Val McDermid Vatermord

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Inhaltsangabe zu „Vatermord“ von Val McDermid

Als die verstümmelte Leiche der 14-jährigen -Jennifer gefunden wird, ist DCI Carol Jordan sofort klar, dass hier ein extrem gefährlicher Psychopath seine Spur hinterlassen hat. Ihr Verdacht bestätigt sich, weitere Teenager werden ermordet. Ihre Gemeinsamkeit: Alle sind sie vierzehn Jahre alt, immer hat der Killer auf einer Internetplattform Kontakt zu ihnen aufgenommen und vorgetäuscht, genau ihre Interessen zu teilen – bevor er sie schließlich ins Verderben lockte. Carol setzt erneut auf Tony Hill und dessen außergewöhnliche Fähigkeiten als Profiler. Doch Carols neuer Chef will davon nichts wissen, und als Tony überraschend von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, scheint niemand mehr den Killer aufhalten zu können.

Sprachlich nicht ganz so gut gelungen, aber sehr spannend

— Alais
Alais

Obwohl bereits der 6te Band der Reihe ohne Ermüdungserscheinungen. Spannend und gut...!

— Thommy28
Thommy28

Spannend und mit einem sehr überraschenden Schluss.

— Beagle
Beagle

Ganz tolle Bücher von Val McDermid!! Super spannend, brutal, blutig und absolut lesenswert!!

— JulchenC88
JulchenC88

Sehr spannend und tolle Protagonisten wenn auch nicht ihr stärkstes Buch

— sabrinchen
sabrinchen

Spannend bis zum Schluß. Ich muss glaube ich auch noch die anderen Bücher der Serie lesen.

— deliciousS
deliciousS

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  • In ihrem 6. Fall verfolgen Carol Jordan und Tony Hill einen wahnsinnigen Kindermörder ...

    Vatermord
    Alais

    Alais

    08. August 2017 um 12:22

    Ein unheimlicher Mörder hat es auf Vierzehnjährige abgesehen - über das Internet nimmt er mit ihnen Kontakt auf, entführt und tötet sie. Doch ausgerechnet in dieser Situation, in der es darum geht, einen offenbar wahnsinnigen Mörder schnellstmöglich zu fassen, hat der neue Vorgesetzte von DCI Carol Jordan ihr verboten, mit dem Profiler Tony Hill zusammenzuarbeiten. Tony Hill reist unterdessen nach Worcester, um die dortige Polizei bei ihren Ermittlungen in einem Mordfall zu unterstützen. Dort steht allerdings auch das Haus seines verstorbenen Vaters, den er nie kennengelernt hat ...Leider haben sich in der deutschen Fassung einige Fehler eingeschlichen ("zeichneten sich dunkle Ring eab" auf S. 185, "Sie sind Lesbe? Wie Seths Müller?" - gemeint ist wohl "Mütter" - auf S. 239, "Hieren war" auf S. 324, "Was für einen Unterscheid macht das?" auf S. 437), das stört sicher nicht alle Leser, mich aber leider sehr.Auch der Klappentext ist irreführend: "Als die verstümmelte Leiche der jungen Jennifer gefunden wird, ist DCI Jordan sofort klar, dass ein extrem gefährlicher Psychopath am Werk ist" - nein, denn Carol Jordan weiß zunächst von Jennifers Fall nichts und ein Zusammenhang mit den Todesfällen, in denen Carol Jordan ermittelt, wird erst später erkannt. Das ist sehr schade, denn ein bisschen mehr Sorgfalt hat dieser Roman schon verdient.Val McDermid erweist sich mit dieser Erzählung wieder einmal als talentierte Erzählerin, die sich darauf versteht, ihre Leser ganz in den Bann der Geschichte zu ziehen. Dass immer wieder betont wird, wie unnormal Tony angeblich sei, hat mich allerdings mal wieder ein bisschen genervt, da ich diese Meinung nicht teilen kann - für mich sind es eher die Tim Parkers in dieser Welt, die nicht normal sind. Dennoch ist es der Autorin auch hier wieder gelungen mit den ausgeprägten Charakteren der Ermittlerteams diese interessant und lebendig wirken zu lassen und ich greife daher immer wieder gerne zu Romanen aus dieser Reihe.

