Val Emmich Die Unvergesslichen

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Inhaltsangabe zu „Die Unvergesslichen“ von Val Emmich

Wie muss es sein, niemals vergessen zu können?

Die 10-jährige Joan fürchtet nichts so sehr, wie eines Tages in Vergessenheit zu geraten. Denn anders als sie selbst scheinen die Leute um sie herum ständig alles Mögliche zu vergessen: Joan ist einer von nur 30 Menschen auf der Welt mit einem fast perfekten Gedächtnis, die ihr gesamtes bisheriges Leben, wie ein Videoband im Kopf hat und jeden Moment und jedes Gespräch erinnern kann.
Als der Songwriter Gavin, ein Freund ihrer Eltern, Joan darum bittet, ihre Erinnerungen an seinen plötzlich verstorbenen Partner Sydney mit ihm zu teilen, wittert Joan ihre große Chance: Sie wird für Gavin das Videoband in ihrem Kopf zu jedem einzelnen Moment mit Sydney zurückspulen. Dafür wird er ihr helfen, einen unvergesslichen Song zu schreiben.

DIE UNVERGESSLICHEN zeigt das ungewöhnliche Zusammentreffen eines Mädchens, das nicht vergessen kann, und eines Mannes, der nicht vergessen will. Das Roman-Debüt des amerikanischen Schauspielers und Singersongwriters Val Emmich ist dabei tragikomische Familiengeschichte, coole Musikkomödie und warmherziges Liebesdrama in einem.

Beeindruckendes Buch über Freundschaft, Musik und das Erinnern. Liebevoll und emotional geschrieben. Sehr zu empfehlen!

— BlueSunset

Ganz anders als vom Klappentext erwartet.Eine langatmige Erzählung einer Begegnung 2er Menschen,die eines gemeinsam haben:Erinnerungen+Musik

— LadyOfTheBooks

Mich konnte es leider nicht überzeugen

— Fabella

Wendet sich sanft und ohne Hast den großen und wichtigen Fragen des Lebens zu und lädt zum Nachdenken und zum Erinnern ein.

— buchstabentraeumerin

So ein schönes Buch!

— Daniel_Allertseder

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  • Wunderschöne Geschichte über Freundschaft, Musik und die Macht der Erinnerung

    Die Unvergesslichen

    BlueSunset

    05. November 2017 um 21:45

    Joan, das kleine Mädchen mit dem erstaunlichen Gedächtnis, hat sich durch und durch der Musik verschrieben. Ihr Vater, der ein Tonstudio besitzt, hat diese Leidenschaft in ihr gefördert und diese tiefgreifende Verbindung spürt man während des Lesens. Die Leidenschaft zur Musik nimmt den zentralen Teil des Buches ein. Es ist nicht technisch oder komplex – es geht eher um die Gefühle und Emotionen, die hinter dem Songwriting stehen. Val Emmich, der selbst in der Musikbranche tätig ist, hat in diesen Passagen bestimmt auch seine eigenen Gefühle mit eingebracht, was dem Buch wohl unter Anderem seine Authentizität verleiht.Insgesamt hat mir die Geschichte aus Joans Sicht ausgesprochen gut gefallen. Val Emmich schafft es, ihre kindliche Naivität und Unschuld perfekt mit dem reiferen Auftreten und ihren besonderen Fähigkeiten zu verbinden. Von der ersten Seite an war sie mir sympathisch und im Verlaufe des Buches habe ich mich auch von ihrem Optimismus und ihrer Hoffnung anstecken lassen.An Gavin, den älteren Protagonisten, musste ich mich zunächst etwas gewöhnen, da er am Anfang einen so krassen Gegensatz zur so optimistischen und jungen Joan darstellt. Er steht mitten im Leben, als sich die schlimme Tragödie ereignet. Als er das erste Mal auf Joan, die Tochter seines Studienfreundes, trifft, wird etwas in Gang gesetzt, was ihm hilft, mit der Trauer zurecht zu kommen und sich selbst ein wenig mehr zu verstehen.Es könnte natürlich die Frage aufkommen, ob es nicht etwas merkwürdig ist, wenn ein erwachsener Mann sich mit einem Kind anfreundet. Jedoch spielt dies in „Die Unvergesslichen“ absolut keine Rolle. Die freundschaftliche Beziehung zwischen Joan und Gavin ist in keiner Weise verwerflich. Es ist eine Freundschaft, die sich über Leidenschaft für die Musik, die Erinnerungen und eben auch Menschlichkeit definiert.CoverDer Schutzumschlag ist farbenfroh gestaltet und hat eine Aussparung in der Mitte. Nimmt man den Schutzumschlag ab, so sieht man eine Schallplatte auf deren Mitte der Titel geschrieben steht. Das Ganze wirkt als gelungener Eyecatcher und gefällt mir sehr gut. FAZIT Alles in allem ist „Die Unvergesslichen“ ein schönes und sehr lebensbejahendes Buch. Joan ist eine unglaublich lustige und besondere Protagonistin und ihre Freundschaft zu dem so viel älteren Gavin ist sehr feinfühlig beschrieben. Über die Leidenschaft zur Musik vereint finden beide ihren Weg und es macht als Leser viel Spaß, diesen Weg zu verfolgen. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen und lege es jedem nahe, der nach einer berührenden Geschichte mit Humor und Optimismus sucht. 

