Val McDermid Northanger Abbey

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Inhaltsangabe zu „Northanger Abbey“ von Val McDermid

Millionen Leser hat Val McDermid mit ihren psychologischen Krimis begeistert. Jetzt bezaubert sie mit einer Neufassung von Jane Austens Northanger Abbey. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern. Die sie im ländlichen Piddle Valley niemals finden wird! Doch dann darf sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival nach Edinburgh begleiten. Wo sie nicht nur unerwartet in Bella Thorpe eine neue Freundin findet, sondern sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als Henry und seine Schwester Eleanor sie auf den schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einladen, geht Cats Fantasie mit ihr durch. Was, wenn hier ein Verbrechen stattgefunden hat? Und tatsächlich wird es für sie gefährlich – wenn auch auf unerwartete Weise.

Zu gewollt und unfreiwillig komisch.

— IsabelleSu

Das Buch hat mir leider gar nicht gefallen

— EmilyTodd

Tolle Umsetzung, eines fantastischen Originals.

— MoonlightBN

Gefiel mir sehr gut! Auch toll zum besseren Verständnis vom Original!

— photovivie

Ein Klassiker neuaufgelegt in der Moderne

— sweetpiglet

Eine eher uninspirierte Nacherzählung

— LinaLiestHalt

Eine gute, modern Interpretation eines Jane-Austen-Klassikers.

— Minky

Trotz sympathischer (wenn auch manchmal nerviger) Charaktere, hat mir die düstere Stimmung & Spannung gefehlt, die das Original ausmacht.

— Diiiamond93

— Annealmighty

Es ist eine solide Geschichte, die mir allerdings von Jane Austen im Original besser gefallen hat. Mich konnte es leider nicht überzeugen.

— Levenya

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  • Nervig.

    Northanger Abbey

    IsabelleSu

    26. July 2017 um 09:44

    Das Buch hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Ich habe das Buch nach 2/3 entnervt beendet und nur kurz zum Ende geblättert, um mich zu überzeugen, dass ich nichts verpasst habe. Ich bin selber kein Teenager mehr, doch ich glaube, dass die meisten Mädchen im Alter der Hauptprotagonistin sich sehr über die Beschreibungen von Val McDermid amüsieren würden.

  • Gar nicht mein Fall

    Northanger Abbey

    EmilyTodd

    14. January 2017 um 21:57

    Ich sage es ganz frei heraus: Dieses Buch hat mir echt gar nicht gefallen. Es hat leider überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Ich kam nicht richtig rein in die Geschichte. Ich fragte mich die ganze Zeit worum geht es hier eigentlich? Was soll das alles bitte? Und wann bitte fängt die Geschichte bzw. das Buch endlich mal an. So nach 150(!) Seiten hatte ich das Gefühl, das die Geschichte endlich etwas an Fahrt gewinnt aber das war nach 10(!) Seiten bzw. einem Kapitel auch schon wieder vorbei. Und ich war wieder bei meiner Frage angelangt: Worum geht es hier eigentlich? Und was soll das bitte alles? Ist das wirklich nötig?Mit der weiblichen Hauptfigur Cat, konnte ich herzlich wenig anfangen. Und dabei hatte ich sie mir so interessant vorgestellt. Eben als ein Mädchen welches sich gerne in die Welt von Bücher verliert. Aber davon hab ich irgendwie nicht viel gemerkt. Sie kam mir eher einfach wie ein kleines unvernünftiges Mädchen vor, war gar keine Ahnung hat was wahr sein und Realität sein kann. Manche Hirngespinste die sich da so in ihren Gedanken abgespielt haben, war einfach nur lächerlich und nervig. Ihre beste Freundin die sie kennen lernt, war noch schlimmer. Bei fast jeden Satz den ich von ihr lesen musste, dachte ich echt, ich krieg gleich echt einen zu viel und ich schmeiße das Buch in die Ecke. Die ging echt gar nicht. Und der Bruder von ihr, ging mir auch tierisch auf den Geist. Vielleicht war das auch beabsichtigt, aber es war mir einfach zu viel.Und natürlich verliebt sich die weiblich Hauptfigur, in einen älteren und misteriös wirkenden jungen Mann. Daran ist ja auch nichts schlechtes und ich finde die beiden hätten echt Potenzial für eine schöne Liebesgeschichte gehabt, aber es passierte einfach nichts. Nur irgendwelches sinnloses Geplänkel.Und als Cat endlich auf dem Familiensitz ankommt und die beiden sich doch endlich auch mal Näher kommen könnten, passiert immer noch nichts. Auch von einem schrecklichen Verbrechen fehlt jede Spur. Von Spannung an sich fehlt jede Spur. Und wäre das nicht noch schlimm genug, versucht man die Geschichte auf den letzten 20(!) Seiten noch in eine ganz andere Richtung zu lenken und als dann die Aufklärung folgt, hab ich nur noch gedacht: Oh mein Gott was für eine Zeitverschwendung.Hinzu kommt dann wahrscheinlich auch noch, das die Epoche aus dem Original Geschichte stammt und die modere Facebook Zeit einfach nicht zusammen passen.Die Jugend von heute, ist nicht so wie sie hier dargestellt wird. Es passt einfach nicht zusammen.Ich kenne das Original Buch nicht und werde es nach diesem Buch nun auch bestimmt nicht mehr lesen, aber ich denke und bin mir sicher, das die ganze Geschichte zu einer anderen Zeitepoche einfach mehr Sinn macht. Ich kann nur 1 von 5 Sternen vergeben. Mir hat das Buch wirklich gar nicht gefallen.