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  • Vatermord

    Vatermord
    Tapsi0709

    Tapsi0709

    13. June 2017 um 08:11

    Es ist das Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Am Anfang hatte ich totale Schwierigkeiten ins Buch zu kommen, da viele verschiedene Geschichten erzählt wurden, die erst nach und nach zueinander gefunden habe. Da musste man echt Durchhaltevermögen mitbringen. Aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt.Plötzlich hat sich alles ineinander gefügt und man hat die Zusammenhänge verstanden, dann ließ sich das Buch sehr flüssig und zügig lesen.Ich hatte dann auch relativ schnell eine Idee, wer der Täter sein könnte, die sich zunächst auch als vermeintlich richtig erwies ... am Ende kam dann doch eine Überraschung.Im großen und ganzen hat mir das Buch ganz gut gefallen, sodass ich es weiterempfehlen kann.

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  • Obwohl bereits der 6te Band der Reihe ohne Ermüdungserscheinungen. Spannend und gut...!

    Vatermord
    Thommy28

    Thommy28

    17. October 2015 um 17:03

    Zum Inhalt möge sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite kurz Informieren. Diese gibt einen kurzen, aber sehr unvollständigen ersten Eindruck in das komplexe Geschehen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung: Es ist erstaunlich, dass es der Autorin nach fünf Vorgängerbänden immer noch gelingt, den Leser in Ihren Bann zu ziehen. Dabei macht sie zwar auch Reminiszenzen an die Vorgängerbände, ohne das dortige Geschehen zu breit auszuwalzen und insbesondere ohne den Leser des Einzelbandes zu überfordern.  Die Schreibweise ist wie immer hervorragend, flüssig und leicht zu lesen, ohne in´s Triviale zu verfallen. Der Spannungsbogen wird von Beginn an aufrechterhalten und mündet in ein spannendes Finale. Dieses kommt ohne den vielfach unverzichtbaren "Knalleffekt" aus, kann aber dennoch überzeugen. Gleichzeitig wird geschickt (ohne ärgerlichen "Cliffhanger") ein Folgeband lesetechnisch vorbereitet. Sehr gut gefällt es mir, wie es der Autorin gelingt den Protagonisten "leben einzuhauchen" indem sie ihnen eine kontinuierliche Entwicklung zubilligt. Besonders erfreulich: Dies gilt nicht nur für die Hauptfiguren, sondern auch für die Nebenfiguren, die in vielen anderen Romanen eher ein Schattendasein fristen. Weiter so.....! Insgesamt ein tolles Buch, das ich eher dem Genre "Krimi" zuordnen würde, denn dem Genre "Thriller", wie es der Klappentext verspricht. Dennoch absolut lesenswert; bevorzugt als Teil der Gesamtreihe.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    SchokoCappuccino

    SchokoCappuccino

    22. December 2011 um 14:30

    "Vatermord" habe ich geschenkt bekommen und so war es der erste Fall des Ermittlerduos Jordan/Hill, den ich gelsesen habe. Daher fehlten mir leider einige Hintergrundinformationen, um vielleicht den ein oder anderen Gedankengang der Protagonisten besser nachvollziehen zu können. Trotzdem lebt die Geschichte von ihren sympathischen und leicht verrückten Charakteren. Der Fall an sich war gut durchdacht und hatte ein interessantes und spannendes Motiv, welches aber (auch schon durch den Titel des Buches) relativ vorhersehbar war, wodurch leider der große Überraschungseffekt fehlte. Auch die Verknüpfung mit dem zweiten Fall eines unaufgeklärten Mordfalls fand ich eher störend als bereichernd für die Entwicklung der Geschichte. Insgesamt ein durchschnittlicher Krimi mit einer eigentlich guten Story, die meiner Meinung nach aber besser hätte umgesetzt werden können.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Gruenente

    Gruenente

    27. June 2011 um 20:46

    Netter Krimi, Motiv fand ich vorhersehbar.
    Sehr interessant war die persönliche Entwicklung von Tony,der sich mit seinem Vater auseinandersetzt.
    Das Ende verspricht einen weiteren Roman.
    Mittlerweile gefallen mir die Filme dieser Reihe besser als de Bücher. Das ist fast nie so. Aber die Besetzung des Tonys finde ich klasse.

