Vatermord

von Val McDermid 
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Vatermord
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Alaiss avatar

Sprachlich nicht ganz so gut gelungen, aber sehr spannend

Thommy28s avatar

Obwohl bereits der 6te Band der Reihe ohne Ermüdungserscheinungen. Spannend und gut...!

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Inhaltsangabe zu "Vatermord"

Als die verstümmelte Leiche der 14-jährigen -Jennifer gefunden wird, ist DCI Carol Jordan sofort klar, dass hier ein extrem gefährlicher Psychopath seine Spur hinterlassen hat. Ihr Verdacht bestätigt sich, weitere Teenager werden ermordet. Ihre Gemeinsamkeit: Alle sind sie vierzehn Jahre alt, immer hat der Killer auf einer Internetplattform Kontakt zu ihnen aufgenommen und vorgetäuscht, genau ihre Interessen zu teilen – bevor er sie schließlich ins Verderben lockte.
Carol setzt erneut auf Tony Hill und dessen außergewöhnliche Fähigkeiten als Profiler. Doch Carols neuer Chef will davon nichts wissen, und als Tony überraschend von seiner eigenen Vergangenheit eingeholt wird, scheint niemand mehr den Killer aufhalten zu können.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426507261
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:04.10.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 30.04.2012 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Alaiss avatar
    Alaisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sprachlich nicht ganz so gut gelungen, aber sehr spannend
    In ihrem 6. Fall verfolgen Carol Jordan und Tony Hill einen wahnsinnigen Kindermörder ...

    Ein unheimlicher Mörder hat es auf Vierzehnjährige abgesehen - über das Internet nimmt er mit ihnen Kontakt auf, entführt und tötet sie. Doch ausgerechnet in dieser Situation, in der es darum geht, einen offenbar wahnsinnigen Mörder schnellstmöglich zu fassen, hat der neue Vorgesetzte von DCI Carol Jordan ihr verboten, mit dem Profiler Tony Hill zusammenzuarbeiten.
    Tony Hill reist unterdessen nach Worcester, um die dortige Polizei bei ihren Ermittlungen in einem Mordfall zu unterstützen. Dort steht allerdings auch das Haus seines verstorbenen Vaters, den er nie kennengelernt hat ...
    Leider haben sich in der deutschen Fassung einige Fehler eingeschlichen ("zeichneten sich dunkle Ring eab" auf S. 185, "Sie sind Lesbe? Wie Seths Müller?" - gemeint ist wohl "Mütter" - auf S. 239, "Hieren war" auf S. 324, "Was für einen Unterscheid macht das?" auf S. 437), das stört sicher nicht alle Leser, mich aber leider sehr.
    Auch der Klappentext ist irreführend: "Als die verstümmelte Leiche der jungen Jennifer gefunden wird, ist DCI Jordan sofort klar, dass ein extrem gefährlicher Psychopath am Werk ist" - nein, denn Carol Jordan weiß zunächst von Jennifers Fall nichts und ein Zusammenhang mit den Todesfällen, in denen Carol Jordan ermittelt, wird erst später erkannt. Das ist sehr schade, denn ein bisschen mehr Sorgfalt hat dieser Roman schon verdient.
    Val McDermid erweist sich mit dieser Erzählung wieder einmal als talentierte Erzählerin, die sich darauf versteht, ihre Leser ganz in den Bann der Geschichte zu ziehen. Dass immer wieder betont wird, wie unnormal Tony angeblich sei, hat mich allerdings mal wieder ein bisschen genervt, da ich diese Meinung nicht teilen kann - für mich sind es eher die Tim Parkers in dieser Welt, die nicht normal sind. Dennoch ist es der Autorin auch hier wieder gelungen mit den ausgeprägten Charakteren der Ermittlerteams diese interessant und lebendig wirken zu lassen und ich greife daher immer wieder gerne zu Romanen aus dieser Reihe.

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    Tapsi0709s avatar
    Tapsi0709vor einem Jahr
    Vatermord

    Es ist das Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe. Am Anfang hatte ich totale Schwierigkeiten ins Buch zu kommen, da viele verschiedene Geschichten erzählt wurden, die erst nach und nach zueinander gefunden habe. Da musste man echt Durchhaltevermögen mitbringen. Aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt.
    Plötzlich hat sich alles ineinander gefügt und man hat die Zusammenhänge verstanden, dann ließ sich das Buch sehr flüssig und zügig lesen.
    Ich hatte dann auch relativ schnell eine Idee, wer der Täter sein könnte, die sich zunächst auch als vermeintlich richtig erwies ... am Ende kam dann doch eine Überraschung.
    Im großen und ganzen hat mir das Buch ganz gut gefallen, sodass ich es weiterempfehlen kann.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Obwohl bereits der 6te Band der Reihe ohne Ermüdungserscheinungen. Spannend und gut...!
    Obwohl bereits der 6te Band der Reihe ohne Ermüdungserscheinungen. Spannend und gut...!

