Val McDermid Nacht unter Tag

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Inhaltsangabe zu „Nacht unter Tag“ von Val McDermid

Das Verschwinden von Mick Prentice gibt Detective Inspector Karen Pirie Rätsel auf: Micks Tochter meldet ihn erst nach über zwanzig Jahren vermisst – doch aus der Familie des Bergarbeiters ist nicht viel herauszukriegen. Und auch bei dem steinreichen Sir Brodie, dessen Tochter damals zur selben Zeit zusammen mit ihrem Neugeborenen entführt wurde, stößt Karen auf eine Mauer des Schweigens. Allmählich kommt ihr der Verdacht, dass dies kein Zufall ist …

das Buch lässt den Leser nachdenklich zurück

— Minje

Ein als Krimi verkleidetes sehr gutes politisches Buch.

— Joachim_Tiele

Nicht gerade gut. Zwar spannend geschrieben, aber es kommen viel zu viele Dinge darin vor, die die Glaubwürdigkeit untergraben.

— Beagle

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  • ein Karen Pirie Fall

    Nacht unter Tag

    Minje

    11. July 2017 um 10:23

    "Nacht unter Tag" von Val McDermid erschien 2009 im Weltbild Verlag und ist Band 2 der 4 teiligen Karen Pirie Serie. Das englische Original "A darker domain"  erschien 2008 bei Harper Collins, London.Inhalt1985/ 2007 England. Ein Mann wird nach 20 Jahren als vermisst gemeldet. Zeitgleich findet die Journalistin Bel ein Plakat, das in einem Entführungsfall eine Rolle gespielt hat. Sowie eine große Blutlache. Bei ihrer Ermittlungsarbeit stößt Pirie auf eine Leiche in einer Höhle. Handelt es sich um den vermissten Mick Prentice? Oder um seinen verschollenen Freund? Oder ist die Leiche einer der Entführer?Achtung....SPOILERMeinungCoverAuf meinem Cover zu sehen ist eine verlassene Gegend, in der ein kleineres weißes Haus zu sehen ist. Gebirge im Hintergrund. Mir gefällt das Bild, da ich so an die Bergarbeiter denke, die in dem Buch eine Rolle spielen.AufbauDas Buch hat mehrere Erzählstränge. Mal erfahren wir von der Ermittlungsarbeit von Karen Pirie in 2007, mal erfahren wir etwas aus der Vergangenheit von 1985. Das macht das ganze Buch schön lebendig, ich liebe es, wenn mehrere Erzählstränge vorhanden sind.CharaktereKaren Pirie ist mir weiterhin sympatisch. Ich kannte sie bisher nur aus Band 4, und meine Meinung hat sich ihr gegenüber nicht geändert. Eine tolle Ermittlerin. Ich kann sie mir jetzt auch besser vorstellen, das "Bild" von ihr ist runder geworden.Phil. Auf ihn war ich gespannt, denn in Band 4 wird er nur erwähnt, aber er lebt nicht mehr. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt "Wie wird er wohl sein?" und habe nun  einen kleinen Einblick bekommen. James M. Dieser Mann wirft Fragen auf...warum wird jemand "anders" behandelt, nur weil er mehr Geld hat? Durch Unterschlagen von Informationen wurden Ermittlungen mehrfach behindert, 1985 sowie 2007. Ist das rechtens? Wie sieht da die Realität aus? Würde so ein Fall auch in der Realität so ablaufen? Das, was ich als besonders erschreckend wahrgenommen habe: sein Sohn...wie der Vater, so der Sohn...sagt man. Was sich ja auch bewahrheitet.Mick Prentice. Er tut mir leid. In der heutigen Zeit hätte es andere Möglichkeiten gegeben...um seinen "Konflikt" zu bewältigen...doch die Zeiten damals waren anders...schon heftig, wie sich das alles entwickelt hat...er tut mir echt leid. Trotzdem ist  er mir sowas von sympatisch...weil er einfach auf der Suche war...sich selbst zu finden...zu entdecken, was in ihm steckt...klar, das es ihm guttat, wenn er ermutigt wurde. Man bekommt echt das Gefühl, er wurde in eine "falsche" Zeit hineingeboren, denn die Umstände waren nicht günstig für ihn.Warum nur 4 Sterne?Leider wirkt die letzte Seite "zusammenhanglos". Man denkt bereits davor "Fall gelöst, was soll jetzt noch kommen?"  und dann kommt die letzte Seite. Ich habe mittlerweile eine Ahnung, worum es geht, aber so ganz verstehe ich die Seite immer noch nicht. Gut ist es, dass die Autorin diese Thematik auf der letzten Seite anspricht, sonst wäre der Leser darüber im Unklaren geblieben. Nur wie sie es umgesetzt hat...so verwirrend...das finde ich schade. Wenn das nicht gewesen wäre, hätte ich dem Buch gerne 5 Sterne gegeben.FazitMit vier Bänden ist die Reihe um Karen Pirie eine überschaubare Reihe, aus der mir nun Band 1 und 3 noch fehlen. Da die Reihe so überschaubar ist, werde ich sie noch beenden.