  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. May 2011 um 17:05

    Fall #6 für das Ermittlerduo Jordan/Hill: Der neue Chief Constable setzt die Spezialeinheit von Carol Jordan unter Druck. Es müssen Kosten eingespart werden und Erfolge her. Das alles ohne die Mithilfe von Tony Hill. Sein Einsatz wird als zu teuer erachtet. Davon lässt er sich nicht beeindrucken und bietet seine Dienste kurzerhand einem anderen Polizeidistrict an. Dort müssen die Ermittler den Mord an einem 14-jährigen Teenager aufklären. Währenddessen tauchen auch in Bradfield immer mehr Leichen von Teenagern auf. Eines hatten sie alle gemeinsam: ihr Mörder fand sie über das Internet. Dieses Buch ist mir 4 Sterne wert. 1 Stern für das aktuelle Thema 'Internet und seine Gefahren'. 1 Stern für den Realitätsbezug. Kein völlig an den Haaren herbeigezogener Plot. Auch die Auflösung ist so simpel wie realistisch. Nicht jeder Mörder ist ein Jack the Ripper oder Hannibal Lector oder hält sich dafür. 1 Stern für Val McDermid und ihre Erkenntnis, dass man sich ein Beispiel an den Drehbuchautoren der TV-Serie "Wire in the blood" (Hautnah-Die Methode Hill) nehmen sollte. Diesmal gibt es erfrischenderweise keinen Handlungsstrang, der aus der Sicht des Mörders erzählt. Dies war zu Beginn der Reihe stets der Fall und das war extrem störend und für die Qualität der Geschichte nicht förderlich. Es ist Blödsinn, die vermeintlichen Gedanken eines Serienkillers niederzuschreiben, um damit auch gleichzeitig die Begründung für dessen Handeln zu liefern. Das interessiert am Ende ja auch nicht. Schließlich sollte das Hauptaugenmerk auf den Ermittlungen der Polizei und dem Heruasarbeiten des Täterprofils liegen, so dass man zum Schluss den Täter auch fasst. Dies ist hier der Fall und so soll es auch sein. Ein letzter Stern für spannende Unterhaltung. Ein Buch, dass sich durchweg flüssig lesen und keinerlei Langeweile aufkommen lässt.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. January 2011 um 19:33