    Zum Inhalt möge sich der interessierte Leser hier auf der Buchseite kurz Informieren. Diese gibt einen kurzen, aber sehr unvollständigen ersten Eindruck in das komplexe Geschehen. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung:

    Es ist erstaunlich, dass es der Autorin nach fünf Vorgängerbänden immer noch gelingt, den Leser in Ihren Bann zu ziehen. Dabei macht sie zwar auch Reminiszenzen an die Vorgängerbände, ohne das dortige Geschehen zu breit auszuwalzen und insbesondere ohne den Leser des Einzelbandes zu überfordern. 

    Die Schreibweise ist wie immer hervorragend, flüssig und leicht zu lesen, ohne in´s Triviale zu verfallen. Der Spannungsbogen wird von Beginn an aufrechterhalten und mündet in ein spannendes Finale. Dieses kommt ohne den vielfach unverzichtbaren "Knalleffekt" aus, kann aber dennoch überzeugen. Gleichzeitig wird geschickt (ohne ärgerlichen "Cliffhanger") ein Folgeband lesetechnisch vorbereitet.

    Sehr gut gefällt es mir, wie es der Autorin gelingt den Protagonisten "leben einzuhauchen" indem sie ihnen eine kontinuierliche Entwicklung zubilligt. Besonders erfreulich: Dies gilt nicht nur für die Hauptfiguren, sondern auch für die Nebenfiguren, die in vielen anderen Romanen eher ein Schattendasein fristen. Weiter so.....!

    Insgesamt ein tolles Buch, das ich eher dem Genre "Krimi" zuordnen würde, denn dem Genre "Thriller", wie es der Klappentext verspricht. Dennoch absolut lesenswert; bevorzugt als Teil der Gesamtreihe.

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    SchokoCappuccinos avatar
    SchokoCappuccinovor 7 Jahren
    Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    "Vatermord" habe ich geschenkt bekommen und so war es der erste Fall des Ermittlerduos Jordan/Hill, den ich gelsesen habe. Daher fehlten mir leider einige Hintergrundinformationen, um vielleicht den ein oder anderen Gedankengang der Protagonisten besser nachvollziehen zu können. Trotzdem lebt die Geschichte von ihren sympathischen und leicht verrückten Charakteren.
    Der Fall an sich war gut durchdacht und hatte ein interessantes und spannendes Motiv, welches aber (auch schon durch den Titel des Buches) relativ vorhersehbar war, wodurch leider der große Überraschungseffekt fehlte. Auch die Verknüpfung mit dem zweiten Fall eines unaufgeklärten Mordfalls fand ich eher störend als bereichernd für die Entwicklung der Geschichte.
    Insgesamt ein durchschnittlicher Krimi mit einer eigentlich guten Story, die meiner Meinung nach aber besser hätte umgesetzt werden können.

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    Gruenentes avatar
    Gruenentevor 7 Jahren
    Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Netter Krimi, Motiv fand ich vorhersehbar.
    Sehr interessant war die persönliche Entwicklung von Tony,der sich mit seinem Vater auseinandersetzt.
    Das Ende verspricht einen weiteren Roman.
    Mittlerweile gefallen mir die Filme dieser Reihe besser als de Bücher. Das ist fast nie so. Aber die Besetzung des Tonys finde ich klasse.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Fall #6 für das Ermittlerduo Jordan/Hill: Der neue Chief Constable setzt die Spezialeinheit von Carol Jordan unter Druck. Es müssen Kosten eingespart werden und Erfolge her. Das alles ohne die Mithilfe von Tony Hill. Sein Einsatz wird als zu teuer erachtet. Davon lässt er sich nicht beeindrucken und bietet seine Dienste kurzerhand einem anderen Polizeidistrict an. Dort müssen die Ermittler den Mord an einem 14-jährigen Teenager aufklären. Währenddessen tauchen auch in Bradfield immer mehr Leichen von Teenagern auf. Eines hatten sie alle gemeinsam: ihr Mörder fand sie über das Internet.