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  • interessante Geschichte

    Die Unvergesslichen

    beate_bedesign

    10. August 2017 um 10:03

    Inhalt:Joan ist erst 10 Jahre alt und ein ganz außergewöhnliches Mädchen. Sie hat eine ganz seltene Krankheit. Sie kann nichts vergessen. Alles was sie jemals erlebt ist in ihrem Kopf gespeichert. Man sollte meinen, dass das eine tolle Sache ist, aber so einfach ist das nicht, denn um sie herum vergessen alle Leute ständig etwas. Und Joans größte Angst ist es, dass man sie eines Tages einfach so vergisst, wie es ihrer an Alzheimer erkrankten Großmutter passiert ist. Aber sie ist auch ein riesiger Beatles-Fan und liebt es selbst Musik zu machen und neue Songs zu schreiben. Eines Tages kommt Gavin, ein Freund von Joans Eltern zu Besuch. Sein Freund ist vor kurzem verstorben und Gavin kommt mit dem plötzlichen Tod noch gar nicht klar. Er bittet Joan ihm alle ihre Erinnerungen an Sydney zu erzählen. Gavin hat früher Songtexte geschrieben, die Chance für Joan: Ihre Erinnerungen an Sydney und im Gegenzug dafür soll Gavin ihr einen Text zu ihrem Song schreiben. Ein Song, der sie so unvergesslich machen soll, wie John Lennon es ist. Meine Meinung:Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Einmal aus der Sicht von Joan, in Ich-Form und einmal aus der Sicht von Gavin, ebenfalls in Ich-Form. Normalerweise mag ich das sehr, weil man als Leser viel schneller mit den Gedanken der Protagonisten vertraut wird. Hier hat es mich allerdings ziemlich verwirrt. Die Kapitel sind immer abwechselnd geschrieben, aber es gibt keinen Hinweis dazu, wer gerade erzählt und ich habe erst in Kapitel vier verstanden, dass es sich um zwei verschiedene Protagonisten handelt. Bis dahin dachte ich es handele sich um wechselnde Zeiten (Joan als 10jährige und ein paar Jahre später als Ehefrau). Das ist mir bisher bei noch keinem Buch passiert. Also habe ich dann noch mal von vorne angefangen und dann auch erst richtig verstanden, was mir da von wem erzählt wurde. Auch zwischendrin, wenn ich das Buch mal weggelegt hatte und dann später wieder anfing zu lesen, musste ich immer erst mal überlegen, wer erzählt denn nun gerade Joan oder Gavin. Das fand ich sehr schade, denn die Geschichte selbst fand ich eigentlich ganz interessant, aber so habe ich ganz oft den Faden verloren.Joan ist ein sehr interessantes Mädchen, wobei sie manchmal sehr viel älter als 10 Jahre auf mich wirkte und dann aber auch wieder sehr kindlich.Mit Gavin bin ich nicht wirklich warm geworden. Er ist mir zu sprunghaft. Ich konnte seinen tiefen Schmerz verstehen und auch, dass er Probleme hatte damit fertig zu werden. Trotzdem konnte ich einige Aktionen von ihm einfach nicht nachvollziehen.Das Ende hat mir aber sehr gut gefallen und da konnte mich Gavin auch noch mal positiv überraschen. Mein Fazit:Eine interessante Geschichte um ein kleines Mädchen, das nichts vergessen kann. Der Perspektivenwechsel und der zweite Protagonist konnten mich aber dieses Mal nicht wirklich überzeugen.