    Carol Jordan erhält einen neuen Vorgesetzten, dessen bevorzugtes Ziel es ist, ihre Abteilung effizienter zu machen. Die erste Sparmaßnahme trifft Tony Hill, dessen Dienste künftig durch einen Nachwuchsprofiler der eigenen Kaderschmiede ersetzt werden sollen. Tony kommt das zunächst eher gelegen, denn so nimmt der Nachbardistrikt seine Hilfe in Anspruch, als es um einen ermordeten Jugendlichen geht. Der Zufall will, dass sein verstorbener Vater, von dessen Existenz er fast sein Leben lang nichts gewusst hat und der ihm ein großes Erbe hinterlassen hat, genau in diesem Nachbardistrikt gelebt hat. So nutzt Tony Hill die Gelegenheit, sich neben der Klärung des Falles mit der Klärung seiner eigenen Vergangenheit zu befassen. Währenddessen passieren in Bradford zwei weitere Morde, bei denen dem Leser schnell klar ist, dass es einen Zusammenhang zum Mord gibt, mit dem sich Tony Hill beschäftigt. Da zwischen den Distrikten kein Nachrichtenaustausch besteht und auch unsere beiden Protagonisten mehr oder weniger Funkstille haben, geht wertvolle Zeit verloren, die weitere Morde verhindern könnte... In Val McDermids sechsten Roman um das Ermittler-Duo Tony Hill und Carol Jordan steht neben dem Mordfall deutlich die schwierige Beziehung der beiden Protagonisten im Vordergrund, die hier behutsam neu ausgelotet wird. Nicht nur Tony beschäftigt sich mit seiner Vergangenheit, auch Carol tut das im Geheimen, damit Tony sein Trauma bewältigen kann. Für Carol ist das eine Gratwanderung, denn sie glänzt bei den Ermittlungen häufig durch Abwesenheit, die sich ihr Team nicht erklären kann. Die Polizei von Bradford tappt im Dunkeln tappt, da sie kein Motiv für die Morde an den Teenagern erkennt. Erst spät und durch Zufall finden die Informationen zusammen und es kann unter einer gemeinsamen Führung und der Hilfe von Tony Hill ermittelt werden. Das Motiv für die Mordfälle erahnt der Leser an einer bestimmten Stelle zwar teilweise, den letztendlichen Grund aber erfährt er wie die Ermittler erst am Schluss des Buches. Ein schauriges Gefühl erfasst den Leser, wenn er den Opfern quasi über die Schulter schaut und dabei zusieht, wie leicht sie sich beeinflussen lassen und allen Sicherheitsmaßnahmen der Eltern zum Trotz dem vermeintlichen Online-Freund in die Falle gehen. Das von McDermid geschilderte Szenario der Kontaktaufnahme über Online-Netzwerke und die Fallen, die dort lauern, ist erschreckend real. Nach dem eher enttäuschenden Vorgänger war ich vom sechsten Buch um die beiden Ermittler wirklich begeistert, vor allem hier die Beziehung zwischen Tony Hill und Carol Jordan einen deutlich höheren Stellenwert annimmt als im vorigen Buch. Es ist eher ein leiser Krimi, bei dem das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht, den eigentlichen Kriminalfall aber nicht verdrängt sondern ergänzt und der ohne Splatter auskommt. Ich jedenfalls bin schon gespannt auf das nächste Buch mit den beiden Ermittlern.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    27. December 2010 um 18:56

    KURZ GESAGT: Immer wieder finde ich es schön, Tony Hill bei der Arbeit zu beobachten. Der Profiler, der – wie er selbst bestätigen würde – kaum weniger durchgeknallt ist als die Verbrecher, die er verfolgt, muss diesmal gleich an mehreren Fronten kämpfen. Zum einen ist da die Mordserie an weiblichen und männlichen Jugendlichen, die nichts als ihr Alter zu verbinden scheint; zum anderen muss er sich mit dem Erbe seines Vaters auseinandersetzen, der ihn und Tonys Mutter schon früh verlassen hat. Fans und NeuleserInnen von McDermid werden an diesem Thriller vieles faszinierend finden. Angefangen bei der Spannung, die durch den gekonnten Wechsel der Perspektiven und Schauplätze entsteht – so scheut McDermid nicht davor zurück, von den letzten Tagen und Stunden der Halbwüchsigen zu berichten, um sie uns eng ans Herz zu legen, bevor sie sie uns wieder entreißt. Die Schilderung der verschiedenen Milieus und Familiensituationen bildet einen erschütternden Kontrast zur Brutalität der Morde, die DCI Carol Jordan aufzuklären hat. Hill und Jordan haben auf über 500 Seiten Gelegenheit, dem Grund für die Verbrechen auf die Spur kommen – und entdecken dabei auch Überraschendes in ihrem Privatleben, das mich schon jetzt mit Vorfreude auf den nächsten McDermid warten lässt. Mittlerweile kann ich Euch nur empfehlen: Lesen!

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    variety

    variety

    22. December 2010 um 22:03

    Die Ausgangslage für den neusten Krimi von Val McDermind ist spannend: Jugendliche, die im Internet Kontakt gefunden haben, verschwinden --- und werden wenig später ermordet aufgefunden. Eine Serienmörder treibt sein Unwesen. Besonders gelungen fand ich die Wechsel in der Erzählfokussierung. Einmal standen die Opfer im Mittelpunkt, dann die Ermittlungen (diese natürlich häufiger). Dann wiederum waren die Beziehungen der Polizist/innen für Val McDermid von grösserer Wichtigkeit. Leider ergab sich dadurch auch eine Verzettelung der Handlungsstränge und ein etwas künstlich in die Länge gezogener Plot. Das Buch hätte gut und gerne 100-150 Seiten weniger ertragen - und wäre genauso spannend gewesen.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    02. December 2010 um 22:47