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  • Northanger Abbey

    Northanger Abbey

    MoonlightBN

    05. August 2016 um 13:14

    Klappentext: Janes Austens großer Roman Northanger Abbey, neu verfasst von Krimimeisterin Val McDermid. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern – die sie in ihrer Heimat im ländlichen Piddle Valley leider niemals finden wird. Zum Glück darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen, wo sie sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als er sie auf seinen schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einlädt, fühlt sich Cat jedoch plötzlich in einen ihrer geliebten Gruselromane versetzt. Denn in dem alten Gemäuer lauern die Schatten der Vergangenheit hinter jeder Ecke und die Anzeichen verdichten sich, dass ein schreckliches Verbrechen geschehen ist …Quelle: Harper Collins Meine Meinung: Was für diese Rezension (meiner Meinung nach) wichtig ist: Ja, ich kenne das Original von Jane Austen und ich mag „Northanger Abbey“ wirklich sehr gerne. Das Buch ist zwar schon eine ganze Weile her, aber ich erinnere mich noch ziemlich gut daran und ich fand es wirklich toll! =)Diese Version hier spielt in unserer Zeit, greift die ursprünglichen Elemente aber wirklich sehr sehr gut auf und ich fühlte mich wunderbar unterhalten und habe mich wirklich ständig an das Original erinnert gefühlt.Protagonistin Cat verkriecht sich gerne in Büchern und lebt wirklich abgeschottet von dem Rest der Welt in einem Minikaff, ohne jemals richtig rauszukommen. Wie es der Zufall so will, bekommt sie die Chance mit den Nachbarn nach Edinburgh zu fahren und dort einige Wochen beim Festival dabei zu sein (dort gibt es diverse Shows und Auftritte, von Theater, Musicals bis hin zum „Book Festival“). DIE Chance ein Abenteuer zu erleben, oder? ;-)Cat war mir eine wirklich sympathische Protagonistin, teilweise etwas naiv, aber sehr fantasievoll und mir hat ihre Art wirklich gut gefallen.Als Henry auftaucht, war mir schon klar, was zwischen den beiden so passieren wird, zumindest wenn die Autorin sich an das Original gehalten hätte. Natürlich verrate ich euch nicht, was übernommen wurde, aber ich kann euch schon mal sagen, dass mir dieser neumodische Henry etwas besser gefallen hat beim ersten Auftritt. Mit dem Original-Henry musste ich etwas länger warm werden, aber ich war auch noch sehr jung gewesen beim Lesen.Egal, dieser Henry hier: Liebevoll, zuvorkommend, gut aussehend (aber nicht zu gut aussehend) und klug. Ich war begeistert von seiner Art und mir hat das Zusammenspiel zwischen ihm und Cat echt gut gefallen.Auch viele weitere Charaktere haben sich in mein Herz geschlossen, ich fand es wirklich amüsant dargestellt.Das Ehepaar, bei dem Cat unterkommt, hat wirklich seinen eigenen Charme und ich hatte oft ein Schmunzeln im Gesicht, wenn die beiden sich unterhalten haben.Andere Nebencharaktere waren natürlich nicht so sympathisch und die konnten mich auch ganz schön aufregen *haha*, aber insgesamt war ich wirklich positiv überrascht von den Charakteren. Ich konnte mir nicht so ganz vorstellen, wie man diese „alten“ Charaktere neu verpacken kann, ohne dass deren Charme verloren geht, aber: Es hat geklappt! =)Insgesamt hat mir diese ganze Story aber auch einfach gefallen. Ja, es gibt Unterschiede, aber damit habe ich gerechnet, so soll es ja auch sein! Trotzdem kam für mich Jane Austen einfach durch und wenn es auch nur Kleinigkeiten waren, ich fand es wirklich großartig umgesetzt! Insgesamt ist die Geschichte jetzt aber nicht weiter überraschend, ich möchte allen „Nicht-Kennern“ von Northanger Abbey nicht alles wegnehmen, deswegen sage ich da jetzt mal nicht viel. Und für die Kenner: Es gibt Unterschiede, größere und kleinere, darauf solltet ihr euch einstellen.Der Schreibstil der Autorin war wahrscheinlich die größte Überraschung für mich. Obwohl es alles sehr modern klang und überhaupt nicht so altbacken wie erwartet, hatte es trotzdem diesen Touch. Ihr wisst schon! Jane Austen! Einige Sätze waren so… bekannt. Unnötige kleine Einschübe, wenn man eine Person beschrieben bekommen hat. Kleine Details, die das Buch zu dem machen, was es einfach ist. Eine Geschichte von Jane Austen. Ich finde die Anlehnung an den Stil ganz wundervoll, er hat mich wirklich überzeugt. Das einzige Manko: Dieses absolut gewollt „Moderne“. Das wäre in dem Ausmaß nicht nötig gewissen, man hat auch ohne ständige Erwähnung von Facebook, Mail, Twitter, Handy, Facebook, Mail, Facebook gemerkt, dass wir uns in der heutigen Zeit befinden. Das war meiner Meinung nach etwas zu gut gewollt und einfach too much. Aaaber mehr habe ich auch eigentlich schon gar nicht auszusetzen. Ich mag es. Wirklich! =DAchja: Der Humor! Ich habe mich so wahnsinnig gut unterhalten gefühlt, dass ich nicht selten auch mal kichern oder lachen musste. =) Fazit: Tolle Umsetzung, eines fantastischen Originals. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, fand die Charaktere und die neue Geschichte wirklich toll und habe während des Lesens nicht selten gelacht. Empfehlung von mir! Für Jane Austen Fans ein Muss! ♥Knappe 5 von 5 Pfotenherzen von mir

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  • VAL MCDERMID: JANE AUSTENS NORTHANGER ABBEY

    Northanger Abbey

    photovivie

    17. July 2016 um 12:04

    Val McDermid ist für ihre psychologischen Krimis bekannt. Nun wurde sie als eine von sechs zeitgenössischen Autoren gebeten, im Rahmen des Austen Projects einen von Jane Austens Romanen in die Gegenwart umzuschreiben. Innerhalb dieses Projekts sind außerdem bereits entstanden, aber (noch) nicht ins Deutsche übersetzt: Sense & Sensibility von Joanna Trollope, Emma von Alexander McCall Smith und Eligible von Curtis Sittenfeld.Die siebzehnjährige Cat führt ein recht langweiliges Leben. Sie wird zusammen mit ihren Geschwistern von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet, ihr Vater ist Pfarrer. Ihre Leidenschaft gilt dem Lesen. Liebend gern würde sie ein Abenteuer wie die Heldinnen in ihren Büchern erleben. Diese Chance bietet sich ihr, als ihre Nachbarn, das Ehepaar Allen, sie einladen, mit ihnen zum Book Festival nach Edinburgh zu reisen. Dort findet sie nicht nur Freunde, sondern verliebt sich auch in den charmanten und intelligenten Henry Tilney.Jane Austen schrieb dieses Werk als eines ihrer ersten; veröffentlicht wurde es aber erst nach ihrem Tod. Sie schrieb es als eine Parodie auf den damals beliebten und verbreiteten Schauerroman. Diese Kenntnis hilft enorm zum Verständnis sowohl dieses Buches, als auch des Originals. Wird aber alles im Vorwort super erklärt!Die größte Veränderung zwischen beiden Büchern sind die technischen Neuerungen. Es wird gesimst und getwittert was das Zeug hält. Auch die Orte musste McDermid verändern. Die ursprünglich weit entfernten Orte sind nun dank Autos schnell zu erreichen. Eine große Veränderung hat mich allerdings massiv gestört: Cat lernte ihr Leben lang aus Romanen, dies ist in beiden Büchern der Fall. Nun allerdings, in der modernen Fassung, ist sie begeistert von der Idee, die Familie Tilney könnte aus Vampire bestehen (die Art von Vampiren, zu denen Edward Cullen und seine Familie gehören – natürlich). Diese Gedankengänge haben mich irgendwann wahnsinnig gemacht!Ebenfalls schade finde ich, das Jane Austens Northanger Abbey als Erwachsenenroman eingeordnet wird. Cat ist siebzehn und das erste Mal so richtig verliebt, und sie ist das erste Mal lange von zu Hause fort. Eindeutig der richtige Stoff für das Programm eines Jugendbuchverlages!Ich als junge Erwachsene hatte sehr viel Spaß mit diesem Buch. Es geht gleichermaßen um Liebe, Freundschaft und das Erwachsenwerden, hat aber auch noch jede Menge Spannung dabei!Schau gern auch auf meinem Blog www.buchstuetze.wordpress.com vorbei!