    Dieses Buch ist mir 4 Sterne wert.
    1 Stern für das aktuelle Thema 'Internet und seine Gefahren'.
    1 Stern für den Realitätsbezug. Kein völlig an den Haaren herbeigezogener Plot. Auch die Auflösung ist so simpel wie realistisch. Nicht jeder Mörder ist ein Jack the Ripper oder Hannibal Lector oder hält sich dafür.
    1 Stern für Val McDermid und ihre Erkenntnis, dass man sich ein Beispiel an den Drehbuchautoren der TV-Serie "Wire in the blood" (Hautnah-Die Methode Hill) nehmen sollte. Diesmal gibt es erfrischenderweise keinen Handlungsstrang, der aus der Sicht des Mörders erzählt. Dies war zu Beginn der Reihe stets der Fall und das war extrem störend und für die Qualität der Geschichte nicht förderlich. Es ist Blödsinn, die vermeintlichen Gedanken eines Serienkillers niederzuschreiben, um damit auch gleichzeitig die Begründung für dessen Handeln zu liefern. Das interessiert am Ende ja auch nicht. Schließlich sollte das Hauptaugenmerk auf den Ermittlungen der Polizei und dem Heruasarbeiten des Täterprofils liegen, so dass man zum Schluss den Täter auch fasst. Dies ist hier der Fall und so soll es auch sein.
    Ein letzter Stern für spannende Unterhaltung. Ein Buch, dass sich durchweg flüssig lesen und keinerlei Langeweile aufkommen lässt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Carol Jordan erhält einen neuen Vorgesetzten, dessen bevorzugtes Ziel es ist, ihre Abteilung effizienter zu machen. Die erste Sparmaßnahme trifft Tony Hill, dessen Dienste künftig durch einen Nachwuchsprofiler der eigenen Kaderschmiede ersetzt werden sollen. Tony kommt das zunächst eher gelegen, denn so nimmt der Nachbardistrikt seine Hilfe in Anspruch, als es um einen ermordeten Jugendlichen geht. Der Zufall will, dass sein verstorbener Vater, von dessen Existenz er fast sein Leben lang nichts gewusst hat und der ihm ein großes Erbe hinterlassen hat, genau in diesem Nachbardistrikt gelebt hat. So nutzt Tony Hill die Gelegenheit, sich neben der Klärung des Falles mit der Klärung seiner eigenen Vergangenheit zu befassen. Währenddessen passieren in Bradford zwei weitere Morde, bei denen dem Leser schnell klar ist, dass es einen Zusammenhang zum Mord gibt, mit dem sich Tony Hill beschäftigt. Da zwischen den Distrikten kein Nachrichtenaustausch besteht und auch unsere beiden Protagonisten mehr oder weniger Funkstille haben, geht wertvolle Zeit verloren, die weitere Morde verhindern könnte...

    In Val McDermids sechsten Roman um das Ermittler-Duo Tony Hill und Carol Jordan steht neben dem Mordfall deutlich die schwierige Beziehung der beiden Protagonisten im Vordergrund, die hier behutsam neu ausgelotet wird. Nicht nur Tony beschäftigt sich mit seiner Vergangenheit, auch Carol tut das im Geheimen, damit Tony sein Trauma bewältigen kann. Für Carol ist das eine Gratwanderung, denn sie glänzt bei den Ermittlungen häufig durch Abwesenheit, die sich ihr Team nicht erklären kann. Die Polizei von Bradford tappt im Dunkeln tappt, da sie kein Motiv für die Morde an den Teenagern erkennt. Erst spät und durch Zufall finden die Informationen zusammen und es kann unter einer gemeinsamen Führung und der Hilfe von Tony Hill ermittelt werden. Das Motiv für die Mordfälle erahnt der Leser an einer bestimmten Stelle zwar teilweise, den letztendlichen Grund aber erfährt er wie die Ermittler erst am Schluss des Buches.

    Ein schauriges Gefühl erfasst den Leser, wenn er den Opfern quasi über die Schulter schaut und dabei zusieht, wie leicht sie sich beeinflussen lassen und allen Sicherheitsmaßnahmen der Eltern zum Trotz dem vermeintlichen Online-Freund in die Falle gehen. Das von McDermid geschilderte Szenario der Kontaktaufnahme über Online-Netzwerke und die Fallen, die dort lauern, ist erschreckend real.

    Nach dem eher enttäuschenden Vorgänger war ich vom sechsten Buch um die beiden Ermittler wirklich begeistert, vor allem hier die Beziehung zwischen Tony Hill und Carol Jordan einen deutlich höheren Stellenwert annimmt als im vorigen Buch. Es ist eher ein leiser Krimi, bei dem das Zwischenmenschliche im Vordergrund steht, den eigentlichen Kriminalfall aber nicht verdrängt sondern ergänzt und der ohne Splatter auskommt. Ich jedenfalls bin schon gespannt auf das nächste Buch mit den beiden Ermittlern.

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    Die Buchprüferins avatar
    Die Buchprüferinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    KURZ GESAGT:

    Immer wieder finde ich es schön, Tony Hill bei der Arbeit zu beobachten. Der Profiler, der – wie er selbst bestätigen würde – kaum weniger durchgeknallt ist als die Verbrecher, die er verfolgt, muss diesmal gleich an mehreren Fronten kämpfen. Zum einen ist da die Mordserie an weiblichen und männlichen Jugendlichen, die nichts als ihr Alter zu verbinden scheint; zum anderen muss er sich mit dem Erbe seines Vaters auseinandersetzen, der ihn und Tonys Mutter schon früh verlassen hat.