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  • "Geschichte ist gefrorene Politik"

    Nacht unter Tag

    Joachim_Tiele

    16. February 2016 um 16:40

    Geschichte ist gefrorene Politik - so hatte es ein früherer Geschichtslehrer von mir einmal ausgedrückt. Nacht unter Tag ist ein historischer und ein politischer Roman, verkleidet als Krimi einer Erfolgsschriftstellerin. Normalerweise rezensiere ich hier keine Bücher aus der Erinnerung, aber dieses ist vor einiger Zeit zusammen mit einer frühereren Lebensgefährtin und etlichen andere Büchern bekannter britischer Crime Ladies bei mir ausgezogen, aber es ist mir in Erinnerung geblieben. Als eine meiner Lesefreundinnen hier bei Lovelybooks kürzlich ein anderes Buch von Val McDermid rezensiert hat, fiel es mir unmittelbar wieder ein. Mit diesem Buch hat Frau McDermid meine Bewunderung gewonnen und damit - in meiner persönlichen Auffassung - die Lizenz, so gut wie alles schreiben zu dürfen. Mein Grund für diese Bewunderung ist, dass sie - zumindest in diesem Buch - mit jeder Faser ihres schriftstellerischen Seins working class geblieben ist. Es ist ein parteiliches Buch, politisch links bis in die Haarwurzeln. Dieses ist ein erstaunliches Phänomen, dass man bei vielen Engländern, aus denen etwas geworden ist, wie man so schön sagt, ein nach wie vor intaktes Klassenbewusstsein findet. Egal wie reich sie geworden sind, in ihrer politischen Grundhaltung bleiben sie unkorrumpiert und unkorrumpierbar. Jüngeren ist es vielleicht nicht mehr vorstellbar, aber England war bis kurz vor Margret Thatchers Amtsantritt die Mutter moderner Sozialstaaten. Auch seinerzeit schon von manchen etwas belächelt und wegen seiner allumfassenden Fürsorglichkeit - from the cradle to the grave - kritisiert, garantierte es doch eine soziale Daseinsfürsorge, die jeden vor unverschuldeten Notfällen schützte beziehungsweise nach deren Eintreten sozial absicherte, Dennoch war England ein reiches Industrieland geblieben. Mit Thatchers Amtsantritt setzte ein Klassenkampf von oben ein, eine Wiederentfesselung des Raubtierkapitalismus, der erst heute, langsam und vorsichtig, von einzelnen wieder kritisiert wird. Ich selbst habe dies im Frühjahr 1980 im reichen London erlebt, als ganze Stadtviertel fast über Nacht stukturell zusammenbrachen. Vor kurzem noch lebendige Ladenzeilen, zum Beispiel in Walthamstow, wo ich seinerzeit eine Zeitlang lebte, verwandelten sich in straßenweise zugenagelte Schaufensterfronten. Man konnte dort zu dieser Zeit nicht einmal mehr seine täglichen Haushaltseinkäufe erledigen. In den Bergbauregionen Schottlands und Nordenglands waren die Auswirkungen dieser Politik noch verheerender, und diese Auswirkungen, denen die Bewohner dieser Gegenden einen langen und erbitterten Streik entgegensetzten, sind das eigentliche Thema dieses Romans. Das macht ihn zu einem historischen Roman, allerdings nicht zu einem, der sich mit einer historisierenden und folklorisierenden Pseudoromantik vergangener Zeiten an die Leser wendet, wie es gerade der Duktus vieler selbsternannter historischer Romane ist. Die Geschichte hinter der Geschichte ist hier ein harte. Dieser Roman tut weh, denn er zeigt auch, wie eine lebendige Kultur, die der englischen und schottischen Arbeiterklasse, in jener Zeit regelrecht niedergewalzt wurde. Wenn man sich dafür interessiert, ist man bei diesem Roman richtig, eine Krimihandlung bekommt man sozusagen kostenlos dazu... Ein kleiner Kritikpunkt betrifft die Übersetzung des Titels. Es müsste Nacht unter Tage heißen, mit unter Tage als der Bezeichnung dafür, im inneren eines Bergwerks zu sein. Allerdings kann es sein, dass diese Bezeichnung beim Erscheinen des Buches in Deutschland schon bei vielen unbekannt war, denn auch hierzulande war diese einstmals wichtige Industrie schon abgewickelt worden, dies allerdings - im Gegensatz zu England - gesetzlich und durch Steuermittel abgefedert. Mein Fazit: Toll, wie eine Erfolgsschriftstellerin hier ihren Erfolg in den Dienst gegen das Vergessen gestellt hat. Joachim Tiele - 16.02.2016