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  • Northanger Abbey

    Northanger Abbey

    sweetpiglet

    07. May 2016 um 12:53

    Val McDermid ist Teil des Austen Project und hat sich daran getraut den Klassiker Northanger Abbey von Jane Austen in den modernen Sprachgebrauch umzuwandeln. Was zunächst etwas holprig begann wird im Verlauf des Lesens imemr angenehmer. Ich finde Val McDermid hat es auf eine einzigartige Weise geschafft den alten Schreibstil von Jane Austen neues Leben einzuhauchen durch ihre eigenen verschlungenen Formulierungen. Es war allein schon deshalb ein Vergnügen das Buch zu lesen. Aber auch inhaltlich ist das Buch erste Klasse. Cat ist eine typische Jugendliche, die mit ihrer ländlichen Naivität das Herz des Lesers erobert, und vermutlich ein genau so großer Buchnarr ist wie wir alle. Natürlich trifft sie in Edinburgh auf den ein oder anderen charmanten Mann der ihr den Kopf verdreht und nun ist es an ihr zu erkennen, wer falsch ist und wer richtig. Und manches Mal muss man diese Lektion mit dem Herzen bezahlen statt mit dem Geld. Vorfreude ist oft die Feindin des Vergnügens; unsere Erwartungen sind so hoch gesteckt, dass die Enttäuschung unvermeidlich ist. (Seite 151) Aber auch die Nebenprotagonisten, die wir immer nur durch Cats Augen sehen, waren interessant und ereignissreich. Sie haben mein Blut in Wallung gebracht, manches Mal vor Freude und manches Mal vor Wut. So schafft es John Thorpe, dass ich frustriert in die Seiten beißen will, während mit seine Schwester Bella Thorpe mich einfach nur zum Augen verdrehen bringt. Aber dann gibt es da noch die Geschwister Tilney, die irgendiwe geheimnisvoll sind und auf Cat eine besondere Ausstrahlung haben. Die Geschichte fließt vor sich hin und man taucht einfach ein, ohne direkt zu wissen, was das Ziel der Reise ist, denn in diesem Buch ist tatsächlich schon der Weg das Ziel, bei dem man mitfiebert und hofft. Die ursprüngliche Geschichte von Jane Austen kenne ich leider nicht im Original, aber ich liebe die Neuverfassung von Val McDermid und hoffe so sehr, dass es noch mehr Bücher aus dem Jane Austen Project ins Deutsche schaffen. Fazit: Ein Buch das mich nicht mehr los gelassen hat, und innerhalb von 2 Tagen leer gelesen war. Val McDermid hat es geschafft mich gefangen zu nehmen und mit nach Northanger Abbey zu nehmen. Der Schreibstil scheint zunächst seltsam, doch einmal darauf eingelassen lässt es einen nicht mehr los. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und die höchste Bewertung mit 5+ Sternen!

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  • Da wäre mehr drin gewesen

    Northanger Abbey

    LinaLiestHalt

    05. April 2016 um 19:09

    Die junge Cat freut sich auf eine Woche voller Kultur, Musik und angesagter Veranstaltungen in Edinburgh, zu der sie die Nachbarn ihrer Eltern mitnehmen. Dort lernt sie bald den attraktiven und geheimnisvollen Henry Tilney und seine Schwester Ellie kennen, die sie zum Anwesen der Familie Tilney begleiten dar: Northanger Abbey. Und während ihr zahlreiche unheimliche Vampirgeschichten, ihre Lieblingslektüre, in den Sinn kommen, sieht sie sich mit einem ganz realen und abscheulichen Geheimnis konfrontiert. Jane Austens Geschichten in die Neuzeit übertragen – das klingt für mich erst einmal wahnsinnig spannend. Mit ihrem ersten Werk, einer Parodie auf die damals so beliebte Gothic-Literatur, kann man einen guten Anfang legen, die Übertragung auf die heutige Vampir-Szene liegt nahe. Die Sprache ist sehr gewählt und passend zu Jane Austen, für mich ist es aber enttäuschend, dass man sich nicht mehr vom Originalstoff lösen konnte. So war dieser Roman für mich eher eine uninspirierte Nacherzählung mit wenigen eigenen Ideen. Schade, da wäre mehr drin gewesen…

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  • Was war das??

    Northanger Abbey

    inflagrantibooks

    01. April 2016 um 08:07

    MeinungIch steh total auf Jane Austen und ihre Romane! Sie verzaubert mich immer wieder und jedes Mal aufs Neue macht es Spaß, in ihren Geschichten zu versinken. Also war es gar keine Frage, dass ich die Adaption von „Northanger Abbey“ von Val McDermid lesen MUSSTE! War das lesen hier tatsächlich gefährlich oder gab es hier mehr Gerüchte, als knallharte Tatsachen? Alles nur Schall und Rauch oder wirkliches Feuer?Das Original von „Northanger Abbey“ kenne ich noch nicht, deswegen bin ich ganz offen an diese Adaption gegangen. Die Kombination „Jane Austen“ und unsere Welt klang total interessant und ich gebe zu, meine Erwartungen waren verdammt hoch. Jane Austen skizziert immer starke, unabhängige Frauen, die ihren Weg gehen, komme was da wolle und ich erwartete hier genauso eine Person, nur eben in unserer Zeit. Dazu die Probleme, die Jane Austen gerne entwirft, die sich ja aber irgendwie immer „nur“ darum drehen, dass am Ende alle heiraten. (Ein Hoch auf die Emanzipation!^^) Ich fragte mich, wie die Autorin all das glaubhaft und echt verbinden und dem Leser rüber bringen wollte.Die Geschichte dreht sich um Cat. Cat ist eine junge Frau, die sehr behütet im Kreise ihrer Familie mitten auf dem Land aufgewachsen ist. Es gab nichts Aufregendes oder andere Leute, die sie auf das Leben in der Stadt hätten vorbereiten können. Cat hatte nur ihre Bücher und die verschlang sie regelrecht. Zusammen mit ihren Nachbarn fährt sie nach Edinburgh und das „Schicksal“ nimmt seinen Lauf.Cat war eine verdammt naive junge Frau, die ausschließlich das Gute in den Menschen sah. Grundsätzlich nicht schlecht, aber Cat war stellenweise einfach nur doof, blind und derart naiv, dass es schon wehtat. Selbst ich als Leser sah, dass es die Menschen in ihrem Umfeld nicht immer gut und ehrlich mit ihr meinten. Aber sie sah das nicht! Vom vielen Kopfschütteln während des Lesens hab ich noch immer Nackenschmerzen. Kurz: das war die langweiligste und seichteste Protagonistin, die mir je begegnet ist.Leider wurde das bei den anderen Figuren nicht besser. Es gab immer mal wieder gute Ansätze, bei denen ich wirklich neugierig wurde, nur um diese dann im Sand verlaufen zu lassen. Die Intrigen unter den agierenden Personen waren genauso flach und vorhersehbar wie die Figuren selbst. Geheimnisse, die vielleicht hätten interessant sein können, wurden ratz fatz abgehandelt, als wäre es Ware, die man weitergeben muss. Einige der Protagonisten waren so stereotyphaft ausgearbeitet, dass ich kurz davor war, mir die alten Klischees her zu wünschen. Das „nette“ Mädchen, was nur hinter Kerlen her ist. Der unfreundliche Junge, der nur das hört und sieht, was er will und der interessante junge Mann, der nie da ist, wann und wo er es soll.Die Handlung steht mit nichts hinter den Figuren nach. Seicht, flach, langweilig und soweit von „spannend“ entfernt, dass ich mich fragte, warum Jane Austen so ein Buch geschrieben hat. Dann dachte ich mir aber, dass die Geschichte wahrscheinlich sehr gut in ihre Zeit gepasst hat und einfach mit unserer nicht kompatibel ist!Der Erzählstil ist „Jane Austen“, wobei das Setting unsere Zeit ist und das passt einfach nicht. Wenn die Figuren mehr ins Hier und Jetzt gepasst hätten, wäre das alles wahrscheinlich anders gewesen, aber dieses Misch Masch von beiden ging m.E. rein gar nicht.Und dann das Ende. Irgendwie wir hier auf eine Liebesgeschichte hingearbeitet. Ist schließlich Jane Austen, da gibt’s immer Liebe. Hier durfte man diese allerdings suchen. Genau wie das Geheimnis um Northanger Abbey und seinen Bewohnern. Keine Liebe, keine Spannung, kein Geheimnis, was eine Entdeckung lohnt. Kein Herzschmerz, keine Tragik, kein Irgendwas. Schade. Alles sehr, sehr schade. Ich werde mir jetzt das Original vornehmen und hoffe, dass diese Adaption es nicht zu arg verschandelt hat.Fazit„Northanger Abbey“ ist ein Buch, das man nicht gelesen haben muss. Man verpasst rein gar nichts, wenn man es lässt. Hier fehlte es an so ziemlich allem, was ein gutes Buch ausmacht, angefangen bei interessanten Figuren, über eine interessante Handlung, bis hin zu einem glaubwürdigen Ende.Bewertung„Northanger Abbey“ bekommt von mir 0 von Marken. Es tut mir leid, ich hab schon wirklich viel Gutes von Val McDermid gehört, aber vielleicht sollte sie lieber bei den Thrillern bleiben.