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  • Leserunde zu "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh

    Du erinnerst mich an morgen

    Knorke

    Diese Leserunde ist für die Mitglieder der Challenge "Zukunft vs. Vergangenheit".                        Monatsgenre "Romane und                                                Gegenwartsliteratur" Auch diesen Monat wollen wir wieder den Austausch wagen. Was für Romane stehen in eurem Regal? Was sollte jeder mal gelesen haben? Wer braucht eine Entscheidungshilfe, was als nächstes gelesen werden soll?

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  • Mich konnte es leider nicht überzeugen

    Die Unvergesslichen

    Fabella

    24. May 2017 um 07:19

    Inhalt:Die zehnhährige Joan ist einer von den wenigen Menschen, die ein überdurchschnittliches Gedächtnis haben. Sie erinnert sich bis in die kleinsten Details an Dinge. Damit ist sie ihren Mitmenschen eher unheimlich. Sie selbst merkt durch diese Begabung nur, wie vergesslich alle um sie herum sind. Und wie traurig sie das bisweilen macht. Doch dann trifft sie Sydney, einen Mann, der nicht vergessen möchte, der sich unbedingt an Gavin erinnern möchte, mit dem Joan ein paar Tage verbrachte. Joan dagegen möchte ein Lied schreiben, damit sich alle an sie für immer erinnern werden. Und so machen Sydney und sie einen deal .. Joan erzählt von Gavin und Sydney hilft ihr bei ihrem Song.Meine Meinung:Ich glaube, das ist wieder eins dieser Bücher, die mir einfach nicht liegen. Denn ich klappe es zu und frage mich, was wollte mir der Autor jetzt eigentlich vermitteln? Doch egal wie lange ich darüber nachdenke, ich finde es leider nicht heraus.Für mich war dieses Buch einfach eine Momentaufnahme im Leben zweier Menschen, die sich vorher nie begegneten und wahrscheinlich auch nicht in der  Zukunft. Ihr  Leben berührt sich für ein paar Tage und gegenseitig versuchen sie sich zu helfen, ohne eigentlich zu wissen warum. Ich konnte hier nicht mal erkennen, ging es mehr um das Geben oder das Nehmen?Wenn man sich den Klapptentext anschaut, vermittelt er einem etwas ganz anderes, als man dann letztendlich im Buch erfährt. Laut Klappentext erwartete ich ein kleines Mädchen, dass sich an zu viel erinnert .. trotzdem dachte ich immer an ein Kind .. mit seinen typischen Eigenschaften wie fröhlich sein, die Welt erleben. Doch im Buch erlebe ich eher ein Kind, das in seiner ganzen Art eher untypisch ist. Es ist nicht wirklich greifbar, nicht erklärbar, aber am ehesten erinnert es mich an eine Form von Autismus. Denn Joan ist zwar intelligent und wachsam, doch gleichzeitig lebt sie irgendwie in ihrer ganz eigenen Welt - die ich nur zum Teil verstehen konnte. Sie macht sich viele Gedanken um das Vergessen und um das Erinnern, was wohl ihrer Krankheit geschuldet ist.Das Buch wird immer aus Sicht von Joan oder Sydney geschildert, es wechselt mit den Kapiteln, aber manchmal hatte ich wirklich Schwierigkeiten zu erfassen, wer gerade dran ist .. dann kam es vor, dass ich erst mehrere Absätze lesen musste, bis klar wer, in wessen "Kopf" ich gerade bin. So etwas stört mich im Lesefluss, wenn ich ehrlich bin.Für mich waren es aber vor allem die tausend kleinen Randgeschichten, die so wenig Sinn ergaben. Sicherlich gehörte alles zur Geschichte, aber für mich war das ganze sprunghaft, chaotisch und wenig strukturiert. Und so kam ich am Ende an und fragte mich, was genau der Autor mir jetzt eigentlich mit dem Buch vermitteln wollte. Wollte er mir Joans Krankheit näher bringen? Oder wie ein Mensch mit dem Verlust eines anderen umgeht? Oder wie diese zwei Welten aufeinandertreffen, ohne dass ich wirklich erkennen konnte, ob und wie sie sich halfen? .. ich ziehe für mich das Fazit, ich verstehe es einfach nicht.Was mir sehr gut gefiel, war das Cover, das sehr außergewöhnlich ist und die kleinen Zeichnungen, die man im Buch hat, die von Joan in ihrem Tagebuch angefertigt werden. Ich fand es eine schöne kleine Unterbrechung in einer manchmal etwas zähen Handlung.Fazit:Ein Buch, das mir nicht lag, dessen Sinn ich nicht greifen konnte. Für mich war es eher eine langatmige Begegnung zweier Menschen, deren Schicksal an sich schon interessant wäre, aber nicht in dieser Form. Mich konnte es leider nicht überzeugen und wird so wohl schnell in Vergessenheit geraten.