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    hanniball

    21. April 2012 um 17:16

    DI Karen Pirie ist für Neuermittlungen in bisher ungelösten Altfällen zuständig. Und so nimmt sie die Ermittlungen auf, als neue Beweise auftauchen über eine nie geklärte Entführung Mitte der achtziger Jahre. Damals wurde die Tochter und der Enkel eines schottischen Großkapitalisten entführt. Gleichzeitig ermittelt sie in einem Vermisstenfall, bei dem der Vermisste erst nach über 20 Jahren als vermisst gemeldet wird. Ich mochte bisher alle Krimis von Val McDermid, aber diesen finde ich einen ihrer besonders gelungenen. Zwar finde ich auch die Handlung stellenweise etwas vorhersehbar, aber dafür wird parallel zur eigentlichen Krimihandlung auch ein eindringlicher und mitreißender Einblick in die Zeit der großen Bergarbeiterstreiks unter der eisernen Lady gegeben. Wie immer bei Val McDermid lässt sich die Geschichte flüssig lesen, wirken die Charaktere glaubwürdig und lebensecht. Wie immer ein echter Lesegenuss.

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    AnjaKoenig

    26. July 2011 um 17:48

    nicht schlecht, hab aber auch schon besseres der autorin gelesen. interessante thematik, die aber zwischendurch ein paar längen hat und durch die szenenwechsel teilweise etwas verwirrend sind.

  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Cerepra

    29. June 2011 um 15:55

    Was gibt es besseres als einen kurzweiligen Krimi für zwischendurch!? Nacht unter Tag ist ein typischer britischer Krimi, der einfach Lust am Lesen macht. Er kommt zwar nicht an "Ein Ort für die Ewigkeit" ran, dafür war er doch ein wenig vorhersehbar, aber ich wurde gut unterhalten.

  • Frage zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hallo, ich habe gerade Nacht unter Tag von Val McDermid gelesen. Gibt es noch mehr Bücher der Autorin mit Karen Pirie und Phil? Danke und liebe Grüße, Jai

    • 3
  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    smutcop

    30. March 2011 um 12:00

    DI Karen Pirie ermittelt in ungeklärten Fällen. Vor zwanzig Jahren wurde der Enkel des Schottischen Oligarchen Sir Brodie entführt und seine Tochter getötet. Sir Brodie bekommt einen Hinweis, der auf die Entführung hindeutet und "heuert" daraufhin karen Pirie, die unbequeme Ermittlerin an. Paralell schnüffelt eine Reporterin in seinem Auftrag an dem Fall. Was war damals los, in dieser schlimmen Phase des Streiks der Bergleute, das die Kinder in den Hunger und so manchen in den Tod trieb? Wohin verschwanden die Gewerkschafter Mick und Andy und warum wird schon wieder gemordet? Ein spannender Mc Dermid mit allen üblichen Zutaten.

