da das Buch die richtigen Fragen stellt und Themen gut aufarbeitet ohne zu sehr auf Pathos zu setzten.

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Rezension zu "Die Unvergesslichen" von Val Emmich

Wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Musik und die Macht der Erinnerung
BlueSunsetvor einem Jahr

Joan, das kleine Mädchen mit dem erstaunlichen Gedächtnis, hat sich durch und durch der Musik verschrieben. Ihr Vater, der ein Tonstudio besitzt, hat diese Leidenschaft in ihr gefördert und diese tiefgreifende Verbindung spürt man während des Lesens. Die Leidenschaft zur Musik nimmt den zentralen Teil des Buches ein. Es ist nicht technisch oder komplex – es geht eher um die Gefühle und Emotionen, die hinter dem Songwriting stehen. Val Emmich, der selbst in der Musikbranche tätig ist, hat in diesen Passagen bestimmt auch seine eigenen Gefühle mit eingebracht, was dem Buch wohl unter Anderem seine Authentizität verleiht.

Insgesamt hat mir die Geschichte aus Joans Sicht ausgesprochen gut gefallen. Val Emmich schafft es, ihre kindliche Naivität und Unschuld perfekt mit dem reiferen Auftreten und ihren besonderen Fähigkeiten zu verbinden. Von der ersten Seite an war sie mir sympathisch und im Verlaufe des Buches habe ich mich auch von ihrem Optimismus und ihrer Hoffnung anstecken lassen.

An Gavin, den älteren Protagonisten, musste ich mich zunächst etwas gewöhnen, da er am Anfang einen so krassen Gegensatz zur so optimistischen und jungen Joan darstellt. Er steht mitten im Leben, als sich die schlimme Tragödie ereignet. Als er das erste Mal auf Joan, die Tochter seines Studienfreundes, trifft, wird etwas in Gang gesetzt, was ihm hilft, mit der Trauer zurecht zu kommen und sich selbst ein wenig mehr zu verstehen.

Es könnte natürlich die Frage aufkommen, ob es nicht etwas merkwürdig ist, wenn ein erwachsener Mann sich mit einem Kind anfreundet. Jedoch spielt dies in „Die Unvergesslichen“ absolut keine Rolle. Die freundschaftliche Beziehung zwischen Joan und Gavin ist in keiner Weise verwerflich. Es ist eine Freundschaft, die sich über Leidenschaft für die Musik, die Erinnerungen und eben auch Menschlichkeit definiert.

Cover
Der Schutzumschlag ist farbenfroh gestaltet und hat eine Aussparung in der Mitte. Nimmt man den Schutzumschlag ab, so sieht man eine Schallplatte auf deren Mitte der Titel geschrieben steht. Das Ganze wirkt als gelungener Eyecatcher und gefällt mir sehr gut.

FAZIT 

Alles in allem ist „Die Unvergesslichen“ ein schönes und sehr lebensbejahendes Buch. Joan ist eine unglaublich lustige und besondere Protagonistin und ihre Freundschaft zu dem so viel älteren Gavin ist sehr feinfühlig beschrieben. Über die Leidenschaft zur Musik vereint finden beide ihren Weg und es macht als Leser viel Spaß, diesen Weg zu verfolgen. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen und lege es jedem nahe, der nach einer berührenden Geschichte mit Humor und Optimismus sucht. 

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Rezension zu "Die Unvergesslichen" von Val Emmich

interessante Geschichte
beate_bedesignvor einem Jahr

Inhalt:
Joan ist erst 10 Jahre alt und ein ganz außergewöhnliches Mädchen. Sie hat eine ganz seltene Krankheit. Sie kann nichts vergessen. Alles was sie jemals erlebt ist in ihrem Kopf gespeichert. Man sollte meinen, dass das eine tolle Sache ist, aber so einfach ist das nicht, denn um sie herum vergessen alle Leute ständig etwas. Und Joans größte Angst ist es, dass man sie eines Tages einfach so vergisst, wie es ihrer an Alzheimer erkrankten Großmutter passiert ist. Aber sie ist auch ein riesiger Beatles-Fan und liebt es selbst Musik zu machen und neue Songs zu schreiben. Eines Tages kommt Gavin, ein Freund von Joans Eltern zu Besuch. Sein Freund ist vor kurzem verstorben und Gavin kommt mit dem plötzlichen Tod noch gar nicht klar. Er bittet Joan ihm alle ihre Erinnerungen an Sydney zu erzählen. Gavin hat früher Songtexte geschrieben, die Chance für Joan: Ihre Erinnerungen an Sydney und im Gegenzug dafür soll Gavin ihr einen Text zu ihrem Song schreiben. Ein Song, der sie so unvergesslich machen soll, wie John Lennon es ist.

Meine Meinung:
Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Einmal aus der Sicht von Joan, in Ich-Form und einmal aus der Sicht von Gavin, ebenfalls in Ich-Form. Normalerweise mag ich das sehr, weil man als Leser viel schneller mit den Gedanken der Protagonisten vertraut wird. Hier hat es mich allerdings ziemlich verwirrt. Die Kapitel sind immer abwechselnd geschrieben, aber es gibt keinen Hinweis dazu, wer gerade erzählt und ich habe erst in Kapitel vier verstanden, dass es sich um zwei verschiedene Protagonisten handelt. Bis dahin dachte ich es handele sich um wechselnde Zeiten (Joan als 10jährige und ein paar Jahre später als Ehefrau). Das ist mir bisher bei noch keinem Buch passiert. Also habe ich dann noch mal von vorne angefangen und dann auch erst richtig verstanden, was mir da von wem erzählt wurde. Auch zwischendrin, wenn ich das Buch mal weggelegt hatte und dann später wieder anfing zu lesen, musste ich immer erst mal überlegen, wer erzählt denn nun gerade Joan oder Gavin. Das fand ich sehr schade, denn die Geschichte selbst fand ich eigentlich ganz interessant, aber so habe ich ganz oft den Faden verloren.
Joan ist ein sehr interessantes Mädchen, wobei sie manchmal sehr viel älter als 10 Jahre auf mich wirkte und dann aber auch wieder sehr kindlich.
Mit Gavin bin ich nicht wirklich warm geworden. Er ist mir zu sprunghaft. Ich konnte seinen tiefen Schmerz verstehen und auch, dass er Probleme hatte damit fertig zu werden. Trotzdem konnte ich einige Aktionen von ihm einfach nicht nachvollziehen.
Das Ende hat mir aber sehr gut gefallen und da konnte mich Gavin auch noch mal positiv überraschen.

Mein Fazit:
Eine interessante Geschichte um ein kleines Mädchen, das nichts vergessen kann. Der Perspektivenwechsel und der zweite Protagonist konnten mich aber dieses Mal nicht wirklich überzeugen.

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