Der Sinn des Todes

von Val McDermid 
4,2 Sterne bei5 Bewertungen
Der Sinn des Todes
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Gelungene Krimiunterhaltung aus Schottland

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Inhaltsangabe zu "Der Sinn des Todes"

Der dreißigste Kriminalroman der britischen Bestseller-Autorin: Val McDermid auf der Höhe ihrer Kunst!

Ein betrunkener Siebzehnjähriger rast nachts mit einem gestohlenen Auto durch Dundee. Für seine drei Kumpels endet die Fahrt tödlich. Der Hooligan überlebt – im Koma, für immer schwer gezeichnet. Überraschend fördert ein Routine-DNA-Test eine Verbindung zu einem zwanzig Jahre zurückliegenden, ungelösten Mordfall zutage. Wie kann das sein?
Detective Chief Inspector Karen Pirie von Police Scotland in Edinburgh ist sehr erfolgreich darin, verzwickte alte Fälle aufzuklären. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Fall mindestens so viele Windungen hat wie die DNA-Helix. Zeitgleich wird Karen in einen anderen, ähnlich weit zurückliegenden Mordfall verwickelt, in dem sie eigentlich gar nicht ermitteln dürfte. Aber ihr Sinn für Gerechtigkeit lässt ihr keine andere Wahl.

"Welche Superlative sind noch übrig, um das Phänomen der vielfach preisgekrönten Val McDermid zu beschreiben?" Daily Mail

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426281826
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Droemer
Erscheinungsdatum:02.10.2017

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    Alaiss avatar
    Alaisvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gelungene Krimiunterhaltung aus Schottland
    Verbrechen und Strafe

    Nach dem Tod ihres Kollegen und Lebensgefährten Phil kämpft die Ermittlerin Karen Pirie, die bei der schottischen Polizei für ungelöste alte Fälle zuständig ist, mit Schlafmangel, überwältigender Trauer und einem Vorgesetzten, der mehr an Ränkeschmieden interessiert ist, als daran, seinen Job zu machen.
    Offiziell ermitteln Karen und ihr Mitarbeiter Jason in dem lang zurückliegenden Fall der Vergewaltigung und Ermordung einer jungen Frau, doch Karen kann es nicht lassen, sich auch für einen aktuellen Todesfall zu interessieren, den ein zu Faulheit neigender Kollege gerne als Selbstmord ablegen möchte. Die Mutter des Toten wurde vor langer Zeit ermordet - ein Verbrechen, für das die IRA verantwortlich gemacht wurde, ohne dass diese das jemals bestätigt hätte, und für Karen ein zu großer Zufall, um es sich nicht noch einmal näher anzusehen. Doch damit scheint sie in ein äußerst wehrhaftes Wespennest zu stechen ...
    Großartig fand ich die Darstellung von Karen Pirie und ihrem Mitarbeiter Jason. Ich mochte beide sehr, insbesondere Karens rebellische, grundanständige Art gefiel mir. Ihr Ton mag ein wenig rau sein, doch sie trägt das Herz auf dem rechten Fleck. Sie wirkte in diesem Roman so authentisch und aus dem Leben gegriffen, dass es mich nicht wundern würde, wenn sie eine Entsprechung in der realen Welt hätte, vielleicht sogar die Autorin selber.
    Ein großer Überraschungseffekt hinsichtlich der Täterschaft mag ausbleiben, doch gelingt es Val McDermid, die Kriminalerzählung sehr spannend zu gestalten, und ich konnte gar nicht schnell genug die Seiten umblättern. Außerdem bereiteten mir einige sehr erhebende Szenen mit Karen großes Vergnügen, als diese sich trotz ihres Angeschlagenseins aufgrund der Trauer um Phil mit einem beeindruckenden Ideenreichtum aktiv für ihre Mitmenschen einsetzt.

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    Krimisofa_coms avatar
    Krimisofa_comvor 10 Monaten
    Langsam aber tiefgründig

    Eigentlich wollte ich es mir abgewöhnen, Bücher nur wegen des Covers oder des Titels zu ordern, weil ich davon schon viel zu oft enttäuscht wurde. Aber der Titel „Der Sinn des Todes“ hatte etwas, das mich ansprach – und das Cover sieht obendrein atemberaubend gut aus. Die Marketingabteilung des Verlags hatte also wieder herausragende Arbeit geleistet, um das aktuelle Buch von Val McDermid – eine mir, trotz über 30 publizierter Bücher, davor völlig unbekannte Autorin – zu bewerben. Und es klappte, denn der Inhalt riss mich anfangs so gar nicht vom Hocker. Es sei noch dazugesagt, dass dies der vierte Teil der Karen-Pirie-Reihe ist; es ist aber völlig unerheblich, ob man die drei davor gelesen hat.