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. January 2011 um 21:08

    Ein Mann wird von seiner Tochter vermisst gemeldet, an sich nichts Ungewöhnliches, jedoch geschieht dies erst nach über 20 Jahren, da sie auf Grund gesundheitlicher Dinge seine Hilfe benötigt. Ihre Mutter hatte ihr immer wieder gesagt, dass Mick, ihr Vater, ein Streikbrecher war und daher seine Familie verlassen hat, da er sich in dem Dorf nicht mehr hätte blicken lassen können, doch nun stellt sich heraus, dass er gar nicht dort war wo er bislang vermutet wurde. Detective Inspector Pirie versucht Licht hinter die ganze Geschichte zu bringen, wobei sie auf einen anderen mysteriösen Fall trifft, der sich in etwa zur selben Zeit zugetragen hat. Ob die beiden Fälle etwas miteinander zu tun haben? Erzählt wird aus verschiedenen Zeitebenen, mal ist man in der Gegenwart, dann wieder in der Vergangenheit, man muss sich aber nicht ständig zurecht finden, denn es gibt kleine Überschriften, an denen man das Datum ablesen kann, so dass man sofort weiß, in welcher Ebene man sich gerade befindet. Diese Wechsel sind sehr gut gemacht, da man so direkt die verschiedenen Eindrücke und Situationen erlebt, sie werden eben nicht in der Reihenfolge erzählt, sonst müsste schließlich vor 20 Jahren begonnen werden, es handelt sich eher um Einschübe, so wie sie gerade in die Gegenwart hinein passen, damit man sofort weiß was damals geschehen ist bzw. man versuchen kann es nachzuvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und es macht unheimlichen Spaß den Ermittlungen zu folgen. Immer wieder ertappt man sich dabei, dass man selber im Kopf schon viel weiter mit seinen Vermutungen ist, als die Geschichte eigentlich erzählt und immer wieder wird man eines besseren belehrt, nämlich, dass man doch erstmal weiter abwarten sollte, da alles viel komplexer ist als es zunächst scheint und man soweit im Grunde gar nicht denken kann, zumindest noch nicht zu Beginn. Schön ist auch, dass es verschiedene Handlungsstränge gibt, so hat man quasi zwei Baustellen, an denen man sich versuchen kann. Es ist ziemlich offensichtlich, dass diese Handlungsstränge irgendwann zusammenfinden werden, aber man kann nicht sagen an welchem Punkt dies sein wird, denn die Ausmaße, die der Fall mit sich zieht, sind schwer zu ergründen, wenn man kaum Hintergrundinformationen hat. Selbst mit den Rückblenden tut man sich dabei schwer, denn dem Leser werden immer wieder nur Häppchen vorgeworfen, so dass bis fast zum Ende unvorhersehbar bleibt was wirklich geschehen ist. Alles in allem handelt es sich hier um einen schönen, klassischen Krimi, der mehr auf die Ermittlungen abzielt und sich darauf konzentriert, als auf die Tat bzw. Taten an sich. Hier steht der Hintergrund des Szenarios im Vordergrund und nicht das Gemetzel, wie es inzwischen häufiger der Fall ist.