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  • Northanger Abbey

    Northanger Abbey

    Minky

    21. March 2016 um 14:14

    InhaltDie Pfarrerstochter Cat Morland wird von ihren Nachbarn, Mr. und Mrs. Allen, mit nach Edinburgh zum großen Buchfestival genommen. Zusammen verbringen Sie dort mehrere gemeinsame Wochen in denen Cat, die sonst eher in einem ländlich, ruhigen Umfeld groß wird, die Abenteuer einer Großstadt entdeckt. Sie lernt neue Freunde kennen, natürlich auch ein paar attraktive Männer und geht auf zahlreiche Veranstaltungen. Ein junger Mann hat es ihr besonders angetan: Henry Tilney. Alles scheint perfekt. Henry hat die besten Manieren, die man sich vorstellen kann, seine Schwester Ellie wird Cats neue beste Freundin und auch Henrys Vater scheint von Cat total begeistert. So kommt es, dass sie die Familie Tilney mit auf deren Landsitz Northanger Abbey begleitet. Doch dann scheint auf einmal alles anders zu sein und die gute Stimmung ist verflogen. Cat vermutet, dass es ein dunkles Geheimnis in der Familie gibt über das keiner spricht und begibt sich auf Spurensuche.Meinung“Nothhanger Abbey” von Val McDermid hat mir insgesamt gut gefallen. Von Val McDermid ist man sonst ja eher Krimis und Thriller gewohnt und keine klassischen Romane, doch sie hat den Sprung in dieses andere Genre wunderbar geschafft. McDermid hält sich eng an die Vorlage von Jane Austen und überträgt die Geschichte “nur” in die heutige Zeit ohne weitere große Änderungen an der Handlung vorzunehmen. Mir persönlich gefällt dieses Vorgehen sehr gut und doch muss ich anmerken, dass an der ein oder anderen Stelle die Übertragung in die heutige Zeit nicht 100% authentisch ist. Cat und ihre Freunde sind wahnsinnig fixiert auf ihre Handys. Alles muss über Facebook und Twitter mit der Welt und den Freunden geteilt werden. Das war mir insgesamt ein bisschen zu viel des Guten. Cat ist großer Fan von Vampir-Geschichten und es fällt ihr manchmal schwer hier zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden. Sie überträgt gerne die Ereignisse aus ihren Büchern auch auf ihr direktes Umfeld, was sie in meinen Augen sehr naiv erscheinen lässt. Hier würde ich einer 17jährigen eigentlich etwas mehr Bezug zur Realität zutrauen. Die Vermutung, dass es sich bei ihren Freunden, den Tilneys, um eine Vampir-Familie handelt, wirkt auf mich leider etwas zu abstrus und unterstützt den Spannungsbogen in meinen Augen nicht.Das Cover gefällt mir gut. Es hat etwas mystisches an sich und passt damit besonders gut zu Cats Leidenschaft für Vampire.FazitEine gute moderne Interpretation eines Jane-Austen-Klassikers.

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  • Im Vergleich zum Original leider enttäuschend!

    Northanger Abbey

    Diiiamond93

    20. March 2016 um 17:46

    Die 17-jährige Cat Morland liebt Bücher. Sie liebt es zu lesen und in einer anderen Welt zu versinken, da sie doch im ländlichen Piddle Valley ein eher behütetes und eintöniges Leben führt. Als Nachbarn anbieten, sie mit nach Edinburgh zu einem Kulturfestival mitzunehmen, ist es für Cat eine großartige Gelegenheit, mehr von der Welt zu sehen und neue Freundschaften zu schließen. Dort lernt sie beim Tanzunterricht Henry Tilney kennen, der mit seiner Familie auf Northanger Abbey wohnt und verliebt sich sofort in ihn. Doch nichts ist so einfach, wie es scheinen mag.Ich bin ein großer Fan von Jane Austens Klassikern und tauche gerne in die Welt von ihren Geschichten ein, weshalb ich auf diese Neuinterpretation ihres Romans "Northanger Abbey" sehr gespannt war. Val McDermid hat diese Neuinterpretation besonders durch soziale Medien wie Facebook, Twitter & Co, verdeutlicht und somit an die heutige Zeit angepasst.Mir hat Cat als Charakter gut gefallen und als Neufassung fand ich sie sehr passend. Sie ist sympathisch, verträumt und ihre Liebe zu Büchern konnte ich sehr gut nachvollziehen, wobei Cats Schwäche bei Vampirromanen liegt. Leider wirkte sie mit ihrer gutmütigen Art oft naiv und merkte nichts von den Intrigen, die um sie gesponnen wurden. Mit den anderen Charakteren in dieser Adaption wurde ich leider nicht besonders warm. Einige wuchsen mir ans Herz und wieder andere gingen mir auf die Nerven.Der Schreibstil ist zum Teil Modern und zum Teil Geschwollen, was das Lesen manchmal etwas schwer machte. Besonders zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte einzutauchen. Obwohl Val McDermid normalerweise Krimis schreibt, hat sie es meiner Meinung nach nicht wirklich geschafft, diesem Buch besonders viel Spannung und Düsternis zu geben, was ich sehr schade fand.FAZIT:Leider konnte mich diese Adaption von Jane Austens "Northanger Abbey" aus der Feder von Val McDermid nicht so sehr mitreisen, wie ich es mir erhofft hatte. Trotz sympathischer (wenn auch manchmal nerviger) Charaktere, hat mir doch die düstere Stimmung & Spannung gefehlt, die das Original ausmacht.