    Carol Jordan hat einen neuen Vorgesetzten. Und wie das heutzutage so ist, besteht dessen primäres Ziel darin, Kosten zu sparen. Carols ganze Abteilung steht daher auf dem Prüfstand, aber in einem Fall ist die Sache schon klar: Tony Hill ist dem neuen Chef zu teuer. Carol darf Tony nicht mehr einsetzen, sondern muss auf hausinterne Kräfte zugreifen. Tony Hill findet das erst einmal gar nicht so schlimm. Denn erstens hat er die hauseigenen Profiler ausgebildet und zweitens kann er sich über einen Mangel an Aufträgen nicht beklagen. Er wird von einem anderen Distrikt angefordert, um bei der Aufklärung eines Mordes an einem Jugendlichen mitzuwirken. Für Tony ist diese Anforderung ein Zeichen, denn genau in diesem Distrikt ist das Haus seines verstorbenen Vaters, das Tony geerbt hat. Ein Erbe, das ihm gar nicht recht ist. Tony hat seinen Vater nie kennengelernt, sein Vater hat sich nie um ihn gekümmert, warum also vererbt er ihm jetzt sein Haus? Carol hat es sich zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, was genau damals eigentlich passiert ist. Warum hat Tonys Vater die Stadt so plötzlich verlassen? Was verschweigt die Mutter? Dass Carol so tief in Tonys Vergangenheit eintaucht, bringt eine neue Qualität in die Beziehung der beiden. Aber so ganz nebenbei hat Carol auch mit neuen Fällen zu tun. Auch hier sind Jugendliche die Opfer. Leider klappt die Kommunikation zwischen den einzelnen Distrikten nicht, so dass die Ermittler erst sehr spät darauf kommen, dass die Fälle zusammengehören. Ich habe lange keinen Jordan-Hill-Krimi mehr gelesen, deshalb hatte ich am Anfang Probleme, in die Handlung einzufinden. Das legte sich aber nach kurzer Zeit, und ich konnte richtig in das Buch eintauchen. Val McDermid kann einfach so richtig gut schreiben. Wahrscheinlich sogar nicht nur Krimis, wie die zum Schreien komische Szene zwischen Tony und einer Maklerin zeigt. McDermid geht in die Tiefe ihrer Charaktere, deshalb gehen ihre Krimis weit über das Genre-Übliche hinaus. Ungewöhnlich ist auch, dass wir Leser die Opfer schon vor der Tat kennenlernen. Wir sehen sie lebend, in ihrem Alltag, mit ihrer Persönlichkeit. Deshalb ist das Mitempfinden für die Opfer dann auch größer. Wieder einmal ein hervorragendes Buch aus der Feder von McDermid und genau richtig für die langen Winterabende.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    catangeleyez