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  • Ungewöhnlich und feinfühlig, sehr gelungen

    Die Unvergesslichen

    buchstabentraeumerin

    15. May 2017 um 19:44

    Während ich „Die Unvergesslichen“ las, habe ich mich ein wenig in meinen eigenen Erinnerungen verloren. Dieser Roman macht das mit einem. Er schickt einen auf die Reise in die Vergangenheit, lässt einen das eigene Gedächtnis durchforsten und einen zum Beispiel darüber nachdenken, welchen Menschen man als zweites geküsst hat. Denn an den ersten Kuss erinnert man sich, klar, doch an den danach? Das Vergessen und Erinnern nimmt einen großen Stellenwert in der Geschichte von der jungen Joan und dem Songwriter Gavin ein. Gavin, der anfangs nicht von Erinnerungen an seinen verstorbenen Freund Sydney gequält werden möchte, der später aber jeder Erinnerung von Joan an seinen Freund lauscht. Ihm gegenüber Joan mit dem Hyperthymestisches Syndrom, das sie nicht vergessen lässt, keinen einzigen Tag in ihrem Leben, und deren größte Angst die ist, vergessen zu werden. Beide finden über die Musik zueinander, denn Joan setzt all ihre Hoffnung darauf, diesen einen Song zu schreiben, der sie unvergessen machen soll.„Gewiss gibt es noch unzählige Erinnerungen, die ich aber leider vergessen habe. Ich habe einfach nicht genug aufgepasst, als sie entstanden. Ich war zu beschäftigt damit, zu leben, die gemeinsame Zeit zu genießen. Mir war kein einziges Mal in den Sinn gekommen, sie könnte plötzlich enden.“ (Seite 145/146) Die Charaktere sind extrem gut angelegt und schlichen sich schnell in mein Herz: Der etwas orientierungslose Songwriter und Schauspieler Gavin, der Probleme lieber aussitzt anstatt sie anzupacken, und Joan, der aktive Konterpart, der Gavin aus seiner Lethargie und Trauer zerrt, und ihn dazu bringt, sich mit Sydney und seinem Leben auseinanderzusetzen. Gleichzeitig schenkt Gavin der kleinen Joan Mut und zeigt ihr, welche Wege ihr als angehende Künstlerin offen stehen. Er nimmt sie ernst und betrachtet das Hyperthymestische Syndrom nicht als lästiges Übel. Die beiden zusammen geben dem Roman eine charmante Dynamik.„Um den Wettbewerb zu gewinnen, brauche ich ein Lied, das die Leute entweder zum Tanzen animiert oder zum Weinen bringt. Das sind die beiden stärksten Impulse, die die Musik in uns wecken kann. Beim Tanzen vergessen die Menschen, beim Weinen erinnern sie sich.“ (Seite 25) „Die Unvergesslichen“ ist eine durch und durch emotionale Geschichte, die ohne spannungsgeladene Höhen und Tiefen auskommt. Es geht nicht in erster Linie darum, einen Musikwettbewerb zu gewinnen, sondern es geht um die Verbindung der einzelnen Charaktere untereinander und um ihre jeweiligen Lebenssituationen und Lebensträume. Es geht um die Beziehung zwischen den Eltern und ihrer Tochter Joan, die Beziehung der Eltern untereinander, die Freundschaft zwischen Gavin und Joan. Es geht um das Erwachsenwerden im weitesten Sinne – denn manchmal dauert dieser Prozess, bis man 30 oder 40 ist. Oder ist es gar ein schleichender Prozess, der niemals so richtig endet? Mir gefiel es sehr, dass die Musik als treibender Faktor immer präsent war. Hier hat Val Emmich, selbst Singer/Songwriter seine eigenen Erfahrungen geschickt in die Geschichte eingeflochten, es wirkt zutiefst authentisch. Einziger kleiner Kritikpunkt ist ein Dreh am Ende, der zwar den Kreis schließt, meinem Empfinden nach aber etwas zu sehr über das Ziel hinausschießt.Fazit „Die Unvergesslichen“ von Val Emmich ist ein sensibles Porträt eines ungewöhnlichen jungen Mädchens und einem von Verlust gezeichneten Mann, die über die Musik zueinander finden und eine neue Sicht auf das Leben gewinnen. Ich war begeistert von der Sprache, den Charakteren und der gesamten Umsetzung. Ein Roman, der sich sanft und ohne Hast den großen und wichtigen Fragen des Lebens zuwendet und gleichzeitig zum Nachdenken und zum Erinnern einlädt.