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. January 2011 um 12:51

    Schottland im Jahr 2007: DI Karen Pirie arbeitet in der Abteilung für ungelöste Fälle. Obwohl dies normalerweise ein recht "ruhiger" Job ist, muss sie nun in gleich zwei alten Fällen ermitteln. Fall 1: Misha Prentice meldet ihren Vater als vermisst. Das außergewöhnliche hieran ist, dass Mick Prentice bereits seit 22 Jahren verschwunden ist! Sein Verschwinden gibt DI Pirie Rätsel auf, doch aus der Ehefrau des Bergarbeiters ist nichts herauszukriegen. Und auch die Bewohner des ehemaligen Bergarbeiterortes sind keine Hilfe. Alle halten ihn für einen feigen Streikbrecher, der sich abgesetzt hat. Fall 2: 1984 wurde ebenfalls zur Zeit des Bergarbeiterstreiks die Tochter sowie der neugeborene Enkel des steinreichen Großindustriellen Brodie Grant entführt. Bei der Lösegeldübergabe wurde die Tochter getötet, die Entführer konnten entkommen und das Baby wurde nie gefunden. Die Journalistin Bel Richmond findet im Italienurlaub zufällig eine neue Spur in diesem Fall. Parallel mit der Polizei soll sie im Auftrag der Familie Grant herausfinden, was damals tatsächlich passiert ist. Dieses Buch ist ein spannender, klassischer Krimi im Stil der TV-Serie "Cold Case". Die fortlaufende Handlung wird immer wieder durch "Rückblenden" ins Jahr 1984 unterbrochen. Ganz allmählich setzen sich diese Erinnerungsfetzen wie Puzzleteile zu einem Bild zusammen, und bringen Licht ins Dunkel der Vergangenheit. Dies braucht aber etwas Geduld, da hierfür über 500 Seiten zu bewältigen sind. Am Ende sind die Ereignisse der Vergangenheit geklärt. Jedoch bleibt eine gewisse Unbefriedigung, da die Ereignisse in der Gegenwart nicht zu Ende geführt werden. Das weitere Geschehen muss sich der Leser selbst ausmalen. Einen Stern Abzug gebe ich für die zahlreichen Zeitsprünge und Ortswechsel, die mich ein wenig im Lesefluss gestört haben. Und für die etwas klischeehafte Figur des Simon Lees. Die gute Polizistin muss sich gegen einen Vollpfosten von Chef durchsetzen. Das sieht man in irgendwie in jedem Ami-Krimi. Trotzdem ist dieser Krimi sehr zu empfehlen. Daumen hoch!

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. December 2010 um 18:10

    Detective Inspector Karen Pirie - von der Natur zwar mit einem guten Verstand, aber nicht mit den Maßen eines Models ausgestattet - und der ihr untergebene Mitarbeiter Detective Sergeant Phil Parhatka versuchen sich an einer nachträglich notwendig gewordenen Klärung des Falles eines vermissten Bergarbeiters. Am Tag seines Verschwindens hatte sich gleichzeitig ein spektakulärer Erpressungs- und Entführungsfall ereignet, dessentwegen die ehrgeizige Journalistin Bel Richmond im Auftrag eines reichen Kotzbrockens Nachforschungen anstellt. Zwischen beiden Fällen besteht eine Verbindung, die viele Rätsel aufgibt. Die Autorin hat um diese Fälle eine spannende Geschichte gesponnen, die sich wie ein Zeitungsfortsetzungsroman liest (immer dann, wenn eine besonders wichtige Frage angesprochen wird, wird die Erzählerebene von der Gegenwart in die Vergangenheit, und umgekehrt, gewechselt). Sie versteht es auch gut, lange Zeit einen Nebel darüber auszubreiten, wie die beiden Fälle zusammenhängen könnten. Sozialkritisch wird immer wieder der Hintergrund des Bergarbeiterdaseins eingeblendet. Gelegentlich gibt sich die Autorin sogar amüsant, wenn sie sich dem nicht nur auf berufliche Kontakte beschränkten Verhältnis des Ermittlergespanns widmet. – Ein teilweise offener Schluss lässt einerseits den Leser etwas überrascht zurück, gibt aber auch Spielraum für eigene Gedanken.