    catangeleyez

    01. December 2010 um 20:42

    Der sechste Fall des Ermittlerduos Carol Jordan und Tony Hill führt, mit aktuellem Bezug in die Welt des Internets. Dort findet sich ein User, der Jugendliche beider Geschlechter genau kennt und ihre Wünsche erfüllen will, so jedenfalls seine geäußerte Absicht. Doch anstelle der Wünsche der Jugendlichen erfahren diese nur den Tod, kurz und nicht schmerzfrei und werden danach auch noch verstümmelt. Zeitgleich steht die Ermittlergruppe um Carol unter Druck, das der neue Chef erwartet, dass Ergebnisse gebracht werden, ohne dass man sich der teuren Hilfe von Tony Hill bedient. Somit sind Ermittlungen in dem aktuellen Fall um die ermordeten Jugendlichen neben den Ermittlungen in einem Altfall, bei dem ein Ehemann unter Verdacht steht, seine Ehefrau und sein Kind ermordet zu haben. Der Druck wird größer, doch das Team um Jordan und Hill setzt alles daran, diese Fälle zu lösen. Ein etwas unerwarteter Schluss, jedoch insgesamt betrachtet, führt der Weg des Buches direkt zu dem Schluss. Angenehmer SChreibstil wie immer bei Val McDermid, wohl durchdacht und gut recherchiert. Das Cover ist passend zum Inhalt des Buches gewählt. Für Fans von Val McDermid ein Muss, für Krimisfans empfehlenswert, jedoch sollte man mit dem ersten Fall des Ermittlerduos beginnen.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Als ich hier las, dass es von Val McDermid ein neues Buch gibt (und man konnte es hier sogar gewinnen) wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen müsste. Am Sonntag hatte ich mit dem Lesen, während Prinzesschen eingeladen war, Zeit zum Lesen. Da es bei Starbucks recht laut war, bin ich nur schlecht ins Buch hinein gekommen. Carol Jordan bekommt es mit einem Serienmörder zu tun. Dieser schreibt, gezielt, Jugendliche im Internet an und verabredet sich mit ihnen. Die Entführten behält er nicht lange und tötet sie in dem er die Jugendliche betäubt, sie anschliessent erstickt und die äusseren Geschlechtsmerkmale entfernt. Sollte ich hier " er" oder Mörder schreiben, soll dies kein Hinweis auf den Täter sein. Carols neuer Chef ist dageben, dass Carol Jordan weiterhin Dr. Tony Hill beschäftigt. da dieser einfach zu teuer sei. Der Täter schlägt nicht nur in Carol Jordans Revier zu, sondern auch in Worcester, sodass die beiden Reviere gemeinsam den Mörder entlarven wollen. Durch einen Zufall findet Paulas Freundin heraus, das alle Opfer miteinander verwandt sind. Diese Erkenntniss beschleunigt die Ermittlungsarbeit. Fazit: Über 400 Seiten dümpelt die Handlung mehr oder weniger vor sich her aber die restlichen 100 Seiten sind temporeich beschrieben. Das Ende ist nicht vorhersehbar. "Vatermord" ist ein solider geschriebener Thriller aber mehr halt auch nicht . Fastfood für zwischendurch.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Coco206

    Coco206

    24. November 2010 um 14:46

    Aufbau: 523 Seiten mit 44 nicht zu lang und nicht zu kurz geratene Kapiteln, die jeweils die verschiedenen Ermittler und die jeweiligen Opfer begleiten und aus der Sicht des allwissenden Erzählers geschildert werden. Meine Meinung: Der sechste Fall für den skurilen Psychologen und Profiler Tony Hill und das Team um Detective Chief Inspector Carol Jordan. Eine meiner liebsten Reihen, deshalb freute ich mich auch sehr auf das Buch. Aber irgendwie wollte ich erst nicht so richtig in die Geschichte reinfinden. Das Gefühl, den letzten Band nochmal hervorzuholen und zumindest das Ende zu lesen, damit ich weiß, was es mit der Erbschaft von Tonys Vater, den er nie kennengelernt hat, seiner sehr unsympathischen Mutter und Carols Einmischung in diese Angelegenheit auf sich hat, war ziemlich groß. Genauso verwirrt hatten mich die Namen der Ermittler im Fall der ermordeten Jennifer, sodass ich gleich nochmal dachte, ich müsste "Schleichendes Gift" zur Hand nehmen. Bis mir dann klar wurde, dass zumindest sie noch nicht aufgetaucht sind bisher. Das alles hat sich sehr schleppend angelassen. Tony wird in besagtem Fall hinzugezogen, aber er, bzw. seine Herangehensweise an das Profil, hatte nichts mit seiner sonstigen Art und Weise in den Kopf eines Mörders zu schlüpfen zu tun. Könnte auch daran liegen, dass seine privaten Angelegenheiten (die Erbschaft) ihn in der Stadt, in der diese Ermittlung stattfindet, zu sehr in Beschlag genommen haben. Nach ca. 200 Seiten wurde das Ganze dann doch interessant und es kam Bewegung in die drei Handlungsstränge, von denen zwei direkt miteinander verknüpft sind, der dritte einen Altfall darstellt. Die Ermittlungen, Gespräche mit Zeugen und Vernehmungen, Tonys Profiling, da hat Val McDermid ihrer Geschichte Leben, Spannung und das gewisse Etwas, das zu dieser Reihe gehört, gegeben. Es ist nicht hochdramatisch, die Spannung lässt einem auch nicht unbedingt das Herz schneller schlagen, aber es wird zu einem wirklichen guten, englischen Kriminalroman. Als sehr angenehm empfand ich auch, dass McDermid es nicht nötig hat, blutige Details, dramatische Gefahrensituationen für die Helden oder einen Showdown im Stil vieler amerikanischer Thriller zu benutzen. Sie bedient sich am Ende mancher Kapitel kleiner, wirklich kleiner, Cliffhanger, und das Ende lässt sie, was die private und berufliche Situation ihrer beider Protagonisten angeht, auch offen, aber die Geschichte in sich ist abgeschlossen und stimmig. Auch wenn insgesamt der Zufall etwas zu präsent war. Inhaltlich reicht das, was man durch den Klappentext erfährt, es gibt eine stetige Entwicklung und alles baut aufeinander auf, sodass ich nicht so viel dazu sagen kann und möchte, ohne etwas zu "verraten". Ihren wichtigen Charakteren im Buch verleiht sie Kontur, man entwickelt Sympathien und Antipathien und man ist sich durch unaufdringliche Landschafts- und Personenbeschreibungen, dem obligatorischen Tee und den Essensgewohnheiten immer bewusst, dass man sich in England befindet. Für die überschwängliche Begeisterung reicht es bei mir nicht, da mir Tony's gewohnte Art, sein Profil zu entwickeln und den Leser daran intensiv teilzuhaben, zu wenig war. 3 Sterne von mir.