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  • Charmant, mit viel Herz und Leidenschaft - 4,5 Sterne

    Die Unvergesslichen

    HibiscusFlower

    11. May 2017 um 16:02

    "Die Menschen haben alle möglichen Gründe, um zu vergessen. Sie schieben es auf den schwachen Akku oder auf ihre Schwerhörigkeit, oder sie behaupten, sie wären zu beschäftigt, zu alt und zu müde. In Wahrheit vergessen sie, weil sie nicht genug Platz in ihren Fächern haben." (S. 13)Für Joan haben die Menschen nur Platz für die wichtigsten Erinnerungen, während sie in ihrem Gehirn genug davon für alle hat. Das Hyperthymestische Syndrom ist verantwortlich dafür, dass sie ihre Erinnerungen von jedem einzelnen Tag abrufen kann, inkl. Tag, Datum, Wetter und winziger Details. Die Zehnjährige weiß also, dass Menschen vergessen, doch sie mag nicht vergessen werden. Man soll sich an sie erinnern und als ein Talentwettbewerb ausgeschrieben wird, erscheint ihr dies als die beste Möglichkeit. Wenn sie mit einem selbstgeschriebenen Song, der die Herzen der Menschen berührt, dort gewinnen kann, dürfte doch niemand sie mehr vergessen ?!Zu diesem Zeitpunkt tritt ein alter Freund ihrer Eltern in ihr Leben, der nach dem plötzlichen Tod seines geliebten Partners Sydney und einem öffentlichen Zusammenbruch Zuflucht bei ihnen in Jersey City sucht.Gavin Winters hat früher selbst Songs geschrieben und mit Joans Vater in einer Band gespielt, was das musikbegeisterte Mädchen auf die Idee bringt, ihre Erinnerungen an Sydney gegen Gavins Hilfe am Song einzutauschen. Etwas Trost verspricht er sich davon, doch Geheimnisse hatte er dabei nicht erwartet.`Die Unvergesslichen´ ist ein ruhiges Buch mit ganz eigener Intensitiät. Es wird nicht laut, obwohl Musik eine große Rolle spielt. Es wird nicht aufregend oder gar spannend, auch wenn das aufwühlende Leben und Geheimnisse eingearbeitet sind. Die Verbindung zwischen dem trauernden Schauspieler, der es gern langsam angehen lässt und dem begabten, ungeduldigen und manches Mal eigensinnigen Mädchen ist recht ungewöhnlich und dennoch wirkte die Geschichte, die sich hauptsächlich um die beiden dreht, bemerkenswert angenehm auf mich.Val Emmichs Debüt kommt mit viel Charme und Herz daher, spiegelt seine Leidenschaft für die Musik sowie seine Verbundenheit mit New Jersey wider und ist zudem mit kleinen Skizzen, durch die Joan erwähnte Details hervorhebt, versehen. Dafür hole ich den "Sehr-gern-gelesen-Stempel" aus der Schublade und schließe an dieser Stelle mit >> Joans und Gavins Song <<

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  • So ein schönes Buch!

