Val McDermid Das Lied der Sirenen / Schlussblende

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Inhaltsangabe zu „Das Lied der Sirenen / Schlussblende“ von Val McDermid

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  • Rezension zu "Das Lied der Sirenen / Schlussblende / 2 Romane in einem Band" von Val McDermid

    Das Lied der Sirenen / Schlussblende
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    15. October 2010 um 09:59

    Das Lied der Sirenen: Der erste Fall von Profiler Dr. Tony Hill und DI Carol Jordan. Tony Hill hat Jahre damit zugebracht, die Psychen von Mördern und Perversen zu studieren. Nun soll er die Polizei bei ihren Ermittlungen in einem besonders grausamen und heiklen Fall unterstützen: Vier Männer werden im Rotlichtviertel von Bradfield tot aufgefunden-vor ihrer Ermordung brutal gefoltert und verstümmelt. Die Polizei hat Schwierigkeiten, den von der Presse genannten "Schwulenkiller" zu fassen, da dieser keine Spuren hinterlässt. Tony Hill's eigene versteckten Dämonen machen ihn zum perfekten Jäger des Killers, ohne zu ahnen, dass er dabei gleichzeitig selbst zum Gejagten wird. Schlussblende: Tony Hill soll eine Gruppe von Polizisten zu einer professionellen "Profiler-Eliteeinheit" ausbilden. Bei den Recherchen zu einer Seminararbeit über vermisste Teenager stößt ein Mitglied der Gruppe, die brilliante Shaz Bowman, auf einen möglichen Serienkiller. Und der ist ein berühmter TV-Star. Niemand nimmt ihre Vermutungen ernst und sie ermittelt auf eigene Faust weiter-ihr Todesurteil. Für Tony Hill und seine Profiler-Gruppe beginnt ein persönlicher Rachefeldzug. Unterstützt werden sie dabei von DCI Carol Jordan, die sich selbst mit einem Serienbrandstifter herumschlagen muss. Doch wie legt man einem berühmten und umschwärmten Star das Handwerk? Beide Romane liefern solide Krimiunterhaltung, die man nicht aus der Hand legen kann, bis die Mörder geschnappt sind. Leider sind die Handlungen Opfer ihrer Zeit geworden (1995 und 1997). In "Das Lied der Sirenen" (The Mermaid Singing) müssen die Beamten noch ohne Mobiltelefone auskommen und es ist schon befremdlich, dass die Beamten bei der Suche nach einer Telefonzelle wertvolle Zeit verschwenden. Dies gilt ebenso für die Recherchearbeiten, da Computer und Internet damals noch nicht das ultimative Medium waren, werden Zusammenhänge nicht erkannt, da alles handschriftlich zusammengetragen wird.und es keine Datenbanken gibt, auf die man in minutenschnelle hätte zugreifen können. Und da der Leser mittlerweile von TV-Serien wie CSI oder Bones schon selbst zum anspruchsvollen Ermittler geworden ist, wirken die psychologischen Fachsimpeleien im Buch schon fast unfreiwillig komisch. Die dort vermittelten Erkenntnisse weiß heute schon jedes Kind. Und daher ist es erst recht nervig, wenn -völlig klischeehaft- ausgerechnet Polizisten auf stur und uneinsichtig schalten und Profiling für Hokuspokus halten und somit die "Guten" bei der schnellen Ergreifung des Täters behindern ("Schlussblende" (The Wire in the Blood)). Was mich persönlich auch gestört hat, ist der Einblick in die Gedanken der Täter. Welcher Täter erzählt sich selbst in Gedanken, was er getan hat, was er noch vorhat und warum? Und vor allem, im Normalfall wissen diese Leute doch gar nicht, dass sie völlig Banane sind, sondern halten ihre Handlungen für logisch und gerechtfertigt. Apropos logisch, manche Schlussfolgerungen waren dann doch arg an den Haaren herbeigezogen, die Argumentation sehr dünn. Aber die Geschichte muss ja irgendwie vorankommen. Ich persönlich bin Fan der TV-Serie "The Wire in the Blood" (Hautnah-Die Methode Hill (ZDF)), eine der besten britischen Krimiserien überhaupt. Man muss leider sagen, dass die Qualität der Drehbücher die der Vorlagen von Val McDermid bei Weitem überragen. Dennoch gehören die Romane um das Ermittlerteam Hill/Jordan für den Fan zu einem Muss.

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