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    AennA

    AennA

    14. November 2010 um 10:00

    Mit "Vatermord" setzt Val McDermid die Reihe um Ermittlerin Carol Jordan und Profiler Tony Hill fort und legt hier den sechsten Fall vor. Ein Serienmörder treibt in Bradfield und Umgebung auf unvorstellbare Weise sein Unwesen. Er ködert einzelne Jugendliche mit Hilfe einer Internet-Plattform, um sie beim ersten persönlichen Treffen zu töten und zu verstümmeln. Nach welchen Kriterien sucht er seine Opfer aus? Wofür müssen sie mit ihrem jungen Leben bezahlen? Und warum richtet der Täter sie so grausam zu? Viele Fragen für das Team von Carol und Tony, die zwischen Tatorten, trauernden und verzweifelten Eltern und dem Medium Internet ermitteln, um die Gedankengänge eines Psychopathen zu ergründen. Viele Fragen, die es zu beantworten gilt, bevor dieser erneut zuschlägt.... Die Geschichte ist in einem, wie von der Autorin gewohnt, flüssigen Stil geschrieben und fesselt von Anfang an. Wir stehen als Leser genauso lange vor dem Rätsel dieses Falles wie die Ermittler, ohne vorher auch nur ansatzweise eine Ahnung über Identität und Beweggründe des Mörders zu haben. Dies wird uns erst fast zum Ende des Buches offenbahrt, und selbst da hält Frau McDermid noch Überraschungen parat...Ein Ende mit Wow-Effekt! Einzig die Motivation des Mörders für genau diese bestimmten Verstümmelungen der Leichen wird meines Erachtens nicht eindeutig klar... Das Team sowie die Harmonie zwischen den Charakteren wird anschaulich beschrieben, der Leser fühlt die Autorität Carols(die alle ihrer Mitarbeiter duzt, während sie selbst mit respektvollem "Sie" angesprochen wird). Man nimmt Teil an dem perfekten Zusammenspiel eines gut funktionierenden Teams und fühlt sich sogar wohl dort. Auch das Privatleben der beiden Hauptprotagonisten kommt nicht zu kurz. Während für Carol der Griff zum Alkohol zum Problem werden könnte, muß sich Tony mit den Schatten seiner Vergangenheit und zum Teil ungeklärten Herkunft auseinandersetzen. Und auch ihre Gefühle füreinander sind natürlich ein Thema, wenn auch ganz unterschwellig und leise sich jeder der Beiden alleine damit auseinandersetzt. Durch die Vielzahl der Charaktere war es für mich manchmal schwierig, den Überblick zu behalten, allerdings war ich dann doch schnell wieder im Bilde. Der Titel des Buches ist interessant, während des Lesens habe ich mehrfach über seinen Bezug zum Inhalt nachdenken müssen (und eigentlich bin ich damit auch noch nicht fertig...) "Vatermord" ist ein lesenwerter und gut durchdachter Thriller, und wer wie ich nicht alle Teile dieser Serie kennt, bekommt durchaus Lust auf mehr. Aenna