    Die Unvergesslichen

    Daniel_Allertseder

    01. May 2017 um 00:01

    Meine Meinung ​ Welche Komposition zweier beliebter Faktoren bringt ein fantastisches Buch hervor? Ganz klar: Literatur und Musik! »Die Unvergesslichen« von Val Emmich, welcher ein sehr bekannter Singer/Songwriter in Amerika ist, ist ein atemberaubender Roman über das Vergessen und Nichtvergessen, über die bedingungslose Liebe und Zuneigung zur Musik.   Joan ist ein zehnjähriges, besonderes Mädchen: Sie kann nicht vergessen. Sie besitzt jede Erinnerung, kann sie abrufen, wann sie will, sie kann sich an jeden Tag erinnern, zwanglos. Ihr Vater Ollie besitzt ein bekanntes Studio und produziert Werbesongs. Doch das Tonstudio soll geschlossen werden. Joan ist am Ende. Joan möchte nicht vergessen werden, und nimmt an einem Talentwettbewerb teil Gavin, dessen Lebenspartner Sydney verstorben ist, ist am Boden zerstört und findet keinen Funken Lebensmut mehr. Er wird von Paige, der Mutter von Joan, zu ihnen nach Hause eingeladen, und da jeder die Musik liebt, erschaffen sie zusammen einen Song, der unvergesslich machen soll…   Val Emmich hat mich sehr überrascht! Aber fangen wir von vorne an: Der junge Musiker besitzt einen sehr lustigen und einfachen Schreibstil. Zuerst hatte ich einige Probleme beim Lesen; heißt, ich musste mich erst an den Schreibstil gewöhnen, doch nachdem ich in das Buch hineingefunden habe, floss der Lesezyklus ohne Probleme. Mr Emmich schreibt konkret, schnell und präzise, er hat eine tolle Erzählbalance gefunden, und das Buch floss nur so dahin. Die Story um Joan und Gavin war sehr schön und äußerst interessant! Ich mochte Gavin auf Anhieb – seine Homosexualität und seine keinesfalls feminine, sondern sehr männliche und starke Art hat mir sehr gefallen – schön, wenn ein leider von der Gesellschaft abgelehntes Thema so schön und offen verpackt wird. Joan war mir für ihre zehn Jahre etwas zu stur und, nun ja, sicher in ihrem Tun. Dass sie alleine und selbstständig einen Song geschrieben hat und das auch alleine hinkriegt, finde ich schön und gut, aber nicht ihre eigenmächtigen Aktivitäten, die sie da veranstaltet, und auch ihre konkrete Art, mit jemanden zu reden. Soviel zu den Hauptcharakteren. Paige und Ollie waren ebenso sehr gute Charaktere, und ich mochte auch die Vorstellung von Sydney – auch, wenn er nicht aktiv auftritt. Das Buch lebt von den Erinnerungen und der Musik. Es gibt wenige sehr spannende oder aufregende Stellen – was auch nicht nötig ist, denn, wenn man in die Tragödie von Gavin und Sydney und Joan’s Musik interessiert ist, benötigt man keine turbulenten Verfolgungsjagden – welche in diesem Buch auch fehl am Platz wären. Ich habe das Buch mit stetiger Interesse gelesen. Die Atmosphäre ist sehr schön, und auch der Verlauf der Geschichte wunderbar leicht und authentisch. Die Zeichnungen im Buch haben das Lesevergnügen immer wieder bestärkt, und die kurzen Kapitel und auch die unterschiedlichen Sichtweisen, abwechselnd von Gavin und Joan, sind sehr klug! Ich fand den Zusammenfluss von Musik und der Frage der Vergesslichkeit und dem wahren Sinn des Lebens genial! Ich habe das Buch sehr gemocht und es auch innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Ich war gefangen in der Geschichte von Joan und Gavin, und nicht weniger wegen der Story, viel mehr wegen den schönen Musikelementen habe ich das Buch genossen. Und, das darf man natürlich nicht vergessen: Das Cover ist wunderschön! ​Fazit   Der erste Roman von Val Emmich ist genial und ein äußerst spannendes Lesevergnügen! Ich bin begeistert von dem Thema, welches hier verarbeitet wurde, von den Charakteren und der vielen Musik, die ein großer Teil der Geschichte ist. Absolut empfehlenswert!

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