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  • [Rezension] Northanger Abbey - Val McDermid

    Northanger Abbey

    Jenny_C

    16. March 2016 um 18:26

    Die Idee, die Bücher von Jane Austen neu zu schreiben und die Geschichten in unserer Zeit spielen zu lassen, hat mir gut gefallen und mich neugierig gemacht. Bücher von Jane Austen habe ich bereits gelesen, Northanger Abbey allerdings noch nicht. Auch kenne ich die Autorin Val McDermid nicht, daher war es für mich ein kleiner Sprung ins Ungewisse.  Da ich nicht wirklich wusste was mich erwarten wird, habe ich mir natürlich vorab schon mal ein paar Gedanken zu dem Buch gemacht. Leider war das Buch aber so gar nicht wie ich es mir vorgestellt hatte, angefangen bei der Geschichte selbst. Die die das Buch bereits kennen, wussten sicher wie die Geschichte verläuft, ich hatte diesbezüglich nur eine vage Vorstellung, da ich mich überraschen lassen wollte. Die Tatsache, dass die Autorin im Genre Krimi unterwegs ist, hatte mich jedoch auf Spannung und Nervenkitzel hoffen lassen. Leider plätscherte die Geschichte aber eher vor sich hin, von Spannung keine Spur, sodass ich mich doch oft gelangweilt und ein paar Stellen überflogen habe.  Da ich nicht so gerne historisch angehauchte Bücher lese, war ich auch gespannt wie die Autorin den Übergang in unsere Zeit in einem Jane Austen Roman umsetzen würde. Leider war die Umsetzung hier nicht so wie ich sie mir gewünscht hätte. Die Geschichte spielt zwar in der heutigen Zeit, es gibt Handys, Internet, Twitter, schicke Autos, usw. doch die Sprachweise, das Verhalten der Charaktere und die ganze Atmosphäre hat mich dennoch dazu gebracht mich zu fühlen als wäre ich in der Vergangenheit stecken geblieben. Dadurch empfand ich den Wechsel in die heutige Zeit als eher nicht sehr gelungen.  Mit den Charakteren konnte ich mich leider auch gar nicht anfreunden. Sie waren sehr unterschiedlich und von einem gewissen Standpunkt sicher auch nicht uninteressant, aber sie gingen mir einfach nur auf die Nerven. Ob nun die Hauptprotagonistin Cat, die so naiv ist, dass man darüber nur den Kopf schütteln kann, John Thorpe, der so von sich selbst überzeugt ist, dass man schon leicht aggressiv werden kann oder Bella, die einem wegen ihrer aufdringlichen, egoistischen Art einfach nur total unsympathisch ist. Auch die Familie Tilney konnte mich nicht überzeugen, ebenso wenig die Liebesbeziehung zwischen Henry Tilney und Cat.  Es tut mir echt leid, dass mir das Buch nicht gefallen hat, ich wollte es wirklich mögen, habe auch extra bis zum Schluss durchgehalten, aber das Buch war schlicht und einfach nicht mein Fall.http://book-dreams.blogspot.de/

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  • ... Jane Austen - ein Klassiker im neuen Gewand ...

    Northanger Abbey

    Levenya

    Jane Austen´s Northanger Abbey Val McDermid stammt aus Schottland. Bereits mit siebzehn Jahren besuchte sie das renommierte St. Hilda‘s College in Oxford. Sie arbeitete als Journalistin und Bühnenautorin. Ihre psychologischen Krimis, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt, dienten mehrfach als Filmvorlage. Val McDermid lebt mit ihrem Sohn und ihrer Lebensgefährtin im Nordosten Englands. Quelle Website der Autorin!Erster Satz:„Für Catherine Morland war es eine Quelle ständiger Enttäuschung, dass ihr eigenes Leben der Welt in ihren Büchern nicht ähnlicher war.“Klappentext:Janes Austens großer Roman Northanger Abbey, neu verfasst von Krimimeisterin Val McDermid. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern – die sie in ihrer Heimat im ländlichen Piddle Valley leider niemals finden wird. Zum Glück darf sie zu einem Kulturfestival nach Edinburgh reisen, wo sie sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als er sie auf seinen schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einlädt, fühlt sich Cat jedoch plötzlich in einen ihrer geliebten Gruselromane versetzt. Denn in dem alten Gemäuer lauern die Schatten der Vergangenheit hinter jeder Ecke und die Anzeichen verdichten sich, dass ein schreckliches Verbrechen geschehen ist …Cover:Das Cover hat mich auf Anhieb neugierig gemacht und angesprochen. Es ist toll gestaltet. Das Mädchen auf dem Cover ist nur von hinten zu sehen. Alles ist sehr dunkel, düster und geheimnisvoll gehalten. Man fragt sich unweigerlich, was wird dieses Mädchen wohl an diesem Ort alles erleben? Welches Geheimnis verbirgt sihc dort? Ich wollte das Mädchen auf dem Cover näher kenne lernen und mich mit ihr in ein Abenteuer stürzen. Ein super Cover. Meinung:An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an Blogg dein Buch und Harper Collins für das Rezensionsexemplar.Ich bin ein begeisterter Jane Austen Fan und habe bereits das Original „Northanger Abbey“ gelesen. Ich muss gestehen, dass „Northanger Abbey“ nicht zu meinen liebsten Jane Austen Romanen zählt. Dennoch war ich sehr neugierig auf die Neuauflage von Val McDermid.Die Geschichte wird uns aus Sicht von Catherine Morland erzählt, die als Pfarrerstochter ein behütetes Leben führt. Sie wird Zuhause unterrichtet und ihre einzige Zuflucht sind ihre Bücher. Dort erlebt sie unzählige Abenteuer und wünscht sich nichts mehr, als das ihr Leben so wäre wie in den Büchern. Ich bin so gar nicht mit ihr warm geworden, was wirklich selten vorkommt. Cat ist ein sehr verträumtes Mädchen, das eine blühende Fantasie hat. Dabei haben es ihr vor allem die Vampire sehr angetan. Sie lebt in den Tag hinein, macht sich um ihre Zukunft wenig Gedanken und hat auch ansonsten wenige Ambitionen, was mich wirklich gestört hat. Stets versucht sie, nur das Beste in den Menschen zu sehen, was an sich eine sehr schöne Eigenschaft ist. Aber bei fiel es mir eher negativ auf, eher im Sinne von naiv. Erst im Laufe der Geschichte werden ihr die Augen geöffnet und sie erkennt wer ihre wahren Freunde sind.Als sie auf einem Kultrufestival den jungen und attraktiven Rechtsanwalt Henry Tilny trifft, ist es für sie Liebe auf den ersten Blick. Er lädt sie auf das düstere Anwesen Northanger Abbey ein, wo nicht alles so ist, wie es den Anschein hat …Auch mit Henry bin ich überhaupt nicht ausgekommen. Für mich ist er sehr blass geblieben und es wurde für mich nicht wirklich deutlich, welches Spiel er spielt. Auch die übrigen Charaktere, wie z.B. Bella oder Ellie konnten mich nicht überzeugen. Sie bleiben blass und farblos zurück. Weder haben sie mich mit viel Tiefe, noch mit Witz oder einer Wendung begeistern können. Sehr schade.Die Charaktere sind wirklich sehr den Charakteren aus dem Original „Northaner Abbey“ von Jane Austen nachempfunden, weswegen ich mich mit meinem „Gemäcker“ etwas zurückhalten werde. Es wäre keine Neuauflage, wenn alles anders wäre. Wisst ihr, was ich meine? :)Die Geschichte ist eine Neuerzählung von Jane Austens Original, „Northanger Abbey“. Aber eigentlich habe ich gedacht, dass es etwas moderner und freier neu erzählt werden würde. Für mich hielt sich dieses Buch zu arg an das Original. Das einzig moderne war für mich, das Einfließen von Begriffen wie „Facebook“ und „Twitter“. Allerdings ist das für meinen Geschmack nicht sehr geschickt gemacht worden und die Übergänge zwischen Original und Neuerzählungen waren für mich mehr als holprig. Auch wollte sich für mich die Spannung nicht so wirklich einstellen. Das war bereits beim Original der Fall, aber ich hatte gehofft, dass es in einer Neuerzählung etwas pfiffiger sein würde. Meinen Geschmack hat es leider so gar nicht getroffen.Den Schreibstil der Autorin kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht. Allerdings bin ich mir auch nicht so sicher, ob ich den eigentlichen Schreibstil der Autorin in diesem Buch kennen lernen konnte. Es ist Jane Austen´s Original wirklich sehr nachempfunden. So auch vom Schreibstil her. Sehr steif, klassisch und altmodisch. Moderne Begriffe fließen mit ein, können mich aber nicht überzeugen. Trotzdem würde ich noch einmal zu einem Buch von der Autorin greifen. Eines, in dem sie ihre eigene Geschichte erzählt. Mit ihrer Nacherzählung von „Northanger Abbey“ konnte Val McDermid mich leider gar nicht packen und nicht überzeugen. Sehr schade.Mit „Jane Austen´s Northanger Abbey“ hat Val McDermid einen Klassiker wieder aufleben lassen. Wir treffen auf altbekannte Charaktere, reisen durch ein altbekanntes Setting und erleben eine Geschichte, wie Jane Austen sie bereits geschrieben hat. Leider fehlt der Neuerzählung für meinen Geschmack das Moderne und Frische, das ich mir erhofft hatte. Es ist eine solide Geschichte, die mir allerdings von Jane Austen im Original besser gefallen hat. Mich konnte das Buch leider gar nicht überzeugen. LgLevenya http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/Hier kaufen!Fakten:Gebundene Ausgabe: 304 SeitenVerlag: HarperCollins (11. Januar 2016)Sprache: DeutschISBN-10: 3959670184ISBN-13: 978-3959670180Originaltitel: Northanger AbbeyPreis: 19,90€