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  • Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Vatermord
    Mendelssohn

    Mendelssohn

    22. October 2010 um 13:39

    „Manchmal gestand er sich selbst ein, dass Freundschaft nicht der richtige Ausdruck für das Band war, das sie trotz ihrer komplizierten Vergangenheit fest zusammenhielt.“ Wenn das nicht mal ein verheißungsvoller Anfang für alle Carol Jordan/Tony Hill-Fans ist! Bereits nach wenigen Seiten sinniert der smarte Psychologe während einer ziemlich langweiligen Party über die Beziehung zu DCI Jordan, ihre Haarfarbe, ihren Lieblingswein…klingt ganz so, als würde Val McDermid im sechsten Band, der in Deutschland Anfang Oktober erscheint, die Frage, ob diese beiden wohl jemals zusammenkommen, beantworten? Beginnen wir am Anfang. Ein 14jähriges Mädchen wird ermordet und verstümmelt aufgefunden. Schnell steht fest, dass hier ein Psychopath am Werk sein muss, denn weitere Opfer folgen. Sie alle sind im Alter des Mädchens, per Internet -Community nimmt der Täter mit ihnen Kontakt auf und erschleicht sich ihr Vertrauen, fragt sie aus, gibt vor, ihre Interessen zu teilen. Das Thema an sich ist nicht neu, es wäre einiges möglich gewesen. Leider rückt Val McDermid in dieser Folge der Reihe sehr von ihrer üblichen Vorgehensweise ab, was dem Buch absolut zum Nachteil gereicht. Wurde der Täter, seine Psychologie, sein Denken in den vorangegangenen fünf Bänden akribisch unter die Lupe genommen, sucht man dieses Mal vergeblich nach düsteren Abgründen seiner Persönlichkeit, die von Tony Hill förmlich seziert werden. Natürlich hat er ein Motiv, auch die Aufklärung am Ende ist durchaus logisch, aber dieser Teil, der McDermids Bücher ausmacht, fehlt komplett. Sehr schade. Vielleicht wäre das für den Leser weniger schlimm, wenn sich wenigstens in Sachen Carol-Tony irgendetwas tun würde. Es findet keinerlei Zusammenarbeit statt, beide suchen getrennt voneinander nach einem Täter und stellen erst am Ende fest, dass es sich dabei um dieselbe Person handelt. Tony ist permanent damit beschäftigt, über seine eigene Vergangenheit zu sinnieren und spricht eigentlich so gut wie gar nicht mit Carol, schon gar nicht im privaten Sinne. Ein großer Rückschritt, nachdem im vorherigen Band endlich doch im letzten Kapitel Hoffnung aufkam. Man muss sich langsam fragen, ob McDermid, ähnlich wie es beispielsweise leider auch Kathy Reichs tut, die Entwicklungen in den (Liebes-)Beziehungen ihrer Hauptcharaktere stagnieren lässt, um den Leser zum Kauf des nächsten Buches zu zwingen. Irrungen und Wirrungen sind ja sehr nett, aber permanentes Ja-Nein-Vielleicht sorgt für Frust – besonders wenn Rückschritte derart unmotiviert und unlogisch sind. Die Geschichte an sich ist, wie bereits erwähnt, in Ordnung. Nichts Besonderes, aber gut und realistisch, wenn auch weniger spannend als sonst. Und zumindest bei mir wirkt ihre Hinhaltetaktik…denn ich werde mir auf jeden Fall den nächsten Band ebenfalls holen. Irgendwann wird es ja wohl schließlich mal mit Tony und Carol klappen ;)

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