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Flower

    23. August 2010 um 12:48

    Zwei Fälle aus der Vergangenheit stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Misha Prentice meldet ihren Vater Mick Prentice nach 20 Jahren als vermisst. Ihr Sohn ist an Leukämie erkrankt und die einzige Hoffnung scheint eine Knochenmarkspende ihres Vaters zu sein. Den Gerüchten zufolge hat der Vater aus Armut die Familie, während der schlimmen Bergarbeiterstreiks in den 80iger Jahren, als Streikbrecher verlassen. Dies scheint jedoch nicht die Wahrheit zu sein. Gleichzeitig entdeckt die Reporterin Bel Richmond während ihres Urlaubs in Italien ein Beweisstück eines Entführungsfalls. Die Tochter von Sir Brodie, Catriona, einer der reichsten Männer Schottlands, verstarb bei der Löseübergabe 1985. Ihr Sohn blieb verschwunden. Sir Brodie setzt nun alles daran ihn zu finden und beauftragt Bel zu recherchieren. DI Karen Pirie ist für beide Fälle zuständig und, es beginnt die Suche nach der dramatischen Wahrheit. Der Roman springt zwischen zwei Zeitebenen (Gegenwart und 80er Jahre), zwischen verschiedenen Ländern (Schottland und Italien) und zwischen den verschiedenen Klassen (Armut und Reichtum). Val McDermid hat einen packenden und fesselnden, nicht blutrünstigen Thriller, geschaffen, der kaum aus der Hand zu legen ist.

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    andreadressler

    02. March 2010 um 17:45

    Ein durchnittlicher Psychothriller- nicht der Beste von dieser Autorin !

  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Heike110566

    18. February 2010 um 22:09

    Der Thriller "Nacht unter Tag" der schottischen Autorin Val McDermid (geb. 1955) erschien 2008 im Original und 2009 als deutsche Übersetzung im Droemer-Verlag. Misha Gibson meldet ihren Vater 2007 als vermisst. Zweiundzwanzig Jahre ist es her, dass er plötzlich verschwand und Misha sowie deren Mutter zurück ließ. Es war die Zeit des schottischen Bergarbeiterstreiks, der sich gegen die Politik der Thatcher-Regierung richtete. Alle im Ort dachten, Mick sei als Streikbrecher nach Nottingham gegangen. Niemand trauerte ihm nach. Niemand ließ nach ihm suchen. - Erst als Mishas Sohn dringend eine Knochenmarkspende benötigt, wendet sie sich an die Polizei. DI Karen Pirie übernimmt den Fall. Daneben ist sie aber auch mit den Ermittlungen in einem bislang ungeklärten Mord- und Entführungsfall beauftragt. Catriona Grant, die Tochter eines der reichsten Männer Schottlands, und ihr Sohn Adam wurden Anfang 1985 von einer Gruppe, die sich "Anarchistischer Kampfbund Schottlands" nannte, entführt. Bei der Lösegeldübergabe kommt es zu einem Schusswechsel, bei dem Cat Grant getötet wird. Die Entführer entkommen mit dem Lösegeld und Cats Sohn. Die Journalistin Bel Richmond stößt bei ihrem Urlaub in der Toskana auf ein Plakat, dass identisch mit dem ist, dass bei der Entführung die Kidnapper zur Mitteilung benutzten. Cats Vater, Sir Brodie, läßt Bel weitere Nachforschungen anstellen, von denen allerdings DI Pirie nichts weiß ... Während der Leser im Vorteil ist, da er von allen Ermittlungen mitbekommt und so die Puzzleteilchen zusammen- setzen kann, erkennen weder DI Pirie noch die Journalistin lange Zeit diese nicht, was dann zu einem weiteren fatalen Mord führt. Auch wenn man als Leser bereits um die Details weiß, wird es niemals langweilig. Im Gegenteil: atemberaubend und fesselnd bleibt dieser Roman bis zum Schluss. Und dieser überrascht dann doch noch wieder.

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  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    fielafan

    26. January 2010 um 08:40

    Der Anfang aber vor allem das Ende sind spannend geschrieben aber in der Mitte ist es teilweise gähnend langweilig. Auch ist der Schluß nicht wirklich gelungen deshalb nur 3 Sterne.

  • Rezension zu "Nacht unter Tag" von Val McDermid

    Nacht unter Tag

    Markus22

    28. July 2009 um 21:23

    Ein wunderbar, spannendes Buch

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