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    • 3

    Floh

    12. March 2016 um 04:57
    danielamariaursula schreibt Tja, ich hatte auch solch hohe Erwartungen an das Buch, aber es konnte wohl bislang niemanden wirklich begeistern...

    doch, mir hat es sehr gefallen. So ungewöhnlich und doch bekannt. ich habe es wirklich sehr erwartet und gern gelesen!

  • Northanger Abbey

    Northanger Abbey

    Annealmighty

    10. March 2016 um 22:24

    Millionen Leser hat Val McDermid mit ihren psychologischen Krimis begeistert. Jetzt bezaubert sie mit einer Neufassung von Jane Austens Northanger Abbey. Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern. Die sie im ländlichen Piddle Valley niemals finden wird! Doch dann darf sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival nach Edinburgh begleiten. Wo sie nicht nur unerwartet in Bella Thorpe eine neue Freundin findet, sondern sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als Henry und seine Schwester Eleanor sie auf den schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einladen, geht Cats Fantasie mit ihr durch. Was, wenn hier ein Verbrechen stattgefunden hat? Und tatsächlich wird es für sie gefährlich – wenn auch auf unerwartete Weise.Bei diesem Buch handelt es sich um eine neu verfasste Geschichte des Klassikers von Jane Austen. Das im HarperCollins-Verlag veröffentlichte Hardcover beinhaltet ca. 300 Seiten und kostet neu 19,90€.Ich muss vorweg sagen, dass ich das Original schon vorher gelesen hatte und allgemein des öfteren zu Klassikern greife. Dennoch hat mir dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, obwohl es nicht an Jane Austen ran kommt. Wiederum ist es ideal geeignet für "Neueinsteiger", wenn es um die klassische Literatur geht - besonders für Jugendliche ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen.Dieses Buch hat mich sofort gereizt, da ich wissen wollte, wie die Autorin es wohl umsetzt, die Charaktere in der heutigen Zeit darzustellen. Ich mochte die Protagonistin sehr gern und konnte in jedem der Charaktere die individuellen "Eigenarten" ausfindig machen - genauso im Original.Allgemein ist es der Autorin gut gelungen, diese "alte" Geschichte in die heute Zeit zu übertragen. Ich muss zugeben, dass ich das nicht erwartet hatte - ich hatte sowieso nicht große Erwartungen, da ich mir nicht vorstellen konnte, wie dieser Weltklassiker getoppt werden könnte. Aber Val McDermid war nahe dran - das mag was heißen. Besonders aufgefallen ist mir, dass die Autorin einen anderen Schwerpunkt als Jane Austen gewählt hat. Jane Austen konzentrierte sich eher auf den "Horror" der Geschichte (zumindest nach meiner Auffassung) - Val McDermid eher auf die Fehler der Gesellschaft, besonders das Thema Freundschaft. Mehr will ich aber auch nicht verraten! :) Im Großen und Ganzen hat mir dieses Buch außergewöhnlich gut gefallen - ich werde auf jeden Fall noch ein Buch dieser Autorin zur Hand nehmen! :) 

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  • Northanger Abbey

    Northanger Abbey

    littleowl

    Worum geht’s? Mit ihren Krimis hat sich Val McDermid weltweit eine große Fangemeinde aufgebaut, jetzt wagt sie sich an eine moderne Adaption von Jane Austens Klassiker „Northanger Abbey“ heran. Die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland ist in einem verschlafenen Kaff mitten in der englischen Provinz aufgewachsen und entflieht dem langweiligen Alltag am liebsten mit Fantasyromanen wie „Twilight“.  Als sie das Ehepaar Allen zum Book Festival nach Edinburgh begleiten darf, hofft sie endlich selbst ein Abenteuer zu erleben. Tatsächlich findet sie dort nicht nur in der quirligen Bella Thorpe eine neue Freundin, sondern verliebt sich auch Hals über Kopf in den attraktiven Henry Tilney. Daher kann Cat ihr Glück kaum fassen, als Henry und seine Schwester Ellie sie auf das Familienanwesen Northanger Abbey einladen. In dem alten Gemäuer geht schon bald Cats Fantasie mit ihr durch: Hat sich in der Abtei womöglich ein Verbrechen zugetragen? Meine Meinung Ich habe „Northanger Abbey“ von Jane Austen erst vor kurzem gelesen und die Idee, den Roman in die heutige Zeit zu übertragen, hat auf Anhieb mein Interesse geweckt. Allerdings war mir auch von vorneherein klar, dass es sehr schwer sein würde, an das grandiose Original heranzukommen. Meine Befürchtungen wurden dann beim Lesen leider ziemlich schnell bestätigt. Die Modernisierung besteht nämlich nur darin, dass alle paar Seiten Markennamen wie H&M oder Jaguar genannt werden und die Figuren Facebook und Twitter benutzen. Die Autorin hat allerdings Elemente der Originalhandlung beibehalten, die für das 21. Jahrhundert antiquiert und deplatziert wirken. Merkwürdig ist zum Beispiel, dass Bella und Cats Bruder James nicht nur ein Paar werden, sondern sich gleich verloben und zusammenziehen wollen. Infolge dieser Ungereimtheiten wirkt die ganze Geschichte teilweise ziemlich unlogisch und unglaubwürdig. Protagonistin Cat ist ein liebenswertes Mauerblümchen, genau wie Catherine im Original. Allerdings wirkt das unschuldige Mädchen vom Lande in der modernen Umgebung noch naiver und ein kleines bisschen einfältig. Ähnliches gilt für alle anderen Figuren: Wenn Menschen sich im 21. Jahrhundert Sorgen über Anstandsregeln machen, die zu Jane Austens Zeit aktuell waren, dann wirkt das eben ziemlich schnell nicht mehr nur höflich, sondern prüde und stockkonservativ. Einziger Lichtblick ist Henry Tilney, dessen Charme und Warmherzigkeit in keinem Jahrhundert fehl am Platz wirken. Bei aller Kritik ist Val McDermid eine erfahrene, etablierte Autorin und das merkt man ihrem Schreibstil auch an. Obwohl mich der Inhalt nicht so besonders begeistern konnte, habe ich nicht lange an dem Roman gelesen und hatte zumindest an den Beschreibungen von Edinburgh und später Northanger Abbey meine Freude. Nur die Dialoge haben mir teilweise wirklich nicht gefallen. Die meiste Zeit über sprechen die Figuren ganz normal, aber an manchen Stellen wollte die Autorin wohl unbedingt ein bisschen Jugendsprache einbauen. Das wirkt dann leider ziemlich gekünstelt und führt zu Ausdrücken wie „voll spitzenmäßig“. Fazit Eine innovative Idee, leider nicht besonders überzeugend umgesetzt. Die Geschichte hätte mehr an das moderne Setting angepasst werden müssen, stärker von der Originalhandlung abzuweichen wäre da das kleinere Übel gewesen.