    Karen Pirie ist Detective Chief Inspector in der Historic Cases Unit der Schottland Polizei. Sie bearbeitet, ähnlich ihrem dänischen Kollegen Carl Mørck aus der Reihe von Jussi Adler-Olsen, Fälle, die nie aufgeklärt wurden, aber durch neue Erkenntnisse wieder tagesaktuell werden. Karen Pirie ist ein ziemlich tougher Charakter, der sich vor allem von ihrem Chef nicht unterkriegen lässt und ihm stets in eindrucksvoller Manier Paroli bietet. Seit dem Tod ihres Lebensgefährten und Kollegen Phil leidet sie an Schlafstörungen, weshalb sie gerne mitten in der Nacht spazieren geht bis sie müde wird und ins Bett fällt. Durch den Tod von Phil ist nur noch Jason in der Historic Cases Unit übrig, mit dem Karen die Fälle bearbeitet. Jason ist zwar nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber dafür sehr liebenswürdig. Er ist Anfang 20 und damit weit über zehn Jahre jünger als Karen – und er ist verdammt unsicher, was sein Auftreten betrifft.

    Wie oben geschrieben, hat mich „Der Sinn des Todes“ anfangs nicht vom Hocker gerissen, weil der Aufbau der Geschichte ziemlich träge ist und der Erzählstil ähnlich langsam – für Leute, die auf rasante Pageturner stehen, ist das hier vermutlich das Falsche. Für Leute, die auf Tiefgang stehen, ist „Der Sinn des Todes“ dafür umso mehr etwas, denn Karens Stimmung, die immer noch vom Tod ihres Lebensgefährten geprägt ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verleiht ihr eine düstere, ja fast schwermütige Atmosphäre, die etwas hat, was den Leser mitnimmt. Ich muss sagen, dass ich innerhalb der ersten hundert Seiten auch an einen Abbruch des Buches gedacht habe, weil ich ebenfalls lieber rasantere Bücher lese. Aber dann habe ich mir gesagt „Du kennst diese Autorin nicht, lass dich darauf ein“ - und danach wurde es tatsächlich besser, spannender und vielschichtiger; und ich bereute nicht, weitergelesen zu haben, denn später untersucht Pirie nicht nur einen Fall, sondern gleich drei; und handelt bei zwei von dreien oft nicht ganz legal, sondern eher mit dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“ - was auch den Originaltitel „Out of Bounds" erklärt.

    Außerdem wird McDermid auch politisch und damit sogar tagesaktuell, denn sie behandelt die Flüchtlingskrise und das Asylthema ziemlich realitätsnah mit praktischen Beispielen, was mir in diesem Kontext außerordentlich gut gefallen hat. Gerade bei diesen Szenen hatte ich oft Gänsehaut, weil sie sehr rührend und menschlich erzählt werden – eine Menschlichkeit, die man in der Realität im Alltag oft vermisst.

    „Der Sinn des Todes“ ist sicher nicht mein Buchhighlight des Jahres, weil es vom Plot her einfach nur more of the same ist, aber der Erzählstil, diese ruhige Erzählweise hat etwas außergewöhnliches.. Etwas, das auch zum Nachdenken anregt. Übers Leben, über Nächstenliebe und über ein gutes Miteinander. Und letzten Endes bin ich wirklich heilfroh, es (zu Ende) gelesen zu haben.

    Bewertung für den Showdown entfällt mangels Showdown.

    Tl;dr: „Der Sinn des Todes“ ist ein Krimi, dessen Handlung sich langsam aufbaut und ein gemächliches Tempo hat, gleichzeitig aber nie langweilig wird und wichtige gesellschaftliche und politische Themen anspricht. Ein Buch mit dem gewissen Etwas.

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    smutcops avatar
    smutcopvor einem Monat
    spocks_girls avatar
    spocks_girlvor 2 Monaten
    K
    Karin_Kovor 8 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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