    Fans und NeuleserInnen von McDermid werden an diesem Thriller vieles faszinierend finden. Angefangen bei der Spannung, die durch den gekonnten Wechsel der Perspektiven und Schauplätze entsteht – so scheut McDermid nicht davor zurück, von den letzten Tagen und Stunden der Halbwüchsigen zu berichten, um sie uns eng ans Herz zu legen, bevor sie sie uns wieder entreißt. Die Schilderung der verschiedenen Milieus und Familiensituationen bildet einen erschütternden Kontrast zur Brutalität der Morde, die DCI Carol Jordan aufzuklären hat.

    Hill und Jordan haben auf über 500 Seiten Gelegenheit, dem Grund für die Verbrechen auf die Spur kommen – und entdecken dabei auch Überraschendes in ihrem Privatleben, das mich schon jetzt mit Vorfreude auf den nächsten McDermid warten lässt. Mittlerweile kann ich Euch nur empfehlen: Lesen!

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    varietys avatar
    varietyvor 8 Jahren
    Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Die Ausgangslage für den neusten Krimi von Val McDermind ist spannend: Jugendliche, die im Internet Kontakt gefunden haben, verschwinden --- und werden wenig später ermordet aufgefunden. Eine Serienmörder treibt sein Unwesen.
    Besonders gelungen fand ich die Wechsel in der Erzählfokussierung. Einmal standen die Opfer im Mittelpunkt, dann die Ermittlungen (diese natürlich häufiger). Dann wiederum waren die Beziehungen der Polizist/innen für Val McDermid von grösserer Wichtigkeit. Leider ergab sich dadurch auch eine Verzettelung der Handlungsstränge und ein etwas künstlich in die Länge gezogener Plot. Das Buch hätte gut und gerne 100-150 Seiten weniger ertragen - und wäre genauso spannend gewesen.

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    Gospelsingers avatar
    Gospelsingervor 8 Jahren
    Rezension zu "Vatermord" von Val McDermid

    Carol Jordan hat einen neuen Vorgesetzten. Und wie das heutzutage so ist, besteht dessen primäres Ziel darin, Kosten zu sparen. Carols ganze Abteilung steht daher auf dem Prüfstand, aber in einem Fall ist die Sache schon klar: Tony Hill ist dem neuen Chef zu teuer. Carol darf Tony nicht mehr einsetzen, sondern muss auf hausinterne Kräfte zugreifen.
    Tony Hill findet das erst einmal gar nicht so schlimm. Denn erstens hat er die hauseigenen Profiler ausgebildet und zweitens kann er sich über einen Mangel an Aufträgen nicht beklagen. Er wird von einem anderen Distrikt angefordert, um bei der Aufklärung eines Mordes an einem Jugendlichen mitzuwirken.
    Für Tony ist diese Anforderung ein Zeichen, denn genau in diesem Distrikt ist das Haus seines verstorbenen Vaters, das Tony geerbt hat. Ein Erbe, das ihm gar nicht recht ist. Tony hat seinen Vater nie kennengelernt, sein Vater hat sich nie um ihn gekümmert, warum also vererbt er ihm jetzt sein Haus?
    Carol hat es sich zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, was genau damals eigentlich passiert ist. Warum hat Tonys Vater die Stadt so plötzlich verlassen? Was verschweigt die Mutter? Dass Carol so tief in Tonys Vergangenheit eintaucht, bringt eine neue Qualität in die Beziehung der beiden.
    Aber so ganz nebenbei hat Carol auch mit neuen Fällen zu tun. Auch hier sind Jugendliche die Opfer. Leider klappt die Kommunikation zwischen den einzelnen Distrikten nicht, so dass die Ermittler erst sehr spät darauf kommen, dass die Fälle zusammengehören.
    Ich habe lange keinen Jordan-Hill-Krimi mehr gelesen, deshalb hatte ich am Anfang Probleme, in die Handlung einzufinden. Das legte sich aber nach kurzer Zeit, und ich konnte richtig in das Buch eintauchen.
    Val McDermid kann einfach so richtig gut schreiben. Wahrscheinlich sogar nicht nur Krimis, wie die zum Schreien komische Szene zwischen Tony und einer Maklerin zeigt. McDermid geht in die Tiefe ihrer Charaktere, deshalb gehen ihre Krimis weit über das Genre-Übliche hinaus.
    Ungewöhnlich ist auch, dass wir Leser die Opfer schon vor der Tat kennenlernen. Wir sehen sie lebend, in ihrem Alltag, mit ihrer Persönlichkeit. Deshalb ist das Mitempfinden für die Opfer dann auch größer.
    Wieder einmal ein hervorragendes Buch aus der Feder von McDermid und genau richtig für die langen Winterabende.

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