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    • 2
  • Bei der Übertragung in unsere Zeit gingen die Charaktere vergessen

    Northanger Abbey

    Aglaya

    27. February 2016 um 12:11

    Die 17-jährige Cat ist sehr behütet und quasi von der Umwelt abgeschlossen aufgewachsen. Ein einmonatiger Besuch in Edinburgh macht sie mit der Gesellschaft bekannt – und den Männern…   „Northanger Abbey“ ist ein Roman von Jane Austen, geschrieben um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Die Autorin Val McDermid hat sich des Werks angenommen und den Stoff in die heutige Zeit, und damit gut 200 Jahre später, übertragen. Das Original von Jane Austen habe ich zwar schon mal gelesen, aber das ist nun sicher 10 Jahre her und ich kann mich kaum mehr daran erinnern. Einen inhaltlichen Vergleich zwischen dem Original und der Neufassung kann ich daher nicht ziehen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich schon einen Krimi von Val McDermid gelesen habe (mit denen sie berühmt geworden ist)(, auch da kann ich also keine Vergleiche ziehen.   Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Cat. Damit ist sie auch die einzige, über deren Gefühlswelt der Leser etwas erfährt. Die anderen Personen werden nur durch ihr Verhalten und ihre Reaktionen beschrieben, ihre Motive bleiben aber unklar, solange sie nicht deutlich angesprochen werden. Eine Eigenschaft von Cat hat mich mit der Zeit ziemlich genervt: sie steht auf Vampire. Und zwar auf die Twighlight-Variante, die lieben, glitzernden, die niemanden beissen. Alles und jeden vergleicht sie mit Vampiren (huch, XY ist so schnell und lautlos verschwunden, ist er etwa ein Vampir? Ich habe YZ, den ich grandiose zwei Mal getroffen habe, noch nie bei Sonnenschein gesehen, er muss also ein Vampir sein! YX sieht viel jünger aus, als er ist, wie ein Vampir! Schlussendlich glaubt sie ernsthaft, dass Vampire unter uns wandeln, und das mit 17!), was auf die Dauer erst langweilt, und dann nervt. Zudem denkt sie oft naiv und begriffsstutzig wie ein kleines Mädchen, was sie als 17-jährige des 21. Jahrhunderts komplett unglaubwürdig erscheinen lässt. Nicht nur die Protagonistin Cat hat mich als Figur enttäuscht, auch alle anderen Charaktere blieben blass, klischeebeladen und alles andere als der heutigen Zeit angepasst. Keine einzige Figur konnte mich wirklich überzeugen oder mich sogar berühren.   Im Schreibstil hat sich Val McDermid dem Vorbild Jane Austen angepasst, was ihn teilweise etwas geschwollen wirken lässt. Die Geschichte liest sich sehr „klassisch“, was dem Leser neben den Figuren noch zusätzlich das Gefühl gibt, ein „altes“ Buch zu lesen, wobei die modernen Technologien wie Facebook und die aktuellen Bücher wie „Twighlight“ wie ein Fremdkörper wirken. Spannung kommt über die ganzen 304 Seiten leider keine auf.   Mein grösster Kritikpunkt ist jedoch folgender: Die Geschichte wurde zwar ins 21. Jahrhundert versetzt, aber nur den äusseren Umständen nach. Viele Details gingen bei der Umsetzung wohl vergessen, und die Figuren wurden überhaupt nicht an unsere Zeit angepasst. Wieso sollte sich beispielsweise in der heutigen Zeit eine 17-jährige darum Gedanken machen, ob sie den ganzen Abend mit demselben Partner tanzen darf (was heutzutage wohl ohnehin niemand mehr bemerken würde)? Wieso sollte ein junges Paar in der Öffentlichkeit eine Anstandsdame benötigen, um die Erwachsenen vom Tratschen abzuhalten? Wieso sollte eine 17-jährige sich einen Monat lang mit Lesungen, Theaterstücken und Bällen vergnügen, ohne zwischendurch auch mal eine Bar, eine Party oder ein Rock- oder Popkonzert aufzusuchen (ok, an einer einzigen Party war sie…)? Welche 17-jährige verzichtet schon ihr ganzes Leben darauf zu fluchen, weil das ein schlechtes Bild auf ihren Vater werfen könne? Wer verlobt sich nach einer Woche, in der man sich nur in der Öffentlichkeit getroffen hat? Das Verhalten aller Beteiligten und auch Cats Gefühlswelt erschienen mit daher sehr altmodisch. Die regelmässige Erwähnung vom SMS und Facebook reichen eben nicht aus, um eine alte Geschichte in die heutige Zeit zu versetzen, ebenso wenig der inflationäre Gebrauch des Wortes „Cool“ (benutzen Jugendliche den Begriff heutzutage überhaupt noch? Und wieso schreiben sie SMS, heute nutzt man doch Whatsapp? Val McDermid scheint sich mit der „heutigen Jugend“ nicht sonderlich gut auszukennen?).   Auch haben mich viele Verhaltensweisen und Denkansätze, die vor 200 Jahren ganz normal waren und die ich in Jane Austen Romanen auch gut akzeptieren kann, in die heutige Zeit versetzt sehr genervt, insbesondere, da sie von niemandem hinterfragt wurden. Ein Paar kann nicht sofort heiraten, weil er zu wenig verdient, um beiden den Lebensunterhalt zu finanzieren? Dann soll sie halt auch arbeiten gehen, notfalls bei McDonalds oder an der Supermarktkasse! Die Welt geht unter, weil sie erst in zwei Jahren heiraten können? Na und, das hält doch heuten niemanden davon ab, eine Beziehung zu führen, zusammen zu wohnen etc.! Eine Frau aus gutem Hause braucht keine Ausbildung, da sie ohnehin heiraten wird? Wie bitte, sogar Queen Elizabeth II hat eine Ausbildung (im 2. Weltkrieg wurde sie zur LKW-Fahrerin und Mechanikerin ausgebildet) und auch die schwedischen Prinzessinnen Victoria und Madeleine haben studiert! Es ist die Aufgabe des Vaters, sicherzustellen, dass die Tochter den richtigen Mann heiratet? Oh nein, sie heiratet ja schliesslich, und nicht er! Um herauszufinden, wie eine Person ist, wird nach deren Familie, insbesondere nach der finanziellen Lage, gefragt, und das von Tennagern? Dazu erübrigt sich wohl jeder Kommentar…   Die Idee, eine altbekannte Geschichte in die heutige Zeit hineinzuversetzen ist nicht neu, spricht mich aber grundsätzlich immer wieder an. Wie man das geschickt macht, kann man an Filmen wie beispielsweise „10 Dinge, die ich an dir hasse“ sehen. Wie man es besser nicht macht, sieht man an „Northanger Abbey“. Nur die äusseren Umstände zu ändern und die Figuren SMS statt Briefe verschicken und Autos anstelle von Kutschen fahren zu lassen, reicht nicht aus, um eine Story in die heutige Zeit zu adaptieren.   Mein Fazit Die Idee ist gut, aber die Umsetzung der Jane Austen Geschichte vermag nicht zu überzeugen, da nur die äusseren Umstände, nicht aber die Handlungs- und Denkweise der Personen angepasst wurde und die Geschichte recht seicht bleibt.

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  • Ein schlechter Mix aus Jane Austens Zeit und Neuzeit

    Northanger Abbey

    Griinsekatze

    27. February 2016 um 08:22

    Puhh kennt ihr diesen Moment, wenn ihr die letzten Seiten eines Buches zuschlagt, euch umschaut und euch fragt. "Was wollte das Buch mir jetzt damit sagen?". Manchmal denkt man über die rasante oder plötzliche Wendung am Ende nach und manchmal ... denkt man sich einfach nur: "Was für ein Mist!" Bei "Jane Austens Northanger Abbey" war es leider der zweite Gedanke. Ich möchte gleich noch erwähnen, dass ich das Original "Northanger Abbey" von Jane Austen noch nicht gelesen habe und ich weiß auch, dass es so etwas wie eine Parodie sein soll aber Parodie, ist für mich eher lächerlich aber witzig und nicht lächerlich aber nervig. Ich war richtig froh, als ich das Buch zuklappen und zur Seite legen konnte, denn es war eine Qual es zu lesen. Ganz ehrlich? Das sollte eine modernisierte Fassung sein? Das Wörter wie Smartphone, Twitter, Facebook und E-Mails erwähnt werden und die Menschen in Autos anstatt Kutschen umherfahren, war aber auch das Einzige. Der Schreibstil lies sich gut lesen. Er erinnerte sehr an das Original und deshalb passte es überhaupt nicht, wenn plötzlich erwähnt wird, dass Cat ihren Facebook-Account und Twitter überprüfen möchte. Durch diese Einbringungen wurde ich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen, seufzte und versuchte mich wieder auf den Text zu konzentrieren. Es passte einfach nicht mit dem Schreibstil zusammen. Die Aussprache war eine schräge Mischung aus historisch und versucht jugendhaft, dazu hatten so gut wie alle Charaktere noch diese steinzeitähnlichen Ansichten.  Am schlimmsten waren allerdings die Charaktere. Von Jane Austen Romanen ist man ja naive und etwas einfältige Frauen gewohnt und in ihren Romanen machen mir das auch nichts aus. Es gehörte einfach zu der Atmosphäre eines Jane Austen Romans. Mischt man das aber mit moderner Technik und Facebook und Twitter wird daraus eine nicht endenwollende Qual an fremdschämen. Ich glaube, so oft wie ich bei dem Buch habe ich noch nie genervt geseufzt. Fangen wir mit der Protagonistin Cat an. Sie ist eine Pfarrerstochter, die das Glück hat mit ihren Nachbarn nach Edinburgh vereisen zu dürfen. Für Cat war das natürlich eine einmalige Gelegenheit aus ihrem Nest zu kommen und die Welt kennenzulernen. Ihre naive und manchmal leicht verträumte Art schwankte immer zwischen anstrengend und doch irgendwie liebenswert. Besonders, wenn sie anfing, über Bücher zu schwärmen war sie mir mehr als sympathisch. Sie glaubt immer an das Gute im Menschen. Im Laufe des Buches ändert sich das ein kleines bisschen und ihre Neugier und vor allem ihre Eigenart sich fantastische Geschichten zusammenzuspinnen, tritt mehr in den Vordergrund. Nichtsdestotrotz war sie der liebenswerteste Charakter im Buch. Die Geschwister Ellie und Henry Tilney - Letzterer der Schwarm von Cat - die beiden hätten richtig gute Charaktere werden können. Teilweise mochte ich Henry auch mit seiner locker und leichten Art, seinen Sprüchen und seinem Humor aber es war einfach zu wenig. Die Liebesgeschichte zwischen Henry und Cat war sehr enttäuschend. Wenigstens da hatte ich mir mehr erhofft aber es war nichts, außer Cats schwärmen für Henry. Ihr Verhalten in seiner Nähe war vollkommen normal und bei ihm gab es kein Anzeichen für ernsthaftes Interesse. Außerdem wäre sein Alter interessant! Als Anwalt muss es doch einen großen Altersunterschied zwischen ihm und der 17-jährigen Cat geben?  Anstrengend fand ich die Zeit in Edinburgh. Nicht nur Susie Allan glänzt mit ihrem hirnlosen Geschwafel, sondern auch Bella redet ohne Punkt und Komma und entpuppt sich als eine klischeehafte Blondine. Dazu ihr Bruder, der großspuriger nicht sein könnte und bei dem jedes kleine Wort schon ein Wort zu viel ist. Außerdem macht sich Cats Bruder auch nicht gerade sehr beliebt. Gab es überhaupt einen roten Faden in der Geschichte? So richtig gesehen habe ich den leider nicht. Mir hat einfach so unheimlich viel gefehlt. Nicht nur die anstrengenden Charaktere haben mir das lesen schwer gemacht, sondern auch die fehlende Spannung. Ich hatte mehr erwartet, da Val McDermid ja eine Krimiautorin ist. Cat hat so eine lebhafte Fantasy, dass sie uns immer wieder an ihren gedanklichen Geschichten teilhaben lässt und ihre Vermutungen über Northanger Abbey und die Familie Tilney war schon absurd. Durch ihr ganzes Gerede über Vampire habe ich mich gefühlt wie in Twilight. Die Idee dahinter war ganz gut aber es gab viel zu viele Anzeichen dafür, dass die Familie keine Vampire sind. Fazit "Jane Austens Northanger Abbey" war eine glatte Enttäuschung. Das Buch war einfach nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Modernisierung war bestenfalls dürftig und ich wurde immer wieder hin und her gerissen zwischen Jane Austens Zeit und Neuzeit. Es gab so gut, wie keine Charaktere die ich wirklich mochte. Die langatmige und langweilige Handlung hat dann den Rest getan. Am Ende war ich nur froh das Buch zur Seite legen zu dürfen.

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